1929 lässt grüßen
Mich erinnert das heute an die Ratlosigkeit der Welt damals. Den Verdacht, dass das die perfekte Bühne für den "starken Mann" wird, teile ich sehr.
Anderseits muss man bedenken, dass wir in einer Zeitwende stehen. Das US-Imperium tritt ab, die Machtachsen verschieben sich stärker nach Osten. Anders als 1929 ist wegen dem Nuklearpotential kein großer Krieg möglich, der da manches bereinigen kann (im Sinne der Mächtigen). Insofern muss das etwas differenzierter und in kleiner Art erfolgen.
Ich habe etwas den Eindruck, als dass das Chaos dieser Welt und die Unfähigkeit der Politiker dazu dient, die Menschen freiwillig dazu zu bringen, sich unter eine Macht zu stellen, die scheinbar besser qualifiziert und fähig ist, die Probleme zu lösen. Diese Aufgabe der Freiheit der Massen muss freiwillig erfolgen. Nur so lässt sich diese totale Diktatur errichten. Damit diese Übergabe erfolgt muss den Menschen das "alternativlos" erscheinen und sie auf diesem Weg dahin manipuliert werden.
So ist z.B. das Chaos der Länder in Europa bestens geeignet, die Nationalstaaten für unfähig, das undemokratische Brüssel zur besseren Regierung zu deklarieren. Letztlich läuft Griechenland genau dahin: entweder unterwirft es sich oder es geht im Chaos unter. In beiden Fällen wird die zentrale Macht gestärkt.