Gleich mal zum ersten Argument:
Klar, es ist erste Bürgerpflicht, dauernd damit rechnen zu müssen, überfallen und ausgeraubt zu werden.
Sag mal, wozu zahlst du überhaupt Steuern, wenn du welche zahlst?
Frage: Was hat das Steuern zahlen mit dem Ausrauben zu tun?
Denke, das schon in diesem Forum mal gesagt zu haben, was mir mein Anwalt beigebracht hat:
Die Polizei ist nicht dazu da, um dein Eigentum zu schützen, sie ist vielmehr dazu da, um die Interessen des Staates zu wahren.
Das ist die Realität, zumindest in A + D.
Wie gehts zu in anderen europäischen Ländern?
In RO z.B. ist der Staat unfähig, die Eigentumsdelikte in den Griff zu bekommen. Was macht der Staat dann? Er beschließt entsprechende Gesetze.
Jede Firma, die z.B. einen Lagerplatz vorhält, oder ein Verkaufsgeschäft, oder sonst was, wo Material gelagert oder andere Vermögenswerte vorhanden sind, ist dem Gesetz nach verpflichtet, für eine Sicherung des Eigentums selbst zu sorgen. Das kann aus dreierlei Dingen bestehen:
- Beschäftigung eines angestellten Wächters (24Std./Tag und 7 Tage die Woche)
- Vertrag mit einer Bewachungsgesellschaft
- Installierung einer Alarmanlage oder Videoüberwachung
Hat man keines davon, verhängt der Staat empfindliche Strafen für den Firmeninhaber. Man kennt mich auf dem Dorf, wo wir unsern Lagerplatz haben, - der Dorfpolizist kennt mich auch. Er sieht von einer Meldung bez. Nichtbeachtung der Gesetze ab, weil wir uns eben gut kennen.
Was habe ich als Eigentumssicherung? Es ist ein großes Grundstück, und ich habe ca. 10 gute Hunde an den neuralgischen Stellen verteilt. Die sind so dressiert, dass sie nicht bellen, aber sie attackieren sofort, wenn sich jemand Fremdes auf dem Grundstück bewegt. Derjenige, der da übern Zaun springt, ist ein potenzieller Selbstmörder.
Darum habe ich dem Dorfpolizisten klargemacht, dass ich keinen Wächter beschäftigt habe, sondern 10 Wächter, - jeweils auf 4 Pfoten. Die brauchen nur ihre Ordnung, ihre Pflege, gutes Fressen und ein paar gute Worte von mir, - sind lauter Rüden, - werden nicht schwanger, gehen nicht in Urlaub, und beklauen mich nicht.
Klar kosten die mich etwas, ist aber das Wirksamste. Dafür bezahlt man auch keine Steuern, weil sie immer nur auf dem eigenen Grundstück verbleiben und nie herauskommen.
Diese Methode wird auch in D und A immer notwendiger. Denn sie ist am effektivsten.
Nächster Ausspruch:
Es gab doch mal den Spruch:
Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt.
Ist schon richtig. Sehe ich genauso. Die Kenntnisse, die ich in einer Eliteeinheit gelernt habe, sind mir nicht abhanden gekommen. Ich würde sie zum Schutz meiner Familie jederzeit anwenden, wenn es notwendig ist. Trotzdem bin ich unserm Schöpfer dankbar, dass ich es bis heute nicht gebraucht habe. Denn der Einbrecher würde das wohl kaum überleben, und auch ihn hat mal eine Mutter unterSchmerzen geboren.
Aber - um auf das Beispiel in Hannover zu kommen, - ich würde mich nicht so blöd anstellen. Ich würde den Kerl erst ins Haus kommen lassen, - wenigstens einen davon. Erstens ist die Sachlage dann eindeutig, und zweitens kenne ich mich im Haus aus, auch im Dunkeln, - und der Einbrecher nicht. Auch ich halte nichts von vergitterten Fenstern - aber an bestimmten Stellen stehen im Haus diverse "Hilfsmittel" bereit, - die ich jederzeit auch im Dunkeln in die Hände bekomme....
Das mit den vergitterten Fenstern ist auch etwas übertrieben. Im Ferienhaus, wo ich nur sehr sporadisch hinkomme, habe ich natürlich abnehmbare Gitter, die ich in der Zeit, wo ich nicht dort bin, anbringe. Wenn jemand dort ist, werden sie auf die Seite gelegt. Im Wohnhaus ist es was anderes, - da gibts ja auch Rolläden, die einbruchssicher sind, weil man sie nicht aufhebeln kann. Und die Rolläden mache ich abends sowieso hinunter, weil ich nicht will, dass mich jemand bobachtet, wenn ich mich mit der Mutti beschäftige.
Fest steht, man sollte sich - besonders in der heutigen Zeit - nicht blauäugig verhalten, nach dem Motto: "Hier ist noch nie was vorgekommen...".
Man sollte sich für den Ernstfall Gedanken machen, wie man sich verhält und was man an vertretbarer Vorsorge einrichten kann. Aber man braucht die Sache nicht übertreiben. In keiner Richtung.
Worums mir bei meinem Beitrag gegangen ist, war eigentlich nur der Unsinn, der auch über sowas in den Medien verzapft wird. Keiner recherchiert mehr genau, es wird einfach nur abgeschrieben, egal von wem. Je nachdem, wie es der politischen Meinung des Chefredakteurs entspricht. Dem ordnen sich dann alle Schreiberlinge unter, - weil sie ihren Job behalten wollen. Aber eine klare und verwertbare Information, die bleibt auf der Strecke.