OT: Frage zum Apple-Betriebssystem

Leserzuschrift @, Sonntag, 14.06.2015, 18:02 vor 3869 Tagen 3749 Views

Ich würde gerne das Forum mal, fragen ob ihr schon auf das neue System OS X Yosemite umgestellt habt, und wen ja, ob es irgendwelche Vorteile, beziehungsweise was noch wichtiger wäre, irgendwelche Nachteile bringt.
Ich persönlich bin noch gespalten, einerseits läuft mein Mac (27 Zoll 3,2 GHz intel i5 ca. 1 Jahr alt) absolut super, anderseits mault das System das ich umstellen soll.

Die Meinungen auf der Seite von Apple gehen aber sehr weit auseinander, so das ich gerne noch den gelben Joker ziehen möchte ;) und hier mal fragen würde, wie die Meinungen zum Thema sind.

Herzliche Grüße Uwe

Live Bericht...

Quantenfeldtheorie @, Montag, 15.06.2015, 07:15 vor 3869 Tagen @ Leserzuschrift 2990 Views

Guten Morgen Uwe!

Ich plaudere mal ein wenig aus dem Nähkästchen, evtl. gibt dir das einen Eindruck, der dir bei deiner Entscheidung hilft.

Ich habe hier im Haushalt 6 Macs, dich ich alle administriere.

iMac 27 Zoll - 2011
iMac 27 Zoll - 2010
MacBook Pro Retina 13 Zoll - 2013
MacBook Pro Retina 15 Zoll - 2014
MacBook Air 11 Zoll - 2013
Mac Mini - 2010

Gestern hatte ich wieder einen Moment, bei dem ich Yosemite am liebsten von der Platte getilgt hätte.
Da ich in der IT Arbeite, sich aber mein Arbeitsfeld aktuell vornehmlich im Windows Server Bereich befindet, muss ich sehr stark mit virtuellen Maschinen arbeiten. Dazu benutze ich seit vielen Jahren VMWare, unter OSX die aktuelle VMWare Fusion 7 Version.

Ich kann die Unterstützung von VMWare Fusion unter Yosemite, in Verbindung mit Windows 2012 R2 Datacentern leider nur als besuch...eiden bezeichnen.
Komplett erratisch und zufällig verschwindet die Maus. Ich kann nichts mehr anklicken, was bei einer Präsentation der GAU ist. Da ich sonst eher der Powershell Mensch bin, ist mir die Maus eher egal, aber gar nicht mehr klicken zu können...nicht wirklich gut.
Vor dem aktuellen Update 10.10.3 waren mit der 10.10.2 2 der 6 Mac mit meinem WIFI Netzwerk nicht glücklich. Verbdingunsabbrüche und diese reproduzierbar mit 3 verschiedenen WIFI Routern, einer davon eine aktuelle Airport Extreme von Apple selbst. Das wurde mit der aktuellen 10.10.3 gelöst.

Ich bin mit der Qualität von Yosemite "eigentlich" glücklich ... im Privatbereich. Der VMWare Showstopper lässt mich gerade darüber nachdenken, das MacBook gegen ein Windows Gerät zu tauschen, weil mit ein Grund FÜR den Mac war, dass er meine Nerven schont, was die letzten Jahre sehr gut funktioniert hat. Aktuell kostet er welche und da bin ich extrem schnell am Abzug.

Es gibt für den privaten Anwender mehr als genug Gründe zu wechseln, Family Sharing ist eine davon, Energieverbrauch ein anderer Grund. Wer ansonsten noch veräppelt ist, findet vielleicht Handoff nett.

Ich würde den Schritt gehen, auch wenn ich hier gerade nicht so klinge als ob ich ein Freund von 10.10 wäre.

LG,
QFT

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XSS for the masses...

Yosemite auf iMAC

Goby @, Montag, 15.06.2015, 10:07 vor 3869 Tagen @ Leserzuschrift 2425 Views

Moin,

ich nutze hier Yosemite Version 10.10.3, 3.4 GHz, Core i7 und 16 GB RAM mit einem 27" iMAC. Auf dem Rechner läuft Parallels mit 3 virtuellen Maschinen (Windows XP, 7 SP1, 8.1).
Läuft alles ohne Probleme!

Gruß Goby

Du hast Dir die Antwort schon selbst gegeben

Rudi @, Montag, 15.06.2015, 12:28 vor 3869 Tagen @ Leserzuschrift 2297 Views

einerseits läuft mein Mac (27 Zoll > 3,2 GHz intel i5 ca. 1 Jahr alt) absolut super, anderseits mault das System das ich umstellen soll.

Ich habe seit 1992 beruflich Macs im Einsatz und möchte es kurz machen: Wenn Du nicht muss, dann bleib wo Du bist, ganz einfach - spar dir Lebenszeit. Was eventuell die nächste Version "EL Capitan" bringt, werden wir sehen.

Grüße

Rudi

Habe nur schlechte Erfahrungen damit gemacht.

zip @, Montag, 15.06.2015, 12:35 vor 3869 Tagen @ Leserzuschrift 2476 Views

Seit Anfang der 90er Jahre habe ich mir mit dem Support von Macs im Bereich der Druckvorstufe (DTP) ein gutes Zubrot verdient. Die Umstellung von System 9 auf X war in vielen Betrieben ein Problem, weil proprietäre Software nicht mehr lief und teure Hardware (Trommelscanner, Satzbelichter, Speichersysteme) nicht mehr angesteuert werden konnte. Für alles habe ich eine Lösung gefunden, die teilweise bis heute noch im harten Tagesgeschäft funktioniert. Ich schicke dies vorweg, um die Bandbreite der Probleme zu verdeutlichen, mit denen ich über die vielen Jahre hinweg konfrontiert wurde.

Mit Einführung von OSX 10 Yosemite erreichten die Probleme eine neue Qualität. Apple hat neue Netzwerkprotokolle für SMB und andere Dienste implementiert und auch die Indexierungsprotokolle für Spotlight überarbeitet. Dies sei nötig gewesen, um zwischen dem Mac, iPhone und iPad Daten besser abzugleichen zu können. So ist es beispielsweise seit Yosemite möglich, einen Anruf am Mac anzunehmen und am iPhone fortzusetzen (und umgekehrt). Für einige Anwendergruppen ist das interessant, für die Produktionsumgebung in den Druckvorstufenbetrieben, bzw. Druckereien jedoch vollkommen nebensächlich. Immer wieder kam es dort zu kritischen Situationen, weil die Netzwerkdienste alle Prozessorkerne bis zum Anschlag für sich beanspruchten und ein sinnvolles Arbeiten nicht mehr möglich war. Zum Ende des letzten Jahres habe ich die Reissleine gezogen und den Dienstleistungsbereich Systemsupport aufgegeben.

In vielen Fällen gelang es mir bis dahin, die Mac Hardware der Kunden auf System 10.8 oder 10.9 zu downgraden, wodurch alle Probleme schlagartig gelöst waren. Bei den seit 2014 von Apple auf den Markt gebrachten Macs geht das zum überwiegenden Teil nicht mehr. Seit 2015 ist der Ofen ganz aus: entweder man leidet mit Yosemite – oder gehört zu den wenigen Glücklichen, bei denen dieses OS läuft. Ein Downgrade auf 10.8 oder 10.9 ist bei den aktuellen Neugeräten (bis auf eine Ausnahme) nicht mehr möglich.

Apple hat mittlerweile auf das Debakel reagiert und im letzte Woche vorgestellten OS X 11 (El Capitan) den problematischen discoveryd Prozess wieder raus geworfen. In der Szene wird nunmehr Yosemite auf eine Stufe mit Windows Vista gestellt und eine stabile Version von Yosemite wird nicht mehr erwartet.

Sehr interessant sind die Bemühungen (und Erfolge) von experiementierfreudigen Anwendern, die sich maßgeschneiderte PCs mit ordinärer Windows-Hardware bauen und dort ein superstabiles OSX 10.8 oder 10.9 fahren. Teilweise mit einem Bruchteil der Kosten im Vergleich zu einem ähnlich leistungsfähigem Mac. Nachdem Apple den konzeptionell guten Mac Mini im Jahr 2014 von der Leistung und Ausbaufähigkeit degradiert hat, werden in diesem Marktsegment ähnliche Konzepte wie der Gigabyte Brix oder der Intel NUC höchst interessant. Die sind zwar für Windows ausgelegt, ermöglichen aber die Installation von OSX 10.8 oder 10.9.

Die Strategie von Apple ist aus der Sicht professioneller Anwender nicht mehr nachvollziehbar. Die Hardware-Komponenten werden miteinander verklebt und sind nicht mehr zugänglich (Erweiterung oder Reparatur) – oder das RAM wird direkt auf das Motherboard gelötet. Das Betriebssystem verzahnt sich immer stärker mit den Cloud-Diensten von Apple und gaukelt dem Anwender eine Sicherheit und Kompetenz vor, die nicht der Realität entspricht. Apple schafft es nicht, diese Dienste stabil zu hosten, in vielen Foren liest man vom Frust der Anwender. Ich könnte endlos fortfahren, schließe aber mit der dringenden Empfehlung, Yosemite im besten Fall in der virtuellen Maschine laufen zu lassen, um dort Datenkonvertierungen vorzunehmen, die eine Übernahme der Daten in 10.8 oder 10.9 ermöglichen. Für den zuverlässigen Einsatz in Produktionsumgebungen ist Yosemite definitiv ungeeignet.

--
.zip

Apple-Betriebssystem

Leserzuschrift @, Montag, 15.06.2015, 12:44 vor 3869 Tagen @ Leserzuschrift 2497 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 15.06.2015, 13:08

Danke @Quantenfeldtheorie und Goby, ich habe den schritt gewagt und nicht bereut, alles läuft prima, alle zuvor installierten Programme verrichten ihren dienst wie zuvor!

Nicht wie bei meinem Windows 7 auf Windows 8 Upgrade, wo einige Programme einfach verschluckt wurden und neu installiert werden mussten.

Danke nochmal an das Gelbe Forum, in dem ich von Anbeginn an lese und fast immer klüger rausgehe wie rein. ;)

Gruß Uwe!

...gerade den ersten Bluescreen unter Windows 8.1 gehabt. :)

Quantenfeldtheorie @, Montag, 15.06.2015, 18:18 vor 3868 Tagen @ Quantenfeldtheorie 1994 Views

Gestern hatte ich wieder einen Moment, bei dem ich Yosemite am liebsten
von der Platte getilgt hätte.

...und Windows 8.1 wird offenbar auch nicht der Ersatz.
Nun lade ich gerade den Windows Debugger herunter (1,6 GB) und werde mir den Kernel Crash Dump im Debugger ansehen.

Ganz ehrlich: Unsere IT Landschaft macht mir Sorgen. Windows f*ckt mich noch immer ab wie vor 6 Jahren, als ich zu OSX gewechselt bin. Leider legt Apple was Negativentwicklungen angeht ziemlich nach.

Ich [[kotz]] im Strahl und überlege gerade irgendwas beruflich Sinnvolles zu machen. :/

LG,
QFT

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XSS for the masses...

Ja, es war einmal...

QuerDenker @, Montag, 15.06.2015, 19:23 vor 3868 Tagen @ Quantenfeldtheorie 1916 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 15.06.2015, 19:31

Hallo QFT,

Der Übeltäter war der Nvidia Grafiktreiber Updater.

War der nicht deaktiviert?


Kleine Frage:
Wie kann denn bei wirklich konsequenter Nutzung der heutigen hierarchischen Prozessortechnologien - außer bei Hardwaredefekten/-'glitches' wie z.B. gekippten Bits im RAM - sogar eine Nichtkernelsoftware, wie so ein 'Updater', es schaffen, einen 'Bluescreen' (also die 'Botschaft an den Nutzer' über einen Zustand, den der Kernel nicht mehr selbstständig 'lösen' konnte) auszulösen? [[zwinker]]

Hach... ich werde nostalgisch. :)

Ich auch [[lach]]

Ca. 20 Jahre zurück, war eine gute (wie 'reproduzierbare') Methode zum 'Bluescreen' auf SMP-Hardware, die Nutzung bestimmter - ungewollt empirisch ermittelter & offensichtlich 'nicht SMP-bewußter' - Anwendersoftware bzw. 'Treiber'...

Beste Grüße

QuerDenker

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