Postkapitalismus: Negativlöhne, Negativpreise, Negativzinsen
Mit der Abschaffung des Bargeldes beginnt der Postkapitalismus:
Negativlöhne: "Bei einigen Gesellschaften geht es so weit, dass Copiloten für ihre Einsatzzeiten im Cockpit sogar bezahlen müssen und nicht etwa Geld bekommen. Viele Pilotenanwärter lassen sich dennoch auf solche Engagements ein, weil sie darin die einzige Chance sehen, in ihrem Traumberuf Fuß zu fassen."
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/ryanair-109.html
Was in einigen Berufen (Copiloten, Lehrer in Afrika, Tierpfleger in Thailand) beginnt, könnte in 10-20 Jahren zum allgemeinen Trend werden: Die Lohnarbeit stirbt aus, die Arbeit wird vom Kostenfaktor zum bezahlten Privileg.
Negativpreise: Der Strompreis an der Börse ist zeitweise negativ. Je größer das Angebot an erneuerbaren Energien, desto öfter wird der Strom zu Negativpreisen gehandelt.
Negativzinsen: Wenn Banken ihre Kredite zurückfahren, dann müssen Geldanleger bald durch Negativzinsen abgeschreckt werden, um ihre Bankguthaben zu reduzieren.
Und als Clou werden demnächst vielleicht Negativmieten eingeführt: Wer in Aschersleben, Hoyerswerde, Sangerhausen, Weißenfels, Wittenberge, Zeitz oder ähnlichen schrumpfgefährdeten mitteldeutschen Städten wohnen bleibt, zahlt eine Negativmiete, finanziert durch einen Lastenausgleich.