Hallo nereus,
Wir lesen: 1/3 der Mittel flossen an die Banken - 1/3 der Mittel
finanzierten die Fluchtgelder aus Griechenland - 1/3 der Mittel dienten der
Finanzierung des griechischen Lebensstandards
Der Erbsenzähler Sinn hat schon recht genau gezählt.
Ah ja.
Die faulen Griechen verfrühstückten die EU-Kohle.
Das hört der deutsche Michel gern.
War das wirklich so?
s.o.
Wann immer Griechenland neues Geld bekam, stand kurz danach die
Rückzahlung einer alten Anleihe an. Einer alten Anleihe, die vor allem
europäische Banken und Versicherungen gezeichnet hatten.
Ja.
Es war erklärtes Ziel der Politik, kein Land in Europa Pleite gehen zu
lassen. Und zwar nicht, um der Solvenz der Staaten willen, sondern um die
Solvenz der Banken und Versicherungen zu erhalten. Früher war es üblich,
dass ein Staat die Pleite verkündet, alle Schulden und Guthaben abwertet
und mit einer neuen Währung von vorn beginnt. Seit der stark gestiegenen
Vernetzung der Volkswirtschaften, vor allem aber der Finanzwelt, könnte
ein solches Vorgehen eine Kettenreaktion internationaler Bankpleiten
auslösen.
Ja.
Im Falle Griechenlands wären deutsche und französische Banken die ersten
gewesen, die Pleite gehen. Sie waren nach griechischen Banken die größten
Gläubiger Griechenlands. Um eine Finanzkrise 2.0 zu verhindern, wurde
daher der „Rettungsplan" für Griechenland ausgehandelt. Die EU-Länder
nehmen Kredite bei Banken auf, Griechenland nimmt Kredite bei den
EU-Ländern auf um alte Kredite bei Banken abzuzahlen. Es ist ein Tausch
der Schuldner. Die Banken haben Forderungen künftig nicht gegen einen
insolventen Staat, sondern gegen Staaten wie Deutschland. [/i]
Ja.
Quelle:
http://www.investor-verlag.de/finanzkrise-thema/griechenland-krise/wie-viel-hilfe-bekam...
Hier mal ein Überblick wofür das Geld der Hilfskredite tatsächlich
verwendet wurde.
![[image]](http://udo-schiefner.de/wp-content/uploads/2015/02/GRTab2.jpg)
Quelle:
http://udo-schiefner.de/2015/02/fragen-antworten-zu-den-hilfsprogrammen-fuer-griechenland/
Wo ist denn da der Lebensstandard Herr (Un-)Sinn?
In dieser Aufstellung fehlen Target2 und ELA, beides Konsum-, bzw Cash-Kreditierung. Die Summen sind nicht unerheblich.
Steckt das in der relativ kleinen Position "Staatlicher Mittelbedarf"?
Oder meinten Sie den Lebensstandard einer betuchten Oberschicht, die kaum
Steuern zahlte und zahlt und jetzt um ihre Aktiva fürchtet.
Das die korrupten Vorgänger-Regierungen die Schuldenorgie zu verantworten
haben, steht außer Zweifel,
Schulden haben fast alle Länder gemacht; ist auch kein Problem, solange private Geldgeber das Hochbuchen akzeptieren und sich über verläßlich fließende Zinszahlungen freuen können.
Zu einer Schuldenorgie wird es erst, wenn dies vom Staat absehbar nicht mehr gewährleistet werden kann.
(In GR war dies absehbar wegen fehlender Machtstrukturen des Staates).
Daß dann die Gläubiger nicht mehr aufschulden wollen und es ggf. keine Nachgläubiger mehr gibt, ist nicht verwunderlich.
Wäre übrigens in D genauso, wenn die jährlichen ca. 200Mrd. nicht mehr hochgebucht werden könnten.
aber das Geschwätz über das Referendum und
die angeblich „Nichterwachsenen“ kann ich nicht mehr hören.
Wenn irgendjemand nicht erwachsen ist, dann ist es das Bürokratenmonster
in Brüssel, der IWF und die ganzen Lakaien der westlichen
Finanzoligarchie.
Und wer hat den Griechen den Eintritt in den Euro ermöglicht und wer hat
sich in Brüssel und Berlin damals die Augen zugehalten?
Ist zu einseitig betrachtet. s.o.
Diese Bankschulden – Spielschulden von Irren, die längst in eine
Anstalt gesperrt werden müßten - sind nun weitestgehend auf den
europäischen Steuerzahler umgelagert worden.
Das ist der wirkliche Skandal über den allerdings kaum jemand spricht.
Den aber alle Euro-Länder mitgetragen haben - einstimmig!
Das Veto nur eines kleinen, sich ungerecht behandelt fühlendes Landes hätte genügt.
GR ist seit Ewigkeit ein Schuldenland ohne Staatsstruktur und hat damit bisher mehr gut als schlecht gelebt und überlebt.
Durch die neuen Gläubiger ist es erpreßbar geworden.
Das ist das Drama, welches mMn nur durch die Rückerlangung der Selbständigkeit aufgelöst werden kann.
Heißt Bankrotterklärung und eigene Währung.
Wenn es dann die Mentalität der Regierung zuläßt, aus begangenen Fehlern zu lernen und einen halbwegs funktionierenden Staat aufzubauen, kann das Ganze nach ein paar wenigen Jahren gut ausgehen.
(Vielleicht sogar für andere länder als Blaupause dienen).
Ich wünsche es nicht nur den Griechen!
Freundliche Grüße
KK