> Übrigens heißt Kontest auf russisch Konkurs
In vielen osteuropäischen Sprachen (auch in Rumänisch, obwohl das eine romanische Sprache ist und keine slawische) heißt das deutsche Wort "Wettbewerb" meistens "Konkurs". Es kommt vom lateinischen "Konkurrieren".
Im altlateinischen hieß es "concurrere", was soviel heißt wie "um die Wette laufen", etc.
Warum die Pleite eines Betriebes in der deutschen Sprache als "Konkurs" bezeichnet wird, und wie das ursprünglich lateinische Wort zu erklären ist, hängt wieder mit dem lateinischen Sprachstamm zusammen, aber etwas anders:
Es stammt vom Begriff "concursus creditorum", was wiederum das "um die Wette laufen" der Gläubiger bedeuten soll. Daraus hat sich in der verkürzten Form das Wort Konkurs gebildet.
Denke ich zumindest, - ich bin kein Philologe.
Fest steht, dass der sog. ESC (früher Grand Prix Eurovision de la Chanson genannt) schon lange als "Konkurs", nämlich im deutschen Sinn als "Pleite" agiert.
Früher, als die Bedeutung noch auf "Chanson" lag, da gabs noch Lieder. Man kann zu Udo Jürgens stehen, wie man will. Aber Tatsache ist, dass er Österreich dreimal am Grand Prix vertreten hat, als noch der Schwerpunkt auf "Chanson" und nicht auf "Show" lag.
Tatsache ist, dass er einmal (1966) den Preis für Österreich geholt hat.
Tatsache ist aber auch, dass er jedes dieser drei Lieder (neben vielen anderen) selbst komponiert, getextet und auch vorgetragen hat, wobei er sich selbst begleitete.
"Kunst" kommt eben von "Können". Würde es von "Wollen " herkommen, dann hieße es nicht "Kunst", sondern "Wulst".
Deshalb braucht mir keiner mit irgendwelchen Kreationen vom "Würstchen" herkommen. Egal, welchem Geschlecht dieses Wesen angehört, - wenn die dargebotene "Kreation" in der Form mit undefinierbarem Geschlecht und Bart nicht gewesen wäre, dann hätte das Würstchen allenfalls im Mittelfeld gelegen.
Wobei das Lied nicht gerade schlecht ist, - da muss ich sensortimecom recht geben. Wäre aber nicht jemand anderer gewesen, der das Lied sowie den Text dazu schreibt, - dann wäre das Würstchen gar nicht zum Start gekommen. O.k., das ist bei vielen der sog. "Stars" dasselbe, - aber es muß auch klar gesagt werden.
Aber bis zu einem Udo Jürgens sind es Welten, die da unterscheiden. Schon vom musikalischen Können her.
Nimm mal einen Reinhard Mey, da sind zwei Gitarren und zwei Boxen neben einem Mikrophon auf der großen Bühne, - kein Lighteffekt oder sonst was. Und die Bühne ist voll. Mit Leben erfüllt.
DAS ist Kunst.
Ich kenne noch die Fotos, als das Würstchen alias Tom Neuwirth ohne Bart und in kurzen Hosen auf der Bühne stand und unter "ferner liefen " agierte. Relativ erfolglos allerdings.
Ich bin zwar nicht schwul, hab aber auch nichts gegen die Schwulen. Aber dann soll er sich als schwuler Sänger darbieten, sowie z.B. Freddy Mercury, und da musikalische Qualität vorweisen. Da wird aber dann schnell die "Stunde der Wahrheit" kommen.
Wenns für das aber auch nicht reicht, - dann einfach irgendeine Märchenfigut zu kreieren, die weder Mann noch Weib ist, das Ganze musikalisch zu verpacken, um damit einen Preis zu holen, - das ist in meinen Augen nichts Erstrebenswertes.
Respektiere natürlich die Meinung von sensortimecom, aber ich teile sie nicht. Ich bin seit meinem 5. Lebensjahr mit der Musik verbunden (Vollblutmusiker würde ich nicht sagen, weil ich das nicht berufsmäßig tue), aber ich spiele mehrere Instrumente und bestreite auch heute noch die eine oder andere Aufführung. Vielleicht deshalb sind meine Ansichten und insbesonders die Ansprüche da etwas höher geschraubt.