Ganz wichtig: $1000 Belohnung

Hyperion @, Montag, 25.05.2015, 18:01 vor 3942 Tagen 6117 Views

Der Waldrapp in Palmyra wird durch den ISIS bedroht:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/waldrapp-in-palmyra-is-einmarsch-bedroht-selte...

Wir bangen um insgesamt drei Viecher. Und ein Waldrapp-VIB (Very Important Bird):

Wo sich ein bestimmtes Waldrapp-Weibchen aufhält, ist auch unbekannt: Es geht um den einzigen Vogel, der die Reiseroute vom Brutquartier in Syrien zum Winterquartier in Äthiopien zuverlässig kennt und daher enorm wichtig ist, um die Zugvogel-Population zu erhalten. (...) Für Hinweise zum Aufenthaltsort des Weibchens wurde eine Belohnung von 1000 US-Dollar ausgesetzt, berichtet die BBC.

Waldrapp, Weltkulturerbe, meine Güte! Wie viele Verbrechen gegen die Menschlichkeit muss ISIS noch begehen, damit die Koalition der Willigen wieder alles in geordnete Bahnen bomben kann!?

Unnötige Sorge! Bald veröffentlicht ISIS ein Video, worin dem Vogel der Kopf abgehackt wird. (oT)

Jermak @, Montag, 25.05.2015, 20:49 vor 3942 Tagen @ Hyperion 3565 Views

- kein Text -

Neues DIA-Dokument deckt auf: Der Westen WOLLTE einen islamischen Terrorstaat

Bernadette_Lauert, Montag, 25.05.2015, 21:08 vor 3942 Tagen @ Hyperion 5120 Views

bearbeitet von Bernadette_Lauert, Montag, 25.05.2015, 21:19

Laut US-Geheimdienst DIA wusste die Regierung Obama spätestens seit August 2012, dass Al Qaida (AQI, ISI, IS) und andere Extremisten den Aufstand in Syrien anführten. Dadurch sei "die Chance der Schaffung eines 'Salafisten-Hoheits-Gebiets' in Ost-Syrien" entstanden. Das sei genau das, was der Westen und seine Verbündeten am Golf 'wollten', um das syrische Regime vom schiitischen Irak und Iran abzuschneiden. "Der ISI könne dadurch zusammen mit anderen Terror-Organisationen im Irak und Syrien einen 'islamischen Staat' ausrufen."
Das geht aus einem Dokument vom US-Geheimdienst DIA hervor:
http://www.judicialwatch.org/wp-content/uploads/2015/05/Pg.-291-Pgs.-287-293-JW-v-DOD-a...

Und wird von dem hier, Jürgen Todenhöfer, interpretiert:
http://juergentodenhoefer.de/us-geheimdienst-deckt-auf-der-westen-wollte-einen-islamist...

Jürgen Todenhöfer, bei dem so viele nur ein Wort in seine Facebook-Chronik, nämlich "Ehrenmann" schreiben, führt beispielsweise aus:

"Deshalb planen die USA zur Zeit auch nicht, den 'Islamischen Staat' völlig auszuschalten. Selbst wenn sie wüssten wie. Sie brauchen den IS noch. Iran würde ihnen sonst zu stark. So kämpfen sie mit angezogener Handbremse. Wetten, dass die westlichen Politiker und die Mainstream-Medien alles tun werden, um diese Perversion der offiziellen westlichen Anti-Terrorpolitik herunterzuspielen oder totzuschweigen? Die DIA-Analyse ist der Offenbarungseid einer abenteuerlichen und leider auch kriminellen Strategie. Obama und der Westen als vom US-Geheimdienst überführte Terrorpaten - das ist schwer zu verdauen." (Quelle)

Spricht man innerhalb der CDU eigentlich noch viel von ihm? Verfolgt man, was der so macht? Oder wird der ausgeblendet? Wer weiß das?

[image]

Gruß, Bernadette

Adam Curtis: Bitter Lake

CalBaer @, Montag, 25.05.2015, 21:50 vor 3942 Tagen @ Bernadette_Lauert 4067 Views

Ohne die Saudis wuerde es diese Organisationen wohl kaum geben, sie haben naemlich alles von Osama Bin Laden bis ISIS mit ihren Oel-Dollars finanziert, angeblich um die anderen islamischen Staaten kleinzuhalten. Bekanntlich sind die Saudis Verbuendete des Westens, aber weniger aus strategischen Gruenden, sondern weil sie die Oel-Dollars in die USA und nach GB zurueckschleusen und die Banken und Ruestungsunternehmen dort reich machen. Die Politiker koennen dem Treiben kaum ein Ende bereiten, brauchen die Wirtschaften doch das Oel und haben sie die maechtigen Lobbyisten im Nacken. Ihnen bleibt dann nur noch uebrig, militaerisch zu intervenieren und natuerlich die Gefahren oberflaechlich innenpolitisch zu instrumentalisieren.

Die Doku auf BBC! ausgestrahlt.

Adam Curtis: Bitter Lake
http://www.dailymotion.com/video/x2hdcji

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Die Kumpanei mit IS verwundert nicht

Dieter, Montag, 25.05.2015, 23:48 vor 3942 Tagen @ Bernadette_Lauert 3706 Views

bearbeitet von Dieter, Dienstag, 26.05.2015, 14:22

Wenn man sich die Vorgehensweise des englischen Kolonialreichs anschaut oder die Geschichte der USA, dann sollte doch nicht verwundern, daß beide den IS zumindest als Bruder im Geiste ansehen, zumindest was Unterdrückung, das Abschlachten von Zivilisten, die Zerstörung von Kultur anbetrifft, um jeglichen Widerstand im Keim zu blockieren.

Ich kann mir einfach nicht vorstellen, daß es z.B. in der US-Administration irgendwelchen Skrupel gibt, außer sich selbst schaden zu können.

Gruß Dieter

Von den Qualitätspressenutten hört man dazu nichts?

Leserzuschrift @, Dienstag, 26.05.2015, 14:19 vor 3941 Tagen @ Bernadette_Lauert 3270 Views

Hallo Forum,

über Google News ist darüber von den Qualitätspressenutten nichts zu finden.

https://www.google.de/search?hl=de&gl=de&tbm=nws&authuser=0&q=syrien+di...

Junge Welt und Berner Zeitung berichten immerhin. Man kann ja von den DWN halten was man will, aber sie bringen die Themen wenigstens, über die Aufmachung kann man natürlich streiten.

Frage dazu: Machen die Qualitätspressenutten nur das übliche Qualitätspressenuttenbusiness, will man niemanden unnötig verwirren, sind die Informationen tatsächlich so schlecht (und damit nicht berichtenswert) und der DIA-Bericht sozusagen "Käse" oder haben die schlicht die Publikation der entsprechenden Artikel im Internet unterlassen, so dass es über Google News nicht findbar ist?


Ach ja: Die Problematik hat nach verlässlichen Informationen lt. Zara mit Geostrategie wirklich, wirklich nix zu tun! Nur falls das jemand verwechseln sollte oder wollte.

Eher so:

Hauptsache der eine ist mal weg, was dann kommt, na ja, muss man mal sehen, muss man gegebenenfalls halt auch wieder weg machen.

Na ja gut, der eine ist ja jetzt noch nicht weg.

Dann muss man ja die anderen auch noch nicht wegmachen, also zumindest jetzt noch nicht.

Was macht eigentlich die "Syrische Beobachtungstelle für Menschenrechte"? Sind das, im Nachhinein betrachtet, im Vorhinein vermutet, die größten Verfechter und Unterstützer des IS?
Die wurden unreflektiert von den Q-Pressenutten täglich zehnmal zitiert. Nach der Neuauflage der Brutkastenlüge nahm es zwar etwas ab, es hat aber schon noch eine Zeit gedauert, bis die sang- und klanglos völlig weg waren.


Grüße
s

PS
Habe jetzt noch weniger Verständnis für die massenhafte Aufnahme kulturfremder Flüchtlinge, auch wenn das jetzt natürlich so aussieht bzw. besser so ist, dass unsere demokratischen Institutionen sowie Funktionseliten (maßgeblich USA) einmal mehr für entstandene Probleme verantwortlich und damit in der Bringschuld sind.

Irgendwie auch Tainter, halt anders.

Zur "sachzwangreduzierten Ehrlichkeit" in den Redaktionen der Hochleistungspresse...

Bernadette_Lauert, Dienstag, 26.05.2015, 15:10 vor 3941 Tagen @ Leserzuschrift 3351 Views

Hallo Leserzuschrift,

manche Themen verdeutlichen die Doppelstandards und die naive Kritiklosigkeit gegenüber der US-Destabilisierungspolitik so krass, dass ein Aufgreifen des Themas deutlich machen würde:
...dass die "40-Euro-Putin-Trolle" recht haben, wenn sie auf Doppelstandards aufmerksam machen...
...dass das Wort "Lügenpresse" mehr Berechtigung hat, als sich die Redakteure einzugestehen wagen...
...dass im Endeffekt verdammt nochmal die menschenverachtende Geopolitik der USA all jene Regionen ins Chaos stürzt, die sich der Hegemonie des Imperiums widersetzen wollen.

Wie einem Hund, der ins Wohnzimmer gemacht hat und dessen Nase ins Pipi gedrückt wird, muss man daher besagte Blattmacher und Redakteure darauf aufmerksam machen, dass das Weglassen von Wahrheit gleichbedeutend mit Lüge ist, wenn die weggelassene Wahrheit von zu großem Nachrichtenwert ist. Indem man Ihnen schreibt, dass das Thema draußen diskutiert wird. Abseits der Mainstream-Lügen und -Kinderwelten.

Dieter Hildebrand hat den Begriff "sachzwangreduzierte Ehrlichkeit" für solche Lügen geprägt. Das ist nett formuliert. Ich hab trotzdem das Todenhöfer-Statement und den RT-Artikel (unten) diversen Leuten geschickt (auch in Leser-Mails), damit das Thema nicht untergeht.

http://www.rtdeutsch.com/20831/headline/terroristisches-watergate-freigegebener-us-gehe...

Gruß, Bernadette

Klartext von Putin zur US-IS-Politik / Focus greift die Meldung auf

Bernadette_Lauert, Mittwoch, 27.05.2015, 10:06 vor 3940 Tagen @ Bernadette_Lauert 3361 Views

bearbeitet von Bernadette_Lauert, Mittwoch, 27.05.2015, 10:14

DWN übersetzt einen Kommentar von Putin zur US-IS-Politik, der über die russische Nachrichtenagentur lief, wiefolgt:
"Wir wissen, was jetzt im Nahen Osten und in Nordafrika vor sich geht. Wir sehen Probleme, die von einer terroristischen Organisation kommen, die sich ,Islamischer Staat‘ nennt. Es gab jedoch keinen Terrorismus in diesen Staaten, in denen der Terror heute aktiv ist, bevor nicht eine absolute unakzeptable Einmischung von außen stattgefunden hat. Diese Einmischung geschah ohne die Zustimmung des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen. Es ist klar, dass die Folgen hart sind. Alles, was in den vergangenen Jahren in der internationalen Arena stattgefunden hat, muss nachjustiert werden.“
Quellen: DWN, Tass

Auf das freigeklagte DIA-Dokument bezieht sich Putin nicht. Er sagt einfach "Wir wissen..."

Ein Grund, warum die US-IS-Sache trotz der immensen Tragweite der Nachricht nicht in den Hauptstrommedien kommen wird... Dann hätte ja der böse Putin Recht.

Wobei -> Focus hat das DIA-Dokument aufgegriffen: http://www.focus.de/politik/ausland/krise-in-der-arabischen-welt/politik-der-instabilit...
Das sei der Fairness halber dazugesagt. Wobei vom Focus freilich betont wird: "Das Dokument gibt nur den Raum für Interpretationen: Es ist kein Beweis für eine Einmischung der USA in Syrien, sondern vielmehr ein Strategie-Papier, das aber zweifelsohne in den höchsten politischen und militärischen Kreisen in Washington zirkulierte."

Als so etwas wie ein Fazit steht bei Focus schließlich: "Die US-Regierung hätte zwar erkannt, wohin die Verwicklungen in Syrien führen. Doch sie hätte daraufhin die Einmischung in Syrien nicht zurückgefahren oder gar gänzlich beendet: Die bedrohliche Zukunft eines Kalifats hätte die US-Führung billigend hingenommen und als Teil der eigenen Strategie gegen Assad eingesetzt. Zu dem damaligen Zeitpunkt war der Machthaber aus der US-Perspektive gefährlicher als ein möglicher Islamischer Staat. Das ist heute freilich anders."

Wenigstens haben sie darüber geschrieben.

Gruß, Bernadette

Mal wieder ein echter Bernadette... :-)

Hochtaunus @, Mittwoch, 27.05.2015, 13:12 vor 3940 Tagen @ Bernadette_Lauert 3014 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 27.05.2015, 13:20

Bernadette versucht mal wieder, das Forum mit gefälschten Zitaten und bewußt falschen Schlussfolgerungen und Interpretationen für dumm zu verkaufen. Dies mittlerweile sogar auf dem erbärmlichen Niveau des verwirrten Jürgen Todenhöfer, der sich nicht zu schade ist, für etwas Medienpräsenz Assads Schergen einerseits und den Hals- und Kopfabschneidern von IS andererseits in den Arsch zu kriechen... Das nachdem er früher Kohl und dann Burda in den Arsch gekrochen ist. Wirklich ein echter "Ehrenmann"... [[top]]

"Der Westen" (wer immer auch genau das sein soll) wollte und will ganz sicher keinen "islamischen Terrorstaat" (was immer das auch genau sein soll).

Richtig ist, dass die USA ein Interesse daran haben, das Assad-Regime zu stürzen. Dafür wurde die syrische Opposition, unter anderem auch "islamistische Gruppierungen", zum Aufstand ermuntert und in gewissen Grenzen ausgerüstet und unterstützt. Das ist weder geheim noch neu sondern allgemein bekannt und offizielle US-Politik. McCain hat ja sogar selbst Bilder von seinem Kaffeekränzchen u.a. mit dem "Kalifen" veröffentlichen lassen.

Dass ISIS die Gunst der Stunde genutzt hat und seine Aktivitäten über Syrien hinaus in den Irak ausgeweitet hat, ist ganz sicher nicht im Interesse der USA und seiner Verbündeten sondern eher eine "unintended consequence" wie man so schön sagt.

Ein Hochtaunus will was gegen Todenhöfer sagen...

Bernadette_Lauert, Mittwoch, 27.05.2015, 13:52 vor 3940 Tagen @ Hochtaunus 3039 Views

bearbeitet von Bernadette_Lauert, Mittwoch, 27.05.2015, 14:07

...hat seinen Arsch aber etwas zu weit unten dafür.

Bleib mal sachlich und belege falsche Tatsachenbehauptungen von ihm oder mäßige Dich in Deinem Ton.

Ich kann sowieso nicht gelogen haben, da ich lediglich verlinkt, zitiert und zur Diskussion gestellt habe. Da kann man ganz sachlich darüber sprechen.

Du solltest Dich bei mir entschuldigen, sonst muss ich mir das Recht heraus nehmen, Dich auch mit einem bösen Namen zu belegen.

Du versuchst mich als "Lügnerin" zu diskreditieren. Das nehme ich so nicht hin.

Der Herr Hochtaunus, der unkommentiert Spiegel-Links in das Forum ballert ( http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=354592 ) und "Uranmunition Jippiep!" verteidigt.

Du bist schlichtweg nicht ernst zu nehmen mit Deinem Kackewurf hier.

:-)))

Hochtaunus @, Mittwoch, 27.05.2015, 14:13 vor 3940 Tagen @ Bernadette_Lauert 2938 Views

Zu Todenhöfer sei weiterhin an seine frühere Arschkriecherei bei den Amerikanern erinnert. Er war ja damals mächtig stolz, dass ihn die Amerikaner zum "Ehrenoberst" ernannt haben und ist damit hausieren gegangen. Und als die USA seinerzeit Islamisten in Afghanistan gegen die Russen instrumentalisierten fand Todenhöfer das ganz toll und hat damals schon seinen wichtigtuerischen Gefechtsfeldtourismus betrieben. Auch an seine Arschkriecherei bei Pinochet sei erinnert. Aber es scheint Leute zu geben, die so was gaaaaaaz toll finden. [[top]]

Und natürlich bist Du eine Lügnerin. Ich habe Dir das kürzlich nachgewiesen, als Du Ben Carson diffamiert hast und Dich dabei wahrheitswidrig auf eine vermeintliche Quelle berufen hast.

http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=354063

Da Du diese Quelle damals bewußt verschwiegen hast, hatte ich sie herausgesucht und die Angelegenheit richtiggestellt.

Das ist jetzt nicht notwendig. Da Du den Link auf die DIA-Meldung jetzt zumindest mit angegeben hast, kann sich jeder hier selber ein Bild von Deiner verzerrten Darstellung machen. Dein vermeintliches Zitat findet sich so in der Meldung jedenfalls nicht. Und das fällt für mich unter "Lüge", wenn man es bewußt und aus unlauteren Motiven macht.

Für eine Entschuldigung besteht also kein Anlass. Vielleicht solltest Du Dich bei den Forumsteilnehmern für Deine Desinformationsversuche entschuldigen.

Du musst jetzt ganz stark sein, Hochtaunus...

Bernadette_Lauert, Mittwoch, 27.05.2015, 14:37 vor 3940 Tagen @ Hochtaunus 2943 Views

...denn Du schaffst es nicht mich zu provozieren.

Mal wieder ein echter Hochtaunus :(

CalBaer @, Mittwoch, 27.05.2015, 19:22 vor 3940 Tagen @ Hochtaunus 2815 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 27.05.2015, 19:45

Richtig ist, dass die USA ein Interesse daran haben, das Assad-Regime zu
stürzen.

Das bestreitet wohl auch niemand. Aber ueberleg doch mal warum!

Warum Assad und nicht die Sauds? Die haben genauso viel, wenn nicht noch mehr Blut an den Fingern kleben als Assad. Wenn man die Sauds rechtzeitig weggesperrt haette, haette es auch aus kein OBL oder ISIS gegeben.

Wenn das westliche Regierungen nun als "unintended consequences" bezeichnen, stellt man sich nur besonders bloed. Das glaubt doch keiner im ernst?

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Missverständnis?

Hochtaunus @, Mittwoch, 27.05.2015, 19:52 vor 3940 Tagen @ CalBaer 3141 Views

@CalBaer

Ich habe nie behauptet, dass die USA das Assad-Regime stürzen wollen, weil dieses Blut an den Fingern hat. Insofern verstehe ich Deinen Vergleich Syrien vs. Saudi Arabien nicht.

Das Assad-Regime soll/wird gestürzt werden, weil es gegen die Interessen der USA handelt. Dies im Gegensatz zu Saudi Arabien, die im Großen und Ganzen auf Linie sind.

Ob und in welchem Ausmaß diese Regime verbrecherisch sind, ist dabei nicht von besonderer Relevanz. Wie sagte damals schon Roosevelt so schön über Somoza? Er ist ein Schweinehund, aber er ist UNSER Schweinehund.

Dass die Aktivitäten von ISIS im Irak von den USA nicht gewünscht und erst recht nicht geplant oder beabsichtigt sind und somit natürlich "unintended consequences" sind, sollte doch auf der Hand liegen. Merke: Das Abschneiden von Köpfen syrischer Soldaten ist erwünscht, aber das Abschneiden von Köpfen irakischer Soldaten nicht. So einfach ist das.

Ich persönlich finde es vom Grundsatz her einen guten Ansatz, das Assad-Regime und islamistische Wirrköpfe gegeneinander auszuspielen. Wozu eigene Soldaten opfern, wenn man seine Ziele eleganter erledigen kann.

Sorry, ich habe unterschaetzt

CalBaer @, Donnerstag, 28.05.2015, 18:06 vor 3939 Tagen @ Hochtaunus 2684 Views

Ich habe nie behauptet, dass die USA das Assad-Regime stürzen wollen,
weil dieses Blut an den Fingern hat.
Das Assad-Regime soll/wird gestürzt werden, weil es gegen die Interessen
der USA handelt. Dies im Gegensatz zu Saudi Arabien, die im Großen und
Ganzen auf Linie sind.
Ob und in welchem Ausmaß diese Regime verbrecherisch sind, ist dabei
nicht von besonderer Relevanz.

Klar, es geht gar nicht um Stabilitaet, wie immer behauptet wird, sondern um wirtschaftliche Interessen, aus denen die politischen nur abgeleitet sind.

Allerdings ist folgendes fuer mich widerspruechlich:

Dass die Aktivitäten von ISIS im Irak von den USA nicht gewünscht und
erst recht nicht geplant oder beabsichtigt sind und somit natürlich
"unintended consequences" sind, sollte doch auf der Hand liegen.

<>

Ich persönlich finde es vom Grundsatz her einen guten Ansatz, das
Assad-Regime und islamistische Wirrköpfe gegeneinander auszuspielen.

Besonders der Nahen Osten unterliegt einer komplexen, chaotischen Dynamik - das weiss man nicht erst seit ISIS. Wenn man all diese "Wirrkoepfe" finanziert, damit die sich gegenseitig abschlachten, koennen die Folgen niemals unbeabsichtigt sein, sondern man muss immer damit rechnen. Es ist hoechst heuchlerisch, wenn man sich hinterher mit "unintended consequences" rausreden will. Die "unintended consequences" sind eben direkt beabsichtigt, weil sie den eigenen Interessen* dienen.

* z.B. http://fas.org/asmp/profiles/saudi_arabia.htm

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Wie schon gesagt...

Hochtaunus @, Donnerstag, 28.05.2015, 20:07 vor 3939 Tagen @ CalBaer 2585 Views

Mit "unintended consequences" meinte ich die Aktivitäten von ISIS im Irak (!)

Hier gehe ich nicht davon aus, dass sie zum Zweck einer Eindämmung schiitischen Einflusses gesteuert wurden.

Dass ein Eingreifen wie auch ein Nichteingreifen gerade im Nahen Osten immer unerwartete Ergebnisse nach sich ziehen kann, stimme ich natürlich zu.

Hatte ich auch so verstanden

CalBaer @, Freitag, 29.05.2015, 05:43 vor 3939 Tagen @ Hochtaunus 2636 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 29.05.2015, 16:06

Mit "unintended consequences" meinte ich die Aktivitäten von ISIS im Irak
(!)

Hatte ich auch so verstanden.

Hier gehe ich nicht davon aus, dass sie zum Zweck einer Eindämmung
schiitischen Einflusses gesteuert wurden.

Gesteuert wird nirgend etwas, zumindest nicht nachhaltig. Da wird immer nur ein Chaos beendet, indem man ein anderes, groesseres Chaos lostritt.

Dass ein Eingreifen wie auch ein Nichteingreifen gerade im Nahen Osten
immer unerwartete Ergebnisse nach sich ziehen kann, stimme ich natürlich
zu.

Naja, es war immer das Eingreifen, aka die Hochruestung von aussen. Und das begann ja schon nach dem 2. WK mit der Etablierung Israels. Die "unintended consequences" kennt man daher nur zu gut und man weiss sehr genau, was man anrichtet. Dass man eine Entwicklung wie den Aufstieg des ISIS nicht vorhersehen konnte, ist mir schleierhaft. Mir scheint es eher ein Teil der Strategie zu sein.

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Nachdenkseiten und Lüders zum US-IS-Verhältnis

Bernadette_Lauert, Mittwoch, 27.05.2015, 17:05 vor 3940 Tagen @ Bernadette_Lauert 3202 Views

bearbeitet von Bernadette_Lauert, Mittwoch, 27.05.2015, 17:10

Weitere Top-Journalisten abseits der Karriere-Transatlantiker greifen das Thema auf!

Auch Albrecht Müller, der ehem. Leiter der Planungsabteilung im Bundeskanzleramt bei Willy Brandt und Helmut Schmidt, der die innerhalb der Medienbranche hochgelobten Nachdenkseiten betreibt, hat sich des Themas angenommen:

http://www.nachdenkseiten.de/?p=26247

Zur Einordnung des Themas verweist Müller auf die Todenhöfer-Analyse und ein SWR-Interview mit Michael Lüders, welches hier zu finden ist:

http://swrmediathek.de/player.htm?show=ad0f9540-cbbb-11e4-abc2-0026b975f2e6

Um die Schlussfolgerungen von Albrecht Müller zu verdeutlichen, sei mir folgendes Zitat aus dem Artikel gestattet:

"Die Entstehung des islamischen Staats passt in die Gesamtstrategie der USA und einiger westlicher Mitwirkender, dass Staaten und ihre Regierungen, die sich bisher nicht eingebettet haben in den Kreis der sogenannten westlichen Staatengemeinschaft und stattdessen sich eher als blockfrei betrachten, der Destabilisierung ausgesetzt werden. Das galt für Libyen, es galt für die frühere Ukraine bis zum Herbst 2013, es gilt für den Iran, es gilt möglicherweise auch für Mazedonien."

Ich glaube, dass in ein paar Wochen die Genese des IS im Kontext geostrategischer Erwägungen der USA besprochen wird - auch im Mainstream.

Der Dummheit und Vertuschung wurde durch Artikel wie beispielsweise von Todenhöfer, Lüders oder Müller bereits genug geschadet. Das Thema ist reif.

Gruß, Bernadette

dazu KenFM: Judicial Watch zwingt Herausgabe von Nachweisen, dass die USA die Bildung von IS gefördert hat

tradi @, Mittwoch, 27.05.2015, 20:11 vor 3940 Tagen @ Bernadette_Lauert 3008 Views

hier im Beitrag https://www.youtube.com/watch?v=Z0HfT-Di0v4&t=30

Die USA und der IS

Jetzt ist es noch offizieller. Die USA sind der Terrorpate Nr. 1 in der Welt.
Wie aus einem internen Strategiepapier hervorgeht, hat Amerika den IS, also den Islamischen Staat - DIE Terrorkrake im Mittleren Osten, selber angeschoben und gefördert. Seit 2012 wurden radikale Sunniten von Al-Qaida und Salafisten massiv unterstützt, um vor allem Syrien und den Irak ins Chaos zu stürzen und parallel dazu den Iran erneut zu "beschäftigen". Die Iran-Contra-Affäre lässt grüßen.

--
Der Preis der Freiheit ist ewige Wachsamkeit
(Thomas Jefferson)

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