Pacta sunt servanda
Verträge sind einzuhalten. Ein eherner Grundsatz insbes. bei zwischenstaatlichen Verträgen weil sich sonst alles in Chaos auflöst.
Es gibt eine Reihe von Abkommen zB. WTO und GATS wo die Liberalisierung und Kommerzialisierung des Banksystems seit den 90ern beschlossen und von x Staaten unterzeichnet wurde, und wenn die Verträge dann rückabgewickelt werden, weil man Wettbewerbsvorteile draus lukrieren will, sehen sich die anderen Staaten die sich dran halten (müssen?) verarscht. Für die USA ist das beispielsweise wie ein Griff auf den Augapfel.
Zwar ist richtig, dass viele Verträge auf falschen Annahmen basierten, speziell die WTO-Verträge, aber WER soll die jetzt wieder rückgängig machen? Das alles hätte man sich seinerzeit besser überlegen sollen. Ich wäre dafür, alle Verantwortlichen, die damals zB. den totalen Freihandel forderten, weil sich der Westen ohnehin wegen seines unerschöpflichen Erfindungsreichtums und funktionierenden IPR-Wesens gegen die Billiglohn-Konkurrenz durchsetzen kann, vor Gericht zu bringen.
Die heutigen fiskalischen und wirtschaftlichen Probleme haben übrigens einen derart tiefen Grund, dass sie sich nicht einfach durch eine Änderung der Politik lösen lassen. Auch linksradikale Ideen helfen da nicht.