Richtungswechsel bei USA-Medien betreff Griechenland

helmut-1 @, Siebenbürgen, Dienstag, 30.06.2015, 00:00 vor 3855 Tagen 3979 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 30.06.2015, 17:02

Obwohl ich kaum bei yahoo poste (ich nenns immer nur "Juhuu", mehr ist es ja nicht), verfolge ich doch von Zeit zu Zeit die Stimmen, was diverse politische Themen betrifft. Natürlich auch Griechenland.

Was da oftmals getönt wurde, - welche Reportagen da zugrunde lagen, da meinte man, das Gemerkel persönlich würde bei Juhuu einen Vortrag halten. Ganz neue Töne habe ich aber heute dort festgestellt. Klar musste ich auch dazu einen Kommentar schreiben:

Ich bin ja gewohnt, dass hier viele Wirtshauskommentare fallen, weil viele nur aus dem Bauch heraus urteilen. Ist ja irgendwie auch menschlich. Die Merkelhörigen Medien tönen ja von früh bis spät ihren Monolog, damit ja niemand auf die Idee kommt, da könnte was von Seiten des Gemerkels schief gelaufen sein.

Derjenige, der einen Draht zu objektiv beobachtenden Leuten direkt vor Ort hat, so wie ich, der sieht manches anders. Überhaupt, wohin das Geld gewandert ist. Die Untersuchungskommission der gr. Regierung, die untersucht hat, wie eigentlich die Schulden zustande gekommen sind, wie sie sich im Laufe der Jahre entwickelt haben, und wohin das Geld überhaupt geflossen ist, - das Ergebnis dieser Untersuchung spricht Bände.

Deshalb steuerte die gr. Regierung nach dem Vorbild von Ecuador und Island auch eine Ablehnung der illegal entstandenen Schulden an. Einschl. der Schulden, die der deutsche Staat direkt erzeugt hat, indem er eine Menge von unnötigem Kriegsmaterial nach Griechenland befürwortet hat, zum Wohle der deutschen Waffenkonzerne. Lieferungen, die kein Mensch je braucht.

Mit der Ukraine wars nicht anders. Auch da war das Merkel-Evangelium gang und gebe, bis doch eine beträchtliche Schicht draufgekommen ist, dass da manches nicht stimmt. Dass die jetzigen Machthaber in Kiew keine Chorknaben sind und das Ganze von Merkel nur im Interesse der USA betrieben wurde.

Jetzt - bei Griechenland, da beginnt sich auch im Juhuu-Tenor was plötzlich zu ändern. Das ist neu in dem Konzert, nämlich die beiden Äußerungen:
"Er gehörte nicht der alten korrupten politischen Klasse an und man erhoffte sich von ihm einen Neuanfang der griechischen Politik und nachhaltige Fragen an das Selbstverständnis der Europäischen Union (EU) zugleich." (Tsipras)
Das ist eine wichtige Erkenntnis. Der Mann arbeitet nicht in die eigene Tasche, sowie die Mitglieder der Pasok und dgl. vorher. Deswegen war er von Beginn an schon suspekt.

"Warum hat er nicht in Brüssel über das Referendum diskutiert? Warum lässt er über etwas abstimmen, das er selbst ablehnt?"
Weil er das macht, was Merkel niemals einfallen würde, - nämlich über die zukünftigen Schulden der Steuerzahler das Volk vorher abstimmen zu lassen. Klar kann das auch zu seinen Ungunsten ausgehen, - wenn er Stil hat, dann berücksichtigt er das Wählervotum, egal, was dabei herauskommt.

" Schuldenschnitt und ehrliche Reformarbeit sind die einzigen Chancen, die Griechenland bleiben." Na endlich ist es raus: Das hat doch das Gemerkel immer abgelehnt, - obwohl das eine der vordringlichsten Lösungsmöglichkeiten gewesen wäre.

" Statt auf in weiten Teilen unrealistischen Sparplänen zu beharren (während die griechische Wirtschaft weiter schrumpft), hätte man ehrlich sein sollen – schon in den Jahren 2010 und 2012 hätte man die Chance gehabt, einen sauberen Schnitt zu vollziehen. Der hätte bedeutet, dass die privaten Gläubiger auf ihrem Geld sitzen bleiben. Banken wären zusammengebrochen. Aber das System hätte überlebt. Und mit den Steuermilliarden, mit denen wir Banken Kredite zuschoben, hätte man ganz andere Stabilisierungs- und Wachstumsprogramme ankurbeln können."

Genau das ist es, - die deutschen und französischen Banken hat man gestützt, - sie wären aber auch nicht zusammengebrochen, das ist sowieso übertrieben.

"Was die griechische Gesellschaft in den vergangenen Jahren an Ausgabenkürzungen hingenommen hat, wäre in Deutschland kaum möglich; zu sehr haben wir uns an unseren Wohlstand gewöhnt."

Hoppla, ganz neue Töne bei Juhuu. Nähert man sich der Wahrheit wohl nur deshalb, weil es schon die Spatzen von den Dächern pfeifen?

Jedenfalls habe ich die Richtungsänderung bei dem Ami-orientierten Klub schon registriert.

Banken wären zusammengebrochen.

helmut-1 @, Siebenbürgen, Dienstag, 30.06.2015, 00:10 vor 3855 Tagen @ helmut-1 3121 Views

Grad hab ich mir das nochmal reingezogen, den Text.

Banken wären zusammengebrochen.

Ich lach mich krank. Die deutsche Bank, Morgan, Rockefeller, Rothschild, Soros, und wie sie alle heißen, die weinen zwar wie ein kleines Kind, wenn sie ein paar Euro verlieren, - aber die brechen doch nicht zusammen, - niemals.

Bankeninsolvenzen sind das Geschäftsmodell ..

Beo2 @, NRW Witten, Dienstag, 30.06.2015, 10:58 vor 3854 Tagen @ helmut-1 1575 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 30.06.2015, 16:13

Banken wären zusammengebrochen.

Ich lach mich krank. Die deutsche Bank, Morgan, Rockefeller, Rothschild, Soros, und wie sie alle heißen, die weinen zwar wie ein kleines Kind, wenn sie ein paar Euro verlieren, - aber die brechen doch nicht zusammen, - niemals.

Richtig festgestellt, helmut-1.
Es können zwar die Banken pleite gehen, nicht aber die Banker (Großaktionäre). Deren privates Vermögen sowie persönliche Freiheit bleiben meistens unangetastet. Es geht dabei ja auch nicht das Geld der Banker, sondern dasjenige ihrer Kunden verloren ...

In den Banken befindet sich fast ausschließlich das Geld ihrer Kunden, welches vollständig verloren gehen kann. Nicht aber das eigene Geld der Banker: Das eigenhändig eingelegte Gesellschafterkapital einer etablierten Bank wurde als Rendite/Dividende bereits zig- und hundertfach verdient und herausgeholt, zumindest von den Großaktionären. Auf das momentane EK kann der Banker (Großaktionär) jederzeit verzichten, denn er weiss: es ist längst nur reine Luftnummer.

Es gehört explizit zum Geschäftsmodell der Banken, immer und permanent latent insolvent zu sein. Dieses Modell heißt: Fractional Reserve Banking. Dies Modell wird exzessiv auf die Spitze getrieben .. bis zum Crash (wie auch jetzt in GR). Geht eine Bank Pleite - was sozusagen Programm ist - so gründen deren Eigentümer bald eine neue. Das benötigte Startkapital dafür haben sie immer.

Deshalb empfehle ich auch den Griechen, ihr Geld- und Bankensystem ganz neu, nämlich auf viel stabileren Füßen aufzustellen. Jetzt gibt es die Chance dafür:
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=357274 (evtl. nur ganz unten lesen)

Mit Gruß, Beo2

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