Bargeldabschaffung mit Hilfe von Falschgeld?

Friedrich @, Mittwoch, 17.06.2015, 21:25 vor 3866 Tagen 6098 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 18.06.2015, 13:56

Wenn das stimmt ...

http://uncut-news.ch/geld/die-banken-geben-anscheinend-falsche-scheine-raus/

... dann ist es bereits in wenigen Tagen aus und vorbei mit dem Bargeld?!

Leck mich am A.... - brilliant! Dass ich darauf nicht selbst gekommen bin - aber natürlich! So und nicht anders geht man mit einem Volk (Deutsche) um, wo nur ein paar Prozent der Einkäufe mit Karte bezahlt werden und der Großteil Bares bevorzugt ...

Tja, Bilderberger ist nun vorbei, jetzt gehts ans Eingemachte. Darf man halt nur noch zu Geschäftszeiten mit einem Polizisten/ Richter/ Staatsanwalt als Zeuge Geld am Automaten abheben und läßt es von der Bank gleich darauf auf Echtheit prüfen. [[zigarre]]

Fassungslos - Friedrich

"Doppel-Denk"? Vielleicht sollen gerade solche Berichte die Leute aus dem Bargeld treiben? (oT)

Philip Marlowe @, Location: Europe's Paymaster, Mittwoch, 17.06.2015, 21:37 vor 3866 Tagen @ Friedrich 4199 Views

- kein Text -

Ein "bankrun" ist auch ein perfektes Argument!

WhiteEagle @, Mittwoch, 17.06.2015, 22:07 vor 3866 Tagen @ Friedrich 4593 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 18.06.2015, 14:30

Sollte in bälde, z.B. in Griechenland oder auch irgendwann bei uns, ein bankrun stattfinden, wäre dies auch ein traumhafte Argument für die Bargeldabschaffung.

Ganz einfach nach dem Motto:
Schaut doch, wie dieses archaische und barbarische Relikt Bargeld uns daran hindert, dass ihr braven Bürger euer hart erarbeitetes Geld auf dem Konto jetzt nicht nutzen könnt.
Lasst es uns endlich abschaffen und euch das Leben einfacher machen...
Ohne Bargeld könnte ihr jederzeit über eure bits und bytes verfügen.

In der Welt (lag im Hotel kostenlos aus) war heute auch ein kurzer Artikel zum Urlaub in Griechenland während eines Grexit. Stand auch drin, dass das Zählen mit Karte ja noch problemlos ginge.
Die Saat ist schon gestreut.

Gruß in die Runde

WE

Meine letzte Hoffnung sind Franzosen/Italiener/Spanier/Slowaken etc.

Hasso, Mittwoch, 17.06.2015, 22:25 vor 3866 Tagen @ WhiteEagle 4859 Views

bearbeitet von Hasso, Mittwoch, 17.06.2015, 22:56

Die jungen deutschen Doofköpp sind längst bereit zur Bargeldabschaffung, siehe http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=356379

Aber wie wird es in den anderen Euro-Ländern aussehen?
Im Norden (Finnland/Deutschland/Käsköpp) sehe ich keine Probleme beim Bargeld-Exitus... die sind alle mit Inbrunst dabei!

Aber im Süden (F/I/ES) und im "Neu-Europa" (z.B. Slowakei) hätte ich gewisse Hoffnungen auf brennende Mülltonnen, eingekesselte Politiker und einen Generalstreik.
Vielleicht reißt Marine le Pen das Steuer rum? Ihr guter Vater hätte die Bargeldabschaffung nie akzeptiert.
Bei den Tschechen wird auch eher die Prager Burg brennen, aber die sind ja nicht im Euro gefangen.
Dort ist die "schwarze Kasse" des Ehemannes noch ein gewisses Heiligtum[[top]]

So war es auch bis Anfang der 90er-Jahre bei K+S.
Wir bekamen unsere fetten Reisekostenabrechnungen (oft viele hundert Mark) immer in bar ausgezahlt, damit die Ehefrau nicht zu "schlau" wurde[[freude]]
Glückauf
Hasso

These: "Blüten und gültige Geldscheine unterscheiden sich nicht (zwingend) nach dem Aussehen!"

Kostan @, Mittwoch, 17.06.2015, 22:45 vor 3866 Tagen @ Friedrich 4172 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 18.06.2015, 14:34

Hallo Friedrich,

ich hänge mich mal in deinen Thread ein, denn es passt wunderbar:

Jeder kennt die gepanzerten Geldtransporter mit den kleinen Fensterchen.
Ich stelle mir vor, ähnliche Fahrzeuge, vielleicht ein bisschen größer, bringen regelmäßig bedrucktes Papier einer Druckerei zur Zentralbank. Erst durch das „In-Verkehr-bringen“ (ein Rechtsakt) verwandelt die Zentralbank bunte Zetteln in wertvolle Geldscheine! (*)


Welche Folgen ergeben sich daraus?
Blüten und „Nicht-Blüten“, d.h. gültige Geldscheine, unterscheiden sich nicht zwingend nach dem Aussehen! Anders formuliert: Anhand des Aussehens lassen sie sich nicht unterscheiden!

Das alleinige Kriterium der Unterscheidung ist der Rechtsakt der Zentralbank!

Folgefrage:
Fällte es auf, wenn eine falsche Seriennummer verwendet wird, da diese von der Zentralbank noch nicht in Verkehr gebracht wurde? Wird die Seriennummer zentral erfasst, um abzugleichen, ob eine Nummer zweifach vorkommt, d.h. eine von beiden Falschgeld sein muss?

Ich beabsichtige nicht, Geldscheine herzustellen, ich möchte lediglich veranschaulichen, dass Geld seinen Wert nur durch die Zentralbank bekommt!

Ich freue mich, wenn mir jemand meine Argumentation zerlegt, denn so ganz schmeckt mir sie selbst nicht ...

Kostan


(*) sicherlich ist diese Darstellung stark verkürzt, doch ist mir dies hier nicht wichtig.

Auch die Lohntüte wurde sang- und klanglos abgeschafft.

Durran @, Mittwoch, 17.06.2015, 22:58 vor 3866 Tagen @ Friedrich 4386 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 18.06.2015, 14:35

Die Abschaffung der Lohnzahlung in bar wurde auch hingenommen. Ich habe Anfang der neunziger noch meinen Lohn in bar entgegen genommen.

Die meisten werden erst schlau, wenn es zu spät ist.

Diese Chance ist hiermit Makulatur:

Leser23 @, Mittwoch, 17.06.2015, 23:11 vor 3866 Tagen @ Friedrich 4354 Views

Das treibt bestenfalls den Verkauf von Geldteststiften nach oben.

Wo ist das Problem, dann können die Banken ihre teuren Bankomaten komplett einstampfen und per sofort noch teureres Personal dafür einstellen.

Wir heben nur noch am Schalter während der Öffnungszeiten ab, und die Bankiers können uns selbst mittels ihres Stiftes beweisen, daß die Scheine echt sind oder aber wir testen das direkt mit mitgebrachten Stiften.

Oder, Schritt 2, nachdem die Banken behaupten, daß sie das nicht leisten können (was leisten die dann überhaupt noch?) lassen sich die Arbeitnehmer ihren Lohn fortan nur noch bar auszahlen, der schwarze Peter oder der Aufwand liegt dann beim Arbeitgeber.

Falschgeld ausgeben ist mit diese Meldung allein schon unmöglich geworden.

Boah, das war jetzt aber einfach!

Runde 2 wird dann sein, daß unheilbare Krankheiten ausgerechnet nur über 20 Euro Scheine übertragen werden, oh Mist, ich merk grad, daß ich jetzt mit dem Zwangsimpfungsthread konfrontiere.

Machen Chinesen oder Russen oder Länder ohne elektrischem Netz, Sudan oder Mauretanien oder Myanmar auch bei der bargeldlosen Welt mit?

Nicht, dass die Banken schlicht die AFD und NPD These "Raus aus dem Euro" schlicht falsch verstanden und Euro = Bargeld gleichgesetzt haben?

Was tut sich bei Schekel?

--
Mahatma Gandhi:
"Ziviler Ungehorsam wird zu einer heiligen Pflicht, wenn der Staat den Boden des Rechts verlassen hat."

Wer Bargeld abschaffen will, weiss, dass sonst der systemweite Bankrun unausweichlich ist

CalBaer @, Mittwoch, 17.06.2015, 23:33 vor 3866 Tagen @ WhiteEagle 4492 Views

Alle anderen Argumente sind nur an den Haaren herbei gezogen. Wenn die Stimmen nach Bargeldabschaffung lauter werden, beweist es nur, wie weit die K*ck* schon am dampfen ist.

Die Schweden, Daenen und Norwegern stehen noch wesentlich schlechter als die Eurozone da. Wenn die Schuldenlavine in diesen Laendern losgeht (hohe Privatverschuldung auf Grund voellig absurder Immobilienpreise), kaeme es zum systemweiten Bankrun. Bekanntlich haben diese Laender konkrete Plaene Bargeld abzuschaffen. Offiziell schicken sie aber Abba-Bjoern damit hausieren, sein Sohn sei schon dreimal ausgeraubt worden.

[image]

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Widerspruch zu Deiner These zu gefälschtem Geld

paranoia @, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Donnerstag, 18.06.2015, 00:14 vor 3866 Tagen @ Kostan 3972 Views

Hallo Kostan,

Hallo Friedrich,

ich hänge mich mal in deinen Thread ein, denn es passt wunderbar:

Jeder kennt die gepanzerten Geldtransporter mit den kleinen Fensterchen.
Ich stelle mir vor ähnliche Fahrzeuge, vielleicht ein bisschen größer,
bringen regelmäßig bedrucktes Papier einer Druckerei zur Zentralbank.
Erst durch das „In-Verkehr-bringen“ (ein Rechtsakt) verwandelt die
Zentralbank bunte Zetteln in wertvolle Geldscheine! (*)


Welche Folgen ergeben sich daraus?
Blüten und „Nicht-Blüten“ d.h. gültige Geldscheine unterscheiden
sich nicht Zwingend nach dem Aussehen! Anders formuliert: Anhand des
Aussehens lassen sie sich nicht unterscheiden!

Nein. Gefälschte Scheine unterscheiden sich beim Papier oder den Sicherheitsmerkmalen von den Originalen. Ausnahme war eine Dollarfälschung die einmal auftauchte, die zu gut war. Das muss zur Verwirrung in den USA geführt haben.

Ein Hunderteuroschein, der im Tresor der Bundesbankfiliale Hannover liegt und noch nie von einer Hand zur anderen wanderte, wird nicht als Fälschung bezeichnet.

Gruß
paranoia

--
Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.

Zahlungen bar / bargeldlos

Lazer @, Donnerstag, 18.06.2015, 01:05 vor 3866 Tagen @ Friedrich 4472 Views

Wenn das stimmt ...

http://uncut-news.ch/geld/die-banken-geben-anscheinend-falsche-scheine-raus/

... dann ist es bereits in wenigen Tagen aus und vorbei mit dem Bargeld?!

Leck mich am A.... - brilliant! Dass ich darauf nicht selbst gekommen bin
- aber natürlich! So und nicht anders geht man mit einem Volk (Deutsche)
um, wo nur ein paar Prozent der Einkäufe mit Karte bezahlt werden und der
Großteil Bares bevorzugt ...

Der Anteil der bargeldlosen Zahlungen am PoS liegt bei rund 50%, nicht bei ein "paar Prozent". Es gibt zwar immer noch ewig gestrige und Verfolgungswahnisnnige, die das als Verschwörung interpretieren, ich boykottiere z.B. Taxen, die keine Karte akzeptieren.

Ich kann da aber auch friedlich mit schlafen, da ich seit 16 Jahren in der Branche arbeite und daher weiß, wie krass da z.B. Warenkorb und Zahler getrennt werden und wie hoch der Datenschutz da ist.

Dazu eine Studie der Bundesbank (leider aus 2011) (mL)

DT @, Donnerstag, 18.06.2015, 01:24 vor 3866 Tagen @ Lazer 4104 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 18.06.2015, 01:34

https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Bericht_Studie/zah...

Zitat:

Deutsche Bundesbank
Zahlungsverhalten in Deutschland 2011
Seite 11
2. Problemstellung und Studiendesign
„Bargeld bleibt voraussichtlich auch künftig das meistgenutzte Zahlungsinstrument.“ Zu dieser Schlussfolgerung kam die Deutsche Bundesbank aufgrund der im
Jahr 2008 erstmals erhobenen Daten zum Zahlungsverhalten in Deutschland.

1)
Die
Erhebung stellte auf Zahlungen für Waren und Dienstleistungen von Privatpersonen
ab, die am Point-of-Sale (POS) getätigt werden. Der Begriff Point-of-Sale bezieht
sich auf den Ort, an dem Waren oder Dienstleistungen verkauft und bezahlt werden. Überwiegend handelt es sich um Ladenkassen, es können aber auch andere
Orte sein, beispielsweise wenn Handwerkerleistungen in Privathaushalten Zug um
Zug beglichen werden oder im Online- und Versandhandel bezahlt wird.

Trotz der gestiegenen Beliebtheit von Kartenzahlungen war Bargeld 2008 das mit Abstand
am häufigsten genutzte Zahlungsinstrument – sowohl wertmäßig als auch hinsichtlich der Anzahl der Transaktionen.

Die Prognose lautete, dass sich dieses Verhalten im Lauf der Folgejahre nicht wesentlich ändern würde, wenngleich Bargeld
gegenüber unbaren Zahlungsinstrumenten geringfügig an Bedeutung verlieren
würde.


Weiter (S. 16):
"In Deutschland ist Bargeld das einzige gesetzliche Zahlungsmittel, was bedeutet, dass ein Gläubiger verpflichtet ist, Bargeld anzunehmen,
sofern nicht explizit eine andere Zahlungsart vereinbart wurde. Bargeld ermöglicht eine sofortige endgültige Vertragserfüllung am POS (Aushändigung Ware gegen Bargeld)"

FUCK YOU BOFINGER, ROGOFF und die ganze Mischpoke!

http://www.news.com.au/finance/economy/denmark-is-set-to-become-the-first-country-in-th...

Und alle Geheimdienste und Hacker halten sich immer brav an euren Datenschutz?

CalBaer @, Donnerstag, 18.06.2015, 01:28 vor 3866 Tagen @ Lazer 4080 Views

Der Anteil der bargeldlosen Zahlungen am PoS liegt bei rund 50%, nicht bei
ein "paar Prozent". Es gibt zwar immer noch ewig gestrige und
Verfolgungswahnisnnige, die das als Verschwörung interpretieren,

Ja, ja, alles nur geisteskranke Verfolgungswahnisnnige:
https://www.google.com/search?channel=fs&q=nsa+credit+card

Ich kann da aber auch friedlich mit schlafen, da ich seit 16 Jahren in der
Branche arbeite und daher weiß, wie krass da z.B. Warenkorb und Zahler
getrennt werden und wie hoch der Datenschutz da ist.

Gut fuer Dich, wenn Du die Realitaet so schoen verdraengen kannst. Gute Nacht.

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Klärung offener Punkte - Was sind nicht-in-Verkehr-gebrachte Geldscheine?

Kostan @, Donnerstag, 18.06.2015, 07:05 vor 3866 Tagen @ paranoia 3609 Views

Hi paranoia,

ich versuche mich einer Annäherung. <img src=" />

Es gibt zwei Definitionen (1. Definition: gefälschte Scheine, 2. Definition: anerkannter Geldschein) aber drei Arten von Geldscheinen!

Nein. Gefälschte Scheine unterscheiden sich beim Papier oder den
Sicherheitsmerkmalen von den Originalen. Ausnahme war eine Dollarfälschung
die einmal auftauchte, die zu gut war. Das muss zur Verwirrung in den USA
geführt haben.

Mir scheint obiges ist eine einfache Definition von gefälschten Scheinen (= 1. Definition).

2. Definition
Von der Zentralbank ausgegebene Euroscheine sind anerkannte Geldscheine.

Zur 3. Art von Geldscheinen gelingt mir die Zuordnung nicht:

Ein Hunderteuroschein, der im Tresor der Bundesbankfiliale Hannover liegt
und noch nie von einer Hand zur anderen wanderte, wird nicht als Fälschung
bezeichnet.

Und was ist das dann? Ich dachte mir A) er existiert, B) er kann in private Hände gelangen(*), und C) er ist noch kein Geldschein, da der Rechtsakt des in-Verkehr-bringen noch ansteht.

Gruß
paranoia

Gruß
Kostan

(*) Geldscheine sind von Diebstahl nicht per se gefeit.

Das mit den Geldfaelschungen ist nicht anders als mit der Produktpiraterie ...

CrisisMaven ⌂ @, Donnerstag, 18.06.2015, 09:35 vor 3866 Tagen @ Kostan 3822 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 18.06.2015, 09:57

Zur 3. Art von Geldscheinen gelingt mir die Zuordnung nicht:

Ein Hunderteuroschein, der im Tresor der Bundesbankfiliale Hannover liegt und noch nie von einer Hand zur anderen wanderte, wird nicht als Fälschung bezeichnet.

Nein, ebensowenig wie eine Cartier-Uhr, die noch bei Cartier im Safe liegt und nicht zum Verkauf ansteht. Auch wenn es ein Produktfaelscher schaffen wuerde

a) eine perfekte Replika herzustellen, waere das eine Faelschung, so wie ein vom Original nicht zu unterscheidender Rembrandt kein Rembrandt waere.

b) Selbst wenn ein Produktfaelscher es schaffte (auch wenn er dann keinen Gewinn mehr davon haette, aber zur Verdeutlichung), wenn er es schaffte, seine Replika in den Tresor von Cartier zu schaffen, so dass Cartier sie gutglaeubig (!) dann verkauft, waere es eine Faelschung.

Die Verwirrung entsteht erstmal daraus, ob man eine Faelschung unterscheiden kann vom Original oder nicht.

Wer sie nicht unterscheiden kann, haelt dennoch eine Faelschung in Haenden, denn der legitime Urheber hat sie nicht autorisiert. Bei "Kuckuckskindern", von denen es von 0,4% bis zu 25% geben soll, ist das auch nicht anders, nur ist es bei allen anderen "Produkten" nicht gelungen, ein so eindeutiges "Sicherheitsmerkmal" wie die biologische DNA/DNS zu erfinden.

Aber: auch diese waere theoretisch gentechnisch zu faelschen, nur eben nie im Zeugungsakt selbst.

----

Nun zurueck zu der Frage, was mit einem bisher nicht ausgegebenen Geldschein passiert, der durch Diebstahl entwendet und dann unbefugt in Umlauf gebracht wird: er ist gueltiges Zahlungsmittel, anders als jede Faelschung. Banken und deren Geschaeftspartner erwerben ihn gutglaeubig (es sei denn, sie stecken mit dem unbefugten Inverkehrbringer unter einer Decke!) und er verbleibt gueltig im Geldkreislauf, bis er entdeckt wird.

Wie wuerde er entdeckt?

Niemals an

- den Sicherheitsmerkmalen

noch

- an der Seriennummern-Logik (die geheim und daher schwer zu faelschen ist; die britischen Pfund-Faelschungen des Dritten Reiches waren darum so erfolgreich, weil deutsche Mathematiker auch noch diese Seriennummer-Vergabe-Logik "geknackt" hatten - aber das ist eine komplizierte Geschichte).

Er wuerde einzig daran entdeckt, dass die ausgebende Notenbank feststellt, dass

a) ihr Geldscheine fehlen ("Audit the Fed")

und/oder

b) im Verkehr auffaellt, dass der Schein nicht zu den (absichtlich) in Verkehr gebrachten Seriennummern passt.

Auch das ist analog Cartier, die feststellen

a) dass ihnen diese Uhren fehlen

oder

b) dass bei einem Vertragsuhrmacher eine zur Reparatur gebracht wird oder bei Sothebys zur Schaetzung, die nie offiziell ausgegeben war.

Einzig die "perfekten" Faelschungen, von denen es bisher m.W. nur welche aus dem Dritten Reich und heutzutage aus Nordkorea gibt, fallen nur noch dann auf, wenn

- dieselbe Seriennummer gleichzeitig von einem Geldtransporter in der Zentralbank rueck-eingeliefert wird

UND

- deren System auf Detektion zufaellig in ihrem Besitz vorhandener Duplikate programmiert ist.

Danach kann die Bank aber nicht (per obiger Definition) entscheiden, welcher falsch ist und daher MUSS sie beide gutschreiben und -mit schlechtem Bauchgefuehl- einen oder -mit "Verlust", aber zur Bereinigung der Angelegenheit- BEIDE einziehen UND deren Seriennummer fuer ungueltig ("aufgeboten") erklaeren.

Letzteres wird sie tun, allein, um mit immer groesserem Forschungsaufwand dann doch noch ein Merkmal zu entdecken, an dem man die Faelschung kuenftig doch noch erkennen koennte.

--
Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

Geldschein im Keller der Bundesbank

paranoia @, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Donnerstag, 18.06.2015, 10:51 vor 3866 Tagen @ Kostan 3426 Views

Hallo Kostan,

Und was ist das dann? Ich dachte mir A) er existiert, B) er kann in
private Hände gelangen(*), und C) er ist noch kein Geldschein, da der
Rechtsakt des in-Verkehr-bringen noch ansteht.

Das ist ein ganz normaler Geldschein, der seinen Wert dadurch gewinnt, dass ihn jemand anderes als die Bundesbank in den Händen hält.

Gruß
paranoia

--
Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.

Stichwort ist wohl die Ausgabe (Edit)

azur @, Donnerstag, 18.06.2015, 12:06 vor 3866 Tagen @ paranoia 3329 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 18.06.2015, 12:38

Hallo paranoia,

die Herstellung und Lagerung ist wohl noch nicht das rechtlich bekannte und relevante: "in Verkehr bringen". Das Stichwort ist wohl die Ausgabe der Münzen und Noten. Damit sind sie ab dann gesetzliche Zahlungsmittel.

https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Dossier/Service/schule_und_bildung_kapitel_2.htm...

https://www.ecb.europa.eu/ecb/tasks/euro/html/index.de.html

http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/notenausgabe.html

Soweit ich weiß, und bitte korrigier mich gern in Allem, werden die in Verkehr gebrachten Serien registriert.

Es kommt also nicht darauf an, dass es irgendwer in die Hand nimmt, sondern dass es eine Ausgabe der Münzen und Noten gab.

Ebenso gibt es ja den umgekehrten Fall, wo Geld eingezogen wird.

Edit: "Allgemeines

Das Reichsgericht hatte bereits 1904 Geld definiert als „jedes vom Staat oder seitens einer von ihm dazu ermächtigten Stelle als Wertträger beglaubigte, zum Umlauf im öffentlichen Verkehr bestimmte Zahlungsmittel.“[1] Eine vom Staat zur Geldausgabe ermächtigte Stelle ist international meist die Zentralbank."
https://de.wikipedia.org/wiki/Falschgeld#Deutschland
So lernt man es in im Jurastudium in diesem Zusammenhang.
Demnach ist das "dafür bestimmte" eine relevante Sache.
Es spielt sicher auf Fälle an, wo so etwas verwendet wurde. Also in Verkehr gebraucht, ob wohl noch nicht ausgegeben, oder so (was ist, wenn Verarbeitunsstufen entwendet werden usw. Das Fälscherwesen ist so alt wie das Geld, also kennt man eien Vielzahl möglicher Konstellationen. Man müsste nur mal in die Großkommentare schauen.

Rechtsprechung des Reichsgerichtes ist übrigen anerkannt (wie auch bei jüngeren Sachen: Wenn es nichts Neures gibt). Die Rechtsmaterien (u. a. Gesetze und Normen, auch in andren Bereichen), sind ja auch oft viel älter.

Weiter a. a. O.: "Die Zahlungsmittelfunktion des Geldes besteht so lange, bis es „außer Kurs gesetzt“, also durch staatlichen Hoheitsakt endgültig aus dem Zahlungsmittelumlauf herausgenommen wird."
Da gibt es auch rechtlich relevate Konstellationen.

Viele freundliche Grüße

azur


PS: siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Eurobanknoten#Handlungsrahmen_f.C3.BCr_die_Wiederausgabe_...

--
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(Groß-Leucht-Reklame am Gebäude Lehmann-Brothers/NY)

Meide das Destruktive - suche das Konstruktive.

"Ausser Kurs setzen" kann man aber nicht einen einzelnen Geldschein ...

CrisisMaven ⌂ @, Donnerstag, 18.06.2015, 12:56 vor 3866 Tagen @ azur 3362 Views

Weiter a. a. O.: "Die Zahlungsmittelfunktion des Geldes besteht so lange, bis es „außer Kurs gesetzt“, also durch staatlichen Hoheitsakt endgültig aus dem Zahlungsmittelumlauf herausgenommen wird." Da gibt es auch rechtlich relevante Konstellationen.

Nur, damit nicht noch mehr Verwirrung entsteht: "ausser Kurs setzen" meint eine "Waehrung" bzw. innerhalb einer Waehrung bestimmte Gattungen (vertretbare Sachen) von Waehrungseinheiten.

Anders als bei einem KFZ-Brief, wo man einen einzelnen aufbieten und fuer ungueltig erklaeren kann, kann man das bei Geldscheinen ja nicht. Sonst muesste jeder immer nachschauen, ob "seiner" (seine Seriennummer) auf der Liste der "ausser Kurs gesetzten" ist.

Insofern hat der hier schon oefter kritisch beleuchtete Prof. Hoermann das auch nicht verstanden:

"Um als Tauschmittel geeignet zu sein ist grundsätzlich ein eindeutiges Identifikationsmerkmal erforderlich. So verfügen Geldscheine z.B. über Seriennummern, über welche sie auch regelmäßig etwa bei der Aufklärung von Verbrechen, identifiziert werden können."

(Privatgutachten Hoermann zur Giralgeldschoepfung 2013)

Wenn das Voraussetzung der Tauschmitteleigenschaft waere, gaebe es keine unnumerierten Muenzen. Heutige Geldscheine braeuchten keine Nummern, denn, anders als frueher und anders als bei Muenzen, verkoerpern sie keinen Wert mehr. Bei Golddeckung war das anders - da stand jeder Schein fuer einen Anteil am Goldschatz der ausgebenden Notenbank.

--
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Atomkraft | in English

Ganz klar doch - passiert natürlich in Masse

azur @, Donnerstag, 18.06.2015, 13:20 vor 3865 Tagen @ CrisisMaven 3172 Views

Hallo CM,

wir Juristen wissen doch, was Laien nicht gegenwärtig ist: Wie bei einer Sachgesamtschaft (als z. B. bei Vekauf eines ganzen Betriebes), geht rechtlich immer nur jedes einzelne Stück konkret über.

Das gilt auch hierbei. Es wird z. B. eine Sorte außer Kurs gesetzt UND DAMIT bezieht sich das auch auf jeden davon betroffenen einzelnen Geldschein, oder jede einzelne davon erfasste Münze.

Vom Allgemeinen zum Konkreten - so auch hierbei.

Viele freundliche Grüße

azur

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(Groß-Leucht-Reklame am Gebäude Lehmann-Brothers/NY)

Meide das Destruktive - suche das Konstruktive.

Der Wert entsteht bei der Kreditvergabe

Rybezahl, Donnerstag, 18.06.2015, 14:05 vor 3865 Tagen @ paranoia 3054 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 18.06.2015, 14:25

Es muss doch nicht JEDER Geldschein ausgegeben werden. Wird ein Geldschein gedruckt und dann im Tresor der Bank gelagert, dann ist er gültig und hat einen Wert, der sich aus dem Kredit ergibt, durch den die Banknote gedruckt werden konnte. Der Geldschein ist auch "unbenutzt" 'legal' und 'richtig'.

--- ??? ---

PS: Die verlinkte Story oben im Eingangsbeitrag ist wahrscheinlich eine Verschwörung der Geldschein-Echtheitsüberprüfungsstifte-Mafia. NICHT SOWAS KAUFEN! BOYKOTT!!!

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

Anteil bar / unbar und Datenschutz

Lazer @, Donnerstag, 18.06.2015, 14:28 vor 3865 Tagen @ DT 4012 Views

https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Bericht_Studie/zah...

Zitat:

Deutsche Bundesbank
Zahlungsverhalten in Deutschland 2011
Seite 11
2. Problemstellung und Studiendesign
„Bargeld bleibt voraussichtlich auch künftig das meistgenutzte
Zahlungsinstrument.“ Zu dieser Schlussfolgerung kam die Deutsche
Bundesbank aufgrund der im
Jahr 2008 erstmals erhobenen Daten zum Zahlungsverhalten in
Deutschland.

1)
Die
Erhebung stellte auf Zahlungen für Waren und Dienstleistungen von
Privatpersonen
ab, die am Point-of-Sale (POS) getätigt werden. Der Begriff Point-of-Sale
bezieht
sich auf den Ort, an dem Waren oder Dienstleistungen verkauft und bezahlt
werden. Überwiegend handelt es sich um Ladenkassen, es können aber auch
andere
Orte sein, beispielsweise wenn Handwerkerleistungen in Privathaushalten
Zug um
Zug beglichen werden oder im Online- und Versandhandel bezahlt wird.

Trotz der gestiegenen Beliebtheit von Kartenzahlungen war Bargeld 2008
das mit Abstand
am häufigsten genutzte Zahlungsinstrument – sowohl wertmäßig als auch
hinsichtlich der Anzahl der Transaktionen.

Die Prognose lautete, dass sich dieses Verhalten im Lauf der Folgejahre
nicht wesentlich ändern würde, wenngleich Bargeld
gegenüber unbaren Zahlungsinstrumenten geringfügig an Bedeutung
verlieren
würde.


Weiter (S. 16):
"In Deutschland ist Bargeld das einzige gesetzliche Zahlungsmittel, was
bedeutet, dass ein Gläubiger verpflichtet ist, Bargeld anzunehmen,
sofern nicht explizit eine andere Zahlungsart vereinbart wurde. Bargeld
ermöglicht eine sofortige endgültige Vertragserfüllung am POS
(Aushändigung Ware gegen Bargeld)"

FUCK YOU BOFINGER, ROGOFF und die ganze Mischpoke!

http://www.news.com.au/finance/economy/denmark-is-set-to-become-the-first-country-in-th...

2011 waren es noch 53% Bargeld, das heißt 47% unbar. Letztes Jahr war es 51:49 für Bargeld. Das sind eben nicht "ein paar Prozent"

Zu Deinem Link: (aus "der Handel" kopiert)
Mastercard, Visa und Co. dürften die jüngsten Zahlen der Bundesbank für das Jahr 2011 Auftrieb verleihen. Zwar bezahlen die Menschen in Deutschland nach wie vor die Hälfte ihrer Ausgaben für Waren und Dienstleistungen in bar (53 Prozent). Doch der Umsatzanteil des Bargeldes sinkt stetig. In der letzten Bundesbankstudie für das Jahr 2008 betrug er noch 58 Prozent.

Und noch mal zum Datenschutz: Es ist lediglich der Betrag bei dem Bankinstitut hinterlegt, nicht der Warenkorb. Natürlich kann man mit erheblichem Aufwand die Bank hacken und auch das Kassensystem des Geschäfts, das dann aber für jedes Geschäft, um ein Bild zu bekommen. Das steht nicht im Verhältnis.

Wert des Geldscheins im Zentralbanktresor

paranoia @, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Donnerstag, 18.06.2015, 17:33 vor 3865 Tagen @ Rybezahl 3080 Views

Hallo Rybezahl,

Es muss doch nicht JEDER Geldschein ausgegeben werden. Wird ein Geldschein
gedruckt und dann im Tresor der Bank gelagert, dann ist er gültig und hat

Du meinst, "im Tresor der Zentralbank" ?!

einen Wert, der sich aus dem Kredit ergibt, durch den die Banknote gedruckt
werden konnte. Der Geldschein ist auch "unbenutzt" 'legal' und 'richtig'.

--- ??? ---

Meine Argumentation ist die folgende:

Der eigene Geldschein in den Händen der Zentralbank ist wertlos, in den Händen eines Dritten wertvoll.
In den Händen der Zentralbank stellt er eine Forderung an sich selber dar und ist von daher wertlos, ähnlich wie ein Solawechsel, den der Bezogene in den Händen hält.

Gruß
paranoia

--
Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.

Da könnte es mal zu einem "umgekehrten" Banküberfall kommen ;-)

sensortimecom ⌂ @, Donnerstag, 18.06.2015, 18:27 vor 3865 Tagen @ Friedrich 3298 Views

Ein Mann stürmt mit Pistole und Geldscheine in die Bank, und ruft:

ANNEHMEN! Und zwar SOFORT!

Geld ist es erst, wenn es in Verkehr kommt - den Wert hat es nicht nur durch Bank, sondern auch den Markt

azur @, Donnerstag, 18.06.2015, 18:44 vor 3865 Tagen @ Rybezahl 3192 Views

Hallo Rybezahl,

die Banknote muss erst in Verkehr gebracht werden.

Siehe:

"Bargeld

Die Ausgabe von Geld an die Bevölkerung eines Währungsraums erfolgt durch das Bankensystem. Geld wird durch die Zusammenarbeit von Zentralbanken, Geschäftsbanken und Nichtbanken geschaffen. Zu den Nichtbanken zählen alle Unternehmen (die keine Banken sind), die privaten Haushalte und die öffentliche Hand.

Grundsätzlich gelangt Bargeld letztlich immer durch Kreditvergabe oder den Ankauf von Aktiva durch die Geschäftsbanken und anschließende Abhebung von Konten in Verkehr. Eine Ausnahme davon sind die vom Staat geprägten Münzen und in Deutschland die direkte Barauszahlung von 40 D-Mark von den Gemeindeverwaltungen an jeden Landesbürger als Startgeld bei der Währungsreform im Jahre 1948.

Das vom Bankenpublikum bei den Geschäftsbanken angeforderte Bargeld wird von der Zentralbank in Form von Geldscheinen abgegeben, die die Geschäftsbanken bei der Zentralbank zu Lasten ihrer Guthaben an Zentralbankgeld beziehen können. Banknoten sind also sichtbar gemachtes Zentralbankgeld; daher ist die Ausgabe von Banknoten in aller Regel keine Zentralbankgeldschöpfung, da das dahinterstehende Zentralbankgeld bereits zuvor, bei der Entstehung des Guthabens der Geschäftsbank bei der Zentralbank, geschöpft worden ist. Münzen werden nur vom Staat geprägt, wobei ein Münzgewinn (die Seigniorage, also die Differenz zwischen Nominalwert und Herstellungskosten) entsteht."
https://de.wikipedia.org/wiki/Geldsch%C3%B6pfung

Gedruckte, aber noch nicht in Umlauf gebrachte und registrierte Geldwertzeichen ist noch nicht emitiert.

http://www.wirtschaftslexikon.co/d/banknotenemission/banknotenemission.htm

http://www.wirtschaftslexikon.co/d/banknotenausgabe-durch-die-deutsche-bundesbank/bankn...

http://www.wirtschaftslexikon.co/d/banknotenausgabe-durch-die-europaeische-zentralbank/...

Die Ausgabe ist die Geburt des Geldes, nicht die Herstellung. Dann tritt es sozusagen an das Licht der Welt, auch wenn es noch in Tresoren vorrätig gehalten wird.

Den Wert erhält es nicht nur durch die Bank oder die Münze, sondern durch den Markt. Es wird dort akzeptiert, wo es akzeptiert wird. Immer in der Erwartung, dass es ein nächste akzeptiert, also wieder für Bezahlungen verwendet werden kann. Und ob man z. B. für eine 100€-Note 10 oder 15 Sachen einer Art bekommt, ist ebenfalls marktabhängig. Das entscheidet auch der, der was dafür hergibt, d. h. einen entsprechenden Willen zeigt. Das heißt nicht umsonst fachtechnisch Willenserklärung, und die ist einer der Grundbausteine eines Vertrages (in dem ebenfalls, wie bei der Bezahlung, akzeptiert wird).

Viele freundliche Grüße

azur

--
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Meide das Destruktive - suche das Konstruktive.

Der Wert

Rybezahl, Donnerstag, 18.06.2015, 19:04 vor 3865 Tagen @ azur 3019 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 18.06.2015, 20:02

Hallo azur!

OK, vielleicht können wir uns darauf einigen, dass "auf Halde" vorproduziertes Bargeld nichts wert ist, sollte es das geben.

Da aber Bargeld in der Regel immer erst nach dem Kreditakt entsteht (wenn das System schon rollt), ist dieses eben schon dann etwas wert, wenn es noch im Bestand der Zentralbank ist. Da es ja austauschbar ist im Sinne von "sieht ja immer gleich aus", könnte man, statt das neue Bargeld in Umlauf zu bringen, theoretisch das alte Bargeld umlaufen lassen, vorausgesetzt, die tatsächlich verwendete umlaufende Bargeldmenge erhöht sich nicht drastisch (-> mehr Menschen zahlen bar in höheren Summen).

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

Man lernt nie aus

Kostan @, Donnerstag, 18.06.2015, 20:45 vor 3865 Tagen @ azur 3073 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 18.06.2015, 20:49

Hi Azur,

das
Gedruckte, aber noch nicht in Umlauf gebrachte und registrierte
Geldwertzeichen ist noch nicht emitiert.

http://www.wirtschaftslexikon.co/d/banknotenemission/banknotenemission.htm

habe ich bisher selbst nicht beachtet! Danke für die Quelle.
Es ist nicht leicht zu akzeptieren.
Ich denke gerade an den Geldautomaten.
Die Scheine sind erst emittiert, wenn sie ausgespuckt werden?
Das passt, wenn die Bank die Scheine vorher richtig bilanziert.


Immer wieder lesenswert:
https://wiki.piratenpartei.de/AG_Geldordnung_und_Finanzpolitik/Was_ist_Geld%3F/Geldschöpfungsgewinn2

Es ist einmalig, was Arne da zusammengestellt hat. Ich kenne das Dokument schon über 2 Jahre und lerne jedes 1/2 Jahr etwas dazu, wenn ich es wiederholt lese.
Vielleicht sollte ich ihn mal fragen ob er das Wissen in kleinem Kreis vortragen kann.
Wer hat daran Interesse?

Gruß in die Runde
Kostan

Nein, die bekommen ja die frischen Banknoten von der ZB gestellt @Paranoia

azur @, Donnerstag, 18.06.2015, 21:00 vor 3865 Tagen @ Kostan 2959 Views

Hallo Konstan,

das darf man nicht zu physisch verstehen, sondern auf jeden Fall auch als eine Rechtshandlung.

"Eine Rechtshandlung im weiteren Sinne ist jede Handlung, an die die Rechtsordnung eine Rechtsfolge knüpft.

Eine Rechtshandlung im engeren Sinne ist jede Handlung, an die die Rechtsordung eine durch diese bestimmte Rechtsfolge knüpft."
https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtshandlung

Siehe aber auch:
https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtsakt (und siche auch Hoheitsakt)

Paranoia kann vielleicht erklären, wie frische Banknoten und Münzen, die dann in der Verkehr gebracht werden, in den Bilanzen vermerkt sind.

(und wie die, die eingezogen und wertlos gemacht werden - vermutlich auch schon im Forum, vielleicht auch im Alten, besprochen - bin leider zu sehr in Eile, wegen eines wichtigen Familienfestes, um nachschauen zu können)

Viele freundliche Grüße

azur

Passender Bonus: https://www.youtube.com/watch?v=lAD6Obi7Cag&pxtry=1
(@para - Du kannst leider nicht mitwippen [[zwinker]] [[freude]])

--
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CrisisMaven, das ist ein richtig runder Artikel! - Danke!

Kostan @, Donnerstag, 18.06.2015, 22:48 vor 3865 Tagen @ CrisisMaven 3075 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 18.06.2015, 23:03

Wo geht's lang?
- Da lang:
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=357871

[[zwinker]]

Am besten haben mir die Pfund-Faelschungen des Dritten Reiches gefallen.
Bisher kannte ich nur diese Seite, die selbstverständlich eine schöngefärbte ist:
Wo kommt das viele Geld her? Geldschöpfung und Finanzlenkung im Kriege
Ich würde eher sagen: Ernst Wagemann auf Abwegen
EDIT:
mehr hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Wagemann
/EDIT
z.B. hier:
http://www.abebooks.de/servlet/BookDetailsPL?bi=15521033430&cm_ven=sws&cm_cat=s...

Ein schlechter Intro-Scan:
http://www2.hu-berlin.de/sachbuchforschung/CONTENT/SBDB/pix/PDF/Wagemann-Geld-Inhalt.pdf

Kostan


EDIT:
Das Buch
Narrenspiegel der Statistik: die Umrisse eines statistischen Weltbildes / Ernst Wagemann
ist fern jeder Politik aber wunderschön zu lesen.

Unterscheiden zwischen Anzahl der Transaktionen und Transaktionsvolumen

CalBaer @, Freitag, 19.06.2015, 22:43 vor 3864 Tagen @ DT 2866 Views

https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Bericht_Studie/zah...

Daraus:

Deutsche Bundesbank
Zahlungsverhalten in Deutschland 2011
Seite 41
4.3.2 Nutzung von Zahlungskarten
Nutzung innerhalb einer Woche
Bargeld ist also nach wie vor das meist genutzte Zahlungsinstrument: 95% der Befragten haben mindestens eine Bartransaktion im Lauf der Woche getätigt, was im Umkehrschluss bedeutet, dass immerhin fünf Prozent aller Einkäufe einer Woche unbar bezahlt haben.

So stark wird sich das Verhaeltnis bis 2015 auch nicht geaendert haben.

Man muss naemlich unterscheiden zwischen Anzahl der Transaktionen und Transaktionsvolumen. Beim Transaktionsvolumen in Euro mag der unbare Anteil gut ueber 50% liegen, weil man damit vor allem grosse Betraege wie Miete, groessere Anschaffungen, Flugreise, Autowerkstatt etc. bezahlt werden. Kleine Einkaeufe werden fast immer in bar gemacht, und das kommt wesentlich haeufiger vor (mehrmals taeglich), als groessere Ausgaben.

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Prägeld?

Kostan @, Sonntag, 21.06.2015, 18:23 vor 3862 Tagen @ azur 2795 Views

hi Azur,

Hallo Konstan,

das darf man nicht zu physisch verstehen, sondern auf jeden Fall auch als
eine Rechtshandlung.

"Eine Rechtshandlung im weiteren Sinne ist jede Handlung, an die die
Rechtsordnung eine Rechtsfolge knüpft.

Das kann ich mir vorstellen.

Siehe aber auch:
https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtsakt (und siche auch Hoheitsakt)

Danke. Jedoch fehlt mir die Möglichkeit dies genauer auf den Fall hier einzuordnen/anzuwenden.

Paranoia kann vielleicht erklären, wie frische Banknoten und Münzen, die
dann in der Verkehr gebracht werden, in den Bilanzen vermerkt sind.

Ja, ich bin auch daran interessiert.

Nun ein paar neue Gedanken:

Diese These,
Gedruckte, aber noch nicht in Umlauf gebrachte und registrierte Geldwertzeichen ist noch nicht emitiert.
von dir azur
(hier:
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=357921 )
erfordert einen Begriff!

Warum? Diese Scheine sind weder Blüten noch Geld wie es die Straße kennt!
Schon anfangs habe ich auf den fehlenden Begriff bzw. die fehlende Definition hingewiesen (vgl.
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=357864
, dort
Es gibt zwei Definitionen (1. Definition: gefälschte Scheine, 2. Definition: anerkannter Geldschein) aber drei Arten von Geldscheinen!
- Genau die dritte Art, die du „Gedruckte, aber noch nicht in Umlauf gebrachte und registrierte Geldwertzeichen ist noch nicht emitiert.“ nennst, meine ich. Ich wollte sie als Falschgeld bezeichnen, doch aufgrund des richtigen Einwands von CM (siehe: http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=357871
), sollte das Papier anders genannt werden.
Mir fällt nur so etwas sein: Vorgeld (oder die Lateinvariante: Prägeld (Analog zu Prämisse, Präposition, Präzedenz ... siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Präfixe)

Erst wenn wir einen Begriff haben ist es möglich, sich genau auszudrücken, sonst kommt so ein Müll dabei raus:
Mehr Geld im Keller der Bundesbank sorgt für steigende Inflation. <img src=" />

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