Juristische Fachkompetenz ist bereits ausgelagert und privatisiert
In früheren Zeiten der alten BRD gab es hochkarätigen juristischen Sachverstand in den maßgeblichen Bonner Ministerien, der auch mit umfangreichen Vertragstexten angloamerikanischer Provenienz in rechtlichen Spezialgebieten umgehen und klarkommen konnten.
Das ist heute privatisiert (hat Per Steinbrück mal als Selbstverständlichkeit um die ESM-Arien herum bezeichnet): Es gibt einige wenige Großkanzleien - meist angloamerikanischen Ursprungs -, die dann von Fall zu Fall vom Ministerium beauftragt werden. Das können teilweise wohl auch dieselben Kanzleien sein, die in Brüssel gleichzeitig in selber Angelegenheit die verhandelnde Lobby und andere Länder beraten. Die dahinterstehenden Gefahren kann sich jeder selbst ausmahlen. Man könnte auf die Idee kommen, daß die Loyalität gegenüber den deutschen Interesse gefährdet sein könnte.
Warum wir uns unter diesen Umständen noch eine trotzdem teure Ministerialbürokratie leisten, ist mir schon seit einiger Zeit schleierhaft. Beamtete zur Loyalität verpflichtete teure juristische deutsche Fachleute wären mir persönlich lieber.
Grüße
Mira