Investoren gesucht: Gründung einer Imkerei

Zaunreiter @, Donnerstag, 02.07.2015, 07:24 vor 3852 Tagen 3775 Views

Ich bin auf der Suche nach privaten Investoren, die Freude an regional produzierten Lebensmitteln haben - in diesem Fall geht es um Honig.

In Deutschland werden nur 20 % des hier verzehrten Honigs produziert, wobei in Deutschland immerhin so 80-90 Tonnen Honig pro Jahr verzehrt werden. Der Rest muß importiert werden.

http://www-proj.loel.hs-anhalt.de/projektarchiv/oekotrophologie/honigmarkt/Interdiszipl...

Auf der anderen Seite wünschen sich laut Umfragen des Deutschen Imkerbundes - und das zeigen auch weitere kleinere Studien - die Honigkonsumenten einen Honig aus der Region. Das ist deutlich an der Nachfrage und an der entgegen gebrachten Wertschätzung zu spüren!

Im konkreten Fall soll eine bestehende Nebenerwerbsimkerei in eine Vollerwerbsimkerei überführt werden. Gespräche mit Banken sind bereits erfolgt und es gibt Kontakte zu Stiftungen, die auch bereits Zusagen machten. Sprich, es ist alles soweit vorbereitet.

Was noch fehlt ist die Besicherung mit Eigenkapital und dazu wird die Hilfe der privaten Investoren benötigt. Das Projekt wird auf einer in Kürze stattfindenden Veranstaltung in Bochum vorgestellt. Über eine Kontaktaufnahme und Anmeldung würde ich mich freuen.

Freundliche Grüße

Bernhard

Lecker!

Martino @, Donnerstag, 02.07.2015, 11:01 vor 3852 Tagen @ Zaunreiter 2795 Views

Hallo Zaunreiter,

In Deutschland werden nur 20 % des hier verzehrten Honigs produziert,
wobei in Deutschland immerhin so 80-90 Tonnen Honig pro Jahr verzehrt
werden. Der Rest muß importiert werden.

Der MUSS nicht importiert werden, der wird importiert weil er billiger ist und das macht bzw. machte dann in Konsequenz den regionalen Betrieb im Vergleich unwirtschaftlich.

http://www-proj.loel.hs-anhalt.de/projektarchiv/oekotrophologie/honigmarkt/Interdiszipl...

Auf der anderen Seite wünschen sich laut Umfragen des Deutschen
Imkerbundes - und das zeigen auch weitere kleinere Studien - die
Honigkonsumenten einen Honig aus der Region. Das ist deutlich an der
Nachfrage und an der entgegen gebrachten Wertschätzung zu spüren!

Es WÜNSCHT sich auch keiner Kinderarbeit, sondern alle rufen nach Nähfabriken mit 35-Stunden-Woche mit Verdi-Gehältern. Aber bezahlen will das kaum ein Kunde.

Im konkreten Fall soll eine bestehende Nebenerwerbsimkerei in eine
Vollerwerbsimkerei überführt werden. Gespräche mit Banken sind bereits
erfolgt und es gibt Kontakte zu Stiftungen, die auch bereits Zusagen
machten. Sprich, es ist alles soweit vorbereitet.

Was noch fehlt ist die Besicherung mit Eigenkapital und dazu wird die
Hilfe der privaten Investoren benötigt. Das Projekt wird auf einer in
Kürze stattfindenden Veranstaltung in Bochum vorgestellt. Über eine
Kontaktaufnahme und Anmeldung würde ich mich freuen.

Ich mag Honig und kaufe ihn auch hier im Schwarzwald oder manchmal bei einem Bekannten
in der Toscana.

Ich könnte mir vorstellen, dass sich so etwas für einen Crowdfunding-Marktplatz eignet. Habe damit gute Erfahrungen gemacht als Investor und für Dich als als Unternehmer hat so eine Variante den Vorteil, dass die Investoren auch gleichzeitig oft Kunden werden bzw. Promoter und Multiplikator für die Produkt-Reichweite.

Lieber 300-400 Mini-Investoren die als stiller Teilhaber einfach nur mitfiebern (und wie gesagt auch konsumieren) als ein paar große Teilhaber die den Betrieb lähmen.

Übrigens, schon diese Wabe hier gesehen?
http://www.wdr5.de/sendungen/leonardo/honigzapfen106.html


Freundliche Grüße

Bernhard

MfG
Martino

... belebt das Geschäft

Silberfuchs @, Donnerstag, 02.07.2015, 13:06 vor 3852 Tagen @ Zaunreiter 2402 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 02.07.2015, 13:12

Der Unternehmergeist und -wille ist löblich.

In Bochum gibt es jedoch schon einen recht entwickelten Markt an regionaler Versorgung. Ist bekannt, dass Imkerhandel Schulze und Bienenhirte eine direkte Nahversorgung der Hobbyimker machen und diese wiederum Freunde und Familie mit Honig versorgen? Es soll da sogar noch einen weiteren komplett neuen Imkerei-Ausstatter in Bochum geben. Da wird ein gut Teil der kauffreudigen Nachfrage unmittelbar befriedigt. Und gewiss auch reichlich regionaler Honig produziert.

Bei einem Crowdfunding wäre ich allerdings wohl auch dabei. Wollte allein kurz sensibilisieren.[[zwinker]]

Silberfuchs

Einzugsgebiet

Zaunreiter @, Donnerstag, 02.07.2015, 14:39 vor 3852 Tagen @ Silberfuchs 2205 Views

Entschuldige die Verwirrung: das Treffen, an dem das Projekt den Interessierten vorgestellt wird, soll in Bochum stattfinden. Das Einzugsgebiet liegt ganz woanders. Prinzipiell gibt es aber viel zu wenig heimische Produktion. Es wird zwar die kleinteilige, regionale Landwirtschaft gefordert, und die Gesellschaft unterstützt diese Idee auch, aber es sind noch nicht die politischen und gesetzlichen Rahmenbedingungen geschaffen worden. Da ist zwar im Moment einiges in Bewegung, nur darauf warten erscheint mir wenig ratsam. Taten statt Warten.

Crowdfunding - das habe ich mir angesehen, bin aber noch nicht vollends davon überzeugt. Ich habe es lieber mit den Menschen direkt zu tun, als mit einer undefinierten Menschenmasse. Ich sage nur Le Bon. [[zwinker]]

Falls jemand interessiert ist, aber nicht nach Bochum kommen kann oder will, den kann ich gerne anrufen. Einfach kurz melden.

Freundliche Grüße

Bernhard

Frage an Martino zum Crowdfunding

Ankawor, Montag, 06.07.2015, 12:55 vor 3848 Tagen @ Martino 1491 Views

Hallo Martino,

da du neulich dies schriebst:

Ich könnte mir vorstellen, dass sich so etwas für einen
Crowdfunding-Marktplatz eignet. Habe damit gute Erfahrungen gemacht als
Investor

eine kurze Frage an dich:

Kannst du nach deinen Erfahrungen eine funktionierende deutsche Crowdfunding-Organisation empfehlen und siehst du Chancen, da etwas realwirtschaftliches gefördert zu bekommen?

Hintergrund:
Vor einen halben Jahr wurde ich von einem Freund, dessen Englisch nicht reicht, gebeten, zu prüfen, ob Crowdfunding für sein Vorhaben (neuer Baustoff aus nachwachsenden Rohstoffen) geeignet sei. Ich habe ihm damals abgeraten, da ich den Eindruck habe, dass beim Crowdfunding hauptsächlich Projekte Zuspruch finden, die keiner braucht oder die vollkommen abgefahren sind.

Daher meine kurze Nachfrage, ob du vielleicht andere Erfahrungen gemacht hast ...

Danke
Ankawor

Crowdfunding in Deutschland

Martino @, Montag, 06.07.2015, 13:37 vor 3848 Tagen @ Ankawor 1610 Views

eine kurze Frage an dich:

Kannst du nach deinen Erfahrungen eine funktionierende deutsche
Crowdfunding-Organisation empfehlen und siehst du Chancen, da etwas
realwirtschaftliches gefördert zu bekommen?

Hallo Ankawor,

ich habe ja wie geschrieben nur investiert, und nicht selber ein Funding eingesammelt. Von daher kann ich Dir leider kaum sagen, wie die operative Betreuung der Platformen für die Unternehmer aussieht.

Korrekt müsste man ja auch noch zwischen Crowdfunding und Crowdinvesting sprechen, das wird oft - auch von mir selbst - über einen Haufen geworfen. Bei erstem schmeissen die Leute dem Unternehmen Geld im Austausch für ein paar Leckerlies hinterher, oder z.B. ein Anrecht auf den ersten Produktkauf usw. Beim Crowdinvesting hoffen die Investoren natürlich auch noch auf die versprochene Rendite.

Grundsätzlich wundere ich mich immer wieder wie einfach die Leute ihr Geld aus dem Fenster werfen, sobald nur jemand irgendwie "hipp" daher redet. Das gilt sowohl für Funding wie auch für Investing.

Fürs Crowd-Funding ging ja gerade erst Kickstarter auch in Deutschland online.

Einen kleinen Überblick über Crowd-Investing bekommst Du hier:

http://www.p2p-kredite.com/diskussion/crowdinvesting-f18.html


Ich selbst kenne bis jetzt

*Companisto.de
*Conda.eu
*fundernation.eu
*deutsche-mikroinvest.de
*www.fundedbyme.com

Und in GB läuft seedrs ganz gut.

Da bekommt man einen ganz guten Überblick was man so alles finanziert bekommen kann.

Hätte ich ein marktfähiges Produkt, würde ich es auf jeden Fall versuchen auf einer der Investment Platformen dort zu finanzieren. Für ideologisches reines Funding eignen sich Baustoffe wohl kaum. Und solange Draghi den Sparern die Laune verdirbt, dürfte es nicht schwer werden Risikokapital einzusammeln.

MfG
Martino

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