Hilfe! Wie kann ich 2 Wochen behoerdlich gedeckte Laermbelaestigung verhindern?
Hallo Forum,
ich brauche Euren Rat. Folgende Situation: Vor meinem Haus (Lutflinie ca. 20m) findet alljaehrlich ein "Volksfest" (Kirmes, Rummel) statt. Bierzelt, Buehne, Fahrgeschaefte.
Dieses dauert 2 Wochen zuzueglich Auf- und Abbau. Offiziell darf dort jeden Tag bis 24 Uhr gelaemt werden, am Wochenende laenger. Natuerlich wird diese Zeit nie eingehalten. Schalldruckpegel von >100dB IM Zimmer bei geschlossenen Fenstern sind die Regel. Fahrt zufellig mal kurz eine Polizeistreife vorbei wird die Lautstaerke sofort auf ein ertraegliches Niveau gesenkt. Sofort danach geht es weiter, wie ueblich. Auch nach dem taeglichen Ende stehen die Besoffenen und der sozial Bodensatz dann noch bis frueh um 5 unter der Laterne vor dem Haus und saufen und groelen weiter. Die Polizei ist am Unterbinden der Ruhestoerung nicht interessiert. ("Wir haben gerade viel zu tun, ich versuche in 3h einen Einsatzwagen zu schicken...")
Bisherige Gespraeche mit der Stadt verliefen erfolglos. Nette Phrasen, Mitleidsbekundungen, im-Kreis-rumschieben der Verantwortung, null Veraenderung.
Das Ordnungsamt findet das alles okay, weil es ja Auflagen erteilt (aber deren Einhaltung nicht kontrollieren kann/will). Die Emmisionsschutzbehoerde sieht sich auch machtlos - bietet aber eine Schallpegelmessung ueber 8 Nachtstunden an (!), um dann einen Durchschnittswert fuer die Nacht zu errechnen (sic). Danach wuerde man ggf. eine "Empfehlung" an die Stadt aussprechen. Der Vertreter vom Verband der Schausteller ist ein arrogantes Arschloch und im beschwichtigenden Hinhalten sehr geuebt.
Ueber Kollateralschaeden, wie demolierte und vollgepisste Zaeune, einen vollgeschissenen Garten und Bierflaschen + Muell auf meinem Grundstueck spreche ich gar nicht erst.
Mir als Anwohner geht es konkret um die 2+ Wochen akkuten Schlafmangel bei einem Dauerschlallpegel, der ohne Gehoerschutz an keinem Arbeitsplatz zulaessig waere.
An welchem Hebel kann ich ansetzen, diese absurde Situation in Deutschland im Jahre 2015 fuer mich wirkungsvoll abzumildern oder besser noch komplett untersagen zu lassen? In 6 Wochen soll es wieder losgehen (wie ich aus der Zeitung erfuhr, nicht etwa von der Stadt selbst).
Wie sieht die rechtliche Situation aus? Ich meine, in jedem Biergarten in Wohngegenden darf ab 22.00 niemand mehr draussen sitzen, weil Anwohner sich von den Gespraechen belaestigt fuehlen koennten, aber dieser Fasching ist legitim?!
Ich erbitte von Euch sachdienliche Hinweise, was ich tun kann. Ein bisschen Spielgeld fuer Anwalt oder Gutachten habe ich fluessig. Gespraeche sind leider waehrend der letzten 5 Jahre gescheitert und meine Geduld ist am Ende. Ohne Druckmittel/Hebel bewegt sich in der (Klein)Stadtverwaltung gar nichts.
Beste Gruesse,
Positiv
P.S. Neben mir betrifft die beschriebene Situation noch 5 weitere Anwohner, welche hinter mir stehen, sich aber bisher auf das sinnlose weil ergebisfreie Schreiben von Beschwerdebriefen beschraenkt haben.
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