Nebenschauplatz Österreich

Martino @, Donnerstag, 25.06.2015, 10:42 vor 3861 Tagen 3651 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 25.06.2015, 14:38

Guten Morgen,

während die Brüsseler Putsch-Agenten wohl schon an der neuen griechischen Regierung feilen,
(Moscovici trifft Theodorakis https://twitter.com/L0gg0l/status/613813881945899008), und der Dax wohl heute die Lagardsche Ohrfeige an Varoufakis feiert (oder einfach nur auf einer Elliott-Welle surft), wird in Österreich ein Volksbegehren für einen EU-Austritt aufgestellt.

https://www.youtube.com/watch?v=GAKeld4iANY

Mich würde interessieren, wie das in Österreich im Mainstream aufgenommen wird. Claus Kleber schweigt ja in Deutschland zum Thema. Wird das im ORF diskutiert (vor Mitternacht?).
Im obigen Video der Pressekonferenz wird ja erwähnt, man habe Krone und ORF häufig angeschrieben, aber sei erfolgreich ignoriert worden.

Gute PR-Berater scheinen die ja nicht zu haben. Anti-Euro-Terroristen werden gerne als "ewig-gestrige" abgestempelt, wenn man sich dann noch vor solchen Gardinen präsentiert, hat man es nicht leichter! Aber inhaltlich einige tolle Beiträge. Zum Beispiel wird erklärt, wie Dank der EU-Sanktionen gegen Russland die Steirischen Äpfel nun halt über Serbien exportiert werden (natürlich gegen Provision).

Was sagen die gelben Österreicher zum Thema?

MfG
Martino

Achtung: Ein Volksbegehren ist keine Volksabstimmung + meine Meinung zur Kronen-Zeitung

Phoenix5, Donnerstag, 25.06.2015, 12:12 vor 3861 Tagen @ Martino 2904 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 25.06.2015, 12:44

wird in Österreich ein Volksbegehren für
einen EU-Austritt aufgestellt.

https://www.youtube.com/watch?v=GAKeld4iANY

Mich würde interessieren wie das in Österreich im Mainstream aufgenommen
wird. Claus Kleber schweigt ja in Deutschland zum Thema. Wird das im ORF
diskutiert (vor Mitternacht?).
Im obigen Video der Pressekonferenz wird ja erwähnt, man habe Krone und
ORF häufig angeschrieben, aber sei erfolgreich ignoriert worden.

Soweit ich es mitbekommen habe, haben in Österreich die meisten Medien davon berichtet - zwar nur am Rande, aber immerhin und auch die FPÖ hat ihre Sympathie mit dem Volksbegehrens kundgetan. Das ist mehr als man erwarten kann, da ein Volksbegehren jeder initiieren kann. Wie der Name schon sagt, geht es dabei nur um das Begehren des Volkes. Kommt der Initiator des Volksbegehrens innerhalb einer Woche auf mehr als 100.000 Unterschriften von Wahlberechtigten, dann muss das Thema im Nationalrat diskutiert werden: Mehr nicht. Wenn also alle Parteien für einen Verbleib in der EU sind (und machen wir uns keine Illusionen: Auch die FPÖ ist grundsätzlich für einen Verbleib), dann hat das Begehren bestenfalls symbolischen Charakter.

Und was die Behauptung betrifft, die Krone hätte das Begehren ignoriert:

1. Glaube ich das nicht, da die Krone wohl das eu-kritischste Boulevard-Blatt Europas ist und
2. Muss ich hier auch mal eine Lanze für die Krone brechen:

Die Krone scheint in meinen Augen eines der unabhängigsten Medien zumindest im deutschsprachigen Raum zu sein. Man kann vom Niveau der Krone halten was man will, aber dafür dass sie ein Massenblatt ist (und soweit ich weiß das auflagenstärkste Massenblatt Europas in Relation zur Gesamtbevölkerung eines Staates) ist das Niveau sehr hoch (z.B. verglichen mit der deutschen Bild-Zeitung ist es ein Qualitätsblatt) und es werden zu allen Themen echte Hintergrundinformationen geliefert, die man sonst in keinen anderen Medien findet, sobald sie der transatlantischen Propaganda widersprechen.
Was die Krone für dieses Land getan hat, sollte man nicht unterschätzen und sieht man noch heute an dem bei weitem offeneren Umgang mit allen Themen, die beispielsweise in Deutschland völlig tabuisiert sind. Die Krone war das erste - zumindest deutschsprachige - Blatt, dass offen und kritisch über TTIP und TISA informierte und sogar eine Petition (samt Plakaten) dagegen ins Leben rief. Erst danach kamen transatlantische Propaganda-Blättchen wie "Der Standard" in Zugzwang überhaupt darüber berichten zu müssen (die hätten es am liebsten verschwiegen). Der Krone haben wir es zu verdanken, dass Österreich das TTIP-kritischste Land der gesamten EU ist. Auch im Ukraine-Konflikt wurde die russische Position - soweit ich das mitbekommen habe - miteinbezogen und fair berichtet und gerade jetzt läuft die Krone in der Sonntags-Ausgabe regelmäßig Sturm gegen das Bargeldverbot, das bereits in der Luft liegt.
Nicht umsonst führte der alte Dichand (mittlerweile verstorben) jahrelang einen Kampf gegen den deutschen WAZ-Konzern (der jetzt vom jungen Dichand fortgeführt wird), der die Krone für sich vereinnahmen wollte und will (das Blatt ist den Transatlantikern wohl schon sehr lange ein Dorn im Auge).

Das alles sollte man im Hinterkopf behalten, wenn wieder irgendein Möchte-gern-Intellektueller über die Krone lästert und dabei erhaben sein transatlantisches Propaganda-Medium durchblättert. Intellektuell zu sein bedeutet ja heute nichts anderes als für Feminismus und gegen Homophobie und Nazis zu sein - wenn man sich dieses Mäntelchen als Zeitung umhängt, kann man daneben Kriegshetze betreiben, Propaganda verbreiten und Lügen auftischen ohne Ende: Die "Intellektuellen" werden applaudieren.

Beste Grüße
Phoenix5

Meine Meinung

helmut-1 @, Siebenbürgen, Donnerstag, 25.06.2015, 23:02 vor 3860 Tagen @ Martino 2277 Views

Tja, wie denkt ein Österreicher drüber.

Ich persönlich gebe der Aktion wenig Chancen. So wie ich meine Landsleute kenne. Meckern, nörgeln, (bei uns heißt das "raunzen"), aber konkret was verändern, - wohl kaum.

Ich persönlich bin schon für die EU, - als visionäre Idee. Aber nicht mit diesen Spielregeln. Da gehört einiges geändert, - zum Wohle aller EU-Bürger.

Aber Grenzen will ich keine mehr haben. Ich hab genug darunter gelitten, als ich meinen Betriebsumzug durchgeführt habe. Von allen habe ich mein Fett abbekommen, von den Deutschen, den Österreichern, den Ungarn, den Rumänen, den Slowaken. Ich könnte sie alle auf den Mond schießen, die uniformierten Geier mit den dicken Oberarmen.

Wenn einer meint, dass dadurch die Kriminalität unterstützt wird, wenn keine Grenzkontrollen mehr sind, - dann ist das eine schwache Behauptung. Denn die Kriminellen finden immer Wege, - auch mit Grenzkontrollen.

Am System gehört vieles geändert. Insbesonders an der Art der Kontrollen. Kontrollen, ob ein Bauer die Milch direkt vom Hof verkauft, weil das nicht sein darf, oder wenn man zuhause sein Schwein schlachtet, weil das auch nicht sein darf (aber ich mach ohnehin, was ich will), - alles unnötige Kontrollen.

Kontrollen, wohin die Millionen gehen, und wie sie eingesetzt und verwaltet werden, - das wäre wichtig. Aber nein, das wird laut bilateralen Vereinbarungen dem jeweiligen Mitgliedsland überlassen. Hier in RO werden Millionen von Euros in der Infrastruktur verbuttert, - oftmals sinnlos. Neubau von Kanalisationen, die in D oder A für mehrere Generationen ihren Dienst tun, sind hier innerhalb von wenigen Jahren schon reparaturbedürftig, weil die Kerle keine Ahnung von anständiger und fachlich richtiger Bauweise haben, und dazu von niemanden kontrolliert werden. Oder nur von sog. rumänischen Fachleuten, die selbst keine Ahnung haben oder/und total korrupt sind.

Was da an Geld den Bach runtergeht, - es ist unvorstellbar. Aber niemand kontrolliert.

Also, - ein geeintes Europa finde ich gut, - aber nicht mit diesen Spielregeln. Und der Euro, - das wäre das Letzte in der europäischen Reihenfolge. Ich bin kein Volkswirtschaftler, - aber eines leuchtet mir schon ein. Solange nicht sämtliche tangentialen Bedingungen, wie Sozialsysteme, Rentensysteme, Einkommensstruktur, Ausbildungsbedingungen sowie Gleichstellung von Berufsabschlüssen, Energiekosten, etc. etc. etc. im innereuropäischen Raum angepaßt sind, solange kann eine gemeinsame Währung nur destruktiv sein. Nicht einmal die Verkehrsregeln sind in den EU-Ländern gleich.

Diese Währung ist darauf angelegt, Unfrieden und Zerwürfnis zu stiften, - wie es ja an GR, I, E, etc. zu beobachten ist. Dadurch wird die europäische Idee zerstört, bevor sie sich vernünftig etabliert hat. Aber das war der "Traum" von einem berühmten Namensvetter von mir (was den Vornamen betrifft), der überall blühende Landschaften schaffen wollte, was zumeist in die Hose gegangen ist.

Dieser Herr ist (meines Wissens) der einzige Ausländer, dem man den Josephsorden verliehen hat (nicht zu verwechseln mit dem bayrischen Max Josephsorden). Das ist die höchste jüdische Auszeichnung, ein jüdischer Blutorden, den nur wenige ausgewählte Personen verliehen bekommen, die sich in außerordentlicher Weise für die jüdischen Interessen eingesetzt haben. Neben dem genannten Herrn bekam ihn Menachem Begin, Ben Gourion, Golda Meir, und noch einige Wenige.

Ich will auf diesem Orden nicht herumreiten, auch nicht auf der Mitgliedschaft in der jüdischen Freimaurerloge “B`nai B`rith”, die eine der mächtigsten Organisationen darstellt, die am "Rädchen" dreht.

Ich will damit nur klarstellen, dass nur er alleine weiß, warum er trotz aller Warnungen von Fachleuten den Euro viel zu früh eingeführt hat, der nun beginnt, die europäische Idee durch die zu erwartete Zerreißprobe zu zerstören.

Aber das alles hat nichts mit einem vernünftigen gemeinsamen Europa zu tun, das wir - mit Augenmaß und vernünftigen Regeln ausgestattet - unsern Kindern und Enkeln schuldig sind.

Grenzkontrollen und Kriminalität

Leisereiter @, Freitag, 26.06.2015, 11:37 vor 3860 Tagen @ helmut-1 1969 Views

Ich stimme dir sonst allgemein zu, aber

Wenn einer meint, dass dadurch die Kriminalität unterstützt wird, wenn
keine Grenzkontrollen mehr sind, - dann ist das eine schwache Behauptung.
Denn die Kriminellen finden immer Wege, - auch mit Grenzkontrollen.

... da muss ich was anmerken, weil ich selbst über 10 Jahre in einem kriminalistischen Beruf in Österarm gearbeitet und davon 2 Jahre nur mit Dieben zu tun gehabt habe (und die restlichen Jahre auch noch, sporadisch).

Die Diebe waren zu 80 Prozent nichtösterreichischer Herkunft.
LKWs und Kastenwägen voller Diebesgut fahren Tag und Nacht gen Osten.
Nur ein paar Beispiele:
Kupferkabel aus Erdungsleitungen der österr. Bundesbahn (deshalb sind immer wieder Strecken gesperrt, und es werden laufend Kupferkabel durch Alu-Kabel ersetzt. Wieviel das –uns alle- wieder kostet, kannst du selber ergoogeln. Alu ist zwar als Kabel nicht gut geeignet, wird aber wenigstens kaum gestohlen, zu derzeitigen Marktpreisen.
In Wien-Floridsdorf wurden am hellichten Tag die Kupferdachrinnen von einer Kirche abmontiert – der Pfarrer kam zufällig dazu und konnte den Diebstahl verhindern. Kupferne oder messingene Blumenvasen und Grablaternen sind schon von allen Friedhöfen verschwunden.
Alle Kirchen standen früher auch außerhalb der Mess-Zeiten offen, viele auch nachts – heute unvorstellbar.
Traktoren werden von deutschen und österreichischen Bauernhöfen weg gestohlen und wandern als Alteisen in östliche Stahlschmelzen.
Und von den Autodiebstählen weiß ohnehin jeder, auch wenn er –noch- nicht selbst betroffen war.

Lösung: Grenzkontrollen, aber nur zur Bekämpfung echter Kriminalität und zur Dokumentation:

1. Hat jeder ein gültiges Ausweisdokument bei sich? Zur Fahndung ausgeschrieben?

2. WER führt WELCHE WARE oder WELCHES AUTO mit sich: Einfach nur fotografieren, alle Waren, auch alle vorhandenen Fahrgestellnummern, Typenschilder auf Geräten etc. und jeweils in einer Datei mit dem Ausweisfoto dessen, der die Ware über die Grenze bringt, speichern.

Wegen Datenschutz werden die Daten nach einem halben Jahr gelöscht, wenn sie bis dahin nicht einer Straftat zugeordnet wurden.

Bis die Diebstahlsanzeigen eintrudeln, dauert es meist ein paar Tage (bis Wochen, wenn der wahre Eigentümer auf Urlaub war)

… und dann bekommt der Bestohlene Fotos von an der Grenze fotografierten Waren gezeigt und kann die seinen identifizieren, und man hat dann auch gleich das Ausweisfoto des Diebes (oder Hehlers) dabei.

Zwar haben die Diebe allerlei Ausreden, aber wenn dann einer schon zum dritten Mal mit Diebesgut an der Grenze fotografiert worden ist, glaubt ihm die keiner mehr.

ECHTE Verbrecher aus dem Verkehr zu ziehen ist einfach, mit den heutigen technischen Möglichkeiten einfacher denn je. Wenn die hochverehrte Obrigkeit nur will.

--
https://www.youtube.com/watch?v=faNge-o0V-k https://www.youtube.com/watch?v=fl9HMSTHeTg Möglicher Ausweg für Weiße: Werdet schwarz! http://edition.cnn.com/2015/06/16/us/washington-rachel-dolezal-naacp/ https://www.youtube.com/watch?v=LPjzfGChGlE

Das ist der springende Punkt!

Mephistopheles @, Datschiburg, Freitag, 26.06.2015, 12:00 vor 3860 Tagen @ Leisereiter 1786 Views

ECHTE Verbrecher aus dem Verkehr zu ziehen ist einfach, mit den heutigen
technischen Möglichkeiten einfacher denn je. Wenn die hochverehrte
Obrigkeit nur will.

Eben.

Gruß Mehistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Wenn die Obrigkeit kriminell ist, holt sie Verbrecher ins Land

Monterone @, Freitag, 26.06.2015, 12:07 vor 3860 Tagen @ Leisereiter 1985 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 26.06.2015, 13:29

ECHTE Verbrecher aus dem Verkehr zu ziehen ist einfach, mit den heutigen
technischen Möglichkeiten einfacher denn je. Wenn die hochverehrte
Obrigkeit nur will.

Leider will die Obrigkeit das genaue Gegenteil davon, so viele Diebe, Räuber, Messerstecher und Totschläger nach Deutschland hereinschaufeln wie überhaupt möglich.

Dafür schickt sie sogar die Bundeswehr ins Mittelmeer, um möglichst viele "Flüchtlinge" zu retten.

Wann hätte es das je gegeben, daß eine Armee nicht mehr im Dienst der Landesverteidgung steht, sondern sich aktiv daran beteiligt, die eigenen Bürger zu enteignen und einem kalten Völkermord zu unterziehen?

Genau genommen setzt die Bundeswehr jetzt mit anderen Mitteln fort, was Rote Armee und die Soldaten der USA, Großbritanniens und Frankreichs in und mit unserem Land angestellt haben.

Solche Beobachtungen bringen mich dazu, die BRD für den absoluten Tiefpunkt deutscher Staatlichkeit zu halten, den die letzten 1.000 Jahre hervorgebracht haben.

Kiew öffnet die Gefängnisse, um neue Kämpfer gegen Ukrainer und Russen der unabhängigen Krim zu rekrutieren.

http://www.egaliteetreconciliation.fr/Kiev-vide-les-prisons-pour-trouver-des-combattant...

Die Bundeswehr holt für den gegen das deutsche Volk geführten Krieg und Ausrottungsfeldzug der Demokraten und Eliten zehntausende, wenn nicht mehr Afrikaner in's Land.

In beiden Fällen gilt: *Democracy at it's best!*

Anmerkung

helmut-1 @, Siebenbürgen, Samstag, 27.06.2015, 05:53 vor 3859 Tagen @ Leisereiter 1461 Views

Die Diebe waren zu 80 Prozent nichtösterreichischer Herkunft.

Stimmt. Sie haben Pässe aus RO, BUL, MD,UA, SRB (das sind die meisten). Öfters fahren sie aber auch mit Fahrzeugen, die in A oder D zugelassen sind.

LKWs und Kastenwägen voller Diebesgut fahren Tag und Nacht gen Osten.

Da ist das Problem. Was ich gemeint habe, mit dem schwachen Effekt bei Grenzkontrollen, basiert auf zweierlei:

Zum einen fahren die Kerle auch über die Feldwege, dann müßte man wieder Stacheldraht und MP-bewaffnete Kontrollen einführen, die auch sektorenweise die Felder kontrollieren. Was bei meinen lieben Landsleuten sowieso zur Lachplatte wird, wenn ich mich daran erinnere, wie das Bundesheer damals die Grenzen kontrolliert hat. Wenn die überhaupt jemanden schnappen, dann nur in dem Fall, wenn derjenige direkt auf den Posten im Beobachtungs-Hochstand zuläuft.

Zum anderen habe ich selbst beobachtet, wie die sog. "verdeckten Ermittler" teilweise im Zivilfahrzeug, aber auch im Polizeifahrzeug am Straßenrand den fließenden Grenzverkeht beobachten, - aber Kontrollen, - da siehts schwach aus. Da fährt ein Autoanhänger, voll mit Fahrrädern beladen, nicht einmal mit Planen abgedeckt, - also frei ersichtlich - bei Nickelsdorf Richtung Ungarn , - die Beamten steigen nicht einmal aus. Die Nummern an den Fahrrädern zu kontrollieren, - war denen entweder viel zu aufwendig, oder waren sie geschmiert, damit sie wegschauen.

Traktoren werden von deutschen und österreichischen Bauernhöfen weg
gestohlen und wandern als Alteisen in östliche Stahlschmelzen.

Da trifft dasselbe zu, - auch bei ganzen Agrargeräten oder Ersatzteilen wird nicht kontrolliert. Im übrigen kenne ich keine Schmelzen z.B. in RO, das Ganze geht entweder direkt nach Constanza an den Hafen, von wo es aus in die Länder verschifft wird, wo Nachfrage für Rohstoffe herrscht (z.B. China oder Indien), oder wird es direkt in Österreich zu den Schrottsammlern gebracht. Auch da gibts genügend Schwachstellen, die gar nicht fragen, woher das Zeug stammt.

Die anderen aufgeführten Beispiele sind mir genauso bekannt, das stimmt alles, was Du geschrieben hast.

Lösung: Grenzkontrollen, aber nur zur Bekämpfung echter Kriminalität
und zur Dokumentation:

1. Hat jeder ein gültiges Ausweisdokument bei sich? Zur Fahndung
ausgeschrieben?

2. WER führt WELCHE WARE oder WELCHES AUTO mit sich: Einfach nur
fotografieren, alle Waren, auch alle vorhandenen Fahrgestellnummern,
Typenschilder auf Geräten etc. und jeweils in einer Datei mit dem
Ausweisfoto dessen, der die Ware über die Grenze bringt, speichern.

Wegen Datenschutz werden die Daten nach einem halben Jahr gelöscht, wenn
sie bis dahin nicht einer Straftat zugeordnet wurden.

Bis die Diebstahlsanzeigen eintrudeln, dauert es meist ein paar Tage (bis
Wochen, wenn der wahre Eigentümer auf Urlaub war)

… und dann bekommt der Bestohlene Fotos von an der Grenze fotografierten
Waren gezeigt und kann die seinen identifizieren, und man hat dann auch
gleich das Ausweisfoto des Diebes (oder Hehlers) dabei.

Wäre eine Möglichkeit, wenn das konsequent gemacht würde, zumindest einen Versuch wert. Ist aber nicht der Fall. Auch ich bin einmal am Parkplatz vor der grenze mit dem PKW und dem Anhänger kontrolliert worden, - dann gabs auch eine teure Verwarnung, - die ich nur deshalb bezahlt habe, weil ich übermüdet war und nicht rational denken konnte. Die Beamten haben sich daran aufgegeilt, dass das Fahrzeug, - während ichdie Vignette gekauft habe, - an einem nicht als Parkplatz ausgewiesenen Platz geparkt war, - und ein Blinker nicht ging. Für das, was da alles auf dem Anhänger drauf war, - hatten sie überhaupt kein Interesse. Anschließend wollte ich die Herrschaften auflaufen lassen, - wollte das mit einem Brief an den Polizeipräsidenten sowie an die Presse publizieren, - weil es offensichtlich nur dem einen Zweck gedient hat: Fahrzeuge mit osteuropäischen Kennzeichen auf den Autobahnparkplätzen zu fi...en. Habs aber dann bleiben lassen, weil mein Sohn ja auch bei dem Klub dabei ist und ich Bedenken hatte, dass das irgendwelche Nachteile für ihn haben könnte.

ECHTE Verbrecher aus dem Verkehr zu ziehen ist einfach, mit den heutigen
technischen Möglichkeiten einfacher denn je. Wenn die hochverehrte
Obrigkeit nur will.

Ja, wenn sie nur will. Ich habe da in Rumänien - eigentlich nur zufällig - jemanden beobachtet, auf einem Parkplatz vor dem Supermarkt, weil der sich eigenartig verhalten hatte. Ein gutes Personengedächtnis habe ich sowieso, - und danach habe ich in den Nachrichten irgendeine Meldung gehört, über jemanden, der im Zusammenhang mit einer Straftat gesucht wird. Es war auch die Rede, dass der sich vermutlich in südosteuropäische Länder abgesetzt hat.

Da der von mir Beobachtete demjenigen sehr ähnlich sah, das veröffentlichte Foto aber sehr undeutlich war, holte ich mir aus dem Net die zuständige Dienststelle in D heraus und mailte den Vorfall mit der Bitte, mir doch genauere Fotos zu schicken, damit ich mich vergewissen könnte, ob es sich um den Gesuchten gehandelt hat. Das war vor ein paar Jahren. Auf die Antwort warte ich noch heute.

Nicht übertreiben mit Stacheldraht und MP

Leisereiter @, Samstag, 27.06.2015, 09:40 vor 3859 Tagen @ helmut-1 1391 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 27.06.2015, 09:51

Zum einen fahren die Kerle auch über die Feldwege, dann müßte man
wieder Stacheldraht und MP-bewaffnete Kontrollen einführen, die auch
sektorenweise die Felder kontrollieren.

Übertreiben muss man es nicht. Stacheldraht erinnert zu sehr an die Zeiten, wo ganze Völker dahinter eingesperrt waren.
Mir geht es darum, die Grenze für Straßenfahrzeuge unpassierbar zu machen, außer an den offiziellen Grenzübergängen.
Ein Großteil der österr. Grenzen wird ohnehin durch natürliche Hindernisse, wie Flüsse (zB March) und Gebirge, gebildet, wo keiner fahren kann.

Wo dies natürlicherweise noch nicht der Fall ist, macht man einen einfachen Graben, der aussieht wie ein gewöhnlicher Entwässerungsgraben, wie es sie in der klein gegliederten österreichischen Landwirtschaft überall gibt. Fällt gar nicht auf.

Und ist in der Herstellung rasch und preisgünstig, mittels Grabenfräse.
Außer wo der Boden allzu felsig ist; dort nimmt man mit dem Bagger ebendiese Felsen heraus und legt sie in einer Reihe auf, Abstand 1,5m, damit kein Auto dazwischen durch fahren kann. Auch so eine Stein-Reihe fügt sich gut in die Landschaft ein, zumal zwischen den Felsen binnen zweier Jahre von alleine Gebüsch aufwächst und dem Ganzen das Aussehen einer gewöhnlichen Hecke gibt.

Was bei meinen lieben Landsleuten
sowieso zur Lachplatte wird, wenn ich mich daran erinnere, wie das
Bundesheer damals die Grenzen kontrolliert hat. Wenn die überhaupt
jemanden schnappen, dann nur in dem Fall, wenn derjenige direkt auf den
Posten im Beobachtungs-Hochstand zuläuft.

Auch hier fehlte es nur am Willen der Obrigkeit.
Ich hatte damals Kontakt zu österr. Berufssoldaten, die mir von ihrer durchaus hochwertigen Ausrüstung erzählt haben: Nicht „Nachtsichtgeräte“, sondern echte Wärmebildkameras, mit denen man einen Menschen (und ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor natürlich auch) kilometerweit gesehen hat. Originalton eines Bundesheer-Unteroffiziers: „Damit siehst du die Mäuse rammeln.“

Zum anderen habe ich selbst beobachtet, wie die sog. "verdeckten
Ermittler" teilweise im Zivilfahrzeug, aber auch im Polizeifahrzeug am
Straßenrand den fließenden Grenzverkeht beobachten, - aber Kontrollen, -
da siehts schwach aus. Da fährt ein Autoanhänger, voll mit Fahrrädern
beladen, nicht einmal mit Planen abgedeckt, - also frei ersichtlich - bei
Nickelsdorf Richtung Ungarn , - die Beamten steigen nicht einmal aus. Die
Nummern an den Fahrrädern zu kontrollieren, - war denen entweder viel zu
aufwendig, oder waren sie geschmiert, damit sie wegschauen.

Traurig. inzwischen kenne ich kaum jemanden, dem noch KEIN Fahrrad gestohlen wurde.

Gute Idee

helmut-1 @, Siebenbürgen, Samstag, 27.06.2015, 11:15 vor 3859 Tagen @ Leisereiter 1343 Views

Wo dies natürlicherweise noch nicht der Fall ist, macht man einen einfachen Graben, der aussieht wie ein gewöhnlicher Entwässerungsgraben, wie es sie in der klein gegliederten österreichischen Landwirtschaft überall gibt. Fällt gar nicht auf.

Daran habe ich nicht gedacht, - ist aber mit wenig Aufwand machbar. Wo Du recht hast, hast Du eben recht.

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Wandere aus, solange es noch geht.