Das Gefängnis

Kurz_vor_Schluss @, Freitag, 19.06.2015, 09:12 vor 3865 Tagen 9051 Views

Moin zusammen,
in einer "Das Gefängnis" betitelten Reihe auf meinem Blog hatte ich mich bemüht, diverse Entwicklungen darzustellen, die aufzeigen sollen, dass unsere Gesellschaft langsam in ein Gefängnis verwandelt wird.
Hatte also zu Möglichkeiten der Indoktrination, Denunziation etc. berichtet.

Inspiriert von einem schönen Artikel von Dismas, dem Schurken und einem Vortrag von David Icke, dem Ober-VTler vor dem Herrn, von dessen Vortrag die meisten der Links stammen, habe ich mal versucht, die existierenden und kommenden Möglichkeiten technischer "Hilfe" bzw. Überwachung darzustellen.

Das Ergebnis ist erschreckend.
Einmal, was JETZT Schon möglich ist - und dann, was in 15 Jahren möglich sein wird.
"Die Gedanken sind frei" wird dann endgültig ein Relikt der Vergangenheit sein - denn wir werden nicht nur eigene Gedanken denken! Und zu was "künstliche Intelligenz" fähig sein wird, werden wir dann auch erleben.

Wie damit umgehen - offener Widerstand oder innere Emigration (aber wohin? Wenn doch auch unser Inneres bald.... offengelegt wird?) - dazu habe ich für mich noch keine Antwort gefunden.
Der Beitrag findet sich hier.
Schönen Gruß und schönes Wochenende
K_v_S

--
Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen.
Karl Valentin

Was soll man Neues dazu sagen?

Morpheus ⌂ @, Freitag, 19.06.2015, 10:46 vor 3865 Tagen @ Kurz_vor_Schluss 6211 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 19.06.2015, 12:43

So kurz vor Schluss, lieber Kurz_vor_Schluss.


Ein sehr mächtiges System, das unter Druck gerät und seine Macht behalten will, wird immer alle Möglichkeiten ausnutzen, um sich "zu verteidigen".

Das hatten wir doch hier schon unzählige Male diskutiert und beschrieben. Du hast jetzt vielleicht angefangen, das mal technisch etwas konkreter zu beleuchten, aber von der Sache her kannst du diese zukünftige Entwicklung (natürlich abstrakt) in vielen alten Beiträgen hier finden.

Das Grundproblem ist folgendes:
Diktaturen sind nicht in der Lage, genug Ressourcen für eine solche Überwachung und Drangsalierung seiner Bürger zu schaffen. Diktaturen waren eigentlich immer eher rückständig.
Unsere "Demokratien" haben jedoch enorme technische und energetische Ressourcen freilegen können. Wenn diese Staaten sich jetzt in Diktaturen wandeln (müssen) und die einmal vorhandenen Möglichkeiten nutzen können, wird es sehr sehr unangenehm werden für die betroffenen Bürger.

Die Alternative ist Anarchie und marodierende Banden. Ich weiß nicht, was schlimmer ist. Zumal auch in den Diktaturen die Wirtschaft sterben wird und die Versorgung mit Lebensmitteln zum Problem Nummer 1 werden wird.

Grüße
Morpheus

--
-------------------------------------------
Wir - für die unbeschränkbare Freiheit.

Wollen wir das?

nemo, Freitag, 19.06.2015, 11:00 vor 3865 Tagen @ Kurz_vor_Schluss 6054 Views

bearbeitet von nemo, Freitag, 19.06.2015, 14:08

Hallo KvS,

für den konditionierten Arbeitssklaven, der das Gefühl hat, dass er von der
Gesellschaft nicht mehr gebraucht wird und seine Existenz sinnlos wird,
sobald er arbeitslos wird, gibt es keine Lösung dieses Dilemmas.

Er müsste sich selbst neu erfinden und seinem Leben einen neuen Sinn
geben. Er muss sich seine Lebensbereiche zurück erobern.

Seien wir doch ehrlich. Welchen Sinn haben wir unserem Leben
gegeben, jenseits der biologischen Notwendigkeiten, wie Ernährung,
Fortpflanzung und Obdach?

Wir sind noch nicht mal an dem Punkt angelangt, an dem diese biologischen
Notwendigkeiten zum Selbstverständnis des Lebens gehören würden, da
sich ein kleiner Teil der Menschheit auf Kosten der Arbeit anderer ernährt
und die allgemeine Lage dadurch immer prekärer wird.

Die Lösung in Automatisierung und Robotik zu suchen ist eine schlimme
Illusion. Darin kann die Lösung nicht liegen. Insofern spielt die Robotik
auch keine Rolle für die wichtigsten Fragen und Probleme. Sie geht
am Thema vorbei.

Wie Tassie Devil hier schon vor Jahren geschrieben hat, liegt das Haupt-
problem darin, dass wir alle Tag für Tag, Jahr für Jahr völlig sinnlose
Arbeit machen.

Die Lösung darin zu suchen, die sinnlose Arbeit der Robotik zu überlassen,
ist nur ein Teil der Gleichung. Der andere und viel wichtigere Teil, ist die Frage:
Was können wir Sinnvolles tun?

Damit beantwortet sich auch gleichzeitig die Frage nach dem Gefängnis.
Das Gefängnis existiert nur, weil wir es zulassen und weil wir die
Beantwortung der wichtigsten Frage – die Frage, wie wir leben wollen –
anderen überlassen.

Was geschehen wird, ist einfach zu beantworten. Entweder wir stellen
irgendwann die Frage nach dem Sinn oder wir werden immer mehr Teil
einer voll automatisierten und kontrollierten Welt sein. Als freie Wesen
können wir aber entscheiden und fragen: Wollen wir das?

Gruß
nemo

Weltweit wohl nichts Neues!

Fairlane @, Freitag, 19.06.2015, 12:52 vor 3865 Tagen @ Morpheus 5478 Views

So kurz vor Schluss, lieber Kurz_vor_Schluss.


Ein sehr mächtiges System, das unter Druck gerät und seine Macht
behalten will, wird immer alle Möglichkeiten ausnutzen, um sich "zu
verteidigen".

Richtig. Das wiederholt sich in mehr oder minder starkem Umfang immer, sobald das herrschende System in Bedrängnis gerät. Orwell hatte das bereits literarisch in "Animal Farm" hinreichend beschrieben.

Das hatten wir doch hier schon unzählige Male diskutiert und beschrieben.
Du hast jetzt vielleicht angefangen, das mal technisch etwas konkreter zu
beleuchten, aber von der Sache her kannst du diese zukünftige Entwicklung
(natürlich abstrakt) in vielen alten Beiträgen hier finden.

Das Grundproblem ist folgendes:
Diktaturen sind nicht in der Lage, genug Ressourcen für eine solche
Überwachung und Drangsalierung seiner Bürger zu schaffen. Diktaturen
waren eigentlich immer eher rückständig.
Unsere "Demokratien" haben jedoch enorme technische und energetische
Ressourcen freilegen können. Wenn diese Staaten sich jetzt in Diktaturen
wandeln (müssen) und die einmal vorhandenen Möglichkeiten nutzen können,
wird es sehr sehr unangenehm werden für die betroffenen Bürger.

Die Ressourcen-Erschließung hat zunächst für alle Arbeitswilligen den Wohlstand gehoben und somit entsprechende Existenzmöglichkeiten geschaffen, aber irgendwann geraten auch diese Systeme wirtschaftlich in Schieflage, da es irgendwann Ressourcen oder Mittelknappheit gibt, bzw. sich die wirtschaftlichen Gegebenheiten verschieben. Vollzieht sich dann der Wandel zu einer Diktatur sind Aufstände eine mögliche Folge. Hat man jedoch das Volk genügend umerzogen im Laufe einiger Generationen ist eine gute Grundlage im Stil der Romane 1984 oder Brave New World geschaffen, aus welchen es keinen großen Ausweg mehr gibt. Wer sich selbst und freiwillig ohne Bedenken versklavt und damit "Spass" hat, wird niemals eine Veränderung wünschen.

Die Alternative ist Anarchie und marodierende Banden. Ich weiß nicht, was
schlimmer ist. Zumal auch in den Diktaturen die Wirtschaft sterben wird und
die Versorgung mit Lebensmitteln zum Problem Nummer 1 werden wird.

Anarchie könnte tatsächlich funktionieren, es bedürfte jedoch meiner Meinung nach eines Typus Mensch, der über ein sehr hohes Maß an Disziplin und weitsichtiger Entscheidungsfähigkeit verfügt. Es gäbe allerdings niemanden mehr, der im Sinne eines "Staates" diesen vertreten könnte. Jeder wäre sein eigener Herr und könnte nur für sich oder seine Gruppe sprechen. Das was wir als Rechtssicherheit kennen, wäre ausgelöscht und darin bestünde ein hohes persönliches Risiko. Alles wäre Verhandlungssache mit ungewissem Ausgang.
Damit ist die Anarchie unterm Strich auch nur eine weitere Utopie.

Grüße
Morpheus

Gruss, Fairlane

Das ist definitiv unmöglich

Mephistopheles @, Datschiburg, Freitag, 19.06.2015, 13:07 vor 3864 Tagen @ nemo 5508 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 19.06.2015, 13:21

Wir sind noch nicht mal an dem Punkt angelangt, an dem diese biologischen
Notwendigkeiten zum Selbstverständnis des Lebens gehören würden, da
sich ein kleiner Teil der Menschheit auf Kosten der Arbeit anderer
ernährt
und die allgemeine Lage dadurch immer prekärer wird.

Das ist definitiv unmöglich. Niemand in unserer Gesellschaft kann sich von der Arbeit anderer (max. 1 KWh/d) ernähren.

Damit beantwortet sich auch gleichzeitig die Frage nach dem Gefängnis.
Das Gefängnis existiert nur weil wir es zulassen und weil wir die
Beantwortung der wichtigsten Frage – die Frage wie wir leben wollen –

anderen überlassen.

Es existiert für jeden, der Waren und Dienstleistungen für mehr als 1 Euro am Tage verkonsumiert.
Wer es schafft, damit auszukommen, ist frei.

nemo

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Arbeitssklaven-Existenz

Fairlane @, Freitag, 19.06.2015, 13:20 vor 3864 Tagen @ nemo 5736 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 19.06.2015, 13:27

Hallo nemo,

Hallo KvS,

für den konditionierten Arbeitssklaven, der das Gefühl hat, dass er von
der
Gesellschaft nicht mehr gebraucht wird und seine Existenz sinnlos wird,
sobald er arbeitslos wird, gibt es keine Lösung dieses Dilemmas.

Die eigene Existenz wird mit Verlust des Arbeitsplatzes nicht sinnlos, es wird nur unendlich schwer, das zu bekommen, was das eigene Leben erhält, sprich Unterkunft, Nahrung, Realisierung des persönlich gewünschten Konsums.
Jeder Landstreicher ohne Wohnsitz und Arbeit "ist" dennoch Mensch und existiert. Der Leidensdruck aus dieser Situation heraus mag unterschiedlich hoch sein...manche kommen eben auf den Gedanken, dass das eigene Leben damit an Sinn verloren hat, weil die Verwirklichung der persönlichen Ziele durch fehlendes Einkommen und eine gesicherte Existenz nicht erreichbar ist.

Man kann allerdings als phantastisch reicher Mensch sich ebenso nutzlos fühlen, da man nicht mehr arbeiten muß und daraus den Schluss ziehen, eigentlich "überflüssig" zu sein, da es nichts mehr zu erreichen gibt.
Ich denke, die Antwort, wie man sich selbst und sein Leben wertmäßig einordnet, ist das Ergebnis eines intensiven Denkprozeßes, einer inneren Bestandsaufnahme.

Er müsste sich selbst neu erfinden und seinem Leben einen neuen Sinn
geben. Er muss sich seine Lebensbereiche zurück erobern.

So weit kommen manche nicht, weil sie es nie gelernt haben, wenigstens über einen vorgefertigten Lebensentwurf hinaus zu denken.
Das ist der Menschentypus "Glücklicher Sklave".

Seien wir doch ehrlich. Welchen Sinn haben wir unserem Leben
gegeben, jenseits der biologischen Notwendigkeiten, wie Ernährung,
Fortpflanzung und Obdach?

Man könnte ein philosophierender Schöngeist sein, welcher auch in der Lage ist, sich selbst zu ernähren. Aber halt, dem stehen Eigentumsrechte und Steuern, Grundbesitzabgaben entgegen. Hier stört eben das Gefängnis oder die Falle, in der wir fast alle sitzen, entgegen.
Die Fortpflanzung ist jedoch ein ergreifendes Wunder, welches dem eigenen Leben eine ganz andere Wendung gibt. Man lebt um Wissen und Erfahrungen weiter zu vermitteln.

Wir sind noch nicht mal an dem Punkt angelangt, an dem diese biologischen
Notwendigkeiten zum Selbstverständnis des Lebens gehören würden, da
sich ein kleiner Teil der Menschheit auf Kosten der Arbeit anderer
ernährt
und die allgemeine Lage dadurch immer prekärer wird.

Es wäre Aufgabe der Führungsetage, dies nicht zum Auswuchs werden zu lassen.
Und ebenso wäre es eine Erziehungsaufgabe, den Menschen wieder zu vermitteln, wie man sinnvoller lebt.
Jedoch steht dies wirtschaftlichen und politischen Interessen entgegen.

Die Lösung in Automatisierung und Robotik zu suchen ist eine schlimme
Illusion. Darin kann die Lösung nicht liegen. Insofern spielt die
Robotik
auch keine Rolle für die wichtigsten Fragen und Probleme. Sie geht
am Thema vorbei.

Schlimmer noch, Kybernetik, Robotik und Co. sind Utopien neueren Datums, deren Achilles-Sehne in der Energieversorgung und somit endlichen Ressourcen liegt.

Wie Tassie Devil hier schon vor Jahren geschrieben hat, liegt das Haupt-
problem darin, dass wir alle Tag für Tag, Jahr für Jahr völlig sinnlose

Arbeit machen.

Sinnlos mag diese Arbeit für uns in der Tat sein, sie dient aber anderen dazu, wohlhabender zu werden und ihrem erklärten Lebensziel näher zu kommen. Urlaub, Freizeit, Prestige, oder große Wohltäter der Gesellschaft.

Die Lösung darin zu suchen die sinnlose Arbeit der Robotik zu
überlassen
ist nur ein Teil der Gleichung. Der andere und viel wichtigere Teil, ist
die Frage:
Was können wir sinnvolles tun?

Bescheiden leben, unseren Geist sinnvoll beschäftigen, neue Fertigkeiten erlernen, die es uns ermöglichen, selbst unser Leben in die Hand zu nehmen - darauf kann man dann auch ein wenig Stolz sein und Zufriedenheit daraus schöpfen.

Damit beantwortet sich auch gleichzeitig die Frage nach dem Gefängnis.
Das Gefängnis existiert nur weil wir es zulassen und weil wir die
Beantwortung der wichtigsten Frage – die Frage wie wir leben wollen –

anderen überlassen.

Ja, ich denke, es ist auch eine Frage der Erziehung und was man vorgelebt bekommen hat bzw. was man bereitwillig aus dem endlosen Schwall der Medien auf der Suche nach einem Lebensentwurf als vorgefertigte Schablone aufgenommen hat.
Das "Gefängnis" hat viele Facetten und der Stempel des "Aussenseiters" trägt sich im persönlichen Umfeld nicht leicht.

Was geschehen wird, ist einfach zu beantworten. Entweder wir stellen
irgendwann die Frage nach dem Sinn oder wir werden immer mehr Teil
einer voll automatisierten und kontrollierten Welt sein. Als freie Wesen
können wir aber entscheiden und fragen: Wollen wir das?

Selbst wenn wir uns entscheiden und es schaffen würden zu ändern....würde es nicht irgendwann in einer Wiederholung der Geschichte enden? Alle müssten so aufgeklärt und Verantwortungsbewusst sein, für immer den Kurs des alten Systems abzulehnen und ihre Freiheit zu behalten (oder das "bessere" System).
Auf lange Sicht entwickeln sich Gesellschaften immer dahin (so meine Theorie), dass Verantwortung nach oben abgegeben wird und damit auch Entscheidungskompetenz. Wissen wird arbeitsteilig ausgelagert, bis man nur noch ein "Fachidiot" ist und irgendwann ist die breite Masse der ursprünglichen Entscheidungsträger ein kleines Rädchen im großen Getriebe, auf dessen Meinung man gut und gerne verzichten kann - niemand hält ab dann den Fluss der Geschehnisse mehr auf.

Gruß
nemo

Gruss, Fairlane

Joseph Weizenbaum, Computerpionier der ersten Stunde.

trosinette @, Freitag, 19.06.2015, 13:38 vor 3864 Tagen @ nemo 5569 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 19.06.2015, 14:09

Guten Tag,

Was können wir Sinnvolles tun?

In diesem Zusammenhang ein für meine Begriffe hübsches Zitat von Joseph Weizenbaum:

„Dass so viele Menschen so oft fragen, was sie tun müssen, ist ein Zeichen dafür, dass die Reihenfolge des Seins und des Tuns sich umgekehrt hat. Wer weiß, wer und was er ist, der braucht nicht zu fragen, was er tun sollte.“

Mit freundlichen Grüßen
Schneider

Kapitalismus

nemo, Freitag, 19.06.2015, 14:01 vor 3864 Tagen @ Mephistopheles 5323 Views

Wir sind noch nicht mal an dem Punkt angelangt, an dem diese

biologischen

Notwendigkeiten zum Selbstverständnis des Lebens gehören würden, da
sich ein kleiner Teil der Menschheit auf Kosten der Arbeit anderer
ernährt
und die allgemeine Lage dadurch immer prekärer wird.


Das ist definitiv unmöglich. Niemand in unserer Gesellschaft kann sich
von der Arbeit anderer (max. 1 KWh/d) ernähren.


Mit 20 Sklaven, die 12 Stunden täglich mein Baumwollfeld für Kost und Logie beackern,
funktioniert es. Es funktioniert auch mittels Geld-Monopol und anderen Privilegien.

Gruß
nemo

Damit ist kein Kapitalismus machbar, allerhöchstens ein Feudalsystem

Mephistopheles @, Datschiburg, Freitag, 19.06.2015, 14:33 vor 3864 Tagen @ nemo 5233 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 19.06.2015, 14:51

Mit 20 Sklaven, die 12 Stunden täglich mein Baumwollfeld für Kost und
Logie beackern,
funktioniert es. Es funktioniert auch mittels Geld-Monopol und anderen
Privilegien.

Das sind aber Sklaven, keine Arbeiter.

Ich habe von "unserem System" gesprochen und nicht einer fiktiven Sklavenhaltergesellschaft.
Und unser gegenwärtiges System ist kapitalistisch, und der Kapitalismus hat von seiner Natur aus nichts mit Arbeitern zu tun.
Der Kapitalismus begann als Handels- und Finanzkapital.
Lohnarbeiter kamen erst dann zum Zuge, als sie weit über dem Wert ihrer Arbeit bezahlt werden konnten.
Ein Arbeitsplatz ist für die menschliche Natur dermaßen widernatürlich, dass nur total korrupte (=verdorbene) Menschen das "freiwillig" aushalten können.
Bis vor wenigen Jahrhunderten hat es überhaupt keine Lohnarbeit gegeben, und sie wird wieder verschwinden.
Der Kapitalismus wird bestehen bleiben - als Handels- und Finanzkapitalismus.
Arbeiter werden wieder in den Sklavenstatus zurücksinken, wo keine Notwendigkeit mehr besteht, sie über dem Wert ihrer Arbeit zu bezahlen.
Und damit ist es natürlich völlig gleichgültig, ob der Arbeiter weißer oder schwarzer Hautfarbe ist, ob er moslemischen oder eines anderen Glaubens ist.


Gruß
nemo

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Der ist gut. :-)

nemo, Freitag, 19.06.2015, 14:48 vor 3864 Tagen @ Mephistopheles 5178 Views

bearbeitet von nemo, Freitag, 19.06.2015, 15:19

Ich habe von "unserem System" gesprochen und nicht einer fiktiven
Sklavenhaltergesellschaft.

Natürlich haben die heutigen Lohnsklaven die Möglichkeit, ihren Herren zu wechseln.
Und sie können sogar auf eigene Rechnung arbeiten, wenn sie wollen.

Tatsache ist aber, dass Arbeit nicht sinnvoll sein muss, sondern dass sie sich
irgendwie rechnet, d.h., dass jemand anderes daran verdient.

Und umgekehrt, sinnvolle Arbeit, bei der niemand anderes verdient, wird
nur schlecht oder gar nicht bezahlt.

Gruß
nemo

Nur total verdorbene Menschen

Mephistopheles @, Datschiburg, Freitag, 19.06.2015, 15:05 vor 3864 Tagen @ nemo 5322 Views

Und umgekehrt, sinnvolle Arbeit bei der niemand anderes verdient, wird
nur schlecht oder gar nicht bezahlt.

verrichten fremdbestimmte Arbeit aus dem Grunde, weil sie bezahlt wird.

http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=202040
Man kann seine Existenz auch als Penner fristen.

Gruß
nemo

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Ihr seid ja ziemlich starke Schwarzseher!

BennyF @, Freitag, 19.06.2015, 15:07 vor 3864 Tagen @ Kurz_vor_Schluss 5360 Views

Und das meine ich nicht GEZ-mäßig, denn das hat sich ja seit Einführung der Rundfunksteuer erledigt. <img src=" />

Im Ernst, auch wenn ich im Grunde mit den Beobachtungen größtenteils übereinstimme und der Meinung bin, dass man als Bürger im Denken (und vielleicht auch im Handeln) Widerstand leisten muss, finde ich euere Zukunftsprognosen fast unerträglich pessimistisch. Kann man mit so einer Überzeugung in Bezug auf unsere Zukunft überhaupt noch ein glückliches Leben führen?

Mein Tipp wäre: Kennt die Gefahren, informiert euch unabhängig, seid wachsam im Geiste! Aber last euch nicht dem Spaß am Leben versauen!!! Nicht alles muss zwangsläufig in der totalen Überwachung, Diktatur und dem Weltuntergang enden.

Apropos Diktatur...

nemo, Freitag, 19.06.2015, 15:15 vor 3864 Tagen @ BennyF 5460 Views

bearbeitet von nemo, Freitag, 19.06.2015, 15:22

Mein Tipp wäre: Kennt die Gefahren, informiert euch unabhängig, seid
wachsam im Geiste! Aber last euch nicht dem Spaß am Leben versauen!!!
Nicht alles muss zwangsläufig in der totalen Überwachung, Diktatur und
dem Weltuntergang enden.


Heute wurde ein Gesetz verabschiedet, das auch im Gelben schon besprochen wurde:

Bundestag verabschiedet Präventionsgesetz

Mit anderen Worten: Impfpflicht fürs Volk. Es kann ja schließlich nicht angehen,
dass die Lohnsklaven ständig krank werden, sonst wird das nie was mit der
Überwindung der Eurokrise.

Gruß
nemo

Sinnvolle Existenz

nemo, Freitag, 19.06.2015, 15:25 vor 3864 Tagen @ Mephistopheles 5257 Views

bearbeitet von nemo, Freitag, 19.06.2015, 15:33

Man kann seine Existenz auch als Penner fristen.

Aber auch der Penner tut nichts Sinnvolles, wenn er sich durch die Gegend schnorrt.
Und darum geht es doch: Um eine sinnvolle Existenz. Die auch sinnvoll sein darf,
ohne dass ein anderer daraus Profit schlägt.

Es wäre das Ende des Kettenbriefs.

Gruß
nemo

Von Impfpflicht steht da nichts

Elli ⌂ @, Freitag, 19.06.2015, 15:31 vor 3864 Tagen @ nemo 5217 Views

Bundestag
verabschiedet Präventionsgesetz

Mit anderen Worten: Impfpflicht fürs Volk.

Von einer Impfpflicht kann ich nichts lesen, dort steht unter anderem:

„Bei der Aufnahme eines Kindes in die Kita muss ein Nachweis über eine ärztliche Impfberatung vorgelegt werden. Beim Auftreten von Masern in einer Gemeinschaftseinrichtung (z. B. Kita, Schule, Hort) können die zuständigen Behörden ungeimpfte Kinder vorübergehend ausschließen.“

Und:
„Medizinische Einrichtungen dürfen die Einstellung von Beschäftigten vom Bestehen eines erforderlichen Impf- und Immunschutzes abhängig machen.“

Das Ende des Kettenbriefs

Mephistopheles @, Datschiburg, Freitag, 19.06.2015, 15:37 vor 3864 Tagen @ nemo 5239 Views

Und darum geht es doch: Um eine sinnvolle Existenz. Die auch sinnvoll sein
darf,
ohne dass ein anderer daraus Profit schlägt.

Es wäre das Ende des Kettenbriefs.

wäre eine Subsistenzwirtschaft, wo sich bald herausstellen würde, dass niemand mehr produziert als Waren und Dienstleistungen im Wert von heutigen 1 Euro pro Tag und dass ohne Ketten 90% der Menschen überflüssig sind.

Gruß
nemo

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Widerspruch

Heinz @, Freitag, 19.06.2015, 15:38 vor 3864 Tagen @ Mephistopheles 5056 Views

In der kapitalistischen Gesellschaft ist Arbeit als rationale Ausübung eines Berufes definiert. Nicht die Fremdbestimmung ist das Wesentliche, sondern die Rationalität der Tätigkeit. Die Arbeitswelt in der kapitalistischen Gesellschaft ist im höchsten Maße vernunftgesteuert, was ja auch im Begriff Rationalisierung gut zum Ausdruck gebracht wird. Und der vernunftgesteuerte Mensch ist, zumindest nach westlichem Verständnis, geradezu das Gegenteil eines verdorbenen Menschen.

--
Tyger Tyger, burning bright,
In the forests of the night;
What immortal hand or eye,
Dare frame thy fearful symmetry?

Der Penner tut nichts Sinnvolles?

CrisisMaven ⌂ @, Freitag, 19.06.2015, 15:42 vor 3864 Tagen @ nemo 5846 Views

Aber auch der Penner tut nichts Sinnvolles,

Hm.

"Eine Zeit lang gab es für mich auf der körperlichen Ebene gar nichts mehr. Ich hatte keine Beziehungen, keine Arbeit, kein Zuhause, keine soziale Identität. Fast zwei Jahre verbrachte ich damit, in einem Zustand intensivster Freude auf Parkbänken zu sitzen. ... Manchmal sprachen mich Leute an und sagten: 'Ich will, was du hast ...'" (Eckhart Tolle, der Erfinder der gleichnamigen Haartracht ...)

---

Oder Du laesst alles los und setzt Dich auf eine Parkbank.

---

Nicht zu allen Zeiten fuer alle geeignet, leider. Oder mit Einschraenkungen.

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Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

rationale Hochleistungsrindviecher

Mephistopheles @, Datschiburg, Freitag, 19.06.2015, 16:08 vor 3864 Tagen @ Heinz 5140 Views

In der kapitalistischen Gesellschaft ist Arbeit als rationale Ausübung
eines Berufes definiert. Nicht die Fremdbestimmung ist das Wesentliche,
sondern die Rationalität der Tätigkeit. Die Arbeitswelt in der
kapitalistischen Gesellschaft ist im höchsten Maße vernunftgesteuert, was
ja auch im Begriff Rationalisierung gut zum Ausdruck gebracht wird. Und der
vernunftgesteuerte Mensch ist, zumindest nach westlichem Verständnis,
geradezu das Gegenteil eines verdorbenen Menschen.

...so wie in der kaitalistischen Landwirtschaft.
In höchstem Maße vernunftgesteuert wie die Arbeiter in der kapitalistischen Produktion.

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Gruß Mehistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Impfpflicht

nemo, Freitag, 19.06.2015, 16:16 vor 3864 Tagen @ Elli 5376 Views

bearbeitet von nemo, Freitag, 19.06.2015, 16:33

Ja, es geht nur darum, dass Vorsorge-Impfungen zukünftig gesetzlich kontrolliert werden
sollen.

Künftig soll der Impfschutz bei allen Routine-Gesundheitsuntersuchungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie den Jugendarbeitsschutzuntersuchungen überprüft werden.

Wozu eine gesetzliche Regelung zur Kontrolle des Impfschutzes, wenn nicht dazu, nicht eingehaltene
Vorsorgemaßnahmen zu kontrollieren und zu sanktionieren? Es beginnt immer mit Kontrolle.

Gruß
nemo

Von einer Impfpflicht kann ich nichts lesen, dort steht unter anderem:

„Bei der Aufnahme eines Kindes in die Kita muss ein Nachweis über
eine ärztliche Impfberatung vorgelegt werden. Beim Auftreten von
Masern in einer Gemeinschaftseinrichtung (z. B. Kita, Schule, Hort)
können die zuständigen Behörden ungeimpfte Kinder
vorübergehend ausschließen.“

Und:
„Medizinische Einrichtungen dürfen die Einstellung von
Beschäftigten vom Bestehen eines erforderlichen Impf- und Immunschutzes
abhängig machen.“

Es koennte das Paradies sein

Dragonfly @, Freitag, 19.06.2015, 16:24 vor 3864 Tagen @ Fairlane 4986 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 19.06.2015, 16:59

Zumindest fuer Leute, die mit Geld sich sinnvoll selbst beschaeftigen koennen.

Das Gegenteil wird der Fall sein. Es wird die Hoelle werden. Ich erwarte den Rueckzug von Menschen in die Subsistenzwirtschaft. Wenn Du noch irgendwo eine Scholle hast...

Die Sache ist recht einfach. Es gibt keinen Grund, warum ein Android mit den geistigen Faehigkeiten eines 10-Jaehrigen ueber 10.000 Euro kosten sollte. Der kann dann Putzen, Kochen, aufraeumen, einkaufen etc. Und das kann er 24 Stunden am Tag. Somit kann er 3 Arbeiter ersetzen. Sagen wir, der wird ueber 5 Jahre abgeschrieben. Damit kann kein Mensch mithalten.

Parkbank-Penner

nemo, Freitag, 19.06.2015, 16:24 vor 3864 Tagen @ CrisisMaven 5298 Views

bearbeitet von nemo, Freitag, 19.06.2015, 17:00

Ich weiß nicht, wie Eckhart Tolle zwei Jahre glücklich auf einer Parkbank gelebt hat,
aber für mich wäre das nichts. Ich würde das Meer oder die Berge vorziehen.
Aber letztlich hat er doch noch etwas Sinnvolles gemacht.

Gruß
nemo

Aber auch der Penner tut nichts Sinnvolles,


Hm.

"Eine Zeit lang gab es für mich auf der körperlichen Ebene gar nichts
mehr. Ich hatte keine Beziehungen, keine Arbeit, kein Zuhause, keine
soziale Identität. Fast zwei Jahre verbrachte ich damit, in einem Zustand
intensivster Freude auf Parkbänken zu sitzen. ... Manchmal sprachen mich
Leute an und sagten: 'Ich will, was du hast ...'"

(Eckhart Tolle, der Erfinder
der gleichnamigen Haartracht ...)

Mit "Deutscher Gründlichkeit" ...

satsangi @, Freitag, 19.06.2015, 16:56 vor 3864 Tagen @ nemo 5132 Views

Hallo
...wird das schon in die richtigen Bahnen gelenkt.
Wo kämen wir denn da hin, wenn jeder sein eigenes Süppchen kochen will.

Gruss satsangi

Das Gefängnis des Aufs und Abs - ein Link aus alten Zeiten

Umdenken @, Freitag, 19.06.2015, 17:27 vor 3864 Tagen @ Kurz_vor_Schluss 5139 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 19.06.2015, 17:48

Um da echt rauszukommen (so wie der Fisch aus dem Wasser springt), bedarf es zweifellos ungewöhnlicher "Alternativen".

Ich weiss nicht recht, ob der Link hier passt:
http://www.dasgelbeforum.net/board_entry.php?id=208018
aber vielleicht regt er wenigstens zu weiteren Gedanken zum Thema an?

Grüsse allerseits!

Abschmecken mit einer Prise Sinn

Hinterbänkler @, Schweiz - tief im Emmental, Freitag, 19.06.2015, 18:45 vor 3864 Tagen @ nemo 5005 Views

Ich weiß nicht, wie Eckhart Tolle zwei Jahre glücklich auf einer Parkbank
gelebt hat,
aber für mich wäre das nichts. Ich würde das Meer oder die Berge
vorziehen.
Aber letztlich hat er doch noch etwas Sinnvolles gemacht.


Hallo nemo

kannst Du mal benennen, was Tolle letztlich Sinnvolles gemacht hat?

Ich kann das überhaupt nicht sehen.

Ich wüsste auch nicht, was ich oder Du Sinnvolles machen. Und ich bin froh, dass für mich unter anderem 'Sinn' und 'Unsinn' nur sehr vordergründige - und letztlich sinnlose [[zwinker]] - Kategorien sind.

Das Leben an sich hat keinen Sinn - es hat Kraft, Lust, Veränderung...
Sinn ist des Menschen relativ unmaßgebliche intellektuelle Zutat zur ganzheitlichen Mahlzeit.

Ich jedenfalls suche seit Jahren keinen 'Sinn' mehr sondern vielmehr Kraft, Lust, Veränderung...

...manchmal auch Tiefe.

Danke und Gruß
Hinterbänkler

--
...und es gibt überhaupt gute Gründe dafür, zu mutmassen, daß in einigen Stücken die Götter insgesamt bei uns Menschen in die Schule gehen könnten. Wir Menschen sind - menschlicher ...

Friedrich Nietzsche 'Jenseits von Gut und Böse'

Weiche Impfpflicht dank grosszuegiger Spenden

CalBaer @, Freitag, 19.06.2015, 19:22 vor 3864 Tagen @ nemo 4899 Views

Zwar wird man im Rechtsstaat niemand zum Impfen zwingen koennen, aber wer bestimmte Impfungen nicht vorweisen kann, der darf dann z.B. nicht mehr die Schule besuchen. Jede Organisation kann da so seine Regeln aufstellen.

Low HPV vaccination rates in Minnesota: Intervening at entry to middle school could help
...Some seek mandatory vaccines
The quickest way to increase vaccination rates is to mandate the vaccine for school attendance. Making vaccination mandatory for middle school entrance has been a successful policy for other countries like the UK, where vaccination rates for girls are over 80 percent. Currently only Virginia and D.C. have implemented this program...

https://www.minnpost.com/community-voices/2015/04/low-hpv-vaccination-rates-minnesota-i...

Kurzuebersetzung: Wegen der geringen Impfrate gegen HPV, will man den Schulbesuch von der Impfung abhaengig machen.

Die Impfung gilt dabei umstritten auf Grund der Nebenwirkungen und Wirksamkeit, als auch der Sinnhaftigkeit (es geht um einen Virus der nur durch sexuelle Aktivitatet uebertragen wird).

Eine Impfung kostet $170, wobei eine Serie von 3 Impfungen erforderlich ist. Rund 5 Mio Kinder erreichen in den USA jedes Jahr das Mittelschulalter.

Die Impfprogramme werden mehr vom grossen Geld getrieben, als von der medizinischen Notwendigkeit. In den USA gibt die Pharmaindustrie grosszuegige Spenden an Politiker, damit diese sich fuer entsprechende Gesetze und Verordnungen einsetzen oder gleich Dekrete verabschieden. Prominenter Fall - Rick Perry:


HPV vaccine, Merck and Rick Perry's money

...major drug company played a pivotal role in Perry's executive order in February 2007 that mandated teenaged girls in Texas be inoculated against HPV

..Merck has given $28,500 to Perry's gubernatorial campaigns since January 2001, according to a new report by Texans for Public Justice, a political watchdog group, which uses data from the Center for Responsive Politics.

And since January 2006, Merck has given an additional $377,500 to the Republican Governors Association, which, in turn, was one of the largest backers of Perry's own campaigns.

...Perhaps more importantly, Perry's friend, former chief of staff Mike Toomey, spun through the revolving door to become a lobbyist for Merck in Texas, a position he held at the time of the HPV-related executive order.

...In 2009, the FDA also approved the drug Cervarix, made by GlaxoSmithKline, which, for its part, has given about the same amount of money as Merck to Perry's gubernatorial campaigns since 2001 and nearly four times as much as Merck to the Republican Governors Association since 2006.

... In fact, three other pharmaceutical companies have given more money to Perry than Merck and substantially more money to the Republican Governors Association than Merck....

http://www.cnn.com/2011/09/15/opinion/krumholz-beckel-perry-pharmaceutical/

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Wenig genug

Kurz_vor_Schluss @, Freitag, 19.06.2015, 20:52 vor 3864 Tagen @ Morpheus 4767 Views

Guten Abend Morpheus,


Das hatten wir doch hier schon unzählige Male diskutiert und beschrieben.
Du hast jetzt vielleicht angefangen, das mal technisch etwas konkreter zu
beleuchten, aber von der Sache her kannst du diese zukünftige Entwicklung
(natürlich abstrakt) in vielen alten Beiträgen hier finden.

Du hast natürlich recht - und die Beiträge von TassieDevil, dottore (den ich aber leider manchmal sprachlich nicht recht verstehe, ebenso wie Ashitaka), Dir und vielen, vielen anderen haben dies bis zum Kern, zum Urgrund (wenigstens auf dieser Ebene) durchdacht. Weswegen ich manchmal wünschte, ich hätte zwei Leben - eins als Leser, eins als Lebender, denn da ist immer noch viel zu entdecken hier.

Was mich nur erschreckt, Morpheus, ist, dass wir in einigen Jahren eine neue Qualität technischer Möglichkeiten erreichen werden. In unseren Kopf - in unsere Gedanken einzutreten - und das ganz real - das hat für mich einen neuen, gradezu alptraumhaften Klang. Das heißt für mich Huxley zu übertreffen.

Das Grundproblem ist folgendes:
Diktaturen sind nicht in der Lage, genug Ressourcen für eine solche
Überwachung und Drangsalierung seiner Bürger zu schaffen. Diktaturen
waren eigentlich immer eher rückständig.
Unsere "Demokratien" haben jedoch enorme technische und energetische
Ressourcen freilegen können. Wenn diese Staaten sich jetzt in Diktaturen
wandeln (müssen) und die einmal vorhandenen Möglichkeiten nutzen können,
wird es sehr sehr unangenehm werden für die betroffenen Bürger.

Ich vermute eine weiter stattfindende (faktisch haben wir sie ja schon) Erosion demokratischer Gepflogenheiten (die wahrscheinlich - s. Monterone - eh nur Tarnung waren) hin zu unverblümter, gleichwohl nie so benannter Diktatur. Die dann vergeht.
Naja - das sagt sich so leicht. Sind auch unsere Leben, unsere Existenzen, die dann davon betroffen sein werden. Ich hoffe nur, dass meine Eltern vorher von hier abberufen werden.

Die Alternative ist Anarchie und marodierende Banden. Ich weiß nicht, was
schlimmer ist. Zumal auch in den Diktaturen die Wirtschaft sterben wird und
die Versorgung mit Lebensmitteln zum Problem Nummer 1 werden wird.

Ich weiß - Du warst ja so ehrlich zu sagen, dass Du einen Weg ähnlich des sich in seine Höhle zurückgezogenen Bärs gehst - meine Hochachtung. Es ist zumindest konsequent.
Nunja - ein paar Jahre haben wir wohl noch. Nutzen wir sie also - jeder auf seine Weise.
Schönen Abendgruß
K_v_S

--
Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen.
Karl Valentin

Wollen wohl nicht

Kurz_vor_Schluss @, Freitag, 19.06.2015, 20:57 vor 3864 Tagen @ nemo 4581 Views

Guten Abend nemo,

Was können wir Sinnvolles tun?

wenn man wenigstens wüsste, was das Sinnvolle wäre.... das wäre ja schon etwas. Zwei Herzen schlagen, ach, in meiner Brust....

Damit beantwortet sich auch gleichzeitig die Frage nach dem Gefängnis.
Das Gefängnis existiert nur, weil wir es zulassen und weil wir die
Beantwortung der wichtigsten Frage – die Frage, wie wir leben wollen –
anderen überlassen.

Da stimme ich Dir zu. Es liegt - hatten wir ja schon mal - an unserem Bewusstsein. Ändert sich das Eine - ändert sich das Andere.

Was geschehen wird, ist einfach zu beantworten. Entweder wir stellen
irgendwann die Frage nach dem Sinn oder wir werden immer mehr Teil
einer voll automatisierten und kontrollierten Welt sein. Als freie Wesen
können wir aber entscheiden und fragen: Wollen wir das?

"Doch wir können davon lernen, wie wir leben wollen...."
https://www.youtube.com/watch?v=iA0MLJbY29o
Nur - fürchte ich, nemo - werden wir es auf eine äüsserst drastische Art lernen. Per aspera ad astra quasi.
Schönen Gruß
K_v_S

--
Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen.
Karl Valentin

guter Punkt

Kurz_vor_Schluss @, Freitag, 19.06.2015, 20:59 vor 3864 Tagen @ trosinette 4652 Views

Danke Schneider.
Von Dir kommen immer wieder mich zum Denken anregende Beiträge. [[top]]
LG
K_v_S
Jetzt aber Feierabend....
https://www.youtube.com/watch?v=d1f8selGUXk

--
Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen.
Karl Valentin

der war gut

Kurz_vor_Schluss @, Freitag, 19.06.2015, 21:01 vor 3864 Tagen @ CrisisMaven 4589 Views

(Eckhart Tolle, der Erfinder
der gleichnamigen Haartracht ...)

DER war klasse, CM - ich hab mich auf dem Sofa gekugelt.
[[freude]]
Schönen Gruß
K_v_S

--
Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen.
Karl Valentin

Leben im Jetzt

nemo, Freitag, 19.06.2015, 21:15 vor 3864 Tagen @ Hinterbänkler 4685 Views

bearbeitet von nemo, Samstag, 20.06.2015, 13:07

kannst Du mal benennen, was Tolle letztlich Sinnvolles gemacht hat?

Ich kann das überhaupt nicht sehen.


Hallo Hinterbänkler!

Sinn ist eben das, was Sinn macht. Tolles Bücher machen z.B. Sinn, wenn er
erklärt, dass es in der Illusion der linearen Zeit keinen Fortschritt und keine
Entwicklung gibt. Und genau das ist doch der Fall. Den Leuten geht es trotz
Robotik & Co immer schlechter und wir leben wieder in Zeiten der
Wirtschaftskrise, der staatlichen Kontrolle und des kalten Krieges.
Wir haben tatsächlich nichts gelernt!

Tolle macht den geneigten Leser darauf aufmerksam, dass es möglich ist,
dieser Illusion der Zeit zu entkommen, indem man erkennt, dass das Jetzt
der einzige Raum ist, in dem wir existieren. Es ist das Einzige, was real ist.

Er sagt uns: Wir leben nicht in der Realität. Und er hat recht. Alles, was wir tun
bezieht sich auf ein System, das für zukünftige Ziele arbeitet, in der Hoffnung,
dass es uns dann besser geht. Was für eine großartige Selbsttäuschung. Wenn
wir jetzt nichts tun können, können wir auch in der Zukunft nichts tun.

Bleibt die Frage, was wir jetzt tun können. Und da beginnt es schwierig
zu werden, weil das, was jetzt sinnvoll und nützlich wäre, für eine Gesellschaft,
die nicht in der Realität lebt, keine Bedeutung hat. Du kannst nicht einfach
beginnen etwas zu machen, denn Du brauchst Geld, Genehmigungen
und hast Reglungen, die Dir genau vorschreiben, was Du zu tun hast und
was möglich ist.

Hier ist wirklich Kreativität gefragt, um sinnvolle Dinge einfach trotzdem
zu verwirklichen, jenseits von Geld, Genehmigungen, Normen und Reglungen.
So ist es z.B. möglich, mit viel Arbeit und Ausdauer ein Regionalgeld-System
aufzubauen, aber auf Dauer wird es mühselig. Dasselbe gilt für alle Arten
von Bürger-Initiativen usw. Es ist ein Kampf gegen Windmühlen und
letztlich ein Kampf gegen das System. Das empfinde ich als sehr sinnvoll.

Einfach nur das Wahrnehmen, was hier passiert, ist schon sinnvoll.
Der nächste Schritt ist halt, etwas Sinnvolles tun.

Gruß
nemo

P.S. Neuerdings gibt es viele Online-Petitionen und viele Leute glauben,
dass das sinnvoll ist. Es ist aber eben kein Tun, sondern nur eine Meinungsäußerung, die keine Sau interessiert. Wieder so eine Illusion, bei der man
glaubt, man würde etwas ändern.

Künstliche Intelligenz und iRobot werden viele Jobs überflüssig machen

Philip Marlowe @, Location: Europe's Paymaster, Freitag, 19.06.2015, 23:16 vor 3864 Tagen @ Dragonfly 4632 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 20.06.2015, 13:14

Neben den manuell "einfachen" Jobs (Staubsaugerroboter, Kanalinspektionsroboter und Hausbauroboter gibt es ja jetzt schon) werden es gerade die hoch spezialisierten und formalisierten Jobs sein, auf die sich heutzutage noch so viele etwas einbilden: Wirtschaftsprüfung, Steuer"optimierung" und Beratung in juristischen Standardproblemen sind geradezu prädestiniert für von künstlicher Intelligenz betriebene Expertensysteme: Diese können viel mehr Details erfassen, immer up-to-date zum aktuellen Stand der Gesetzesgebung und Rechtsprechung sein und machen auch viel weniger Fehler als Menschen.

Aber auch alle "technokratischen" Standardjobs werden wegfallen: Unzählige Ingenieure sind damit beschäftigt, Standard-Konstruktionsaufgaben durchzuführen nach irgendwelchen "Pflichtenheften". Auch das kann eine intelligente Maschine besser, schneller und fehlerfreier als ein Mensch, immer nach den neuesten DIN-Normen und Gesetzesvorgaben. Ebenso Mathematiker und Wirtschaftswissenschaftler, die irgendwelche Daten zusammenstellen, um sie in irgendwelche Excel-Tabellen zu füllen um daraus irgendwelche Powerpoint-Präsentationen zu generieren.

Börsenberichte und Sportberichte in Textform werden schon heute computergeneriert, genauso wie der Großteil der Börsenumsätze algorithmenbasiert stattfindet. Die können zwar auch einmal in die falsche Richtung laufen, haben aber kein Ego, dass Milliarden-Verluste in betrügerischer Absicht generiert, und "fat finger" gibt's auch nicht.

Übrig bleiben werden langfristig nur die kreativen Jobs und die im sozialen Bereich mit direkter Mensch-zu-Mensch-Kommunikation. Also die, über die man heutzutage eher lächelt und die man schon jetzt relativ schlecht bezahlt.

Gruß,
Phil.M.

Tolle

Rybezahl, Samstag, 20.06.2015, 00:06 vor 3864 Tagen @ nemo 4518 Views

Tolle macht den geneigten Leser darauf aufmerksam, dass es möglich ist,
dieser Illusion der Zeit zu entkommen, indem man erkennt, dass das Jetzt
der einzige Raum ist, in dem wir existieren. Es ist das Einzige was real
ist.

Wenn man Tolle kontempliert, kann man auch Jahre glücklich auf der Parkbank sitzen. Aber man entkommt dadurch nicht der Illusion der Zeit. Die Kredite laufen weiter und es läuft und es läuft und es läuft immer schön weiter, während man glücklich auf der Parkbank sitzt.

Würden alle auf den Tolle hören, wäre der Kapitalismus sofort tot. Ist bestimmt ein interessantes Szenario für einen Roman.

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

sinnvoll oder nicht?

BennyF @, Samstag, 20.06.2015, 06:08 vor 3864 Tagen @ nemo 4237 Views

Mit anderen Worten: Impfpflicht fürs Volk. Es kann ja schließlich nicht
angehen,
dass die Lohnsklaven ständig krank werden, sonst wird das nie was mit
der
Überwindung der Eurokrise.

Man kann über das Thema sicher kontrovers diskutieren. Muss man einer starken Ausbreitung von Masern entgegenwirken oder nicht? Ist dazu eine gesetzliche Regelung nötig oder nicht?
Aber welche Verschwörung willst du daraus ableiten? Ist das nicht ein bisschen paranoid, von einer Manipulation der "Lohnsklaven" zu reden?

Kontroverse Diskussionen

nemo, Samstag, 20.06.2015, 11:00 vor 3864 Tagen @ BennyF 4161 Views

Man kann über das Thema sicher kontrovers diskutieren. Muss man einer
starken Ausbreitung von Masern entgegenwirken oder nicht? Ist dazu eine
gesetzliche Regelung nötig oder nicht?
Aber welche Verschwörung willst du daraus ableiten? Ist das nicht ein
bisschen paranoid, von einer Manipulation der "Lohnsklaven" zu reden?

Das ist nicht paranoid, sondern nur ein wenig überspitzt formuliert.
Und auch keine Verschwörung, sondern eine gesetzliche Reglung
zur Kontrolle der Vorsorge-Impfungen. Ein staatliches Überwachungs-
instrument nach dem Vorbild der DDR.

Im Klartext heißt das: Es ist keine Privatangelegenheit mehr, ob
und wogegen ich mich Impfen lasse. Und wieder ist ein Stück
Privatsphäre dem Überwachungsstaat zum Opfer gefallen.

Wofür diese Datenbanken später genutzt werden, darüber kann
man nur spekulieren.

Es ist dasselbe Prinzip wie bei der Vorratsdatenspeicherung,
wegen der angeblich starken Ausbreitung des Terrorismus.
Die kann man auch kontrovers diskutieren, im Endeffekt
ist es jedoch ein Überwachungsinstrument.

In ein paar Jahren soll dann jeder einen Chip bekommen. Das
kann man natürlich auch kontrovers diskutieren...


Gruß
nemo

Zeit und Bewusstheit

nemo, Samstag, 20.06.2015, 12:25 vor 3864 Tagen @ Rybezahl 4101 Views

bearbeitet von nemo, Samstag, 20.06.2015, 12:35

Wenn man Tolle kontempliert, kann man auch Jahre glücklich auf der
Parkbank sitzen. Aber man entkommt dadurch nicht der Illusion der Zeit. Die
Kredite laufen weiter und es läuft und es läuft und es läuft immer
schön weiter, während man glücklich auf der Parkbank sitzt.

Würden alle auf den Tolle hören, wäre der Kapitalismus sofort tot. Ist
bestimmt ein interessantes Szenario für einen Roman.


Es wäre ein tolles Szenario für die Wirklichkeit.
In der vierten Dimension fallen die Zeit und das Jetzt zusammen und
ergeben eine neue Ebene – eine neue Wahrnehmungsqualität.

Das ist der notwendige Entwicklungsschritt: Von der dritten Dimension
in die Vierte zu gelangen.

Irgendwie scheinen das die Regenwäldler schon kapiert zu haben.
Es gibt für sie keinerlei Grund sich zu hetzen oder in Stress zu geraten.
Sie würden sich auch sehr wundern, wenn jemand käme und ihnen
sagen würde, wie sie etwas zu tun haben. Aus deren Sicht wäre das
vollkommen absurd.

Sie lächeln dann halt freundlich, was von den Missionaren fälschlicher-
weise als Einverständnis interpretiert wurde.

Die Missionare haben eben einen wichtigen Punkt nicht erkannt: Dass
es in Wirklichkeit immer nur darum geht, das zu tun, was einem selbst
als sinnvoll erscheint. Dann ist man in der Realität des Jetzt angekommen.
Umgekehrt, wird man nie dorthin gelangen, in dem man etwas tut,
was anderen als sinnvoll erscheint oder sich äußeren Zwängen beugt.

Wir sehen aber, dass unsere gesamte Zivilisation in äußeren Zwängen
gefangen ist. Man wird wohl vergeblich darauf warten, dass die Menschheit
sich von diesen Zwängen befreien kann. Außer durch Kriege und
Umstürze, die aber nichts bewirken, sondern nur notwendig werden, um
kurzfristig neue Grenzen zu schaffen.

Wenn sich jedoch jeder Einzelne aus seinen äußeren Zwängen befreit
so gut es eben geht, dann ist das ein Schritt hin zu einer höheren
Wirklichkeit. Oder wie Tolle sagt, ein Weg zur Bewusstheit.

Gruß
nemo

Impfung = Überwachungsinstrument? WTF???

BennyF @, Samstag, 20.06.2015, 13:53 vor 3863 Tagen @ nemo 4138 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 20.06.2015, 13:57

Und auch keine Verschwörung, sondern eine gesetzliche Reglung
zur Kontrolle der Vorsorge-Impfungen. Ein staatliches Überwachungs-
instrument nach dem Vorbild der DDR.

Im Klartext heißt das: Es ist keine Privatangelegenheit mehr, ob
und wogegen ich mich Impfen lasse. Und wieder ist ein Stück
Privatsphäre dem Überwachungsstaat zum Opfer gefallen.

Wofür diese Datenbanken später genutzt werden, darüber kann
man nur spekulieren.

Nemo, ich teile deine Bedenken hinsichtlich digitaler Datenbanken grundsätzlich schon. Ein Missbrauch würde einem Regime Tür und Tor für die Unterdrückung der Bevölkerung öffnen. Im worst case. Aber deswegen eine Impfpflicht abzulehnen, halte ich für unsinnig. Ohne digitale Datensammlung funktioniert unsere Gesellschaft einfach nicht mehr. Sinnvoller als die völlige Ablehnung dieser fände ich eher, unabhängige Kontrollinstanzen einzusetzen, die einen Missbrauch effektiv verhindern können. (Das ist dann wieder ein neues Thema.)

"Seit Einführung der Impfungen in den USA sank die Zahl der jährlichen Erkrankungen von Diphtherie, Mumps, Keuchhusten und Tetanus um mehr als 92 %, während die Zahl der an diesen Krankheiten Verstorbenen um mindestens 99 % zurückging. Poliovirus, Masern sowie das Rötelnvirus gelten in den Vereinigten Staaten als ausgerottet, 1980 konnte die Welt von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für pockenfrei erklärt werden."
(Quelle: Roush SW, Murphy TV; Vaccine-Preventable Disease Table Working Group: Historical comparisons of morbidity and mortality for vaccine-preventable diseases in the United States.)

Es gibt eine Menge Beispiele dafür, dass Impfungen schlimme Krankheiten und Seuchen praktisch ausgerottet haben. Ist das nicht eine gute Sache?

Du könntest natürlich die Seriosität der Quelle anzweifeln (sie liegt unter der Kontrolle der Regierung), aber das wäre in meinen Augen ziemlich an den Haaren herbeigezogen.

Entscheidungsfolgen, so oder so

Leserzuschrift @, Samstag, 20.06.2015, 14:31 vor 3863 Tagen @ Elli 4054 Views

Hallo,
ja, von Impfpflicht steht da nichts.
Sehr geschickt.
Denn: Gäbe es eine Impfpflicht, gäbe es auch Regressansprüche. Sofern da mal was schief lief und dieses beweisbar wäre.

So aber könnte man ja das Kind zu Hause lassen, bis dies mit der Schulpflicht korreliert. Oder es auf eine Privatschule schicken, sofern man die bezahlen kann. Freiwillige Entscheidung!

Sollte man als Arbeitnehmer davon betroffen sein, könnte man sich ja einen anderen Arbeitsplatz suchen. Auch das: eine freiwillige Entscheidung!

Die Verantwortung liegt in der „freiwilligen Entscheidung“. Somit sind auch alle womöglich daraus entstehenden Folgewirkungen in der Verantwortung des Entscheiders. So oder so kann das übel ausgehen.
Fein raus sind wie derzeit immer die Wegbereiter: Ironie: Wo kämen wir denn hin, wenn Die Verantwortung übernehmen würden in demokratisch, freiheitlichen Entscheidungswelten?
Empfehlungen, auch mit Druck, kosten ja weniger.

Das ist orwellsche Diktion.

Freundliche Grüße, Sigrid

Pflegeroboter aus Japan.., RoboDoc-Systeme zur OP,

Centao @, Samstag, 20.06.2015, 18:09 vor 3863 Tagen @ Philip Marlowe 4822 Views

überhaupt kann die ganze Apparatemedizin weitgehend automatisiert werden.

IBM denkt genau darüber nach.. u.a mit Dr. Watson.

Die Schulmedizin lässt sich m.E. nämlich recht gut in künstliche Entscheidungssysteme pressen.

80% bestimmter Jobs sind nach diversen Studien rationalisierbar.

Ausweg bietet immerhin die Selbständigkeit..<img src=" />.

Gruß,
CenTao

Zeitlosigkeit

Rybezahl, Samstag, 20.06.2015, 22:20 vor 3863 Tagen @ nemo 3997 Views

Es wäre ein tolles Szenario für die Wirklichkeit.
In der vierten Dimension fallen die Zeit und das Jetzt zusammen und
ergeben eine neue Ebene – eine neue Wahrnehmungsqualität.

Klingt schön, nur verstehen kann ich es nicht.

Jede Zustandsveränderung inkludiert das, was man Zeit nennt. Selbst wer sich z.B. mittels technischer Apparaturen vom gemeinen Zeitstrom abkoppeln zu vermag, schafft oder bereist einen neuen/anderen Zeitstrom (einen den gemeinen Zeitstrom überlagernden zum Beispiel).

Dass wir immer nur im Jetzt leben ist für mich eigentlich gar keine so überwältigende Erkenntnis.

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

Faktor Zeit

nemo, Sonntag, 21.06.2015, 09:01 vor 3863 Tagen @ Rybezahl 3912 Views

bearbeitet von nemo, Sonntag, 21.06.2015, 09:21

Klingt schön, nur verstehen kann ich es nicht.

Jede Zustandsveränderung inkludiert das, was man Zeit nennt. Selbst wer
sich z.B. mittels technischer Apparaturen vom gemeinen Zeitstrom abkoppeln
zu vermag, schafft oder bereist einen neuen/anderen Zeitstrom (einen den
gemeinen Zeitstrom überlagernden zum Beispiel).

Dass wir immer nur im Jetzt leben ist für mich eigentlich gar keine so
überwältigende Erkenntnis.


Es ist auch nicht nur das Verstehen. Es ist viel mehr. Es ist eine neue Art zu Sein,
bei der sich die Zeit von einem äußeren Faktor in einen inneren Faktor verwandelt.

Es ist dazu notwendig, sich selbst zu sehen.

Das ist die Hürde. Das Problem ist, dass wir uns nicht sehen, wie wir sind.
Würden wir uns so sehen, wie wir wirklich sind, würden wir in den meisten Fällen
schreiend davon laufen. Anstatt uns selbst zu sehen, entwickeln wir lauter
Gewohnheiten und automatische Verhaltensmuster, die genau das verhindern.

Unbewusstheit ist das Verdrängen seiner selbst durch Ersatzlösungen. Zum Beispiel
die Suche im Außen nach Befriedigung unserer Wünsche, nach dem Glück, nach Erfolg usw.

Wenn es gelingt sich selbst zu sehen – am Anfang für Momente und später für
längere Zeiträume – dann ändert sich die Wahrnehmung, weil wir selbst
immer vollständiger darin enthalten sind.

Darin besteht die Schwierigkeit. Wir sind es gewohnt wahrzunehmen, ohne uns
selbst dabei in die Wahrnehmung mit einzubeziehen und wenn, dann nur bestimmte
Teile unserer selbst, die uns gefallen. Der Rest wird einfach ausgeblendet.

Das Ausgeblendete ist das Unbewusste. Wenn wir die ausgeblendeten Teile unserer
selbst wieder in die Wahrnehmung bringen können, wird daraus Bewusstheit.

Bewusstheit verwandelt Zeit in Wahrnehmung. Oder eben in das Jetzt.

Gruß
nemo

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Wandere aus, solange es noch geht.