Erstens ist das barer Unfug. Natürlich kann sich jeder Schuldner zu allem
möglichen verpflichten. Sogar zu Dingen, die er noch nicht hat. Wer z. B. > > ein Darlehn aufnimmt, tut dies ja eben gerade, weil er es noch nicht
hat.
Anstatt da Erkennen zu zeigen...
Was meinst Du, warum es Bonitätsprüfung, Bürgschaften, Sicherheiten
gibt?Weil es eben reichlich vorkommt, dass sich wer zu etwas verpflichtet > > hat und die Verpflichtung nicht erfüllen kann.
Genau, so. Und wenn jemand, der bei einer ordentlichen Prüfung durch jede
Bonitäts- und Sicherheitsrüfung durchfallen würde wie Griechenland, und
das Geld und die Bürgschaften trotzdem bekommt, dann liegt die kriminellle > Energie eindeutig auf Seiten der Gläubiger.
Halten wir doch noch mal fest, dass Du vom Recht anfingest und etwas von einem Betrugsprozess in einem Zivilverfahren (falsch!) um die Rückzahlung von Krediten zu schreiben. Und das ist eben schlicht falsch. Betrugsverfahren gibt es im Strafrecht. Dort nur geht es um Kriminelles.
Wenn es um die Forderung auf Rückzahlung von Krediten geht, geht es um vertragliche Forderungen. Das hat mit einem Betrugsprozess nichts zu tun. Du vermengst, offenbar aus Unkenntnis, Dinge, über die Du aber angeblich Auskünfte geben wolltest.
Kriminelle Ernergie würde zudem dan wohl auch bei dem Schuldner vorliegen.
Aber abgesehen davon: Wenn jemand Kredite herausgibt, eben gegen den dabei entstehenden Anspruch auf Rückgewähr, dann ist es völlig unerheblich, ob er verstärkt damit rechnen konnte, dass der Kredit ausfällt (es gibt Kredite, weil Dinge gefördert werden sollen, die so aufgelegt sind, wie z. B. bei der förderung von jungen Unternehmen, wo immer ein großer Teil ausfällt, und alle wissen das - und das ist quasi eingepreist). Der Gläubiger hat dann noch immer den Anspruch auf Rückgewähr.
Es ist eben nicht Schenkung vereinbart, sondern ein Darlehn. Und wie gesagt: Wenn der Vertrag nichtig wäre, was anzunehmen mehr als mutig ist, dann hätte er immer noch einen Anspruch auf Rückübertragung. So ist es, war es und wird es bleiben. Und nur so funktioniert die Wirtschaft.
Was Du hier anbietest, ist nicht nur unlogisch und völlig rechts- und lebensfern, sondern getragen von dem Wunsch, das jemand, der Dir offenbar auch nicht passt, Konsequenzen tragen soll. Nur so entstehen keine sauberen Lösungen. Du verweist auf rechtliche Instrumentarien, aber die sind in keiner Hinsicht so, wie Du es Dir irgendwie zusammen denkst. Das ist nun mal Fakt.
Wenn der Anspruch des Gläubigers entstanden ist, und nicht untergeht,
denn wird - was Du als Laie und jung im Forum vielleicht noch nicht weißt,
wird geprüft, ob er durchsetzbar ist. Und wenn das alles so ist,
dann bekommt der Gläubiger einen Titel. Dieser nützt ihm direkt aber
noch nichts, sondern nur, wenn der Schuldner leisten kann. Wenn fruchtlos
gepfändet wird, dann ist eben nichts zu machen. Wie das berühmte
Sprichwort ist: Wo nichts ist, da hat der Kaiser sein Recht verloren.
Die Kriminalität der Gläubiger geht im Falle Griechenlands eindeutig zu
Lasten Dritter.
Und die machen jetzt ein "Betrugsverfahren" gegen die Gläubiger? Da musst Du aber anders heran gehen. Es kann nur um z. B. zivilrechtlich deliktischen Schadensersatz gehen, und strafrechtlich eher um Untreue usw. Oder sollen die Gläubiger die Dritten betrogen haben? In dem sie was genau gemacht haben mit welcher konkret zurechenbarer Folge? Du stellst Dir das zu einfach und offenbar auch noch falsch vor.
Das war schon immer so, und daran kann sich auch nichts ändern. Denn wir
leben in einer Welt der Verpflichtungen in einer Vielzahl von
Leistungsaustauschen.
Kriminelle Verträge zu Lasten Dritter hat es schon immer gegeben.
Und jedes Jahr Mittsommernacht.
Binse!
Istofern ist das obscur, was Du hier versuchst. Zumal Du zweitens doch
vom Recht überhaupt keinerlei Ahnung hast, wie Du bisher immer zeigtest. > > Das ist auch kein Wunder, denn Du hast nicht nur keine entsprechende Ausbildung
und kein entsprechendes Wissen. Stattdessen kommst Du gern, aus
schleierhafte Gründen, von oben herab. Es zeigt und zeigte sich aber
bisher überhaupt kein Grund, dass man, Deiner Einschätzung, die
grundfalsch ist, irgend ein Gewicht bemessen könnte.
Es nützt einem sowieso nichts, vom Recht eine Ahnung zu haben, wenn
sämtliche Rechte und Gesetze von den Demokraten gebrochen werden,
Klar, die sämtliche immer!
Merkst Du nicht, wie es wäre, wenn stimmen würde, was Du da vor Dich hin schimpfst?
die uns
beherrschen, wie die letzen Jahre überdeutlich gezeigt haben.
Wieder: Du fängst vom Recht an, tust so, als könntest Du was dazu sagen (was gern so sein soll, warum denn nicht) und nun sagst Du quasi, ist sowieso alles egal.
Nein, im Kapitalismus, der funktioniert, hat das nun mal Mechanismen (übrigens haben sogar kriminelle Vereinigungen ihre Mechanismen), die nach bestimmten Gesichtspunkten funktionieren.
Und da ist das Recht, aber nur so, wie es ist, und nicht so, wie man es gern hätte, von überragender Bedeutung. Das sind die Spielregeln.
Und wenn Du wen verknacken willst, muss Du ihm das Verletzten einer (Straf-)Norm nachweisen, und wen Du jemanden von Zahlungspflichten los sehen willst, dann läuft das nach zivilrechtlich genau festgelegten Normen.
Wenn ein Gläubiger so blöd ist und Geld gegen Rückgewähr so hingibt,
dass es unwahrschneinlich ist, dass er es zurück erhält, dann ist das
schlicht sein (meist unternehmerisches) Risiko.
Der wahre Zahler ist, wie das häufig vorkommt, von Banditen hinsichtlich
der Bonität und Liquidität geprellt worden.
Das ist doch eine schöne Polemik. Vielleicht bleibst Du bei so etwas, aber fängst nicht von Sachen an, die Du besser erst mal vorher nachlesen solltest.
Betrugsverfahren wenn ein Straftatbestand erfüllt sein könnte... Sag mal welcher und wie.
Und warum müssten dann die Schuldner nichts zurück zahlen?
Auch nichts Neues im Kapitalismus, der funktioniert:
http://de.wikipedia.org/wiki/Unternehmerrisiko
Nein, so funktioniert er eben nicht wie bei den Griechenlankrediten! So
funktioniert die Mafia.
Wo, starke Worte, sehr beeindruckend.
Mal, im Ernst: Du willst es nicht sehen, oder?
Kreditgeber ist immer der Gläubiger der Rückgewährforderung. Und natürlich hat jeder Kreditgeber i m m e r ein Risiko. Und ein unternehmerisch Handelnder hat eben das brühmte unternehmerischen Risiko.
Wir können von der Mafia reden und allem drum und dran, aber es bleibt dabei, was ich dazu schrieb.
Und du lebst im Wolkenkuckucksheim mit deinen drögen Rechtsgrundsätzen.
Nein, das ist keine Pahatasie, sondern so funktioniert es eben, und zwar real: Wer Geld als Darlehen hinreicht, kann es zurück fordern. Aus Vertrag oder anderem.
Was ist daran so utopisch?
Kannst Du das nicht verstehen, oder willst Du es nicht?
Es ist aber so. Denn sonst würde es keine Kredite geben. Und die Wirtschaft basiert doch eben genau darauf.
Warum reden wir hier soviel über Verschuldung. Weil das alles unverbindlich und unlogisch ist? Man, Meph, was soll das denn nur alles?!
Frei nach Elli:
Die Machtverhältnisse machen das Recht, niemals umgekehrt.
Das wurde schon lange vor Elli von klugen Leuten erklärt, unter anderem immer wieder von Marx und ist ständige Predigt u. a. im Marxismus. Stimmt zu großen Teil, und eben auch nicht vollständig. Man kann mit dem Recht nicht alles. Natürlich kann man gesetzlich bestimmen, dass alle Esel Golddukaten von sich geben, aber davon gibt kein Esel Golddukaten von sich. Da kann man noch soviel Macht haben: Das wird auch damit nichts.
Ansonsten netter rethorischer Versuch, aber geht in Leere.
Und es haben sich noch immer Juristen gefunden, die das Recht entsprechend > den Machtverhältnissen biegen.
Ja, die machen dann für Meph. ein zivilrechtliches Betrugsverfahren...
Du redest Dir hier einerseits ein Recht herbei, dass es a) nicht gibt und b) nicht geben kann, wie erklärt, Du aber unbedingt so haben willst, um dann wiederum auf schmutzige Juristen zu zeigen, die sich das Recht hinbiegen. Ja das nennt sich konsequent
! Alle Achtung!
Vielleicht doch nächstes Mal nachlesen, ehe man von etwas sprechen möchte?
Viele freundliche Grüße
azur
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