Finnland beschließt das Bedingunslose Grundeinkommen

Ikonoklast @, Donnerstag, 25.06.2015, 12:25 vor 3861 Tagen 10734 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 25.06.2015, 13:47

Hallo zusammen,

ich habe gerade den Link bei fefe gesehen.

Finnland wagt nun den Schritt zum Bedingungslosen Grundeinkommen, die Vorschläge gehen von 440 € (Hartz IV Plus) bis 1100 €. Die Helsinki Times rechnet vor, um Armut wirklich zu bekämpfen müsste das Grundeinkommen bei 1166 € monatlich liegen.

Chance oder Totengräber, wie seht Ihr das?

--
Grüße

---

... and girls of course!

[image]

Kommt auch in anderen Ländern

Ankawor, Donnerstag, 25.06.2015, 13:06 vor 3861 Tagen @ Ikonoklast 8857 Views

Hallo Zusammen,

ich habe gerade den
Link
bei fefe gesehen.

Finnland wagt nun den Schritt zum Bedingungslosen Grundeinkommen, die
Vorschläge gehen von 440 € (Hartz IV Plus) bis 1100 €. Die Helsinki
Times rechnet vor, um Armut wirklich zu bekämpfen müsste das
Grundeinkommen bei 1166 € monatlich liegen.

Chance oder Totengräber, wie seht Ihr das?

Das BGE ist unvermeidbar. Siehe auch den Faden vom Schurken und andere Fäden zur Automatisierung und zur immer schnelleren Übernahme der Arbeit an sich durch Roboter und Elektronik.

Zum BGE muss es natürlich wieder Grenzen geben und das Ende der Freizügigkeit. Sonst sieht man mich diesen Sommer auf dem Fahrrad Richtung Finnland. Denn das erste, auf das ich verzichten kann, ist arbeiten

[[freude]] [[freude]] [[freude]] [[freude]]

Abhängigkeit

Falkenauge @, Donnerstag, 25.06.2015, 18:06 vor 3860 Tagen @ Ankawor 7276 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 25.06.2015, 18:48

Das BGE ist unvermeidbar. Siehe auch den
Faden vom
Schurken
und andere Fäden zur Automatisierung und zur immer
schnelleren Übernahme der Arbeit an sich durch Roboter und Elektronik.

Das BGE ist unbedingt zu vermeiden, da es die Ursachen der Arbeitslosigkeit nicht beseitigt und das kapitalistische Ausbeutungssystem unangetastet lässt.
Der BGE-Empfänger hängt dann noch mehr als jetzt schon am existenziellen Abhängigkeit-Tropf des kapitalistische Almosen verteilenden Sozialstaats - eine unwürdige Gesellschaft von Sklaven, die sich für frei halten.

Richtig ist, dass durch die Automatisierung die Arbeitslosigkeit weiter enorm steigen wird. Die anschwellende Automatisierung menschlicher Handarbeit durch Maschinen ist jedoch an sich kein Unglück, im Gegenteil. Die Menschen werden dadurch vielfach von der Fron körperlicher Arbeit befreit. Sie werden frei für höhere, kulturelle Bedürfnisse, die sie bisher unterdrücken mussten oder die sich noch gar nicht in ihnen regen konnten. Und sie werden frei, ihre Fähigkeiten zur Befriedigung solcher Bedürfnisse Anderer einzusetzen. Wir stehen eigentlich in einem gewaltigen historischen Umbruch der Verlagerung menschlicher Arbeit auf eine höhere menschliche Ebene. Und die Frage stellt sich, wie das zu organisieren und zu finanzieren ist.

Die Fähigkeiten, die in der Wirtschaft gebraucht werden, werden in den Schulen und Hochschulen des Bildungswesens, dem Kern und der Quelle des Geistes- und Kulturlebens, entwickelt und ausgebildet. Natürlich werden sie in den Betrieben weiter spezialisiert, setzen aber ihre Grundlegung voraus. Die Wirtschaft lebt also von dem, was im Geistesleben entwickelt worden ist. Und ihre Gewinne sind ohne die in Schulen, Fachhochschulen und Universitäten gebildeten Fähigkeiten der Menschen, ohne die damit entwickelten und konstruierten Maschinen und die Durchrationalisierung der betrieblichen Abläufe nicht denkbar.

Daher müssten die Unternehmen auch einen Teil ihrer Gewinne direkt an das Geistes- und Kulturleben abgeben, nicht nur als Gegenleistung für das bisher Erhaltene, sondern auch zur Weiterentwicklung des Bildungswesens in der Zukunft, von der die Unternehmen in ihrer eigenen Existenz und Entwicklung selber abhängig sind. Dies umso mehr, als durch die Automatisierung Personalkosten in erheblichem Umfang weggefallen sind und weiter wegfallen, an deren Stelle die Investitionen für die Maschinen nur einen Bruchteil ausmachen….

Durch den Über-Fluss des wirtschaftlichen Gewinnes an das Kulturleben können dort in zunehmendem Maße Einkommen für die im Wirtschaftsleben freigewordenen und jetzt nach sozialer und kultureller Fähigkeitsentfaltung strebenden Menschen finanziert und die Arbeitslosigkeit längerfristig stark reduziert, letztlich ganz abgebaut werden.

Die Wirtschaft müsste am Schaffen von Arbeitsplätzen im Kulturleben selber ein hohes Interesse haben, denn Arbeitslose kaufen nicht viel und Roboter überhaupt nicht.

Der Begriff der Arbeitslosigkeit ist ein systemimmanent eingeengter, manipulativer Begriff.

Die Finnen sind ja nicht blöd. Alles einer der letzten Netto-Zahler mit uneingeschränkter Kreditwürdigkeit

Philip Marlowe @, Location: Europe's Paymaster, Donnerstag, 25.06.2015, 15:29 vor 3860 Tagen @ Ikonoklast 8450 Views

in der Eurozone (neben den Niederlanden, Österreich und Deutschland), stellt man halt schon einmal die Weichen, selber zum EU-Transferempfänger zu werden.

Statt das Geld in den Moloch "Eurozone" zu werfen, verteilt man es lieber an die eigene Bevölkerung.

Und jetzt ratet mal, bei welchem der genannten Länder genau dieses zuletzt geschehen wird?

Gruß,
Phil.M.

Hehe, exakt das ist mir vorhin beim Lesen auch durch den Kopf gegangen, (oT)

thrive @, im grünen Herz des Wahnsinns, Donnerstag, 25.06.2015, 17:03 vor 3860 Tagen @ Philip Marlowe 6480 Views

- kein Text -

Wie machen die Finnen das mit der Mathematik?

BerndBorchert @, Donnerstag, 25.06.2015, 18:21 vor 3860 Tagen @ Ikonoklast 7320 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 25.06.2015, 18:34

In Deutschland würde das BGE bei sagen wir 500 Euro im Monat und 50 Millionen Erwachsenen 300 Mrd. Euro im Jahr kosten (6.000 mal 50). Das ist der gesamte Bundeshaushalt.

Gilt in Finnland ein anderes Einmaleins?

Bernd Borchert

Genau rechnen

Orlando ⌂ @, Donnerstag, 25.06.2015, 18:37 vor 3860 Tagen @ BerndBorchert 7327 Views

Das ist
der gesamte Bundeshaushalt.

Noch die Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung dazunehmen - und die gesamten Sozialleistungen der Länder und Gemeinden. Und von den Personalausgaben der öffentlichen Haushalte können dann mindestens 50% entfallen - von dort dürfte auch der Hauptwiderstand kommen.

Hat bestimmt schon mal einer ausgerechnet.

Aber 500 EUR ist zu wenig, 750 müssten es mindestens sein.

Das ist das Tolle am BGE: Es einigt die Menschen zu einer wirklich großen und brüderlichen Familie

Mephistopheles @, Datschiburg, Donnerstag, 25.06.2015, 19:38 vor 3860 Tagen @ Orlando 7118 Views

Aber 500 EUR ist zu wenig, 750 müssten es mindestens sein.

Und alle, alle sind sich einig:

Das ist zu wenig!

Und sehr stellt sich dann die Frage:

Ja, wenn sich alle einig sind, warum haben wir das BGE dann nicht schon lange?

Und bald stellt sich heraus:

Das liegt daran, dass wir eben doch keine wirkliche Demokratie sind!

Und über kurz oder lang kommt es dann doch noch so weit, und es gibt das BGE, natürlich viel zu wenig, aber das war ja von vorneherein klar.

Aber dann jedoch, wenn das BGE da ist, dann werden die Gesichter lang und länger bei den Kämpfern für das BGE, nämlich dann, wenn sie feststellen, dass sie selber es sind, die das BGE bezahlen dürfen.

Aber Falkenauge ist da schon weiter, und nur er kennt die Lösung:

Man muss es den Unternehmern nehmen, und zwar vom Gewinn!

Die schreien zwar, Falkenauge zu Gefallen, Zeter und Mordio, aber dann schließlich lassen sie sich die schönen Gewinne doch widerstandslos nehmen und
erhöhen in ihrer Bösartigkeit einfach die Preise!
Weil Unternehmen im Prinzip keine Steuern bezahlen.

Damit hat aber auch niemand nicht gerechnet, so was aber auch.

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Entstellung

Falkenauge @, Donnerstag, 25.06.2015, 20:58 vor 3860 Tagen @ Mephistopheles 6477 Views

Falkenauge[/link]

ist da schon weiter, und nur er kennt die Lösung:

Man muss es den Unternehmern nehmen, und zwar vom Gewinn!

Die schreien zwar, Falkenauge zu Gefallen, Zeter und Mordio, aber dann
schließlich lassen sie sich die schönen Gewinne doch widerstandslos
nehmen und
erhöhen in ihrer Bösartigkeit einfach die Preise!
Weil Unternehmen im Prinzip
keine Steuern
bezahlen.

Gruß Mephistopheles

Das ist aber eine Entstellung, Mephisto, ich habe nicht geschrieben, "es (das BGE) den Unternehmern zu nehmen". Ich habe mich ja entschieden gegen den Unsinn des BGE ausgesprochen und mich für ein gesamtgesellschaftliches Denken eingesetzt, indem von den horrenden Unternehmensgewinnen Teile in das Kultur-Bildungswesen fließen müssten, dem man alles Know-how verdankt, um dort bezahlbare Arbeitsplätze zu schaffen. Aber mit dem Lesen und Verstehen ist das so eine Sache.

Gruß
Falkenauge

Finger in die Wunde

LLF @, Freitag, 26.06.2015, 00:23 vor 3860 Tagen @ Falkenauge 5878 Views

Das ist aber eine Entstellung, Mephisto, ich habe nicht geschrieben, "es
(das BGE) den Unternehmern zu nehmen". Ich habe mich ja entschieden gegen
den Unsinn des BGE ausgesprochen und mich für ein gesamtgesellschaftliches
Denken eingesetzt, indem von den horrenden Unternehmensgewinnen Teile

Die Umsatzrendite liegt in vielen Branchen bei 1-2%.

in das Kultur-Bildungswesen fließen müssten, dem man alles Know-how

Das Bildungswesen ist hochgradig hierarchisch organisiert. Wenn man die Gehälter im Bildungswesen um 10% erhöht, würde der W4-Professor 132.000 statt 120.000 Euro jährlich und der Drittel-Doktorand 440 statt 400 Euro monatlich bekommen. Mit einem Grundeinkommen würde eine (ansatzweise) nicht-hierarchische Gesellschaft entstehen.

Zahlenvergleiche: (mL)

DT @, Freitag, 26.06.2015, 07:59 vor 3860 Tagen @ LLF 6450 Views

Was sollen denn das für Zahlen sein? Ein Monatsnettogehalt eines "Dritteldoktoranden" mit dem BruttoJAHRESgehalt eines "W4-Professors" (was soll das denn sein?) zu vergleichen, mit völlig aus den Luft gegriffenen Zahlen?

Hier die Realität:

http://www.dbb.de/fileadmin/pdfs/einkommenstabellen/besoldungsteile/gg_NW_140101.pdf

Dort sieht man (und jetzt werden Bruttomonatsgehälter mit einander verglichen):

W3 Professor Gehalt monatlich: 5795,13 EUR, macht als Jahresbruttogehalt 69541,56 EUR.

Doktorandengehälter variieren je nach Fach zwischen halber (Naturwissenschaften) und ganzer (Ingenieure) E13 Stelle (monatlich 3438,28 EUR).

http://www.dbb.de/fileadmin/pdfs/einkommenstabellen/150328_entgelttabelle_tvl_vorlaeufi...

Macht also als Bruttojahresgehalt zwischen 20629,68 und 41259,36 EUR.

Jetzt muß man noch beachten, daß beim TV-L die Sozialabgaben abgehen,
Steuern müssen beide bezahlen, das kann man dann mit dem Brutto-Netto-Rechner
vergleichen.

http://www.brutto-netto-rechner.info/

Es ist also völliger Humbug, 400 EUR (angebliches netto Monatsgehalt, nach allen Abzügen) angeblichen 120000 EUR (vermutlich brutto Jahresgehalt) gegenüberzustellen.

Ein "Dritteldoktorand" hätte nach der TV-L Tabelle 1146 EUR, und davon werden sicherlich nicht mehr als die Hälfte für Steuern und Abgaben abgezogen.

Wie ein "W4-Professor" (was ist das?) auf ein Jahresbruttogehalt von 132000 EUR kommen soll, ist auch nicht erläutert.

DASS der Professor (nehmen wir mal die realen Bruttomonatsgehälter) mit 5795 EUR pro Monat mehr als der Doktorand (nehmen wir hier mal realistischerweise eine 3/4 Stelle an, somit 2578 EUR bekommt, hängt wohl damit zusammen, daß der Professor vermutlich einiges mehr leisten mußte, um auf seine Stelle zu kommen, und wohl einiges mehr an Erfahrung und Aufgaben hat.

Schon jetzt dürfte das deutsche System beim Verhältnis von Professorengehalt zu Doktorandengehalt eines der unhierarchisten Systeme der Welt sein, denn wir reden bei den Zahlen gerade einmal vom Verhältnis 2:1.

http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/professorengehaelter-klage-gegen-besoldungsreform...

Bei den W2-Professoren sieht es noch düsterer aus, dort beträgt das MonatsBRUTTOgehalt gerade einmal 5246,40 EUR pro Monat.

Man vergleiche das einmal mit den Gehältern von Bankangestellten oder Chemiefacharbeitern.

Wir haben uns also bereits der DDR und dem "real existierenden" Sozialismus angenähert, wo Schichtarbeiter in Kombinaten genausoviel oder sogar mehr verdienen konnten wie Professoren oder Ärzte.

In anderen Ländern sieht es völlig anders aus.
Hier die Vergleichstabelle:

http://www.nzz.ch/schweiz/zahltag-an-der-uni-1.16961100

In der Schweiz: 17000 sfr pro Monat, also ca 17000 EUR beim derzeitigen Wechselkurs. Selbst kaufkraftbereinigt ist das mehr als doppelt soviel wie in Deutschland.

[image]

[image]


Zitat aus dem Vorposting:

Das Bildungswesen ist hochgradig hierarchisch organisiert. Wenn man
die Gehälter im Bildungswesen um 10% erhöht, würde der W4-Professor
132.000 statt 120.000 Euro jährlich und der Drittel-Doktorand 440 statt
400 Euro monatlich
bekommen. Mit einem Grundeinkommen würde eine
(ansatzweise) nicht-hierarchische Gesellschaft entstehen.

Danke für die Zahlen! (oT)

LLF @, Freitag, 26.06.2015, 08:07 vor 3860 Tagen @ DT 5191 Views

- kein Text -

Bildungswesen

Falkenauge @, Freitag, 26.06.2015, 12:59 vor 3860 Tagen @ LLF 5142 Views

Das Bildungswesen ist hochgradig hierarchisch organisiert. Wenn man
die Gehälter im Bildungswesen um 10% erhöht, würde der W4-Professor
132.000 statt 120.000 Euro jährlich und der Drittel-Doktorand 440 statt
400 Euro monatlich bekommen. Mit einem Grundeinkommen würde eine
(ansatzweise) nicht-hierarchische Gesellschaft entstehen.

Das Bildungswesen gehört ja auch aus der staatlichen Hierarchie und Reglementierung herausgenommen und unter eine horizontal organisierende Selbstverwaltung gestellt. Das stellt sich nicht von alleine durch das Grundeinkommen her, durch das nur eine neue Abhängigkeit vom Staat, d. h. von den über die politischen Marionetten herrschenden kapitalistischen Kreise und deren staatlich weitergeleiteten Alsmosen entsteht.

Man muss die Dinge sehen, wie sie sind, und nicht, wie man sie sich als Wunschvorstellung vormacht.

Unternehmer und Unternehmer

Leser68 @, Donnerstag, 25.06.2015, 21:30 vor 3860 Tagen @ Mephistopheles 6092 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 26.06.2015, 15:38

Kurze Zusammenfassung der Mephistopheleschen Ansicht über das Funktionieren der Wirtschaft im Allgemeinen:

Wenn dem Arbeitnehmer seine Arbeit Spaß macht, dann hat der Unternehmer etwas falsch gemacht.

Wie wäre es z.B. mit einer Luxussteuer (zusätzlich zur Mehrwertsteuer) auf Autos mit mehr als 100 PS in Höhe von 30%?
Außerdem würde die Bundesrepublik vermutlich einiges an Kraftstoffen und Kohle (Braunkohle und Steinkohle für die Erzeugung von Elektrizität für den ÖPNV) sparen, wenn man den ÖPNV für alle kostenlos anbieten würde (auch Einsparungen beim Unterhalt von Straßen und Brücken, Verbesserung der Luft, Verringerung der Verkehrstoten und verletzten sowie der Folgeschäden).

Noch besser wäre es natürlich, wenn Büroarbeiter nur noch alle zwei Tage ins Büro müssten, die Erfindung des Internets und von DSL machts möglich.
Die eingenommene Luxussteuer und die Mehreinnahmen aus den Einsparungen beim ÖPNV könnten in den Umbau der konventionellen Landwirtschaft zur biologischen Landwirtschaft gesteckt werden. Dadurch ergeben sich weitere Einsparungen (wegfallender Dünger + Spritzmittel) zusätzlich werden die Lebensmittel endlich wieder gesund und Arztkosten werden dabei auch reduziert.
Die dadurch anfallenden Einsparungen können für die verstärkte Produktion von gesunden, lokalen Lebensmitteln verwendet werden, was den Aufwand für Tiefkühlketten sowie Aufwand für verpackte Lebensmittel (Kunststoffe, Glas, Blech etc.) stark sinken lässt.

Aber vielleicht bin ich ja weltfremd?

Einsparungen sind gut! Am besten, man beginnt mit Einsparungen an Arbeitsplätzen.

Mephistopheles @, Datschiburg, Samstag, 27.06.2015, 10:35 vor 3859 Tagen @ Leser68 4655 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 27.06.2015, 11:04

Kurze Zusammenfassung der Mephistopheleschen Ansicht über das
Funktionieren der Wirtschaft im Allgemeinen:

Wenn dem Arbeitnehmer seine Arbeit Spaß macht, dann hat der Unternehmer
etwas falsch gemacht.

Wie wäre es z.B. mit einer Luxussteuer (zusätzlich zur Mehrwertsteuer)
auf Autos mit mehr als 100 PS in Höhe von 30%?

Kein Problem. Welcher Unternehmer hat denn schon ein Privatauto? Kennst du einen? Ich nicht.

Außerdem würde die Bundesrepublik vermutlich einiges an Kraftstoffen und
Kohle (Braunkohle und Steinkohle für die Erzeugung von Elektrizität für
den ÖPNV) sparen, wenn man den ÖPNV für alle kostenlos anbieten würde
(auch Einsparungen beim Unterhalt von Straßen und Brücken, Verbesserung
der Luft, Verringerung der Verkehrstoten und verletzten sowie der
Folgeschäden).

Finde ich sowieso, dass das die Chinesen früher besser gemacht haben, als alle Proleten mit dem Fahrrad zur Arbeit fuhren. Oder ÖPNV.
Nimmt aber auch hierzulande immer mehr zu.
Kann man nämlich eine Menge au Arbeitsplätzen in der Automobilindustrie einsparen.

Noch besser wäre es natürlich, wenn Büroarbeiter nur noch alle zwei
Tage ins Büro müssten, die Erfindung des Internets und von DSL machts
möglich.

Prima, dann würde nämlich auffallen, dass die Hälfte der Büroarbeiter deit Erdfindung des Internets und DSL überflüssig ist.
Kann man alle einsparen.

Die eingenommene Luxussteuer und die Mehreinnahmen aus den Einsparungen
beim ÖPNV könnten in den Umbau der konventionellen Landwirtschaft zur
biologischen Landwirtschaft gesteckt werden. Dadurch ergeben sich weitere
Einsparungen (wegfallender Dünger + Spritzmittel) zusätzlich werden die
Lebensmittel endlich wieder gesund und Arztkosten werden dabei auch
reduziert.

Klar, die Bio-Papperl sind unheimlich teuer. Ich hab mich mal bei einer Verkäuferin erkundigt, was den Unterschied ausmacht.
Meine Frage: Ist es das, dass da ein Biopapperl draufkommt und dann kostet es das Doppelte?
Hat sie bestätigt. [[freude]]

Die dadurch anfallenden Einsparungen können für die verstärkte
Produktion von gesunden, lokalen Lebensmitteln verwendet werden, was den
Aufwand für Tiefkühlketten sowie Aufwand für verpackte Lebensmittel
(Kunststoffe, Glas, Blech etc.) stark sinken lässt.

Klar, das sieht man ja daran, dass allenthalben die unverpackten Lebensmittel um 30-80% billiger sind wie die verpackten.
Ein Kilo Kartoffeln bekomme ich für ein Viertel des Preises von 1 Kilo Pommes frites, und ein Kilo Mehl bekomme ich für ein Viertel des reises von 1 Kg Brot in der Plastikfolie.

Aber vielleicht bin ich ja weltfremd?

Aber nicht doch! Wie kommst du denn nur darauf. [[euklid]]

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

@dottore - "GE bringt nur Vorteile wenn schon (Sozial)Staat sein muss"

Silke, Freitag, 26.06.2015, 14:38 vor 3859 Tagen @ Orlando 5513 Views

Lieber Orlando,

Hat bestimmt schon mal einer ausgerechnet.

Ja, hier:
http://www.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=379776
Summa:
- Nettoentlastung für niedrige Einkommen; Nettobelastung steigt mit steigendem Einkommen
- Arbeitsmarkt wird Markt
- Unfreiwillige Arbeitslosigkeit entfällt
- Lohnnebenkosten entfallen
- Positive Beschäftigungseffekte im Niedriglohnbereich (Arbeiten mit geringer Produktivität)
- Gesamtkosten liegen in toto unter dem, was heute als Sozialtransfer betrieben wird, da der zur Gänze verschwindet (ALG, Hartz IV, Sozialhilfe, Kindergeld, Bafög usw.).

Dottore weiter dazu...
Version 1: 2004
"Alle Bürger erarbeiten auf ihrem steuer- und ergo schuldenfreien Grund und Boden ihr Grundeinkommen (i.e., was sie zum Leben brauchen) selbst."
http://www.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=305762

Version 2: 2007
Wer A sagt =(Staat)
muss früher oder später auch B sagen =(Sozialstaat)
und früher oder später auch C =(BGE)
http://www.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=379812
http://www.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=379836

Das Grundeinkommen ist eine unfinanzierbare Schnapsidee.

"Ach was! Das GE ist genauso hoch wie der heutige Netto-Sozialtransfer (ALG, Hartz IV, Kindergeld, Bafög, Wohngeld, usw., usw.), der auch "finanziert" wird und spart die Verwaltungskosten von ca. 37 Behörden, die für mehr als hundert verschiedene"Sozialleistungen" zuständig sind. GE pro Kopf (nach HWWI-Vorschlag) = 7500, direkte Leistungen ex allen Sozialbudgets pro Kopf = 7525 Euro. Sozialbudget total pro Kopf = 8441 Euro/Person. Einsparung pro Person = ca. 900 Euro/Jahr."

"Man kann natürlich der Meinung sein, dass der ganze"Sozialstaat" Quatsch ist. Aber wenn er nun einmal da und nicht mehr abzuschaffen ist, kann er erheblich billiger finanziert werden als dies heute in der BRD der Fall ist. Darum geht es. Und auch darum, Arbeitsanreize zu schaffen, Behörden (z.B. Arbeitsagentur mit fast 100.000"Mitarbeitern", die eh nix auf die Reihe bringen!) zu schließen und das ganze Antragswesen mit seinen oft erniedrigenden Begleitumständen zu streichen. Das GE wird ohne Antrag an jedermann ausgezahlt."

Liebe Grüße
Silke

Danke!

Leser68 @, Freitag, 26.06.2015, 15:22 vor 3859 Tagen @ Silke 5097 Views

für diese Klarstellungen.

Dottore hat ab jetzt einen dicken Stein im Brett bei mir aufgrund seiner Darlegungen, die ein Paradebeispiel für den gesunden Menschenverstand sind, der in unserer Dichter-und-Denker-Republik aufgrund politischer Korrektheit bzw. aufgrund von Hollywoodismus, Karrierestreben etc. anscheinend immer mehr abhanden kommt mit allen schrecklichen Folgen.

Rentenkasse und Arbeitslosenkasse sind Nullsummenspiel

BerndBorchert @, Samstag, 27.06.2015, 00:31 vor 3859 Tagen @ Orlando 4891 Views

denn die Rentner werden den Teil, den sie als BGE erhalten, von der Rente abgezogen bekommen. Arbeitslose dito.

Das lässt also rechnerisch nur die Zahl der Netto BGE Empfänger kleiner werden, sagen wir auf 35 Millionen. Mit Deinem Vorschlag 750 Euro sind wir wieder beim Bundeshaushalt.

Bernd Borchert

Es gibt übrigens 20 Mill. Rentner, Durchschnittsrente 1000 Euro/Monat.
http://www.tagesschau.de/inland/faqrente102.html
Macht 240 Mrd. Euro im Jahr. Fast soviel wie der Bundeshaushalt. Der enthält übrigens ein nicht-kleines Budget "Zuschuss für die Rentenkasse".

BGE = Bedingungsloses Grund-Elend (mL)

Prophet @, Donnerstag, 25.06.2015, 19:16 vor 3860 Tagen @ Ikonoklast 7155 Views

https://www.youtube.com/watch?v=CUvgnEfVUkM

(Alle wollen nur das eine: Geld. Und bevorzugt das Geld der anderen. Denn nur dann kann man auch Geld ausgeben. So einfach ist die Welt. Nun gibt es verschiedene Möglichkeiten, an das Geld der anderen zu gelangen. Man kann sie unterteilen in zwei Arten: Die freundlichen und die weniger freundlichen. Die freundlichen Wege beschreiten die klassischen Kapitalisten. Die Kapitalisten tun sozusagen alles für Geld.)

Ich für meinen Teil will gar keine übergeordnete Instanz, die meint, Geld an andere verteilen zu müssen. Wer das BGE befürwortet, der arbeitet nicht für das Ziel der Freiheit, sondern der Unfreiheit.

Grüße,
Prophet

Klar, und frei atmen ist Sozialismus

azur @, Donnerstag, 25.06.2015, 21:21 vor 3860 Tagen @ Prophet 6510 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 25.06.2015, 21:32

Hallo Propeht,

es ein Gespenst geht um in Europa...

Ich für meinen Teil will gar keine übergeordnete Instanz, die meint,
Geld an andere verteilen zu müssen.

Und wenn es nicht anders geht, weil die Ergebnisse sonst problematisch sind?

Sicher, stell Dir vor, es gibt ein Bande, die die einzige Quelle in der Gegend kontrolliert. Sicher, den Durstenden kann man zurufen: Verteilung ist böse! Und: Wie, sie könnten dann nicht wachsen und gedeihen?! Seit wann wird auf andere Rücksicht genommen. Da könen die noch so viel für den Wohlstand anderer geschufftet haben!

"Oettinger* zieht einen hanebüchenen Vergleich, der von ... Lobbygruppen entwickelt wurde: Echte Netzneutralität münde direkt im Sozialismus."
So Sascha Lobo in Spon am 10. Juno.

Und kostenlose Luft für alle gleich mit. Für alle gleich = böse! (dabei will ja BGE gar nicht die absolute oder relative Gleichheit, sondern ist eine Grundsicherung. Menschen suchen dennoch nach Unabhängigkeit und guter Arbeit, siehe unten Bsp. das Experiment dazu in Kanada)

Ja, das ganze Verteilen und Regulieren ist nur böse, wenn es die Allgemeinheit begünstigt. Wenn es dazu da ist Patikularinteressen zu verteidigen, dann nicht.

Wer das BGE befürwortet, der arbeitet
nicht für das Ziel der Freiheit, sondern der Unfreiheit.

Schmarrn.

Wessen und was für eine Freiheit meinst Du überhaupt? Die nicht teilen zu müssen? Die berühmte Freiheit unter Brücken zu schlafen und oder zu hungern?

Lies mal Don Alphonos, wenn er erläutert was für ein riesen Vorteil es ist, wenn einem elterlicher Besitz zur Verfügung steht (also den paar Prozent in der Gesellschaft). Das gibt zusätzliche freie Entwicklungsmöglichkeiten.

Mit BGE würden viele frei von absolut elementaren Zwängen, aber auch bescheuerten Amts-Zwängen.

Schau mal hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Mincome

http://www.dominionpaper.ca/articles/4100

Gaaanz schrecklich war das.

Man kann auch den Parolen der Oligarchen (so nennt die auch zu recht der Reiche Don) bedigungslos hinterherlaufen, wie anderen berühmten Möhren, wie den Märchen: Wer nur will, der kann; dem der Chancengleichheit; der angeblichen Möglichkeit den Staat und die Politik beeinflussen zu können usw. usf. Ist gut für die Oligarchen, aber gewiss nicht für andere.

Edit: Und wer z. B. krank oder alt ist, oder in einer Wirtschaftskrise keine Arbeit findet - es ist ja sooo gemein, wenn dafür andere etwas abgeben müssen, auch wenn die Empfänger noch bis vor kurzem mitwirtschafteten, auch eine Menschenwürde haben, auch zur Gesellschaft gehören... Verrotten sollen sie, für die Freiheit! Und wenn man sie später wieder brauchen kann: Na und?


Grüße,
Prophet

Viele freundliche Grüße

azur

* fefe: "Wed Jun 24 2015

[l] Also Faulheit kann man dem Oettinger schonmal nicht vorwerfen.

Lediglich zwei EU-Kommissare hätten sich noch öfter mit Lobbyisten getroffen.

Aha, und, mit was für Lobbyisten hat er sich so getroffen? Quadrature du Net? Edri? Menschenrechtsorganisationen? Sachverständige? Nein, nein, alles nein.

Günther Oettinger, in der EU-Kommission für die digitale Wirtschaft zuständig, hat sich in der ersten Jahreshälfte fast ausschließlich mit Lobbyvertretern der Industrie getroffen. Vertreter von Nichtregierungsorganisationen, Think Tanks und Kommunalverwaltungen seien nur in 11 Prozent seiner insgesamt 366 Lobbymeetings zum Zuge gekommen, hat Transparency International ermittelt.

366 Treffen mit Lobbyisten in einem halben Jahr! Respekt, Herr Oettinger! Da klingelt ja bestimmt die Kasse!1!!

Nicht was ihr jetzt wieder denkt. Spesen für neue Schuhe!"

Klar, dem teilt keiner etwas zu! Und der Oetinger, zu dem kommen sie nur, weil er niemandem etwas zuteilen kann.


PS: https://de.wikipedia.org/wiki/Bedingungsloses_Grundeinkommen#Ans.C3.A4tze_zur_Einf.C3.B...

--
ENJOY WEALTH
(Groß-Leucht-Reklame am Gebäude Lehmann-Brothers/NY)

Meide das Destruktive - suche das Konstruktive.

Staat ist immer Zwang

Prophet @, Donnerstag, 25.06.2015, 21:45 vor 3860 Tagen @ azur 5994 Views

Ich für meinen Teil will gar keine übergeordnete Instanz, die meint,
Geld an andere verteilen zu müssen.


Und wenn es nicht anders geht, weil die Ergebnisse sonst problematisch
sind?

Ja, und woher weißt du das, dass die Ergebnisse problematisch sind? - Was überhaupt ist denn nicht problematisch? Freiheit und Zwang können beide problematisch sein. Aber das heißt nicht, dass es besser wäre, wenn Menschen über Menschen herrschen. So wie in den letzten 6000 Jahren. Aber der glückliche Sklave stirbt eben nicht aus, und fürchtet sich vor der Freiheit und sehnt sich nach einer übergeordneten Instanz - Staat, Clanchef, Gott, Papst, Pope, Polizei, Justiz, Anwalt, oder sonstigem Sklaventreiber, der sagt wo's langgeht. Eichelburg ruft nach dem Kaiser wie ein kleines Kind nach seiner Mutter. Nur weil man ein fortgeschrittenes Alter erreicht hat, heißt das offensichtlich noch lange nicht, dass man sich nicht infantil verhalten kann.)

Sicher, stell Dir vor, es gibt ein Bande, die die einzige Quelle in der > Gegend kontrolliert. Sicher, den Durstenden kann man zurufen: Verteilung ist > böse!

Ja, und nicht nur das. Sondern auch: "Greift sie an, schlagt die Bande tot - mausetot."
Aber nicht alles was hinkt, ist ein Beispiel. Gell!?

Ja, das ganze Verteilen und Regulieren ist nur böse, wenn es die
Allgemeinheit begünstigt. Wenn es dazu da ist Patikularinteressen zu
verteidigen, dann nicht.

Das hast du gesagt. Das Verteilen und Regulieren haben wir jetzt schon zur genüge. Die problematischen Ergebnisse siehst du, wenn du aus dem Fenster schaust und die Zeitung liest. Ich wüsste übrigens nicht, wann ich jemals in meinem Leben nach "Verteilen und Regulieren" zur Verteidigung von Partikularinteressen gerufen hätte. Ausser ich wurde dazu von anderen gezwungen. Das ist aber eine andere Geschichte, und hat mit Waffen im Holster und blau angezogenen Männchen mit schicker Mütz zu tun. Also die, die zu dir kommen, und dir dein Geld wegnehmen wollen, weil du mit einem BGE nicht einverstanden bist. So einfach ist das. Staat ist immer brutaler Zwang mit Waffengewalt. Und diesen lehne ich entschieden ab, und werde ihn immer ablehnen.

Grüße,
Prophet

Freiheit für wen und wovon

azur @, Donnerstag, 25.06.2015, 22:05 vor 3860 Tagen @ Prophet 5813 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 26.06.2015, 15:36

Nach einer Reihe von bekannten Argumenten, die unter anderem unterstellen sollen, man verteidige den Staat, lass Dich fragen, wer denn von was frei sein soll?

Es geht nicht darum, die Bande an der Quelle zu töten, wovon ich ebenfalls nicht sprach, sondern klug und angemessen Ausgleich zu finden.

Und darum, wem die Parolen dienen, dass Verteilung durchweg Unfreiheit brächte. Denn es ist doch sonnenklar, wenn die einen haben und andere nicht, dann dient die Parole nur einer Seite. Uops - ausgerechnet der, die schon hat.
Na so ein Zufall aber auch!

Und meist sind auch die es, denen Recht, Gesetz und Zwangsapparat dienen und die anderen vom Hals hält! So viel zu Staatsapologeten, was Du auch noch gleich hier mit einzuführen müssen meintest.

Freiheit, die auf der Unfreiheit anderer basiert... Also nicht die Freiheit aller.

Komm Prophet, das war doch nichts.

Ein wenig mehr differenzieren, sollte man schon, oder?

Kleiner Tipp: Es ist u. a. die Dosis.

Freiheit muss immer Begrenzung an der Freiheit anderer finden. Sonst kann jeder frei andere totfahren oder totschießen.

Ja, Verteilung von Lasten, das ist für Viele schon o. k. Nur die Früchte, die sollen nicht allen, und nicht einmal ansatzweise lebensnotwendig, zur Verfügung stehen.

Aufwendungen vergesellschaften, und Früchte privatisieren.

Allein, dass wir nicht im (luft-)leeren Raum leben, sondern dicht gedrängt in einer Gesellschaft, macht es notwendig und ist dabei sehr sinnvoll, Gemeinsamenes im Sinne aller zu regeln.

Die Freiheit alles für sich haben zu wollen: Das mündet dann auch bald wieder in diesen Ideen, dass alle steuerfinanzierten Ausbildungs- und Forschungseinrichtungen sinnlos wären, aber an Geräten zu arbeiten und einer Infrastrutur teilhaben zu können, die nur so realisiert werden konnten.

Vielleicht kommt man mal aus diesem Extremismus heraus, wonach jedem, der meint, dass man auch andre um sich herum berücksichtigen müsse, gleich mit Toschlagargumenten gekommen werden müsse (es liest sich bei Dir, als wolle ich zum Totschlagen aufrufen, was ich nun mal nicht habe, und nicht wollte, nur weil ich andere nicht verdursten bzw. totgehen lassen will, die nicht das Glück haben, so dicht an der Quelle zu sitzen).

Viele freundliche Grüße

azur

--
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Meide das Destruktive - suche das Konstruktive.

Vermittlungsversuch....

re-aktionaer @, Donnerstag, 25.06.2015, 22:08 vor 3860 Tagen @ azur 5940 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 26.06.2015, 15:34

Ich denke, beide Positionen sind völlig legitim. Meiner bescheidenen Meinung nach ist nicht das Grundeinkommen an sich das Problem, sondern die Frage:
- WER verteilt es an WEN.

Mich stört nicht gerechte Verteilung, sondern der Umweg über den "gerechten Verteiler" - der gerade dadurch in eine Machtposition gerät, die danach schreit ausgenutzt zu werden. Womit wir auch beim faulen Kern des Sozialismus wären.

"Bezahle deine Arbeiter anständig" ist etwas anderes als "Zahle mir Geld, damit ich es nach meinem Gutdünken an die Arbeiter verteile".
Ein bedingungsloses Grundeinkommen ist meiner Meinung nach gut, weil es den arbeitenden Menschen in eine freiere Verhandlungsposition beim Lohn bringt. BEDINGUNGSLOS bedeutet aber wirklich einkommensunabhängig - eben neutral und an keine Willkür gebunden.

Das einzige Gegenargument, das mir da noch in den Sinn käme, wäre eine Inflation beim Lebensnotwendigen, die dadurch entstünde und das Grundeinkommen wieder obsolet machen würde.

Dem kann ich ohne Weiteres viel abgewinnen

azur @, Donnerstag, 25.06.2015, 22:15 vor 3860 Tagen @ re-aktionaer 5703 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 26.06.2015, 15:29

Danke re-aktionaer!

Was mich am meisten bewegt ist, wie bestimmte Glaubenssätze noch nicht einmal mit dem berühmten cui bono geprüft werden. Und die Interessen Notleidender einfach nicht nur nicht berücksichtigt, sondern indirekt in den Staub getreten werden.

Da kommt so schnell so eine Kanonade von Schlagsätzen, ohne Feinheit...

@Prophet: Freiheit ist nicht nur für Dich ein sehr hohes Gut. Auch für viele, die etwas anders als Du heran gehen [[zwinker]].

Noch einmal: Man muss auch immer fragen: Wessen Freiheit von wem oder was *? Allein damit schafft man es, etwas feiner zu denken, was sicher sachdienlich ist.

Viele freundliche Grüße

azur


* zu eventuell wessen Lasten

--
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Der Sinn oder Unsinn des BGE ..

Beo2 @, NRW Witten, Donnerstag, 25.06.2015, 23:09 vor 3860 Tagen @ re-aktionaer 6005 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 26.06.2015, 15:26

Ein bedingungsloses Grundeinkommen ist meiner Meinung nach gut, weil es den Arbeitenden Menschen in eine freiere Verhandlungsposition beim Lohn bringt. BEDINGUNGSLOS bedeutet aber wirklich einkommensunabhängig - eben neutral und an keine Willkür gebunden.

Richtig .. genau das bedeutet "bedingungslos": Alle bekommen das gleiche BGE. Natürlich müsste das BGE zunächst über die Steuern eingenommen werden. Diese Einnahmen könnten aus einer monatlichen Besteuerung von Geldvermögen generiert werden.

Es hat allerdings nur dann einen Sinn, wenn es das (heutige) dringend benötigte Existenzminimum, inkl. der Miete und Energie, abdeckt, da sonst weiterhin Bedürftigkeitsprüfung, Sozialhilfe, Wohngeld etc. notwendig bleiben. Sonst brächte das BGE niemandem einen Nutzen. Das machte heute in DE etwa 800 Euro pro Erwachsenenkopf, bei Kindern 700, jährlich um die Infla.rate angehoben.

Im übrigen, ich plädiere lieber für einen gesetzlichen Mindestlohn, von dem mensch nach durchschnittlich 5 Stunden täglicher Arbeitszeit zufriedenstellend leben kann.

Das einzige Gegenargument, das mir da noch in den Sinn käme, wäre eine Inflation beim Lebensnotwendigen, die dadurch entstünde und das Grundeinkommen wieder obsolet machen würde.

Wieso? Du findest, dass die Leute dann mehr essen und jeder 2 Paar Socken und zwei Unterhosen usw. anzieht? Dies würde allerdings auch die Wirtschaftsleistung (BIP) deutlich beleben.

Mit Gruß, Beo2

Der Sinn oder Unsinn des Mindestlohns

LLF @, Freitag, 26.06.2015, 00:40 vor 3860 Tagen @ Beo2 5767 Views

Im übrigen, ich plädiere lieber für einen gesetzlichen Mindestlohn, von
dem mensch nach durchschnittlich 5 Stunden täglicher Arbeitszeit
zufriedenstellend leben kann.

Der Mindestlohn hat den Nachteil, dass er für viele Branchen unrentabel bzw. unbezahlbar ist. Ein Hotel, dessen Rezeption 16 Stunden täglich besetzt ist, müsste dafür 136 EUR Nettolohn + 27 EUR AG-Beitrag zahlen. Verteilt auf 10 Zimmer ergibt das 16 EUR Personalkosten pro Nacht und Zimmer allein für die Rezeption. Bei einer durchschnittlichen Belegung von 50% sind das schon 32 EUR Personalkosten pro Nacht und Zimmer. In einem solchen Fall wäre es irgendwann billiger, das Hotelpersonal durch einen Automaten mit Geheimnummer zu ersetzen.

Ein Musiker muss eine Woche (40 Stunden = 340 EUR Mindestlohn) für ein Konzert üben, in das vielleicht 20 Zuschauer kommen. Um den Mindestlohn zu decken, müsste er mindestens 17 EUR Eintrittsgeld verlangen. Soviel zahlen die Leute aber nicht. Der Mindestlohn ist also eine Schere, die Kultur in kleineren Orten systematisch zerstört.

Je mehr Arbeit automatisiert wird, desto weniger wirkt der Mindestlohn. Neue Jobs entstehen kaum noch, und wenn sie entstehen, so haben die 55-jährigen Entlassungsopfer kaum eine Chance auf Wiedereinstellung.

Das ist eine fatale Logik...

re-aktionaer @, Freitag, 26.06.2015, 07:30 vor 3860 Tagen @ LLF 5522 Views

Der Mindestlohn verändert, was die Wettbewerbsfähigkeit betrifft, rein gar nichts. Er mag zwar Jobs zerstören, bzw. die Automatisierung ein wenig vorantreiben, aber ich bin mir nicht sicher, ob dies per se schlecht wäre.
Man nannte das mal Fortschritt.
Deine Argumentationsschiene könnte man jedenfalls genau so gegen die Abschaffung von Sklaverei anwenden. (Baumwolle wird unerschwinglich, was machen dann die ganzen Neger mit ihrer Zeit?)
In diesem Fall kann ich einen großartigen Vortrag empfehlen, mit dem eine Aktivistengruppe namens "Yesmen" einen WEF Kongress als gefakte Vertreter der WTO verarschten:
https://www.youtube.com/watch?v=GEuzVMwsK7o

Sklaverei / Lohnarbeit

LLF @, Freitag, 26.06.2015, 08:18 vor 3860 Tagen @ re-aktionaer 5392 Views

Deine Argumentationsschiene könnte man jedenfalls genau so gegen die
Abschaffung von Sklaverei anwenden. (Baumwolle wird unerschwinglich, was
machen dann die ganzen Neger mit ihrer Zeit?)

Die Abschaffung der Sklaverei in den USA hat sich negativ auf die körperliche Gesundheit der Afroamerikaner (gemessen in Körpergröße und Gewicht) ausgewirkt, weil vorher der Sklavenhalter Essen und medizinische Versorgung bezahlt hat.

Der Mindestlohn [...] mag zwar Jobs zerstören, bzw. die Automatisierung ein wenig vorantreiben

Das Dumme ist, dass wegfallende Jobs kaum noch durch neue Jobs ersetzt werden. 1915 war Peak Horse in den USA and 2015 wird wohl Peak Employment sein.

Logik.

re-aktionaer @, Freitag, 26.06.2015, 08:43 vor 3860 Tagen @ LLF 5401 Views

Die Abschaffung der Sklaverei in den USA hat sich negativ auf die
körperliche Gesundheit der Afroamerikaner (gemessen in Körpergröße und
Gewicht) ausgewirkt, weil vorher der Sklavenhalter Essen und medizinische
Versorgung bezahlt hat.

Ich hab mal gehört, dass Haftinsassen so gut wie keine Verkehrsunfälle verursachen. Da wäre es doch im Sinne der Vekehrssicherheit vernünftig alle Menschen in den Knast zu stecken!

Der Mindestlohn [...] mag zwar Jobs zerstören, bzw. die Automatisierung

ein wenig vorantreiben

Das Dumme ist, dass wegfallende Jobs kaum noch durch neue Jobs ersetzt
werden. 1915 war Peak Horse in den USA and 2015 wird wohl Peak Employment
sein.

Wie denn auch? Wir hatten in den 70er und 80er Jahren den 8h Tag. Anstatt die Arbeitszeit stetig weiter zu verkürzen, haben wir sie ab ca. 1990 tendenziell verlängert - bei steigender Produktivität! Obendrein haben wir den Frauen ein schlechtes Gewissen gemacht, wenn sie daheim blieben. Das ist ein volkswirtschaftlicher Turbo für die Arbeitslosenrate. Wenn keine neuen Jobs nachgefragt werden, reicht eben weniger Arbeit zur Versorgung von mehr Menschen. Die Nachfrage nach Konsum ist offenbar gesättigt, man hat was man braucht und muss immer weniger dafür tun. Man kann dies nur dann als Problem ansehen, wenn man ausschließlich in der Kathegorie von Individuen bereit ist zu denken und die Idee einer Solidargemeinschaft ablehnt.
Was könnten wir doch mit der überschüssigen Energie der vielen Arbeitslosen für tolle Paläste, Pflegeheime, Kinderbetreuungen, Freizeitanlagen, Kunsttempel, usw... einrichten! Anstatt aber den Menschen mit einer Grundversorgung und sinnvollen Beschäftigungen eine produktive Rolle in unserer Gesellschaft zu geben, alimentiert man sie halbherzig, nimmt ihnen Selbstwertgefühl und Motivation und erzeugt unlösbare soziale Probleme. Erkläre mir mal jemand, was das bringen soll.

Stimmt!

LLF @, Freitag, 26.06.2015, 09:10 vor 3860 Tagen @ re-aktionaer 5386 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 26.06.2015, 09:18

Wie denn auch? Wir hatten in den 70er und 80er Jahren den 8h Tag. Anstatt
die Arbeitszeit stetig weiter zu verkürzen, haben wir sie ab ca. 1990
tendenziell verlängert - bei steigender Produktivität! Obendrein haben
wir den Frauen ein schlechtes Gewissen gemacht, wenn sie daheim blieben.
Das ist ein volkswirtschaftlicher Turbo für die Arbeitslosenrate. Wenn
keine neuen Jobs nachgefragt werden, reicht eben weniger Arbeit zur
Versorgung von mehr Menschen. Die Nachfrage nach Konsum ist offenbar
gesättigt, man hat was man braucht und muss immer weniger dafür tun. Man
kann dies nur dann als Problem ansehen, wenn man ausschließlich in der
Kategorie von Individuen bereit ist zu denken und die Idee einer
Solidargemeinschaft ablehnt.
Was könnten wir doch mit der überschüssigen Energie der vielen
Arbeitslosen für tolle Paläste, Pflegeheime, Kinderbetreuungen,
Freizeitanlagen, Kunsttempel, usw... einrichten! Anstatt aber den Menschen
mit einer Grundversorgung und sinnvollen Beschäftigungen eine produktive
Rolle in unserer Gesellschaft zu geben, alimentiert man sie halbherzig,
nimmt ihnen Selbstwertgefühl und Motivation und erzeugt unlösbare soziale
Probleme. Erkläre mir mal jemand, was das bringen soll.

Kann ich unterschreiben.

P.S. Das Blöde am Forum ist, dass ich mich in den 30 Minuten, in denen ich schreibe, auf ein oder zwei Einzelaspekte konzentriere, wo man eigentlich 15 oder 20 Aspekte einander gegenüberstellen müsste. Nur gut, dass wir hier anonym sind und deshalb niemand ein Interesse daran hat, die Zitate aus dem Zusammenhang gerissen zu veröffentlichen.

Solidargemeinschaften und ihre Zerstörer

Mephistopheles @, Datschiburg, Freitag, 26.06.2015, 09:45 vor 3860 Tagen @ LLF 5385 Views

Man

kann dies nur dann als Problem ansehen, wenn man ausschließlich in der
Kategorie von Individuen bereit ist zu denken und die Idee einer
Solidargemeinschaft ablehnt.

Eine Solidargemeinschaft ist, wie sich aus dem Begriff "Gemeinschaft" ergibt, genau definiert, wer zugehörig ist, was er zu erbringen hat, und was er von der Solidargemeinschaft erwarten kann.

Jeder Mensch kann Mitglied sein in beliebig vielen Solidargemeinschaften sein.

Ich vermisse in beiden Beiträgen eine Definition der "Solidargemeinschaft", und auch, welche Solidargemeinschaft die beiden Autoren genau meinen.

Es gibt allerdings auch Gegner der Solidargemeinschaft, denen es nur darum geht, diese zu zerstören.
Am ehesten zerstört man eine Solidargemeinschaft, indem man es unterlässt, genau zu definieren, wer dazugehört und warum.
Aus genau diesem Grunde ist das ursprünglich so solidarische Deutschland in den letzten Jahren so unsolidarisch geworden.

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Mindestlohn vs. Wettbewerb über das Lohndumping

Beo2 @, NRW Witten, Freitag, 26.06.2015, 12:18 vor 3860 Tagen @ LLF 5107 Views

Der Mindestlohn hat den Nachteil, dass er für viele Branchen unrentabel bzw. unbezahlbar ist.

Unrentable Branchen müssten dann abspecken. Unrentable Betriebe würden schließen oder innovativer werden. Das nennt man in der Marktwirtschaft "Marktbereinigung".

Wer keinen gesetzlichen Mindestlohn zahlen kann, hat auf dem Markt nichts zu suchen. Sich Wettbewerbsvorteile über Lohndumping bei seinen Beschäftigten zu verschaffen, ist für jede VoWi und Gesellschaft schädlich: Es führt zu sinkenden Reallöhnen und zu Rezession bei der Binnenmarkt'wirtschaft.

Ein Musiker muss eine Woche (40 Stunden = 340 EUR Mindestlohn) für ein Konzert üben, in das vielleicht 20 Zuschauer kommen. Um den Mindestlohn zu decken, müsste er mindestens 17 EUR Eintrittsgeld verlangen. Soviel zahlen die Leute aber nicht.

Wenn er gut ist, wird er es auch bekommen. Sonst muss er sich mit weniger zufrieden geben, oder mit weniger Zuschauern. Selbstausbeutung anstelle von Fremdausbeutung .. da habe ich nichts dagegen.

Übrigens, ich plädiere nicht dafür, dass der (heutige) Mindestlohn ABRUPT auf das besagte Niveau angehoben werden sollte, sondern schrittweise, jährlich etwa um 1-2% über der Höhe der gewünschten Inflations- bzw. Wachstumsrate.
Ja, die Löhne und die Preise würden steigen .. und die Unternehmerlöhne bzw. Kapitalrendite (bei allen) sinken. Es käme zu einer sich aufwärts drehenden Lohn-Preis-Spirale, was "bekannter"maßen das Wachstumsmotor jeder VoWi ist .. was aber sehr gerne verschwiegen wird.

Der Mindestlohn ist also eine Schere, die Kultur in kleineren Orten systematisch zerstört.

Das Gegenteil ist richtig. Die Menschen würden weniger arbeiten und sich mehr der persönlichen Kultur und Bildung widmen, sowie ihren Partnern und Kindern. Dies würde nicht nur dem Kultur- und Bildungsangebot, sondern letztlich auch der überall Arbeitsproduktivität zugute kommen.

Je mehr Arbeit automatisiert wird, desto weniger wirkt der Mindestlohn. Neue Jobs entstehen kaum noch, ...

Wieso denn nicht?

und wenn sie entstehen, so haben die 55-jährigen Entlassungsopfer kaum eine Chance auf Wiedereinstellung.

Wieso das denn? Das halte ich für Angstpropaganda nach dem bekannten Strickmuster, basierend auf einem selektiven Tunnelblick durch das Röhrchen eines Kugelschreibers auf die volkswirtschaftlichen Zusammenhänge.

Mit Gruß, Beo2

Was ist Geld bzw. hat die Menschheit ein Haltbarkeitsdatum? + Edit

Leser68 @, Donnerstag, 25.06.2015, 22:10 vor 3860 Tagen @ Prophet 6037 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 26.06.2015, 15:33

"Geld ist die flüssige Form von Macht" habe ich mal irgendwo in einem Roman gelesen.

Der verstorbene Regisseur Helmut Dietl hat wenige Monate vor dem Beginn seiner Krebserkrankung in einem Interview, vor ca. zwei Jahren, gesagt, dass es letztlich nur um Macht und Sex geht.


Wofür brauchen wir Macht bzw. Geld? Gibt es auf dieser Welt nicht genügend zu Essen? Was machen Vermieter, wenn sich ihre Mieter überlegen, in Zukunft lieber weniger zu brauchen und dafür das Essen selber in einem anderen Gebiet/Land zu erarbeiten?

Ist es okay, wenn Menschen in armen Ländern für eine Handvoll Essen täglich 8-10 Stunden schuften und deren Erzeugnisse dann mit einem letzten Preisaufschlag von ca. 50-2400 % bei uns in den Supermärkten oder Kaufhäusern landen?
Warum müssen Textilien aus der unökologischen, weil u.a. wasserhungrigen Baumwolle, und nicht etwa aus Hanf- oder Leinfasern hergestellt werden, so wie früher z.B. in großem Stil im Elsaß?

In Spanien gibt es verstärkt Tauschringe, die nicht mit Geld, sondern mit gearbeiteter Lebensarbeitszeit funktionieren:

http://www.wdr5.de/sendungen/dok5/barcelona-krise-chance-100.html

Das hat eine große Ähnlichkeit mit der Situation kurz vor und am Anfang des Bürgerkrieges in Spanien, als die Menschen miteinander und nicht mehr gegeneinander gearbeitet haben.

Im Übrigen werden wir uns, wenn wir mit dem "Wirtschaften" so weitermachen, in spätestens 50 Jahren zum größten Teil selbst ausgelöscht haben, weil die Erde uns Menschen nicht braucht, wir aber die Erde.
Brasilien z.B. steht kurz vor einer Katastrophe, wenn kein Wunder geschieht und bis etwa zum Herbst genügend Regen fällt (der Artikel ist vom November letzten Jahres, verbessert hat sich die Situation bisher nicht wirklich):

3 Maps Help Explain São Paulo, Brazil’s Water Crisis
November 04, 2014

http://www.wri.org/blog/2014/11/3-maps-help-explain-s%C3%A3o-paulo-brazil%E2%80%99s-wat...

Ein Update vom 12. Juni diesen Jahres, ein auf Englisch übersetzter portugiesischer Artikel über die Situation der Stauseen für die Wasserversorgung Sao Paulos:
São Paulo reservoirs still suffer from a lack of water

Die Stadt Sao Paolo ist bis zum Herbst nämlich am Arsch (kein Wasser = keine Kanalisation, kein Geschirrspülen, kein Duschen, kein Trinkwasser) und damit sämtliche Fabriken und Geschäfte die dort existieren, weil dann unbewohnbar - die Lösung der Regierung besteht in der Aufrüstung und Vergrößerung der militärischen Polizei. In Sao Paolo wird etwa ein sechstel des BIP Brasiliens erwirtschaftet. Diese Katastrophe (die Dürre) betrifft aber dann nicht nur Sao Paolo sondern große Teile des Südens Brasiliens (z.B. Wasserkraft) aber auch dann das Amazonasgebiet (Soja, Zuckerrohr, Rinder, etc.).
Vereinzelt lassen Unternehmer oder reiche Privatleute Brunnen bohren, aber es kommt immer wieder vor dass Bohrfirmen das Grundwasser durch falsche Technik bzw. Zeitdruck verunreinigen.
Oder gibt es doch vielleicht eine Lösung mit Supertankern, die Wasser aus der Amazonasmündung nach Sao Paolo transportieren?


Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von Grande São Paulo lag 2004 bei 94,06 Milliarden US-Dollar. Das BIP pro Kopf betrug 4.918 US-Dollar. Der Anteil am gesamten BIP Brasiliens lag bei 15,6 Prozent.[4] Der Ballungsraum São Paulo stellt 30 Prozent des industriellen Produktionswerts des Landes und etwa ein Drittel aller Beschäftigten in der Industrie Brasiliens. In der Umgebung der Stadt werden heute etwa 50 Prozent aller Baumwolle des Landes, 62 Prozent seines Zuckers, 50 Prozent aller Fruchtexporte und 30 Prozent des Kaffees produziert.
https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%A3o_Paulo#Wirtschaft

EDIT:
Korrektur des Preisaufschlags (hatte vergessen das Wissen über den Einkaufspreises eines bekannten Kartoffelchipsprodukt einzubauen)

Dietls Freunde, die in Kir Royal spielten - "die Freiheit die sie meinen"

azur @, Donnerstag, 25.06.2015, 22:38 vor 3860 Tagen @ Leser68 6213 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 25.06.2015, 22:52

Danke Leser68,

Interviews mit Dietl, dessen großartigen alten Sachen zum Glück im vielfach online abrufbar sind, habe ich auch unlängst etliche gelesen. Der war nüchtern. Und hat sich die Freiheit genommen, in Bayern (!) einfach mit Linksanrüchigen, wie Dieter Hildebrandt und https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Xaver_Kroetz das geniale Kir Royal zu machen.

Hildebrandt war es auch, der auch immer gern mit der berühmten Phrase: "die Freiheit die sie meinen" arbeitete.

Die hatte auch Degenhardt, auf der Grundlage eine Brecht-Textes, bearbeitet: Franz-Josef Degenhardt: Der anachronistische Zug Oder Freiheit, die sie meinen (knapp 8 min, wovon schon Teile lohnen)

Bertolt Brecht: Der anachronistische Zug oder FREIHEIT und DEMOCRACY
http://www.alfa1.de/az-ged.html

Stimme Dir auch zu gern zu, dass es nicht um Geld gehen kann, sondern um das, was man damit anfängt. Menschen sind nicht für Geld, Macht, Wirtschaft und Staat da, sondern es sollte anders herum sein (meinte auch gerade auch wieder dieser oberkatholische "Sozialist"*, der im Separat-Rom redisidiert - und Jesus predigte Teilen, Milde und vertrieb die Wechsler und Wucherer).

Viele freundliche Grüße

azur


* "scharfe Kritik des Papstes an der Unterwerfung der Politik unter die Interessen der Wirtschaft und an der Profitgier als alleinigem Maßstab wirtschaftlichen Handelns"

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.oeko-enzyklika-papst-kritisiert-politik-und-wi...

http://www.aargauerzeitung.ch/wirtschaft/papst-warnt-in-oeko-enzyklika-vor-selbstmoerde...

http://www.morgenpost.de/printarchiv/politik/article142846141/Der-Papst-fordert-mensche...

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2014-06/papst-franziskus-kapitalismuskritik


Marx unlängst dazu: „Auch die Wirtschaft sollte Interesse daran haben, über den Kapitalismus hinaus zu denken.“

--
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Meide das Destruktive - suche das Konstruktive.

Chance auf bessere Arbeitsbedingungen

LLF @, Freitag, 26.06.2015, 00:46 vor 3860 Tagen @ Ikonoklast 5715 Views

Chance oder Totengräber, wie seht Ihr das?

Eindeutig eine Chance: Die Arbeitgeber müssten kürzere Arbeitszeiten und ein besseres Arbeitsklima anbieten.

Dienst nach Vorschrift können die Chinesen auch - zu einem wesentlich geringeren Stundenlohn.

Warum eigentlich? Verstehe ich nicht

Mephistopheles @, Datschiburg, Freitag, 26.06.2015, 02:46 vor 3860 Tagen @ LLF 5697 Views

Chance oder Totengräber, wie seht Ihr das?


Eindeutig eine Chance: Die Arbeitgeber müssten kürzere Arbeitszeiten und
ein besseres Arbeitsklima anbieten.

Den Zusammenhang begreife ich nicht.


Dienst nach Vorschrift können die Chinesen auch - zu einem wesentlich
geringeren Stundenlohn.

Man kann die Arbeit auch in China verrichten lassen.

Wäre das nicht das Ideal? BGE ganz ohne Arbeit?


Gruß Mephistopheles

--
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Brot und Spiele

Heinz @, Freitag, 26.06.2015, 13:25 vor 3860 Tagen @ Ikonoklast 5329 Views

Hallo zusammen,

ich habe gerade den
Link
bei fefe gesehen.

Finnland wagt nun den Schritt zum Bedingungslosen Grundeinkommen, die
Vorschläge gehen von 440 € (Hartz IV Plus) bis 1100 €. Die Helsinki
Times rechnet vor, um Armut wirklich zu bekämpfen müsste das
Grundeinkommen bei 1166 € monatlich liegen.

Chance oder Totengräber, wie seht Ihr das?

Ich muss nicht Calhouns Mäuse bemühen, um zu beweisen, dass das keine gute Idee ist. Mir sind 2 gescheiterte Experimente in dieser Hinsicht bekannt. Das eine ist das Speenhamland-System, dessen Scheitern von K.Poloany in seiner "The Great Transformation" beschrieben wurde und das zweite ist die "cura annonae" im antiken Rom der späten Republik und der Kaiserzeit. Beide Beispiele zeigen, dass die 99% der Menschen, wenn sie ihrer unmittelbaren Existenznöte enthoben sind, nicht beginnen sich sozial, politisch oder künstlerisch zu betätigen, sondern ausschließlich nach einfacher Unterhaltung ausschau halten. Sie sind mit McDonald, CocaCola und Fernsehen zufrieden. Den Sex lasse ich mal außen vor, weil aufgrund der 3 vorherigen Zutaten wird dieser irgendwann physisch unmöglich. Oder anders ausgedrückt, die Droge heißt Zucker und der rock'n roll spielt im Fernsehen. Die meisten Leute würden das BGE nicht als Chance sehen, sondern auf ihrem Arsch sitzen bleiben und geistig und sozial verkümmern. Dieses System dient nur dazu die herrschenden Eliten gegen unten abzuschotten. Eine träge Masse, die zu keiner emanzipatorischen Leistung fähig ist.
Es ist nun mal so, wir Menschen brauchen Herausforderungen, sowohl geistiger als körperlicher Natur. Unser Bewegungs- und Denkapparat verkümmert, wenn diese fehlen. Und nur Wenige verfügen über genug Disziplin, dies aus eigenem Antrieb zu tun, wenn die Umwelt diese nicht liefert. Maslow hatte meiner Ansicht nach unrecht, wenn er glaubte, dass wenn die Bedürfnisse auf niederer Stufe befriedigt sind, der Mensch automatisch nach Höherem strebt. Die Meisten sind ganz zufrieden mit dem Erreichten und wollen keine Änderung. P. Handke hat das Lebensgefühl in "Wunschloses Unglück" ganz gut beschrieben. Allenfalls Langweile bringt die Menschen auf dumme Gedanken. Deshalb muss für Unterhaltung gesorgt werden.
2 Generation in einem solchen System und Europa fällt an die Russen, wie ein überreifer Apfel von einem Baum. Die Abwehrkräfte wären erschöpft. Und das die Russen wieder zu kämpfen verstehen, sieht man im Donbass. Wobei ich der Meinung bin, dass die NATO schon jetzt nur aufgrund ihrer überlegenen technischen Systeme noch in der Lage ist ihre personellen Mängel zu kompensieren. In 40 Jahren hilft uns auch die ganze Technik nichts mehr.

--
Tyger Tyger, burning bright,
In the forests of the night;
What immortal hand or eye,
Dare frame thy fearful symmetry?

Das begruendungslose Dings-Einkommen ...

CrisisMaven ⌂ @, Freitag, 26.06.2015, 22:19 vor 3859 Tagen @ Ikonoklast 5349 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 26.06.2015, 22:23

Wie ich mal gelesen habe, verschlingt allein die Verwaltung/Verteilung des Wohngeldes annaehernd 40% des dafuer vorgesehenen Etats; vielleicht findet wer genaueres, meine Suchen sind bisher im Dschungel des Internet-Suchergebniswaldes erfolglos geblieben.

Hinzu kommen die unglaublichen Zeitaufwaende der Buerger, um Antraege zu stellen usw. In derselben Zeit haben die Generation davor, ohne Ablenkung durch solche Sozialleistungen, in Nachbarschaftshilfe ihre Haeuser gebaut! Jetzt stellen sie um die Wette Antraege auf Baukindergeld ...

Jedenfalls gebe ich @dottore recht, wie hier wieder dankenswerterweise hervorgeholt, dass die Sozialleistungen letztlich "billiger" wuerden, wenn man sie von einer ermuedenden Buerokratie unabhaengig machen wuerde. Ein Gutteil des sicherlich unterhalb eines ueblichen Beamten-Gehaltes angesiedelten BGE waere schon allein durch den Wegfall der Verteilungs-Buerokratie "gegenfinanziert".

Da diese Menschen allerdings fuer den regulaeren Arbeitsmarkt nicht taugen, ist mit wesentlich hoeheren Suizidraten und Gesundheitskosten unter den Freigesetzten zu rechnen.

Aber schlimmer als der unter seinem eigenen Gewicht zusammenbrechende "Sozial"staat kann das jedenfalls nicht werden, denn in letzterem Falle erhalten die Beamten noch Geld, auch wenn sie keines mehr zu verteilen haben, und die darbenden Soziale-Hilfen-Empfaenger hungern bereits und bringen sich um. Dann lieber gleiches Recht fuer alle.

Es gibt aber noch eine ganz andere Quelle, die gerne uebersehen wird: der von den Geheimdiensten mitorganisierte Rauschgiftmarkt saugt dermassen Gelder aus der Wirtschaft ab, dass man damit ganze Heerscharen alimentieren koennte:

"Allein das bei einem einzigen mexikanischen Drogenbaron bar zuhause gefundene Geld [22 Milliarden Dollar!] wuerde ausreichen, fuer zwoelf Jahre die Krankenversicherung aller US-Amerikaner zu finanzieren. ... Es wird vermutet, dass es ueber zwei Dutzend weitere solche Haeuser allein in Mexiko gibt ..."

22 Billion Dollars found: Photos of a Mexican drug lord's home after being raided

Dass es ueberhaupt solche harten Anti-Drogengesetze gibt, liegt ziemlich sicher daran, dass die "Bosse" selbst Politiker schmieren, den Verfolgungsdruck aufrechtzuerhalten. Auch wenn sie dabei ab und zu selbst Opfer der Verfolgung werden.

Wenn nun ein Bedingungsloses Grundeinkommen OHNE vorherige voellige Freigabe des Drogenmarktes kaeme, ja, wo wird dann ein Grossteil dieses "geschenkten" Geldes wohl, neben Fast-Food-Ketten, landen???

--
Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

22 Milliarden Dollar für 12 Jahre Krankenversicherung aller US-Amerikaner?

Philip Marlowe @, Location: Europe's Paymaster, Freitag, 26.06.2015, 23:01 vor 3859 Tagen @ CrisisMaven 5067 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 26.06.2015, 23:11

"Allein das bei einem einzigen mexikanischen Drogenbaron bar zuhause
gefundene Geld [22 Milliarden Dollar!] wuerde ausreichen, fuer zwoelf Jahre
die Krankenversicherung aller US-Amerikaner zu finanzieren. ... Es wird
vermutet, dass es ueber zwei Dutzend weitere solche Haeuser allein in
Mexiko gibt ..."

Zudem: 22 Milliarden Dollar in 1000-Dollar-Scheinen würden bei 1 Gramm pro Schein schlanke 22 Tonnen wiegen. Klar, die hat ein Drogenbaron zuhause herumliegen. Möglich, aber unwahrscheinlich.

Es würde dem Forum helfen, wenn du mehr über deine Beiträge nachdenkst und deine Quellen kritischer recherchierst.

Gruß,
Phil.M.

Gleichfalls ...

CrisisMaven ⌂ @, Freitag, 26.06.2015, 23:59 vor 3859 Tagen @ Philip Marlowe 5197 Views

Es würde dem Forum helfen, wenn du mehr über deine Beiträge nachdenkst und deine Quellen kritischer recherchierst.

Gleichfalls.

Wenn Du sonst aus ca. 5.000 meiner Beitraege einen haettest, von dem Du das sagen koenntest, dann will ich glatt drauf verzichten, auf das Verhaeltnis Deiner Gesamtzahl an Beitraegen zu denen, die man besser haette recherchieren koennen, naeher einzugehen [[freude]] ...

Und jetzt wirst Du uns bestimmt noch vorrechnen, angesichts der abgebildeten grossen Geldscheine, wieso das keine Milliarden sein koennten?

1 Milliarde Dollar in 100-Dollar-Noten sind 10.000.000 (zehn Millionen) Scheine.

Ich habe schon recht viele Paletten Druckerpapier verbraucht und deren Blaetter sind groesser. Eine Palette hat meist 100.000 Blatt. Das waeren also hundert Paletten.

Ein DIN-A4-Blatt hat 210 x 297 mm = 62.370 Quadratmillimeter.

Eine US-100-Dollarnote hat heutzutage 157 × 66 mm = 10.362 Quadratmillimeter. D.h. sechs 100-Dollarnoten auf ein DIN-A4-Blatt, d.h. ein Sechstel von hundert Paletten = ungefaehr knapp 17 Paletten.

Nach den veroeffentlichten Bildern zu urteilen (und es waren bestimmt jetzt nicht alle Fundstellen dokumentiert) stimmen genau diese Mengengerueste. Es sei denn, man hat selbst was eingenommen ...

Du gingst von 1.000-Dollarscheinen aus, dann waeren es gar nur ungefaehr zwei Paletten. Aber solche grossen Scheine horten nur Beamte. Geschaeftserfahrene bleiben bei den kleineren, weil die weniger auffallen und fungibler sind. Aber das Obige beweist ja zur Genuege Deine ueberragenden Mathematik- wie schon anderswo Deine Wirtschaftskenntnisse ...

Neid frisst Hirn ...

Und hiermit beende ich fuer heute wieder mal meine kostenlose, wertlose Beamten-Nachhilfe. Demnaechst auf Anforderung gerne noch mehr ... Versprochen.

Ach ja, zwoelf Jahre Gesundheitskosten fuer US-Buerger: kostet derzeit vermutlich 5.000 Dollar im Jahr [pro Kopf]. Bei knapp 320 Millionen Einwohnern sind das ca. 1.600.000.000.000 oder 1.600 Milliarden. Da hat der Autor des Berichts daneben gegriffen, auch wenn neben Banknoten im Wert von 22 Milliarden US-Dollar auch weitere Werte in womoeglich aehnlicher Hoehe (Gold, Schmuck, verzierte Waffen etc.) gefunden wurden inkl. Privatzoo und kuenstlicher Tropfsteinhoehle als Badezimmer:

"The money and valuables found in this one house alone, would be enough to pay for health insurance for every man woman and child in the USA for 12 years!"

Aber bitteschoen: die Angabe zur Krankenversicherung habe ich zitiert ... nicht als eigene Recherche ausgegeben. Dem Autor sei verziehen, dass er denselben Fehler begeht wie Obama und denkt, Krankenversicherung sei billig ...

Aber darum ging es in meinem Beitrag nicht, sondern: "It is estimated to be approximately 27 more of these houses in Mexico alone ..."

Allein in Mexiko soll es 27 weitere solche Schatzkammern geben. Dazu kommen aber noch Kolumbien, weitere lateinamerikanische Staaten, einige Hide-Outs in der Karibik sowie Afghanistan, ahem, Italien, u.v.a.m.

--
Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

Mal wieder ein langer Beitrag von dir, der nichts an der Grundaussage ändert

Philip Marlowe @, Location: Europe's Paymaster, Samstag, 27.06.2015, 00:34 vor 3859 Tagen @ CrisisMaven 4870 Views

Es bleiben 22 Tonnen Geldscheine, bei 100-Dollar-Scheinen sogar 220 Tonnen. Da kannst du soviel mit Paletten hin und her rechnen wie du willst.

Und dass du selber über deine zitierte Quelle nicht nachgedacht hast, gibt's du ja selber zu: "Aber bitteschoen: die Angabe zur Krankenversicherung habe ich zitiert ... nicht als eigene Recherche ausgegeben".

Also, was hat dein "5000 und x-ter"-Post dem Leser gebracht, außer redundante Infos und Verlinkungen auf alte Crisis Maven-Beiträge? Steigerst du durch deine dauernde Selbstverlinkung eigentlich dein Google-Ranking, oder was soll das?

Gewichtige Argumente ...

CrisisMaven ⌂ @, Samstag, 27.06.2015, 01:12 vor 3859 Tagen @ Philip Marlowe 4925 Views

Es bleiben 22 Tonnen Geldscheine, bei 100-Dollar-Scheinen sogar 220 Tonnen.
Da kannst du soviel mit Paletten hin und her rechnen wie du willst.

Ich habe Dir nicht widersprochen. Ich bin mehr der eidetische Lerntyp, drum sehe ich den abgebildeten Geldschein-Massen an, dass es sehr wohl zwischen zwei und 17 Paletten sein koennen.

Und in der Tat sind das zwischen 22 und 220 Tonnen. Irgendwo dazwischen.

Ja und? Wenn es, wie die Bilder zeigen, und sie waren bestimmt nicht vollstaendig, sich um soviel Geld handelte, dann wiegt es halt soviel. Wer auch nur ein hundertstel solchen Vermoegens besaesse, koennte sich einen Fussboden leisten, der das traegt. In jedem groesseren Supermarkt steht mehr Gewicht herum, als dort nahegelegt wurde.

Und dass du selber über deine zitierte Quelle nicht nachgedacht hast, gibt's du ja selber zu:

Doch, nachgedacht habe ich. Aber fuer das Argument war es nicht so wichtig. Naechstes Mal werde ich es genauer machen. Bin immerhin vom Fach.

"Aber bitteschoen: die Angabe zur Krankenversicherung habe ich zitiert ... nicht als eigene Recherche ausgegeben".

Solche Eingestaendnisse taeten anderen Foristen gut zu Gesicht stehen ...

Also, was hat dein "5000 und x-ter"-Post dem Leser gebracht, außer redundante Infos und Verlinkungen auf alte Crisis Maven-Beiträge?

Alt, aber nicht veraltet.

Steigerst du durch deine dauernde Selbstverlinkung eigentlich dein Google-Ranking, oder was soll das?

Aber nein, aber nein. Netto hast Du davon mehr PageRank abbekommen als ich. Weiter so [[top]] ...

--
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Also, dann sehen wir uns deinen "22 Milliarden" US-Dollar-Stapel einmal genauer an

Philip Marlowe @, Location: Europe's Paymaster, Samstag, 27.06.2015, 01:45 vor 3859 Tagen @ CrisisMaven 5062 Views

[image]
Ich schätze das Volumen auf 6m^3 (3m x 2m x 1m). Normales Papier hat eine Dicht von 800 kg / m^3. Seien wir großzügig und sagen eine Tonne pro m^3. Also bei 1000 Dollar-Scheinen 6 Milliarden Dollar.

Aber es sind keine 1000 Dollar-Scheine:
[image]
Das sind 100-Dollar-Noten.

Also aus deinen 22 Milliarden sind maximal 600 Millionen Dollar geworden. Ist ja auch nur ein knapper Faktor 37 dazwischen. Kann man die US-Krankenversicherung also nur knappe 4 Monate von bezahlen. Aber halt, dass mit den "12 Jahren" war ja auch Quatsch...

Wenn Du bitte noch ...

CrisisMaven ⌂ @, Samstag, 27.06.2015, 02:14 vor 3859 Tagen @ Philip Marlowe 4832 Views

... die anderen Stapel beruecksichtigen wuerdest? Und jene, die vermutlich nicht abgebildet sind?

Was hast Du bloss fuer Probleme mit dem Rechthaben muessen...

--
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Danke fuers Nachrechnen

CalBaer @, Samstag, 27.06.2015, 01:43 vor 3859 Tagen @ CrisisMaven 4867 Views

Ach ja, zwoelf Jahre Gesundheitskosten fuer US-Buerger: kostet derzeit
vermutlich
5.000 Dollar im Jahr
[pro Kopf]. Bei
knapp
320 Millionen Einwohnern
sind das ca. 1.600.000.000.000 oder 1.600
Milliarden. Da hat der Autor des Berichts daneben gegriffen,

Ich wollte schon fast nachfragen, wo es diesen superbilligen Tarif gibt. Hier zahlt man $2000+ pro Monat fuer eine vierkoepfige Familie (ohne Augen und Zaehne, das kostet nochmal extra).

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Uff, isch hann's geahnt ...

CrisisMaven ⌂ @, Samstag, 27.06.2015, 02:09 vor 3859 Tagen @ CalBaer 5118 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 27.06.2015, 02:12

... dass das einen vom Rauschgiftproblem ganz abweichenden Thread ergibt ... [[zwinker]]

Ich wollte schon fast nachfragen, wo es diesen superbilligen Tarif gibt. Hier zahlt man $2000+ pro Monat fuer eine vierkoepfige Familie (ohne Augen und Zaehne, das kostet nochmal extra).

Ich halte sogar die 5.000 Dollar, die Wikipedia da angibt, fuer untertrieben.

Aber die Schere zwischen 5.000 Dollar/Jahr juer JEDEN Kopf -statistisch- und den von Dir genannten 2.000 Dollar/Monat = 24.000 Dollar je Jahr ist andererseits auch nicht so ungewoehnlich: die Krankenkassen, insbes. in den USA, muessen sehr viel mehr rueckstellen, als im einzelnen Jahr an Ausgaben anfaellt.

Unter anderem liegt das auch an der Politik, in den meisten Bundesstaaten und nun auch noch ueber das Bundesgesetz Affordable Care Act ("Obamacare"), "mandatory inclusions", d.h. bestimmte Risikoeinschluesse, zur Auflage zu machen, die mancher gar nicht freiwillig waehlen wuerde, ebenso wie alle (!) Tarife Quersubventionen fuer eigentlich gar nicht Versicherungsfaehige enthalten (muessen). Das fuehrt auch zu einer Zersplitterung von Abrechnungsverbaenden, mit gewaltigen Folgen fuer die statistisch zu ermittelnden Rueckstellungen.

Hinzu kommt noch der grobe Unfug mit den vier Leistungs- und Praemien-Niveaus "bronze, silver, gold and platinum".

Gesunde werden bronze waehlen, sehr kranke platinum. Platin wird von Anfang an Defizite machen, da die hohe Praemie nur waehlt, wer netto dennoch mehr Krankheitskosten verursacht, als er freiwillig einzahlt.

Bronze wird Ueberschuesse machen, da dort diejenigen einzahlen, die gar keine Leistungen brauchen und am liebsten noch weniger absichern wuerden. Ergebnis: in wenigen Jahren wird es einen "Strukturausgleich" geben. Bronze muss Platin finanzieren. Bronze-Beitraege steigen auf Platin-Niveau. Ende vom Lied: eine Einheitsversicherung oder hohe staatliche Subventionen aus dem Steueraufkommen, was dasselbe ist. Haette man auch gleich haben koennen. Aber Obama wollte ja gewaehlt werden. Soviel Wahlkampfkosten haette der nie aufbringen koennen, wie das Betruegsmanoever kostet!

Weshalb es mich immer aergert, wenn das Wort Deregulierung in den Mund genommen wird. So wie die EU den Strommarkt durch "Liberalisierung" Ende der neunziger Jahre verstaerkt reguliert hat, so die USA die Krankenversicherungen.

Die 5.000 sind das Ergebnis ueber alle Koepfe. Beispiel fuer den Versicherungs-Aktuar:

Wenn EIN Mitspieler Lotto spielt, zahlt er mehr, viel mehr ein im Leben, als er jemals herausbekommt. Wenn er "sicherstellen" wollte, dass er jedes Mal gewinnt, muesste er vermutlich vier- bis zehnmal soviel an Einsatz einzahlen, als er jemals herausbekommt.

Wenn man aber ALLE Lottospieler zusammen betrachtet, dann -da die Haelfte an den Staat geht- muessen diese zusammenenommen "nur" doppelt soviel einzahlen, um das "Einfache" wieder herauszubekommen.

Kleine und mit gesetzlich verordneten Sonderrisiken behaftete KV-Abrechnungsverbaende sind eben nichts anderes, als (zu) kleine Lotto-Tip-Gemeinschaften!

Das Obamacare-Projekt wird auch ziemlich bald nach Ende von Obamas Amtszeit zusammenbrechen oder, wie bei uns, ueber "Gesundheitsreformen" gesundgebetet (werden muessen), wie man allethalben lesen kann.

--
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Ich koennte jetzt als einfacher Patient ueber das ineffzienteste Gesundheitswesen der Welt riesige Aufsaetze schreiben

CalBaer @, Samstag, 27.06.2015, 06:31 vor 3859 Tagen @ CrisisMaven 5146 Views

... aber das ueberlasse ich mal den Experten.

Ich wollte schon fast nachfragen, wo es diesen superbilligen Tarif gibt.

Hier zahlt man $2000+ pro Monat fuer eine vierkoepfige Familie (ohne Augen
und Zaehne, das kostet nochmal extra).

Ich halte sogar die 5.000 Dollar, die Wikipedia da angibt, fuer
untertrieben.

Was Wikipedia angibt, kommt sehr gut hin.

Aber die Schere zwischen 5.000 Dollar/Jahr juer JEDEN Kopf -statistisch-
und den von Dir genannten 2.000 Dollar/Monat = 24.000 Dollar je Jahr ist
andererseits auch nicht so ungewoehnlich:

$24.000/Jahr waere dann der Betrag fuer die gesamte Familie, also $6.000 pro Kopf.

die Krankenkassen, insbes. in den
USA, muessen
sehr viel mehr rueckstellen, als im einzelnen Jahr an Ausgaben
anfaellt
.

Vermutlich mussen die den Grossteil fuer Klagen zurueckstellen.

Unter anderem liegt das auch an der Politik, in den meisten Bundesstaaten
und nun auch noch ueber das Bundesgesetz Affordable Care Act ("Obamacare"),
"mandatory inclusions", d.h. bestimmte Risikoeinschluesse, zur Auflage zu
machen, die mancher gar nicht freiwillig waehlen wuerde, ebenso wie alle
(!) Tarife Quersubventionen fuer eigentlich gar nicht Versicherungsfaehige
enthalten (muessen). Das fuehrt auch zu einer Zersplitterung von
Abrechnungsverbaenden, mit
gewaltigen
Folgen fuer die statistisch zu ermittelnden Rueckstellungen
.

Hinzu kommt noch der grobe Unfug mit den vier Leistungs- und
Praemien-Niveaus
"bronze,
silver, gold and platinum"
.

Diese Tarife gab es auch schon vor dem ACA, sie hiessen nur anders. Bronze ist mit der hoechsten Selbstbeteilligung (ca. $10.000/Jahr plus $1.200/Monat Beitrag - Familie), Platin hat so gut wie keine Selbstbeteilligung aber bei fast allen Tarifen drueckt man fuer jeden Arztbesuch trotzdem 10 bis 50 Dollar ab.

Gesunde werden bronze waehlen, sehr kranke platinum. Platin wird von
Anfang an Defizite machen, da die hohe Praemie nur waehlt, wer netto
dennoch mehr Krankheitskosten verursacht, als er freiwillig einzahlt.
Bronze wird Ueberschuesse machen, da dort diejenigen einzahlen, die gar
keine Leistungen brauchen und am liebsten noch weniger absichern wuerden.
Ergebnis: in wenigen Jahren wird es einen "Strukturausgleich" geben. Bronze
muss Platin finanzieren.

Naja, das ist bei Versicherungen schon immer und ueberall so, dass die Gesunden die Kranken mitbezahlen. Das war im rein privaten System vor ACA auch nicht anders.

Und die Versicherten bezahlen die Unversicherten, die Zahlenden bezahlen die Nicht-Zahlenden (die Notbehandlungen muessen nun mal gemacht werden, egal ob versichert oder nicht, egal ob bezahlt wird oder nicht - die Kosten werden dann von den Versicherten/Zahlenden reingeholt). Das war im rein privaten System auch schon immer so.

Das Obamacare-Projekt wird auch ziemlich bald nach Ende von Obamas
Amtszeit zusammenbrechen oder, wie bei uns, ueber "Gesundheitsreformen"
gesundgebetet (werden muessen),
wie
man allethalben lesen kann
.

Es ist vor allem ein buerokratischer Wahnsinn, aber der war es vor ACA auch schon. Dafuer gibt es in den USA sogar einen spezifischen Beruf: Coder.

Jede Abrechnung einer medizinischen Leistung unterliegt bestimmten Bedingungen (Codes). Derzeit gibt es 144.000 verschiedene Bestimmungen (eine Verzehnfachung!!! seit den 1970ern) die beachtet werden muessen. Mit ACA ist es natuerlich noch komplexer geworden. Da wird natuerlich auch viel falsch gemacht und dann fleissig geklagt. Als Patient, blickt man sowieso nicht mehr durch und zahlt, oder auch nicht.
https://www.aapc.com/medical-coding/medical-coding.aspx

Ausserdem gibt es eine extreme Segmentierung des Gesundheitswesens, die den buerokratischen Aufwand in die Hoehe treibt, als auch den Wettbewerb verzerrt bzw. unmoeglich macht.

Tarife schwanken stark mit der Postleitzahl, wer in teuren Gegenden wohnt, zahlt halt viel mehr fuer die gleiche Leistung. Zudem beschraenken sich Krankenkassen regional, fuer mich gibt es sage und schreibe zwei Anbieter, die dann noch voellig identische Tarife und Leistungen anbieten. Wettbewerb gleich Null. Natuerlich gibt es noch andere Kassen, aber die sind nur ueber einen Arbeitgeber zugaenglich. Aber auch dort gibt es keine Wahl, man muss nehmen was der Arbeitgeber anbietet.

Medizinische Einrichtungen machen einzeln Vertraege mit den Kassen, welche Leistungen sie erbringen und was die kosten. Wer die Versicherung wechselt (z.B. durch Arbeitgeberwechsel) muss in der Regel auch alle Aerzte wechseln, weil die eben nur den Vertrag mit einer oder zwei Kassen haben. Das schraenkt natuerlich auch die Auswahl erheblich ein und die Arztsuche wird zur Herausforderung, weil man erst ueberall rumtelefonieren muss, ob der Arzt auch meine Kassen nimmt.

Dazu kommt die hohe Klagefreudigkeit von Patienten gegen Aerzte und Kassen, bei den abartigen Kosten fuer simple Behandlungen auch verstaendlich. Dies treibt wiederum die Tarife hoch, eine Spirale ohne Ende.

Die Verorgung ist natuerlich auf sehr hohem Niveau, nur leider ist das ganze sehr ineffizient. Darueber gibt es internationale Statistiken und die USA schneiden schlecht ab: Wieviel Geld reingepumpt wird und wie dann der gesundheitliche Zustand der Bevoelkerung aussieht. Die Privatwirtschaft ist in dieser Frage eben voellig unfaehig, weil diese Branche extrem von Kartellen, Lobbies und Buerokratie kontrolliert wird (schon lange vor ACA).

Ich hoffe sogar, dass dieses System schnell zusammenbricht. Es wurden ja schon wieder Tarifsteigerungen angekuendigt, nur wird die kaum noch jemand zahlen koennen, selbst bei einkommensabhaengigen, subventionierten Tarifen.

Ich finde das britische Modell weit effizienter (ich war dort sogar mal ein paar Tage im Krankenhaus, die Behandlung und Pflege waren OK, nicht ganz so sauber und neu wie in D, aber ich musste keinen Penny zahlen). Das US-System moegen nicht mal die Amerikaner, besonders wenn sie vergleichen koennen, wie es z.B. in GB aussieht. Ich koennte da jetzt noch endlos Anekdoten von Bekannten erzaehlen.

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Anmerkungen zu US-, britischem und sonstigen Kranken"versicherungs"-"Modellen" ...

CrisisMaven ⌂ @, Samstag, 27.06.2015, 12:14 vor 3859 Tagen @ CalBaer 5092 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 27.06.2015, 12:21

$24.000/Jahr waere dann der Betrag fuer die gesamte Familie, also $6.000 pro Kopf.

Aha, hatte mich doch schon gewundert. USA hat, anders als Deutschland, in der privaten Krankenversicherung auch diese "Familienversicherung", waehrend wir strikt Einzeltarife haben. Siehe weiter unten.

Vermutlich mussen die den Grossteil fuer Klagen zurueckstellen.

Weniger das, aber das ist (m)eine Vermutung. Rueckstellungen darf man ja (eigentlich) nur machen, wenn der Anlass hinreichend konkret ist. Und darueber befinden letztlich (in Gemeinschaft mit Wirtschaftspruefern und Gerichten/Rechtsprechung) Behoerden, vor allem Steuerbehoerden. Da der Staat USA meint, alles sei in Butter, gehe ich eher von einer Unterdrueckung solcher Rueckstellungsgelueste aus.

Auch ist es so, dass man nicht beliebig rueckstellt in einer praemienfinanzierten Versicherung, denn dann muss man ja die Rueckstellungen aus den damit steigenden Praemien dotieren! Endergebnis: weniger Kunden, d.h. weniger Praemienzahler und damit aufgrund geringerer statistischer Basis noch hoehere "Ungewissheits"-Praemien.

So funktioniert das KV-Geschaeft eben gerade nicht ... auch wenn immer ueber hohe Praemien gescholten wird. Reich wird von denen mit Ausnahme weniger Betruegervereine niemand, jedenfalls nie, solange es noch mindestens einen Konkurrenten gibt.

Diese Tarife gab es auch schon vor dem ACA, sie hiessen nur anders.

Ja schon, aber damals war der Beitritt freiwillig. Das macht einen Riesenunterschied. In einem Zwangssystem, das auch jeden aufnehmen muss, waehlt jede(r) den fuer ihn "guenstigsten" Tarif und unterlaeuft damit die Risikomischung, die frueher auch ueber die Aufnahmepolitik gesteuert war. Diese ist mit ACA i.W. weggefallen. Wenn man das tut, muss man letztlich eine Einheitsversicherung einfuehren ... wie in Deutschland bei den Sozialversicherungen.

Ja, haben wir nicht "verschiedene" oeffentliche Krankenversicherungen? Nein, das sieht nur so aus. Ueber den Risikostrukturausgleich ist vor Jahren praktisch eine Einheitsversicherung geschaffen worden. Verlassen die "Gesunden" eine oeffentlich-rechtliche deutsche Krankenkasse und gehen zu einer "billigeren", dann wird diese dadurch nicht etwa noch billiger - was sie ja durch Risikoabsenkung seitens neuer, noch gesuenderer Mitglieder werden muesste, sondern ... teurer. Denn: sie muss nun die ueberdurchschnittlich Kranken, die in der alten KV verblieben sind, ueber den Ausgleich mitfinanzieren. Die dadurch installierte Buerokratie tut ein uebriges. Da aber manche Krankenkassen geringere Verwaltungskosten haben, andere (Betriebskrankenkassen) von den zugehoerigen Unternehmen heimlich quersubventioniert werden, sieht es (noch) so aus, als gaebe es unter deutschen Sozialkassen "Wettbewerb". Ist aber ein Huetchenspiel ...

Das waere etwa so, wie wenn ALDI an Lidl Ausgleichspraemien zahlen muesste, wenn deren Muesli billiger wird und dadurch Lidl weniger verdient und der Regalplatz fuer Lidl-Muesli dadurch anteilig teurer wird ...

Naja, das ist bei Versicherungen schon immer und ueberall so, dass die Gesunden die Kranken mitbezahlen.

NEIN!!! Natuerlich bezahlen die, bei denen nie eingebrochen wird, die mit, bei denen eingebrochen wird. Aber VORHER! Aber wer zu welcher Kategorie gehoert, weiss er vorher nie. Sonst wuerde sich ja nur der versichern, bei dem "sicher" eingebrochen wird, alle anderen nicht. Und da eine Versicherung Geld kostet fuer Verwaltung, wuerden folglich selbst die, bei denen in Zukunft eingebrochen werden wird, sich auch nicht versichern ...

Wenn man aber alle bereits Kranken oder solche mit hohem Risiko zum selben Geld "versichert" wie die weniger Risikobehafteten, dann ... versichern sich vorzugsweise die Kranken, und die Gesunden lieber nicht. Wenn man sie nun alle zwingt, dann werden die ... Gesunden Bronze waehlen, die Kranken Platin. Und ueber kurz oder lang wird man bei Platin Konkurs gehen oder ... den Bronze-Ueberschusstopf anzapfen. Wie war das gleich. Ach ja, nennt sich ... Risikostrukturausgleich.

Am Ende steht zwangslaeufig die Einheits"versicherung". Das ist aber keine Versicherung. Da zahlt der Gebirgsbewohner nun Hochwasserversicherung fuer den, der sein Haus zu nahe an die Oder baut.

Das war im rein privaten System vor ACA auch nicht anders.

Ja, ich habe mich, aus rechtsvergleichendem Interesse, mit der US-Krankenversicherung schon seit den Siebzigern befasst. Es war nur eben von Bundesstaat zu Bundesstaat anders, d.h. man konnte wenigstens vergleichen, wer den groessten Mist baut. Obama hat nun den jeweils groessten Mist genommen, statt die schlankste Loesung, und sie allen aufgedrueckt. Und wird darum bei genau dieser Einheitsversicherung landen (muessen).

Und die Versicherten bezahlen die Unversicherten, die Zahlenden bezahlen die Nicht-Zahlenden (die Notbehandlungen muessen nun mal gemacht werden, egal ob versichert oder nicht, egal ob bezahlt wird oder nicht - die Kosten werden dann von den Versicherten/Zahlenden reingeholt). Das war im rein privaten System auch schon immer so.

Der Unterschied ist aber: wer sich frueher nicht versicherte, setzte sich nicht freiwillig in die Notaufnahme. Jetzt dagegen wird er zwangs-platin-versichert. Jetzt har er/sie Ansprueche. Wie oft habe ich mir schon anhoeren muessen, dass Menschen "soviel" fuer die Hausratversicherung zahlen und "man hat nix davon". Wer die Trolle fuettert, bekommt eine Einheitsversicherung. Das ist nicht herzlos dahingesagt, mit den Trollen. Sondern: wenn es Menschen gibt, die nicht versicherbar sind, dann muss man das evtl. aus einem allgemeinen Steuertopf finanzieren. Aber man soll bitteschoen nicht Privatunternehmen in die Kalkulation eingreifen und es heimlich tun! Warum denn darf die KFZ-Versicherung schadensabhaengige Tarife haben? Ist "Mobilitaet nicht ein Menschenrecht"? Oh, wie ich diese Gesundheitsheuchelei hasse!!!

Es ist vor allem ein buerokratischer Wahnsinn, aber der war es vor ACA auch schon. Dafuer gibt es in den USA sogar einen spezifischen Beruf: Coder.

Gibt es auch bei uns - nennt sich Kodierhilfe. Wer sie nicht nutzt, hat entweder Geld verschenkt oder muss eine teurer-ausgefuchste Praxishilfe zusaetzlich einstellen. Die ihm der naechste Arzt ueber LinkedIn/Jobboerse bald wieder abwirbt ...

Jede Abrechnung einer medizinischen Leistung unterliegt bestimmten Bedingungen (Codes).

Bei uns auch. Nur sind die USA immer ein paar Jahr(zehnt)e voraus.

Ausserdem gibt es eine extreme Segmentierung des Gesundheitswesens, die den buerokratischen Aufwand in die Hoehe treibt, als auch den Wettbewerb verzerrt bzw. unmoeglich macht.

Das haben i.W. die Gesetzgeber in den Bundesstaaten mit verursacht und zusaetzlich tun Medicaid, Medicare und Veteran Administration und noch ein paar mehr ihr Uebriges dazu. Was glaubt man denn, wie das deutsche Gastgewerbe aussaehe, wenn man dort ein aehnlich buntes halbstaatliches Angebot zusaetzlich einfuehrte!

Tarife schwanken stark mit der Postleitzahl, wer in teuren Gegenden wohnt, zahlt halt viel mehr fuer die gleiche Leistung.

Weil der Arzt, der dort praktiziert

a) auch mehr fuer seine Praxisraeume zahlt

und

b) die gutbetuchtere dort wohnende Klientel ihn auf hoehere malpractice-Schaeden verklagt.

Ist bei Wohnungsmieten nicht anders, Schwabing kostet anders als Zonenrandgebiet. Waere das nicht so, muesste man muehsam ueber noch mehr staatliche Regulierung die Zonenrtandfluechtlinge davon abhalten, in Schwabinger Wohnungen mit Gewalt eindringen zu wollen. Ich verstehe echt nicht, warum das alles bei Krankenversicherung anders sein soll als beim Baecker um die Ecke.

Zudem beschraenken sich Krankenkassen regional, fuer mich gibt es sage und schreibe zwei Anbieter, die dann noch voellig identische Tarife und Leistungen anbieten. Wettbewerb gleich Null.

WEIL die Bundesstaaten in USA den ueberregionalen Wettbewerb brutalst (!) unterdrueckt haben!!! Oder gibt es im "land of the free" auf einmal "Ladehemmung" beim Verdienen-Wollen an Gesundheitsleistungen? Warum dringt kein Wettbewerber in diesen "kuschligen" Markt vor? Vielleicht weil er sich grade erst, wie ich die Berichte seit Jahrzehnten in USA verfolge, seine Wunden leckend unter Verlust zurueckgezogen hat???

Natuerlich gibt es noch andere Kassen, aber die sind nur ueber einen Arbeitgeber zugaenglich. Aber auch dort gibt es keine Wahl, man muss nehmen was der Arbeitgeber anbietet.

Ja, der hat damit auch seine Buerokratie. In dessen Kantine gibt es auch nicht Essen auf Wunsch ("... da steht nur Brathaehnchen auf der Karte heute, ich haette es aber gerne gekocht, komme in einer halben Stunde wieder, Herr Kantinenkoch! Dann aber dalli!"). Warum muss bei Krankenversicherung immer alles anders sein??? (Hinzu kommt allerdings noch die Unsitte, dass sich Mitarbeiter von Personalabteilungen an illegalem Provisionssplitting bereichern; sie geben also bestimmten Versicherern deshalb den Vorzug. Was wiederum dem System geschuldet ist ...)

Medizinische Einrichtungen machen einzeln Vertraege mit den Kassen, welche Leistungen sie erbringen und was die kosten. Wer die Versicherung wechselt (z.B. durch Arbeitgeberwechsel) muss in der Regel auch alle Aerzte wechseln, weil die eben nur den Vertrag mit einer oder zwei Kassen haben.

Ja, hallo, da hab' ich ein Auto von Mercedes und der Toyotahaendler guckt mich schief an ... Warum, warum, warum, muss bei KV alles anders sein? Da muss der Mond nachts die Sonne sein ...

Das schraenkt natuerlich auch die Auswahl erheblich ein und die Arztsuche wird zur Herausforderung, weil man erst ueberall rumtelefonieren muss, ob der Arzt auch meine Kassen nimmt.

Nun ja, das muessen dumme Aerzte sein. Bei Toyota steht es direkt auf der Webseite, welche Autos die reparieren ... Denke nie an Verschwoerung, wenn es auch Bloedheit sein koennte ...

Dazu kommt die hohe Klagefreudigkeit von Patienten gegen Aerzte und Kassen, bei den abartigen Kosten fuer simple Behandlungen auch verstaendlich. Dies treibt wiederum die Tarife hoch, eine Spirale ohne Ende.

Ja, weil die Anwaelte, anders als Aerzte, nicht haften; sind als Juristen halt "von Fach" [[freude]]. Selten wird mal einer wegen einer frivolen Klage mit einer Busse belegt, obwohl das US-Zivilrecht das hergibt.

Die Verorgung ist natuerlich auf sehr hohem Niveau, nur leider ist das ganze sehr ineffizient. Darueber gibt es internationale Statistiken und die USA schneiden schlecht ab: Wieviel Geld reingepumpt wird und wie dann der gesundheitliche Zustand der Bevoelkerung aussieht.

Ja, das wuerde aehnliche Statistiken ueber verlotterte Autos geben und die Kosten fuer deren Wartung, wenn alle Autobesitzer mit ihren Autos so umgingen, wie mit ihren Koerpern ...

Die Privatwirtschaft ist in dieser Frage eben voellig unfaehig, weil diese Branche extrem von Kartellen, Lobbies und Buerokratie kontrolliert wird (schon lange vor ACA).

Weil es ein "sanitaer-industrieller" Stamokap-Verein ist. Die Sache freigeben statt regulieren und ploetzlich wuerben Aerzte und Hospitaeler um Kunden. Soll, habe ich mal gehoert, bei Hotels ganz gut funktionieren. Bei Autowerkstaetten auch.

Ich hoffe sogar, dass dieses System schnell zusammenbricht.

Das wird erhoert werden.

Es wurden ja schon wieder Tarifsteigerungen angekuendigt, nur wird die kaum noch jemand zahlen koennen, selbst bei einkommensabhaengigen, subventionierten Tarifen.

Klar nicht, wer brennende Haeuser versichern muss, geht daran pleite. Herzlos ist es, das nicht sehen zu wollen.

Ich finde das britische Modell weit effizienter (ich war dort sogar mal ein paar Tage im Krankenhaus, die Behandlung und Pflege waren OK, nicht ganz so sauber und neu wie in D, aber ich musste keinen Penny zahlen).

Hm, wer zahlt das denn jetzt, wenn jeder Tourist in UK kostenlos behandelt wird? Den Buerokraten im britischen Krankenhaus ist es naemlich zu arbeitsaufwendig, ueber das Europaeische Sozialversicherungsabkommen die Kosten vom europ. Heimatstaat des Touristen einzufordern. Denn: sie werden ja ohnehin honoriert. Drum ist der britische NHS seit Jahrzehnten ein schwarzes finanzielles Loch. Klar, dass der nur leicht erkrankte Durchreisende das nicht merkt. Das merkt erst, wer dort todkrank sitzt.

Elli hat es drastisch hier geschildert:

Das Gesundheitssystem in Irland ist offenbar eine Katastrophe (Anm.: das ist dem britischen NHS nachempfunden!)

Das US-System moegen nicht mal die Amerikaner, besonders wenn sie vergleichen koennen, wie es z.B. in GB aussieht.

Koennen sie aber nicht. Das sind entweder Durchreisende, Geschaeftsreisende oder nur voruebergehend stationierte Expats. Meist "jung und gesund". Schau Dir dagegen Ellis Tochter an. Fliegt extra wegen einer Spritze kurz mal so nach Deutschland zurueck. Weil der dem britischen vergleichbare irische NHS ja so toll ist???

Diesen US-Schnullis wuerde schon noch Hoeren und Sehen vergehen, wenn sie dort bis Lebensende leben muessten.

Ich koennte da jetzt noch endlos Anekdoten von Bekannten erzaehlen.

Ja, das ist das Problem der anecdotal evidence. Ich habe dort laenger gelebt, auf den "britischen Inseln" ... Nicht dass anecdotal evidence fuer sich genommen falsch waere. Sie taugt aber nicht, um ein System zu planen. (Solche) Systeme sind naemlich nicht planbar.

--
Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

Hast natuerlich recht, die privatrechtliche Versicherungen ist in diesem Bereich sowieso ein Unding

CalBaer @, Samstag, 27.06.2015, 21:20 vor 3858 Tagen @ CrisisMaven 4578 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 28.06.2015, 19:26

Naja, das ist bei Versicherungen schon immer und ueberall so, dass die

Gesunden die Kranken mitbezahlen.

NEIN!!! Natuerlich bezahlen die, bei denen nie

eingebrochen wird, die mit, bei denen eingebrochen wird. Aber VORHER! Aber > wer zu welcher Kategorie gehoert, weiss er vorher nie. Sonst wuerde sich ja > nur der versichern, bei dem \"sicher\" eingebrochen wird, alle anderen nicht....

Da hast Du natuerlich recht, nur leider ist es im US-Gesundheitswesen erzwungen, dass die Unversicherten Leistungen von den Versicherungen in Anspruch nehmen (auch schon vor ACA). Ein Versicherungsmodell kann so nie ordentlich funktionieren. Die Krankenversicherung privatwirtschaftlich betreiben zu wollen, ist eben m.M.n. ein Unding. Krankheitsrisiken sind eben zum Teil Folge der Gesellschaft allgemein und zum Teil reines Lotto.

vergleichen koennen, wie es z.B. in GB aussieht.

Koennen sie aber nicht. Das sind entweder Durchreisende,

Geschaeftsreisende oder nur voruebergehend stationierte Expats.
Meist \"jung und gesund\".

Ich kenne eine Familie mit grossen Kindern, die dort laenger gelebt und gearbeitet haben. Die Mutter ist Krankenschwester sie steckt sogar im Gesundheitswesen drin.

Diesen US-Schnullis wuerde schon noch Hoeren und Sehen vergehen, wenn sie
dort bis Lebensende leben muessten.

Umgekehrt verginge den Briten in den USA genauso Hoeren und Sehen, wenn sie auf Medicaid angewiesen waeren. Da ist kein grosser Unterschied.

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
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Der CrisisMaven macht die Krankenversicherung billig fuer Amerikaner.

Dragonfly @, Samstag, 27.06.2015, 09:47 vor 3859 Tagen @ Philip Marlowe 4832 Views

"Allein das bei einem einzigen mexikanischen Drogenbaron bar zuhause
gefundene Geld [22 Milliarden Dollar!] wuerde ausreichen, fuer zwoelf

Zudem: 22 Milliarden Dollar in 1000-Dollar-Scheinen würden bei 1 Gramm
pro Schein schlanke 22 Tonnen wiegen. Klar, die hat ein Drogenbaron zuhause
herumliegen. Möglich, aber unwahrscheinlich.

Naja. Beim guten Escobar war das wohl so. Angeblich hat der pro Jahr pauschal 10% seines Vermoegens auf grund von "Rattenfrass" am Papiergeld abgeschrieben. So erzaehlt man es sich.

Es würde dem Forum helfen, wenn du mehr über deine Beiträge nachdenkst
und deine Quellen kritischer recherchierst.

Ach was, der CM macht die Krankenversicherung billig fuer Amerikaner.

Eine gute Versicherung wuerde um die 500 Dollar kosten (eher mehr). Klar gibt es auch superbillige, aber das sind dann keine wirklichen Versicherungen mehr.

Ueberschlagsrechnung:

12*500=6000 US$ pro Jahr.
300.000.000 US Amerikaner * 6000 US/pro Jahr/Amerikaner * 12 Jahre=

das sollten um die 22.000.000.000.000 US Dollar. Die ersten beiden Zahlen stimmen schon mal ueber ein. Aber 22 Milliarden Dollar sind fuer mich: 22.000.000.000

Zum bildlichen vergleich:
22.000.000.000.000
vs
22.000.000.000


Vielleicht sind die ehemals Unversicherten gemeint?

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