Leschs Kosmos - ZDF, Bakterien außer Kontrolle - Das Mikrobiom + Stuhltransplantation bei Darmentzündung

Vatapitta @, Mittwoch, 27.05.2015, 00:31 vor 3886 Tagen 5660 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 27.05.2015, 00:46

Moin moin,

die Sendung ist sehr sehenswert.

Gesund ist, wer ein großes Mikrobiom hat. Bei Landkindern findet man mehr unterschiedliche
Bakterien als bei Stadtkindern. Landkinder sind oft widerstandsfähiger gegen Infektionen.
Die Untersuchung von Stuhlproben der Yanomami Indianer im Amazonasdschungel zeigt ein
gegenüber westlichen Zivilisationen viel größeres Mikrobiom. Dieses gilt Forscher mittlerweile
als wichtiges Organ des Menschen. Durch den Einsatz von Antibiotika wird unser Mikrobiom
geschädigt.
Eine Französin ist durch eine Stuhltransplantaion (das Material wurde medizinisch aufbereitet)
dauerhaft von ihrer Darmentzündung geheilt worden.


Ich erinnere mich an eine Patientin mit massivem Übergewicht, die mir erzählte, dass sie erst nach
der Einnahme von Antibiotika so dick geworden ist.

In der ayurvedischen Medizin gilt: Die Küche ist die Apotheke.

Ich habe 2003 in einer Ayurvedapraxis in Sri Lanka erlebt, wie die Arzthelferin nach der Diagnose
beim Doktor mit einigen Patienten in den praxiseigenen kleinen Kräutergarten ging, um ihnen die
vom Doktor verordneten Kräuter zu zeigen.


Bei uns hat es den Anschein, als gefährde der Patientenkontakt in einer Facharztpraxis
(Gastroenterologie), deren Wirtschaftlichkeit. - Arztbrief an den Hausarzt - soll der sich doch
für seine Pauschale mit dem Patienten beschäftigen. Rückfragen sind so nicht möglich.

Lukrativen Untersuchungen (Darmspiegelung und Ultraschall) kann man nur schwer entkommen. [[zwinker]]
Nur wer gut vorbereitet zum Termin kommt und sich fachlich ordentlich informiert hat, hat eine
Chance der Lösung des Problems näher zu kommen.
Habichtswald Klinik: Dr. Schmiedel: Bauchspeichledrüsenschwäche

Ihr findet dort zu weiteren Themen interessante und hilfreiche Beiträge.


VG Vatapitta

--
Chronisch sind die Schmerzen dann, wenn der Doktor sie nicht heilen kann. http://www.liebscher-bracht.com/

Ja, wir bestehen zu 90% aus FREMDEN Zellen ...

CrisisMaven ⌂ @, Mittwoch, 27.05.2015, 14:10 vor 3885 Tagen @ Vatapitta 3933 Views

... von der Zell-Zahl her. Und zu 30% vom Gewicht her.

Ohne dieses Mikrobiom (hat man mit steril aufgezogenen Ratten erforscht), muessten unsere Eingeweide deutlich (zwei- bis dreifach vermutlich) groesser sein, die Nahrungsverwertung waere erheblich schlechter und -wie schon ausgesagt- wir waeren laufend krank, wuerden weniger alt usw.

unterschiedliche Bakterien als bei Stadtkindern. Landkinder sind oft widerstandsfähiger gegen Infektionen.

Was ich noch anfuegen moechte: auch die durch beim Spielen im "Dreck" laufend entstehenden kleinen Hautlaesionen und die dadurch entstehenden Mikro-Infektionen, die dann nicht auf Magen/Darm, sondern ins Blutsystem gehen, tragen einen erheblich Teil dazu bei, dass unser Immunsystem laufend trainiert wird. ("Alles, was unterhalb einer Blutvergiftung und eines Abszesses abgeht, macht uns haerter!")

Insofern habe ich im Uebrigen selbst die Katzen- und Hundekacke in oeffentlichen Spielplaetzen immer mit einem lachenden und einem weinenden Auge angesehen.

"Zum Glueck" nuetzt es nichts, den Sand einmal im Jahr auszutauschen - bereits nach einer Nacht ist der Trainingseffekt wieder da ...[[freude]]

--
Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

50% oder 90%? Das menschliche Mikrobiom neu betrachtet ...

CrisisMaven ⌂ @, Dienstag, 19.01.2016, 01:02 vor 3649 Tagen @ CrisisMaven 1667 Views

Das "... wir bestehen zu 90% aus FREMDEN Zellen ..." gilt nur unter bestimmten Betrachungsvoraussetzungen, wie mich ein Leser vom Fach dankenswerterweise nun wissen liess (Wiedergabe der Leserzuschrift):

"... ein kleiner Nachtrag zur der Zahl, dass der menschliche Körper zu 90% aus fremden Zellen besteht. Das hat sich jemand genauer angeschaut (http://www.heise.de/tp/artikel/47/47129/1.html ), und festgestellt, dass dieses Verhältnis auf eine alte Zahl aus den 70ern zurückgeht, die bis heute von allen zitiert wird. Die neue Erkenntnis: Wenn man die Zellen des menschlichen Körpers nimmt, die einen Zellkern haben, stimmen die 90%. Wenn man dagegen alle Zellen, auch die ohne Zellkern nimmt, ändert sich das Verhältnis auf grob eins zu eins. Das liegt daran, dass die roten Blutkörperchen Zellen ohne Zellkern sind, aber ca. 85% der gesamten Zellen eines Menschen ausmachen. Es ist also eher eine Koexistenz auf Augenhöhe ..." (Hervorhebungen CM)

Vielen Dank fuer die Aktualisierung!

--
Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
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Ich bin in den 1940/50ern am Dorf aufgewachsen....

ottoasta @, Mittwoch, 27.05.2015, 16:00 vor 3885 Tagen @ Vatapitta 3973 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 27.05.2015, 16:06

.........da gab es bei allen Bauern noch einen Misthaufen vor der Stalltür, der Odel (für Preußen = Jauche) rann so schön vor sich hin. Da gingen wir Kinder vom März an bis Oktober immer barfuß, auch in die Schule!

Auf den Wiesen (damals hatte noch fast jeder Bauer hinter dem Gehöft einen eingezäunten Freilauf für seine Kühe, später mit Elektrozaun gesichert) gab es Kuhfladen, da bist halt manchmal hineingetreten.
Wir machten oft aus Spaß eine Tour mit einem Schafbock zum Bach, der mochte es, von uns bespritzt zu werden. Im Mühlenbach haben wir gebadet, Krebse und Fische gefangen. Im Herbst haben wir die Kühe vom Dorf zusammengetrieben, auf die Weide, bis es dämmrig wurde.
Da haben wir unsere Kartoffelfeuer gemacht, gebraten, gegessen mit dreckigen Pfoten!

Unsere Füße waren immer dreckig, abends dann mit Seife und Wurzelbürste gewaschen.

Der Vorteil:

Beu uns gab es keinen Keuchhusten (in der Stadt schon), keine sonstigen 'Kinderkrankheiten' obwohl wir eigentlich mangelernährt waren!
Im Winter gab es manchmal eine 'Erkältung'; da schoss das Fieber hoch, nach drei Tagen Bettruhe und gründlich schwitzen war es vorbei! Auch ohne Antibiotikum (hatte damals keiner).

Aber es gab reichlich Obst, direkt vom Baum, ungespritzt, oft mit Wurm drin.
Was sind wir auf die Obstbäume geklettert; die schönen Schwarzkirschen habe ich noch in Erinnerung, die Kornäpfel, große gelbe Pflaumen usw.

Wir hatten also eine gründliche 'Schmutzimpfung'!

Die heutigen Kinder sind zu bedauern! Wissen nichts vom Landleben, werden durch dumme Mütter fast steril gehalten; ja nicht dreckig werden!
Äpfel vom Supermarkt, schon anzusehen, aber nichts drin außer Spritzmittel.
Daheim wird geputzt mit Sagrotan, ja keine Bakterie in der Wohnung.

Aber die unsichtbaren Gifte werden ohne weiteres gefressen!

Arme Kinder von 2000!

Otto

--
Solange es Schlachthäuser gibt, wird es Schlachtfelder geben.
Tolstoi

Stimmt alles

helmut-1 @, Siebenbürgen, Mittwoch, 27.05.2015, 18:12 vor 3885 Tagen @ Vatapitta 3827 Views

Auch das, was an Kommentaren hier steht.
Wir leben einfach zu "sauber", dadurch wird jeder kleine Keim bereits zum Problem. Dazu kommt der unbändige Drang, bei jeder Kleinigkeit Antibiotika zu futtern.

Als ich von der übersauberen Zivilisation nach Siebenbürgen gekommen bin, holten mich natürlich gewisse Dinge ein, die ich vorher nicht kannte. Klar sind viele Brunnen in Siebenbürgen auf den Dörfern mit Kolibakterien bestückt, auch anderes bekommt man da leicht, zumal der westlich gewöhnte kaum Abwehrkräfte hat.

Ich hab alles in den Griff bekommen,- aber nicht mit irgendwelchen Medikamenten die ohnehin nichts geholfen haben. Nach mehreren Problemen mit Salmonellen und Staphylokokken habe ich den Rat der Bauern angenommen, einfach fürhmorgens präventiv auf nüchternem Magen einen doppelt gebrannten Schnaps zu trinken. Das mache ich nun schon seit Jahrzehnten, und bin immer gesund. Auch meine Verdauung ist hervorragend geregelt, wie ein Uhrwerk.

Es gibt dafür einen gewissen Ablauf:
Morgens als Erstes den Schnaps hinunter, damit auch den Mund ausgespült, dann ins Bad, und erst nach mindestens 20 Minuten den Kaffee getrunken. Als Nebeneffekt habe ich mein Sodbrennen verloren, das ich seit Kindheit hatte. Bin draufgekommen, dass es eben nicht die überhöhte Magensäure war, sondern die Heliobacter, dei mir immer zu schaffen machten. Die mögen anscheinend den Schnaps auch nicht.

Weiter im Text:
Milch direkt vom Bauern, nicht abgekocht, nicht pasteurisiert, - so, wie sie von der Kuh kommt. Darf natürlich nicht mehr sein nach EU-Verordnung, - ist mir aber sch.egal. Das Schwein schlachten wir auch selber, - das suche ich mir von den Bauern aus, die nur vier oder fünf Tiere haben. Davon brauchen sie eines selbst, das andere für den Schwager und eines für den Sohn, und eins oder zwei verkaufen sie dann. Dadurch weiß ich, dass die Tiere so gefüttert sind, wie es sich gehört, - ohne Konzentrate. Weil sie ja selbst davon essen und nicht ein oder zwei Schweine anders füttern, - ist ja logisch.
Mit dem Kalb ist es nicht anders, auch mit den Hühnern.

Fest steht, wenn man dann den Zugriff auf Obst und Gemüse hat, das nicht behandelt ist, dazu noch eine Küche hat, die quer durch das ganze Kochbuch alles beinhaltet, das Schweinefleisch auf 1 - 2 mal die Woche beschränkt, auch einmal fleischlos pro Woche, viel Flüssigkeit trinkt und sich nicht 10 mal am Tag die Hände wäscht, dann ist man ein gesunder Mensch.

Ich arbeite am Bau. Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wann ich die letzte Tetanus bekommen habe, das muß mindestens 20 Jahre her sein. Allerdings verletze ich mich fast täglich mit kleinen Kratzern oder Schürfwunden. Deshalb liegt es auf der Hand, dass ich automatisch soviel eigene Abwehrstoffe im Körper habe, dass ich die Spritze nicht brauche. Anders wäre es, wenn ich mit Pferden arbeiten würde, - da der Erreger ja im Pferdemist vorkommt. Oder, wenn ich täglich am Schreibtisch sitzen würde und die Verletzung eine Ausnahme wäre. Dann bräuchte ich die Schutzimpfung.

Es gibt ein Sprichwort hier, das besagt, dass der Bauer in seinem Leben einen Eimer voll Dreck fressen muss. Ist was dran, - deshalb ist er auch gesund.

Wir haben weder Allergien oder sonstigen Zivilisationsmist. Aber meine Frau überlegt sich genau, was sie im Supermarkt einkauft. Insbesonders die Dinger mit Geschmacksverstärker, Haltbarkeitsverlängerer und solchen Mist. Alles, was nur geht, wird frisch zubereitet oder zumindest auf natürlichem Wege aufbereitet.

Sagrotan? Kennen wir hier nicht. Dafür ist in fast jedem Essen Knoblauch drin, außer im Griesbrei. Erkältung? Kaum, und wenn, dann gibts dafür Tees aus Heilpflanzen.

Nun ja, - jeder ist seines Glückes Schmied. Auch hier gibts Leute, die sich mit jedem Chemiesch. vollstopfen, - egal, ob es aus dem Supermarkt oder aus der Apotheke kommt.

stimmt, bremst aber so manches Geschäftsmodell aus

Blut-Svente @, Donnerstag, 28.05.2015, 08:40 vor 3885 Tagen @ Vatapitta 2877 Views

Moin allerseits,

ein Bekannter von mir, selbst Internist und Facharzt für Intensiv-Medizin,
hat mir letztens erklärt, dass das Immunsystem der meisten Mitteleuropäer
chronisch unterfordert ist. Dazu noch die Muttis mit ihrem Desinfektions-Spray,
schlimmer gehts kaum. Die Konsequenzen kann er täglich an den Patienten beobachten.

Habe vor einiger Zeit mal einen interessanten Bericht über ein Projekt im Grenzgebiet
zwischen Frankreich und Spanien gesehen. Dort haben eine Gruppe von etwa 10
Menschen 1 Jahr lang in Abgeschiedenheit ausschließlich draußen unter freiem
Himmel gelebt, sich selbst ernährt, Ackerbau, Jagd, Tierhaltung betrieben, alles was dazu gehört.
Die Teilnehmer wurden nicht medizinisch versorgt, aber fortlaufend überwacht,
ausgenommen akute Notfälle. Daraus ergaben sich höchst interessante Erkenntnisse.
Die Körpertemperatur aller Teilnehmer stieg über das Jahr um mehr als 1 Grad C an,
durch grundsätzlich höhere Keimbelastungen war das Immunsystem so auf Drehzahl,
dass Erkältungen, Grippe, Infektionen etc. nicht mehr existent waren.
Begleiterscheinungen wie Gewichts (Fett-) Abnahme waren Nebeneffekte.
Alle Teilnehmer fühlten sich sehr wohl, zivilisatorische Wehwehchen waren
stark reduziert oder gar verschwunden.

Also, ich lege mich lieber aufs Sofa zappe in der Glotze, klimpere mit WhatsApp
rum, stopfe Chips und ein paar McDösig in mich rein,
trinke ne Cola mit Aspertam und rauche mir eine. Wie gut, dass es einen Pizza Bring-Service gibt.
Nach sechs Stunden liegen schmerzt mein Rücken, gleich mal eine Aspirin
einwerfen... Haatschi... nee, also dieser verdammte Heuschnupfen...


[[lach]]
Glück auf
Svente

Hast du einen Link zu dem Bericht? oT (oT)

Ankawor, Donnerstag, 28.05.2015, 10:20 vor 3884 Tagen @ Blut-Svente 2331 Views

- kein Text -

Müsste dieser sein

Blut-Svente @, Donnerstag, 28.05.2015, 10:42 vor 3884 Tagen @ Ankawor 2626 Views

Hallo Ankawor,

das Geschriebene ist das, was ich noch aus dem Gedächtnis dieses
Filmberichtes in einem regionalen dritten Progarmm von vor etwa 2-3 Jahren gekramt habe.
Schau hier
Ob die Ergiebigkeit der Seite Dich zufrieden stellt,
weiss ich nicht.

Gruß
Svente

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