Neues zum GW-Absturz in Frankreich - Zweifel an der offiziellen Version?

Griba @, Dunkeldeutschland, Samstag, 23.05.2015, 11:34 vor 3889 Tagen 5258 Views

Laut Meldung der heutige Ostseezeitung (ich habe im Netz bisher keine Bestätigung gefunden) habe die BFU in Braunschweig am 12. Mai einen In flight - Test zum GW-Absturz durchgeführt.

Da scheinen die Widersprüche doch erheblich, denn wenn man sich nicht einmal auf einen Simulator verläßt, sondern das ganze im Fluge testet (was nicht nur teuer sondern durchaus auch gefählich sein kann), muß es erhebliche Gründe dafür geben.

Der A440-Absturz wirft bisher auch mehr Fragen auf, als Antworten verfügbar sind.
Man darf gespannt sein. [[zigarre]]

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Beste Grüße

GRIBA

Nichts Besonderes und nicht dramatisch - kein Stoff für VT (mL)

Jermak @, Samstag, 23.05.2015, 18:36 vor 3889 Tagen @ Griba 3294 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 23.05.2015, 18:54

Es ging um den Vergleich von Parametern und die Identifikation von Geräuschen.
Und es wurde lediglich ein Teil des Flugprofils nachgestellt.
Und - eine offizielle Version gibt es bisher ja gar nicht, daran wird ja erst gearbeitet.

Meldung in der FlugRevue

Und die BLÖD meldet zusätzlich, daß der Flug nicht auf der Route des Unglücksfluges, sondern in Deutschland nachgestellt wurde. Und die hat, im Gegensatz zu den Ermittlern , natürlich eine "offizielle" Version.
http://www.bild.de/regional/duesseldorf/flug-4u9525/todesflug-nachgestellt-41047698.bil...

Erhebliche Gründe

Rybezahl, Sonntag, 24.05.2015, 02:26 vor 3888 Tagen @ Griba 3129 Views

Laut Meldung der heutige Ostseezeitung (ich habe im Netz bisher keine
Bestätigung gefunden) habe die BFU in Braunschweig am 12. Mai einen In
flight - Test zum GW-Absturz durchgeführt.

Da scheinen die Widersprüche doch erheblich, denn wenn man sich nicht
einmal auf einen Simulator verläßt, sondern das ganze im Fluge testet
(was nicht nur teuer sondern durchaus auch gefählich sein kann), muß es
erhebliche Gründe dafür geben.

Natürlich gibt es erhebliche Gründe, das "in echt" zu testen aber was sind das für Widersprüche, von denen du sprichst?
So eine Simulation kann doch nicht die Realität ersetzen!

Es gibt durchaus erprobte Parabelflug-Piloten, die hier zu Rate gezogen werden könnten, wenn das nötig gewesen wäre:
https://www.youtube.com/watch?v=Qt7vGlAjCyc

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Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

Merkwürdiges Verarbeitungskonglomerat

aliter @, Sonntag, 24.05.2015, 08:14 vor 3888 Tagen @ Rybezahl 2773 Views

Laut Meldung der heutige Ostseezeitung (ich habe im Netz bisher keine
Bestätigung gefunden) habe die BFU in Braunschweig am 12. Mai einen In
flight - Test zum GW-Absturz durchgeführt.

Es gibt ja genug Beispiele für seriöse Flugunfallsuntersuchungen: Zunächst mal sollte per internationalen Verträgen geklärt werden, wer diese durchführt. Vielleicht kann ja ein mitlesender Experte aufklären: Wer führt die Ermittlungen? Ist das das "Unglücksland" oder das Land, wo die Airline beheimatet ist oder eine gemeinsame öffentlich nachprüfbare Kommission? Ich könnte mir nicht vorstellen, dass die USA Untersuchungen an Barbados abgeben könnte.

Bisher waren die Untersucher ein desinformierter franz. Oberstaatsanwalt und völlig ungeklärte "Experten in Paris", .

Das ist schon die erste ins Auge fallende Merkwürdigkeit. Dass darüberhinaus Luftunfallsexperten - davon dürfte es wohl genügend geben - sich lieber in Schweigen hüllen, sagt m.E. schon einiges.

Wenn nun das Luftfahrtbundesamt in Braunschweig zu einem Detail Stellung nimmt, sagt das m.E.wenig.

Nehmen wir mal folgendes überspitztes Beispiel: M ist in einem etwas dubiosen Handgemenge mit einer Keule erschlagen worden. Aus politisch korrekten Gründen behauptet der Staatsanwalt: P habe ihn mit einem 15 cm langen Messer erstochen.
Um das etwas aufzuwerten wird der überaus renomierte internationale Experte Prof. Dr. Dr. X um ein Gutachten gebeten, ob man mit diesem 15 cm langen Messer jemanden tödlich verletzen kann.
Der Prof liefert ein teures 250seitiges Gutachten, das das bestätigt.

Ergo ist in dem Verfahren der überaus renomierte Prof. Dr. Dr. X mit eingebunden und in der oberflächlichen Öffentlichkeit gilt der als Bestätiger des Vorganges.

mfg


c

Alles längst geklärt (edit)

Rybezahl, Sonntag, 24.05.2015, 13:05 vor 3888 Tagen @ aliter 2601 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 24.05.2015, 13:50

Für deine durch die "Presse" erzeugte Verwirrung kann ich nichts. Tipp: Einfach nicht konsumieren. Ich kann dir aber sagen, wie es in der Realität ist:

Die Untersuchung führt die französische Flugunfalluntersuchungsbehörde (BEA) und (zuarbeitend) die deutsche Flugunfalluntersuchungsbehörde (BFU), wobei die deutsche Flugunfalluntersuchungsbehörde die Pressearbeit der französischen Fugunfalluntersuchungsbehörde überlässt. Das mag daran liegen, dass der Unfall auf französischem Boden geschah.

Siehe:
http://www.bfu-web.de/DE/Aktuelles/Nachrichten/Aktuell/150506_Pressemitteilung%2006.05....

Zitat daraus:
"Pressemitteilung am 06. Mai 2015 um 11:00 Uhr

Die französische Flugunfalluntersuchungsbehörde (Bureau d'Enquêtes et d'Analyses – BEA) hat auf ihrer Seite im Internet unter:

http://www.bea.aero/index.php

den Zwischenbericht zum Unfall vom 24.03.2015 (Flug 4U 9525) veröffentlicht. Der Zwischenbericht ist in den Sprachen Französisch, Englisch, Spanisch und Deutsch zu finden.

Hinweis: Der Zwischenbericht über die Sicherheitsuntersuchung der BEA wurde ins Deutsche übersetzt. So genau die Übersetzung auch sein mag, der Originaltext in französischer Sprache ist das Referenzwerk.

Als Ansprechpartnerin seitens der BEA steht Ihnen die Pressesprecherin der Behörde zur Verfügung:

Martine del Bono [...]."

Die Ergebnisse der Untersuchungen werden der deutschen und der französischen Staatsanwaltschaft übermittelt, die bei Bedarf weitere Ermittlungen einleitet. In diesem Fall besteht der Verdacht des Mordes, weshalb die deutsche Staatsanwaltschaft eine Durchsuchung der Räumlichkeiten des Verdächtigten anordnete.

Dort fand man ein Tablet, aus dessen Browserverlauf der Schluss gezogen werden kann, dass sich der Verdächtige (Zitat:) "über Arten und Umsetzungsmöglichkeiten einer Selbsttötung informiert [hat]. An mindestens einem Tag hat sich der Betreffende darüber hinaus über mehrere Minuten mit Suchbegriffen über Cockpittüren und deren Sicherheitsvorkehrungen auseinandergesetzt."

Siehe (Pressemitteilung vom 02.04.2015):
http://www.sta-duesseldorf.nrw.de/behoerde/presse/Pressemitt/Flugzeugabsturz/index.php

Und hier die Presseerklärungen der französischen Flugunfalluntersuchungsbehörde:
http://www.bea.aero/fr/enquetes/vol.gwi18g/vol.gwi18g.php
Alles auch in deutscher Sprache (da, wie oben erwähnt, die Pressearbeit von dieser Stelle gemacht wird).

Am 24.03.2015 erfolgte diese Pressemitteilung der BEA (Zitat):
"Gemäß den Bestimmungen der EU-Verordnung 996/2010 hat das BEA eine Sicherheitsuntersuchung eingeleitet, nachdem es am Vormittag informiert wurde, dass ein Airbus A320-211 in der Nähe der Gemeinde Prads-Haute-Bléone (Alpes de Haute-Provence, Frankreich) abgestürzt ist."

EU-Verordnung 996/2010 Artikel 5 (1):
"Jeder Unfall und jede schwere Störung in der Zivilluftfahrt, an der Luftfahrzeuge außer den in Anhang II der Verordnung (EG) Nr. 216/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Februar 2008 zur Festlegung gemeinsamer Vorschriften für die Zivilluftfahrt und zur Errichtung einer Europäischen Agentur für Flugsicherheit (1) angegebenen Luftfahrzeugen
beteiligt sind, ist in dem Mitgliedstaat, in dessen Hoheitsgebiet sich der Unfall oder die schwere Störung ereignet hat, zum Gegenstand einer Sicherheitsuntersuchung zu machen.
"

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Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

Hört sich seriös an

aliter @, Sonntag, 24.05.2015, 16:14 vor 3888 Tagen @ Rybezahl 2208 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 24.05.2015, 16:21

Für deine durch die "Presse" erzeugte Verwirrung kann ich nichts. Tipp:
Einfach nicht konsumieren. Ich kann dir aber sagen, wie es in der Realität
ist:

Die Untersuchung führt die französische Flugunfalluntersuchungsbehörde
(BEA) und (zuarbeitend) die deutsche Flugunfalluntersuchungsbehörde (BFU),
wobei die deutsche Flugunfalluntersuchungsbehörde die Pressearbeit der
französischen Fugunfalluntersuchungsbehörde überlässt. Das mag daran
liegen, dass der Unfall auf französischem Boden geschah.

Danke für die Aufklärung! Und in welcher Halle wird das Flugzeug puzzlemässig zusammengesetzt, wie bei anderen Unglücken (ausser dem in der Ukraine!!), um die genauen Abläufe festzustellen?

Jedenfalls liest sich das, auf was du zu Recht hinweist, alles sehr seriös. Ich bin aber fest davon überzeugt, dass beim Haider-Unfall, beim Barschel-Selbstmord und beim Möllemann-Unfall ebenfalls formal korrekte und äusserst seröse Abschluss-Berichte erschienen sind. Kurzum, ich halte mich an die Regel, dass die ersten Verlautbarungen die wichtigsten sind, weil da noch nicht nachgebessert werden konnte. Und zumindestens die ersten Verlautbarungen über die diversen gefunden / nicht gefundenen/ defekten / lesbaren / nicht lesbaren Boxen waren für mich voller Widersprüche.

Aber natürlich hat die Bevölkerung ein Recht auf einen dicken gebunden Bericht, damit Spekulationen ein für allemal beendet werden.
Allerdings hängt mein Wohlbefinden wenig davon ab und meine Zeit erscheint mir zu wertvoll, um Berichte zu lesen, deren Behauptungen ich nicht nachprüfen kann. Ich halte mich an mein auf lang zurückliegendem Studium noch solide vermitteltes physikalisches und anderes Wissen und bin skeptisch, wo ich es für angebracht halte.

Nochmals vielen Dank für die Ergänzung.

Erste Verlautbarungen

Rybezahl, Sonntag, 24.05.2015, 17:13 vor 3888 Tagen @ aliter 2405 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 24.05.2015, 17:53

Danke für die Aufklärung! Und in welcher Halle wird das Flugzeug
puzzlemässig zusammengesetzt, wie bei anderen Unglücken (ausser dem in
der Ukraine!!), um die genauen Abläufe festzustellen?

Warum sollte man das tun? Welchen Erkenntnisgewinn glaubst du dadurch zu erhalten? Ansonsten musst du dich bei Bedarf an die jeweilige Pressestelle wenden, ich muss das doch nicht erklären...

Jedenfalls liest sich das, auf was du zu Recht hinweist, alles sehr
seriös. Ich bin aber fest davon überzeugt, dass beim Haider-Unfall, beim
Barschel-Selbstmord und beim Möllemann-Unfall ebenfalls formal korrekte
und äusserst seröse Abschluss-Berichte erschienen sind. Kurzum, ich halte
mich an die Regel, dass die ersten Verlautbarungen die wichtigsten sind,
weil da noch nicht nachgebessert werden konnte. Und zumindestens die ersten
Verlautbarungen über die diversen gefunden / nicht gefundenen/ defekten /
lesbaren / nicht lesbaren Boxen waren für mich voller Widersprüche.

Der Unterschied zu vielen anderen Unglücken ist aber der, dass sich in diesem Fall jetzt und später keine glaubwürdigen Vermutungen zu einem alternativen Hergang ableiten lassen.
Einziger Anhaltspunkt für solche Unternehmungen sind im Moment die Bilder der Trümmerfläche und die Erklärungen der offiziellen Stellen.
Sollten dir Erkenntnisse über den Verdächtigten bekannt sein oder werden, die den bisherigen Ermittlungen widersprechen ("alles war vermutlich ganz anders!"), dann bitte ich um eine Mitteilung.

Was die "Presse" in ihrem Wahn alles zu verkünden meint, interessiert mich kaum. Mich interessieren die Bilder und was ich mir selbst daraus ableiten kann.

Aber natürlich hat die Bevölkerung ein Recht auf einen dicken gebunden
Bericht, damit Spekulationen ein für allemal beendet werden.

Darum geht es nicht, die gesetzliche Lage definiert den Hergang klar.

Allerdings hängt mein Wohlbefinden wenig davon ab und meine Zeit
erscheint mir zu wertvoll, um Berichte zu lesen, deren Behauptungen ich
nicht nachprüfen kann. Ich halte mich an mein auf lang zurückliegendem
Studium noch solide vermitteltes physikalisches und anderes Wissen und bin
skeptisch, wo ich es für angebracht halte.

Aber nicht zu wertvoll, um über Sachen zu schreiben, die man mit ein bisschen Arbeit aufklären könnte.

Nochmals vielen Dank für die Ergänzung.

Gern geschehen.

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

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