Referendum war also überflüssig. Hat Varoufakis deswegen hingeworfen,
weil es eh alternativlos gewesen ist?
Wir stimmen solange ab, bis die Wurst in die Pelle passt. Wenn das Volk
nicht mitmacht, fragen wir halt andehttp://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=279053re.
Erinnert mich an den Poststreik.
So ist es. Es scheint bei Politikern gar nicht so selten zu sein, dass sie ein prägnantes Wahlversprechen abgeben und nur deshalb gewählt werden und nachher genau das Gegenteil tun. I.d.R. schluckt das Volk das anstandslos.
De Gaulle wurde gewählt umd Algerien fest an das franz. Mutterland anzubinden und den Algerienkrieg zu gewinnen. Was tat er? Er entlies Algerien in die Freiheit.
Beispiel 2: In einer nordd. Grossstadt wurde ein OB gewählt ausdrücklich wegen seines Wahlkampfmottos, ein unsinniges Einkaufszentrum zu verhindern. Was tat er? Er lies Minimales ändern, nannte das Zentrum anders (damit hatte er rabulistisch Recht behalten) und lies bauen.
Inzwischen steht das da und floriert irgendwie nicht richtig.
Interessant waren die Kommentare damals, die analog auch für das griechische Manöver gelten: "Er konnte ja gar nicht anders, die Planung war fortgeschritten, es hätte Vertragssstrafen gegeben" etc.
D.h. Also entweder war er ein dreister Dummkopf, der was versprach, über dessen Unmöglichkeit er sich leicht hätte informieren können, oder ein Täuscher, der was versprach, von dem er wusste, dass er es nicht halten konnte.
Ähnliches scheint für die griechische Abstimmung zu gelten.
Interessant ist, dass danach regelmässig der Wähler anscheinend zufrieden ist, nach dem Motto: Wir haben ja gezeigt, was wir wollten, mehr können wir wohl nicht machen. Vermutlich gibt es noch mehr solcher Beispiele.
mfg