Koran und Ramadan
Natürlich gibts für die Bewertung des Islam als Religion alle möglichen Gesichtspunkte, da spielen dann auch persönliche Meinungen mit, manchmal auch Emotionen, das ist jedenfalls nur schwer in objektiver Form zu bewerten.
Wie weit ich persönlich objektiv sein kann, weiß ich nicht, aber ich versuchs zumindest. Obwohl ich Christ bin, - zwar ein kritischer und ökumenischer, aber trotzdem. Zumindest habe ich den Koran aufmerksam gelesen, kenne seine Suren, und wundere mich oft über die Interpretation der sog. islamischen Rechtsgelehrten. Aber, - das ist bei der Bibel ähnlich.
Hier eine Analyse vorzunehmen, ist sinnlos, da sind schon Bücher drüber geschrieben worden, - es würde viel zu langatmig sein. Worauf ich hinaus will, ist eigentlich nur meine Beobachtung zum Ramadan.
Es ist in der Bibel und im Koran dasselbe. Das Fasten an sich hat ja wohl kaum was mit "gottgefällig" zu tun, sondern ist in erster Linie zur Erhaltung der Volksgesundheit gedacht. Genauso wie das Ablehnen des Schweinefleisches bei Juden und Moslems, weil die in einer Region wohnen, wo man das Fleisch schlecht längere Zeit vorhalten kann und dazu die Trichinen eine gefährliche Komponente war. In den klimatisch gemäßigteren Zonen gibt es keine Einschränkung in den Religionen mit Schweinefleisch, - weil es da besser zu handhaben ist. Mit Ausnahme bei den Adventisten.
Jetzt haben wir in Pakistan eine Situation, wo es 45° Tagestemperatur gibt. Durch die Nähe zum Meer wird auch entsprechende Luftfeuchtigkeit vorhanden sein. Im Kontinentalklima mit 20 oder 30% Luftfeuchtigkeit, wie in Rumänien z.B., da wäre das leichter auszuhalten.
Die Leute sterben dort wie die Fliegen. Stellt sich die Frage, was der Ramadan damit zu tun hat. Im Gegenteil zum Fasten bei den Christen wird von den meisten der Ramadan so gehalten, dass auch tagsüber nichts getrunken wird. Auch kein Wasser. Klar scheiden sich hier die Geister, weil manche es eben anders interpretieren, insbesonders die Neu-Islamisten in Europa, - die ein anderes Weltbild und auch eine andere Kenntnis über Gesundheit haben.
Die neuere Version ist das Nicht-Konsumieren von Getränken wie Tee, Kaffee, etc, aber reines Wasser ist zulässig. Nach der alten Version ist es das nicht. Was mit einem normalen, gesunden Menschen passiert, wenn er bei diesen Temperaturen tagsüber nichts trinkt, das weiß nicht nur jeder Internist, sondern zumeist auch jeder vernünftig denkende Mensch. Die Gefahr der Deshydrierung ist sehr groß, und betrifft vor allem Kinder und ältere sowie kranke Menschen. Dazu kommt ja das weitere Problem, dass sich diese Menschen ohnehin nicht vernünftig und gesundheitsbewußt ernähren (können).
Zwar ist der altersmäßige Beginn für die Einhaltung des Ramadans manchmal mit der Geschlechtsreife definiert, - aber auch das ist sehr widersprüchlich. Klare Definitionen dafür findet man nicht im Koran, obwohl andere Dinge sehr klar geregelt sind, wie z.B. das Erbrecht.
Worauf will ich raus: Das, was in anderen Religionen zur Gesundheit des Menschen beitragen soll, wird im Islam zum Bumerang. In der traditionell gehaltenen Form schadet diese Regelung dem Organismus, insbesonders bei diesen hohen Temperaturen. Ein Mindestkonsum von 2 lt. Wasser ist tagsüber Grundvoraussetzung, das kann bis zu 4 lt. gehen, je nach Konstitution und Tätigkeit und natürlich der Tagestemperatur.
Einer der wenigen Fälle, wo eine religiöse Regelung dem menschlichen Organismus schadet. Wenn ich andere Religionen miteinander vergleiche, egal, ob es Hinduismus, Buddhismus, Konfuzianismus, Taoismus, etc. ist, - dann ist das im Islam tatsächlich ein Unikat. Denn die Religion soll ja (im Sinne des Religionsgründers) für die Menschen das "Heil" bringen. Beim Islam ist das in diesem Falle anders.