Windows-Apps verstecken alle Benutzerdaten vor dem Benutzer.

Olivia @, Samstag, 27.06.2015, 15:08 vor 3858 Tagen 7257 Views

Vielleicht interessiert es ja den einen oder anderen. Darauf gestoßen bin ich zufällig. Habe einen kleinen 8 Zoll Windows 8.1. Tablett, den ich hauptsächlich zum Lesen und Hören verwenden wollte. Der mitgelieferte Speicher ist 16 MB, es gibt Platz für eine wechselbare Speicherkarte.

Beim Herunterladen der Bücher von Amazon (Kindle-App für PC - etwas anderes gibt es nicht mehr) bemerkte ich, dass die mitglieferte Speicherkarte voll wurde und wollte die "Daten" auf den Wechselspeicher auslagern. Ich fand weder wo die App gespeichert war, noch wo die Daten sich befanden. Anruf bei Microsoft: "Ja, die Apps und "ihre" Daten befinden sich in einer "Sand-Box", auf die der Benutzer keinen Zugriff hat". Das sei aus "Sicherheitsgründen" so.
"Man könne ja die Cloud benutzen". Ich soll mich bei Amazon erkundigen.

Anruf bei Amazon: "ja, ich brauche doch gar keinen Speicher mehr, das sei doch alles in meiner persönlichen Cloud". Ich: Ich möchte auch lesen, wenn ich nicht im W-Lan hänge." - Amazon-MA bat mich zu warten und erkundigte sich. "Ja, das stimmt, auch die Amazon-Bücher werden jetzt nur dort gespeichert, wo die App gespeichert wird und man hat keinen Zugriff darauf. Man kann ja die Cloud benutzen".

Klartext: Ich habe keinerlei eigenen Zugriff mehr auf meine eigenen Daten, die ich mit irgend einer App erstelle, denn ich weiß nicht, wo diese sich befinden.
Der Benutzer soll zunehmend auf die Clouds gedrängt werden. Meine gekauften Bücher kann ich auf dem bewußten Gerät nur von der Cloud lesen.

Damit hat man die eigenen gekauften Produkte nicht mehr wirklich im Besitz. Sie stehen lediglich virtuell "irgendwo" verfügbar. Die Hoffnung darauf, die zusammengestellte, eigene Bibliothek auch ohne "Internet" lesen zu können, scheint sich schrittchenweise aufzulösen.

Ich schätze, dass es langsam sinnvoll wird, alte Computer zu sammeln oder sich die Bücher wieder in Hardcopy zuzulegen.

Hat jemand eine Idee, wie ich wieder an meine Bibliothek dran komme?
Amazon hat alles umgestellt, ohne dass ich das rechtzeitig gemerkt habe.

--
For entertainment purposes only.

Anscheinend schon seit Jahren der Fall

bulla @, Samstag, 27.06.2015, 15:45 vor 3858 Tagen @ Olivia 5760 Views

Damit hat man die eigenen gekauften Produkte nicht mehr wirklich im
Besitz. Sie stehen lediglich virtuell "irgendwo" verfügbar. Die Hoffnung
darauf, die zusammengestellte, eigene Bibliothek auch ohne "Internet" lesen
zu können, scheint sich schrittchenweise aufzulösen.

Das ist u.a. genau das, wovor alle bei Erscheinen der Ebooks (DRM) und Cloud-Services generell warnten (Anbieter weg - Produkte weg). Ich lese kein Buch als Ebook, auch wenn ich die Suchfunktion bei manchen Analogbüchern vermisse. Aber solange solche Probleme bestehen, kaufe ich lieber Papier und lese, wann und wo ich will, sofern es hell ist.
Irgendein Publisher hat irgendwann diesen Monat bereits ausgesagt, dass er DRM von seinen Ebooks entfernen will. Zumindest ist das ein guter Anfang.

Ich schätze, dass es langsam sinnvoll wird, alte Computer zu sammeln oder
sich die Bücher wieder in Hardcopy zuzulegen.

!

Hier hat einer dein Problem beschrieben, wenn ichs richtig verstanden habe.
http://hexcentral.blogspot.de/2013/02/problems-with-kindle-for-pc-app-in.html
Er beschreibt eine mögliche Lösung, must du mal ausprobieren.

Windows-Apps verstecken alle Benutzerdaten vor dem Benutzer-Konto

FOX-NEWS @, fair and balanced, Samstag, 27.06.2015, 15:47 vor 3858 Tagen @ Olivia 5742 Views

Beim Herunterladen der Bücher von Amazon (Kindle-App für PC - etwas
anderes gibt es nicht mehr) bemerkte ich, dass die mitglieferte
Speicherkarte voll wurde und wollte die "Daten" auf den Wechselspeicher
auslagern. Ich fand weder wo die App gespeichert war, noch wo die Daten
sich befanden. Anruf bei Microsoft: "Ja, die Apps und "ihre" Daten befinden
sich in einer "Sand-Box", auf die der Benutzer keinen Zugriff hat". Das sei
aus "Sicherheitsgründen" so.
"Man könne ja die Cloud benutzen". Ich soll mich bei Amazon erkundigen.

Als Administrator hat man grundsätzlich Volle Rechte auf das Dateisystem. Auch der Speicher für Apps sollte davon nicht ausgenommen sein. Etwas anderes ist es, die Dateien zu finden ... [[freude]]. Zudem sollte man nicht auf Kriegsfuss mit der Benutzerkontensteuerung sein.

Eine Sandbox ist übrigens was Feines. Sie schottet das restliche System von einer Anwendung ab und gestattet nur selektiven Zugriff via transparenter, eigener Registry und Dateisystem. Anwendungsvirtualisierer wie Thinapp (VMware) arbeiten nach dem Sandboxprinzip. Für die Browserabsicherung verwende ich persönlich Sandboxie ...

Grüße

--
[image]
** Keiner soll hungern ohne zu frieren! **

So bekommst du deine Kindle Daten wieder...

Quantenfeldtheorie @, Samstag, 27.06.2015, 15:53 vor 3858 Tagen @ Olivia 6113 Views

Hallo Olivia,

ich bin ehrlich: Exakt verstanden was du meinst habe ich nicht.
Da ist von Microsoft die Rede, dann von Amazon und E-Books.

Ich denke aber mal, dass es für dich nett wäre, deine Bücher wieder in deiner Gewalt zu haben.

Hier geht es lang: http://www.howtogeek.com/162994/how-to-strip-the-drm-from-your-kindle-ebooks-for-cross-...

Ich habe es testweise vor 15 Minuten mit meinen E-Books von Amazon gemacht und es hat funktioniert.

LG,
QFT

--
XSS for the masses...

Ziel der Erfindung von "Apps"

PPQ ⌂ @, Pasewalk, Samstag, 27.06.2015, 16:58 vor 3858 Tagen @ Olivia 6318 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 27.06.2015, 18:28

Hallo Olivia,

im Grunde war das von Anfang an Ziel der Erfindung von "Apps" - Nutzer von Entscheidungen zu befreien, indem alles im Hintergrund stattfindet. Die Menschen mögen es, siehe Apple, wenn Dinge einfach "funktionieren", ohne dass sie wissen müssen, wie sie das tun.

Der Nachteil ist natürlich, dass andere, Maschinen, die Entscheidungen für Dich treffen. da das ganze Internetzeug aber zusehends zur Mehrheitsmaschine wird, ist es egal, wenn dich oder mich dabei ungute Gefühle befallen. Die Mehrheit entscheidet. Und die findet das gut.

--
Wir sprechen verschiedene Sprachen. Meinen aber etwas völlig anderes. www.politplatschquatsch.com

Das scheint sich mit dem Ziel der Erfindung von Politikern zu decken ;-)

Sylvia @, Samstag, 27.06.2015, 17:13 vor 3858 Tagen @ PPQ 5463 Views

Die
Menschen mögen es, siehe Apple, wenn Dinge einfach "funktionieren", ohne
dass sie wissen müssen, wie sie das tun.

Das klingt, als wäre Merkel und die CDUSPDGRÜNE-Einheitspartei auch eine App [[zwinker]]

W8

Domac @, Samstag, 27.06.2015, 18:11 vor 3858 Tagen @ PPQ 5902 Views

Hallo,

ich vermute, dass die Kacheln und W8 bzw. das kommende W10 genau aus diesem Grund so designed wurden. Mit W8 wurde das alte DRM System Palladium auf den Desktop und zu den Heimanwendern gebracht. Mit UEFI hat man schon vorher begonnen, angeblich aus Sicherheitsgründen, das System unter dem Betriebssystem zu erneuern (ehemals Bios).
Das ist nun soweit, dass man auf W8 Tablet zwar (noch!) die Software eigener Wahl und Quelle selbst installieren kann, das Tablet aber nur noch auf W8 von Microsofts Gnaden läuft....

GrüßeD

Da sprichst Du wohl den Kern der Sache an

Isländer @, Sonntag, 28.06.2015, 07:27 vor 3858 Tagen @ Domac 5565 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 28.06.2015, 07:37

Das ist nun soweit, dass man auf W8 Tablet zwar (noch!) die Software
eigener Wahl und Quelle selbst installieren kann, das Tablet aber nur noch
auf W8 von Microsofts Gnaden läuft....

GrüßeD

Hast Du erst mal das Monopol und alle verwenden das Produkt (Schreibprogramme usw.), ist der nächste Schritt abzusehen.

Der Eigentümer verkauft nicht, strategisch ist Verrmieten die Lösung.


Ein paar Auszüge aus einem Aufsatz von Ross Anderson könnten eine Hilfestellung sein.

Da die Suche nach guten Artikeln wie


http://-rgx-neotracer.beepworld.de/files/tcpa.pdf


im Nirvana enden, hat Isländer sowas gespeichert, selbstredend nicht in der Cloud…


„TCPA/Palladium wird es zudem viel schwieriger machen, nicht lizensierte
Software zu nutzen. Raubkopien können von außerhalb des Computers
entdeckt und gelöscht werden. Zudem wird es leichter sein, die Software zu
vermieten statt sie zu verkaufen; wenn man die Miete nicht mehr zahlt, kann
nicht nur die Software aufhören zu arbeiten, sondern auch alle mit ihr
erstellten Dateien. Seit Jahren träumt Bill Gates davon, einen Weg zu finden,
die Chinesen für seine Software zahlen zu lassen: Palladium könnte die
Erhörung seiner Gebete sein.“

Hier der gesamte Aufsatz, habe nicht die Zeit, alles in gute Form zu bringen, aber ich hoffe, der Inhalt entschädigt.

Da hat er vor vielen Jahren geschildert, was heute passiert.

Frank Bettger würde sagen:

„Endlich hatte ich einen Plan.“


TCPA/Palladium FAQ 1.0 - deutsch
Seite 1
TCPA/Palladium FAQ 1.0 - deutsch
Ross Anderson
© & Übersetzung: Moon - letztes Update: 21.12.02
Aktuellste Version immer auf http://moon.hipjoint.de/tcpa-palladium-faq-de.html.
Weitere Hintergrundinformationen (auf englisch) zu den hier angesprochenen
Problemen finden Sie
im Anhang der englischen TCPA/Palladium-FAQ und auf der Economics and Security
Resource Page.
Sämtliche Links in der FAQ verweisen auf englischsprachige Inhalte. Ergänzende
deutschsprachige
Informationen bietet der Anhang.
1. Wofür steht TCPA/Palladium?
2. Auf gut deutsch, was bringen TCPA/Palladium?
3. Ich kann also keine mp3s mehr auf meinem PC hören?
4. Wie funktioniert es?
5. Wozu können TCPA und Palladium noch verwendet werden?
6. Ok, es gibt also Gewinner und Verlierer - Disney macht den großen Reibach
und Smartcard-Anbieter gehen pleite. Aber sicherlich investieren Microsoft und
Intel Hunderte von Millionen Dollar nicht aus reiner Barmherzigkeit? Wie
wollen die damit Geld machen?
7. Woher kam die Idee?
8. Was hat das mit der Seriennummer des Pentium III zu tun?
9. Woher kommt die Bezeichnung "Fritz-Chip"?
10. OK, die TCPA verhindert also, dass Jugendliche Musik abziehen und hilft
Firmen, ihre Interna vertraulich zu verwahren. Sie könnte auch der Mafia
nützen, außer das FBI bekommt eine Hintertür eingebaut, wovon man
ausgehen kann. Aber wer, abgesehen von Raubkopierern, Industriespionen
und Aktivisten, könnte ein Problem damit haben?
11. Wie kann die TCPA missbraucht werden?
12. Erschreckende Aussichten. Aber kann man das nicht einfach abstellen?
13. Es geht hier also um wirtschaftliche Aspekte?
14. Moment mal, billigt das Gesetz den Leuten nicht zu, Schnittstellen für
Kompatibilität durch Reverse Engineering zu erstellen?
15. Kann TCPA nicht geknackt werden?
http://moon.hipjoint.de/tcpa-palladium-faq-de.html
16:16:27 02.01.2003TCPA/Palladium FAQ 1.0 - deutsch
Seite 2
16. Wie umfassend werden die allgemeinen ökonomischen Effekte sein?
17. Wer wird noch verlieren?
18. Autsch. Was noch?
19. Ich kann mir gut vorstellen, dass mancher sich darüber aufregen wird.
20. Moment mal, ist die TCPA entsprechend dem Antitrust-Gesetz nicht illegal?
21. Wann wird es losgehen?
22. Was ist TORA BORA?
23. Aber ist ein sicherer PC nicht eine tolle Sache?
24. Warum spricht man dann vom "vertrauenswürdigen Computereinsatz"? Ich
wüßte nicht, was daran vertrauenswürdig ist!
25. Ein "vertrauenswürdiger Computer" ist also einer, der meine Sicherheit
untergräbt?
1.)
Wofür steht TCPA/Palladium?
TCPA steht für Trusted Computing Platform Alliance (Allianz für
vertrauenswürdige Computerplattformen), eine von Intel geführte Initiative.
Deren erklärtes Ziel ist die "Etablierung einer Computerplattform für das
nächste Jahrhundert, die für größeres Vertrauen in den PC sorgen soll".
Palladium ist eine Software, die Microsoft in kommende Windows-Versionen
integrieren will. Sie soll auf TCPA aufsetzen und zusätzliche Features
bereitstellen.
2.)
Auf gut deutsch, was bringen TCPA/Palladium?
Zusammen bilden sie eine Computerplattform die verhindert, dass der
Anwender die darauf laufenden Anwendungen manipulieren kann, welche
abgesichert mit dem Programmhersteller kommunizieren können. Der
offensichtliche Anwendungszweck ist das Digital Rights Management (DRM):
Disney kann dann DVDs verkaufen, die sich nur auf einer Palladium-Plattform
entschlüsseln - also anschauen - lassen, die aber nicht kopiert werden
können. Die Musikindustrie kann dann Musikdownloads verkaufen, die nicht
mit anderen getauscht werden können. Sie können dann CDs verkaufen, die
man nicht mehr als drei mal abspielen kann oder nur am eigenen Geburtstag.
Eine Fülle neuer Vermarktungsmöglichkeiten wird sich eröffnen.
TCPA/Palladium wird es zudem viel schwieriger machen, nicht lizensierte
Software zu nutzen. Raubkopien können von außerhalb des Computers
entdeckt und gelöscht werden. Zudem wird es leichter sein, die Software zu
vermieten statt sie zu verkaufen; wenn man die Miete nicht mehr zahlt, kann
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Seite 3
nicht nur die Software aufhören zu arbeiten, sondern auch alle mit ihr
erstellten Dateien. Seit Jahren träumt Bill Gates davon, einen Weg zu finden,
die Chinesen für seine Software zahlen zu lassen: Palladium könnte die
Erhörung seiner Gebete sein.
Es gibt vielerlei Möglichkeiten. Regierungen könnten nur solche Systeme
einsetzen auf denen alle Word-Dokumente, die auf Beamten-PCs erstellt
wurden als "klassifiziert" gelten und nicht mehr digital an Journalisten
weitergegeben werden könnten. Auktions-Sites könnten auf
vertrauenswürdiger Proxy-Software zur Abgabe von Geboten bestehen, so
dass ein taktisches Bieten über Bietagenten oder ähnliches nicht mehr
möglich wäre. Die Benutzung von Cheats bei Computerspielen könnte
erschwert werden.
Es gibt natürlich auch Nachteile. Es wird ferngesteuerte Zensur geben: die
gleichen Mechanismen, die zur Löschung von raubkopierter Musik verwendet
würden, könnten Dokumente löschen die ein Gericht (oder eine
Softwarefirma) als anstößig ansieht - dabei könnte es sich um alles handeln,
von Pornographie bis zu Schriften, die Politiker kritisieren. Softwarefirmen
könnten es auch erschweren, Produkte eines Mitbewerbers einzusetzen; z.B.
könnte Word alle Dokumente so verschlüsseln, dass nur Microsoft-Produkte
Zugriff darauf haben; somit könnten diese auch nicht mit einem anderen
Officeprogramm gelesen werden.
3.)
Ich kann also keine mp3s mehr auf meinem PC hören?
Bereits vorhandene MP3s sollten für eine gewisse Zeit keine Probleme
bereiten. Microsoft behauptet, dass Palladium nichts sofort am Funktionieren
hindern würde. Ein kürzlich erschienenes Update zum Media Player hat
allerdings eine Debatte dadurch ausgelöst, dass Anwender zur Benutzung
dieser Software künftigen Anti-Raubkopiermaßnahmen seitens Microsoft
zustimmen müssen; dies könnte ein Löschen raubkopierter Inhalte
einschließen. Zudem ist es unwahrscheinlich, dass einige Programme, die dem
Anwender erweiterte Kontrolle über ihren PC geben, wie VMware und Total
Recorder, unter TCPA noch funktionieren. Man wäre also gezwungen, einen
anderen Player einzusetzen - und sollte dieser dann raubkopierte MP3s
abspielen, ist es unwahrscheinlich, dass er dies mit neuen, geschützten Titeln
tun würde.
Die Anwendung bestimmt dann unter Benutzung eines Onlineservers, welche
Sicherheitsrichtlinien auf dem System gelten. Der Media Player wird also
erkennen, welche Nutzungsbedingungen an einen geschützten Titel geknüpft
sind, und ich gehe davon aus, dass Microsoft eine Menge unterschiedlichster
Vereinbarungen mit Contentanbietern treffen wird, die jegliche Art von
Geschäftsmodell ausprobieren werden. Es wird wahrscheinlich CDs zu einem
Drittel des herkömmlichen Preises geben, die aber nur drei mal abgespielt
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16:16:27 02.01.2003TCPA/Palladium FAQ 1.0 - deutsch
Seite 4
werden können; zahlt man die restlichen zwei Drittel, erhält man die
kompletten Rechte.
Es könnte erlaubt sein, Kopien digitaler Musik an Freunde zu verleihen, wobei
aber gleichzeitig die Originale auf der eigenen Festplatte gesperrt und erst
dann wieder abspielbar sind, sobald man die Kopie zurückbekommen hat. Es
ist allerdings wahrscheinlicher, dass man Musik überhaupt nicht mehr
verleihen kann. Diese Richtlinien werden einigen Leuten das Leben schwer
machen; z.B. könnten Regionalcodes ein Abspielen der polnischen Version
verhindern, wenn der PC außerhalb Europas gekauft wurde.
Dies alles könnte bereits heute geschehen - Microsoft müsste nur einen Patch
in unseren Player einspielen. Sobald aber TCPA/Palladium es den Anwendern
erschwert, die Player Software zu verändern und es Microsoft erleichtert,
Upgrades und Patches zu kontrollieren, wird es schwieriger sein, dem Ganzen
zu entgehen und somit weit attraktiver fürs Geschäft.
4.)
Wie funktioniert es?
TCPA sorgt für den Einbau einer Überwachungs- und Meldekomponente in
künftige PCs. Die bevorzugte Variante in der ersten Phase der Einführung ist
ein "Fritz"-Chip - ein Smartcard-Chip oder Dongle, der aufs Motherboard
gelötet wird.
Sobald der PC gebootet wird, übernimmt der Fritz-Chip die Kontrolle. Er
überprüft, ob das Boot-ROM den Erwartungen entspricht, führt es aus und
bewertet den Zustand des Rechners; dann wird der erste Teil des
Betriebssystems überprüft, geladen und ausgeführt, dann wird wieder der
Zustand des Systems bewertet und so weiter. Die Vertrauensgrenze, die
Hardware und Software als bekannt und überprüft bewertet, wird
kontinuierlich erweitert. In einer Tabelle werden Hardware (Soundkarte,
Grafikkarte, etc.) und Software (Betriebssystem, Treiber, etc.) nachgehalten;
der Fritz-Chip überprüft, ob die Hardwarekomponenten auf der TCPA-
genehmigten Liste stehen, dass die Softwarekomponenten signiert sind, und
dass keine dieser Komponenten eine erloschene Seriennummer aufweist.
Sollten bedeutsame Änderungen an der PC-Konfiguration vorgenommen
worden sein, muss der PC online gehen, um sich erneut zu zertifizieren. Das
Ergebnis ist ein Rechner, der sich in einem bekannten Zustand mit einer
genehmigten Kombination an Hardware und Software (deren Lizenz noch nicht
abgelaufen ist) befindet. Die Kontrolle wird dann an den Teil des
Betriebssystems abgegeben, der die Einhaltung der Richtlinien überwacht -
dies wird Palladium sein, falls man Windows als Betriebssystem verwendet.
Sobald sich der Rechner in diesem Zustand befindet, kann Fritz Inhalte für
Dritte zertifizieren; z.B. wird Disney per Authentifizierungsprotokoll versichert,
dass der Rechner ein geeigneter Empfänger von "Schneewittchen" ist. Dies
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Seite 5
bedeutet dann, dass der Rechner momentan eine autorisierte Anwendung
laufen hat - Mediaplayer, Disneyplayer, was auch immer. Der Disney Server
sendet darauf hin die verschlüsselten Inhalte mit einem Schlüssel, den der
Fritz-Chip zur Entschlüsselung derselben verwendet. Diesen Schlüssel stellt
der Fritz-Chip nur der autorisierten Anwendung zur Verfügung und auch nur
so lange, wie die Rechnerumgebung als "vertrauenswürdig" gilt. Daher
müssen zuvor die Sicherheitsrichtlinien, die den Rechner als
"vertrauenswürdig" definieren vom Server des Herstellers der Playersoftware
heruntergeladen werden.
Dies bedeutet, dass Disney sich den Hersteller eines bestimmten Players als
berechtigt zum Abspielen seiner Premiuminhalte aussuchen kann, der im
Gegenzug die Möglichkeit, mit seiner Anwendung unautorisierte Kopien zu
ziehen, unterbindet. Disney kann also dem Anwender die Bedinungen zum
Abspielen der Inhalte diktieren; dies gilt auch für die Sicherheitsstufe, die von
der TCPA gesetzt werden muss. Das Ganze kann mit Bezahlung einhergehen:
Disney kann darauf bestehen, dass die Anwendung bei jedem Anschauen des
Films einen Dollar verlangt. Tatsächlich könnte sogar die Anwendung selbst
nur gemietet sein, und dies interessiert die Softwarefirmen natürlich
brennend. Die Möglichkeiten scheinen lediglich durch die Vorstellungskraft der
Marketingleute begrenzt zu sein.
5.)
Wozu können TCPA und Palladium noch verwendet werden?
TCPA kann auch zur Durchsetzung viel stärkerer Zugangskontrollen zu
vertraulichen Dokumenten verwendet werden. Eine Armee könnte
beispielsweise ihre Soldaten dazu veranlassen, nur Dokumente mit dem
Status "vertraulich" oder höher zu erstellen, und dass nur TCPA PCs, die vom
eigenen Geheimdienst zertifiert wurden, diese lesen können. Dies nennt man
"erzwungene Zugangskontrolle", und die Regierungen sind ganz scharf darauf.
Die Palladium-Ankündigung weist darauf hin, dass das Microsoft Produkt dies
unterstützen wird: man wird Word so konfigurieren können, dass es alle
Dokumente, die für eine gewisse Abteilung erstellt wurden so verschlüsselt,
dass sie nur für Anwender einer genau bestimmbaren Gruppe lesbar sind.
Firmen werden dies auch machen können, um das Ausplaudern von
Betriebsgeheimnissen zu unterbinden. Sie können festlegen, dass Dokumente
nur auf Firmen-PCs gelesen werden können, es sei denn, eine autorisierte
Person gäbe sie zur weiteren Verbreitung frei. Zudem könnten Zeitsperren
eingebaut werden: es könnte z.B. so arrangiert werden, dass alle E-Mails
automatisch nach 90 Tagen verschwinden, außer es würde jemand besondere
Anstrengungen zu deren Sicherung unternehmen. Man kann sich vorstellen,
wie nützlich das für Enron, Arthur Andersen oder Microsoft während des
Antitrust-Verfahrens gewesen wäre.
Die Mafia könnte dieselben Methoden nutzen: das Spreadsheet mit den
jüngsten Drogenlieferungen könnte nur auf von der Mafia anerkannten PCs
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gelesen werden und würde am Monatsende verschwinden. Das würde dem FBI
das Leben schwer machen - allerdings verhandelt Microsoft mit den
Regierungen, ob Polizei und Spione einen gewissen Zugriff auf
Generalschlüssel bekommen sollten. In jedem Fall aber wird jemand, der
einem Journalisten Firmendokumente zukommen lässt, wenig erreichen, da
der Fritz-Chip des Journalisten ein Entschlüsseln verhindern wird.
TCPA/Palladium scheint auch für elektronische Bezahlsysteme bestimmt zu
sein. Eine von Microsofts Visionen ist anscheinend, dass Funktionalität, die
derzeit noch auf Bankkarten aufbaut, in Software übertragen werden könnte,
sobald die Anwendungen gegen Manipulationen gesichert sind. Dies wird nötig
sein, wenn wir tatsächlich einer Zukunft entgegensehen sollten, in der wir für
Bücher, die wir lesen, und für Musik, die wir hören, einen gewisse Summe
Cent pro Minute oder Seite zahlen müssen. Auch wenn dieses Geschäftsmodell
nicht ankommen sollte - und dafür gibt es gute Gründe - so wird dies
sicherlich Probleme für die Anbieter anderer Online-Zahlungssysteme
aufwerfen inklusive möglicher Nebeneffekte für die Anwender.
Falls es in ca. 10 Jahren mühsam sein sollte, online per Kreditkarte zu
bezahlen, es sei denn, man verwendet die Palladium- Plattform, könnte dies
ein Menge Leute zur Akzeptanz des Systems bewegen.
6.)
Ok, es gibt also Gewinner und Verlierer - Disney macht den großen
Reibach und Smartcard-Anbieter gehen pleite. Aber sicherlich
investieren Microsoft und Intel Hunderte von Millionen Dollar nicht
aus reiner Barmherzigkeit? Wie wollen die damit Geld machen?
Meine Spione bei Intel sagten mir, Intel agiere aus der Defensive. Da sie den
Grossteil ihres Geldes durch Mikroprozessoren für PCs verdienen und damit
einen Grossteil des Marktes besetzen, kann die Firma nur durch Vergrößerung
des Marktes wachsen. Sie sind überzeugt, dass der PC im Zentrum des
künftigen Heimnetzwerkes stehen wird. Falls Unterhaltung die
Killeranwendung werden sollte und DRM die benötigte Technologie zu deren
Durchsetzung, dann muss der PC das DRM übernehmen oder riskieren, vom
Heimanwendermarkt zu verschwinden.
Microsoft wäre auch motiviert, jegliche Form der Unterhaltung in sein
Imperium aufzunehmen. Falls sich auch nur eins der beiden Systeme
verbreiten sollte, werden sie allein schon deswegen zu den zu den Gewinnern
gehören, weil sie dann die Möglichkeit haben, die Verbreitung von Raubkopien
ihrer Software dramatisch zu verringern. "Die Chinesen zum Bezahlen für
Software zu bewegen" war schon immer ein großes Ding für Bill; mit
Palladium kann er jeden PC an eine individuell lizensierte Kopie von Office
binden und mit TCPA jedes Motherboard an seine individuell lizensierte Kopie
von Windows. TCPA wird auch eine weltweite Blacklist mit Seriennummern
sämtlicher raubkopierter Officeversionen enthalten.
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Seite 7
Schließlich würde Microsoft es auch gerne verteuern, wenn jemand von ihren
Produkten (wie Office) auf Konkurrenzprodukte (wie OpenOffice) wechseln
möchte. Sie könnten so mehr verlangen, ohne dass die Anwender wechseln
würden.
7.)
Woher kam die Idee?
Zuerst tauchte sie in dem Aufsatz A Secure and Reliable Bootstrap
Architecture von Bill Arbaugh, Dave Farber and Jonathan Smith, im Rahmen
des IEEE Symposium on Security and Privacy (1997), Seiten 65-71 auf.
Daraus entstand das US Patent: "Secure and Reliable Bootstrap Architecture",
U.S. Patent No. 6,185,678, February 6th, 2001. Bills Gedanken entwickelte
sich aus seiner Arbeit an der Code-Signierung für die NSA im Jahre 1994. Die
Leute bei Microsoft haben Patentschutz für die das Betriebssystem
betreffenden Aspekte beantragt. Die Patentanträge gibt es hier und hier.
Es könnte allerdings eine Menge an Prior Art geben. Markus Kuhn schrieb
schon vor Jahren über einen TrustNo1 Processor, und die Grundidee, ein
sicherer "Referenzmonitor", der die Computerzugriffskontrollfunktionen
überwacht, geht mindestens auf einen Aufsatz zurück, den James Anderson
1972 für die USAF verfasst hat. Seitdem ist sie Merkmal sämtlicher
Überlegungen zu militärischen Sicherheitssystemen.
8.)
Was hat das mit der Seriennummer des Pentium III zu tun?
Mitte der 90er startete Intel ein früheres Programm, das bis zum Jahr 2000
die Funktionalität des Fritz-Chip in den Hauptprozessor oder den Cache
Controller integrieren sollte. Die Pentium Seriennummer war ein erster Schritt
auf diesem Weg. Die ablehnenden öffentlichen Reaktionen scheinen sie erst
zum Abwarten, dann zur Bildung eines Konsortiums mit Microsoft und anderen
und schließlich zu einem erneuten Anlauf mit vereinten Kräften gebracht zu
haben.
9.)
Woher kommt die Bezeichnung "Fritz-Chip"?
Der Name wurde zu Ehren des Senators von South Carolina - Fritz Hollings -
gewählt, der unermüdlich im Kongress daran arbeitet, TCPA als zwingend für
sämtliche Konsumelektronik vorzuschreiben.
10.) OK, die TCPA verhindert also, dass Jugendliche Musik abziehen und
hilft Firmen, ihre Interna vertraulich zu verwahren. Sie könnte auch
der Mafia nützen, außer das FBI bekommt eine Hintertür eingebaut,
wovon man ausgehen kann. Aber wer, abgesehen von Raubkopierern,
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Industriespionen und Aktivisten, könnte ein Problem damit haben?
Viele Firmen werden auf der Verliererseite stehen. Es sieht z.B. so aus, als
würde die europäische Smartcard-Industrie Schaden nehmen, da die
Funktionen ihrer Produkte in die Fritz-Chips von Laptops, PDAs und
Mobiltelefone der dritten Generation wandern werden. Tatsächlich wird sich
ein Grossteil der Informationssicherheitsindustrie Sorgen machen, wenn TCPA
zum großflächigen Einsatz kommt. Microsoft behauptet, dass Palladium Spam,
Viren und so ziemlich alles schädliche im Cyberspace stoppen wird - falls das
stimmt wird den Herstellern von Antivirensoftware, den Spammern, den
Spamfilter-Herstellern, den Firewall-Firmen und den Leuten aus dem Bereich
der Intrusion Detection die Butter vom Brot genommen.
Es gibt ernste Bedenken über die Nebeneffekte auf Informationsgüter- und
Diensteanbieter, besonders aber in bezug auf Innovationen, die
Geschwindigkeit von Unternehmensgründungen und die Wahrscheinlichkeit,
dass vorherrschende Unternehmen ihre Monopole festigen könnten. Die
Probleme, die sich für Innovationen ergeben, erläutert der bekannte Ökonom
Hal Varian in einer kürzlich erschienenen Kolummne in der New York Times.
Aber es gibt weit schwerwiegendere Probleme. Die fundamentale Gefahr ist,
dass wer auch immer den Fritz-Chip kontrolliert, über eine unheimliche Macht
verfügt. Der Besitz dieser Kontrollschnittstelle ist ungefähr so, als brächte
man alle dazu, die gleiche Bank, den gleichen Steuerberater oder den gleichen
Anwalt zu haben. Es gibt viele Möglichkeiten, diese Macht zu missbrauchen.
11.) Wie kann die TCPA missbraucht werden?
Eine Sorge gilt der Zensur. TCPA wurde von Anfang an so konzipiert, dass
damit eine zentrale Löschung von raubkopierten Inhalten möglich ist.
Raubkopierte Software wird erkannt und von Fritz deaktiviert, sobald man sie
lädt; aber was ist mit raubkopierter Musik und Filmen? Und wie könnte man
Lieder oder Filme, für die man bezahlt hat, auf den eigenen Zweit-PC
übertragen ohne sie auf dem anderen zu löschen? Die angedachte Lösung ist,
dass die Sicherheitsrichtlinien einer TCPA-konformen Anwendung, wie dem
Media Player oder Word, ferngesteuert über einen Server verwaltet werden,
der eine Liste mit unerlaubten Dateien unterhält.
Diese wird regelmäßig heruntergeladen und mit den Dateien, die die
Anwendung öffnet, verglichen. Die Löschung von Dateien kann dann anhand
des Inhaltes, ihrer Seriennummer oder zahlreicher anderer Kriterien erfolgen.
Die Idee dahinter ist nicht nur, dass wenn jeder in China die gleiche Kopie von
Office laufen hat, man diese Kopie auf jedem TCPA-konformen Rechner
deaktivieren kann; dies würde die Chinesen lediglich dazu bringen, normale
statt TCPA-konforme PCs einzusetzen. Zusätzlich sorgt man nämlich dafür,
dass weltweit jeder TCPA-konforme PC ein Öffnen von Dokumenten
verweigert, die mit dieser raubkopierten Version erstellt wurden.
http://moon.hipjoint.de/tcpa-palladium-faq-de.html
16:16:27 02.01.2003TCPA/Palladium FAQ 1.0 - deutsch
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Das allein ist schon schlimm genug, aber das Potenzial zum Missbrauch
erstreckt sich weit über das Ausstechen unliebsamer Mitbewerber und
ökonomische Kriegsführung, nämlich bis zur Zensur. Ich erwarte, dass diese
schrittweise kommen wird. Anfangs wird eine, mit guten Absichten
eingesetzte, Abteilung der Polizei damit beauftragt, pornographische Bilder
von Kindern oder Handbücher zur Sabotage von Bahntransporten zu
entfernen. Alle TCPA-konformen PCs werden diese Dateien löschen, oder
vielleicht erst nur melden. Dann wird ein Prozessanwalt im Falle einer
Verleumdungs- oder Copyrightklage eine gerichtliche Verfügung gegen das
auslösende Dokument durchsetzen; vielleicht werden die Scientologen
versuchen, das berühmte Fishman Affidavit auf die schwarze Liste zu
bekommen. Sobald Anwälte und Regierungen das Potenzial erkennen, wird
das Rinnsal zu einer Flut.
Nun begann das moderne Zeitalter erst damit, dass Gutenberg in Europa den
Buchdruck erfand, der es ermöglichte, Information zu bewahren und zu
verteilen, obwohl Fürsten und Bischöfe dies unterbinden wollten. Als z.B.
Wycliffe 1380 die Bibel ins Englische übersetzte, konnte seine antiklerikale
Lollarden-Bewegung noch leicht unterdrückt werden; als aber Tyndale 1524
das Neue Testament übersetzte, konnte er 50.000 Kopien drucken, bevor er
gefangen und auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde. Die alte Ordnung in
Europa brach zusammen und das moderne Zeitalter begann. Gesellschaften,
die versuchten, Informationen zu kontrollieren verloren ihre
Wettbewerbsfähigkeit und mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion scheint
der liberale, demokratische Kapitalismus als Sieger dazustehen. Aber nun
bedrohen TCPA/Palladium die unbezahlbare Hinterlassenschaft Gutenbergs.
Elektronische Bücher sind angreifbar, sobald sie einmal veröffentlicht wurden;
die Gerichte können durchsetzen, dass sie "unveröffentlicht" werden, und die
TCPA-Infrastruktur wird die Drecksarbeit übernehmen.
Nach dem Versuch der Sowjetunion, alle Schreibmaschinen und Faxgeräte zu
registrieren und zu kontrollieren, versucht nun die TCPA, alle Computer zu
kontrollieren. Die Implikationen für Freiheit, Demokratie und Gerechtigkeit
sind erschreckend.
12.) Erschreckende Aussichten. Aber kann man das nicht einfach
abstellen?
Sicher kann man das abstellen - außer natürlich der Systemadministrator
konfiguriert die Rechner so, dass TCPA zwangsweise läuft. Lässt man seinen
PC dagegen mit Administratorprivilegien laufen, kann man auch unsichere
Anwendungen benutzen. Aber selbst in diesem Modus kann man den Fritz-
Chip nicht dazu bringen, raubkopierte Software zu ignorieren. Selbst wenn der
Chip weiß, dass der Rechner in einem unsicheren Zustand bootet, wird er
immer noch überprüfen, ob sich das verwendete Betriebssystem auf der
schwarzen Liste befindet.
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16:16:27 02.01.2003TCPA/Palladium FAQ 1.0 - deutsch
Seite 10
Dies hat weitreichende Implikationen für die Souveränität einer Nation. Falls
Saddam dumm genug sein sollte, auf TCPA-konforme PCs umzusteigen, kann
die amerikanische Regierung beim nächsten Krieg gegen den Irak die
Windows-Lizenzen deaktivieren und somit die PCs. Das Booten des Rechners
im nicht vertrauenswürdigen Modus wäre dann sinnlos. Er müsste seine alten
Kopien von Windows 2000 ausgraben, zu GNU/Linux wechseln oder einen Weg
finden, den Fritz-Chip auf den Motherbards zu isolieren ohne sie zu zerstören.
Falls der US Präsident Sie persönlich nicht hasst, hätten Sie natürlich kein
Problem damit. Falls Sie aber TCPA ausschalten, werden die TCPA-konformen
Anwendungen nicht mehr oder nur eingeschränkt laufen. Das wäre wie ein
heutiger Wechsel von Windows zu Linux; man hat mehr Freiheit aber weniger
Auswahl. Falls die Anwendungen, die mit TCPA/Palladium laufen der Masse
attraktiver erscheinen, wären Sie letzten Endes dazu gezwungen dasselbe zu
tun - genauso wie viele Leute Microsoft Word benutzen müssen, weil ihre
Freunde und Kollegen ihnen Dokumente in diesem Format schicken.
Microsoft behauptet, dass Palladium im Gegensatz zu TCPA in der Version 1.0
vertrauenswürdige und nicht vertrauenswürdige Anwendungen zur gleichen
Zeit in verschiedenen Fenstern laufen lassen kann; dies wird es den Leuten
wahrscheinlich einfacher machen sich daran zu gewöhnen, Palladium
einzusetzen.
13.) Es geht hier also um wirtschaftliche Aspekte?
Exakt. Die größten Profite im Bereich der IT-Produkte und Dienstleistungen
gehen vornehmlich an jene Firmen, die eigene Plattformen (wie Windows oder
Word) etablieren und Kompatibilität mit diesen so kontrollieren können, dass
der Markt für ergänzende Produkte auch in ihrer Hand ist. Beispielsweise
benutzen einige Handyhersteller ein gewisses Authentifizierungsverfahren zur
Überprüfung ob der verwendete Akku ein Originalteil oder ein billiger Klon ist -
in diesem Fall würde das Telefon ein Aufladen verweigern, oder sogar den
Akku so schnell wie möglich entladen. Einige Drucker überprüfen die
Tonerkartuschen elektronisch, falls man ein billiges Konkurrenzprodukt
verwendet, schaltet der Drucker unauffällig von 1200 auf 300 dpi. Sonys
Playstation 2 nutzt ein ähnliches Authentifizierungsverfahren um sicher zu
gehen, dass Speicherkarten von Sony und nicht die eines Billiganbieters
verwendet werden.
TCPA scheint zur Maximierung dieses Effektes, und damit der ökonomischen
Marktmacht, konzipiert zu sein. Bedenkt man die zahlreichen strategischen
Kniffe Microsofts in der Vergangenheit, kann man davon ausgehen, dass
Palladium ihnen nützen wird. Wenn jemand also eine TCPA-konforme
Anwendung kontrolliert, kann der Richtlinienserver die eigenen Regeln dafür
durchsetzen, welche anderen Anwendungen die erstellten Dateien bearbeiten
dürfen. Die Dateien können durch starke Kryptographie verschlüsselt werden,
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die durch die Fritz-Chips in jedem Computer kontrolliert wird. Dies bedeutet,
dass eine TCPA-konforme Anwendung der Softwarefirma, die sie kontrolliert
viel mehr Geld einbringt, da sie den Zugang zu den Schnittstellen für jeden
Preis, den der Markt noch hergibt, vermieten kann.
Es wird also großen Druck auf Softwareentwickler geben, ihre Anwendung
TCPA-konform zu machen; und falls Palladium das erste Betriebssystem ist,
das TCPA unterstützt, wird dies ein Wettbewerbsvorteil gegenüber der
Entwicklergemeinde für GNU/Linux und MacOS sein.
14.) Moment mal, billigt das Gesetz es den Leuten nicht zu, Schnittstellen
für Kompatibilität durch Reverse Engineering zu erstellen?
Natürlich, und dies ist auch besonders wichtig für das Funktionieren des
Marktes für IT-Produkte und Dienstleistungen (siehe hierzu Samuelson and
Scotchmer, The Law and Economics of Reverse Engineering, Yale Law Journal,
Mai 2002, Seiten 1575-1663). Das Gesetz gibt einem zwar in den meisten
Fällen das Recht dazu, aber keine Möglichkeit, dies auch durchzusetzen. Zu
den Zeiten als Kompatibiltät noch das Herumfummeln mit Dateiformaten
bedeutete, gab es regelrechte Wettbewerbe - als Word und Word Perfect um
die Marktdominanz kämpften versuchte jeder, des anderen Formate zu lesen
und es möglichst schwer für ihn zu machen, die eigenen zu lesen. Wie dem
auch sei, mit TCPA ist das Spiel vorbei; ohne Zugriff auf die Schlüssel, oder
Möglichkeiten, den Fritz-Chip zu umgehen war's das dann.
Mitbewerber von den eigenen Anwendungsformaten auszuschließen war einer
der Gründe für die Gründung der TCPA (siehe hierzu ein Posting von Lucky
Green und seine Website Def Con für weitere Informationen). Es handelt sich
um eine Taktik, die auch außerhalb der Computerwelt um sich greift. Der
Kongress erregt sich derzeit über Autohersteller, die proprietäre Datenformate
nutzen, um ihre Kundschaft daran zu hindern, Reparaturen bei unabhängigen
Werkstätten erledigen zu lassen. Und die Jungs bei Microsoft sagen, sie wollen
Palladium überall haben, sogar in Uhren. Die ökonomischen Konsequenzen für
unabhängige Unternehmen sind bisher noch gar nicht absehbar.
15.) Kann TCPA nicht geknackt werden?
Die anfänglichen Versionen werden für jeden angreifbar sein, der genug
Werkzeuge und Geduld hat, die Hardware zu cracken (z.B., indem man den
unverschlüsselten Datenverkehr auf dem Bus zwischen der CPU und dem
Fritz-Chip abhört). Sobald aber der Fritz-Chip in Phase zwei in der CPU selbst
verschwindet, wird es viel schwieriger. Ernsthafte Gegner mit genügend
Kapital werden ihn auch dann noch cracken können. Es wird allerdings immer
schwieriger und teurer werden.
16.) Wie umfassend werden die allgemeinen ökonomischen Effekte sein?
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Zudem wird in vielen Ländern das Cracken des Fritz-Chips illegal sein. In den
USA sorgt bereits der Digital Millennium Copyright Act (DMCA) dafür, während
es in der EU von Land zu Land verschieden sein kann, je nachdem wie die EU
Copyright-Direktive in nationales Recht übertragen wird.
Zudem wird bereits in vielen Produkten die Kompatibilitätskontrolle willkürlich
mit der Copyrightkontrolle verbunden. So enthält der Authentifizierungschip
der Sony Playstation 2 zugleich auch den Algorithmus zur Entschlüsselung
(also zum Abspielen) der DVDs, so dass Leute, die Reverse Engineering
betreiben, für die Umgehung eines Copyright-Mechanismus nach dem DMCA
belangt werden können. Die Situation wird wahrscheinlich ziemlich heikel -
und dies wird große Firmen mit entsprechend budgetierten Rechtsabteilungen
begünstigen.
Die Medienindustrie wird ihren Anteil durch die Verhinderung von Raubkopien
machen - rechnen Sie damit, dass Sir Mick Jagger noch ein bisschen reicher
wird. Ich erwarte allerdings, dass sich die wichtigsten ökonomischen Effekte in
einer Stärkung der Position von Informationsinhabern- und Dienstleistern auf
Kosten neuer Marktteilnehmer äußern werden. Dies mag den Marktwert von
Firmen wie Intel, Microsoft und IBM steigern - aber dies zu Lasten von
Innovation und Wachstum.
Eric von Hippel schreibt, dass die meisten Innovationen, die das ökonomische
Wachstum anregen, nicht von den Herstellern der Plattformen, auf denen sie
basieren, vorhergesehen wurden; zudem verstärkt sich ein technologischer
Wandel im Markt der IT-Produkte und Dienstleistungen meistens gegenseitig.
Gibt man den Platzhirschen die Möglichkeit, andere am Entwickeln neuer
Einsatzmöglichkeiten für ihre Produkte zu hindern, so wird dies viele Nachteile
und kranke Ideen mit sich bringen.
TCPA/Palladium repräsentiert eine Zusammenballung großer ökonomischer
Macht, die großen Firmen gegenüber kleinen nutzen wird; ähnlich den
Autoherstellern, die Autobesitzer dazu zwingen, Inspektionen nur bei
autorisierten Werkstätten machen zu lassen, werden Palladium-konforme
Anwendungen es den großen Firmen ermöglichen, neben den Gewinnen aus
ihrem Kerngeschäft noch Einnahmen aus den nachgelagerten Märkten
abzuschöpfen. Da der Großteil der Angestelltenzuwächse im mittelständischen
Sektor entsteht, könnte dies Konsequenzen für die Arbeitsmärkte haben.
Zudem könnten regionale Effekte auftreten. Beispielsweise haben
Subventionen die europäische Smartcard-Industrie gestärkt und dabei andere
innovative Technologien in der EU an den Rand gedrängt. Altgediente
Industrielle mit denen ich gesprochen habe, erwarten einen Einbruch der
Smartcard-Verkäufe, sobald in der zweiten Phase der TCPA die Fritz-
Funktionalität in die CPU integriert wird. Gewisse Insider aus TCPA-Firmen
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Seite 13
haben mir gegenüber zugegeben, dass die Verdrängung der Smartcards vom
Markt der Authentifizierungsmodelle eins ihrer Geschäftsziele ist. Viele
Einsatzmöglichkeiten, die Smartcard Hersteller für ihre Produkte vorsehen
werden stattdessen von den Fritz-Chips in Laptops, PDAs und Handys
übernommen. Falls dieser Industriezweig von der TCPA erledigt wird, könnte
Europa ein großer Nettoverlust entstehen. Andere große Bereiche der
Informationssicherheitsbranche könnten als Verluste abgeschrieben werden.
17.) Wer wird noch verlieren?
In vielen Bereichen wird es zu Umwälzungen der Geschäftsprozesse kommen
mit denen sich Copyright-Inhaber neue Gewinnmöglichkeiten eröffnen. Ich
selbst habe z.B. kürzlich beantragt, unser brachliegendes Ackerland in einen
Garten umzuwandeln; dazu mussten wir in unserer Verwaltung sechs Kopien
einer Karte des Feldes im Maßstab 1:1250 vorlegen. Früher besorgte man sich
für so was einfach eine Karte aus der öffentlichen Bücherei und kopierte sie.
Nun liegen die Karten auf einem Server der Bücherei, inklusive Copyright-
Schutz, und man kann maximal vier Kopien eines Dokumentes bekommen.
Als Individuum kann ich so was einfach umgehen, indem ich heute vier Kopien
kaufe und einen Freund morgen für die anderen beiden vorbeischicke. Aber
Unternehmen, die viel mit Karten arbeiten, stehen am Ende da und müssen
viel mehr Geld an die Kartenfirmen bezahlen. Das hört sich nach einem
kleinem Problem an; multipliziert man das Ganze aber tausendfach, bekommt
man einen Eindruck von den Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft. Der
Nettotransfer von Einkommen und Vermögen wird wahrscheinlich erneut von
kleinen zu großen und von neuen zu alten Firmen stattfinden.
Dies erzeugt hoffentlich politischen Widerstand. Ein wohlbekannter englischer
Copyright-Anwalt sagte, das Copyright würde nur deswegen toleriert, weil es
nicht gegen die große Masse der unbedeutenden Copyrightverletzer
durchgesetzt werde. Es wird allerdings ein paar sehr auffällige Pechvögel
geben. So wie ich das sehe, werden die für später dieses Jahr in England
anstehenden Copyright-Regelungen die Blinden daran hindern, ihre
Spezialsoftware nach dem Prinzip des Fair-Use zum Lesen von E-Books zu
entfremden. Normalerweise wäre ein solcher bürokratischer Schwachsinn
ziemlich egal, da ihn die Leute ignorieren würden, und die Polizei wäre clever
genug, nicht jeden zu verfolgen. Falls aber die Copyright-Regelungen mittels
Hardwareschutzmechanismen durchgesetzt werden, die nur mit großem
Aufwand geknackt werden können, dann werden die Blinden als die großen
Verlierer dastehen. Viele andere Minderheiten sind ähnlichen Bedrohungen
ausgesetzt.
18.) Autsch. Was noch?
TCPA wird die General Public License (GPL) untergraben, unter der viele freie
und offene Software vertrieben wird. Die GPL verhindert, dass private
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Unternehmen die Früchte gemeinsamer freiwilliger Arbeit zu Profitzwecken
einsacken können. Jeder kann die unter dieser Lizenz vertriebene Software
verwenden oder modifizieren, solange man bei der Verteilung dieser
veränderten Versionen auch den Quellcode mitgibt, so dass andere wiederum
Änderungen an diesem Code vornehmen können.
Wenigstens zwei Firmen haben bisher mit der Arbeit an TCPA-erweiterten
Versionen von GNU/Linux begonnen. Dies umfasst eine Bereinigung des Codes
und das Entfernen einiger Features. Zum Erhalt eines Zertifikates durch das
TCPA Konsortium muß der Sponsor den beschnittenen Code an ein Labor zu
Testzwecken übergeben, ergänzt um einen Haufen Dokumentation, warum
verschiedene bekannte Angriffe auf den Code nicht funktionieren würden. Die
Bewertung erfolgt auf Stufe E3 - teuer genug, um die Gemeinschaft freier
Softwareentwickler draußen zu halten, aber noch billig genug für die meisten
kommerziellen Softwarehersteller, ihren lausigen Code durchzubekommen.
Obwohl diese Software hinterher von der GPL gedeckt und der Quellcode für
jeden zugänglich sein wird, ist die ganze Palette an TCPA-Features erst dann
aktivierbar, wenn man ein, für den eigenen Rechner gültiges, Zertifikat
erworben hat. Dies wird man bezahlen müssen, wenn nicht zu Anfang dann
sicherlich später.
Man wird zwar noch die Möglichkeit haben, den geänderten Code selber auch
noch mal zu verändern, allerdings wird man dann kein Zertifikat erhalten, das
vollen Zugriff auf das TCPA-Subsystem ermöglicht. Ähnliches gilt für die
Linuxvariante, die Sony für die Playstation 2 anbietet; der
Kopierschutzmechanismus der Konsole verhindert sowohl, dass man ein
alternatives Linux Binary laufen lässt, als auch die Nutzung einiger Hardware
Features. Selbst wenn ein Philantrop ein sicheres unkommerzielles GNU/
Linux-System entwickelt, wäre das keine GPL-Version eines TCPA
Betriebssystems, sondern lediglich ein proprietäres Betriebssystem, das er
kostenfrei verteilen würde. Es würde sich weiterhin die Frage stellen, wer für
die Anwenderzertifikate aufkommt.
Die Leute waren überzeugt, dass es unmöglich für ein Unternehmen sein
würde, gemeinschaftlich entwickelten Code einfach zu stehlen. Das war für
viele der Grund, in ihrer Freizeit freie Software zum Nutzen aller zu
entwickeln. Die TCPA wird dies aber ändern. Sobald der Großteil der PCs auf
dem Markt TCPA-konform ist, wird die GPL nicht mehr so funktionieren, wie
sie gedacht war. Der Hauptnutzen für Microsoft ist nicht der, das freie
Software damit zerstört wird. Es geht vielmehr darum, dass die Menschen
erkennen werden, dass sogar Software unter der GPL zu kommerziellen
Zwecken zweckentfremdet werden kann, woraufhin idealistische junge
Programmierer viel weniger motiviert sind, freie Software zu schreiben.
19.) Ich kann mir gut vorstellen, dass mancher sich darüber aufregen
wird.
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Es gibt da noch viele andere politische Probleme - die Transparenz der
Verarbeitung persönlicher Daten, die in der EU Richtlinie zum persönlichen
Datenschutz festgelegt ist; das Problem der nationalen Souveränität, ob
Copyright-Regelungen von den Nationalparlamenten, wie derzeit üblich, oder
von Firmen in Portland oder Redmond festgelegt werden; ob Microsoft TCPA
zum Ausschalten von Apache benutzt; und ob die Leute sich mit dem
Gedanken anfreunden können, dass ihr PC tatsächlich unter externer Kontrolle
steht - Kontrolle, derer sich Gerichte oder Regierungsorgane ohne ihr Wissen
bemächtigen könnten.
20.) Moment mal, ist die TCPA entsprechend dem Antitrust-Gesetz nicht
illegal?
Intel hat eine "Plattformführerschaft"-Strategie ausgefeilt, in der sie die
Anstrengungen der Industrie bündeln, Technologien zu entwickeln, die den PC
nützlicher machen. Intels Verfahrensweise beschreiben Gawer und Cusumano
in ihrem Buch. Intel gründet ein Konsortium zur Verteilung der
Entwicklungsarbeit an der Technologie, wobei die Gründungsmitglieder einige
ihrer Patente mit einbringen, veröffentlicht Standards und lizensiert diese
Technologie, sobald das ganze einmal ins Rollen gekommen ist, an
Lizenznehmer die ihrerseits alle kollidierenden Patente kostenlos an alle
Konsorten lizensieren müssen.
Als positiver Aspekt dieser Strategie lässt sich das Wachstum auf dem PC
Markt ansehen; der Nachteil ist, dass so jeglicher Mitbewerber daran
gehindert wird, eine starke Position mit jeglicher Technologie zu erreichen, die
Intels Dominanz über PC Hardware bedroht hätte. Deshalb konnte Intel es
sich nicht erlauben, IBM den Microchannel Bus durchsetzen zu lassen; nicht
nur als konkurrierender Kern der PC Architektur sondern auch, weil IBM kein
Interesse daran hatte, die Bandbreite zur Verfügung zu stellen, die ein
Konkurrieren mit High-End-Systemen ermöglicht hätte. Strategisch
betrachtet, gleicht dieser Effekt der alten römischen Praxis, alle Hütten und
Wälder im näheren Umkreis ihrer Burgen zu zerstören. Keine konkurrierende
Architektur ist nahe Intels Plattform erlaubt; alles muss vereinheitlicht
werden. Dies aber schön, ordentlich und wohl-reguliert: Schnittstellen sollten
"offen aber nicht frei" sein.
Der Konsortium-Ansatz hat sich zu einer sehr effektiven Methode, die
Antitrust-Gesetzgebung zu umgehen entwickelt. Bisher scheint sich die
Obrigkeit nicht allzu viele Sorgen über solche Konsortien zu machen - so lange
wie die Standards für alle Firmen offen und zugänglich sind. Sie sollte
vielleicht ein bisschen cleverer werden.
Sollte Fritz Hollings sein Gesetz durch den Kongress bekommen wird TCPA
natürlich zwingend vorgeschrieben und das Antitrust Problem wäre dann vom
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Tisch, zumindest in Amerika. Bleibt zu hoffen, dass die Europäer mehr
Rückgrat beweisen.
21.) Wann wird es losgehen?
Es hat bereits angefangen, die Spezifikation wurde 2000 veröffentlicht. Atmel
verkauft bereits einen Fritz-Chip und obwohl man selbst ein non-disclosure
agreement unterschreiben muß um an die Daten zu kommen, kann man seit
Mai 2002 bereits eine Implementation in den Laptops der IBM Thinkpad Serie
erwerben. Einige der bereits in Windows XP und der X-Box vorhandenen
Features sind bereits TCPA-konform: wenn man z.B. die Hardware-
Konfiguration seines PCs wesentlich ändert, muß man seine XP-Installation
wieder in Redmond aktivieren. Zudem arbeitet Microsoft bereits seit Windows
2000 daran, alle Treiber zu zertifizieren; XP beschwert sich, sobald man einen
unbekannten Treiber installiert. Das Interesse der US Regierung am
technischen Standardisierungsprozess nimmt bereits zu. Der Zug ist schon in
Bewegung.
Die Zeitplanung für Palladium ist derzeit weniger gewiss. Momentan scheint
ein Machtkampf zwischen Microsoft und Intel stattzufinden; Palladium wird
auch auf konkurrierender Hardware, wie der von Wave Systems, laufen und
Anwendungen, die auf der ersten Version von TCPA aufsetzen sollen, müssen
für Palladium umgeschrieben werden. Das Spielchen läuft wohl darauf hinaus,
dass Microsoft allein die sichere Computerplattform der Zukunft kontrollieren
will. Andererseits könnte dies eine Taktik sein, mit der andere Firmen davon
abgehalten werden sollen, auf TCPA basierende Softwareplattformen zu
entwickeln.
Intel und AMD planen anscheinend die kostenlose Implementation der 2.
Generation von TCPA Funktionalität in ihre Prozessoren. Dies könnte größere
Sicherheit bedeuten, zudem aber auch, dass sie und nicht Microsoft die
Entwicklung kontrollieren würden. Palladium wurde über einen Monat,
nachdem ich auf der am 20. Juni stattfindenden Open Source Software
Economics Konferenz ein Papier vorstellte, angekündigt. Dieser Aufsatz
kritisierte die TCPA als wettbewerbshindernd, was sich durch die
Veröffentlichungen in letzter Zeit ja mehr als bestätigt hat.
22.) Was ist TORA BORA?
Das scheint ein interner Witz bei Microsoft zu sein, siehe hierzu die
Ankündigung von Palladium. Die Idee ist, dass eine Trusted Operating Root
Architecture ("vertrauenswürdige Systemarchitektur", also Palladium) den
Break Once Run Anywhere-Ansatz ("einmal geknackt läuft es überall")
vereiteln würde; dies bedeutet, dass ein Inhalt nur ein einziges Mal geknackt
werden muß, um danach von jedem im Netz verteilt werden zu können.
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Seither scheint ihnen aufgefallen zu sein, dass dieser Witz schlechten
Geschmack beweist. Bei meinem Gespräch mit Microsoft Research am 10. Juli
lautete der geänderte Slogan BORE-Widerstand wobei BORE für Break Once
Run Everywhere steht.
Übrigens bezeichnete der Sprecher das Einfügen von Wasserzeichen zu
Copyrightzwecken als "Inhaltskontrolle", ein Begriff, der bisher im
Zusammenhang mit dem Schutz Jugendlicher vor Pornographie verwendet
wurde: die Marketingmaschine läuft anscheinend auf vollen Touren, um neue
Euphemismen auszubrüten! Er teilte uns zudem mit, dass es nur auf
vertrauenswürdigen Betriebssystemen laufen würde. Als ich ihn fragte, ob dies
dazu diene, Linux loszuwerden, antwortete er, die Linuxanwender müssten
dazu gebracht werden, Inhaltskontrolle anzuwenden.
23.) Aber ist ein sicherer PC nicht eine tolle Sache?
Die Frage ist: sicher für wen? Man kann es begrüßen, sich keine Sorgen
wegen Viren machen zu müssen, aber weder TCPA noch Palladium werden das
hinbekommen: Viren nutzen es aus, dass Softwareanwendungen (wie
Microsoft Office und Outlook) Scripting verwenden. Man kann sich über Spam
ärgern, aber der wird auch nicht aufhören. Microsoft weißt zwar darauf hin,
dass man dies durch Filtern aller unsignierter Mails erreichen kann - aber die
Spammer werden einfach auch TCPA PCs verwenden. Man würde also besser
fahren, indem man sein aktuelles Mailprogramm so konfiguriert, dass Mail von
Unbekannten in einen bestimmten Ordner verschoben wird, den man einmal
pro Tag überfliegt. Man könnte sich Sorgen um seine Privatsphäre machen
aber weder TCPA noch Palladium werden diese schützen; so ziemlich alle
Verletzungen der Privatsphäre resultieren aus dem Missbrauch autorisierten
Zugriffes, für den man sich die Zustimmung erzwungen hat.
Nur weil man plötzlich einen "sicheren" PC einsetzt, wird die
Krankenversicherung jedenfalls nicht damit aufhören, die Zustimmung des
Versicherungsnehmers zu verlangen, seine private Daten weiterhin dem
Arbeitgeber oder jedem sonst, der dafür zu zahlen bereit ist, verkaufen zu
dürfen. Im Gegenteil, sie werden sie sogar noch an viel mehr Leute
verkaufen, da die Computer dann ja "vertrauenswürdig" sein werden.
Ökonomen haben festgestellt, dass die Herstellung "grüner" Produkte oft die
Verschmutzung erhöht, weil Menschen lieber grün als weniger kaufen; wir
werden wahrscheinlich das Äquivalent einer sogenannten "social choice trap"
im Bereich der IT-Sicherheit erleben. Dazu kommt noch, dass TCPA durch
Erweiterung und Festigung der Monopole die Preisdiskriminierung vorantreibt
und so auch die Verwendung persönlicher Daten zur Profilerstellung.
Die bisher wohlmeinendste Sichtweise legte ein Microsoftforscher dar: es gibt
ein paar Anwendungen, für die man die Anwendungsmöglichkeiten der
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Benutzer beschränken möchte. Man möchte beispielsweise sichergehen, dass
ein Besitzer den Tachometer nicht manipulieren kann, wenn er sein Auto
weiterverkaufen will. Ähnlich ist es, wenn man DRM einsetzen will, man muß
den Nutzer als den Feind betrachten.
Denkt man in diesen Kategorien, so bieten TCPA und Palladium keine
Sicherheit für den Benutzer sondern für PC Hersteller, Softwareanbieter und
die Contentindustrie. Sie bieten keinen Mehrwert für den Benutzer sondern
zerstören ihn. Sie schränken die Anwendungsmöglichkeiten für den PC ein und
ermöglichen es so den Serviceanbietern, mehr Geld von einem abzuschöpfen.
Dies ist die klassische Definition eines Kartells - eine Vereinbarung der
Industrie, die die Handelsbedingungen so verändert, dass die
Konsumentenrente verringert wird.
Zweifellos wird Palladium in ein Bündel neuer Features verpackt, die das Paket
kurzfristig als lohnend erscheinen lassen, aber die langfristigen ökonomischen,
sozialen und legalen Folgen geben Anlaß zu ernsthaften Bedenken.
24.) Warum spricht man dann vom "vertrauenswürdigen
Computereinsatz"? Ich wüßte nicht, was daran vertrauenswürdig ist!
Das ist eigentlich ein Insiderwitz. Das US Verteidigungsministerium versteht
unter einem "vertrauenswürdigen" System ein solches, das "die
Sicherheitsrichtlinien durchbrechen kann". Dies klingt erst mal
widersprüchlich, aber wenn man darüber nachdenkt, wird es einem klar. Der
gesicherte Mailserver oder die Firewall, die zwischen einem geheimen und
einem streng geheimen System stehen, können - falls sie überwunden werden
- die gesamten Sicherheitsrichtlinien untergraben, die besagen, dass die Mail
immer nur vom geheimen zum streng geheimen System aber nie in die
andere Richtung gehen soll. Sie werden daher als vertauenswürdig
angesehen, die Richtlinie zum Informationsfluss durchzusetzen.
Oder nehmen wir ein ziviles Beispiel: nehmen wir an, sie vertrauen darauf,
dass ihr Arzt ihre Krankenakte unter Verschluss hält. Dies bedeutet, dass er
Zugang zu ihren Daten hat und sie an die Presse weitergeben könnte, wenn er
sorglos oder boshaft wäre. Sie vertrauen mir ihre Akten nicht an, denn ich
habe sie nicht; egal ob ich sie mag oder hasse, ich könnte nichts tun, um zu
erreichen, dass ihre Daten veröffentlicht würden. Ihr Arzt kann das aber; und
die Tatsache, dass er in einer Position ist, ihnen Schaden zuzufügen, ist genau
was (auf Systemebene) damit gemeint ist, wenn sie sagen, dass sie ihm
vertrauen. Sie könnten bei ihm ein gutes Gefühl haben, oder vielleicht
müssten sie ihm einfach nur deswegen vertrauen, weil er der einzige Arzt auf
ihrer Insel ist. Es ist völlig egal, die Definition von "Vertrauen" des US
Verteidigungsministeriums wischt all diese unklaren, emotionalen Aspekte, die
Menschen bei diesem Begriff verwirren könnten, beiseite.
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Man erinnere sich an Al Gores Vorschlag Ende der neunziger Jahre, in denen
über Regierungskontrolle der Kryptographie diskutiert wurde, zur Einsetzung
eines "vertrauenswürdigen Dritten" - eine Institution die einen Zweitschlüssel
sicher aufbewahren sollte, für den Fall, dass FBI oder NSA ihn brauchen
würde. Die Bezeichnung wurde genauso als Marketinggag verlacht wie der
Name "Demokratische Republik" für die ostdeutsche Kolonie Rußlands. Dies ist
im Einklang mit der Denkweise des US Verteidigungsministeriums. Ein
vertrauenswürdiger Dritter ist jemand, der meine Sicherheitsrichtlinien
umgehen kann.
25.) Ein "vertrauenswürdiger Computer" ist also einer, der meine
Sicherheit untergräbt?
Nun haben Sie's kapiert!
Anhang
Logs des heise-Chat zum Thema TCPA und Palladium - Fluch oder
Segen? vom 20.12.02. Besonders lustig, wie der M$-Mann Palladium
Fähigkeiten zuschreibt, die in der offiziellen M$-FAQ zu diesem Thema
schon längst als nicht realisierbar eingestanden werden, z.B. der nicht
gegebene Schutz vor Viren.
Podium: http://www.heise.de/chat/archiv/02/12/20/archiv.shtml
User: http://www.heise.de/chat/archiv/02/12/20/user.shtml
Unterhaltsame und sehr informative Sendung des Chaos Computer Clubs
über TCPA und die Folgen in der Hörer-Talk Sendung BLUE MOON vom
27.11.02 bei Fritz, inkl. Hörerkommentaren.
ftp://ftp2.ccc.de/pub/chaosradio/cr78/chaosradio_78.ogg 77 MB (kodiert
mit Ogg Vorbis)
ftp://ftp2.ccc.de/pub/chaosradio/cr78/chaosradio_78.mp3 169 MB
(kodiert als mp3)
Interessanter c't-Artikel über "Urheberschutz, 'Geistiges Eigentum' und
die Rechteverwerter", der illustriert, wofür man eigentlich TCPA/
Palladium eingesetzt sehen will.
http://www.heise.de/ct/02/24/108/
Die vernichtende Demontage der Microsoft FUD-Doktrin (Fear,
Uncertainty, Doubt) durch den peruanischen Kongreßabgeordneten Dr.
Edgar David Villanueva Nuñez im Zuge seines Gesetzesentwurfs für
"Freie Software in der öffentlichen Verwaltung"
http://pimientolinux.com/peru2ms/villanueva_to_ms_de.html
http://moon.hipjoint.de/tcpa-palladium-faq-de.html
16:16:27 02.01.2003TCPA/Palladium FAQ 1.0 - deutsch
Seite 20
© 2002 by Moon - Korrekturvorschläge erwünscht
http://moon.hipjoint.de/tcpa-palladium-faq-de.html
16:16:27 02.01.2003


Lieber Gruß zurück
Isländer

--
Alle meine Beiträge stelle ich unter Vorbehalt zukünftiger Erkenntnisse.
Die Zeiten des direkten Beweises sind vorbei.
18tm4vxxbKH878xhLWGMhdhtx3rJ16Jc2P

Danke

Domac @, Sonntag, 28.06.2015, 12:04 vor 3857 Tagen @ Isländer 4626 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 28.06.2015, 12:07

für die vielen Links.

TCPA/Palladium ist in W8 erstmalig implementiert worden.
Für mich bedeutet das: W7 wird mein letztes Windows sein.

Bei Golem gab es kürzlich sehr erhellende Kommentare zu einem Bericht vom neuen Linux Mint.

Ich werde es so demnach bald so angehen:
Zuerst die Standardprogramme wechseln, und zwar zu denen, die unter Linux die gleichen sind:

Firefox oder Opera
Thunderbird Mail
Libre Office
VLC

Dann wird der nächste Schritt sein, Debian zu installieren.

Grüße, D

To my chagrin ...

CrisisMaven ⌂ @, Sonntag, 28.06.2015, 12:42 vor 3857 Tagen @ Domac 4831 Views

Zuerst die Standardprogramme wechseln, und zwar zu denen, die unter Linux die gleichen sind:
Libre Office

... zu meinem Missfallen sind saemtliche grosse Mengen Daten verarbeitenden Desktop-Programme der Open-Source-Bewegung untauglich zum ... Bearbeiten grosser Datenmengen.

Oder wer glaubt, dass grosse Unternehmen, die Fortune 100, nicht schon laengst zu Open-Source-Tabellenprogrammen statt kostenpflichtigem Excel gewechselt waeren, wenn damit deren Kostenrechner/Controller ihre riesigen Tabellen ebenso auswerten koennten? Weder tanken die bisher "Brownsches Gas" in ihre Fahrzeugflotten noch verwenden sie OO. Weil sie Geld ausgeben wollen, diese Sch...-Kapitalisten. Goennen ihren Aktionaeren nix. Wollen Bill Gates sponsern. Stecken alle unter einer Decke, das kennt man ja ...

Leider bekommt man solche grossen Tabellen in Open/LibreOffice nicht mal geoffnet, Abbruch - Speicherueberlauf oder was weiss ich.

Was mir zeigt, und das ist die Crux der Open Software: man kann schnell was Gutes programmieren, aber wenn der Programmierer kein Fach-Anwender ist, dann ist das so, wie Kinderwagen bauen ohne jemals ein Kind hineinzusetzen.

Open/LibreOffice hat leider nur Barbiepuppen hineingesetzt zum testen.

Und wenn ich das dann in den Kreisen anspreche, kommt:

1.) "Wer braucht den sowas???"

Wenn ich das dann geduldig nachhelfend erklaere, kommt:

2.) "Na, der Quellcode liegt doch offen, wenn wirklich nur Sie sowas brauchen, koennen Sie es sich doch selbst dazu-programmieren!"

Nach dem Motto: "Was, bei Ihnen brennt's? Hier, laden Sie sich mal die Bauanleitung fuer ein gescheites Loeschfahrzeug herunter" ...

--
Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

Importfilter

QuerDenker @, Sonntag, 28.06.2015, 15:29 vor 3857 Tagen @ CrisisMaven 4404 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 28.06.2015, 18:03

Hallo CM,

... zu meinem Missfallen sind saemtliche grosse Mengen Daten
verarbeitenden Desktop-Programme der Open-Source-Bewegung untauglich zum
... Bearbeiten grosser Datenmengen.

Warum sollen große Datenmengen denn in UNIX nicht gehen? <img src=" />

Beim zweiten Lesen sah ich jetzt 'Desktop-Programme' - o.k. - aber ein Portierung in irgendeine Scriptsprache (z.B. ein PERL trägt sowas im Namen) oder R oder eben CLI-'Bordmittel' wie Shellscripte mit awk/sed/diff/dc/bc/... (kommt halt darauf an, was man mit den Tabellen machen will) usw. steht doch nichts im Wege... [[freude]]

Leider bekommt man solche grossen Tabellen in Open/LibreOffice nicht mal
geoffnet, Abbruch - Speicherueberlauf oder was weiss ich.

Ist dann das Problem denn nicht auf Ebene des 'Importfilters', also der Programmteil, der z.B. Excel in OO/LO/... 'übersetzt', zu sehen?

Hast Du auch derartige Erfahrungen mit sehr großen Tabellen, die schon in LO/OO/... erstellt wurden gemacht? Also ist LO/OO/... mit Daten=Dateien 'abgestürzt', die LO/OO/.. vorher 'selbst' erzeugt hat?

Open/LibreOffice hat leider nur Barbiepuppen hineingesetzt zum testen.

Wie gesagt, wohl nach den von dir beschriebenen Erfahrungen, erstmal der sog. 'Importfilter'.

Viele Grüße

QuerDenker


P.S.
Schonmal probiert mit 'Win-Bordmitteln' wie Notepad oder Wordpad eine reine Textdatei (z.B. ein Logfile) mit z.B. 100MB oder mehr zu öffnen? Meine Erfahrung sind dort sehr ähnlich den deinen mit den 'Importfiltern' [[zwinker]]

--
10cc: 'communication is the problem to the answer' <img src=" />

Kann es sein, dass auch Du kein Anwender bist ? ;-)

CrisisMaven ⌂ @, Sonntag, 28.06.2015, 15:51 vor 3857 Tagen @ QuerDenker 4538 Views

Warum sollen große Datenmengen denn in UNIX nicht gehen? <img src=" />

Grosse Datenmengen sind nie ein Problem. Aber Daten sind keine Informationen. Und Informationen kein Wissen.

Data > information > knowledge ...

Beim zweiten Lesen sah ich jetzt 'Desktop-Programme' - o.k. - aber ein Portierung in irgendeine Scriptsprache (z.B. ein PERL trägt sowas im Namen) oder R oder eben CLI-'Bordmittel' wie Shellscripte mit awk/sed/diff/dc/bc/... (kommt halt darauf an, was man mit den Tabellen machen will) usw. steht doch nichts im Wege... [[freude]]

Aha, ... und was sagt uns das jetzt? Darum geht es doch nicht. Ich vermute stark, dass Du noch nie jemandem, der an den Vorstand berichten muss, wie ein "Controller" in einem Fortune 100-Unternehmen, jemals ueber die Schulter geschaut hast?!

Das ist doch genau die Antwort, die ich kritisiert hatte ("Laden Sie sich die Bauanleitung fuer ein Feuerwehrauto herunter").

Warum gibt es denn MS EXCEL, warum nehmen die Dummchen nicht gleich PERL?

Ist dann das Problem denn nicht auf Ebene des 'Importfilters', also der Programmteil, der z.B. Excel in OO/LO/... 'übersetzt', zu sehen?

Nein, ich bin doch nicht ungerecht. Ich nehme eine Original ODT-Datei (leer) und fuelle sie mit den Daten ... und dann laesst sie sicht mal mehr abspeichern! Bin doch kein Anfaenger, was den Test und Vergleich von Software angeht.

Libre und Open Office sind einfach Schrott. Doktoranden schreiben Promotionen auch eher in LaTex, dann Word und hoechstens Mediziner ihre 40 Seiten in Open Office Writer ...

Hast Du auch derartige Erfahrungen mit sehr großen Tabellen, die schon in OLO/OO/... erstellt wurden gemacht? Also ist LO/OO/... mit Daten=Dateien 'abgestürzt', die LO/OO/.. vorher 'selbst' erzeugt hat?

Siehe oben. Aber aus der Frage schliesse ich wieder, dass DU es noch nie gemacht hast. Sonst wuerdest Du doch schreiben: "Geht doch, mach' ich laufend". Das genau ist der Hochmut, den ich bei den OO-Schnullis so kritisiere ...

Wie gesagt, wohl nach den von dir beschriebenen Erfahrungen, erstmal der sog. 'Importfilter'.

Welche Erfahrungen? [[freude]]

--
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Toolsetmismatch

QuerDenker @, Sonntag, 28.06.2015, 17:13 vor 3857 Tagen @ CrisisMaven 4326 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 28.06.2015, 17:35

Hallo CM,

ich verstehe Deine Antwort so, dass wir garnicht soweit (incl. @'Libelle') voneinander weg sind! [[lach]]

Ich sehe mich - da liegst Du richtig :) - weder als 'DAU', noch als 'PEBKAC' usw. *lach* -- eher auf der Ebene, die sich (direkt+indirekt) damit 'rumschlägt', was 'Anwender' (..meist meinen zu..!) wollen...

Warum sollen große Datenmengen denn in UNIX nicht gehen? <img src=" />


Grosse Datenmengen sind nie ein Problem. Aber Daten sind keine
Informationen. Und Informationen kein Wissen.

Hast Du das bisschen Ironie nicht gehört, wenn man Kommandozeile einfach als normal und 'Desktop' nunmal als zu großen/gewissen Teilen 'entbehrlich' sieht?

Data > information > knowledge ...

Warum hätte ich sonst 'R' erwähnt - und sogar bc/dc?

Und da ich nebenbei Deine letzte Antwort an @DragonFly gelesen habe:
Warum liegen diese Daten denn zum Zeitpunkt der Auswertung durch den Controller überhaupt (noch!?) in verschiedenen Formaten vor? Also warum werden denn diese Daten nicht im Sinne eines 'Preprocessing' auf ein (Über-)Format gebracht, das folglich die Übermenge aller Informationsarten/-einheiten und -inhalte abbilden kann?

Und ja, Logfiles von verschiedensten Quellen mit >>100MB z.B. durch Scripte oder PERL 'zu jagen', ist meinerseits Alltag!

Aha, ... und was sagt uns das jetzt? Darum geht es doch nicht. Ich vermute
stark, dass Du noch nie jemandem, der an den Vorstand berichten
muss, wie ein "Controller" in einem Fortune 100-Unternehmen, jemals ueber
die Schulter geschaut hast?!

Doch habe ich sogar, aber dabei über 'nicht zur Aufgabe passendes Werkzeug' gewundert bzw. gelächelt...

Da es ja wohl um 'Desktop auf Linux' geht!
Hat Du schon andere 'Spreadsheet'-Programme anstatt LO/OO/.. probiert?
Also ohne Anspruch auf Vollständigkeit und Bewertung 'gnumeric' oder 'calligra', welche mir ein 'yum search spreadsheet', an der Maschine an der ich zufällig gerade arbeite, 'lieferten'?
Oder wenn es einfach um 'flache ASCII-Daten' geht: 'xls2csv'!

Das ist doch genau die Antwort, die ich kritisiert hatte ("Laden Sie
sich die Bauanleitung fuer ein Feuerwehrauto herunter"
).

Aber ist das nicht DAS Problem, dass Anwender - die mit 'bunt-klick' (aktuell bei den 'smarten' Geräten noch schlimmer.. - 'groß wurden', auf Kommandozeile sehr oft überfordert sind und schon beim am #pipe# less/more (oder verschärft #pipe# grep oder gar 2>1 und 2>/dev/null usw.) scheitern, wenn ein Programm zu viele Informationen liefert und z.B. >1000 Ausgabezeilen plötzlich die Länge des Terminalpuffers übersteigen?
Also OO usw. nur Versuche sind, 'Windowsgewohnheiten' auf UNIX/Linux/... zu übertragen?

Denn wir sind uns sicher einig, dass speziell solche 'stark unterschiedlichen Datenarten' am besten mit dafür geschriebener Software analysiert werden könnten!

Denn wie Du bestätigst, geht um die Wahl der Werkzeuge -- und ein Abbilden auf Datenbanken, ist eine Variante [vgl. @DragonFly], wie aber auch für reine Messwertakkumulation irgendeines Sensors eine Textdatei eine ist, was eben davon abhängt, was man machen will - oder um welche 'Daten' es geht.

Libre und Open Office sind einfach Schrott. Doktoranden schreiben
Promotionen auch eher in LaTex, dann Word und hoechstens Mediziner ihre 40
Seiten in Open Office Writer ...

Wie Du selbst sagtst, schreiben 'Anwender', die LaTeX kennen, keine Bücher mehr mit Word....... -- Ähnliches gilt für andere 'Werkzeuge'
Und ja, ich bevorzuge ab >1-2 Seiten auch LaTeX. <img src=" />

So weit trennen sich also weder Meinung, noch Erfahrung.

Vorschlag: Gib dem Fortune-100-Controller halt einen 'Shellscripting'- oder 'Scriptsprachen'-Kurs [[freude]] und [[ironie]]

Beste Grüße

QuerDenker

--
10cc: 'communication is the problem to the answer' <img src=" />

Auch Du benutzt da das falsche Werkzeug.

Dragonfly @, Sonntag, 28.06.2015, 17:23 vor 3857 Tagen @ QuerDenker 4252 Views

Und ja, Logfiles von verschiedensten Quellen mit >>100MB z.B. durch
Scripte oder PERL 'zu jagen', ist meinerseits Alltag!

Denn die echten Profis von heute nehmen fuer so etwas MS Word und arbeiten dann mit "CONTROL F"

Ein kleiner Dracheneikonflikt

QuerDenker @, Sonntag, 28.06.2015, 17:32 vor 3857 Tagen @ Dragonfly 4171 Views

Und ja, Logfiles von verschiedensten Quellen mit >>100MB z.B. durch
Scripte oder PERL 'zu jagen', ist meinerseits Alltag!


Denn die echten Profis von heute nehmen fuer so etwas MS Word und arbeiten
dann mit "CONTROL F"

Hallo Dragon <img src=" />

aber wie bekomme ich jetzt das dazu notwendige MS-Word auf dem Unix-Server zu laufen - und das ohne X11 usw. - und damit ohne 'bunt-klick'-Desktop?

[[smile]]

wine oder xen usw. - je nach Herangehensart - kenne ich.

Und irgendwie hänge ich auch an den teils sicher 20 Jahre alten Scripten, die einfach laufen... [[zwinker]]

Grüße

QuerDenker

--
10cc: 'communication is the problem to the answer' <img src=" />

Alles, was ich andeutete, ist, dass EXCEL lestungsfaehiger ist als Open Office Calc ...

CrisisMaven ⌂ @, Sonntag, 28.06.2015, 17:43 vor 3857 Tagen @ QuerDenker 4359 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 28.06.2015, 17:48

Warum hätte ich sonst 'R' erwähnt - und sogar bc/dc?

Ja, die Daten sind ja in "R", in dem Falle halt SAPDB, Oracle, Informix, "Schlagmichtot-DDL/SQL". Darum ging es doch aber nicht.

Ich sagte: "EXCEL ist leistungsfaehiger als Open Office Calc"

Das ist etwa wie "Range Rover ist leistungsfaehiger als Goggo".

Als Antwort kommt: "Ja, weisst Du denn nicht, dass es laengst Flugzeuge gibt?"

Ich wieder: "Gehst Du mit dem Flugzeug zum Baecker? Setzt es Dich direkt vor Deinem Hotel ab?"

Alle, die hier beguetigend geantwortet haben, haben entweder das Problem nicht verstanden oder ... sollten schleunigst sich als Berater im Controlling von Grosskonzernen anbiedern! Ich behaupte: soviel verdient hier bisher keiner, wie die bereit waeren, fuer diese Einsichten zu zahlen.

Warum liegen diese Daten denn zum Zeitpunkt der Auswertung durch den Controller überhaupt (noch!?)in verschiedenen Formaten vor?

Wer sagt das denn? Wo schrieb ich das? Ich schrieb, in EXCEL sind sie zu verarbeiten, in OO nicht. Wo steht da was von Formaten???

Kann es sein, dass Du das Fachgebiet einfach nie kennengelernt hast?

Also warum werden denn diese Daten nicht im Sinne eines 'Preprocessing' auf ein (Über-)Format gebracht,

Tun sie doch - in EXCEL steh'n sie ja. Problem gibt's doch keines!!!!!!!! (Ausser das leidige Verstaendnisproblem der Mitdiskutanten ...)

das folglich die Übermenge aller Informationsarten/-einheiten und -inhalte abbilden kann?

Wie jetzt? Machst Du das mit Deiner Tageszeitung auch so? Es geht um strukturierte, hochkomplexe Informationen. Nicht um eine simple Feldleiste fuer Orga-Programmierer.

Und ja, Logfiles von verschiedensten Quellen mit >>100MB z.B. durch Scripte oder PERL 'zu jagen', ist meinerseits Alltag!

Das befuerchtete ich. Das ist harmlos. Geh' mal einem Controller ueber die Schulter schauen ...

Doch habe ich sogar, aber dabei über 'nicht zur Aufgabe passendes Werkzeug' gewundert bzw. gelächelt...

Ich weiss nicht, wo das war. Und ja: da gibt es auch "Idioten". Aber eben nicht nur. Meint denn alle naturwissenschaftliche Welt, in Grosskonzernen, genau da, wo das Geld verdient oder Verlust erzeugt wird, saessen nur Idioten?

Da es ja wohl um 'Desktop auf Linux' geht!
Hat Du schon andere 'Spreadsheet'-Programme anstatt LO/OO/.. probiert?

Warum denn? EXCEL tut's doch. Ich habe doch gar keinen Leidensdruck. Den haben doch die OOler. Die koennen nun Deinem Rat folgen und weiter herumprobieren oder, wenn deren Zeit Geld ist, gleich EXCEL nehmen. Problem geloest. Es gab kein Problem.

Also ohne Anspruch auf Vollständigkeit und Bewertung 'gnumeric' oder 'calligra', welche mir ein 'yum search spreadsheet', an der Maschine an der ich zufällig gerade arbeite, 'lieferten'?

Mach's vor - nimm' Dir eines Fortune-100-Controllers EXCEL-Spreadsheet. Googlen kann jeder. Du wirst es finanziell nicht bereuen. Oder doch, naemlich wenn es vergebliche Liebesmueh' war.

Oder wenn es einfach um 'flache ASCII-Daten' geht: 'xls2csv'!

Geht es nicht. Es geht um Entscheidungsmodelle. Etwas, das Naturwissenschaftler mit ihren wesentlich einfacher gestrickten Datenmodellen nicht kennen. Vertraue mir [[freude]] ...

Aber ist das nicht DAS Problem, dass Anwender - die mit 'bunt-klick' (aktuell bei den 'smarten' Geräten noch schlimmer.. - 'groß wurden', auf Kommandozeile sehr oft überfordert sind und schon beim am #pipe# less/more (oder verschärft #pipe# grep oder gar 2>1 und 2>/dev/null usw.) scheitern, wenn ein Programm zuviel Informationen liefert und z.B. 1000 Ausgabezeilen plötzlich die Länge des Terminalpuffers übersteigen?

Fuer wie jung haeltst Du eigentlich die Controller grosser Unternehmen? Oder mich???

Also OO usw. nur Versuche sind, 'Windowsgewohnheiten' auf UNIX/Linux/... zu übertragen?

Ja, das sagte ich in andern Worten. Drum EXCEL. Das nimmt Microsoft selbst. Sind eines der erfolgreichsten, groessten Unternehmen. UND sie haben Datenbanken. DENNOCH nehmen sie zur Auswertung EXCEL. Gehe hin und stimme sie um.

Denn wir sind uns sicher einig, dass speziell solche 'stark unterschiedlichen Datenarten' am besten mit dafür geschriebener Software analysiert werden könnten!

Nein, dann wuerde man laufend einen Programmierer brauchen. Es geht nicht um z.B. Data Mining. Naturwissenschaftler kennen solche komplexen Daten i.d.R. nicht. Glaub''s mir einfach oder mache Dich dort kundig. Darum gibt es ja Spreadsheets. Weil alles andere eben nicht geht.

Nein, kein Flugzeug. Ein Auuuuuto ... Etwas, das dank Vierrad-Antrieb ueberall fahren kann, ohne vorher einen Flugplan einzureichen, von dem es dann bis zum Ziel nicht mehr abweichen darf!!!

Denn wie Du bestätigst, geht um die Wahl der Werkzeuge --

Nein, es geht um die Qualitaet des Werkzeuges. Ich sage, "Schraubenschluessl von GEDORE sind besser als OpenSource-Schluessel". Du sagst "Nimm doch einen Hammer". Ist aber ungeeignet, der Hammer. Und ja, ich weiss, hat sich andernorts bewaehrt. War aber keine Mutter, sondern ein Nagel. Bitte, bitte, mach' Dich kundig!!!

und ein Abbilden auf Datenbanken, ist eine Variante [vgl. @DragonFly], wie aber auch für reine Messwertakkumulation irgendeines Sensors eine Textdatei eine ist, was eben davon abhängt, was man machen will - oder um welche 'Daten' es geht.

Es KOMMT doch gerade AUS Datenbanken, weil die das NICHT koennen, verdammich!!!!! Und Messwertdaten - das sind genau diese unkomplexen Daten, von denen ich rede. Naturwissenschaftler/Techniker haben keine Ahnung. Einen Tag ins Controlling versetzt, und der Betrieb ist pleite!!! Der Rest ist Arroganz.

Wie Du selbst sagtst, schreiben 'Anwender' die LaTeX kennen keine Bücher mehr mit Word....... -- Ähnliches gilt einfach für andere 'Werkzeuge'

Ja, aber dieselben, die ihre BWL-Arbeit mit LaTex geschrieben haben, nehmen dann mit Kusshand EXCEL. Wahrscheinlich regredieren sie da schon wieder ...

So weit trennen sich also weder Meinung, noch Erfahrung.

Doch, sehr sogar.

Vorschlag: Gib dem Fortune-100-Controller halt einen 'Shellscripting'- oder 'Scriptsprachen'-Kurs [[freude]] und [[ironie]]

Den hat der schon laengst hinter sich. Nach EINER einzigen Frage des Controllers hat ihn der Programmier-Fuzzi dann nur unverstaendig angeguckt.

Also: mach' Dich kundig.

--
Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

o.k.

QuerDenker @, Sonntag, 28.06.2015, 18:59 vor 3857 Tagen @ CrisisMaven 4238 Views

Hallo CrisisMAven,

R ist 'ein' Mathematik und Statistik/Datenanalyse/..-Programm.

Was meinst Du also mit:

Ja, die Daten sind ja in "R", in dem Falle halt SAPDB, Oracle, Informix,
"Schlagmichtot-DDL/SQL". Darum ging es doch aber nicht.

'R' wie 'RDBS'? -- Da haben wir 'aneinandervorbeigeredet'...

Es ging darum, Daten mit R auszuwerten - die wie auch immer vorliegen.

Aber 'EOD' was ALTERNATIVEN angeht.

Und ja: Ich wollte Alternativen liefern.

Das 'LO/OO/... schlecht' und 'Excel/.. gut', ist mir halt 'zu einfach'.
Und große Datenmengen sind eben IMHO nicht unbedingt der 'Zieleinsatz', für Excel wie OO/LO/...-Calc usw.

Aber wie gesagt EOD was das angeht.

Tun sie doch - in EXCEL steh'n sie ja. Problem gibt's doch
keines!!!!!!!!
(Ausser das leidige Verstaendnisproblem der
Mitdiskutanten ...)

Vielleicht weil beide 'Mitdiskutanten' von der 'NICHT-Anwenderseite' kommen, und Lösngen für sowas finden wollen - egal! [[zwinker]]

das folglich die Übermenge aller Informationsarten/-einheiten und

-inhalte abbilden kann?

Wie jetzt? Machst Du das mit Deiner Tageszeitung auch so? Es geht um
strukturierte, hochkomplexe Informationen. Nicht um eine simple
Feldleiste fuer Orga-Programmierer.

Es sind doch immer noch Zahlen und ggf. Text - und Komplexität ist oft eine Frage von Darstellung

Das befuerchtete ich. Das ist harmlos. Geh' mal einem Controller ueber die
Schulter schauen ...

Was läßt sich denn da nicht mit sicher bisschen abstrakten - und ggf. rekursiven und sonstwie 'verschachtelten' - Datenstrukturen abbilden?

Geht es nicht. Es geht um Entscheidungsmodelle. Etwas, das
Naturwissenschaftler mit ihren wesentlich einfacher gestrickten
Datenmodellen nicht kennen. Vertraue mir [[freude]] ...

o.k. -- Geht es darum, dass vereinfacht diese 'Modelle' als 'Formeln' und ggf. 'Macros' usw. in den Spreadsheets enthalten sind? Dann müßte man diese Algorithmen natürlich auch abbilden! Mehr dazu unten.

nebenbei: erster Goo-Hit dafür, dass BWL'ler auch 'R'-Software nutzen...
http://tu-dresden.de/die_tu_dresden/fakultaeten/fakultaet_wirtschaftswissenschaften/bwl...

Also OO usw. nur Versuche sind, 'Windowsgewohnheiten' auf UNIX/Linux/...

zu übertragen?

Ja, das sagte ich in andern Worten. Drum EXCEL. Das nimmt Microsoft
selbst. Sind eines der erfolgreichsten, groessten Unternehmen. UND sie
haben Datenbanken. DENNOCH nehmen sie zur Auswertung EXCEL. Gehe hin und
stimme sie um.

CM, Datenbanken waren von @DF, ich bin der ASCII und >>100M Typ [[freude]]

Es geht aber primär hier nicht darum WO die Daten gespeichert sind, sondern um die Auswertung der Daten!

Denn wir sind uns sicher einig, dass speziell solche 'stark

unterschiedlichen Datenarten' am besten mit dafür geschriebener Software
analysiert werden könnten!

Nein, dann wuerde man laufend einen Programmierer brauchen. Es geht nicht
um z.B. Data Mining. Naturwissenschaftler kennen solche komplexen Daten
i.d.R. nicht. Glaub''s mir einfach oder mache Dich dort kundig. Darum
gibt es ja Spreadsheets. Weil alles andere eben nicht geht.

Abstrahiert sind es doch nur irgendwelche Beträge/'Kennzahlen' - die werden mit Algorithmen irgendwie 'verheiratet' - das das komplex ist, bzw. sein kann, stelle ich nicht in Frage+Abrede. Aber warum NUR mit Excel und Excel-Formeln usw.?

Dass es viele mit Excel machen - o.k. - aber warum soll man das nicht anders abbilden (und mit Implementierung auch dynamischer und auch mehrfachen 'Formeln' für jedes 'Datum'/'Zelle'/'Adresse' ist ja wohl auch nicht jedes Mal ein Programmierer erforderlich!

So jetzt aber zurück zum o.g. EOD!

Einen Tag ins Controlling versetzt, und der Betrieb ist pleite!!! Der Rest
ist Arroganz.

Controlling bedeuten 'vereinfacht', also im weitesten Sinne, Eingaben und Ausgaben 'im Auge zu haben' und 'gegenzurechnen'.
Beides sind erstmal Differenzen bzw. Summen von anderen Zahlen=Daten -- ggf. mit Schlüsseln='Faktoren' bewertet -- und ggf. auch mit 'Ja/Nein' also Faktor 1/0.
Von mir aus auch beliebig tief, über hierarchische Teilsummen und Teilquotienten, welche dann mit 'Referenzquotienten' (auch dynamisch?!) verglichen werden.
Diese Daten sind an sich natürlich dynamisch - weil eben Geschäftsdaten, die sich halt laufend ergänzen.
Sobald die - sicher beliebig komplexen und wie auch immer rekursiven usw. - 'Formeln' aber einmal 'stehen', ist es 'Datenverarbeitung'.

Ich kann mir ABSOLUT vorstellen, dass ein über Jahrzehnte gewachsenes Rechenmodell - hier auf Basis Excel - NICHT so einfach auf Standardsoftware-'xyz' oder eine Spezialsoftware übertragen werden kann - alles o.k. - aber sobald as EINMAL gemacht wurde (und ich rede jetzt nicht von LO/OO/.. sondern z.B. von Werkzeugen wie 'R' die Statistiker/Mathematiker/... nutzen, oder 'Einzelanfertigung' - und der Aufwand ist so gesehen halt 'NRE'/'NRI' - warum soll das nicht gehen?

nebenbei: Aus identischen Gründen werden Heute noch FORTRAN-Bilbliotheken (und COBOL usw. z.B. in Finanzsektor) die 30/40++ Jahre alt sind genutzt, weil diee einfach 'stabil laufen' und 'getestet sind'!

Es würde also zusammengefaßt darum gehen, ein Software zu entwickeln, die auch hochkomplexe und beliebig 'querverknüfte' Formeln+Macros aus EXCEL 'nachbildet', wie auch seitens der Datenmenge 'per Design' für große Datenmengen ausgelegt ist.
Warum soll das nicht gehen - also warum soll man keinen Excel-Emulator programmieren können? Und ich behaupte NICHT, dass LO(OO/.. 'sowas' sind!

Ob das 'EXCEL-Nachbilden' jetzt seitens Patentrecht usw. kommerziell umzusetzen ist, ist eine andere Frage -- die nicht Teil der Diskussion ist!

Den hat der schon laengst hinter sich. Nach EINER einzigen Frage des
Controllers hat ihn der Programmier-Fuzzi dann nur unverstaendig
angeguckt.

Welche Frage war das? - Das würde mich ersthaft interessieren!

Also: mach' Dich kundig.

Natürlich, denn neugierig war ich schon immer [[zwinker]]

Und dazu gehört auch die o.g. Frage!

Danke und grüße

QuerDenker

--
10cc: 'communication is the problem to the answer' <img src=" />

Wenn alles, was Du hast, ein Hammer ist

Dragonfly @, Sonntag, 28.06.2015, 19:04 vor 3857 Tagen @ QuerDenker 4204 Views

Wird jedes Problem zum Nagel....

;-) (oT)

QuerDenker @, Sonntag, 28.06.2015, 20:34 vor 3857 Tagen @ Dragonfly 4030 Views

- kein Text -

--
10cc: 'communication is the problem to the answer' <img src=" />

Sorry, bei "R" hatte ich an "D" gedacht, weil ...

CrisisMaven ⌂ @, Sonntag, 28.06.2015, 20:01 vor 3857 Tagen @ QuerDenker 4553 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 28.06.2015, 20:42

... hier alle zu meinen scheinen, relationale Datenbanken waeren die Loesung des Problems [[freude]]

Vgl. Hugh Darwen und sein "D" als Lern-Umfeld fuer relationales Denken. Hier kostenloses eBook
"An Introduction to Relational Database Theory" und sein "Third Manifesto".

R ist 'ein' Mathematik und Statistik/Datenanalyse/..-Programm.
Es ging darum, Daten mit R auszuwerten - die wie auch immer vorliegen.

Ja, da war ich auf dem falschen Fuss erwischt.

Aber: auch hier gibt es Stolpersteine. Chris Leonard meint "Now I do as little as possible in Excel. This is just one man's opinion, but if you're goal is to analyze data R is much better suited to this task."

Und Micheal Milton meint: "... for every Excel power user there are a hundred people using Excel in a minimal way ... With Excel, loading data and writing formulas is quick and easy. With R, there’s generally some configuration overhead you have to endure in order to start crunching numbers. If you need to do a small handful of descriptive stats on your data, or you need to look something up, run a quick sort/filter, or even a pivot table, Excel is the tool. ... The statistical functions you get in R are much more flexible, numerous, and reliable."

Und Oz du Soleil meint in "Comparing R and Excel Makes No Darn Sense" (womit er so aehnlich denkt wie ich, auch wenn er als Microsoft-Mitarbeiter dafuer bezahlt wird, ich nicht): "Anyone who answers that question is painting their own context around it. Neither is objectively better. Therefore, the question itself needs to provide the context."

Und da sind wir wieder, wo das immer endet: R braucht Kenntnis der Programmiersprache "S", um fuer einen EXCEL-Power-User das zu leisten, was er in EXCEL "ohnehin" kann.

Vgl. "Comparison of data analysis packages: R, Matlab, SciPy, Excel, SAS, SPSS, Stata": (Nachteile) "R: Steep learning curve - Excel: Large datasets".

Und genau darum geht es: die large datasets hat der Controller im SAP-System oder Data Warehouse, auswerten tut er sie mit Crystal Reports oder EXCEL (aber nie in OpenOffice Calc, weil es dann zusammenbricht - und nur darum ging es. Da EXCEL NICHT zusammenbricht, braucht er "R" gar nicht erst lernen. Und: es gibt Anwendungen, in denen R EXCEL unterlegen waere).

Das 'LO/OO/... schlecht' und 'Excel/.. gut', ist mir halt 'zu einfach'.

Schlecht ist OO nicht, habe ich auch nie gesagt. Aber fuer die grossen Mega-Spreadsheets im Controlling eines Grosskonzerns (noch!) nicht leistungsfaehig genug. Beispiel fuer den Groessenwahn: EXCEL hatte lange nur 64k Zeilen, und Calc eine (Sech-) Zehnerpotenz mehr. Dennoch kann OO heute noch nicht, ohne Systemabbruch, alle 64k Zeilen bearbeiten, EXCEL schon, wenn der Computer leistungsfaehig genug ist. Darum allein ging es. Dass R es auch kann, steht ausser Zweifel. Aber: die Grossunternehmen haben seit z.T. zwei Jahrzehnten nunmal z.B. VBA-Makros, deren Portierung auf R aufwendig und nach OO Calc ein Alptraum waere.

Wer sich fuer einen Toyota im Jahr 2005 entscheiden hat und kein neues Auto braucht, kauft erst dann ein neues, wenn er es braucht. Wenn aber ein Bedienmenue eines Autos so komplex waere wie das eines heutige Dialog-Desktop-Programmes, wuerde er die Marke kaum je mehr wechseln.

Und große Datenmengen sind eben IMHO nicht unbedingt der 'Zieleinsatz', für Excel wie OO/LO/...-Calc usw.

Ich redete nicht von grossen Mengen, sondern von komplexen Entscheidungsbaeumen. Dass diese zufaellig auch mengenmaessig gross sind, liegt in der Natur der Sache. Mit "Grosse Datenmengen" in Datenbanken sind aber meist gemeint: unzaehlige gleichstrukturierte (!) Daten. Das ist was anderes. Das muss man aber halt mal mit eigenen Augen gesehen haben. Und dem verweigern sich theoretisierende Naturwissenschaftler stets. Drum steigen sie auch nie ins Controlling auf.

Es sind doch immer noch Zahlen und ggf. Text - und Komplexität ist oft eine Frage von Darstellung

Nein. Komplexitaet ist eine Frage der Darstellung, wenn man einen Kriminalroman schreiben will und dem Leser zwecks Spannung hundert falsche Faehrten legt. Der Controller arbeitet aber mit der geringstmoeglichen Komplexitaet ... und dennoch hat er immer noch Riesen-Spreadsheets. Und wenn man es hundertmal gerne haette: Controller sind weder hilflos noch doof. Gehet hin und dampfet deren Daten ein, statt zu theoretisieren. Viel Spass. Das letzte Mal hatte ich solch eine Diskussion mit einem Blinden ueber Farbe. Nur leider kann ich Braille nicht ins Forum kopieren ...

Was läßt sich denn da nicht mit sicher bisschen abstrakten - und ggf. rekursiven und sonstwie 'verschachtelten' - Datenstrukturen abbilden?

Nein, die sind eben nicht (nur vorhersagbar) rekursiv. Aber Kostenrechnung ist den meisten ein Buch mit sieben Siegeln.

o.k. -- Geht es darum, dass vereinfacht diese 'Modelle' als 'Formeln' und ggf. 'Macros' usw. in den Spreadsheets enthalten sind? Dann müßte man diese Algorithmen natürlich auch abbilden! Mehr dazu unten.

NEIN! Es geht drum, dass diese laufend dynamisch geaendert werden um in Bruchteilen von Minuten zu sehen, "was waere, wenn wir den Preis von Produkt A erhoehen und den von B senken wuerden oder umgekehrt" Und das ueber hunderte Gruppen, Filialen, Standorte, Produktgruppen, Waehrungen mit Umtauschrisiken. Und dann ... mit einem ad hoc eingefuehrten weiteren Produkt, fuer das vorher kein Feld da war. Geht doch einfach mal gucken!!!

Es geht aber primär hier nicht darum WO die Daten gespeichert sind, sondern um die Auswertung der Daten!

Nein, solche Auswertung ist recht statisch. Vgl. Klimamodelle, soziologische Studien wie "alle Paedophilen, die gleichzeitig Erdbeer-Eiscreme bevorzugen, hatten herrische Muetter, die meist vor ihrem 54. Lebensjahr gestorben sind". Das ist einfach. Controller haben einen schwereren Job!

Abstrahiert sind es doch nur irgendwelche Beträge/'Kennzahlen' - die werden mit Algorithmen irgendwie 'verheiratet' - das das komplex ist, bzw. sein kann, stelle ich nicht in Frage+Abrede. Aber warum NUR mit Excel und Excel-Formeln usw.?

Ich hatte Mitte der Neunziger mal eine Diskussion mit einem Dozenten fuer Statistik an einer deutschen Fachhochschule, der mir erklaeren wollte, wie einfach das doch sein muesse, alle zweistelligen Datumsfelder in einer Software zu finden, um sie auf vierstellig umzusetzen (Jahr-2000-Problem). Ich hatte genau so 'ne Probleme, dem das begreiflich zum machen, und gab es auf. So auch hier. Geht hin und schaut's Euch an, zum x-ten Male!!!

Dass es viele mit Excel machen - o.k. - aber warum soll man das nicht anders abbilden (und mit Implementierung auch dynamischer und auch mehrfachen 'Formeln' für jedes 'Datum'/'Zelle'/'Adresse' ist ja wohl auch nicht jedes Mal ein Programmierer erforderlich!

Geh' hin und schau' Dir's an - die einzige Antwort, die mir noch bleibt, ist: wenn das alles anders besser waere, warum, warum machen die brunsdummen Milliarden-Unternehmen es nicht? (Hinweis: das mit dem angucken ist allerdings ganz so einfach nicht; das sind "Staatsgeheimnisse". Da kann man nicht einfach mal so gucken kommen ... Leider. Wer das Spreadsheet klauen duerfte, haette als Konkurrent die Oberhand.)

Controlling bedeuten 'vereinfacht', also im weitesten Sinne, Eingaben und Ausgaben 'im Auge zu haben' und 'gegenzurechnen'.

NEIN! Es geht um die Simulierung, was waere, wenn wir mehr Einnahmen haben wollten als wir derzeit haben. Kostenrechnung ist vergangenheitsbezogen, Controlling auch zukunftsbezogen.

Lenin glaubte 1917 auch, der moderne Grossbetrieb brauche keine Unternehmer mehr, "Buchhalter genuegt". Das kam 1990 zu seinem Ende ...

Beides sind erstmal Differenzen bzw. Summen von anderen Zahlen=Daten -- ggf. mit Schlüsseln='Faktoren' bewertet -- und ggf. auch mit 'Ja/Nein' also Faktor 1/0.

Nein. Aber das zu erklaeren beduerfte es Buecher. Selbst Unternehmensforschung/Operations Research ist komplexer. Aber ein guter Controller hat noch ein paar Ecken mehr zu bieten. Ich habe mehrere solche, leider Kette rauchenden, ausgezehrten verkannten Genies kennen gelernt. Um deren Geschwindigkeit in R und S durch Programmierer zu erreichen, braeuchte der ZEHN Programmierer - dann aber haette er keine Zeit zum Erklaeren oder zum Analysieren. Drum braucht er sein Spreadsheet.

Von mir aus auch beliebig tief, über hierarchische Teilsummen und Teilquotienten, welche dann mit 'Referenzquotienten' (auch dynamisch?!) verglichen werden.

Ja, aber dennoch ist das nicht dasselbe. Es scheint echt schwer, das Sozial- und Naturwissenschaftlern, die Datensaetze immer erst im Nachhinein analysieren und dabei nie unter einem solchen Zeitdruck stehen wie ein Unternehmen im Wettbewerb, zu erlaeutern.

Diese Daten sind an sich natürlich dynamisch - weil eben Geschäftsdaten, die sich halt laufend ergänzen.
Sobald die - sicher beliebig komplexen und wie auch immer rekursiven usw. - 'Formeln' aber einmal 'stehen', ist es 'Datenverarbeitung'.

Nein, der aendert zehn Formeln in der Minute! Das ist von Programmierern ohne Spreadsheet nicht zu leisten. Im Uebrigen nehmen Programmierer oft EXCEL zum Prototyping. Aus selbigem Grunde ...

Ich kann mir ABSOLUT vorstellen, dass ein über Jahrzehnte gewachsenes Rechenmodell - hier auf Basis Excel - NICHT so einfach auf Standardsoftware-'xyz' oder eine Spezialsoftware übertragen werden kann - alles o.k. - aber sobald as EINMAL gemacht wurde

Kann es der Controller nicht mehr schnell genug aendern. Alles schon versucht worden. Und gucke da, im naechsten Monat: "Was machen Sie denn da?" "Ich nehme solange EXCEL, bis die Programmierabteilung meine neuen Anforderungen umgesetzt hat". Vergiss es einfach [[freude]] ...

(und ich rede jetzt nicht von LO/OO/.. sondern z.B. von Werkzeugen wie 'R' die Statistiker/Mathematiker/... nutzen,

Ja, aber Controller nicht ... Selbst in forschenden Unternehmen, wo es jede Menge solcher Eierkoepfe gibt.

oder 'Einzelanfertigung' - und der Aufwand ist so gesehen halt 'NRE'/'NRI' - warum soll das nicht gehen?

Weil es nie flexibel genug ist. Gehe hin und belehre die dortjenigen. Ich glaube es Dir nicht ...

nebenbei: Aus identischen Gründen werden Heute noch FORTRAN-Bilbliotheken (und COBOL usw. z.B. in Finanzsektor) die 30/40++ Jahre alt sind genutzt, weil diee einfach 'stabil laufen' und 'getestet sind'!

Ja, das ist fuer die statischen Berechnungen. Controller nehmen EXCEL.

Es würde also zusammengefaßt darum gehen, ein Software zu entwickeln, die auch hochkomplexe und beliebig 'querverknüfte' Formeln+Macros aus EXCEL 'nachbildet', wie auch seitens der Datenmenge 'per Design' für große Datenmengen ausgelegt ist.

Warum? Es gibt EXCEL schon ...[[lach]]

Warum soll das nicht gehen - also warum soll man keinen Excel-Emulator programmieren können? Und ich behaupte NICHT, dass LO(OO/.. 'sowas' sind!

Aha. Es gibt EXCEL und jetzt willst Du es emulieren?

Ob das 'EXCEL-Nachbilden' jetzt seitens Patentrecht usw. kommerziell umzusetzen ist, ist eine andere Frage -- die nicht Teil der Diskussion ist!

Welche Frage war das? - Das würde mich ersthaft interessieren!

Das war die Frage: "koennen Sie mit ihren Scripting-Kenntnissen bitte mal das nachbilden, was ich in EXCEL in der letzten Minute grade gemacht habe" ... Daraufhin gehen Programmierer dem Controller aus dem Wege.

--
Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

Jedem das Werkzeug, das er will!

QuerDenker @, Sonntag, 28.06.2015, 22:33 vor 3857 Tagen @ CrisisMaven 4123 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 29.06.2015, 15:46

Hallo CM,

... hier alle zu meinen scheinen, relationale Datenbanken waeren die
Loesung des Problems [[freude]]

Kommt eben auf die Anwendung an.

Danke, das eBuch kannte ich noch nicht!

Ja, da war ich auf dem falschen Fuss erwischt.

Keine Problem, ich 'hänge' ja auch bisschen, was die 'Vorstellungskraft' angeht, was EXCEL können soll, was andere Software nicht kann, [[freude]]

Aber: auch hier gibt es Stolpersteine.

[..]

Und da sind wir wieder, wo das immer endet: R braucht Kenntnis der
Programmiersprache "S", um fuer einen EXCEL-Power-User das zu leisten, was
er in EXCEL "ohnehin" kann.

Aber wenn der Controller diese 'Lernkurve' geschafft hat, dann wäre er zusätzlich unabhängig vom Betriebssystem - und R läuft ja auch auf Win...

Noch dazu sind diese 'Modelle' dann noch skalierbarer - weil damit auch auf 'Großrechner' übertragbar --- Oder wie würdest Du einen 'Job' unter Excel auf sagen wir mal 1024 'Knoten' parallel rechnen lassen - etwas was R eben auch könnte...

Das mit dem 'schnell mal Formel' ändern geht in EXCEL schneller - akzeptiert!

Schlecht ist OO nicht, habe ich auch nie gesagt. Aber fuer die grossen
Mega-Spreadsheets im Controlling eines Grosskonzerns (noch!) nicht
leistungsfaehig genug. Beispiel fuer den Groessenwahn: EXCEL hatte lange
nur 64k Zeilen, und Calc eine Zehnerpotenz mehr. Dennoch kann OO heute noch
nicht, ohne Systemabbruch, alle 64k Zeilen bearbeiten,

Das war mir nicht bekannt.

... EXCEL schon, wenn
der Computer leistungsfaehig genug ist. Darum allein ging es. Dass R es
auch kann, steht ausser Zweifel. Aber: die Grossunternehmen haben seit z.T.
zwei Jahrzehnten nunmal z.B. VBA-Makros, deren Portierung auf R aufwendig
und nach OO Calc ein Alptraum waere.

So - also Portierungsaufwand (+ Testaufwand!) hoch - hatte ich ja auch argumentiert!

Und große Datenmengen sind eben IMHO nicht unbedingt der 'Zieleinsatz',

für Excel wie OO/LO/...-Calc usw.

Ich redete nicht von grossen Mengen, sondern von komplexen
Entscheidungsbaeumen. Dass diese zufaellig auch mengenmaessig gross sind,
liegt in der Natur der Sache. Mit "Grosse Datenmengen" in Datenbanken sind
aber meist gemeint: unzaehlige gleichstrukturierte (!) Daten. Das ist was
anderes. Das muss man aber halt mal mit eigenen Augen gesehen haben. Und
dem verweigern sich theoretisierende Naturwissenschaftler stets. Drum
steigen sie auch nie ins Controlling auf.

Was läßt sich denn da nicht mit sicher bisschen abstrakten - und ggf.

rekursiven und sonstwie 'verschachtelten' - Datenstrukturen abbilden?

Nein, die sind eben nicht (nur vorhersagbar) rekursiv. Aber Kostenrechnung
ist den meisten ein Buch mit sieben Siegeln.

Das meinte ich ja z.B. mit 'Kennzahlen'.

NEIN! Es geht drum, dass diese laufend dynamisch geaendert werden um in
Bruchteilen von Minuten zu sehen, "was waere, wenn wir den Preis von
Produkt A erhoehen und den von B senken wuerden oder umgekehrt
" Und das
ueber hunderte Gruppen, Filialen, Standorte, Produktgruppen, Waehrungen mit
Umtauschrisiken. Und dann ... mit einem ad hoc eingefuehrten weiteren
Produkt, fuer das vorher kein Feld da war. Geht doch einfach mal gucken!!!

Ich kann mir die Komplexität z.B. einer bei Handelskette, oder bei einem Industriebetrieb mit weltweiten Standorten, schon vorstellen, sehe aber wirklich nur die (weitgehend einmalige) Herausforderung des Abbildens dieser Strukturen. Und ein Datensatz 'Produkte mit Kenndaten' läßt sich auch schnell mal erweitern.

Nein, solche Auswertung ist recht statisch. Vgl. Klimamodelle,

Im Endeffekt erstmal Volumenmodellierung des 'Raumes' und dann 'Interaktion' (spannend!)

soziologische Studien

Eher ein Job für RDBS oder auch 'neuronale Netze' usw.

Das ist einfach.

Die Algorithmen für 'Wetter' sind heute noch immer 'kurzlebig', was 'Vorhersagen' angeht. [[zwinker]]

Controller haben einen schwereren Job!

Ich hatte Mitte der Neunziger mal eine Diskussion mit einem Dozenten fuer

...

auf. So auch hier. Geht hin und schaut's Euch an, zum x-ten Male!!!

Dass das y2k auch viel 'Psychologie' war, wissen wir beide.
Spannender wird es mMn, wenn die in Integer gezählte 'Epoche'-Zeit der UNIX-Rechner 'überläuft' - und dann plötzlich wieder '1970' ist...

NEIN! Es geht um die Simulierung, was waere, wenn wir mehr Einnahmen haben
wollten als wir derzeit haben. Kostenrechnung ist vergangenheitsbezogen,
Controlling auch zukunftsbezogen.

O.k.

Lenin glaubte 1917 auch, der moderne Grossbetrieb brauche keine
Unternehmer mehr, "Buchhalter genuegt". Das kam 1990 zu seinem Ende ...

Interessanter Vergleich. <img src=" />

Nein. Aber das zu erklaeren beduerfte es Buecher. Selbst
Unternehmensforschung/Operations Research ist komplexer. Aber ein guter
Controller hat noch ein paar Ecken mehr zu bieten. Ich habe mehrere solche,
leider Kette rauchenden, ausgezehrten verkannten Genies kennen gelernt. Um
deren Geschwindigkeit in R und S durch Programmierer zu erreichen,
braeuchte der ZEHN Programmierer - dann aber haette er keine Zeit zum
Erklaeren oder zum Analysieren. Drum braucht er sein Spreadsheet.

o.k. - es geht also darum, dass der Konzept/Intuition/? folgend, mit den Date 'spielt'.

Ja, aber dennoch ist das nicht dasselbe. Es scheint echt schwer, das
Sozial- und Naturwissenschaftlern, die Datensaetze immer erst im Nachhinein
analysieren und dabei nie unter einem solchen Zeitdruck stehen wie ein
Unternehmen im Wettbewerb, zu erlaeutern.

Ich verstehe schon, was Du meinst!

Nein, der aendert zehn Formeln in der Minute!

Aber wie ist denn jede der Änderungen dokumentiert - und vor allem wie 'reproduzierbar'? Oder ist das sowas wie 'black magic' des Controllers - etwas, wo jeder seine 'Handschrift'/'Tricks'/.. hat?

Kann es der Controller nicht mehr schnell genug aendern. Alles schon
versucht worden. Und gucke da, im naechsten Monat: "Was machen Sie denn
da?" "Ich nehme solange EXCEL, bis die Programmierabteilung meine neuen
Anforderungen umgesetzt hat". Vergiss es einfach [[freude]] ...

Wie schon erwähnt verstehe ich ja die 'Bedürfnisse' der Controller - also wertfrei ein 'Spielen mit Daten' - aber eben so ein Spiel ist auch 'automatisierbar'.

Aha. Es gibt EXCEL und jetzt willst Du es emulieren?

nice try - aber es geht darum, die Algorithmen zu portieren (und dazu müssen diese 'verstanden' werden und auf eine 'gemeinsame' Ebene portiert werden...

Das war die Frage: "koennen Sie mit ihren Scripting-Kenntnissen bitte
mal das nachbilden, was ich in EXCEL in der letzten Minute grade gemacht
habe"
... Daraufhin gehen Programmierer dem Controller aus dem Wege.

Wieso? Es wird ja ein 'Konzept' dieser dynamischen Änderungen geben. Es wäre also so gesehen auch ein weiteres EXCEL-Sheet denkbar, welches ebendiese Änderungen dynamisch am 'Hauptsheet' vornimmt. <img src=" />


Aber lassen wir den Controllern einfach das EXCEL. [[smile]]

Grüße

QuerDenker

--
10cc: 'communication is the problem to the answer' <img src=" />

Ähhhm...

Rybezahl, Sonntag, 28.06.2015, 23:38 vor 3857 Tagen @ QuerDenker 4052 Views

Aber: auch hier gibt es Stolpersteine.

[..]

Und da sind wir wieder, wo das immer endet: R braucht Kenntnis der
Programmiersprache "S", um fuer einen EXCEL-Power-User das zu leisten,

was

er in EXCEL "ohnehin" kann.


Aber wenn der Controller diese 'Lernkurve' geschafft hat, dann wäre er
zusätzlich unabhänging vom Betriebssystem - und R läuft ja auch auf
Win...

Noch dazu sind diese 'Modelle' dann noch skalierbarer - weil damit auch
auf 'Großrechner' übertragbar --- Oder wie würdest Du einen 'Job' unter
Excel auf sagen wir mal 1024 'Knoten' parallel rechnen lassen - etwas was R
eben auch könnte...

Es geht um die Auswertung der Daten und nicht um die Daten selbst.
Natürlich könnte man auch alles in Nullen und Einsen programmieren. Und dann auch so auswerten.
Das wäre ein echt cooler Typ. [[freude]]
Aber das wäre auch ziemlich unpraktisch. Darum gibt es ja Oberflächen, die die ganze Sache vereinfachen. Und dann ist halt Oberfläche A für manche Sachen besser geeignet als Oberfläche B.

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

Rechnen mit 0+1

QuerDenker @, Montag, 29.06.2015, 09:13 vor 3856 Tagen @ Rybezahl 3979 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 29.06.2015, 09:22

Hallo Rybezahl,

hier steht doch 'rechnen':

Excel auf sagen wir mal 1024 'Knoten' parallel rechnen lassen - etwas

was R eben auch könnte...

Das mit Oberfläche A und B stimmt schon - aber ich kann mir ehrlich nicht ernsthaft vorstellen, dass auch dynamische Algorithmen, die 'Regeln' oder 'Konzepten' oder so folgen, nicht auf 'jegliche Plattform' übertragbar sein sollen.... - Und die Parallelrechnerei, mit sehr vielen Rechnerknoten, ist halt eine 'Domäne' von Unix usw. und nicht vom Arbeitsplatzrechner mit vielleicht aktuellen 'Cores' im Größenordnung 'Dutzend'... [[zwinker]]

Aber, wie ich schon schrieb. Wer meint, dass ein Arbeitsplatzbetriebssystem und eine Arbeitsplatzapplikation, für 'Produktion' von @CM beschriebene 'Simulationen', das Beste sei, der soll es dort machen.
Und wer es lieber auf eine CRAY (oder wenn als 'Baummodell' abbildbar auch URIKA) usw. verlegt (Und damit letztendlich irgendein 'Unix'), der macht es halt dort. [[smile]]

Was natürlich nichts mehr mit dem LO/OO/.. Thema zu tun hat.

Und die Oberfläche C' wäre dann halt als ein 'Frontend', für o.g. 'Konzepte', über R - oder von mir aus auch Andere 'OpenSource' oder 'Kaufprodukten' einer Firma namens Wolfram Research, um eine ohne (Be-)Wertung zu nennen, zu legen.

Viele Grüße

QuerDenker

--
10cc: 'communication is the problem to the answer' <img src=" />

Mathe

Dragonfly @, Montag, 29.06.2015, 09:50 vor 3856 Tagen @ QuerDenker 3969 Views

Und die Oberfläche C' wäre dann halt als ein 'Frontend', für o.g.
'Konzepte', über R - oder von mir aus auch Andere 'OpenSource' oder
'Kaufprodukten' einer Firma namens Wolfram Research, um eine ohne
(Be-)Wertung zu nennen, zu legen.

Mathematiker stehen auf Mathematika (Wolfram Research). Ich war davon nie so begeistert (Lisp aehnlicher Syntax). Ausserdem lief die aus dem Internet gezogene Version nie so richtig gut auf meinem Linux.

Aber kennst Du das? http://www.sagemath.org/

Pythonbasiert. Das gefaellt mir.

Danke

QuerDenker @, Montag, 29.06.2015, 12:10 vor 3856 Tagen @ Dragonfly 3890 Views

Hallo Dragonfly,

Mathematiker stehen auf Mathematika (Wolfram Research).

Auch deswegen meine Referenz auf 'WR' [[zwinker]]
Und es gibt natürlich noch Maple, Matlab usw....

- Ich war davon nie so begeistert (Lisp aehnlicher Syntax).
Ausserdem lief die aus dem Internet
gezogene Version nie so richtig gut auf meinem Linux.

Das ist leider generell das Problem, welches ich sehe, dass sich weiter viel 'Profikaufsoftware' (nichtnur CAD/CAE/CAM usw.) aus dem Unix-Bereich zurückzieht, bzw. immer mit den Versionen 'hinterherhängt'.
Noch vor ein paar Jahren gab es viel mehr 'solche' Software z.B. für Solaris, HP, IBM usw.!

Aber kennst Du das? http://www.sagemath.org/

Nein, aber werde ich mir anschauen - Danke [[lach]]

Pythonbasiert. Das gefaellt mir. [[top]]

Beste Grüße

QuerDenker

--
10cc: 'communication is the problem to the answer' <img src=" />

Ich kann auch was mit Computer

Rybezahl, Montag, 29.06.2015, 12:52 vor 3856 Tagen @ QuerDenker 3921 Views

Danke!

Bin nicht vom Fach. Aber bei Tis-100 bin ich schon bei Level 5. Ganz schön knifflig.

[[freude]] [[freude]] [[freude]]

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

Danke für den Link! Ist doch schön zu sehen, dass Redmond an R denkt.... ;-) (oT)

QuerDenker @, Montag, 29.06.2015, 09:20 vor 3856 Tagen @ Dragonfly 3896 Views

- kein Text -

--
10cc: 'communication is the problem to the answer' <img src=" />

Der Grund ist voellig trivial

Dragonfly @, Sonntag, 28.06.2015, 15:52 vor 3857 Tagen @ CrisisMaven 4557 Views

... zu meinem Missfallen sind saemtliche grosse Mengen Daten
verarbeitenden Desktop-Programme der Open-Source-Bewegung untauglich zum
... Bearbeiten grosser Datenmengen.

Du benutzt ein Spreadsheet, obwohl Du eigentlich eine Datanbank benutzen solltest.

https://news.ycombinator.com/item?id=9647323
https://news.ycombinator.com/item?id=7803830


Wenn Du mit einem Pferd statt einem Kamel durch die Wueste reitest, darfst Du Dich auch nicht beschweren, wenn das Pferd zusammenbricht.

Nun ja, da bin ich nicht alleine ...

CrisisMaven ⌂ @, Sonntag, 28.06.2015, 16:16 vor 3857 Tagen @ Dragonfly 4531 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 28.06.2015, 16:20

... Bearbeiten grosser Datenmengen.

Du benutzt ein Spreadsheet, obwohl Du eigentlich eine Datenbank benutzen solltest.

... denn: die Daten stammen ja aus Datenbanken (heutzutage meist SAP/Oracle etc.). Warum laedt der Controller sie denn dann in EXCEL, Crystal Reports usw., wenn das mit der DB so einfach waere?

Kleiner Hinweis: Naturwissenschaftler haben i.d.R. wesentlich homogenere, wenn auch groessere Datenmengen, zu bewaeltigen.

Gilt in der Gentechnik genauso wie in der Wettermodellierung, finite Elemente im Automobilbau und wo sonst auch immer.

Diese sind nicht vergleichbar mit Entscheidungsmodellen im Controlling.

--
Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

Da faellt mir ein Witz ein

Dragonfly @, Sonntag, 28.06.2015, 16:33 vor 3857 Tagen @ CrisisMaven 4586 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 28.06.2015, 17:42

Eine Gruppe Kannibalen wird in einem Unternehmen eingestellt. Bei der Vorstellung beim Geschäftsführer sagt dieser: "Ihr bekommt ein tolles Gehalt und habt hier eine Kantine, könnt Euch normal ernähren, lasst bitte die Finger von den Mitarbeitern. OK?". Nach vier Wochen kommt der Geschäftsführer auf den Anführer der Kannibalen zu und meint: "Ihr macht einen super Job, nur ist die Putzfrau verschwunden. Habt Ihr irgendwas damit zu tun?" Der Chef der Kannibalen ruft seine Truppe zusammen, die einstimmig verneint. Nachdem der Geschäftsführer weg ist richtet sich der Chef der Kannibalen nochmals an seine Gruppe und fragt: "Wer von Euch hat die Putzfrau gefressen?" Eine leise Stimme aus dem Hintergrund meldet sich: "Ich". Worauf der Chef Wut entbrannt tobt: "Das kann ja wohl nicht wahr sein, seit vier Wochen ernähren wir uns von Controllern und Projektbeauftragten und kein Schwein merkt etwas und Du Depp musst die Putzfrau fressen!"

... denn: die Daten stammen ja aus Datenbanken (heutzutage meist
SAP/Oracle etc.). Warum laedt der Controller sie denn dann in EXCEL,
Crystal Reports usw., wenn das mit der DB so einfach waere?

Weil das den Kontroller ueberfordert und er Klicki Klicki Bunti will?
Notfalls kannst Du mit ner Kruecke eine Bruecke machen:
http://www.jedox.com/en/

Diese sind nicht vergleichbar mit Entscheidungsmodellen im Controlling.

Mir faellt nichts ein, was Du mit einem Spreatsheet machen kannst, was Du nicht auch mit einer Datenbank machen koenntest. (Plus Python oder so was).Es stellt nur hoehere Ansprueche an den Benutzer. Aber es gibt auch Leute, die wollen mit Excel HFT machen. Jedem das Seine.

Aber wenn es unbedingt ein SS sein muss:

PlanMaker 2016 unterstützt jetzt Arbeitsblätter mit 1 Million Zeilen und 16384 Spalten. Wer es braucht, macht meiner Meinung nach etwas fundamental falsch, aber die neue Linux Version sollte in Kuerze folgen.

Der Witz ist, dass DU intellektuell nicht in der Lage bist, das Problem zu erfasssen ...

CrisisMaven ⌂ @, Sonntag, 28.06.2015, 16:40 vor 3857 Tagen @ Dragonfly 4672 Views

... was ziemlich viele Deiner Antworten auf meine Fragen kennzeichnet (z.B. die Unfaehigkeit, mit vierten Potenzen umzugehen usw.).

Weil das den Kontroller ueberfordert und er Klicki Klicki Bunti will?

Nein, weil DU das Problem nicht verstehst. Sonst waerst DU gut verdienender Controller und nicht TOEFL-Lehrer ...

DU hast behauptet, ich verwende ein Pferd, wo ein Kamel angemessen waere.

Geschrieben hatte ich, dass die Controller sehr wohl ein Kamel verwenden, heisst EXCEL, und bloss das Pferd, heisst Open Office, verschmaehen.

Wenn Du das schon nicht verstehst, kann der daraus abgeleitete Ratschlag halt auch nicht zur Loesung des gar nicht vorhandenen Problems beitragen. Schuster, bleib' bei Deinen Leisten ...

--
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Ich erblasse

Dragonfly @, Sonntag, 28.06.2015, 16:54 vor 3857 Tagen @ CrisisMaven 4615 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 28.06.2015, 17:38

vor der Weisheit eines CM. Dabei wollte ich Dir wirklich helfen.

... was ziemlich viele Deiner Antworten auf meine Fragen kennzeichnet (z.B.
die Unfaehigkeit, mit vierten Potenzen umzugehen usw.).

Wo habe ich damit ein Problem? In der Naturwissenschaft faellt mir spontan nur das stefan boltzmann Strahlungsgesetz ein. Aber wenn Du so ein Tausendsassa in der Mathematik bist, schicke ich Dir gerne ein Frage per PM. Geht um die Berechnung einer Oberflaeche.

Weil das den Kontroller ueberfordert und er Klicki Klicki Bunti will?

Nein, weil DU das Problem nicht verstehst. Sonst waerst DU gut
verdienender Controller und nicht TOEFL-Lehrer ...

Ich bin kein TOEFL Lehrer. Tatsaechlich unterrichte ich (u.a. aus Visatechnischen Gruenden) etwas Chemie nebenher. Hat den Vorteil von knapp 4 Monaten Urlaub.

Ich koennte Dir sagen, was ich dieses Jahr netto mache, Du wuerdest es mir aber nicht glauben. Das wuerde ich als Controller in einem Unternehmen niemals verdienen. Da muesste ich schon Chefcontroller in einem sehr grossen Unternehmen sein. Ich kenne Controller in guten Postionen im Mittelstand. Die verdienen OK, aber da mache ich Netto etwas mehr als die Brutto. Danke, ich passe!

DU hast behauptet, ich verwende ein Pferd, wo ein Kamel angemessen waere.

Ich kenne nicht Deine Exakte Anwendung, Erfahrungsgemaess, und darauf spielten auch die Links an, verwenden die Leute das Falsche Arbeitswerkzeug wenn sie sich ueber "zu wenige Zellen" oder so was bei Excel beschweren.

Geschrieben hatte ich, dass die Controller sehr wohl ein Kamel verwenden,
heisst EXCEL, und bloss das Pferd, heisst Open Office, verschmaehen.

Beides sind Spreadsheets und beide das falsche Werkzeug um mit grossen Datenmengen zu arbeiten. Ich mag OO auch nicht und benutze ggf. Softmaker/Planmaker, bei grossen Datenmengen greift der Profi aber zur Datenbank. Wird schon seinen Grund haben, warum SAP ihr SAP nicht als Excel Plug-In programmiert haben.

Wenn Du das schon nicht verstehst, kann der daraus abgeleitete Ratschlag
halt auch nicht zur Loesung des gar nicht vorhandenen Problems beitragen.
Schuster, bleib' bei Deinen Leisten ...

Jaja. Ist gut.

Sorry, Massendaten gehören wirklich in eine Datenbank, nicht ins Spreadsheet!

Olivia @, Sonntag, 28.06.2015, 19:54 vor 3857 Tagen @ CrisisMaven 4290 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 28.06.2015, 20:02

Ich hätte den Controller erschlagen, wenn er mir so etwas gebracht hätte.

Aber das Spread-Sheet verstehen die meisten wenigstens noch. Das wird wohl genau der Punkt sein. Die meisten Programme haben Schnittstellen dazu und man haut es einfach "rein". Selbst mein Wirtschaftsprüfer transferiert die Daten inzwischen ins Excel..... Ohhhh, das schaut vielleicht aus...... ***ggg***

Kann aber in jeder Abteilung gelesen werden. Und die Datenmengen sind relativ begrenzt.

Aber Massen-Daten in Tabellen? Na, hoffentlich haben sie wenigstens einen Schreibschutz drauf, sonst kann jede "unbedachte" Bewegung zu einer Veränderung der Ergebnisse führen. Ganz speziell bei den super-sensiblen Geräten, wo man ja fast mit einer unbewußten Handbewegung irgend eine Funktion auslöst.

Das graust mir ja davor, wenn ich so etwas höre.

Und was die Microsoft-Programme betrifft, natürlich sind die komfortabler und umfassender. Selbstredend! Die Frage ist, wer das alles wie oft wirklich benötigt!

Ich war viele Jahre ein MS Office Fan. Irgendwann hat mich das ganze Drumherum einfach abgestoßen. Vor lauter Datenschutz und Nummern und was auch immer konnte man sich kaum noch bewegen.

Inzwischen habe ich das Office, wie gesagt wieder auf einigen Rechnern. Es hat mir einfach gefallen. Und man kann es sowohl auf dem PC als auch auf dem Tablett laufen lassen, weil es eine identische Lösung für Tabletts gibt.

Aber wie gesagt, die meisten Leute "meinen" nur, dass sie es wirklich brauchen. Wenn man Spaß daran hat...... warum nicht? :-)))) Man gönnt sich ja sonst nixxxx.

--
For entertainment purposes only.

Ich redete nie von Massendaten in Tabellen. Ich redete von vielen EINZELdaten und wendete mich an des Lesens Kundige ... (oT)

CrisisMaven ⌂ @, Sonntag, 28.06.2015, 20:10 vor 3857 Tagen @ Olivia 4141 Views

- kein Text -

--
Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

Du liest also auch nicht, was @CM schreibt

Zarathustra, Sonntag, 28.06.2015, 20:12 vor 3857 Tagen @ Olivia 4241 Views

Der Controller wird bestimmt nicht irgendwelche Sachbearbeiter an seine Sheets heranlassen. Wie kommst Du denn auf sowas?
Der Controller verwendet Excel zur Auswertung einer und vor allem mehrerer Datenbanken, weil er das mit Excel eben kann und mit einer Datenbank nicht. Ist das so schwer zu verstehen?

Linux

Domac @, Sonntag, 28.06.2015, 19:12 vor 3857 Tagen @ CrisisMaven 4291 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 28.06.2015, 19:34

Also wir hatten auf der Arbeit auch eine große Excel-Tabelle, die nachweisbar falsch gerechnet hat. Die IT-Abteilung wusste auch keinen Rat.
Das als Anmerkung.

Privat ist es so, dass ich weder die Leistungsfähigkeit von der MS Suite noch anderen Win-Only-Programmen benötige.
Mein Bruder als (Web-)Designer für Printwerbung und anderes hat als freischaffender Künstler den Sprung weg von Apple gewagt. Das fand ich stark.
Er begründete es damit, dass alles nach 10.6 unprofessionell und die Hardware immer unzuverlässiger sei. Eine weitere Gewichtung war das Weg von Adobe und dem neuen Abo-Lizenzsystem.

Er arbeitet nun unter SuSE mit Inkscape, Scribus, Gimp, ua.- er meint die Hunderte EUR an Adobe kann er auch an die Scribus-Macher spenden mit der Bitte um Implememtierung und Erweiterung. Er bietet auch seine Fachkenntnisse an, zum Beispiel zum Testen.
Hut ab!


GrüßeD

Farbpaletten

Dragonfly @, Sonntag, 28.06.2015, 19:18 vor 3857 Tagen @ Domac 4162 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 28.06.2015, 19:36

Er arbeitet nun unter SuSE mit Inkscape, Scribus, Gimp, ua.- er meint die
hunderte EUR an Adobe kann er auch an die Scribus Macher spenden mit der

Ja. Das sind alles top Programme (Xara XL fehlt vielleicht noch).
Aber GIMP hatte damals Probleme mit gewissen Farbpaletten (CMYK). Ging nur komplex via Plug-In und so. Als ich mal einen Druck "Grossauftrag" rausgeben musste, waere es mir zu heiss gewesen, mich da auf GIMP zu verlassen.

Es ging ausschliesslich um EXCEL vs. Open Office "Kalk" ...

CrisisMaven ⌂ @, Sonntag, 28.06.2015, 20:16 vor 3857 Tagen @ Domac 4217 Views

Also wir hatten auf der Arbeit auch eine große Excel-Tabelle, die nachweisbar falsch gerechnet hat. Die IT-Abteilung wusste auch keinen Rat.

Ja, waehrend alle individuell programmierten Anwendungen in R immer auf Anhieb fehlerfrei rechnen ... [[freude]] [[zwinker]] [[top]]

freischaffender Künstler den Sprung weg von Apple gewagt. Das fand ich stark.
Er arbeitet nun unter SuSE mit Inkscape, Scribus, Gimp, ua.-

Kann er damit EXCEL im Controlling ersetzen? [[freude]]

Allein darum ging es doch bei meinem Bedauern, an Windows "gekettet" zu sein ...

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Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

Wenn Du ein paar Groschen uebrig hast

Dragonfly @, Sonntag, 28.06.2015, 16:18 vor 3857 Tagen @ Domac 4411 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 28.06.2015, 16:38

Libre Office

Dann kauf Dir lieber Softmaker fuer Linux.

Neben Opera und Firefox wuerde ich mir Chromium installieren.

Skype gibt es auch.

Sobald Du Dich etwas mehr auskennst, schadet es nicht, proprietaeren Programmen wie Skype mit app armor einen Maulkorb zu verpassen.

Lade dir Sip-Apps statt Skype drauf! :-))) - Sipgate!

Olivia @, Sonntag, 28.06.2015, 20:07 vor 3857 Tagen @ Dragonfly 4218 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 28.06.2015, 20:19

Habe seit 10 Jahren die Telefonanlage über Sipgate laufen. Seit dem ersten Tage eine super Qualität, weltweit nutzbar und nicht so ein Gefrette wie Skype.

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For entertainment purposes only.

Open Source SW hatte wohl letztlich finanzielle Engpässe

Olivia @, Sonntag, 28.06.2015, 19:23 vor 3857 Tagen @ Domac 4276 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 28.06.2015, 19:38


Firefox oder Opera
Thunderbird Mail
Libre Office
VLC

Dann wird der nächste Schritt sein, Debian zu installieren.

Grüße, D

...................

Ich arbeite seit langem mit diesen Open Source Programmen, weil sie sehr zuverlässig sind. Nach dem Kauf von MS Office 2010, einem Computer-Absturz und der Tatsache, dass ich anschließend durch ewige Warteschlangen hätte wandern müssen, um meine gekaufte SW wieder zu installieren, habe ich MS Office rausgeworfen und mit Open Office, Thunderbird und Lightning gearbeitet.

Im Zusammenhang mit den Tablets habe ich mich dann doch wieder zu einer Office-Version von Microsoft entschieden. Allerdings nur, weil Open Office noch keine platzsparende Version für Tablets hatte. Die vorhandene brauchte unendlich viel Zeit. Ich hatte mir auch extra neue Windows-Tablets zugelegt, weil ich damit zumindest so, wie mit dem PC auf die Drucker zugreifen kann. Das ist bei Android ein Riesenproblem, denn die Hersteller wollen ALLES über die Cloud drucken. Gut, letzte SW-Pakete zum internen Drucken existieren noch, aber......

Es ist widerlich. Der Drucker steht im Nebenzimmer und du sollst über die Cloud von HP oder Epson oder was auch immer drucken.

Gut, jetzt haben wir die "anderen" Probleme.

Meine Datenspeicherprobleme habe ich inzwischen "gelöst". Das Netz hat wohl noch letzte SW-Pakete für W7 da. Auch einen Audible-Manager habe ich noch auftreiben können (nicht bei Amazon). Mit diesem kann man noch Pfade eingeben, wo die Hörbücher gespeichert werden sollen. Die Amazon-Musik-App erlaubt noch das Speichern in MP3, und einige andere App-Hersteller erlauben auch das Speichern der Daten in normalen Verzeichnissen.

Die W7-App für Audible ist auch geändert. Man kann zwar herausfinden, wo die Daten gespeichert sind, aber bisher habe ich noch keine Möglichkeit gefunden, den Speicherpfad zu ändern. Immerhin konnte ich die Daten auf ein anderes Laufwerk sichern. Nun öffnet Calibre die Daten aus dem mobilen Speicher und "trägt" sie zur Amazon-App, damit ich auch lesen kann. Nun gehöre ich wirklich genau zu den Leuten, die nicht klauen. - Völlig absurdes Theater.

Nachdem ich mir in den letzten Tagen für alle meine PCs Windows 10 reserviert habe, werde ich nun mal die Updates stoppen. Denn das, was da kommt, scheint doch keinen großen Spaß zu machen.

Im übrigen gehöre ich zu den Personen, denen das letzte automatische W8-Update das System erhängt hat. Gut mit etlicher Arbeit und Neuinstallation nach einem Refresh liefs wieder. Allerdings hat mir dann Norton auf einem der Rechner wohl die Registry zerschossen. Inzwischen bietet Chip eine SW für/oder gegen die die Schäden des Updates an. Für mich leider zu spät.

Ah.... zur Überschrift. - Letztlich kamen viele Bitten um Spenden von den OS Anbietern. Möglicherweise werden denen jetzt ordentlich Stolpersteine in den Weg gelegt. Hoffen wir mal, dass sie bleiben. Immerhin sind sie eine Alternative.

Das sehr abgespeckte Programm "Write" für Windows-Tabletts bietet eine ganze Reihe sinnvoller Schnittstellen und die Möglichkeit, den Speicherort der Dateien selbst festzulegen.

Schauen wir mal, wie es weiter geht.

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Mach mal Pause/auch@CM

Isländer @, Montag, 29.06.2015, 02:34 vor 3857 Tagen @ Domac 4193 Views

Dann wird der nächste Schritt sein, Debian zu installieren.

Grüße, D


Mach mal Pause
und denke an Dein krankes Herz.


Heißer Tipp aus dem kalten Norden:

https://www.youtube.com/watch?v=1S1fISh-pag


Feix
Isländer

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Alle meine Beiträge stelle ich unter Vorbehalt zukünftiger Erkenntnisse.
Die Zeiten des direkten Beweises sind vorbei.
18tm4vxxbKH878xhLWGMhdhtx3rJ16Jc2P

Danke für die sachdienlichen Hinweise :-)))

Olivia @, Sonntag, 28.06.2015, 20:10 vor 3857 Tagen @ Olivia 4245 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 28.06.2015, 20:20

Die Speicherorte sind inzwischen wieder unter meiner Kontrolle!

Noch gibt es eine bereits modifizierte W7 Kindle-App im Netz! Noch gibt es auch eine originale Audible-Manager-App im Netz. Die beiden Dinge werden zusammengelegt und speichern von da an, wo sie wollen.

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For entertainment purposes only.

Hi Olivia

Dragonfly @, Montag, 29.06.2015, 04:06 vor 3857 Tagen @ Olivia 4245 Views

Die Speicherorte sind inzwischen wieder unter meiner Kontrolle!

Glueckwunsch. Das ist auch besser so:

http://www.nytimes.com/2009/07/18/technology/companies/18amazon.html

http://www.theguardian.com/money/2012/oct/22/amazon-wipes-customers-kindle-deletes-account

http://arstechnica.com/gadgets/2012/10/drm-be-damned-how-to-protect-your-amazon-e-books...

Betreffend Windows, Linux, Android and Tablets moechte ich Dir diese deutsche Software empfehlen: http://softmaker.de/

Gruss DF

Danke für die Links - Sowas habe ich befürchtet....

Olivia @, Montag, 29.06.2015, 19:09 vor 3856 Tagen @ Dragonfly 3964 Views

Die Speicherorte sind inzwischen wieder unter meiner Kontrolle!

Glueckwunsch. Das ist auch besser so:

http://www.nytimes.com/2009/07/18/technology/companies/18amazon.html

......................

Auch Danke für den Hinweis auf Softmaker. Das macht einen guten Eindruck und ist plattformübergreifend. Werde ich mir demnächst anschauen. Es ist wirklich eine sehr schlechte Idee, alles bei einem Hersteller zu kaufen.

Ich hoffe doch sehr, dass die Europäer irgendwann wirklich "aktiv" werden in diesem Bereich. Immerhin kann man inzwischen ganz gut mit Ixquick arbeiten. Das ist auch erfreulich.

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