China: 64.000 Dollar für eine Unze Gold?

nereus, Mittwoch, 03.06.2015, 16:35 (vor 3879 Tagen)4590 Views

Man wird ja wohl noch träumen dürfen, oder? [[zwinker]]

China würde den Yuan gern zur Reservewährung machen. Aber wie? Eine Idee wäre die Deckung der Währung durch Gold. Dafür müsste allerdings der Goldpreis steigen. Und zwar stark.
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Die Idee liegt schon lang in der Luft – wurde aber nie ganz ernst genommen: Was, wenn China zum Goldstandard zurückkehrt und seiner Währung Yuan (Renminbi) so zu internationaler Bedeutung als Reservewährung verhilft? Genau dieses Szenario haben die Analysten von Bloomberg Intelligence (BI) jetzt durchgespielt – mit erstaunlichen Ergebnissen.
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Die Hochzeit des klassischen Goldstandards, in dem Währungen als eine gewisse Menge Gold definiert waren, war das 19. Jahrhundert. Laut BI bräuchte China beim aktuellen Preis von rund 1200 Dollar pro Unze fast 525.000 Tonnen des Edelmetalls für eine solche Golddeckung.
Es gibt aber nur rund 175.000 Tonnen Gold auf der Welt. China könnte also selbst dann sein Geld nicht vollständig mit Gold decken, wenn Peking alles Gold der Welt aufkaufen würde.

Es gibt aber noch einen anderen Weg: den Goldpreis. Damit China seine Währung durch Gold decken kann, müsse der Goldpreis steigen. Und steigen. Und weiter steigen.
Die Zahl, die von Bloomberg Intelligence ausgerechnet wurde, wirkt auf den ersten Blick wie ein Tippfehler:
64.000 Dollar pro Unze wären nötig für die Wiedereinführung einer Form des Goldstandards in China. Das wäre das 50-fache des aktuellen Goldpreises.
Wohlgemerkt: Die Berechnung geht davon aus, dass China bereits das Zehnfache seiner offiziell bekannten Goldreserven angehäuft hat.

Die stehen seit 2009 bei genau 1054 Tonnen. Zwar gehen praktisch alle Experten davon aus, dass China inzwischen weit mehr Gold hat – aber nur die chinesische Führung selbst kann diese Frage endgültig beantworten. Die Schätzungen liegen zwischen 5000 und aberwitzigen 30.000 Tonnen. China ist der größte Goldproduzent weltweit und wechselt sich mit Indien in der Rolle des größten Importeurs ab. Anders gesagt: Seit Jahren hat (netto) keine Unze Gold das Land verlassen. Viele Experten glauben, dass die Chinesische Zentralbank einen Großteil des in China geförderten Goldes sofort in ihre Tresore packt.

Die Analysten von Bloomberg sind für ihre Berechnungen davon ausgegangen, dass China inzwischen über rund 10.000 Tonnen Gold als Währungsreserve verfügt – also in etwa so viel wie die Eurozone, deren Mitgliedsländer gemeinsam heute über die größten Goldreserven weltweit verfügen. Auf Platz zwei liegen die USA mit rund 8000 Tonnen.

Quelle: http://diepresse.com/home/meingeld/gold/4736656/China_64000-Dollar-fur-eine-Unze-Gold

Also ein Zehntel davon – 6.400 Dollares – fände ich auch schon recht beglückend. [[freude]]

Abseits aller Träumereien dürfte klar sein, daß China tatsächlich seit Jahren den „Gelbkack“ hortet und etwas Größeres plant.
Ist das vielleicht der Grund, daß die Amis unbedingt einen Krieg haben wollen, um erst Rußland aufzulösen und sich später China zu unterwerfen?

Es bleibt spannend.

mfG
nereus


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