Griechenland - Aktuell

helmut-1 @, Siebenbürgen, Donnerstag, 18.06.2015, 22:05 vor 3865 Tagen 8861 Views

Da Gaby anscheinend die Einzige ist, die hier aktuell aus GR berichtet, muß ich als Nichtgrieche auch was dazu besteuern. Um ehrlich zu sein, ich war noch nie in GR, meine Tochter aber ist laufend dort.
Meine Kenntnisse beziehe ich von einer guten Mailfreundin aus Athen, die nicht nur den Durchblick, sondern auch genügend Grips hat, das Ganze zu bewerten. Warum ich da mitrede, hat eigentlich nur den Grund, weil ich es einfach nicht fassen kann, was meistens für ein Stuß dahergeredet wird. Die Merkelpropaganda hat da anscheinend ganze Arbeit geleistet.

Wenn man da im Net durchblättert, in den einzelnen Foren, dann meint man, dass sich da deutschsprechende Afrikaner oder Asiaten unterhalten, - die von der Tagespolitik in D und überhaupt in Europa keine Ahnung haben. Nicht nur bei den Tageszeitungsforen (Zeit, Frankfurter Allgemeine, Münchner Merkur, Süddeutsche, etc.), auch bei den Magazinen wie Spiegel, Focus, etc. und natürlich bei den unterschiedlichsten Diskussionsforen, - es ist kaum zu glauben, was da verzapft wird.

Wenn es sich um ein rechtsgerichtetes Forum handelt, dann wird alles mit Dreck beworfen, was Tsipras macht, weil er ein Linker ist. Dass er sich eigentlich gegen das Diktat des globalen Kapitals wehrt, fällt dabei unter den Tisch. Was aber auch das Anliegen der Rechten wäre. Abgesehen davon, wird überhaupt verschwiegen, dass in der Tsipras-Koalition auch Rechte dabei sind.
Von anderen Diskussionsforen wie z.B. yahoo reden wir erst gar nicht, das ist Unsinn hoch 3.

Bin froh, hier an eine kritische Diskussionsebene gekommen zu sein, wo man einerseits die Dinge aussprechen kann, die einen bewegen, und auch kontrovers diskutieren kann, ohne es mit Scheuklappen-Vertretern zu tun zu haben. Deshalb bringe ich anschließend so einiges, was ich aktuell aus GR bekommen habe. Trotzdem ist - nüchtern betrachtet - dieses GR-Spektakel ein derart bühnenreifes Schauspiel im europäischen Theater, dass man es kaum glauben kann. Was da alles verdreht und falsch dargestellt wird, nur um dem Schein Genüge zu tun, - und den Interessen der dahinterstehenden Lobby natürlich auch - , das ist wirklich unglaublich.

Nur so ist es erklärbar, dass soviele immer noch das Kreuzchen unter den Roten oder den Schwarzen machen, nach dem Motto, - eigentlich macht es Mutti Merkel ja doch gut...
Bin gespannt, wie lange das noch gut geht...

Interessante Sichtweise

helmut-1 @, Siebenbürgen, Donnerstag, 18.06.2015, 22:19 vor 3865 Tagen @ helmut-1 7598 Views

Eine ernüchternde Analyse:
Poker um Griechenland: Der tickende Zeitzünder im Hintergrund . Von Ernst Wolff

zu finden unter:

http://antikrieg.com/aktuell/2015_06_18_poker.htm

Meine Meinung: Klare Ansage. Lohnt sich wirklich, das bis zu Ende zu lesen.

Ein weiterer link:

http://www.griechenland-blog.gr/2015/06/noch-ein-deutscher-korruptionsskandal-in-griech...

Ist aber nichts, was mich vom Hocker haut. Das passiert in Deutschland auch täglich. Ist so die Stilrichtung der Pharmakonzerne.

Auch ganz interessant, zu lesen:

https://jasminrevolution.wordpress.com/2015/06/18/tsipras-troika-plan-zur-demutigung-at...

Was mir daran gefällt, sind die Binsenweisheiten, die dabei ins Bewußtsein gerückt werden, wie z.B.:

Finanzbetrüger arbeiten nach einem typischen Muster: Sie setzen uns unter Zeitdruck, um zu verhindern, dass wir ihre Pläne durchschauen. Wir sollen in Hektik verfallen und vergessen, die Fakten sorgfältig zu prüfen, ehe wir ihren betrügerischen Vertrag unterschreiben. So agiert der Versicherungsvertreter an der Tür, mit seinem tollen Angebot, das aber leider nur noch bis heute 18:00 Uhr gilt...

Klar habe ich mich auch gefragt, warum Brüssel und Merkel diese Hektik an den Tag legen, - die Hektik müßte ja von den Griechen ausgehen, wenn sie dringend Geld brauchen. Aber das, was wir bei privaten Geldgeschäften wissen, das kommt uns so gar nicht ins Bewußtsein, wenn es sich um Staatsgeschäfte handelt.

Ein klarer Hinweis kommt über diese Nachricht:


Rüstungsgewinner Deutschland
Was auch sehr gerne unterschlagen wird:

Rund 10% der deutschen Rüstungsexporte sind in der Vergangenheit nach Griechenland gegangen. Genau 9,64% der Exporte der deutschen Rüstungsindustrie wurden zwischen 1974 und 2009 jährlich nach Griechenland geliefert.
Daran hat die deutsche Wirtschaft und haben der deutsche Finanzminister prächtig verdient - und so geholfen, Griechenland in die Krise zu stürzen.

Die Vorgängerregierung der Syriza hat für 2015 noch einen Militäretat von 3,2 Milliarden Euro beschlossen.
Die Syriza hat in den Gläubigerverhandlungen vorgeschlagen, die Ausgaben um 200 Millionen zu kürzen. Und hat nach den Wahlensämtliche Rüstungsprogramme eingefroren.

Ist das vielleicht einer der wirklichen Gründe, warum so mancher in Deutschland mit der gegenwärtigen Regierung in Griechenland unzufrieden ist ?

Nun ja, die Antwort kann man sich selbst geben.

Ja, die mußten wohl. - Big Brothers Stutzpunkt, bezahlt haben vmtl. die Deutschen.

Olivia @, Sonntag, 21.06.2015, 15:34 vor 3862 Tagen @ helmut-1 3547 Views


Rüstungsgewinner Deutschland
Was auch sehr gerne unterschlagen wird:

Rund 10% der deutschen Rüstungsexporte sind in der Vergangenheit nach
Griechenland gegangen. Genau 9,64% der Exporte der deutschen
Rüstungsindustrie wurden zwischen 1974 und 2009 jährlich nach
Griechenland geliefert.
Daran hat die deutsche Wirtschaft und haben der deutsche Finanzminister
prächtig verdient - und so geholfen, Griechenland in die Krise zu
stürzen.

..................

Oh Gott...... was meinst du wohl, warum die in der EU sind? Ein trojanisches Pferdchen des großen Bruders. Und was meinst du wohl, warum das eine der am besten ausgerüsteten europäischen Armeen ist???? Wohl ebenfalls eine Vorgabe des großen Bruders. Und was meinst du außerdem, wer dafür zahlt, bzw. die Zahlungen nicht "gezahlt" bekommt????? Nun, vermutlich du und ich!

Die SPD soll übrigens stocksauer gewesen sein, weil einer der Vorschläge war, dass die Griechen ihre Rüstungskosten runterschrauben. Wollten die aber nicht :-)))) - Ist doch toll, dass die sooooo gut ausgestattet sind und die anderen europäischen Armeen mit Schrottlagern hantieren müssen. Na ja, die haben ja wohl auch genug damit zu tun, den Griechen ihre Armee zu finanzieren.....

Ist natürlich alles im Sinne der Nato..... und was tut man nicht alles für Freunde.

Und????.....gehen die ganzen Klamotten jetzt an die Russen über?????......oder zwingen die Amis die Merkl wieder in einen faulen Kompromiß???? Und Putin denkt sicherlich..... Rache serveriert man am besten kalt, nicht wahr?

Griechenland ist die Erweiterung der Ukraine-Krise...... Da mischen viele Köche mit......

--
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Grad wieder in der ARD

helmut-1 @, Siebenbürgen, Donnerstag, 18.06.2015, 22:38 vor 3865 Tagen @ helmut-1 7048 Views

Es geht einem das Messer im Sack auf, wenn man das hört, grad wie eben wieder in dr ARD. Es ist ja wie eine Gebetsmühle, - es erinnert an die "mea culpa" Gebetsmühle nach dem 2. WK. Immer wieder denselben Text einhämmern, damit er sich ja in den Köpfen breit macht.

Die andere Wahrheit - direkt aus Athen:

Was die Komission betrifft, die Teilnehmer sind heute im gr. Parlament zusammengetroffen, um ihre ersten Ergebnisse vorzutragen. Das geht morgen weiter (18. Juni) und um 4 :00 Uhr.

Es wird eine Pressekonferenz geben - so habe ich zumindest gelesen - morgen werden sie auch ihren Bericht vorlegen. Deren heutige Sitzung konnte man live im Fernsehkanal des gr. Parlaments sehen.

Ich hatte leider keine Zeit, ich habe nur einige Auszüge im Internet gesehen. Gesagt wurde unter anderem, dass gr. Journalisten vom IWF geschult wurden, sowohl in Gr. als auch in den USA, um die Position der Kreditgeber zu verteten, das ist nichts Neues.

Georgiou hat tatsächlich das gr. Defizit erhöht, er sollte heute vor der Komission aussagen, wurde aber plötzlich “krank” und lag im Krankenhaus. Mitgekriegt habe ich noch, dass der IWF kein Geld an Laänder ausleihen darf, wenn ihre Schulden nicht tragfähig sind. Deutsche, Franzosen und IWF trafen sich und diese Regelung wurde innerhalb von einer Nacht geändert, um die Kredite an Gr. zu ermöglichen, mit dem Ziel, dt. und französ. Banken zu retten.

Der IWF wusste, dass damit Gr. ruiniert werden würde, es gibt Dokumente, die es beweisen; - Strauss Kahn sagte zu Papandreou die Wahrheit, dass er also Gr. ruinieren würde, wenn dieser ein Kredit aus dem IWF nehmen würde, war also ehrlich, musste vielleicht auch deswegen weg. An seiner Stelle kam die korrupte Lagarde, die mit der Lagardeliste Papandreou erpresste.

Unsere Kreditgeber sind dreist. Sie möchten uns Kredite geben, die sie selbst kassieren und mit der Voraussetzung, dass der gr. staatliche Eigentum ausgeplündert wird, Löhne weiter sinken, Preise erhöhen (z.B. Erhöhung der Stromkosten um 25%),- sie verlangen Sachen, die sie in ihren Ländern niemals machen würden. Natürlich moechten sie keinen Kompromiss , sie moechten Tsipras beseitigen, bevor auch andere Politiker in der EU Widerstand leisten.

In Spanien wurde auch ein Ausschuss gebildet, mit dem Ziel, die Schulden Spaniens zu prüfen, wenn die Podemos an die Macht kommen, werden sie auch die Schulden dort prüfen. Sowas wird dann für alle EU-Bürger gut sein, auch für die Deutschen. Die Spanier widmeten den Griechen ein Solidaritätsvideo (auf Griechisch sogar),

https://www.youtube.com/watch?v=GPOUGIYzoj8

in dem sie auch über illegale,ilegitime und betrügerische Machenschaften der EU berichten. Wenn man die Schulden der EU- Länder betrachtet (die absoluten Zahlen), schulden sie zusammen 9 Billionen. Deutschland, Frankreich und Italien schulden zusammen 6 Billionen, also jedes dieser 3 Länder schuldet
ungefähr 2 Billionen. Der Rest der EU-Länder, 16 Länder also, schulden zusammen nur 3 Billionen. Es wird deutlich, dass die grössere Volkswirtschaften das grösste Problem haben, und dass Gr. geopfert werden soll, um den Euro zu retten.

Neben dieser Kommission für die Schulden gibt es weitere, eine extra für
die Skandale von Siemens, eine für die Waffenkäufe, eine für Bayer ...

Die Kommission für die Überprüfung der gr. Schulden, wird ihre Arbeiten nun nach einem Jahr beenden.

Das war eine Stimme von heute aus GR.
Gnz aktuell.
Ohne Kommentar.

Über GR wird in Washington entschieden, alles andere ist Mutti-Gesülze

Hasso, Donnerstag, 18.06.2015, 22:41 vor 3865 Tagen @ helmut-1 7337 Views

bearbeitet von Hasso, Donnerstag, 18.06.2015, 23:00

Hallo Helmut,
ich bin inzwischen zu 100% überzeugt, dass wir noch weitere 1000 GR-Talkshows machen können, egal ob Martin Schluss dauernd Schaum vor Mund bekommt oder der lustige Juncker Gespräche abbricht... das sind alles nur Übersprungshandlungen wie bei doofen Hühnern.

Über die Zukunft von GR wird im Weißen Haus entschieden, nirgendwo anders.
Auch wenn ich manchmal überlege, ob Mutti "unsere Kanzlerin" oder die Vorsteherin der Griechen ist.

Das wissen Tsipras und der kernige Varoufakis genauso gut wie ich.
Deshalb dauert der Spökes um ein "2,5-Welt-Land" jetzt fast so lange wie der WK2.

Die Aussicht, dass die Rote Flotte demnächst nuklear bewaffnet und ganz offiziell in der Ägäis dümpelt, ist zu grausam.
Das wird Obama (und seine Nachfolger) nie zulassen.
Also gibt es neues Geld... vielleicht sogar bald fürs GR-Volk.

Die Beiden (T. und V.) machen es genau richtig.
Solche Politiker wünsche ich mir. Die sind fast so cool wie der Putin[[top]]
Grüße
Hasso

Deutschland wird zahlen

Leserzuschrift @, Freitag, 19.06.2015, 12:54 vor 3864 Tagen @ Hasso 5441 Views

Ja Hasso, ich finde es auch witzig, aus welchen immer neuen Perspektiven man den heißen Brei in den Gazetten und Talkshows umkreist, gar die "Psyche der Deutschen" begutachtet, als ob wir irgendwas zu entscheiden hätten. Deutschland wird am Ende (auftragsgemäß) zahlen, wie es JV so treffend ausdrückt.

Allerdings muß man es der Öffentlichkeit doch irgendwie verkaufen können. Sicher, die ewige Schuldkeule kann man immer wieder mal zücken, sie nutzt sich aber doch langsam ab. Die "allerletzte" Frist für Griechenland wurde schon ein Dutzend mal ausgerufen, ewig ist das auch nicht zu wiederholen. Der ganze "Schmeißt-die-faulen-Griechen-raus"-Pöbel steht ja unbewußt auf der richtigen Seite - darum ist dieser Fall für die Medien so schwierig, darum plagen sie sich gar so an dem Thema ab. Wie soll man den Verbleib Griechenlands denn noch begründen, wenn man nicht offen zugeben will, daß die EU sich von der potenten Wirtschaftsgemeinschaft in Amerikas Selbstmordkommando gegen Rußland verwandelt hat? Spätestens seit dem Fall Kosovo ist sie m.E. nichts anderes mehr.

Ein Maidan in Griechenland, eine Oliven-Revolution, hätte wohl auch keine Chance. Dort werden ja normalerweise die Segnungen des Westens beworben, an denen das Land zur Stunde bereits krepiert. Tsipras beseitigen? Es wäre zumindest ein Doppelmord nötig, der charismatische Varoufakis müßte gleichzeitig dran glauben. Und wem dann in die Schuhe schieben? Dem verrückten Einzeltäter? Irgendwelchen Ultralinken, dem Tsipras nicht radikal genug vorgeht und die ob der Querfront-Regierung beleidigt sind? Ja, möglich, aber höchst riskant.

Die griechische Regierung sitzt m.E. fest im Sattel. Warum machen Tsipras und Putin dann nicht dem Trauerspiel ein Ende? Raus aus Euro, raus aus EU und NATO? Locker zu stemmen das Ganze, auch China könnte mit ein paar mittleren Scheinen aushelfen. Dann wäre natürlich zwingend der Schritt in die Eurasische Union und militärischer Schutz nötig, sprich russische Schiffe in griechischen Häfen. Aber da, so glaube ich, fürchtet Putin, daß die Amis vollends durchdrehen könnten. Ihr Imperium ist auf ewiges Wachstum ausgerichtet - ein so deutlicher Rückschritt wäre der Beginn einer Lawine, und das wissen sie.

Auf die seit zwanzig Jahren andauernde Einkreisung hat Rußland genau EINMAL reagiert und die Krim gesichert. Das war das absolut lebensnotwendige Minimum - wenn die NATO in die Heldenstadt Sewastopol einmarschiert, kann Putin Obama auch gleich den Schlüssel zum Kreml aushändigen. Und wir sehen ja die Folgen, Europa hackt sich zur Vergeltung bereits die Gliedmaßen ab, weil der Imperator es befiehlt. Was soll erst geschehen, wenn Rußland mal wirklich aus der Position der Stärke heraus handelt, seinen Vorteil ausnutzt und aufs Mittelmeer ausgreift? Nicht auszudenken. Es wäre auch nicht ihr Stil, auch die Ukraine lassen sie ja schön das Problem des Westens sein und begnügen sich mit dem Stachel Donbass. Ob das alles die richtige Strategie ist? Es wäre sie bestimmt, wenn Putin auf ewig die Fäden in der Hand hätte. Aber da er auch nicht unsterblich ist, sollte er seine Zeit vielleicht doch etwas besser nutzen?! Keine Ahnung.

Also muß es vielleicht doch die langsame Tour sein. Deutschland muß den Becher leeren, weiterzahlen und langsam verfaulen, bis es nicht mehr zahlen und kein Unheil mehr anrichten kann, den von allein werden wir unsere US-Prokonsulin nicht davonjagen mit unserer berühmten Nibelungentreue. Und wir müssen hoffen, daß Rußland solange durchhält, denn selbstverständlich wird es an vielen Fronten weiter bekämpft. Gerade werden in Belgien russische Vermögen eingefroren - zweifelt irgend jemand daran, daß sich alle 28 Lemminge anschließen werden? Absolut verrückt - ein paar tausend Atlantiker haben hier die Schaltstellen besetzt, begehen eine Wahnsinnstat nach der anderen und behaupten, sie wären "Europa".

Auf jeden Fall finde ich AT und JV genauso g... wie Du und hoffe sie knicken auch auf dem "Sondergipfel" nicht ein. Da lasse ich mich sogar von ihnen gerne als N.. beschimpfen und mit weiteren Reparationsforderungen überziehen, wenn es der guten Sache EU-Sprengung dient.

Grüße, T.R.H.

In den USA und Moska.... vielleicht noch Peking... na ja

Olivia @, Sonntag, 21.06.2015, 15:39 vor 3862 Tagen @ Hasso 3567 Views

Über die Zukunft von GR wird im Weißen Haus entschieden, nirgendwo
anders.

Das wissen Tsipras und der kernige Varoufakis genauso gut wie ich.
Deshalb dauert der Spökes um ein "2,5-Welt-Land" jetzt fast so lange wie
der WK2.

...............

GGGG

Ich würde die Griechen rauspfeffern..... so schnell wie möglich.....
Soll der Putin seine Freude mit ihnen haben.....

Der wird den beiden Milchbübchen ganz schnell zeigen, wer der Chef im Ring ist.
Jesses, was wäre das für eine Freude.

Und dann Russen rein nach Griechenland (die kaufen bereits ordentlich) und anschließend "wählen" lassen. :-)))))

Was für ein Speß....


Immerhin hätte man dann Verhandlungspartner, die zuverlässiger sind. Den Putin schätze ich nämlich wirklich als zuverlässig ein. Die beiden Clowns allerdings nicht.

--
For entertainment purposes only.

Etwas differenzieren

BennyF @, Freitag, 19.06.2015, 07:37 vor 3865 Tagen @ helmut-1 6130 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 19.06.2015, 15:05

Ich weiß nicht, ich finde man sollte nicht dazu übergehen, so platt zu argumentieren, die EU wolle Griechenland in den Ruin treiben. So wenig wie ich das Vorgehen der EU schätze, ist es doch wichtig, vielleicht ein paar Hintergründe zu beleuchten, die das ganze Theater zwar nicht rechtfertigen, aber zumindest erklären kann.

Ich denke, der zentrale Punkt ist, dass GR eine (militärisch) strategisch wichtige Lage hat. Das ist wichtig für die USA (und damit indirekt auch für Europa), die einen Stützpunkt nahe an den östlichen "Bedrohungen" (Russland, China, arabische Länder) benötigt. Dringend. Das erklärt auch, weshalb man den Griechen jahrzehntelang Rüstungsgüter verkauft hat. Und weshalb man mit allen Mitteln versucht, GR im europäischen Verbund zu halten und nicht etwa an Russland zu verlieren.

Hat sich eigentlich schon mal jemand gefragt, weshalb so ein bedeutungsloser Fliegenschiss wie Italien am G7-Gipfel teilnimmt? Sicher nicht, weil sie eine wichtige Wirtschaftsmacht sind. Sondern exakt aus den gleichen Gründen. Strategisch günstige Lage am Mittelmeer.

Das schlimme ist, dass niemand aus der Politkaste die Karten auf den Tisch legt und die Wahrheit sagt, sondern dass uns mit Unterstützung der propagandistischen Medien die Hucke vollgelogen wird. Das frustriert mich am meisten!

Wie viel wärst du bereit, für bessere Information zu bezahlen?

Mephistopheles @, Datschiburg, Freitag, 19.06.2015, 09:25 vor 3865 Tagen @ BennyF 5505 Views

Das schlimme ist, dass niemand aus der Politkaste die Karten auf den Tisch
legt und die Wahrheit sagt, sondern dass uns mit Unterstützung der
propagandistischen Medien die Hucke vollgelogen wird. Das frustriert mich
am meisten!

Die Messlatte liegt bei den GEZ-Gebühren.
Und die betragen 17,50 Euro im Monat.

Nur wer bereit ist, erheblich mehr auszugeben, kann auf bessere Informationen hoffen.

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Gebühren

BennyF @, Freitag, 19.06.2015, 10:11 vor 3864 Tagen @ Mephistopheles 5251 Views

Die Messlatte liegt bei den GEZ-Gebühren.
Und die betragen 17,50 Euro im Monat.

Nur wer bereit ist, erheblich mehr auszugeben, kann auf bessere
Informationen hoffen.

Der Vergleich hinkt. Warum soll ich mehr ausgeben müssen? Die GEZ-Gebühren würden hundertfach ausreichen, um qualifizierte und vor allem wahre Informationen zu veröffentlichen.

Jepp - journalistische Objektivität lässt sich nicht auf den zu zahlenden Preis reduzieren

Bernadette_Lauert, Freitag, 19.06.2015, 10:28 vor 3864 Tagen @ BennyF 5066 Views

bearbeitet von Bernadette_Lauert, Freitag, 19.06.2015, 10:43

Die Messlatte liegt bei den GEZ-Gebühren.
Und die betragen 17,50 Euro im Monat.

Nur wer bereit ist, erheblich mehr auszugeben, kann auf bessere
Informationen hoffen.


Der Vergleich hinkt. Warum soll ich mehr ausgeben müssen? Die
GEZ-Gebühren würden hundertfach ausreichen, um qualifizierte und vor
allem wahre Informationen zu veröffentlichen.

BennyF liegt aus meiner Sicht richtig. Ich versuche das mal zu begründen:

These: Journalistische Objektivität lässt sich nicht vom zu zahlenden Preis ableiten ...sondern ist hauptsächlich eine Frage der der journalistischen Integrität, hängt also von Einflussfaktoren wie Unabhängigkeit, Bewertungskompetenz und Faktentreue ab.

Also nicht davon, ob man sich einen total aufgeblähten organisatorischen Wasserkopf, die teuersten Lizenzen für Fußballübertragungsrechte und Moderatoren und Technik leisten kann. Claus Kleber bekommt jährlich ein paar Hunderttausend Euro für´s Lügen. Auf 400-Euro-Basis würde er sich wahrscheinlich nicht zur transatlantischen Maulhure Deutschlands machen lassen.
Insofern sehe ich das mit den 17,50 / Monat anders als Meph.
Nun könnte man mutmaßen, die intrinsische Lügenkultur hinge mit der Tatsache zusammen, dass es hier um De-Facto-Staatsfernsehen geht, welches mit GEZ-Gebühr bezahlt wird.

Machen wir die Gegenprobe. Am besten in den USA - der besten demokratischen Gesellschaft, die man für Geld kaufen (=gestalten) kann.

Hier bekommt man die Lügen kostenlos serviert. In den USA sind 95 Prozent der Medien in den Händen von fünf reichen Familien. Die betreiben hier aber keine bestmögliche Informationskultur, sondern verfolgen Partikularinteressen der Monopolmedieneigner:

Mir braucht das keiner zu glauben, nur weil ich das behaupte. Aber wenn ein Ex-Redaktionsleiter der New York Times, John Swinton, zu seiner Ruhestandsfeier folgendes vom Stapel lässt, kann man ruhig ins Grübeln kommen:

"Bis zum heutigen Tag gibt es so etwas wie eine unabhängige Presse in der Weltgeschichte nicht. Sie wissen es und ich weiß es. Es gibt niemanden unter Ihnen, der es wagt, seine ehrliche Meinung zu schreiben, und wenn er es tut, weiß er im Voraus, dass sie nicht im Druck erscheint. Ich werde jede Woche dafür bezahlt, meine ehrliche Meinung aus der Zeitung herauszuhalten, bei der ich angestellt bin. Andere von Ihnen werden ähnlich bezahlt für ähnliche Dinge, und jeder von Ihnen, der so dumm wäre, seine ehrliche Meinung zu schreiben, stünde sofort auf der Straße und müsste sich nach einem neuen Job umsehen. Wenn ich meine ehrliche Meinung in einer Ausgabe meiner Zeitung veröffentlichen würde, wäre ich meine Stellung innerhalb von 24 Stunden los. Es ist das Geschäft der Journalisten, die Wahrheit zu zerstören, unumwunden zu lügen, zu pervertieren, zu verleumden, die Füße des Mammon zu lecken und das Land zu verkaufen für ihr tägliches Brot. Sie wissen es und ich weiß, was es für eine Verrücktheit ist, auf eine unabhängige Presse anzustoßen.
Wir sind die Werkzeuge und Vasallen der reichen Männer hinter der Szene. Wir sind die Hampelmänner, sie ziehen die Strippen und wir tanzen. Unsere Talente, unsere Fähigkeiten und unser ganzes Leben sind Eigentum anderer Menschen. Wir sind intellektuelle Prostituierte."

Das war im Jahr 1880. Das Internet hat aber die Informationsvermittlungsmonopolisierung aufgebrochen. Gekaufte Journalisten verlieren deswegen an Deutungshoheit.

Insgesamt vertrete ich daher die These, dass journalistische Objektivität und Integrität nicht mit unbedingt vom dafür zu löhnenden Preis abhängig ist. Weder die teure GEZ-Kultur schützt vor Propaganda, wie Kleber täglich beweist noch der freie Markt, wie in Swinton Rede eindrucksvoll nahegelegt wird.

Guter Journalismus hängt also hauptsächlich davon ab, ob dahinter gute Journalisten stehen, die ihren Job in Einklang mit dem Berufsethos und handwerklich gut machen.

Klar muss auch das finanziert werden. Aber journalistische Idealisten sind nicht automatisch die teuersten.

Daher ist meine Vorgehensweise folgende: Abseits von der Free-Lunch-Mentalität im Netz picke ich mir guten Print-Journalismus wie free21.org heraus und unterstütze ihn mit Abogeld. Sind in dem Beispiel 15 Euro im Vierteljahr und ich bekomme als Fördermitglied viele Hefte zum verschenken.

Dafür bekomme ich Wahrheiten oder - falls noch nicht verfügbar, weil nicht alle Fakten bekannt sind - zumindest gut ausgeleuchtete Themenkomplexe, in denen die richtigen Fragen gestellt werden.
Die teuren Medien gauckeln mir hingegen welterklärerisch Kinderwelten vor, wobei sie entweder Partikularinteressen des Staates (GEZ-finanziert) oder der Oligarchen (in Besitz fünf reicher Familien) umsetzen.

Gruß, Bernadette

Habe ich nie bezweifelt und deine Argumentation geht an meiner These vorbei

Mephistopheles @, Datschiburg, Freitag, 19.06.2015, 11:10 vor 3864 Tagen @ Bernadette_Lauert 4818 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 19.06.2015, 14:22

BennyF liegt aus meiner Sicht richtig. Ich versuche das mal zu
begründen:

These: Journalistische Objektivität lässt sich nicht vom zu zahlenden
Preis ableiten ...sondern ist hauptsächlich eine Frage der der
journalistischen Integrität, hängt also von Einflussfaktoren wie
Unabhängigkeit, Bewertungskompetenz und Faktentreue ab.

Integrität muss bezahlt werden.

Meine These lautet:
Die Menge an Geld sagt nichts über die Qualität des Journalismus aus, aber sehr wohl über die Menge an Menschen, die von diesen Informationen erreicht werden und in ihrem Denken und Verhalten beeinflusst werden.

Um eine Größenordnung zu nennen:
Es wurde behauptet, 99% der Bevölkerung interessieren sich nicht für eine bessere Information.
Das mag sein.
Aber bleibt immer noch 1% übrig.
Das sind 800.000 Menschen.

800.000 * 14,50 Euro * 12 Monate sind 170 Millionen.
Dies, um eine Hausnummer zu nennen, welche Investition mindestens erforderlich wäre, um 1 Prozent der Menschen regelmäßig mit diesen Informationen zu versorgen.
Ich habe keine Ahnung von der Medienbranche, ich gehe aber davon aus, dass es sich ähnlich verhält wie in anderen Branchen:
Dass erst einmal der angepeilte Jahresumsatz vorfinanziert werden muss, um die Markteintrittsbarriere zu überwinden.

Und ich sehe derzeit keine Möglichkeit, diese Summe über Fundraising o.ä. zusammenzubekommen.

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

"Deutsche wehrt Euch - guckt und lest nicht beim Amerikaner!"

Bernadette_Lauert, Freitag, 19.06.2015, 11:18 vor 3864 Tagen @ Mephistopheles 5061 Views

Ist jetzt als Spaß gemeint.
Was ich damit sagen will: Setze doch einfach auf den bestehenden Alternativ-Journalismus. Der muss gar nicht mehr anfinanziert werden, sondern ist bereits da.

Man kann doch prima mit den Leitmedien auskommen

Orlando ⌂ @, Freitag, 19.06.2015, 11:29 vor 3864 Tagen @ Mephistopheles 4899 Views

... das hinlänglich als Verdummungsmaschine bekannte TV mal ausgenommen - Dr Spitzer hören - man muss nur lernen, WIE MAN ZEITUNGEN ZU LESEN HAT!

Das war schon immer so und wird immer so sein.

Der Herausgeber macht das ja nicht zum Spaß, egal ob er ÖR, Burda, Springer, Stalin, SED, Putin, Goebbels, Google/Facebook, oder wie auch immer heisst.

Die Vorstellung, dass eines Tages jemand jesusgleich daherkommt und die Schäfchen mit Wahrheit und nichts als der Wahrheit versorgt ist - Verzeihung! - naiv.

Wer hat denn diese Vorstellung?

Bernadette_Lauert, Freitag, 19.06.2015, 11:34 vor 3864 Tagen @ Orlando 4761 Views

Die Vorstellung, dass eines Tages jemand jesusgleich daherkommt und die
Schäfchen mit Wahrheit und nichts als der Wahrheit versorgt ist -
Verzeihung! - naiv.

Wer hat diese Vorstellung?

Ich weiß (nicht: glaube) lediglich, dass es verschiedene Grade von Objektivität gibt, die - wie beschrieben - von der journalistischen Ingetrität der Medienmacher abhängen.

Den Jesus und die absolute Wahrheit - also den naiven Teil - hast Du ins Spiel gebracht.

Alle, die immerfort die fehlende Wahrheit beklagen

Orlando ⌂ @, Freitag, 19.06.2015, 11:41 vor 3864 Tagen @ Bernadette_Lauert 4881 Views

Ich will aber niemandem zu nahe treten und ersetze naiv durch realitätsfern.

Übers Wetter wird ja auch immer geschimpft ... [[zwinker]]

Man könnte jetzt Zitate bringen, lass ich aber auch.

Verstehe ich nicht. Wahrscheinlich bin ich zu naiv. (oT)

Bernadette_Lauert, Freitag, 19.06.2015, 11:43 vor 3864 Tagen @ Orlando 4616 Views

- kein Text -

Es geht nicht alles gegen Dich, bin außerdem noch alte Schule (oT)

Orlando ⌂ @, Freitag, 19.06.2015, 11:53 vor 3864 Tagen @ Bernadette_Lauert 4600 Views

- kein Text -

Crowdfinanziert: Free21, ein Modell das funktioniert?

mabraton @, Freitag, 19.06.2015, 11:35 vor 3864 Tagen @ Mephistopheles 4835 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 19.06.2015, 14:19

Hallo Mephistopheles!

Warten wir doch mal ab, ob dieses Experiment funktioniert, https://free21.org

1000 Abonnenten nach der ersten Ausgabe finde ich beachtlich.

Bei der 2.Ausgabe verdoppeln sie die Auflage,
http://free21abo.de/2015/06/01/ab-sofort-kann-die-2-ausgabe-bestellt-werden/

Zur Frage, ob ein gedrucktes Magazin heute noch zeitgemäß ist. Aus meiner Sicht ein klares JA. Etwas Gedrucktes hat eine höhere Wertigkeit als die "flüchtige", digitale Information. Auch die Smartphone-Generation kauft Magazine, eben solche mit vielen Bildern.

Beste Grüße
mabraton

Ich tue mir vor allem sehr viell leichter, etwas gedrucktes zu lesen, zu verstehen (Randnotizen) und zu behalten

Mephistopheles @, Datschiburg, Freitag, 19.06.2015, 11:52 vor 3864 Tagen @ mabraton 4718 Views

Zur Frage ob ein gedrucktes Magazin Heute noch zeitgemäß ist. Aus meiner
Sicht ein klares JA. Etwas gedrucktes hat eine höhre Wertigkeit als die
"flüchtige", digitale Information.

Genau so sehe ich das auch.
Ich lese auch sehr viel lieber richtige Bücher statt e-books. Ibuk, ibib,igitt!

Gruß Mehistopheles

--
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Mensch, Mephistopheles…

Rechtschreibkorrektur @, Freitag, 19.06.2015, 14:15 vor 3864 Tagen @ Mephistopheles 4909 Views

DREI Rechtschreibfehler nur in der Betreffzeile, das ist schon heftig.
Bitte etwas mehr Sorgfalt, danke.

--
Beliebte Rechtschreibfehler

Apropos

helmut-1 @, Siebenbürgen, Freitag, 19.06.2015, 22:15 vor 3864 Tagen @ Rechtschreibkorrektur 4189 Views

Find ich generell gut, dass man auf die Art und Weise der Verwendung der deutschen Sprache achtet. Solange es sie noch gibt.

Ich denke, zwar zu denen zu gehören, die damit keine großartigen Probleme haben, aber dennoch: Mit der Rechtschreibreform tu ich mich schwer. Zu meiner Zeit war ich da schon beschlagen, - meine Kommilitonen sprechen heute noch davon, als ich gegen unsern Deutsch-Professor eine Wette gewonnen habe, - wo er falsch lag.

Nach dieser Reform aber habe ich manchmal Probleme. Zwar habe ich mich dran gewöhnt, dass man dass nicht mehr mit ß schreibt, aber weiter? Ich schreibe generell ohne Rechtschreibkorrekturautomat, - gibts bei xp nicht. Sicher werden dadurch bei mir öfters in dieser Hinsicht Fehler auftauchen.

Andererseits habe ich keinen Bock mehr, mich in meinem Alter da umzugewöhnen. Ich zeichne auch heute noch meine Pläne auf dem Zeichentisch, obwohl es schon lange Auto-CAD gibt. Dafür stimmen sie auch, meine Pläne. Wehre mich dagegen, noch mit dem 6er vorm Alter mir das anzutun.

Genauso denke ich über die komische Rechtschreibreform. Hoffentlich zieht Ihr mir deswegen nicht irgendwas lang, was üblicherweise der männlichen Hemisphäre vorbehalten ist.....

Meine Anerkennung

helmut-1 @, Siebenbürgen, Samstag, 20.06.2015, 23:36 vor 3863 Tagen @ Rechtschreibkorrektur 3790 Views

Bin angenehm überrascht, - über diese Prinzipien, und besonders darüber, dass diese auch ausgesprochen werden.
Ich habe schon in vielen Foren gepostet, und tue es auch heute noch, - aber diese Prinzipien heben sich deutlich von den anderen Foren ab. Im positiven Sinn.
Auf jeden Fall sind die Spielregeln für mich klar, - damit kann ich gut leben.

Informationsfreiheit versus Informationswahrheit

trosinette @, Freitag, 19.06.2015, 14:12 vor 3864 Tagen @ BennyF 4509 Views

Guten Tag,

qualifizierte und vor allem wahre Informationen

Das hohe Gut, das wir uns errungen haben, ist die Informationsfreiheit. Und Informationsfreiheit bedeutet eben auch, dass jeder von sich geben kann, was er für richtig oder nützlich hält. Die Wahrheit stand dabei nie groß zur Debatte. Die Wahrheit ist zu einem Teil unseres Freiheitsanspruchs geworden und damit eine persönliche Frage der selektiven Interpretation und Auslegung der Informationsflut.

Ich bin mir dabei nicht ganz sicher, wie ich, über meinen persönlichen Erlebnishorizont hinaus, überhaupt eine wahrhaftige Information von Plumperquatsch scheiden soll. Die Antwort lautet vermutlich „indem ich mich informiere…?!“

Ist aber alles nur halb so schlimm. Ich hatte sowieso nie das Bedürfnis, über das globale Zeitgeschehen wahrhaftig informiert zu sein.

Mit freundlichen Grüßen
Schneider

"Fliegenschiss Italien"??

pigbonds @, Freitag, 19.06.2015, 14:21 vor 3864 Tagen @ BennyF 5052 Views

Hat sich eigentlich schon mal jemand gefragt, weshalb so ein
bedeutungsloser Fliegenschiss wie Italien am G7-Gipfel teilnimmt? Sicher
nicht, weil sie eine wichtige Wirtschaftsmacht sind
.

Sicher nicht, gell? Vielleicht überlegen, wofür "G7" steht.
https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_countries_by_GDP_(nominal)

Was sagt eigentlich Stefan Raab dazu?

mabraton @, Freitag, 19.06.2015, 09:03 vor 3865 Tagen @ helmut-1 5743 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 19.06.2015, 12:46

Hallo Helmut!

Danke Dir für die klaren Worte. Diese mediale Gleichschaltung ist tatsächlich kaum auszuhalten.

Und sieh da, mit 2 Tagen Verzug, jetzt nachdem GR die letzten EU-Verhandlungen "scheitern lies", berichtet die Presse über die Ergebnisse der griechischen Untersuchungskommission. Wenn Junker einen Furz in Richtung von Varoufakis gelassen hätte, würde es 5 Min. danach auf Seite 1 aller großen Medien stehen.

Heute lauten die Schlagzeilen also in brüderlicher Einheit,

WELT
Griechischer Prüfausschuss nennt Schulden "illegal"
http://www.welt.de/wirtschaft/article142747265/Griechischer-Pruefausschuss-nennt-Schuld...

FAZ
Neuer Bericht Griechischer Parlamentsausschuss nennt Schulden „illegal“
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eurokrise/griechenland/neuer-bericht-griechischer...

Focus
Griechischer Prüfungsausschuss: "Griechenland muss Schulden nicht bezahlen"
http://www.focus.de/finanzen/news/staatsverschuldung/griechenland-krise-iwf-chefin-laga...

Spiegel
Griechenland: Parlamentsausschuss stellt Rückzahlung von Schulden in Frage
http://www.focus.de/finanzen/news/staatsverschuldung/griechenland-krise-iwf-chefin-laga...

Die Artikel lese ich mir gar nicht durch. Der Plot ist klar: "Die Griechen versuchen zu zocken".
Meine Güte, in welchem Zustand befindet sich diese "Zivilisation" und was sagt eigentlich Stefan Raab dazu?

Beste Grüße
mabraton

Die lesen halt erst mal gründlich, fragen evtl. noch wen, bevor sie schreiben

Orlando ⌂ @, Freitag, 19.06.2015, 11:45 vor 3864 Tagen @ mabraton 4799 Views

Und sieh da, mit 2 Tagen Verzug, jetzt nach dem GR die letzten
EU-Verhandlungen "scheitern lies", berichtet die Presse über die
Ergebnisse der griechischen Untersuchungskomission.


Hat wohl was mit Handwerk zu tun [[zwinker]]

Dann lies mal die Artikel und sag mir, wie Du das handwerkliche Niveau findest? (oT)

mabraton @, Freitag, 19.06.2015, 11:54 vor 3864 Tagen @ Orlando 4699 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 19.06.2015, 14:12

- kein Text -

Da lockt wenig Erkenntnisgewinn

Orlando ⌂ @, Freitag, 19.06.2015, 12:08 vor 3864 Tagen @ mabraton 4676 Views

Das war prinzipiell gesprochen.

Das Thema im Detail kenne ich als Geschäftsmann zur Genüge, was soll der zahlungsunfähige Schuldner schon anderes aufbieten als den wechselweisen Dreiklang von "Habe nie was erhalten", "Ware war fehlerhaft" und "Habe selber Gegenforderungen".

Auf das ecuadorianische Niveau wollen die Griechen keinesfalls, das wird deutlich [[zwinker]] , noch nicht mal aufs bulgarische.

Sag doch gleich, dass Du die Sache für Mumenschanz hältst. Ich nicht. (oT)

mabraton @, Freitag, 19.06.2015, 12:14 vor 3864 Tagen @ Orlando 4578 Views

- kein Text -

Worum es geht

Orlando ⌂ @, Freitag, 19.06.2015, 12:34 vor 3864 Tagen @ mabraton 4661 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 19.06.2015, 13:30

Es geht doch im Kern überhaupt nicht um die Tilgung der vom griech. Staat aufgenommenen Kredite.

Staatskredite werden nicht netto getilgt.

Es geht darum, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass eines Tages innerhalb des Systems der griech. Staat wieder Anleihen ausgeben kann.

Und dazu muss sich das griech. System ändern, diese Änderung ist schmerzhaft, wie jedes Trainingsprogramm.

Wenn Griechenland innerhalb der EU weiter Staat spielen will, dann müssen halt ein paar Voraussetzungen einfach geschaffen werden - Stichworte wären: Bodenkataster, funktionierende Verwaltung (nicht nur der Steuer), Abschied vom offensichtlichen Klientelismus.

Investoren sind extrem vergesslich. Staatsanleihenkäufer haben überhaupt kein Gedächtnis. Die griech. Regierung müsste nur kleine, aber wahrnehmbare Schritte in die skizzierte Richtung gehen und dazu den Beifall der "Institutionen" erhalten, dann wäre alles in Butter.

Aber das können Ideologen, die gleich Europa und die Welt retten wollen, scheinbar nicht verstehen.

Oder sie spielen va banque, da überschätzen sie sich wohl.

Hopfen und Malz sind wie Fakelaki und Ouzo

mabraton @, Freitag, 19.06.2015, 13:32 vor 3864 Tagen @ Orlando 4651 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 19.06.2015, 14:10

Hallo Orlando!

Die Schlussfolgerung Deiner Ausführungen ist doch, nach all dem, was in den vergangenen 5 Jahren passiert ist, die Griechen sind reformunfähig. In Folge dessen sind sie auch wachstumsunfähig. Was will die EU mit so einem Land?

Nachdem Du mir jetzt Deine Sicht der Griechen-Welt geschildert hast, weiß ich aber immer noch nicht, wie Du das Ergebnis der Untersuchungskommission einschätzt und wie Du den Umgang der Mainstream-Presse damit bewertest.

Beste Grüße
mabraton

Einschätzung

Orlando ⌂ @, Freitag, 19.06.2015, 14:10 vor 3864 Tagen @ mabraton 4737 Views

Habe jetzt mal Deine Links zu FAZ u. Welt überflogen, da wird nur eine dürre Agenturmeldung kopiert, die kam wahrscheinlich nicht früher rein [[zwinker]] .

Der Bericht selbst scheint wohl noch nicht vorzulegen.

Meiner gegenwärtigen Einschätzung nach (die jedoch irrelevant ist) will der Bericht wohl auf sowas hinaus, wie es David Graeber im Vorwort von "Debt" in bezug auf Madagascar beschrieben hat:

http://dl.dropbox.com/u/18270303/Auszug%20Graebner%20Debt.pdf

Das halte ich angesichts der Höhe der griech. Staatsschuld (ca 350 Mrd plus 100 Mrd Zuschüsse der EU) nicht für stichhaltig.

In Ecuador ging es nach Deiner Aussage um 3-4 Mrd USD, die erlassen worden seien (technisch wie? - vermutlich per Gläubigerwechsel auf irgendeine öffentliche Hand). In GR haben wir es mit 450 Mrd zu tun, die dem griech. Volk gegen seinen Willen auferlegt worden sein sollen und von denen kein Cent beim Volk angekommen sei???

Da möchte ich doch mal den Bericht abwarten.

Zur Meldung und Links

mabraton @, Freitag, 19.06.2015, 14:33 vor 3864 Tagen @ Orlando 4635 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 19.06.2015, 14:45

Hallo Orlando!

Durchaus möglich, dass die Standard Agentur-Kanäle die Meldung nicht früher auf der Pfanne hatten. Aus unerfindlichen Gründen hatte das Luxemburger Tagblatt die Informationen 2 Tage früher. [[zwinker]]

EDIT:
Korrekt, in Ecuador wurden wohl von 11Mrd ein Drittel gestrichen. K.A. wie das technisch ablief.

http://www.tageblatt.lu/nachrichten/dossier/griechen/story/-Rettungsplan-ist-illegal--1...

Wie hoch der Anteil der Schulden ist, die von der Kommission als illegal einstuft werden, weiß ich nicht. Bei Zerohedge findet man detailliertere Infos und einen Link, allerdings auf die griechische Version.
http://www.zerohedge.com/news/2015-06-17/greek-debt-committee-just-declared-all-debt-il...

Hier gibt es die englische Version,
http://www.hellenicparliament.gr/en/Enimerosi/Grafeio-Typou/Deltia-Typou/?press=f660f87...

Ich werde mir das, soweit mein Verständnis reicht, mal zu Gemüte führen.

Beste Grüße
mabraton

Wer hat denn eine Meinung, wie es so weiter geht?

Morpheus ⌂ @, Freitag, 19.06.2015, 10:18 vor 3864 Tagen @ helmut-1 5757 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 19.06.2015, 14:44

Hallo Helmut,

was denkst du denn, wie es weiter geht?

Ich hänge mich mal aus dem Fenster und schreib mal auf, was ich mir so denke:

Die Gläubiger werden jetzt die Falle zu machen.
Sie haben die Griechen so lange hingehalten, bis alles Geld verbraucht ist. Die GR-Banken können keinen Cent mehr bewegen, sobald die EZB dies will.

Das Monatsende steht bevor. Neben der allgemeinen bekannten und ständig diskutierten Tranche für den IWF steht natürlich auch die innenpolitisch viel wichtigere Zahlung von Löhnen, Sozialleistungen und den viel diskutierten Renten an.

Wenn die Banken nun nichts mehr bewegen können, können auch diese Zahlungen nicht erfolgen, bzw. wenn sie innerhalb ein und derselben Bank erfolgen, kann der Kunde sie bei geschlossener Bank ja leider auch nicht verwenden.

Wenn die Regierung in Athen sich nicht professionell auf die Ausgabe von Schuldscheinen (einer Art Not-Drachme) vorbereitet hat, ist sie jetzt absolut erpressbar. Sofortiger Stillstand am Monatsanfang, weil niemand mehr seine monatliche Zahlung bekommt, oder ihr unterschreibt, was wir wollen.

So wie ich die Griechen einschätze, konzentrieren die sich auf das Verhandeln und Lamentieren und das Bla-Bla. Eine saubere Einführung von fälschungssicheren Schuldscheinen und eine geordnete Verteilungsinfrastruktur zu schaffen, werden die sicher nicht in Angriff genommen haben. Die waren sich sicher, mit ihrer Erpressungsstrategie durchzukommen.

Ich halte es für völlig ausgeschlossen, dass die Griechen die Möglichkeiten des EU/US-Imperiums auch nur im Ansatz richtig eingeschätzt haben. Die dachten, sie können die Gläubiger erpressen. Dass sie selbst dabei extrem verwundbar sind, insbesondere, wenn alle Reserven aufgebraucht sind, haben die irgendwie übersehen.

Wenn sie gleich im Januar sämtliche Zahlungen an die Gläubiger eingestellt hätten und dann alle Reserven für die Zahlung von Gehältern, Renten und Sozialleistungen verwendet hätten, wäre die Taktik vielleicht aufgegangen. Nur sind sie den viel cleveren Gläubigern auf den Leim gegangen und haben erst mal alle Reserven aufgebraucht, die Banken in den 100%igen Würgegriff der EZB gebracht.

Den Griechen ist gar nicht klar gewesen, was sie da eigentlich machen bzw. gemacht haben. Im Raum steht also die dauerhafte Kürzung der Renten auf ein (auch für die griechischen Arbeitnehmer) erträgliches Niveau gegen eine sofortige Rentenkürzung auf Null. Mit dem Zusatz, dass alle anderen Zahlungen, die nicht mit dem inzwischen gehorteten Bargeld erfolgen können, auch ausfallen. De facto würde Griechenland sofort still stehen und die sozialen Unruhen würden kommen und eine Militär-Regierung muss nach drei Tagen Chaos und Brandschatzung sowie unzähligen Plünderungen für Ordnung sorgen. Die neue Regierung unterschreibt sofort brav, was die EU verlangt, wird dafür wieder flüssig und kann die Bevölkerung mit Geld versorgen. Natürlich werden die Renten jetzt noch viel deutlicher gekürzt. Vielleicht wird es sogar einen symbolischen Erlass von Schulden geben, damit die Regierung etwas mehr Akzeptanz bekommt.

Im Sinne von dottores: "Alle haften für alle" und des möglichst langen System-Erhalts, halte ich ein hartes, ja brutales Vorgehen gegen die Griechen für unvermeidbar und richtig. Wer die Illusion des Kettenbriefs zerstören will, muss in seine Schranken gewiesen werden. Er stellt die Funktionsgrundlage der Welt(-wirtschaft) in Frage. Sorry, aber die griechischen Clowns wissen einfach nicht, was sie da gerade tun.

Vielleicht weiß ja jemand mehr zu laufenden Vorbereitungen seitens der Regierung auf einen kompletten Zahlungsstopp des Banksystems in GR?

So, jetzt bin ich wie immer auf Kritik und alternative Szenarien gespannt.

Grüße
Morpheus

PS:
Ich kenne ein paar Griechen in Deutschland sowie habe einmal eine Woche in Athen verbracht. Natürlich gibt es ein paar sehr nette und sympathische Griechen. In meiner Wahrnehmung waren jedoch Arroganz und Überheblichkeit gepaart mit einer gereizten Dreistigkeit sehr weit verbreitet. Wohl fühlen war anders. Das Auftreten der aktuellen Regierung scheint für mich, von der Art her, typisch griechisch zu sein.

--
-------------------------------------------
Wir - für die unbeschränkbare Freiheit.

Interessante Ansicht

helmut-1 @, Siebenbürgen, Freitag, 19.06.2015, 11:39 vor 3864 Tagen @ Morpheus 5264 Views

Könnte sich so abspielen, - es sei denn, die evtl. kommende Militärregierung geht nicht den selben Weg. Auch die könnten die Schulden ablehnen. Denke, dass es da genügend Beispiele gibt auf der Welt. Ich glaube, auch in Ägypten wars ähnlich (will aber da nichts Falsches sagen).

Dann kommt noch was ins Spiel. Es geht um die Bodenschätze, das Erdöl in der Ägäis (von dem allerdings niemand genau weiß, welche Ergiebigkeit es hat) , aber auch eine Menge von anderen Rohstoffen. Was ist, wenn die Griechen (egal ob Tsipras oder Militärregierung) auf die Idee kommen, die Schürfrechte den Russen zu verkaufen. Einschl. Durchleitungen von Pipelines durch das Land.

Was ist, wenn sich eine Militärregierung der strategisch wichtigen Lage bewußt ist und aus der Nato austritt (wie es Frankreich mal gemacht hat). Würde dann als blockfreier Staat dastehen , zwar Mitglied der Nato, aber mit Annäherung in Küßchenform an die Russen.

Was ist, wenn, ..... es gibt noch eine ganze Reihe von anderen Möglichkeiten.
Es gibt auch noch die Möglichkeit, die Kenntnisse aus der Lagardeliste zu verwerten und den griechischen Konzernen die Hosen auszuziehen. Könnte bis zur Enteignung gehen.

Mal sehen. Ist jedenfalls spannend. Ich weiß beim besten Willen nicht, wie das ausgeht.

Auguren weissagen: Am Montag werden die Griechen weich und akzeptieren alles. Leider ...

FOX-NEWS @, fair and balanced, Freitag, 19.06.2015, 15:21 vor 3864 Tagen @ Morpheus 5035 Views

... werden die umsetzenden Gesetze allesamt vom gr. Verfassungsricht aufgrund von Umsetzungsmängeln dann wieder kassiert. Den einsichtigen Griechen hat die EU aber mittlerweile weitere 100 bis 200 Mia € via ELA-Krediten und 3.Hilfspaket hinterhergeworfen. Das Griechenrisiko nähert sich der 3/4 Billion und der Grexit würde die EU komplett auf die Bretter schicken. Zahlen ist somit in der Tat alternativlos geworden. [[freude]]

Grüße

--
[image]
** Keiner soll hungern ohne zu frieren! **

ELA-Notkredite

sensortimecom ⌂ @, Freitag, 19.06.2015, 16:42 vor 3864 Tagen @ FOX-NEWS 4967 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 19.06.2015, 17:01

Das ist nix anderes als eine Lizenz zum Gelddrucken per Ausgabe von T-Bills. Die "Geldschöpfung" wird zähneknirschenderweise immer wieder von der EZB abgesegnet. Weil sie gar nicht anders kann.
Würde die EZB nämlich keinen Sanktus für ELA mehr geben, erreicht sie deswegen keinen Grexit. Sondern sogar was Schlimmeres. Sie macht die Griechen zu FALSCHGELD-PRODUZENTEN, also zu Kriminellen, wenn auch nur noch ein einzige Euro, egal ob Giralgeld oder Banknote, von der griech. ZB "geschöpft" wird.

Und davor hat die EU Angst.

Ich bin mir da nicht so sicher,

aliter @, Sonntag, 21.06.2015, 11:14 vor 3862 Tagen @ FOX-NEWS 3666 Views

ob die Griechen über den Tisch gezogen werden, oder die Rest-Europäer, insbesondere die Deutschen.

Wenn wir uns die Spieler anschauen, so sind da: ein konfuser Haufen in Europa mit einer Kanzlerin, die vermutlich aus geo-nato-politischen Gründen den Auftrag hat, Griechenland "alternativlos" und koste es, was es wolle, im Euro zu halten, und dann auf griechischer Seite m.E. hochintelligente Pokerer, die - anders als in der BRD - versuchen für ihr Land das Bestmögliche herauszuholen.
Schliesslich ist da noch "der Joker" Putin im Hintergrund, von dem man erfahrungsgemäss durchaus diplomatisch-strategisches Denken annehmen kann; darauf bin ich besonders gespannt.

Ich vermute, dass weitergewurstelt wird bis Europa, d.h. Deutschland, zahlungsunfähig ist.

Wobei das Problem ist, da es sich ja wohl in hohem Masse um später fällige Darlehen und Bürgschaften handelt, dass die Zahlungsunfähigkeit erst "post festum" - so wie nach nach WW1 - sichtbar wird.
mfg

genialer Plan aus Mos-king?

nereus @, Montag, 22.06.2015, 08:38 vor 3862 Tagen @ aliter 3556 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 22.06.2015, 09:00

Hallo aliter!

Du schreibst: Ich bin mir da nicht so sicher, ob die Griechen über den Tisch gezogen werden, oder die Rest-Europäer, insbesondere die Deutschen.

Das ist fein beobachtet.

.. dann auf griechischer Seite m.E. hochintelligente Pokerer, die - anders als in der BRD - versuchen für ihr Land das Bestmögliche herauszuholen.
Schliesslich ist da noch "der Joker" Putin im Hintergrund, von dem man erfahrungsgemäss durchaus diplomatisch-strategisches Denken annehmen kann; darauf bin ich besonders gespannt.

Diesem „Gefühl“ schließe ich mich an - dahinter könnte ein sehr kluger Plan stecken.
Fassen wir doch mal kurz die letzten 10 Jahre zusammen.

USrael und seine traurigen EU-Marionetten versuchen den Russen das Leben zur Hölle machen und schrecken inzwischen auch vor Krieg (siehe Georgien oder Ostukraine) nicht zurück.
Der Kreml – also Putin, sein Stab und auch das Militär – haben die Nase endgültig voll vom verlogenen Westen.
Also dreht man den Spieß jetzt um und führt Krieg gegen die NATO, doch nicht militärisch sondern finanziell.
Möglicherweise (oder sogar sehr wahrscheinlich) ist auch China involviert, taucht aber vorerst nicht mal im Hintergrund auf.

Das Szenario von @FOX-News scheint sich zu bewahrheiten.
Fünf vor 12 kam ein „vielversprechender“ Plan aus Athen, der Bewegung zu indizieren scheint.

Das überarbeitete griechische Angebot sei eine "gute Grundlage für Fortschritte", teilte der der deutsche Kabinettschef von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, Martin Selmayr, via Twitter mit. Auf Deutsch fügte Selmayr offenbar mit Blick auf das zähe Ringen mit der Syriza-Regierung in Athen hinzu: "eine Zangengeburt".

Quelle: http://www.spiegel.de/politik/ausland/griechenland-krise-eu-bewertet-kompromissangebot-...

So hält man sich zunächst über Wasser, aber weitere Kürzungen würden entweder Syriza vom Platz fegen oder die Leute auf die Straße treiben bzw. beides.
Daher wird dieser Plan nicht das Papier wert sein auf dem er geschrieben steht.

Mit dieser Hinhalte-Taktik – die ich für legitim halte, denn mit Verbrechern kann man nur auf Verbrecherart verhandeln – versinkt die EU immer mehr im Schuldensumpf.

Parallel dazu bereitet man in Peking und Moskau eine Weltwährungsalternative vor – siehe die massiven Goldkäufe und Eigenproduktionen der letzten Jahre, sowie die Gründungen diverser Clubs (BRICS, Shanghai-Gruppe) und die Mega-Investitionen für die Neue Seidenstraße.

Je länger das Zerren zwischen Brüssel und Athen dauert, desto besser werden die Chancen für Mos-king oder Pek-kau. [[zwinker]]
Und mit der Ukraine wartet schon die nächste "reiche" Braut vor dem Berliner Dom um im verkommenen EU-Harem Platz zu finden.

Der Erlöser kommt also doch aus dem Osten – nur nicht ganz so südlich wie ursprünglich prophezeit. [[freude]]

mfG
nereus

Genialität sieht anders aus

Oberbayer @, Montag, 22.06.2015, 09:43 vor 3861 Tagen @ nereus 3469 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 22.06.2015, 17:08

Hallo nereus!

Du hast mit vielem recht, aber ganz so rosig sieht die Lage für Putinland nicht aus.
Russland steckt in einer Wirtschaftskrise. Es wird einige Jahre dauern, bis die Auswirkungen der Sanktionen und des Ölpreisverfalls überwunden werden.
Die russische Zentralbank (Центральный банк Российской Федерации http://www.cbr.ru/ hat bis jetzt keine gute Figur im Kampf gegen die Eindämmung der Inflation gemacht.
Die relativ hohen Rüstungsausgaben und der Aufwand für die Erforschung des Weltraums bremsen die Möglichkeiten des Staates aus, soziale Projekte zu fördern.
Und es gibt ungelöste Baustellen wie Transnistrien (das zu Russland gehören möchte, was die Russen selbst aber nicht wollen) und die Krim (Strom, Wasser, Landanbindung).

mfG

Jein

nereus @, Montag, 22.06.2015, 10:52 vor 3861 Tagen @ Oberbayer 3353 Views

Hallo Oberbayer!

Du schreibst: ganz so rosig sieht die Lage für Putinland nicht aus.

Ich schrieb ja nicht, daß die russische Wirtschaft boomt und Putin das Füllhorn über Athen ausgießen wird, sondern nur, daß man in Moskau und Peking die Chance nutzt, um Europas Puppenspieler an die Wand zu drücken.

Nicht ganz vergessen dürfen wir auch die Energiequellen, die offenbar vor Griechenlands Küste auf ihre Erschließung warten.
So arm wie sich Athen gibt ist es möglicherweise nicht.

Es bleibt spannend und wir sitzen mit unseren Portemonnaies mitten drin im Film.
Nur kennen wir den Eintrittspreis noch nicht so genau. [[lach]]

mfG
nereus

Moskau und Peking lassen eine Chance vorbeiziehen ..

FOX-NEWS @, fair and balanced, Mittwoch, 24.06.2015, 08:32 vor 3860 Tagen @ nereus 3246 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 24.06.2015, 16:30

Das Einknicken der Griechen lässt mich darauf schließen, daß es mit der Unterstützung nicht weit her sein kann. Oder es handelt sich doch wieder um eine Finte [[zwinker]]? Eine offene Unterstützungserklärung im Falle eines Grexit' wäre IMHO fast eine Kriegserklärung an den Westen ...

Grüße

--
[image]
** Keiner soll hungern ohne zu frieren! **

Griechische Mythen

Orlando ⌂ @, Freitag, 19.06.2015, 10:26 vor 3864 Tagen @ helmut-1 5734 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 19.06.2015, 10:51

Es wird keinen Grexit geben. Wieso meinen eigentlich vernünftige Leute, die Pleite GRs würde die Währung ins Wanken bringen? Wenn Daimler oder Siemens die Zahlungen einstellen würde, würde das den Euro auch nicht tangieren.

Abgesehen davon, dass die Einführung einer Drachme dem griech. Staat null bringen würde - oder würde etwa einer von Euch dann Drachmen-Anleihen zeichnen?

GR kriegt sowieso keinen neuen Kredit zZt, weder in Euro, noch in Drachmen.

Ihre Rechnungen im Inland nicht bezahlen kann die Regierung auch so, dazu braucht es keine neue Währung. Sie könnten sogar ihre Renten verdoppeln, wenn sie sie dann sowieso nur noch per Besserungsschein auszahlen [[zwinker]]

Bei der ganzen "Rettung" geht es allenfalls um Umschuldungen auf der Gläubigerseite.

Wenn allerdings die Zahlungsunfähigkeit endlich erklärt würde, wäre zu fragen, wen es träfe. Das sind wohl in erster Linie amerikanische Adressen, CDS und so auf die 60 Mrd in privater Hand - glaube kaum, dass Allianz und Co sowas noch geschrieben hat.

Hier wackelt also die gute alte Eurogruppe mit den USA, müsste doch die "Ami go home"-Fraktion in Entzücken versetzen - stattdessen schimpft man auf Merkel und Co - nicht schön - deren Spiel kann ein schönes Weilchen noch weiter gehen.

Bei den Aktien bildet sich vielleicht ein Boden?

[image]

Hab da anscheinend was vergessen

helmut-1 @, Siebenbürgen, Freitag, 19.06.2015, 20:04 vor 3864 Tagen @ helmut-1 4568 Views

Ein Beitrag ist dabei untergegangen, den ich unbedingt reinstellen wollte. Oder ich habs woanders reingestellt, und habs verwechselt. Sollte es schon wo zu lesen sein und nun doppelt drinstehen, bitte ich um Nachsicht (Alzheimer knabbert).
Worum gehts:
Eine interessante Analyse zu dieser Situation habe ich da gelesen:
Europa: Alternativen zur Krise - ERIC TOUSSAINT

http://www.emanzipation.org/articles/em_4-2/e_4-2_toussaint.pdf

Insbesonders die Seiten 98 - 100 geben da viel her. Ich zitiere ein paar Stellen daraus:

a) Illegitime öffentliche Schulden sind Schulden, die von der öffentlichen Hand ohne Rücksicht auf das Gemeinwohl aufgenommen wurden.

b) Illegale Schulden sind Schulden, die rechtswidrig oder verfassungswidrig aufgenommen wurden.

c) Verwerfliche öffentliche Schulden entstehen aus Krediten an autoritäre Regime oder aus Krediten, die verwerflich sind, weil sie Bedingungen diktieren, die die sozialen, wirtschaftlichen, kulturellen, Bürger- oder politischen Rechte all jener verletzten, die für die Rückzahlung aufkommen sollen.

d) Untragbare öffentliche Schulden sind solche, deren Rückzahlung die Bevölkerung eines Landes zu Armut, Verfall des öffentlichen Gesundheits- und Bildungswesens, Anstieg der Arbeitslosigkeit, ja sogar zu Unterernährung verurteilt. Kurz, es sind Schulden, deren Rückzahlung die Verletzung fundamentaler Menschenrechte bedeutet. Oder anders gesagt: Es sind Schulden, deren Rückzahlung es der öffentliche Hand unmöglich macht, die grundlegenden Menschenrechte zu gewährleisten.

Oder:

Die Anhörung soll ermöglichen, der Öffentlichkeit Beweise und Argumente für die Zurückweisung des als illegitim eingestuften Teils der Schulden vorzulegen. Wie das CADTM in verschiedenen Publikationen gezeigt hat, bieten das internationale wie auch nationales Recht den Ländern eine legale Basis für ein solches einseitiges souveränes Vorgehen (Lamarque & Vivien 2011a, 2011b)

Oder:

Der Plan eines teilweisen Schuldenerlasses für Griechenland vom März 2012 ist an Maßnahmen geknüpft, die die wirtschaftlichen und sozialen Rechte der griechischen Bevölkerung und die Souveränität des Landes mit Füßen treten (CADTM 2012). Dieser Erlass war eine Operation, die privaten ausländischen Banken (vor allem französischen und deutschen) die Möglichkeit verschaffen sollte, sich aus dem Geschäft herauszuziehen und ihre Verluste zu begrenzen, während die privaten griechischen Banken sich auf Staatskosten rekapitalisieren konnten und der Einfluss der Troika auf Griechenland zementiert wurde.

Meine Meinung dazu:
Ich schätze die Macher in GR so ein, dass die sehr wohl wissen, wie sie ihre Schachfiguren zu setzen haben, dass sie in dem königlichen Spiel mindestens ein Remis ereichen. Viel wichtiger aber wäre es, wenn durch diese Aberkennung der Schulden durch Griechenland endlich die Wahrheit über Merkel/Schäuble, über die dadurch begünstigte deutsch-französische Bankensanierung sowie über die Waffenlobby herauskommt, die ja von den ganzen Aktionen am meisten profitiert haben.

Mal sehen, wie es weitergeht, - ist ja spannender als ein Krimi. Leider sind zuviele unschuldige Statisten dabei, - nämlich die einfache griechische Bevölkerung, die das alles ausbaden muß.

Vokabular

helmut-1 @, Siebenbürgen, Freitag, 19.06.2015, 21:17 vor 3864 Tagen @ helmut-1 4359 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 20.06.2015, 13:10

Ich kapiers immer noch nicht, wie die Medien da auf Propagandamaschinerie funktionieren.

Grad hab ich wieder was gehört, im Radio. Ich hör - auch hier in RO, Radio Arabella, das sind hauptsächlich Oldies (ich bin auch Oldie).

Was sagen die grade in den Nachrichten:

Die Griechen haben gestern wieder massenweise Geld von den Bankomaten abgehoben.

O.k., - stimmt, ist ja auch erklärlich.

Weiter: Dann sagen sie die Summe (ich hab nicht genau aufgapaßt, - waren wieder irgendwelche Milliarden)

Aber jetzt kommts: In den letzten Tagen haben die griechischen Banken soundsoviele Milliarden VERLOREN.

Was soll denn der Blödsinn? Das waren Gelder von den Bankkunden, die auf Giro-Konten oder Sparkonten eingelegt waren. Das sind Gelder der Kunden, nicht Gelder der Bank. Wieso können die Banken dann diese Gelder "verloren" haben? Das ist doch reiner rhetorischer Blödsinn, der nur ein Negativ-Impressum vermitteln soll.

Nein, dieses Vokabular geht mir derart auf den Geist, - ich packs manchmal nicht mehr. Möchte mal wissen, wo wir noch so angekokst werden, - beim GR- Thema hab ich mich mal reingekniet und blicke da - wenigstens teilweise - durch. Aber wie viele Themen gibt es, wo ich gar keine Ahnung habe?

Mußte ich so alt werden, um draufzukommen, wie man täglich verscheißert wird? Mußten diese Erfahrungen alle erst kommen, um posthum das Denken und Handeln einer RAF zu verstehen, was ich damals nie gebilligt habe?

Langsam verstehe ich einen Mailfreund, der seit Langem nach Übersee ausgewandert ist, dass er von der ganzen deutschen Politik nichts mehr hören und sehen will, weil es ihn ankotzt. Er lebt ohne diese Informationen viel zufriedener.

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Wandere aus, solange es noch geht.