Der Schuldner ist immer schuld - aber leider ist Griechenland das kleinste Problem der Eurozone
bearbeitet von unbekannt, Samstag, 11.07.2015, 20:38
Schuld ist immer der Schuldner?
Eine debitistische Analyse der Verschuldungs- = "Verguthabungs"situation aller 4 Sektoren einer Volkswirtschaft zeigt die systemischen Zusammenhänge ...
Das tatsächliche Problem ist die idiotische Konstruktion der Eurozone seit Maastricht - Folge der völlig wirklichkeitsfremden neoliberalen Ideologie in den Köpfen.
Das letztendliche Problem ist die falsche wirtschaftspolitische Navigationskarte, die von interessierter Seite (Finanz- und Großkapital) über die letzten 30 Jahre hinweg als angeblich alternativlos propagandistisch in die Köpfe gehämmert wurde.
Jetzt macht es total Spaß, das gewohnte TINA-Untergangsgezeter anzustimmen. Aber (hallo Orlando!):
Intelligenter Kapitalismus verhandelt ständig sein Repertoire mit sich selbst. Und das führt uns zum Punkt, an dem man Tomaso di Lampedusa abwandeln kann: Wenn alles so stabil bleiben soll, wie es ist, muss sich alles ändern: In unserem Fall ist das die Währungspolitik, die Sozialpolitik und das Miteinander der Staaten. Wenn derzeit alle EU-Spitzen von Griechenland fordern, es möge doch endlich einen Plan unterbreiten, kann man dem nur entgegenhalten: Auch wir brauchen einen Plan und zwar ebenso dringend wie Alexis Tsipras. Das Scheitern Griechenlands am Euro ist auch ein Scheitern des Euro an seinen Regeln. (zum intelligenten statt dummen Kapitalismus)
Und wie stellen wir den Unsinn endlich ab?