Hallo Zara!
Bellingcat ist Pussy Riots für gehobene ZEIT- und SPIEGEL Leser, die nicht nur immer Titten-Alarm – ach nee das waren ja wieder andere – also ich meine die, welche die Tiefkühlhühnchen sich ... na Du weißt schon wohin .. steckten.
Also quasi, so ne Art Sonderpädagogik im Imperium des bösen Zaren. ![[[zwinker]]](images/smilies/zwinker.gif)
Aber lassen wir das.
Zurück zur Katzen-Klingel:
In der aktuellsten „journalistischen“ Überprüfung der Eliot Higgins-Bellingcat-Findungen durch die australische „60 Minutes“-Sendung tritt Higgins als politischer Journalist auf, während der Reporter in die Rolle desjenigen schlüpft, der durch seine oberflächlichen Bellingcat-Überprüfungen den ultimativen Beweis dafür präsentiert, daß â€ždie Russen“ MH 17 abgeschossen haben.
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Dieses Reporter-Vertrauen der Transatlantiker in Bellingcats „Leistungen†wird u.a. dadurch genährt, daß der wohlbekannte russische Invasionen-Erfinder General Breedlove Bellingcat lobte, weil er eine Seite einrichtete, auf der der interessierte Jedermann – jeder weiß, von welchem Interesse die ermunterte Gemeinde geleitet ist – Bilder von „russischem“ Kriegsmaterial im Donbass einstellen durfte.
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Breedloves Link verweist auf diesen Bellingcat-Artikel
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Eliot Higgins wird nicht müde, darauf hinzuweisen, daß er diesbezüglich auch mit dem Atlantic Council zusammenarbeite – was den Kreis schließt
Quelle: https://gabrielewolff.wordpress.com/2015/05/24/ukraine-informationskrieg-um-mh-17-4/
Na ja, das war eh bekannt, aber ein „Unabhängiger“ wie Du muß immer mal wieder gegen Faktenresistenz geimpft werden. ![[[zwinker]]](images/smilies/zwinker.gif)
Aber jetzt wird es interessant:
Da fährt die Buk, vermutlich selbständig, aus Rußland eigens nach Donezk, nur um dort bei einer von den Rebellen requirierten Baufirma (laut Paris Match) auf einen Tieflader geladen zu werden – um danach nach Snischne zurückgefahren zu werden? An einen Ort, an dem sie zuvor blöderweise vorbeigefahren war? ![[[top]]](images/smilies/top.gif)
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Beide eingezeichnete Wege sind Fiktion – denn Bellingcat ist damit gescheitert, die Buk 3_2 aus Kursk, für ihn Tatwerkzeug des Abschusses der MH 17 im Donbass, in die Nähe der Ukraine zu „transportieren“. Das ist für jeden ersichtlich.
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Die Fußnote 29 zu „Millerowo“ verlinkt auf dieses Video, das absolut nichts mit den Findungen in Rußland zu tun hat:
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Dieses Video gehört vielmehr zur „Beweisführung“ Bellingcats, daß die Rebellen auch noch im August über den Tieflader verfügt hätten, mit dem am 17.7.2014 die Buk von Donezk nach Snischne transportiert worden sei:
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Viele Links funktionieren nicht (mehr), es wird hilflos herumgetastet. Das Referenzbild ist immer das fragwürdige Buk-Foto von Paris Match aus dem Artikel vom 25.7.2014, gravierend geändert am 29.7.2014 (Austausch des angeblichen Aufnahmeorts Snischne in den zutreffenden Aufnahmeort Donezk).
Am 29.9.2014 tastet sich das Bellingcat-Team weiter vor:
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Dort, bei Alexejewka, enden alle Nachweisversuche, diese ausschließlich für Bellingcat bedeutsame BUK mit der Nummer 3_2 zu orten – weit weg von der ukrainischen Grenze.
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Da kann man natürlich die tiefsinnigsten Spekulationen anstellen; festzuhalten ist, daß sich der Konvoi in und bei Alexejewka auflöste, und danach gab es von ihm keine Spur mehr. Insbesondere nicht von der von Bellingcat als russisches Tatwerkzeug in der Ukraine angenommenen BUK-Startrampe (TELAR) mit der Nummer 3_2.
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Der fehlende Link zu den vagen Findungen des Bellingcat-Teams über russische BUK-Bewegungen ist offenbar gewollt, denn der beglaubigende Artikel, was Millerowo in der Nähe der ukrainischen Grenze angeht (35 km entfernt), sieht so aus (und ist erst am selben Tag des zusammenfassenden Artikels, am 8.11.2014, „unauffindbar“ erstellt worden):
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Das offenbar einzige Millerowo-Video war schon kurze Zeit später nicht mehr zugänglich, und die von Bellingcat in diesem bewußt ausgegrenzten Nebenartikel geposteten Standbilder aus diesem Video zeigen keine BUK-Abschußrampe. Inwiefern es sich um denselben Konvoi, der in Kursk startete, handeln soll, wird ebenfalls nicht ersichtlich.
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Da nun auch dem SPIEGEL schwante, daß er auf dünnem Eis herum kurvt, ließ sich man sich was einfallen in Hamburg.
In der SPIEGEL-Präsentation wird aus dem Millerowo-Video immerhin eine BUK-Abschußrampe gezeigt – man fragt sich, wieso Bellingcat auf dieses Bild verzichtete:
.. Da wächst zusammen, was zusammengehört.
Doch nun scheint sich das Blatt zugunsten der westlichen Wertegemeinschaft zu wenden.
Ich habe es zwar nicht für möglich gehalten, aber merkwürdigerweise hat Bellingcat das verschwundene Millerowo-Video http://ok.ru/video/13597280818 dann doch wieder gepostet.
Am 13.5.2015 erschien ein langatmiger Bellingcat-Bericht, dessen Zweck es wohl war, für die strafrechtlichen Ermittler des JIT Zeugen zu finden, die die fragliche BUK 3_2, wie von Bellingcat beweislos behauptet, in die Ukraine gefahren haben könnten.
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Dmitry Z, the driver of truck 6902 HH 50, which hauled Buk 232 in the 23-25 June convoy, did not transport Buk 3×2 to the border (he transported other vehicles to the border area during his last ride with his truck just before the end of his service). However, he might possibly know who did, considering that driver was behind him in the convoy with Buk 3×2. And, looking at the connections the drivers have on VK, it seems that the drivers of the Buk convoys may know each other.
Ah ja. Könnte und vielleicht und überhaupt.
Der Berg kreißt, und er gebiert eine Maus. Diesen Nicht-Zeugen hatte die ukrainische Propagandaseite Informnapalm bereits zuvor präsentiert, unter voller Namensnennung (am 12.5. in Russisch, am 13.5. in Englisch):
Recht hat sie, die gute Frau Wolf. Und dann wurde sie noch weiter fündig.
Immerhin gab es für mich ein Erfolgserlebnis:
Auf S. 35 des PDF-Berichts von Bellingcat
https://www.bellingcat.com/wp-content/uploads/2015/05/Routes-Destinations-and-Involveme...
wird in Fußnote 42 zu diesem Video verlinkt:
Da ist es also still und leise schon im März 2015 wieder aufgetaucht, das verschwundene Millerowo-Video!
Man sieht deutlich: dort ist weder die BUK 232 noch die BUK 3_2 zu erblicken. Sondern lediglich eine BUK mit der Nummer 200 (die der SPIEGEL zeigte) und ein BUK-Raketenlader (den Bellingcat zeigte) ohne Nummer. Ansonsten nur zahlreiche LKW und vier massive verhüllte Transportgegenstände, bei denen es sich um BUK-Kommando- oder Radarfahrzeuge handeln könnte, deren Elektronik vor Nässe geschützt werden mußte. Simple BUK TELAR-Abschußrampen wurden bei Transporten in Rußland niemals komplett verhüllt.
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Marcus Bensmann von Correctiv tut nichts weiter, als Bellingcats Bilder erneut – und schlechter – zu fotographieren.
Hier meint er, am Ort der Aufnahme der Paris Match-BUK in Donezk zu sein. Abgesehen davon, daß auf dem Foto die Umgebung nicht zu sehen ist, hat er sich auch noch die falsche Stelle ausgesucht, wie ein Vergleich zeigt:
Quelle: https://gabrielewolff.wordpress.com/2015/05/24/ukraine-informationskrieg-um-mh-17-4/
Das soll genügen.
Interessierte können gerne auf der Seite weiter lesen – es lohnt sich allemal, vor allem wenn es um die Arbeitsweise von Herrn Bensmann geht.
Später grätscht dem SPIEGEL-Zombie sogar die eigene Klientel zwischen die Beine.
Ach, was ist das alles herrlich.
Also @Zara, das Imperium schwächelt erneut und verbreitet einmal mehr getürkte Beweise.
Wie wäre es denn mal im Gegenzug mit einem Obduktionsbericht aus Oranje oder seziert man dort immer noch? ![[[zigarre]]](images/smilies/zigarre.gif)
mfG
nereus