So hat mal ein deutscher Dienst weiland einen russischen Marschall (und dessen Sippe) ausgeschaltet - Atlantiker + Zeitungen

azur, Donnerstag, 04.06.2015, 13:37 (vor 3878 Tagen) @ mabraton3659 Views
bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 04.06.2015, 13:49

Hallo mabraton,

danke, sehr interessant. Es würde die Verhältnisse hier sicher weiter aufwühlen lassen. U. a. Russlandpolitik, Eurokrise und Flüchtlingsströme haben schon "viel geleistet".

Sie agieren direkt vor Ort: http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=346319

Habe neulich über De Gaule gelesen, was man jedem an Herz legen kann. Dessen Prinzipien, und wie er lange eine Gegenpartei zu den Atlantikern war. Dessen Freund war dieser hervorragende Militär, den Stalin brutal auslöschte (3 Marschalle, 30 Generäle, 5.000 Offiziere, direkt vor dem Krieg! 1/4tel des Korps). Und wie?

"Schauprozess (1937)

In der historischen Forschung war lange Zeit die These verbreitet, Tuchatschewski sei einer deutschen Intrige zum Opfer gefallen: Der Sicherheitsdienst des Reichsführers SS (SD) habe Belastungsmaterial gegen ihn gefälscht und auf Veranlassung von Obergruppenführer Reinhard Heydrich über den Doppelagenten Nikolai Skoblin dem ahnungslosen tschechoslowakischen Präsidenten Edvard BeneÅ¡ zugespielt, der es an den sowjetischen Botschafter Alexandrowski weitergab. Tuchatschewski wurde in den gefälschten Dokumenten als Agent des SD unter der offiziellen Nummer S-G-UA-6-22 geführt. Dies war die höchste Prioritätsstufe eines Agenten dieses Geheimdienstes.[VA 17][GT 68][RS 29][GT 69][VA 18][18] Neuere Forschungen ergaben, dass hinter diesen gefälschten Beweisen der sowjetische Geheimdienst NKWD steckte, der die Deutschen dazu veranlasste, weiteres Belastungsmaterial gegen Tuchatschewski zu produzieren, um ihn zu Fall bringen zu können.[19] BeneÅ¡ leitete die ihm zugespielte Desinformation auch erst nach Tuchatschewskis Tod nach Moskau weiter; besser funktionierte der Nachrichtenkanal über den französischen Ministerpräsidenten Edouard Daladier, der am 16. März 1937 den sowjetischen Botschafter in Paris Wladimir Potemkin vor einem angeblich bevorstehenden Staatsstreich der Führung der Roten Armee warnte."

So geht das also.

http://de.wikipedia.org/wiki/Michail_Nikolajewitsch_Tuchatschewski#Schauprozess_.281937.29

NKWD zeigt auf Deutsche. Die liefern, weil es ihnen in den Kram passte (der Marschall war sehr fähig und modern orierntiert: De Gaule und er hatten die Bedeutung konzertierter, schneller Aktionen und der Panzerwaffe längst erkannt - die Deutschen haben es aber vor allen anderen gekonnt).

Man schaue: Man hat mehrere Exfrauen, Geschwister usw. gleich mit ausgelöscht (wie Leute, die die Story von Putins Mama ausforschen).

Viele freundliche Grüße

azur


* http://de.wikipedia.org/wiki/Gaullismus#.E2.80.9EGaullismus.E2.80.9C_in_Deutschland (ein von Atlantikern beeinflusster Artikel):

"In Deutschland gibt es den Gaullismus im eigentlichen Sinne nicht, aber zu Zeiten de Gaulles hat man auch einige deutsche Politiker als „Gaullisten“ bezeichnet. Gemeint war damit, dass diese Politiker eine engere Anlehnung an Frankreich anstrebten. Das Gegenstück waren die "Atlantiker", die den Beziehungen zu den USA Vorrang einräumten. Diese Unterscheidung betrifft fast ausschließlich die Unionsparteien. Gaullisten und Atlantiker waren sich einig, dass die USA der wichtigste Bündnispartner für die Bundesrepublik waren, es ging eher um taktische Fragen.

Die Unterscheidung hat auch eine wirtschaftspolitische Komponente. An Frankreich orientierte Gaullisten neigten zu einer Wirtschaftspolitik mit größerem staatlichen Eingreifen (Rheinischer Kapitalismus). Dazu gehörte eine Zollpolitik, die den europäischen Markt abschirmte. Die Atlantiker hingegen sympathisierten mit den Freihandelsideen, wie sie in Großbritannien und den USA stärker anzutreffen sind. Gaullisten waren meist Katholiken, Atlantiker Protestanten.

Ein Problem für die deutschen Gaullisten war es, dass sie ein Interesse an einer starken Europäischen Gemeinschaft hatten. In Frankreich jedoch war es gerade de Gaulle, der sich dagegen aussprach und lieber von einem loseren „Europa der Nationen“ sprach.

Bekanntester Gaullist war Bundeskanzler Konrad Adenauer, der sich um den Deutsch-Französischen Freundschaftsvertrag von 1963 bemühte. Zu nennen sind auch Heinrich Krone und die bayerischen CSU-Politiker Franz Josef Strauß und Karl Theodor Freiherr von und zu Guttenberg.[1] Bei den Medien standen die Springer-Blätter, der Rheinische Merkur, die Stuttgarter Nachrichten und die katholische Bildpost auf der gaullistischen Seite.

Dagegen werden Ludwig Erhard, Gerhard Schröder und Kai-Uwe von Hassel, Der Spiegel, der Stern, Die Zeit, das Sonntagsblatt und Christ und Welt eher den Atlantikern zugerechnet.

Der Konflikt zwischen Atlantikern und Gaullisten wurde gegen 1969 durch den Konflikt um die Neue Ostpolitik abgelöst. Zeitgleich trat in Frankreich de Gaulle als Staatspräsident ab.[2]

Peter Scholl-Latour war erklärtermaßen Gaullist (jedoch lehnte er diese Bezeichnung mit dem Verweis auf de Gaulles Tod ab[3]) und betrachtete die politischen Vorgänge auf dem Balkan, in Afrika, im Nahen Osten und Ostasien insbesondere aus der Sicht französischer Machtpolitik."

Siehe auch deren Grundsätze: http://de.wikipedia.org/wiki/Gaullismus#Politische_Ideen

Der hatte noch "Eier": Gold holen, eigene Waffensysteme, NATO-Mitgliedschaft runterfahren usw.

"Er stützte sich seit Juni 1940 auf das Freie Frankreich und verteidigte fortdauernd die Interessen Frankreichs im Krieg und für die Zeit danach, was in seinem Ausspruch gipfelte „Frankreich hat keine Freunde, es hat nur Interessen.“ Damit zitierte er einen damals bekannten Satz von William Ewart Gladstone (1809–1898). Dieser war ein viermaliger britischer Premierminister und einer der bedeutendsten britischen Politiker in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts."
http://de.wikipedia.org/wiki/Charles_de_Gaulle#Freies_Frankreich

De Gaule hat äußerst g4eschickt agiert. Die Franzmänner hatten kaum Einsätze und Velruste, aber sehr hohen Einflusssphären hernach (vermutlich wollten die anderen Besatzungstruppen sparen - und die Franzosen kannten sich ja hier schon gut aus - man "besuchte" sich ja oft mal mit Truppen).

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