Ecuador, eine Erfolgsgeschichte?

mabraton @, Donnerstag, 18.06.2015, 11:12 vor 3865 Tagen 3237 Views

Hallo zusammen!

In der orwellschen Vorhölle sind Interviews wie dieses sehr erfrischend.

Rafael Correa: “Europa wiederholt unsere Fehler”

Das vergangene Jahr war ein sehr hartes Jahr für Lateinamerika. Während die Wirtschaft insgesamt um 2,1 Prozent wuchs, wuchs sie in Ecuador um 3,8 Prozent. Und lässt man die Ölproduktion mal außer acht, dann wuchs sie sogar um 4,3 Prozent. Wir stehen also im regionalen Vergleich ziemlich gut da. Der Schlüssel zum Erfolg war, dass wir die Wirtschaft verstanden haben und wussten, dass es von fundamentaler Bedeutung ist, unsere nationale Produktion und unsere Jobs zu schützen und auszubauen. Wir sind nicht auf diese Sirenengesänge des freien Marktes hereingefallen, die riefen “rette sich, wer kann” und “jeder für sich selbst”.

http://de.euronews.com/2015/06/17/rafael-correa-europa-wiederholt-unsere-fehler/

Was meinen die Experten hier, redet sich der Mann die Welt schön oder zeigt er, wie man den Draghis dieser Welt eine lange Nase dreht?

Beste Grüße
mabraton

Kurzer Kommentar

SUCRAM @, VLC, España, Donnerstag, 18.06.2015, 12:33 vor 3865 Tagen @ mabraton 2512 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 18.06.2015, 15:30

Sagt er auch was zur Finanzierung seiner keynesianischen Brückenbauprojekte? Und der Korrelation seines Wachstums mit den Boomjahren des Ölpreises?
Klar, wenn ich erstmal Strassen, Brücken und Flughäfen baue, steigt mein BIP wie verrückt. Wenn dann noch steigende Ölpreise hinzu kommen, um so besser. Was passiert aber, wenn die Chinesen kein Geld mehr geben? Mit seinem pseudokommunistischem Getue lockt er ja auch nicht gerade Investoren an. Er fährt bereits auf Defizitbasis.

Für mich sieht das alles nicht nachhaltig aus.

Gruss

Interview gesehen?

mabraton @, Donnerstag, 18.06.2015, 15:36 vor 3865 Tagen @ SUCRAM 1963 Views

Hallo SUCRAM!

Riechen chinesische Kredite schlechter als die anderer Geldgeber?

Auf die Öl-Abhängigkeit geht er im Interview ein, die scheint weniger gegeben zu sein als bspw. in Venezuela.

Ecuador und Venezuela verstärken Kooperation mit China
https://amerika21.de/2015/01/110523/ecuador-venezuela-china

Das klingt nicht so schlecht. Die Dollar-Hüter vor die Tür zu setzen, ist für ein lateinamerikanisches Land doch mal eine vernünftige Maßnahme.

Beste Grüße
mabraton

Absolut! Es brachte den größten Künstler des 20. Jahrhunderts hervor - Oswaldo Guayasamin

Leserzuschrift @, Donnerstag, 18.06.2015, 13:35 vor 3865 Tagen @ mabraton 2812 Views

Sei gegrüßt @mabraton.

Rafael Correa, der Präsident von Ecuador, atmet zumindest einen ganz besonderen Geist. ECUADOR ist ANDERS. Nicht umsonst von Insidern mit dem Titel "Schweiz Lateinamerikas" umschrieben.

Die Mentalität der Ecuadorianer und seiner Geschichte ist auf das engste mit EINEM NAMEN verbunden. Oswaldo Guayasamin (= in Ketchua Sprache: Großer Weißer Vogel).


Oswaldo Guayasamin (1919 - 1999)

https://de.wikipedia.org/wiki/Oswaldo_Guayasam%C3%ADn


Guayasamin war der bedeutentste Künstler des 20. Jahrhunderts noch weit vor Picasso, Dali, Miro, Ernst, Beuys, Warhol ... und wie sie alle heißen mögen.

Der FASZINIERENDE BLICK auf sein OEUVRE:

https://www.google.de/search?q=oswaldo+guayasamin&biw=1920&bih=891&source=l...


WARUM?

Oswaldo Guayasmin gelang es wie keinem anderen Künstler im 20 Jhd. ein stringentes OEURVRE (franz.: Gesamt-Werk) über die wahre Struktur/Mentalität der Menscheit zu hinter-lassen. Sein GEIST weht/wohnt/be-einflußt noch heute ganz Ecuador und strahlt tief hinein in unsere WELT/REALITÄT.

Seine Schaffenskraft & welt-politischer Durch-Blick waren einzigartig. Oswaldo Guayasamin verstand es in großen Zyklen zu arbeiten/erschaffen/denken wie:


1946 - 1952 > Huacaynan (Ketchua: Der Weg der Tränen)

1960 - 1992 > La Edad de la Ira (Span.: Das Zeitalter des Zorns)

1988 - 1999 > La Edad de la Ternura (Span.: Das Zeitalter der Zärtlichkeit)

ab 1995 bis ??? > Capilla del Hombre (Span.: Kathedrale des Menschen) ist ein Ort/Kunst-Museum für DEN MENSCHEN im ALL-ge-meinen & der leidvollen Geschichte aller Bewohner Südamerikas im Zyklus der Weltgeschichte.


INSIDE AMERICAS - Oswaldo Guayasamin -

https://www.youtube.com/watch?v=12OK5pDkt_M


F A Z I T

Es ist allerdings bezeichnend für den geistigen Zustand der Welt, daß Oswaldo Guayasamin so gut wie kaum bekannt ist nicht nur in der westlichen Welt. Selbst sogenannte "KUNST-Experten von angeblichem Weltrang" zucken meist verwundernd mit den Schultern, wenn von Oswaldo Guayasamin ... = Oswaldo wer?, oder was? ... die Rede ist.

Dabei wurde Guayasmin bereits zu seinen LEBZEITEN in vier Ländern weltweit ein eigenes Museum zur Ehre erbaut wie in Ecuador, Spanien, Italien, Kuba.

Warum Guayasamin zu seinen Lebzeiten nie hochgejubelt wurde in den GELD-KUNST-TEMPEL-MASCHINEN von "Sotheby`s, Christie`s" und deren weltweit angeschlossenen *Prime Art Galleries* wie "Picasso & Co." verwundert allerdings nicht.

Sein Werk hat NICHTS mit "Publikums-Geschmack" zu tun, denn es demaskiert schonungslos den WAHN-SINN der WELT & entlarvt die ZUSTÄNDE auf diesem PLANETEN gnadenlos einschließlich den dafür VERANTWORTLICHEN.


Herzlichst,
H<img src=" />pi


Nachmusikalisiert

PACO DE LUCIA - Tico Tico -

https://www.youtube.com/watch?v=k6Nw0Hm_wTM

Danke, sehr beeindruckend! (oT)

mabraton @, Donnerstag, 18.06.2015, 15:37 vor 3865 Tagen @ Leserzuschrift 1493 Views

- kein Text -

„Europa kann von Südamerika lernen“

mabraton @, Donnerstag, 18.06.2015, 18:22 vor 3865 Tagen @ mabraton 1786 Views

Hallo zusammen!

Ein sehr spanendes Interview mit dem Ökonom Pedro Páez über Finanzkrisen.

Sparpolitik, Währungskrise: Die Länder Lateinamerikas haben durchgemacht, was Europa mit seinem Euro-Debakel möglicherweise noch droht.
http://www.taz.de/%C3%96konom-Pedro-P%C3%A1ez-%C3%BCber-Finanzkrisen/!5201669/

Europa könnte prüfen, wie Ecuador seine Schuldenkrise gemildert hat. Ihr Land konnte nachweisen, dass die Forderungen vieler Gläubiger rechtswidrig waren. Wie ist Ihnen das gelungen?

2008 durchleuchtete eine staatliche Kommission die Auslandschulden Ecuadors der letzten 30 Jahre. Dabei kam heraus, dass etwa ein Drittel dieser Schulden von 11 Milliarden US-Dollar illegal waren. Es gab illegale Vertragsabschlüsse mit internationalen Gläubigern, rechtswidrige Vertragsänderungen und Zinsen weit über Marktniveau. Präsident Rafael Correa entschied damals, den illegalen Anteil der Schulden nicht zurückzuzahlen. In Griechenland wäre eine vergleichbare Prüfung sicher sinnvoll.

Das kann kein Zufall sein, oder?

Beste Grüße
mabraton

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