OT- Neuentdeckung auf Youtube

Nico @, Montag, 25.05.2015, 22:50 vor 3887 Tagen 6289 Views

Bisher drei Aufrufe!

Unbedingt rein-ziehen – der Hit des Jahres!

https://www.youtube.com/watch?v=0I63GJ7Y604

Viel Spaß und

schöne Grüße

--
... in Wirklichkeit ist ... immer alles ganz anders, als es ... in Wirklichkeit ist ...

Gutes deutsches Liedgut, welches unbedingt bis zum Ende angehört werden muss!

Bernadette_Lauert, Montag, 25.05.2015, 23:05 vor 3887 Tagen @ Nico 5152 Views

Bis zum Ende anhören! Führerbefehl!
[image]

Auf dem Kanal ist auch noch eine textlich identische Version zu finden mit anderer Kapelle. Auch sehr schön: https://www.youtube.com/watch?v=vW0zGugO7vc

Gruß, Bernadette

Verharmlosung

Nico @, Dienstag, 26.05.2015, 03:12 vor 3886 Tagen @ Bernadette_Lauert 4302 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 26.05.2015, 14:37

Bis zum Ende anhören! Führerbefehl!

Selbst der Führerbefehl scheint da nichts mehr zu nützen, und mehr und mehr Stimmen mahnen uns, wir sollen jetzt schleunigst wieder betroffen sein. Schließlich wirken solche Ulkereien mit der Geschichte verharmlosend und sind deshalb gefährlich. Dass mit der entgegengesetzten und tagtäglich aufs neue verordneten Dramatisierung der Geschichte nur die Gegenwart verharmlost werden soll, lässt sich wohl nicht wirklich vermitteln. Wir leben jetzt und hier in dem von und mit Hitler errichteten Regime, und es wird heute kaum weniger gemordet als zu seiner Zeit. Heute nur unter dem Heiligenschein des Antifaschismus, dem keine Assoziation zu entfernt ist, als dass sie nicht moralische Entrüstung rechtfertigen könnte. Da brauchst du nur Autobahn sagen, oder halt Adolf, und du wirst zum Befürworter des Bösen, was nur die lächerliche implizite Behauptung transportieren soll, dass jetzt also das Gute herrsche.

Hübsch fand ich aber auch deinen mir zuvor unbekannten Musiktipp, den Killuminaten-Song

Danke und

schöne Grüße

--
... in Wirklichkeit ist ... immer alles ganz anders, als es ... in Wirklichkeit ist ...

Re: Perhaps things would have turned out differently

Sylvia @, Dienstag, 26.05.2015, 09:47 vor 3886 Tagen @ Bernadette_Lauert 3490 Views

Frank Rennicke soll sich mal ne Perücke aufsetzen und einen Bart wachsen lassen. Dann hätte er mit seinem talentfreien Geklampfe sicher mehr Erfolg [[zwinker]] .

[image]

Äääh... soll das ironisch sein?

Leser68 @, Montag, 25.05.2015, 23:34 vor 3886 Tagen @ Nico 4062 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 25.05.2015, 23:44

Oder willst Du einfach nur das Forum aufmischen?

Der 20. April ist übrigens vorbei.

Auf dieses perverse Arschloch ein Geburtstags-Ironie-Ständchen zu singen. Ich glaube es haaackt!

Sich still und heimlich aus dem Führerbunker verdrücken, nachdem man dafür gesorgt hat, dass Deutschland in Schutt und Asche liegt und dutzende von Millionen von Menschen in aller Welt gestorben sind.
Wenn man dessen Asche finden würde, müsste man die nachträglich ausgraben und irgendwo in einem Klo den Abguss runterspülen.

Wir sind hier im Gelben, nicht im Braunen. Sorry.

re-aktionaer @, Dienstag, 26.05.2015, 01:17 vor 3886 Tagen @ Nico 4021 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 26.05.2015, 14:34

Und wenn ich mal politisch korrekt Alarm schlage, dann heisst das was.
Der Typ, den man hier singen hört:

http://de.wikipedia.org/wiki/Frank_Rennicke

Tut mir leid, aber das ist ein echter Griff ins Klo.
20. April ironisieren... mach ich jedes Jahr, weil meine Mutter an dem Tag Geburtstag hat. OK. Aber wenn man dann auch noch solche Songs fabriziert...

https://www.youtube.com/watch?v=6GEBpzz3vI8

oder sowas

https://www.youtube.com/watch?v=HLBsQZpbRRA

dann ironisiert man nicht mehr.
Bei allen Schweinereien, die wir heute seitens der "Sieger" ertragen müssen, ich danke Gott, dass ich alt genug bin, um noch von Zeitzeugen in meiner Familie erfahren zu haben, was für ein Dreckspack die Nationalen Sozialisten waren. Bei aller thematischer Offenheit, die ich hier so schätze - hier beginnt Dummheit, Niveaulosigkeit, oder aber man will eine der letzten Bastionen echten freien und dissidenten Meinungsaustausches unterwandern und in brauner Jauche eindampfen.
caveat!

Als ob die "Braunen" dieses Lied besonders lustig finden sollten?! (oT)

Nico @, Dienstag, 26.05.2015, 01:37 vor 3886 Tagen @ re-aktionaer 3356 Views

- kein Text -

--
... in Wirklichkeit ist ... immer alles ganz anders, als es ... in Wirklichkeit ist ...

Wo, wenn nicht auf einer NPD-Veranstaltung, soll der Herr denn den Song zum Besten gegeben haben? (oT)

Broesler, Dienstag, 26.05.2015, 04:03 vor 3886 Tagen @ Nico 3306 Views

- kein Text -

NPD-Veranstaltung

Nico @, Mittwoch, 27.05.2015, 04:24 vor 3885 Tagen @ Broesler 2874 Views

Vielleicht hast du ja recht, in solchen Angelegenheiten habe ich ungefähr den Spürsinn von einer Dampfwalze. Ich hätte ja vermutet, dass die wirklich „Braunen“ das Lied bestimmt als Majestätsbeleidigung auslegen würden. Dass die Anhänger der NPD mit den „Braunen“ gleichzusetzen sind, entnehme ich nun deiner Anfrage, lieber Broesler. Dass es primitive Nazi-Typen gibt, meine ich schon zu wissen. Selber traue ich mir aber nicht zu, den Anhängern der NPD ein Gesinnungs-Profil zu erstellen. Das Lied habe ich ja auch nur in der naiven Erwartung eingestellt, dass die Leute die das Lied anklicken, es auch genauso lustig finden wie ich. So bin ich halt.

So hoffe ich, dass ich nun halbwegs meinen Vorstellungen entsprechend verstanden werde. Falsch verstanden wäre ich, wenn meine Worte nun vielleicht dahin gehend interpretiert würden, dass ich damit nun etwa in den Chor der „Gutmenschen“ (ich glaube, ich verwende dieses Wort heute zum ersten mal)... , dass ich also in diesen Kindergarten-Chor und dessen Evergreen: „Die ewig Gestrigen“ nun auch mit einstimmen wollte. Solange die Wahl der Partei das einzige Auswahlkriterium ist, solange sind mir die Wähler der NPD eher lieber, als die Wähler der „Etablierten Parteien“. Ich würde mir auch sicher keine Sorgen machen, wenn die NPD mal die 5%-Hürde schafft – im Gegenteil würde mir das eher der Hoffnung Nahrung geben, dass sich endlich mal Widerstand formiert.

Übrigens habe ich ja selbst schon mal die NPD gewählt. Das Wahllokal lag gleich um die Ecke, aber ich habe mit mir selbst gerungen, ob ich es auch aufsuchen sollte, und ich suchte fast schon fieberhaft im Internet um Rat für meinen Entschluss. In der Wahlkabine fand ich auf dem Wahlzettel aber nur für eine meiner beiden Stimmen die Piratenpartei, welche ich zu wählen mir vorgenommen hatte, und so hatte ich nun aus dem Stegreif zu entscheiden, welcher Partei ich die verbleibende Stimme zukommen lassen wollte. Weshalb ich mich nun nicht für die „Linke“ entschieden habe, weiß ich heute nicht mehr, mein Kreuz landete bei der NPD – natürlich waren so auch beide Stimmen verschenkt, wie sich heute jeder denken kann.

Da ich auch schon so schön ins Plaudern geraten bin, möchte ich nun noch den Leser an meiner Erinnerung teilhaben lassen, in welcher ich vor einigen Jahren einem Parteimitglied der NPD kurz kennenlernen durfte. Dieser Herr kannte mich nicht, und als ich mich ihm und seinem Haus näherte, äußerte er mir gegenüber seine Sorge, dass ich ihn vielleicht mit der Absicht aufsuchen würde, irgend eine Form von Anschlag auf ihn zu verüben. Der liebe Mann schilderte mir sogleich die Gründe für sein Misstrauen mir gegenüber anhand von Erlebnissen, welche zu hören mich schon wirklich traurig machten. So eben funktioniert politische Verfolgung – die nötige Drecksarbeit leisten dabei in aller Regel daher-laufende gehirngewaschene Idioten, die wohl gerade nur nichts anderes zu tun haben, und sich mit blöden Parolen bewaffnet moralisch im Recht sehen, fremder Leute Eigentum zu beschädigen. Wirklich erst gesucht, dann noch angestiftet oder gar bezahlt brauchen diese Einfaltspinsel gar nicht erst zu werden; dafür braucht es nur den mit großer Fertigkeit kreierten täglichen Mindcontrol-Cocktail aus der Glotze.

So nahm ich mir gerne die Zeit, mit dem Herrn ein wenig über Politik zu reden, schließlich trifft man im allgemeinen gar nicht so oft Leute, welche überhaupt eine Vorstellung zeigen, was politisch wirklich so los ist. Vielleicht hätte ich diesem feinen Herrn sagen sollen, dass ich es in Betracht ziehe, die Partei zu wählen, für die er sich einsetzt. Seinerzeit erschien es mir aber geboten ihm mitzuteilen, dass ich es kategorisch ausschließe eine Partei zu wählen, welche die Todesstrafe in ihren Wahlprogrammen bejaht. Hoffentlich konnte der Herr diese Begegnung trotzdem als erfreulich in Erinnerung halten. Ich fand ihn auf jeden Fall sympathisch, und habe gerne meinen Respekt ihm gegenüber zum Ausdruck gebracht.

Wie schon gesagt, hatte ich kaum andere Vorstellungen, als dass die Leute das verlinkte Lied bestimmt lustig finden würden. Die bisherigen Reaktionen finde ich interessant, aber im Durchschnitt nicht sehr erfreulich. Ich finde das Lied weiterhin richtig gut. Für mich zeigt es dem verlogenen System die lange Nase. Ein hübscher Einfall – faktisch gibt es nichts, was der Politisch Korrekte an diesem Lied bemängeln könnte. Eher erstaunlich, dass solche Vorwürfe hier in der Diskussion trotzdem versucht werden.

Schöne Grüße

--
... in Wirklichkeit ist ... immer alles ganz anders, als es ... in Wirklichkeit ist ...

Anmerkung

helmut-1 @, Siebenbürgen, Mittwoch, 27.05.2015, 05:18 vor 3885 Tagen @ Nico 2780 Views

Nico:
Zu zwei Punkten wollte ich was sagen:

- Die bisherigen Reaktionen finde ich interessant, aber im Durchschnitt nicht sehr erfreulich

Ich persönlich akzeptiere Deine Meinung, obwohl ich darüber etwas anders denke. Von einer Wiederholung meiner Argumente sehe ich ab, ich habe schon dreimal dazu gepostet.

Was mir an Deinen Argumenten gefällt, ist die Unbedarftheit, mit der Du an diese Themen rangehst. Genau das braucht die Gesellschaft, um endlich die Folgen einer jahrzehntelangen Umerziehungspolitik abschütteln zu können. Für mich ist Hitler ein Mann der Geschichte, genauso wie Bismarck, Napoleon, usw. Es muß möglich sein, über derartige Personen zwanglos diskutieren zu können und verschiedene Ansichten darüber zu entwickeln.

Aber davon sind wir noch zu weit entfernt. Zuviele bekommen noch eine seltsame Form der Gänsehaut, wenn sie den Namen "Adolf" hören, obwohl sie die Zeit gar nicht selbst erlebt haben. Diesen Umstand muß man berücksichtigen, wenn man sich über die Reaktionen wundert.

- Weshalb ich mich nun nicht für die „Linke“ entschieden habe, weiß ich heute nicht mehr, mein Kreuz landete bei der NPD – natürlich waren so auch beide Stimmen verschenkt, wie sich heute jeder denken kann.

Du hast nichts "verschenkt". Es ist wichtig, dass man wählen geht. Genauso wichtig ist es, Splitterparteien zu wählen, weil die Nichtwähler im deutschen Wahlsystem automatisch die etablierten Parteien unterstützen.

Im Prinzip kannst Du jede Splitterpartei wählen, die kaum Chancen hat, über die 5%-Hürde zu kommen, - sei es die NPD, oder die Linken, oder die Bibeltreuen Christen. Das beste, was diesem Staat passieren könnte, wäre, wenn plötzlich die Splitterparteien über 20% kommen würden, ohne dass eine Partei davon über die 5% kommen würde.

Natürlich geht das nur auf Kosten der Stimmen der etablierten Parteien. Dann wäre die Kacke am Dampfen bei denen,- dann würden Köpfe rollen und es wäre der erste Ansatz, dass sich die Politiker überlegen, was sie in Zukunft tun und lassen sollten.

Lied, Typ und Message sind mE scheiße und nicht DGF-würdig #facepalm (oT)

Broesler, Dienstag, 26.05.2015, 02:44 vor 3886 Tagen @ Nico 3312 Views

- kein Text -

Sichtweise

helmut-1 @, Siebenbürgen, Dienstag, 26.05.2015, 06:35 vor 3886 Tagen @ Nico 3824 Views

Die "Werbung" für das Video hat mich neugierig gemacht. Hab mir das mal komplett angehört.
Meine Beurteilung: Ist nichts, was man nicht versäumen könnte.

Es steht bis am Schluß die Frage im Raum, ob man das Ganze als Persiflage auffassen soll. Allerdings ist Dr. Schärf da nicht die geeignete Person dafür.

Musikalisch ist das Ganze schwach gemacht, - sowohl von der Melodie her, als auch von der Darbietung. Der Mann hat anscheinend auch damit Schwierigkeiten, die Töne richtig zu treffen. Immer schlecht, wenn man versucht, Lieder zu singen, obwohl man eigentlich unmusikalisch ist.

Wenn man nun darauf eingeht, wo da der tiefere Sinn liegen soll,- dann kommt man wieder nur auf Eines, was ich auch in meiner jahrzehntelangen ehrenamtlichen Jugendarbeit festgestellt habe:

Der junge Mensch sucht ein Vorbild, will sich an einem Ideal orientieren, das es aber in der heutigen Zeit kaum mehr gibt. Die heutzutage üblichen Klischees entpuppen sich bald als "des Kaisers neue Kleider" und haben nur ein sehr kurzlebiges Dasein.

Es werden früher oder später wieder die Werte in den Vordergrund kommen, die auch früher Bestand hatten. Damit meine ich nicht das bedingungslose Anbeten von Ikonen wie z.B. ein Hakenkreuz, sondern die tragenden Elemente, die auch früher das soziale Gefüge geprägt haben. Das kann mehreres sein, - z.B. Wandern, Volkslieder singen, körperliche Ertüchtigung (ohne Chemie), gesundes nationales Selbstverständnis.

Die Voraussetzung dafür ist die Behandlung der Geschichte der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts in einer Form, die den jungen Menschen daraus lernen läßt. Eine Aufarbeitung in der Form, die sich an allen Fakten und den wahren Hintergründen orientiert. Dann wird transparent, wie der Nationalsozialismus auch vom Ausland her gesteuert wurde. Man wird erkennen, dass Hitler nur eine Figur auf dem internationalen Schachbrett war, die hin und hergeschoben wurde, - trotz allem Kult, der um ihn gemacht wurde.

Letztlich war es die einzige Möglichkeit (und die Wirksamkeit kann man heute noch sehen), Deutschland dauerhaft in die Knie zu zwingen. Das, was an Kraft und Innovation von diesem Volk ausging und immer noch ausgeht, wurde stets als eine Gefahr von anderen Mächten gesehen.

Erst, wenn sich eine Generation etabliert, die in gefestigter Form auf die Ära der beiden Kriege zurückblickt und den Mythos des scheinbar genetisch vererbten "mea culpa"- Komplexes abgelegt hat, - dessen Fortführung von gewissenlosen Politikern, die das Land regieren, ständig neu auferlegt wird - dann kann wieder so etwas wie "Normalität" in den Köpfen Platz finden.

Dann kann auch der junge Mensch "national" von "nationalistisch" unterscheiden und keiner wird mehr Geschmack an irgendeiner braunen Brühe finden, die immer wieder irgendwo aufgekocht wird, - zumal man bei vielen nachgeplapperten Phrasen schnell das Denken abstellen muß und gar nicht auf die Idee kommen darf, gezielt nachzufragen.

Warum der Song letztendlich trotz Kunst- und Satirefreiheit meinen "inneren Lackmustest" nicht besteht

Bernadette_Lauert, Dienstag, 26.05.2015, 10:10 vor 3886 Tagen @ Nico 3778 Views

bearbeitet von Bernadette_Lauert, Dienstag, 26.05.2015, 10:52

Hallo,

ich finde den Song deswegen erst einmal lustig, weil er auf intelligente Weise mit einem Tabu spielt "Hitlers Geburtstag feiern", indem er sich ein historisches Phänomen zu Nutze macht, nämlich Parallelen in der Biografie zwischen Adolf Nazi und Adolf Schärf, dem ehemaligen österreichischen Bundespräsidenten.
In unserer Gesellschaft wird Kunst- und Satirefreiheit so hochgehalten, dass Charlie Hebdo beklatscht wird, wenn sie auf einen wunden Punkt einer anderen Religion eindreschen, nämlich das Verbot ein Bild des Propheten Mohammed zu machen. Das finde ich genauso Banane. Aber insgesamt bin ich eine Freundin der Kunst- und Satirefreiheit. Hab da schon gaaaaanz andere Sachen kursieren sehen.

Wenn ich krasses Zeug aus dem Netz stets moralisch bewerten müsste (was ich weder muss noch mache), dann wäre bei dem Song ein Lackmustest für mich, ob Glatzen auf einer Verfassungsschutz- (...) äääh... NPD-Veranstaltung den gut finden würden... Falls dem so sein sollte, will ich nicht begeistert mitklatschen.

Nachdem sich die Dichterseele doch eigentlich klar vom Führerkult mit den Worten distanziert: "Welchen Geburtstag sollte man denn sonst am 20. April feiern?", dachte ich Glatzen würden da wohl eher nicht klatschen. Keine Ahnung...

Wikipeter hat mir aber verraten, dass der Klampfenspieler im NPD-Umfeld zuhause ist. Auch wenn ich herzlich gelacht habe und das Spiel mit Parallelen auf Schärf lustig finde...
...mit der NPD will ich dann doch nichts gemein haben.

Auf Wikipedia hab ich auch gelesen, dass für Schärf angeblich eine Flüsterparole kursierte: "Wer einmal schon für Adolf war, wählt Adolf auch in diesem Jahr", um die ehemaligen NSDAP-Mitglieder im Lande anzusprechen.

Fazit: Insgesamt bin ich froh, dass ich nicht alles moralisch abschließend bewerten muss, was mir im Netz so unterkommt, sondern Sachen auch mal nur "schmunzelnd zur Kenntnis nehmen kann". Ich dachte, der Typ spielt einen Anti-Adolf-Song. Er ist aber von der NPD. Deswegen klatsche ich aus Prinzip nicht mehr mit, auch wenn der Schmunzelfaktor groß und die Kunst und Satirefreiheit noch größer ist. Ich bin froh darüber gelacht zu haben und bereue nichts.

Gruß, Bernadette

Interessante Ansicht

helmut-1 @, Siebenbürgen, Dienstag, 26.05.2015, 18:08 vor 3886 Tagen @ Bernadette_Lauert 3130 Views

Imponiert mir irgendwie, Deine Beurteilung der Sache. Über die Verwendung von Schärf bin ich nicht besonders glücklich, allerdings spielt da auch etwas Lokalpatriotismus mit.

Das Thema "Führergeburtstag" auf die Schippe zu nehmen, - das finde ich generell gut. Allerdings könnte man das auch mit etwas mehr Geist machen. Auch ich stelle derlei "Pfui-Themen" ad absurdum, indem wir bei uns zuhause öfters mal an diesem Termin die Blasmusik zu Gast haben, - mit schönem Gegrilltem und gekühlter Flüssigkeit. In der Regel ist das das erste Aufflammen im Freien nach kürzerem oder längerem Winter.

Fragt man mich (in Siebenbürgen fragt ohnehin niemand), nach dem Datum und der Bedeutung des Feierns, - dann antworte ich immer, dass das unser Frühlingsfest wäre. Wenn mir dann jemand sagt, dass der Frühlingsanfang schon einen Monat zurückliegt, dann reagiere ich derart, dass ich grade feststelle, mich im Monat geirrt zu haben...

Ums klar zu sagen: Ich geile mich nicht an einem Datum eines Geburtstages auf, der bei manchen verpönt ist, sondern ich veräpple diejenigen, die sogar soweit gehen, die Autobahn von Salzburg nach München nicht zu benützen, weil die damals unter Adolf erbaut wurde.

Dein Vergleich mit Charlie Hebdo ist ok. Man darf nicht mit zweierlei Maß messen. Es gibt gewisse Schranken des Anstands, insbesonders gegenüber andern Religionen, die man respektieren sollte. Ich würde in Indien auch nicht auf eine Kuh öffentlich pinkeln.

Kunst- und Satirefreiheit, - das ist ein gemischter Begriff. Satirefreiheit, - ja. Kunstfreiheit, - das kann man verschieden sehen. Kunst kommt vom Begriff "können". Ich habe da - auch bei diesem Song - eine etwas höherwertige Auffassung von "Kunst". Aber da kann man eben verschiedener Meinung sein, was ich auch respektiere.

Was mich nachdenklich macht, ist Dein Verhältnis zu einer bestimmten Partei. Ich hab dazu eine etwas andere Einstellung. Mit jedem kann ich reden, egal von welcher Partei. Dabei oder danach mache ich mir ein Bild von demjenigen, und dann entscheide ich, ob es für mich einen Sinn hat, mit dem Betreffenden weiter zu reden oder nicht. Aus dieser Sicht habe ich mich mit Leuten der einstigen DKP genauso unterhalten wie mit denen der DVU oder sonst jemanden.

Damals, in meinen Sturm- und Drangjahren, habe ich mich auch mit den Leuten der damaligen APO unterhalten. Altgediente Soldaten der Waffen-SS waren genauso meine Gesprächspartner wie erlebte KZ-Insassen. Ich habe eigentlich niemanden ausgeklammert. Doch, - mit den Sympathisanten der RAF hatte ich keinen Kontakt, - da war ich voreingenommen. Heute bereue ich das, - denn es wäre eine Erfahrung mehr in meinem Leben.

Was ich damit sagen will, ist folgendes: Das Recht der freien Meinungsäußerung ist für mich heilig. Im Sinne von Voltaire und seinem bekannten Spruch:

"Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür geben, daß du es sagen darfst."

Wenn dann aber Unqualifiziertes aus dem Zeitgenossen heraussprudelt, dessen Verifizierung auf erhebliche geistige Schwierigkeiten stößt, dann werde ich wohl kaum auf eine Weiterführung der Diskussion drängen. Aber geistige Vollpfosten gibt es sowohl im rechten Spektrum sowie im linken, genauso aber auch in der Mitte.

Reden kann ich aber mit jedem. Vorurteile kenne ich nicht. Das heißt aber noch lange nicht, dass ich dann die Ziele und Vorstellungen eines Parteimitgliedes, mit dem ich mich unterhalte, auch annehme oder unterschreibe.

Du sagst: "...mit der NPD will ich dann doch nichts gemein haben."

Ich z.B. habe mit der NPD was gemein: Die Satzung.
Auch wir in unserem Kulturverein haben eine Satzung, die NPD natürlich auch. Dass unsere Satzung ganz anders aussieht als die der NPD, dürfte klar sein. Aber ich hab doch was gemein mit dieser Partei: Beide haben wir eine Satzung.

Übrigens: Auch Adolf (egal welcher) trug Unterhosen. Ich übrigens auch.

Vom Für und Wider öffentlich auf eine Kuh zu pinkeln

Bernadette_Lauert, Dienstag, 26.05.2015, 20:50 vor 3886 Tagen @ helmut-1 2956 Views

bearbeitet von Bernadette_Lauert, Dienstag, 26.05.2015, 21:01

Imponiert mir irgendwie, Deine Beurteilung der Sache. Über die Verwendung
von Schärf bin ich nicht besonders glücklich, allerdings spielt da auch
etwas Lokalpatriotismus mit.

Ich dachte Siebenbürgen ist da, wo die Vampire herkommen: Transsilvanien...

Das Thema "Führergeburtstag" auf die Schippe zu nehmen, - das finde ich
generell gut. Allerdings könnte man das auch mit etwas mehr Geist machen.

Jepp.

Auch ich stelle derlei "Pfui-Themen" ad absurdum, indem wir bei uns zuhause
öfters mal an diesem Termin die Blasmusik zu Gast haben, - mit schönem
Gegrilltem und gekühlter Flüssigkeit. In der Regel ist das das erste
Aufflammen im Freien nach kürzerem oder längerem Winter.

Hört sich zünftig an.

Fragt man mich (in Siebenbürgen fragt ohnehin niemand), nach dem Datum
und der Bedeutung des Feierns, - dann antworte ich immer, dass das unser
Frühlingsfest wäre. Wenn mir dann jemand sagt, dass der Frühlingsanfang
schon einen Monat zurückliegt, dann reagiere ich derart, dass ich grade
feststelle, mich im Monat geirrt zu haben...

Weiß nicht, ob ich das richtig verstanden haben: Du organisierst also Adi-Geburtstagspartys, lädst dazu Leute ein und lässt sie insgeheim "den Ehrentag vom Führer" feiern, offiziell wird aber Frühling gefeiert...(?)

Ums klar zu sagen: Ich geile mich nicht an einem Datum eines Geburtstages
auf, der bei manchen verpönt ist, sondern ich veräpple diejenigen, die
sogar soweit gehen, die Autobahn von Salzburg nach München nicht zu
benützen, weil die damals unter Adolf erbaut wurde.

Hihi... Du hast "Autobahn" gesagt...

Dein Vergleich mit Charlie Hebdo ist ok. Man darf nicht mit zweierlei Maß
messen. Es gibt gewisse Schranken des Anstands, insbesonders gegenüber
andern Religionen, die man respektieren sollte. Ich würde in Indien auch
nicht auf eine Kuh öffentlich pinkeln.

In anderen Gegenden geht das viel unproblematischer. Der Vergleich gefällt mir. Schön wuchtig und Fäkalhumor wird allgemein unterschätzt. Kommt sofort in den Betreff...

Kunst- und Satirefreiheit, - das ist ein gemischter Begriff.
Satirefreiheit, - ja. Kunstfreiheit, - das kann man verschieden sehen.
Kunst kommt vom Begriff "können". Ich habe da - auch bei diesem Song -
eine etwas höherwertige Auffassung von "Kunst". Aber da kann man eben
verschiedener Meinung sein, was ich auch respektiere.

"Vielleicht ist die Kunst das Gespräch der Welt mit sich selbst - durch das Medium Künstler." (Norbert Kricke)
Wenn das stimmt, sind die Selbstgespräche der Welt manchmal hochtrabend und manchmal infantil.

Was mich nachdenklich macht, ist Dein Verhältnis zu einer bestimmten
Partei. Ich hab dazu eine etwas andere Einstellung. Mit jedem kann ich
reden, egal von welcher Partei.

Das stimmt schon mal.

Dabei oder danach mache ich mir ein Bild
von demjenigen, und dann entscheide ich, ob es für mich einen Sinn hat,
mit dem Betreffenden weiter zu reden oder nicht.

Auch das ist satisfaktionsfähig.

Aus dieser Sicht habe ich
mich mit Leuten der einstigen DKP genauso unterhalten wie mit denen der DVU
oder sonst jemanden.

Warum auch nicht?

Damals, in meinen Sturm- und Drangjahren, habe ich mich auch mit den
Leuten der damaligen APO unterhalten. Altgediente Soldaten der Waffen-SS
waren genauso meine Gesprächspartner wie erlebte KZ-Insassen. Ich habe
eigentlich niemanden ausgeklammert. Doch, - mit den Sympathisanten der RAF
hatte ich keinen Kontakt, - da war ich voreingenommen. Heute bereue ich
das, - denn es wäre eine Erfahrung mehr in meinem Leben.

Welch subversive Kreise...

Was ich damit sagen will, ist folgendes: Das Recht der freien
Meinungsäußerung ist für mich heilig. Im Sinne von Voltaire und seinem
bekannten Spruch:
"Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür
geben, daß du es sagen darfst."

Da gehe ich auch voll d´accord. Obwohl - wollen wir aufrichtig sein. Das eigene Leben lassen... Ist auf alle Fälle schön gesagt.

Wenn dann aber Unqualifiziertes aus dem Zeitgenossen heraussprudelt,
dessen Verifizierung auf erhebliche geistige Schwierigkeiten stößt, dann
werde ich wohl kaum auf eine Weiterführung der Diskussion drängen. Aber
geistige Vollpfosten gibt es sowohl im rechten Spektrum sowie im linken,
genauso aber auch in der Mitte.

Denkretardiertheit, in Fachkreisen auch "geistige Vollpfostierung" genannt, ist ein soziopsychologisches Phänomen, dessen Auftreten nicht durch bestimmte Einflussfaktoren wie politische Orientierung, Vermögensstand, ja nicht mal wirklich vom Bildungsgrad des Probanden sonderlich beeinflusst wird.

Reden kann ich aber mit jedem. Vorurteile kenne ich nicht. Das heißt aber
noch lange nicht, dass ich dann die Ziele und Vorstellungen eines
Parteimitgliedes, mit dem ich mich unterhalte, auch annehme oder
Du sagst: "...mit der NPD will ich dann doch nichts gemein haben."

Sagen wir mal so: Ich würde so ein Lied vor dem Hintergrund, dass das ein NPD-Mann ist, nicht auf einer von mir organisierten Party spielen, weil das insgesamt nicht in meinen Wertekanon und mein Umfeld passt. Wobei: Den Typen kennt keiner. Und ich lade nur Leute ein, die mit derbem Humor gesegnet sind. Ach, was weiß denn ich... Diese Distanziererei geht doch eh auf die Nerven.

Ich z.B. habe mit der NPD was gemein: Die Satzung.
Auch wir in unserem Kulturverein haben eine Satzung, die NPD natürlich
auch. Dass unsere Satzung ganz anders aussieht als die der NPD, dürfte
klar sein. Aber ich hab doch was gemein mit dieser Partei: Beide haben wir
eine Satzung.
Übrigens: Auch Adolf (egal welcher) trug Unterhosen. Ich übrigens auch.

Was noch viel schlimmer ist: Der "Führer" war auch Nichtraucher und Vegetarier.

In diesem Sinne... Immer locker bleiben... und sich in Indien verkneifen öffentlich auf eine Kuh zu pinkeln. Das macht man einfach nicht, wie Du weißt! [[nono]] Auch nicht aus Jux...(!) [[freude]]

̶m̶̶i̶̶t̶̶ ̶̶d̶̶e̶̶u̶̶t̶̶s̶̶c̶̶h̶̶e̶̶m̶ Gruß, Bernadette

Nachtrag

helmut-1 @, Siebenbürgen, Dienstag, 26.05.2015, 22:56 vor 3886 Tagen @ Bernadette_Lauert 2917 Views

Du hast Dir ja wirklich Mühe gegeben, meinen Kommentar zu zerpflücken. Gefällt mir. Ich hab eigentlich nur zwei Sachen anzufügen, die nicht klar rausgekommen sind.

Das Erste:

Ich dachte Siebenbürgen ist da, wo die Vampire herkommen: Transsilvanien...

Wenn Du das mit meinem Lokalpatriotismus nicht auf die Reihe kriegst, dann kann das vielleicht daran liegen, dass man auch als Österreicher in Siebenbürgen leben kann.
Aber zum Thema Transsilvanien und Vampire:
Die Vampire haben mit Transsilvanien so viel zu tun wie meine Oma mit Bernie Ecclestone von der Formel I, - nämlich gar nichts. Nur über "von hinten durch die Brust ins Aug" kann man da einen Zusammenhang herstellen, der sich so darstellt:

In der früheren Walachei existierte im 15. Jhdt. ein Fürst, der durch seine grausamen Methoden berüchtigt war. Die genaue Erklärung will ich mir sparen, - es kommt ziemlich nahe an das, was in Wiki steht:

http://de.wikipedia.org/wiki/Vlad_III._Dr%C4%83culea

Angeblich hätte der auch eine Zeit lang in Siebenbürgen gelebt, nachdem er in Ungnade gefallen war. Manche sagen auch, er wurde in der Nähe von Schäßburg geboren, was aber umstritten ist. Da sich nach dem Schriftsteller Stoker vieles Mystische um den Namen "Dracula" gerankt hat, hat man in Rumänien schnell kapiert, dass sich damit gute Kohle machen läßt.

Nachdem dieser Dracula dafür herhalten muss, dass er über seine Eckzähne das Blut seiner Opfer aussaugt, dann muss er dafür auch herhalten, dass die lieben Touristen aus dem Ausland über allerhand Märchen "ausgesaugt" werden, - was aber "nur" den Geldbeutel betrifft.

Der hierzulande Ansässige lacht da nur drüber. Hier gilt jedenfalls der Wahlspruch des Tages: "Stimmung, Humor, Umsatz". Siebenbürgen ist sehr schön, hat viele Sehenswürdigkeiten, - wenn aber jemand meint, da auf Draculasuche gehen zu müssen, dann soll er halt. Manche gehen ja auch auf den Fußballplatz, weil sie meinen, dass dort noch ein ehrliches Spiel abläuft.

Das Zweite:

Weiß nicht, ob ich das richtig verstanden haben: Du organisierst also Adi-Geburtstagspartys, lädst dazu Leute ein und lässt sie insgeheim "den Ehrentag vom Führer" feiern, offiziell wird aber Frühling gefeiert...(?)

Eine Sache, die viele nur dann verstehen, wenn sie mich näher kennen. Das genannte Zitat von Voltaire ist für mich wie ein Evangelium. Das Funktionieren dieser voltairischen Spielregel ist aber für mich auch ein Gradmesser, wie weit es mit unserer Auffassung von Demokratie und Meinungsfreiheit aktuell bestellt ist.

Solange ich das in die Tat umsetzen kann, was ich da am 20. April beschrieben habe, ohne irgendwie blöd angemacht zu werden, solange bin ich sicher, dass ich noch das laut sagen kann, was und vor allem wie ich denke. Wie konträr das zu den Erlebnissen meiner Familie steht (mein Großvater ist im Widerstand umgekommen) und dass es von der Logik her nicht nachzuvollziehen ist, steht auf einem anderen Blatt.

Aber es ist ein Teil der Art von Freiheit, die ich für mich in Anspruch nehme. Wenn das einmal nicht mehr möglich ist, - dann beginnt der Countdown,- der Anfang vom Ende. In Deutschland hat er schon begonnen, - ich weiß noch, dass wir im Lokal "Ritterhalle" in Heidelberg noch vor Jahrzehnten diesen Tag mit Freibier gefeiert haben, - was dann verboten wurde, - bis heute.

Von den regierungshörigen Medien wird vorgegeben, an die gute ukrainische Revolution und den bösen Putin zu glauben. Noch kann man z.B. im Internet als Privatperson eine andere Meinung vertreten, die der Wahrheit wesentlich näher kommt. Die Tendenz geht aber eindeutig in die Richtung, dass es irgendwann gefährlich werden kann, hier eine andere als die von der Regierung vorgegebene Meinung öffentlich zu äußern.

Aber das freie Wort muss heilig bleiben, auch das freie Handeln an einem 20. April, egal, wie man da drüber denkt. In Siebenbürgen sowie in ganz Rumänien wird in dieser Richtung nichts verboten, - da kann man sich noch äußern, wie man denkt. Im Gegenteil: Die Nachbarn kommen dann am nächsten Tag und schwärmen davon, wie schön das geklungen hätte und wie schade es wäre, dass man sowas nur mehr selten hört.

O.k. ,- ich gebe zu, das ist nicht leicht zu verstehen. Aber nenn mir mal ein anderes Parameter, wo ich meinen persönlichen Radius zur Meinungsfreiheit ausloten kann, - und ich werde es verwenden. Aber ich hab noch kein effektiveres gefunden als dieses.

Die Feste feiern wie sie fallen... mit oder ohne Vampire

Bernadette_Lauert, Mittwoch, 27.05.2015, 08:54 vor 3885 Tagen @ helmut-1 2891 Views

Ich dachte Siebenbürgen ist da, wo die Vampire herkommen:
Transsilvanien...

Wenn Du das mit meinem Lokalpatriotismus nicht auf die Reihe kriegst, dann
kann das vielleicht daran liegen, dass man auch als Österreicher in
Siebenbürgen leben kann.

Klingt logisch.

Aber zum Thema Transsilvanien und Vampire:
Die Vampire haben mit Transsilvanien so viel zu tun wie meine Oma mit
Bernie Ecclestone von der Formel I, - nämlich gar nichts. Nur über "von
hinten durch die Brust ins Aug" kann man da einen Zusammenhang herstellen,
der sich so darstellt:
In der früheren Walachei existierte im 15. Jhdt. ein Fürst, der durch
seine grausamen Methoden berüchtigt war. Die genaue Erklärung will ich
mir sparen, - es kommt ziemlich nahe an das, was in Wiki steht:
http://de.wikipedia.org/wiki/Vlad_III._Dr%C4%83culea
Angeblich hätte der auch eine Zeit lang in Siebenbürgen gelebt, nachdem
er in Ungnade gefallen war. Manche sagen auch, er wurde in der Nähe von
Schäßburg geboren, was aber umstritten ist. Da sich nach dem
Schriftsteller Stoker vieles Mystische um den Namen "Dracula" gerankt hat,
hat man in Rumänien schnell kapiert, dass sich damit gute Kohle machen
läßt.
Nachdem dieser Dracula dafür herhalten muss, dass er über seine
Eckzähne das Blut seiner Opfer aussaugt, dann muss er dafür auch
herhalten, dass die lieben Touristen aus dem Ausland über allerhand
Märchen "ausgesaugt" werden, - was aber "nur" den Geldbeutel betrifft.
Der hierzulande Ansässige lacht da nur drüber. Hier gilt jedenfalls der
Wahlspruch des Tages: "Stimmung, Humor, Umsatz". Siebenbürgen ist sehr
schön, hat viele Sehenswürdigkeiten, - wenn aber jemand meint, da auf
Draculasuche gehen zu müssen, dann soll er halt. Manche gehen ja auch auf
den Fußballplatz, weil sie meinen, dass dort noch ein ehrliches Spiel
abläuft.

Es gibt also gar keine Vampire?!?
Klingt nach einer schönen Gegend. Ich würde nach Einbruch der Dunkelheit trotzdem ein Holzkreuz bei mir tragen. Schaden kann es schließlich auch nicht.

Das Zweite:

Weiß nicht, ob ich das richtig verstanden haben: Du organisierst also
Adi-Geburtstagspartys, lädst dazu Leute ein und lässt sie insgeheim "den
Ehrentag vom Führer" feiern, offiziell wird aber Frühling gefeiert...(?)

Eine Sache, die viele nur dann verstehen, wenn sie mich näher kennen. Das
genannte Zitat von Voltaire ist für mich wie ein Evangelium. Das
Funktionieren dieser voltairischen Spielregel ist aber für mich auch ein
Gradmesser, wie weit es mit unserer Auffassung von Demokratie und
Meinungsfreiheit aktuell bestellt ist.
Solange ich das in die Tat umsetzen kann, was ich da am 20. April
beschrieben habe, ohne irgendwie blöd angemacht zu werden, solange bin ich
sicher, dass ich noch das laut sagen kann, was und vor allem wie ich denke.
Wie konträr das zu den Erlebnissen meiner Familie steht (mein Großvater
ist im Widerstand umgekommen) und dass es von der Logik her nicht
nachzuvollziehen ist, steht auf einem anderen Blatt.
Aber es ist ein Teil der Art von Freiheit, die ich für mich in Anspruch
nehme. Wenn das einmal nicht mehr möglich ist, - dann beginnt der
Countdown,- der Anfang vom Ende. In Deutschland hat er schon begonnen, -
ich weiß noch, dass wir im Lokal "Ritterhalle" in Heidelberg noch vor
Jahrzehnten diesen Tag mit Freibier gefeiert haben, - was dann verboten
wurde, - bis heute.
Von den regierungshörigen Medien wird vorgegeben, an die gute ukrainische
Revolution und den bösen Putin zu glauben. Noch kann man z.B. im Internet
als Privatperson eine andere Meinung vertreten, die der Wahrheit wesentlich
näher kommt. Die Tendenz geht aber eindeutig in die Richtung, dass es
irgendwann gefährlich werden kann, hier eine andere als die von der
Regierung vorgegebene Meinung öffentlich zu äußern.
Aber das freie Wort muss heilig bleiben, auch das freie Handeln an einem
20. April, egal, wie man da drüber denkt. In Siebenbürgen sowie in ganz
Rumänien wird in dieser Richtung nichts verboten, - da kann man sich noch
äußern, wie man denkt. Im Gegenteil: Die Nachbarn kommen dann am
nächsten Tag und schwärmen davon, wie schön das geklungen hätte und wie
schade es wäre, dass man sowas nur mehr selten hört.

Ich werde mich jetzt sicherlich nicht künstlich darüber aufregen, dass Du am 20. April feierst.

O.k. ,- ich gebe zu, das ist nicht leicht zu verstehen. Aber nenn mir mal
ein anderes Parameter, wo ich meinen persönlichen Radius zur
Meinungsfreiheit ausloten kann, - und ich werde es verwenden. Aber ich hab
noch kein effektiveres gefunden als dieses.

Ich muss nicht alles verstehen.
Ein anderer Parameter zur Auslebung der Meinungsfreiheit wäre vielleicht
Dich so zu verkleiden:
[image]
...und schauen, ob Du damit ganz normal im Supermarkt einkaufen gehen kannst.

Nix für ungut und feier schön ganz im Sinne von Voltaire, der übrigens auch sagte: "Das Überflüssige ist eine sehr notwendige Sache."
In diesem Sinne,
Bernadette

Voltaire über den Rennicke-Song:

Broesler, Mittwoch, 27.05.2015, 10:15 vor 3885 Tagen @ Bernadette_Lauert 2719 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 27.05.2015, 10:18

"Alles, was zu dumm ist, um gesprochen zu werden, wird gesungen."

Addi's Geburtstag der Meinungsfreiheit wegen zelebrieren...na gut. Mit dem Feiern für die Meinungsfreiheit einstehen zu wollen und dann zu lügen, wenn es um den Grund geht, halte ich irgendwie für inkonsequent, aber soll jeder nach seiner Façon glücklich werden.

Fröhliche Sause und ahoi,
Broesler

Argument

helmut-1 @, Siebenbürgen, Mittwoch, 27.05.2015, 12:12 vor 3885 Tagen @ Broesler 2687 Views

Mit dem Feiern für die Meinungsfreiheit einstehen zu wollen und dann zu lügen,
wenn es um den Grund geht, halte ich irgendwie für inkonsequent,...

Ist ein Argument, das man nicht vom Tisch wischen kann. Muß man drüber nachdenken.

Andererseits ist es schwierig, den Begriff "lügen" von "verarschen" klar zu trennen.

Mir persönlich gehts um letzteres. Was "Farbe bekennen" betrifft, - da stehe ich zwar alleine auf weiter Flur, das bin ich in RO gewohnt. Gestern haben wir uns zusammengefunden, um Mißstände bei der Stadtverwaltung anzuprangern, insbesonders, was das Verkehrschaos morgens betrifft. Unterschriftenaktionen, etc.
Heute früh war das Lokal TV hier, - aber die Schreihälse von gestern fehlten. Neben mir waren noch zwei Leute, ein Rumäne und ein Ungar, - wenigstens etwas.

Wenigstens stehen über 50 Leute mit Namen und Unterschrift hinter der Petition an die Verwaltung, - aber das Gesicht wollen sie nicht im TV zeigen.

Nun ja, - Reinhard Mey hats in der zweiten Strophe seines Liedes "Allein" sehr treffend besungen.

Rennicke kann es noch viel schröcklicher....

Hasso, Mittwoch, 27.05.2015, 00:43 vor 3885 Tagen @ Nico 3034 Views

bearbeitet von Hasso, Mittwoch, 27.05.2015, 01:10

.... absolut verwerflich und schröcklich finde ich dieses Folkslied von Rennicke... hatte wir schon mal...
https://www.youtube.com/watch?v=r_7fWGRwwC0
Jeder Scheiß-Porno wird auf Youtube gesperrt... aber so ein furchtbarer Gedanken-Schmutz wird durchgewunken und mit knapp 100.000 Klicks geadelt[[ironie]]
Gute Nacht
Hasso

Also wenn schon, denn schon (Vorsicht @BL, keinesfalls anklicken).

Griba @, Dunkeldeutschland, Mittwoch, 27.05.2015, 16:37 vor 3885 Tagen @ Hasso 2643 Views

"Konterbande"

Hat übrigens die gleiche Melodie wie "Légion Étrangère - Kepi Blanc" - für mich die Frage: Welche Version war zuerst da?

--
Beste Grüße

GRIBA

Warum darf ich das nicht anklicken?

Bernadette_Lauert, Mittwoch, 27.05.2015, 20:17 vor 3885 Tagen @ Griba 2683 Views

bearbeitet von Bernadette_Lauert, Mittwoch, 27.05.2015, 20:31

"Konterbande"

Warum darf ich das nicht anklicken? Erst gestern kam so ein drolliger Quatsch von Dir in meine Richtung...

Ich nehme sowas als Kompliment: Viel Feind viel Ehr.

Also Danke dafür und Du bekommst sogar etwas zurück:

Reichstep - Triumph des Willens: https://www.youtube.com/watch?v=RUmTwL1p5GU

Altarrrnatives Mosikbäwägtbild
[image]

Gruß, Bernadette

Weil Dir die dazu notwendige Reife fehlt.

Griba @, Dunkeldeutschland, Donnerstag, 28.05.2015, 14:59 vor 3884 Tagen @ Bernadette_Lauert 2399 Views

Beweis: Die Frage nach dem Ort des Loches (die hast Du ja selbst aufgeworfen).

Woher nimmst Du die Gewißheit, daß ein Loch im Reifen ist, wenn Du dessen Ort nicht kennst? Insofern ist Deine Frage im besten Falle spekulativ, im schlechten Falle einfach falsch.

Deine Antwort darauf war wie erwartet unsinnig, da Thema verfehlt.

Aber lassen wir daß, es hat keinen Sinn, noch mehr in die Tiefe zu gehen.

--
Beste Grüße

GRIBA

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