Russland entwickelt eine Konkurrenz zu Windows

Leser68 @, Mittwoch, 24.06.2015, 13:20 vor 3861 Tagen 3224 Views

23.06.2015 18:49
Russland erklärt ReactOS zu favorisierter Windows-Alternative
Nachdem der russische Kommunikationsminister Nikolay Nikiforov im Frühjahr ein gemeinsames Vorgehen der BRICS-Staaten Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika zur Lösung der Abhängigkeit von Import-Software angeregt hatte, verkündete Russland kürzlich eine Liste möglicher Optionen. Als Teil des nationalen Programms zur Sicherung wirtschaftlicher Entwicklung soll eine gezielte Förderung von Open-Source-Projekten erfolgen. Neben zwei von russischen Unternehmen entwickelten Linux-Distributionen wurde auch das ReactOS-Projekt als fördernswerte Windows-Alternative auserkoren. Was das konkret heißt, bleibt allerdings zunächst unklar: Das russische Programm sieht lediglich eine Fertigstellung der Software-Alternativen binnen zehn Jahren vor.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Russland-erklaert-ReactOS-zu-favorisierter-Windo...

Programmiert wird dieses alternative Betriebssystem hauptsächlich in C, nur der Explorer und die Tonausgabe werden in C++ entwickelt. Ich finde das an sich sehr gut, weil Vielfalt die eigene Unabhängigkeit stärkt. Eigentlich müsste es auch schon längst ein eigenes europäisches Betriebssystem oder wenigstens ein europäisches Linux geben. So gründlich wie Debian aber uptodate in Sachen Treibern wie Ubuntu. Da könnte man sich auch wenigstens etwas gemeinsam gegen mögliche NSA-Ausschnüffel-Aktionen zur Wehr setzen, auch wenn das angesichts des Mithörens der NSA an (den) wichtig(st)en Internet-Knoten eher sinnlos ist. Besser wäre da eine allgemeine Verschlüsselung bei der Nutzung von Emails.

ABER was bei diesem Projekt nicht sehr schön ist:

Wenn man die Homepage von ReactOS mal genauer durchliest, dann entdeckt man folgendes:

The IT Ministry issued a request for proposals this April to find and help develop independent technologies in different categories (mobile, desktop, server operating systems, databases, office software, virtualization and cloud infrastructure).

Die russischen Behörden wollen also tatsächlich die "Cloud-Technologie" auch in dem alternativen eigenen Betriebssystem einführen.
Da kann ich nur sagen: Überwachungs- und Spionagestaat ick hör Dir trapsen.
Auch Russland geht es also nicht wirklich um ein gutes, freies Leben für alle.

Bespitzelung notwendig?

Uli Strauß, Mittwoch, 24.06.2015, 14:10 vor 3861 Tagen @ Leser68 2062 Views

Die russischen Behörden wollen also tatsächlich die "Cloud-Technologie"
auch in dem alternativen eigenen Betriebssystem einführen.
Da kann ich nur sagen: Überwachungs- und Spionagestaat ick hör Dir
trapsen.
Auch Russland geht es also nicht wirklich um ein gutes, freies Leben für
alle.

Wenn Russland will, kann es das System so konstruieren, dass die Daten verschlüsselt auf den Server geladen werden und nur der jeweilige Anwender den Schlüssel dazu hat.

Ich frage mich aber, ob ein von Farbenrevolutionen und US-gesteuerter Destabilisierung bedrohtes Land bzgl. Überwachung überhaupt eine Wahl hat.

Cloud-Server bzw. IT überhaupt bieten immer die Möglichkeit bei genügend großer krimineller Energie

Leser68 @, Mittwoch, 24.06.2015, 17:39 vor 3861 Tagen @ Uli Strauß 1587 Views

leicht an jede Menge Daten heranzukommen. Da spielt einfach der menschliche Faktor eine große Rolle. Wirklich relativ sicher wären die Daten russischer Behörden und Firmen nur in den eigenen Gebäuden.

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