Euclid Tsakalotos: Dark Horse?

Reffke @, Montag, 06.07.2015, 17:11 vor 3850 Tagen 4374 Views

Kurz und knapp:
http://www.telegraph.co.uk/finance/economics/11566624/Euclid-Tsakalotos-Yanis-Varoufaki...

Interessante Einschätzung von AEP:
A Evans-Pritchard ‏@AmbroseEP 7h7 hours ago
New Greek FinMin is Tsakalotos. Brilliant man. My view (not consensus) more hardline than @yanisvaroufakis who is a passionate pro-European

https://twitter.com/AmbroseEP

Sorry, Chef, auf Englisch, aber die "Qualitätsmedien" in D hängen leider durch [[zwinker]]

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Die Lüge ist wahrer als die Wahrheit, weil die Wahrheit so verlogen ist. André Heller
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==> Fundgrube zur Lage: www.paulcraigroberts.org

Was ich nicht verstehe

Cliff @, Bad Homburg, Montag, 06.07.2015, 18:20 vor 3850 Tagen @ Reffke 3059 Views

ist, warum alle sowohl in den Medien als sogar teilweise hier im Gelben wieder echte Hoffnung zu schöpfen scheinen und von Grexit die Rede ist. Da werden die Details diskutiert wie im Mainstream mit Aussagen und Posten und Pressekonferenzen. Ich kann die Hoffnung allenfalls emotional nachvollziehen, weil ich mir das natürlich auch erträume.

Ich glaube aber, dass alle sich blenden lassen. Wie schon seit Jahren bin ich mir weiterhin sicher, dass kein Land jemals herausgelassen wird aus der EU (sofern es eine Signalwirkung erzeugen könnte wie GR).

Das ist doch nur Kasperletheater, da ist doch gar keine Souveränität mehr da auch nur irgendwas zu entscheiden. Die Abstimmung hat doch keinerlei reale Auswirkung und die Regierung hat keinerlei Möglichkeiten die von Bedeutung (aus übergeordneter Sicht) wären.

Den Brüssler Bürokraten und deren Dienstherren aus Übersee geht es doch nur darum, die nationale Souveränität (das was noch technisch übrig ist) soweit auf die supranationale zu verschieben, bis ein vollständiger und beliebiger Zugriff auf das Volksvermögen möglich und zu rechtfertigen ist. Niemals würde es zugelassen, dass dieser Prozess gefährdet oder gar rückabgewickelt würde, etwa durch einen Austritt Griechenlands als Anstoß. Genauso ist es (aus übergeordneter Sicht) vollkommen egal wer welche Ämter besetzt oder an der "Regierung" ist. Einzige Gefahr war doch die direkte Volkbefragungsabsicht nach dem EU-Austritt und die wurde und wird doch leicht mit einem Anruf beim Premier wieder vom Tisch gekehrt.

Meiner Meinung nach wird jetzt wieder groß heraumgelabert und am Ende geht alles wie gehabt weiter mit den Hilfskrediten. Es gibt doch sowieso keine echten Gläubiger mehr sondern Dottores Vorhersage des jeder haftet für jeden sorgt für ganz andere "Verhältnisse".

Cliff

Es geht um die zwei wirtschaftlichen Einschätzungen!

Olivia @, Montag, 06.07.2015, 19:14 vor 3849 Tagen @ Cliff 2531 Views

Die Amis und die Briten sind der Ansicht, dass sie sich aus der Misere "rausdrucken" können und üben weltweit Druck auf die Staaten aus, ebenfalls einen stark inflationären Weg zu gehen. Die Europäer versuchen eine zweifache Strategie sowohl umzustrukturieren als auch zu drucken.

Die Umstrukturierungen werden natürlich von den mafiösen Strukturen dahingehend torpediert, dass man "unten" zwickt und nicht "oben".

Wie auch immer. Der europäische Weg ist den Amis und den dortigen Wirtschaftsprofessoren ein Dorn im Auge. Obwohl sie mit ihrem Weg sicherlich schon baden gegangen wären, stünde nicht das Militär dahinter. Nun sind sowohl der alte als auch der neue Wirtschaftsminister GR's wohl fest verdrahtet in den anglo-amerikanischen Strukturen. Aber das trifft wohl für alle griechischen "Eliten" zu. Wird noch dem Ex-Einfluß der Briten zu schulden sein. Jedenfalls haben "Imperien" andere Mittel, sich aus dem Dreck herauszudrucken. Die Druckerei der Amis führte zur Flucht in tangible Werte und in ein Steigen der Rohstoffpreise .... u.a. auch zu den "Hunger"-Revolutionen in Nord-Afrika (Brot wurde teuer).

Mal, schauen, was der Neue bringt. Es wäre schon ein riesiger Vorteil, wenn er sich nicht wie ein A..... gegenüber allen anderen verhalten würde. Jedenfalls wäre es eine erheblich bessere Voraussetzung für Verhandlungen, wenn nicht so viel GIFT herumgesprüht würde. - Wir werden sehen.

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Auf Deutsch: Info zu Euklid Tsakalotos

Reffke @, Montag, 06.07.2015, 19:34 vor 3849 Tagen @ Reffke 3404 Views

Die NZZ zitiert Reuters, Auszug:
Geldprobleme soll der neue Finanzminister des hoch verschuldeten Euro-Krisenlandes persönlich nie gehabt haben. Ein Kapitalist ist das Mitglied der linken Syriza-Partei damit aber nicht. Er habe ein Vermögen geerbt, sagt Tsakalotos immer wieder. Er könne nichts dafür.

In der Eurogruppe dürfte der Neue für Erleichterung sorgen. Vorgänger Varoufakis soll seine Kollegen nimmer wieder zur Verzweiflung getrieben haben, als er auf konkrete Finanzfragen antwortete: «Lasst uns doch nicht so technisch werden.» In Tsakalotos bekommt die Eurogruppe nun einen Minister, der präzise und konkret die Interessen seines Landes vertritt.
http://www.nzz.ch/wirtschaft/neuer-hellas-finanzminister-1.18575453

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100%-Anglo - 100%-Unionist

pigbonds @, Montag, 06.07.2015, 23:02 vor 3849 Tagen @ Reffke 2438 Views

Kurz und knapp:
http://www.telegraph.co.uk/finance/economics/11566624/Euclid-Tsakalotos-Yanis-Varoufaki...

Interessante Einschätzung von AEP:
A Evans-Pritchard ‏@AmbroseEP 7h7 hours ago
New Greek FinMin is Tsakalotos. Brilliant man. My view (not consensus)
more hardline than @yanisvaroufakis who is a passionate pro-European

https://twitter.com/AmbroseEP

Sorry, Chef, auf Englisch, aber die "Qualitätsmedien" in D hängen leider
durch [[zwinker]]

Welcher deutsche Politiker spricht solches Englisch?
Tsakalotos: https://www.youtube.com/watch?v=WOfKCeMBRGE#t=5m25s

Tsakalotos ist in England aufgewachsen

kicker @, Dienstag, 07.07.2015, 00:22 vor 3849 Tagen @ pigbonds 2001 Views

Welcher deutsche Politiker spricht solches Englisch?

und ist damit Muttersprachler, dazu noch mit einer Engländerin verheiratet.


In SYRIZA he is known as the "left aristocrat",
weil sein Vater steinreich ist ...
wie viele Griechen mit Wohnsitz London.

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