Aber immerhin. Servus @Sylvia.
Ich lebe dauerhaft ausserhalb Deutschlands. Nicht erst seit gestern und auch nicht seitdem immer im gleichen Land. Ich habe in einigen Nachbarländern Deutschlands gelebt. Aber mein Blick von "aussen" auf mein Heimatland hat mich, gleich aus welcher Himmelsrichtung, über die vergangenen Jahre nichts Gutes ahnen lassen.
Meine Frau will schon seit 5 Jahren, jedes Jahr neu, "zurück nach Deutschland". Ich habe ihr schon seit 5 Jahren sinngemäss geantwortet, dass ich noch nicht eimal fähig sei, diese Rückkehr nach Deutschland auch nur "anzudenken". Kein Witz.
Mein Gefühl, ob das nun im Bauch oder wo auch immer sitzen mag
hat meinem "Oberstübchen" in dieser Frage seit Jahren klar die "rote Karte" gezeigt.
Also gab ich meiner Frau bisher jedes Jahr eine für sie relativ unbefriedigende Antwort der Art, ich wüsste nicht woher meine völlige Denkblokade käme, es liesse mich aber vermuten (ein Stück weit kenn ich mich mit meinen Gefühlen aus), dass dort in Deutschland etwas sehr Ungutes vor sich gehen müsse. (Hier steh ich und kann nicht anders...)
Als es dann mit diesem "Putsch" auf dem Majdan losging, noch während der olymp. Winterspiele in Sotschi, wo man als Nichtblinder relativ schnell mitbekam, wer da gegen wen was im Schilde führte, dann über die Jahre die vielen Aufdeckungen in Deutschland aufflogen und sich gleichzeitig der sog. Datenschutz in Deutschland als Farce herausstellte, überhaupt nachdem in Deutschland Menschen, die sich offen über ihr Land Gedanken machen inzwischen schon fast als Faschisten gelten, usw usf., seitdem bin ich mehr und mehr "aus dem Schneider", und muss nun meiner Frau nicht mehr erklären, warum ich weiterhin lieber aus der 3. Reihe auf Deutschlands Tagesgeschehen zusehe, also lieber aus dem Ausland, statt von mitten drin.
Und wenn ich mitbekomme, dass man in Deutschland auf dem Wege ist, den Kindern schon Zweifel in der Frage einzuhauchen, ob sie nun wirklich Männchen oder Weibchen sind, weiterhin die Zunahme der "Gender-Lehrstühle" an deutschen Unis beobachte, da habe ich meinen Rückzug nach Deutschland jetzt wirklich erst auf Wiedervorlage in ein paar Jahren gelegt.
So etwas braucht Zeit, um sich auszuwachsen. Und nein, ich sehe das alles nicht als die kommende neue Freiheit, Erlösung und auch nicht als tolerant "bunt" an, ich sehe das alles dafür als die entscheidenden Meter vor der sich auftuenden Klippe an, die man jetzt noch traumtanzend dabei ist zurückzulegen.
Ich setze mich währenddessen jetzt lieber an meine selbstgekochte Gulaschsuppe über dem Feuer im Garten, statt mich sinnlos aufzuregen, und leb dabei ´nix weiter als den "Augenblick", wie man so schön sagt. Was Besseres fällt mir zur Zeit einfach nicht ein.
Gekämpft für das "Gute" hatte ich lange genug, auch an vorderster Front, bis ich spürte, es wurden immer weniger auf meiner Seite. Aber das war schon vor vielen Jahren. Und weil ich keine Freiflug vom 20. oder gar 40.Stock "spendiert" haben wollte, habe ich meinen "Hut" gezogen und den Schlüssel abgegeben.
Was heute abgeht, sah ich schon früh kommen. Nur hören wollte es keiner. Inzwischen - viel zu viele aktive und vor allem schweigende Mittuende , die angeblich für "tolerant-regenbogenfarbig" sind. Die wohl auch eine geschlechtslos bunt-tolerante Neuzeit riskieren wollen. Zuviele, die sich aufgrund von eingegangener Verschuldung in Deutschland, in ganz Europa, meinungs- oder aktivitätsmässig zurückhalten müssen. Auch gegenüber immer schlimmer werdenden Ausfällen fremder "Flüchtlinge" im Land. Ich lese nur darüber.
Jeder sollte wissen, wo für sie/ihn der Point of Return passiert wurde - und dann handeln. Denn die schlimmste Lebensdevise war immer noch: "Die Hoffnung stirbt zuletzt"
Grüsse!![[[zwinker]]](images/smilies/zwinker.gif)