Mehrfach erhoehtes Todesrisko durch Leukaemi unter AKW-Mitarbeitern

CalBaer @, Sonntag, 05.07.2015, 06:57 vor 3851 Tagen 3781 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 05.07.2015, 07:24

Trotz ihrer eigentlich geringen Exposition starben im Untersuchungszeitraum 531 Arbeiter an Leukämie .... in der breiten Bevölkerung liegt die Leukämierate bei 4,3 pro 10.000 Menschen – es hätten daher nur 134 Arbeiter an dem Blutkrebs sterben dürfen.

Nähere Auswertungen zeigten, dass innerhalb der Studienteilnehmer das Leukämierisiko linear mit der radioaktiven Belastung stieg.
....
Entgegen landläufiger Annahme ist eine anhaltende, niedrige radioaktive Belastung genauso schädlich wie ein kurzzeitige akute Verstrahlung.
...
Die Ergebnisse unterstreichen, dass es keine ungefährlichen Dosen der Strahlung gibt.

Letzteres ist hier im Forum schon laenger bekannt. Nun ist dies auch per wissenschaftlicher Studie belegt. Das Forscherteam um Klervi Levraud werteten dafuer die Gesundheitsdaten von mehr als 300.000 Arbeitern aus.

http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-19028-2015-07-01.html

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Besten Dank! Tritium?

Weiner @, Sonntag, 05.07.2015, 16:50 vor 3851 Tagen @ CalBaer 2496 Views

Danke, CalBaer, für diesen Hinweis!

Das Thema beschäftigt mich seit einiger Zeit. Nun hatte ich neulich ein Gespräch mit einem (inzwischen pensionierten) Chemiker, der am Anfang seines Berufslebens in einem AKW gearbeitet hat und systematische Beobachtungen anstellen konnte (die aber nicht veröffentlicht werden durften). Er führt diese hohe Rate bei Leukämie (es ist aber nicht nur die Leukämie sondern auch andere Organe sind neben dem blutbildenden System genauso betroffen!!) auf die Inkorporation mit TRITIUM zurück, d.h. nicht auf die von außen kommende Strahlenbelastung sondern auf die Aufnahme von Partikeln - unter denen das TRITIUM offenbar die wichtigste Rolle spielt.

Siehe dazu auch die Versuche, das Tritium besser einzuschätzen (Quelle: Wikipedia):

"Tritium ist nicht stark radiotoxisch, kann jedoch in Form von Wasser im Körper gespeichert und umgesetzt werden. Eine französisch-belgische Studie von 2008 kommt zum Schluss, dass seine radiologischen Wirkungen bisher unterschätzt wurden: Es kann sich z. B. in die DNA (Erbsubstanz) einlagern, was vor allem bei einer Schwangerschaft problematisch sein kann.[15] Eine andere Studie kommt sogar zu dem Schluss, dass die Wirkung bisher um den Faktor 1000–5000 unterschätzt worden sein könnte.[16]"


By the way: neulich wurde eine usraelische Studie zum Feinstaub veröffentlicht, die gleichermaßen einen absolut klaren Nachweis für die Schädlichkeit, hier also von Nanopartikeln erbringt. Das untersuchte Organ war das Gehirn, jedoch wie im obigen Falle sind andere Gewebe gleichfalls betroffen, d.h. man muss eine solche Untersuchung als "sample" auffassen.

Original: kostenpflichtig oder via Bibliothek:

http://stroke.ahajournals.org/content/46/5/1161

Zusammenfassung:

http://news.doccheck.com/de/newsletter/1833/12385/?utm_source=DC-Newsletter&utm_med...

Noch eine kurze Erläuterung zum Feinstaub: die Fraktion über 5 µm bzw. über 10 µm ist diejenige, die durch die der Automobilindustrie vorgeschriebenen Partikelfilter erfasst wird. Diese Fraktion (hauptsächlich Dieselfahrzeuge, an der Wolke aus dem Auspuff beim Beschleunigen noch sichtbar) ist zwar nicht gesund (Bronchitis etc.), aber kann vom Schleimhautepithel rausgearbeitet werden. Extrem gefährlich dagegen ist der Feinst-Staub unterhalb von 5 µm bzw. 2,5 µm (je kleiner desto gefährlicher). Er ist zellgängig, jedoch kann er auf Zellebene nicht entsorgt werden. Somit bilden sich chronische Entzündungen, die nicht selten in Richtung Krebs entarten. Dieser Feinst-Staub stammt zum überwiegenden Teil aus den Benzin-Direkteinspritzern (nicht mehr sichtbar!!!, außerdem häufig auch aus Müllverbrennungsanlagen). Der Autoindustrie und der Politik sind diese Dinge bekannt, aber die Automobil-Lobby hat sich bei den damaligen Diskussionen um die Partikelfilter durchgesetzt und nur die Grobfilter akzeptiert. Eigentlich müßte die Direkteinspritzung von Kraftstoffen generell aufgegeben und auf eine vollkommene Vergasung der Kraftstoffes bereits vor dem Eintritt in die Brennkammer zurückgegangen werden (hies ja ursprünglich VERGASER!). Doch dazu sind die Manager und Ingenieuer nicht bereit und wohl auch nicht mehr fähig - obwohl dann auch die Kraftstoffausnutzung dramatisch verbessert würde.

Gruß, Weiner

Tritium, radioaktive Edelgase und nicht erfasste Inkorporation von Alphastrahlern ...

CrisisMaven ⌂ @, Sonntag, 05.07.2015, 17:56 vor 3851 Tagen @ Weiner 2746 Views

Tritium ist ein Kandidat.

Die prinzipiell nicht rueckhaltbaren radioaktiven Edelgase sind vermutlich ebenso daran beteiligt.

Und letztendlich, in Einzelfaellen, die zum Leukaemie-Grundrauschen, auch bei der umgebenden Bevoelkerung und deren Haus- und Nutztieren beitragen, Alphastrahler, die von aussen nach Verschlucken/Einatmen i.d.R. nicht mehr messtechnisch nachgewiesen werden koennen.

Im Prinzip alles laengst bekannt, aber um das genauer und unangreifbar zu untersuchen, beduerfte es Gelder, die derzeit in der Klimaforschung und der Bankenrettung stecken (ok, ein Promille wuerde schon reichen, aber Promille sind derzeit das, was bestimmte Finanzminister verstaerkt inkorporieren, wenn man der Nase nach urteilt).

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Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

Strahlenbiologie

BillyGoatGruff @, Schweiz, Sonntag, 05.07.2015, 23:39 vor 3851 Tagen @ CrisisMaven 2088 Views

Richtig!
Es gibt keine Schwellenwerte in der Strahlenbiologie, unterhalb derer "nichts mehr" geschieht.
Es gibt nur zunehmende Wirkungen (neutral ausgedrückt) mit zunehmender Strahlendosis ("Teilchenstrahlung" eingeschlossen).

Gruss,
BGG

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"Politiker und Windeln müssen häufig gewechselt werden, aus dem selben Grund, und das ist nicht der Geruch' (Mark Twain)

Na ja, da ging's hier schon hoch her zu dem Thema (Hormesis etc.) im Gelben ...

CrisisMaven ⌂ @, Sonntag, 05.07.2015, 23:47 vor 3851 Tagen @ BillyGoatGruff 2270 Views

Es gibt keine Schwellenwerte in der Strahlenbiologie, unterhalb derer "nichts mehr" geschieht.

... Strahlung ist gesund und so ...

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