Neu hier als Aktiver & 10-Jahres-Blick in die ...
Hi zusammen und hier mal nach viel Lesen, auch im gelben Forum, meine aktuelle Einschätzung und die Frage an Euch ob Ihr das auch so seht, bzw. wo meine Glaskugel falsch liegt.
Szenario 1:
1. TTIP kommt durch, denn keiner der Entscheider stellt sich ernsthaft genug dagegen.
2. Wie bei solchen Deals mit Südamerika profitieren nur die Amis. Wir verlieren vor Schiedsgerichten und bekommen auch so keinen nennenswerten Fuß in deren Tür.
3. Zinsen steigen, wie aktuell schon, weiter (das würde den Jackpot für die Reichsten vorbereiten), Europas Kreditwürdigkeit wird dafür weiter runtergeknüppelt. -> Behörden müssen Infrastruktur verkaufen / langlaufende Konzessionen vergeben (kommt fast aufs Gleiche raus). Neben höheren Steuern eine Einnahmequelle für den höheren Schuldendienst.
4. Der Besitz der wenigen großen Käufer mehrt sich
5. Konzerne und deren Eigentümer verdienen sich die goldene Nase, z.B. mit teurerem Wasser
6. Steuern steigen (zweite Säule für höheren Schuldendienst).
7. Öffentliche Ausgaben (dritte Säule für kurz- bis mittelfristige Bedienung des höheren Schuldendienstes) und damit die lokale Wirtschaft sinken.
8. Niedrige Investitionen in Infrastruktur erhöhen die Bereitschaft / den Druck Infrastruktur an Private zu verkaufen.
9. Zinsen steigen durch schlechte Beschäftigungs- und Konjunkturdaten weiter und halten dieses Rad weiter in Gange.
10. Gewinne durch die Infrastrukturkäufe steigen → Wirtschaft wächst, bei Aufkäufern, bzw. ist im Durchschnitt (EU+USA) stabil, denn es gibt bei diesem Spiel ja auch Verlierer. Das Geld ist statistisch noch gleichermaßen da (EU+USA), sammelt sich nur in anderen Taschen.
11. Preise steigen durch Infrastrukturverkäufe, nach zu erwartenden Preissteigerungen, z.B. beim Wasser.
12. Kleine gehen kaputt, Große wachsen.
13. Arbeitslosigkeit wächst, Steuereinnahmen sinken, Zinsen steigen.
14. Zinsen explodieren, weil große keine/kaum Steuern zahlen und die Staaten ausbluten und weniger kreditwürdig werden.
15. China + ggf. die emerging markets kaufen zunehmend Rohstoffe auf für deren Inlandsnachfrage. Das erhöht die Rohstoff- und deren Exportpreise / unsere Importpreise.
16. Hierdurch importierte Inflation wird weiter gegeben.
17. Steuereinnahmen steigen durch diesen Effekt, das gleicht die eigentlich schlechter gewordene Wirtschaft aus und hält den Schuldendienst im Gange.
18. Die Masse, besonders bei uns, verarmt. Das Zitat, dass die Großen einen Krieg gegen die Kleinen führen und die Großen ihn gewinnen, bewahrheitet sich.
19. Wem Wasser, Nahrung und Energie gehören, der muss bezahlt werden.
20. Die Großen kaufen mit Geld (alternativ der Währung Gold nach Umtausch) im großen Monopoly die Wasserwerke etc., statt diese Schnäppchen liegen zu lassen und nur die Kasse zu halten. Schlecht für Gold. Diese Strategie geht nicht nur im einfacheren Stil beim Spiel Monopoly auf!
21. Die Kleinen (die breite Masse) verkauft u.a. Gold (bzw. tauscht in die Landes- oder Zonenwährung) um das teurere Leben bei durchschnittlich geringerem Einkommen (weniger Jobs = sinkende Einkommen) und höheren Steuern bezahlen zu können.
22. Die chinesische Bevölkerung wird durch die Tendenz junger Generationen zum westlicheren Lebensstil nach und nach vom Goldbedarf abrücken. Von hier kommt langfristig keine ausgleichende Goldnachfrage. Dieser Punkt ist gerade nur aus dem Bauch heraus getippt...
23. In den USA ist alles ganz ok, zumindest auf dem Papier und für die Strippenzieher. Europa blutet und die US-Konzerne laben sich daran. So können auch etwas höhere Zinsen verkraftet werden, wobei: Das schwache Europa zieht oder vielmehr drückt das Geld (neben Asien) auch in die besser positionierten USA, die sich hierdurch anders als wir dann wieder günstig finanzieren können.
Zusätzlich kommen Komsumgüterhändler (Coke, etc.) mit Macht auf den Plan und sorgen für eine Beimischung von Szenario 2: Es läuft ähnlich wie beim Zusammenschluss der EU-Länder. Hochzinsländer können sich z.T. trotz hoher Zinsen künstlich günstig weiter verschulden um auch dieser Industrie ein paar Brocken zu lassen. Dieser Einfluss verlangsamt die Entwicklung von Szenario 1 etwas und gibt zusammen das fertige Szenario.
Angenommen diese Gedanken sind nah dran an dem was kommt: Worein investieren (im Großen wie im Alltäglichen) – außer in Land- und Infrastrukturaufkäufe?
Wie wettet man am besten (sicher aber profitabel) darauf, dass die Zinsen hier steigen? Sagen wir auf Sicht von 10 Jahren.
Wäre der Ausverkauf Europas ohne anhaltende bzw. steigende Zins-Daumenschraube schnell genug möglich? Ich glaube nicht und gehe daher davon aus, dass es nach TTIP so kommt. Ganz freiwillig dürfte für relativ freie Investoren ohnehin die Bereitschaft sinken einem im Ausverkauf befindlichen Europa günstig Geld zu leihen.
Gold und Silber sollte man nach diesem Szenario verkaufen, jetzt oder aber mit dem nächsten risiken- bzw. angstbedingten Anstieg (Grexit), oder?
Was spricht dagegen, dass es so kommt wie von mir prophezeit?
Schöne Grüße
--
Kenne die Vergangenheit um die Zukunft zu nutzen!
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