Psychopathie und Weltpolitik

Rotweintrinker @, Donnerstag, 21.05.2015, 21:42 vor 3891 Tagen 7296 Views

Rasselte man früher mit dem Säbel, so heute mit der Panzerkette. Nietzsches Verdikt kommt einem in den Sinn: "Bei allem ist eins unmöglich:Vernünftigkeit." Und lachen muss man über Hegel, der meinte: "Alles, was ist, ist vernünftig."

Dann drängt sich auf, was man über Psychopathen gelesen und gehört, ggf. von ihnen selbst erfahren hat. Der Psychopath ist intelligent, furcht- und skrupellos, überzeugt, allein zu wissen,wo es langgeht, bzw. wohin es langzugehen hat.Zudem ist er ständig in Schwung und von nicht enden wollender Betriebsamkeit und Umtriebigkeit. Er muss die Puppen tanzen lassen. Kurzum, der Psychopath besitzt all die Eigenschaften, die einen zu höchsten Machtpositionen aufsteigen lassen.
So ist denn meine Befürchtung, dass wir von im Hintergrund agierenden Psychopathen regiert werden, welche die Puppen --das sind die uns bekannten Politiker--tanzen lassen.
Fürchten diese Psychopathen denn nicht, in einem von ihnen losgetretenen Krieg selbst Schaden zu erleiden? Nein! Sie kennen weder Furcht noch Angst. Das ist der Kern ihres Wesens. Daher weniger intelligente Psychopathen die Knäste der Welt bevölkern.
Und warum agieren sie im Verborgenen? Weil absolute Macht unsichtbar ist. Gott, so es ihn denn gibt, sieht alles, ist aber selbst unsichtbar.
Ein schreckliches Szenario? "Ja", würde der Psychopath antworten, "aber nur für dich, du Spießer. Denn ehe du 'Wurst' auch nur gesagt hast, habe ich sie schon gegessen!"

Und nun?

Brauer @, Donnerstag, 21.05.2015, 22:16 vor 3891 Tagen @ Rotweintrinker 5758 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 21.05.2015, 22:19

So ist denn meine Befürchtung, dass wir von im Hintergrund agierenden
Psychopathen regiert werden, welche die Puppen --das sind die uns
bekannten Politiker--tanzen lassen.

Nein, diese sind teilweise auch selbst Psychopathen.
Mehr werde ich allerdings dazu nicht ausführen, außer: Grüne sind selten so linde, wie sie sich geben.

In hierarchisch strukturierten, sozialen Systemen konzentrieren sich die Psychopathen an der Spitze der Pyramide

Phoenix5, Freitag, 22.05.2015, 00:21 vor 3891 Tagen @ Rotweintrinker 6474 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 22.05.2015, 00:26

siehe auch "Politische Ponerologie"

Beste Grüße
Phoenix5

Nur zur Info

Rybezahl, Freitag, 22.05.2015, 00:59 vor 3890 Tagen @ Phoenix5 5841 Views

Das geht alles auf Laura Knight-Jadczyk zurück, die das ganze Buch überhaupt erst einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht hat. Interessiert jetzt natürlich niemanden mehr, das Thema ist ja auch unabhängig davon interessant.

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn ;)

Phoenix5, Freitag, 22.05.2015, 01:10 vor 3890 Tagen @ Rybezahl 5667 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 22.05.2015, 17:19

Das geht alles auf Laura Knight-Jadczyk zurück, die das ganze Buch
überhaupt erst einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht hat.
Interessiert jetzt natürlich niemanden mehr, das Thema ist ja auch
unabhängig davon interessant.

Mir war noch erinnerlich, dass es eine Zeitgeist-Esoterikerin war, die das Buch bekannt machte - den Namen kannte ich nicht mehr. Dafür gebührt ihr mit Sicherheit Dank und sie bringt damit wohl auch ihr Karma wieder ins Gleichgewicht bei all dem Blödsinn, den sie sonst so in die Welt setzt.

Beste Grüße
Phoenix5

Zeitgeist-Esoterikerin

Rybezahl, Freitag, 22.05.2015, 01:32 vor 3890 Tagen @ Phoenix5 5670 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 22.05.2015, 01:39

Mir war noch erinnerlich, dass es eine Zeitgeist-Esoterikerin war, die das
Buch bekannt machte - den Namen kannte ich nicht mehr. Dafür gebührt ihr
mit Sicherheit Dank und sie bringt damit wohl auch ihr Karma wieder ins
Gleichgewicht bei all dem Blödsinn den sie sonst so in die Welt setzt.

Immerhin folgte sie einer streng wissenschaftlichen Methode, auch wenn die ziemlich verrückten Ergebnisse nicht darauf schließen lassen (sie rechnet mit einem oder mehreren Impakten).
Vom Kapitalismus hat sie aber scheinbar wenig Ahnung.

--
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Ich sprach weniger von ihrer Impakt-These

Phoenix5, Freitag, 22.05.2015, 14:12 vor 3890 Tagen @ Rybezahl 4768 Views

...mit der ich mich nicht beschäftigt habe, sondern mit ihren sonstigen Aktivitäten: Channeling, UFOs, etc.

Beste Grüße
Phoenix5

Ketzerisch

Rybezahl, Freitag, 22.05.2015, 18:47 vor 3890 Tagen @ Phoenix5 4689 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 22.05.2015, 19:24

Mir kommen doch sehr ketzerische Gedanken bei diesem Buch. Wer das von dir verlinkte PDF öffnet und nur die erste Seite liest, wird vielleicht wissen, was ich meine.

2009 war das Buch noch vollständig im Internet zu lesen. Liegt hier vor. Dort schreibt der Autor des Buches (Lobaczewski) an den Herausgeber (Knight):

"Sie finden eine Kopie dieses Buches in der Bibliothek des Kongresses, in manchen Universitäten und öffentlichen Bibliotheken in den USA."

Würde mich nun sehr interessieren, ob das tatsächlich der Fall ist. Mir ist nicht bekannt, dass der Herausgeber das selbst überprüft habe, denn:

"Ich schrieb sofort zurück. Ja, natürlich wollte ich sein Buch lesen. Ein paar Wochen später kam das Manuskript per Post."


All das soll aber nicht die geleistete Arbeit schmälern. Was ich kritisieren würde, das ist die Tatsache, dass dieses Buch eine Welle ausgelöst hat, die das Problem verkürzt und die Schuldigen klar definiert. Leute, die sich mit einfachen Lösungen abfinden können, könnten so auf die Idee kommen, man müsse nur die Oberen entmachten und schon sei das Problem ein für allemal gelöst. Darum: "Vom Kapitalismus hat sie aber scheinbar wenig Ahnung."

--
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Kongress

Rybezahl, Sonntag, 24.05.2015, 17:19 vor 3888 Tagen @ Phoenix5 4113 Views

Das Buch scheint tatsächlich in der Kongressbibliothek zu liegen, im polnischen Original:

http://lccn.loc.gov/2003451616

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Vielen Dank für die Recherche! (oT)

Phoenix5, Sonntag, 24.05.2015, 18:55 vor 3888 Tagen @ Rybezahl 3789 Views

- kein Text -

Falsch! Reziprozität.

Weiner @, Freitag, 22.05.2015, 01:21 vor 3890 Tagen @ Phoenix5 5884 Views

Guten Abend bzw. Guten Morgen!

Die Psychopathie oben hat ein Spiegelbild unten. Weil ich selbst hier auf dem Forum einmal auf Psychopathen in den höheren (und hinteren) Etagen staatlicher und wirtschaftlicher Institutionen hingewiesen hatte (und neulich KK mich daran erinnern wollte), darf ich hier die Gelegenheit wahrnehmen, eine notwendige Ergänzung und Klarstellung nachzureichen.

Die Psychopathen da oben können sich nur halten, weil die Defekten und Bequemen hier unten das zulassen. Es mag so gewesen sein, dass die ersten Staatssysteme vor 6000-7000 Jahren durch gewalttätige Überlagerung von Männerbanden über nicht wirklich wehrfähige Agrargemeinschaften entstanden sind. Und ganz zweifellos hat sich diese Gewalttätigkeit mit psychopathischen Charakteren fortan gepaart - und ist in dieser Kombination seither eine wesentliche Komponente für die Aufrechterhaltung des Staatsparadigmas geblieben. *)

Man darf aber nicht übersehen, dass Untertan zu sein, auch Vorteile bietet: man zahlt, und andere nehmen einem die soziale Organisation des Lebens - die sehr anstrengend sein kann ... - auf weite Strecken ab. Immer mal wieder in der Geschichte wird diese Korrespondenz zwischen Hirt und Herde durchschaut, ein sehr schöner Traktat ist etwa der von Étienne de La Boëtie (1530-1563) "Die freiwillige Knechtschaft des Menschen". **) Und Immanuel hat be-kan(n)t-lich dieselbe Sache unter einem anderen Zeitgeist dann klassisch formuliert:

"Selbstverschuldet ist die Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen."

„Daß der bei weitem größte Teil der Menschen (darunter das ganze schöne Geschlecht) den Schritt zur Mündigkeit außer dem, daß er beschwerlich ist, auch für sehr gefährlich halte: dafür sorgen schon jene Vormünder, die die Oberaufsicht über sie gütigst auf sich genommen haben.“ ***)

Die Psychopathologie an der Basis geht so weit, dass wir uns fast ganz entäußern, selbstentfremden, vielfach die Menschlichkeit eigentlich verlieren. Indem wir freiwillig unsere Gesundheit an ein Gesundheitssystem abgeben, die Erziehung unserer Kinder an die Schule, die Versorgung unserer Eltern an die Altenheimindustrie, den Schutz der Umwelt an die Grünen, die Verhandlung mit dem Arbeitgeber an die Gewerkschaft, unsere Phantasien an Hollywood, unser Denken an die Medien, das Lebensrisiko an Versicherungsgesellschaften, unseren Beutel an die Banken, die politische Willensbildung an Parteien etc. etc. geben wir letztendlich uns selbst auf. Wir sind auf diese Weise kaum weniger psychopathisch als die da oben: und diese unseren psychischen Defekte sind letzlich der Dünger auf dem die ganz bösen Blumen hervor - und nur scheinbar nach oben wachsen.


Meint, freundlich grüßend, Weiner


*) Weil die Psychopathen ganz oben sich nur selten die Hände schmutzig machen, brauchen sie stets psychopathische Helfershelfer in den mittleren und unteren Rängen; bester Beweis dafür sind Phänomene wie die folgenden: http://de.wikipedia.org/wiki/Dezimation bzw.
http://de.wikipedia.org/wiki/Fustuarium


**) http://gutenberg.spiegel.de/buch/von-der-freiwilligen-knechtschaft-des-menschen-5225/1

***) Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung? Berlinische Monatsschrift, 1784, 2, S. 481–494

PS: Der Begriff der Psychopathologie müßte im Kontext von sozialen Ordnungen und Politik eigentlich erst definiert werden. Hätte man die betreffenden Kriterien fixiert, würde man wahrscheinlich finden, dass ihr Vorkommen gleichverteilt ist. Ich spekuliere manchmal aber, ob nicht bestimmte Merkmalskombinationen auch vererbt werden können und somit familiär, vielleicht sogar schichtenspezifisch (Kasten in Indien) gehäuft aufscheinen.

Dezimation und Fustuarium - Gegenmittel: Fragging

Leser68 @, Freitag, 22.05.2015, 02:34 vor 3890 Tagen @ Weiner 5412 Views

Es handelt sich aber nicht um diese moderne Form der Energiegewinnung, die vor allem in den USA verbreitet ist, sondern um eine Art Selbstjustiz, die vor allem während des Vietnam-Krieges unter US-Soldaten eine große Anhängerschaft hatte:

Fragging_and_other_Withdrawl_Symptons
Fragging is a macabre ritual of Vietnam in which American enlisted men attempt to murder their superiors. The word comes from the nickname for hand grenades, a weapon popular with enlisted men because the evidence is destroyed with the consummation of the crime. Fragging has ballooned into intraArmy guerrilla warfare, and in parts of Vietnam it stirs more fear among officers and NCOs than does the war with "Charlie."

http://www.eugenelinden.com/Fragging_and_other_Withdrawl_Symptons.html

Es sollen dabei wohl hunderte US-Offiziere in Vietnam ums Leben gekommen sein. Bestraft wurden Offiziere, wenn sie sinnlose Befehle gaben oder Feigheit zeigten bzw. die eigenen Männer immer vorschickten.

Jede Wette: DIE waren es!

Mephistopheles @, Datschiburg, Freitag, 22.05.2015, 22:59 vor 3890 Tagen @ Weiner 4605 Views

Die Psychopathen da oben können sich nur halten, weil die Defekten und
Bequemen hier unten das zulassen. Es mag so gewesen sein, dass die ersten
Staatssysteme vor 6000-7000 Jahren durch gewalttätige Überlagerung von
Männerbanden über nicht wirklich wehrfähige Agrargemeinschaften
entstanden sind.

Die Abstammungs-Geschichte der Europäer ist reichlich komplex. Denn unter unseren Vorfahren waren nicht nur urzeitliche Jäger und Sammler dieser Region, sondern auch Einwanderer aus dem Nahen Osten und aus Zentralasien. Jetzt hat ein internationales Forscherteam ein weiteres Puzzleteil unserer Herkunft aufgedeckt: Zwei Drittel aller europäischen Männer könnten von nur einer Handvoll bronzezeitlicher Vorfahren abstammen. Warum das so ist und wer diese waren, ist bisher jedoch rätselhaft.

Wer diese sind und warum das so ist, bleibt allerdings bisher rätselhaft.
http://www.wissenschaft.de/leben-umwelt/genforschung/-/journal_content/56/12054/6684523...

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

"die Defekten und Bequemen" (die Mehrheit) ..

Beo2 @, NRW Witten, Samstag, 23.05.2015, 11:01 vor 3889 Tagen @ Weiner 4437 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 23.05.2015, 11:10

Die Psychopathie oben hat ein Spiegelbild unten.

Ich nenne es die Soziopathie, das Animalische, die Instinkte .. das Reptil, die Ratte, den Haifisch etc., und den Affen im Menschen. Diese Programme sind in uns.

Ja, die Soziopathie hat ein Spiegelbild unten: die Psychopathie. Die letzteren, das sind die verklemmten, ängstlichen, die ihre überschießenden Emotionen und Neurosen (Angst/Hass) verdrängen und rationalisieren. Daraus entsteht im Extremfall das Phänomen der individuellen oder kollektiven Geisteskrankheit (Wahnsinn, Krieg), die auch sehr gewalttätig sein kann.

Die Psychopathen da oben können sich nur halten, weil die Defekten und Bequemen hier unten das zulassen.

Auch dem stimme ich zu. Die Defekten sind notgedrungen bequem, weil individuell und innerlich stark geschwächt und gespalten.

Es mag so gewesen sein, dass die ersten Staatssysteme vor 6000-7000 Jahren durch gewalttätige Überlagerung von Männerbanden über nicht wirklich wehrfähige Agrargemeinschaften entstanden sind. Und ganz zweifellos hat sich diese Gewalttätigkeit mit psychopathischen Charakteren fortan gepaart - und ist in dieser Kombination seither eine wesentliche Komponente für die Aufrechterhaltung des Staatsparadigmas geblieben. *)
Man darf aber nicht übersehen, dass Untertan zu sein, auch Vorteile bietet: man zahlt, und andere nehmen einem die soziale Organisation des Lebens - die sehr anstrengend sein kann ... - auf weite Strecken ab.

Ja, es ist besonders dann anstrengend, wenn mensch emotional defekt ist und vieles verdrängen muss. Hinzu kommt die sich darauf aufbauende Irrationalität. Der Verstand geht flöten. Dann hat mensch zu wenig Kraft, Mut, Flexibilität und Mobilität, um sich durchzusetzen oder Nein zu sagen. Auch mit den menschlichen Beziehungen klappt es nicht besonders.

Immer mal wieder in der Geschichte wird diese Korrespondenz zwischen Hirt und Herde durchschaut, ein sehr schöner Traktat ist etwa der von Étienne de La Boëtie (1530-1563) "Die freiwillige Knechtschaft des Menschen". **) Und Immanuel hat be-kan(n)t-lich dieselbe Sache unter einem anderen Zeitgeist dann klassisch formuliert:
"Selbstverschuldet ist die Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen."

Ja, die menschliche Herde wurde durch Gewalt erzeugt und durch Auslese gezüchtet.

„Daß der bei weitem größte Teil der Menschen (darunter das ganze schöne Geschlecht) den Schritt zur Mündigkeit außer dem, daß er beschwerlich ist, auch für sehr gefährlich halte: dafür sorgen schon jene Vormünder, die die Oberaufsicht über sie gütigst auf sich genommen haben.“ ***)

Ja, die letzteren, das sind die dümmeren Soziopathen auf den unteren Rängen, die Folterknechte .. häufig bei der Polizei, dem Militär, den Geheimdiensten und natürlich bei der Mafia, mit der die da oben "fallweise" zusammenarbeiten, zu finden.

Die Psychopathologie an der Basis geht so weit, dass wir uns fast ganz entäußern, selbstentfremden, vielfach die Menschlichkeit eigentlich verlieren. Indem wir freiwillig unsere Gesundheit an ein Gesundheitssystem abgeben, die Erziehung unserer Kinder an die Schule, die Versorgung unserer Eltern an die Altenheimindustrie, den Schutz der Umwelt an die Grünen, die Verhandlung mit dem Arbeitgeber an die Gewerkschaft, unsere Phantasien an Hollywood, unser Denken an die Medien, das Lebensrisiko an Versicherungsgesellschaften, unseren Beutel an die Banken, die politische Willensbildung an Parteien etc. etc. geben wir letztendlich uns selbst auf. Wir sind auf diese Weise kaum weniger psychopathisch als die da oben: und diese unseren psychischen Defekte sind letzlich der Dünger auf dem die ganz bösen Blumen hervor - und nur scheinbar nach oben wachsen.

Ja, wir sind die Psychopathen, die Defekten und Bequemen. Die da oben sind die Soziopathen, die Tiere in menschlicher Gestalt.

PS: Der Begriff der Psychopathologie müßte im Kontext von sozialen Ordnungen und Politik eigentlich erst definiert werden.

Sie ist bereits definiert - siehe auch Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Psychopathologie

"Der Begriff Psychopathologie (von ψυχή psyché „Hauch“, „Seele“, „Gemüt“ und πάθος, páthos „Leiden[schaft], Sucht, Pathos“ und logos „Wort, Vernunft, Sinn, Lehre“) bedeutet: die Lehre von den psychischen Erkrankungen. Der Begriff wurde im 19. Jahrhundert geprägt vom Freiburger Psychiater Hermann Emminghaus.[1]
Die Psychopathologie ist ein Teilbereich der Psychiatrie und der Klinischen Psychologie. Sie beschäftigt sich mit den Formen eines krankhaft veränderten Bewusstseins, Erinnerungsvermögens und Gefühls- bzw. Seelenlebens. Sie beschreibt Symptome psychischer Störungen, die in ihrer Komplexität dann als Erscheinungsformen psychischer Erkrankungen benannt werden ..."

Dieser Begriff trifft aber auf "die da oben" in der Wirtschaft, Politik und Unterwelt nur selten zu. Es trifft auf die schwache Mehrheit da unten.

Hätte man die betreffenden Kriterien fixiert, würde man wahrscheinlich finden, dass ihr Vorkommen gleichverteilt ist.

Die Psychopathen sind in der überwältigenden Mehrheit; es sind im wesentlichen unter den Lohnsklaven zu finden. Die Soziopathen sind eine Minderheit; es sind die Sklavenhalter und ihre Folterknechte.

Ich spekuliere manchmal aber, ob nicht bestimmte Merkmalskombinationen auch vererbt werden können und somit familiär, vielleicht sogar schichtenspezifisch (Kasten in Indien) gehäuft aufscheinen.

Soziopathen sind schwer erziehbar, weil sie nur sehr schwache Emotionen haben.
Erziehung (Sozial'Isation) ist aber zunächst ein Konditionierungsvorgang von Emotionen, auf denen dann bestimmtes, pro-soziales und kooperatives Verhalten sowie entsprechendes Welt- und Menschenbild aufgebaut werden kann. Das ist bei den "geborenen" Soziopathen deutlich erschwert, wennauch nur selten ganz unmöglich.

Mit Gruß, Beo2

Machthierarchie

Falkenauge @, Freitag, 22.05.2015, 11:20 vor 3890 Tagen @ Phoenix5 5062 Views

Die hierarchischen Machtstrukturen ermöglichen den Machtpsychopathen ihr totalitäres Handwerk. Ergo? Wir müssen alles dafür tun, dass diese aus absolutistischen Zeiten überkommenen Machtstrukturen aufgelöst werden, die heute nur demokratisch verbrämt werden.

Noch mal ein Hinweis auf Überlegungen dazu:
http://fassadenkratzer.wordpress.com/2014/10/03/macht-macht-untertan-die-unvereinbarkei...

"Wir müssen alles tun..."

Hinterbänkler @, Schweiz - tief im Emmental, Freitag, 22.05.2015, 12:17 vor 3890 Tagen @ Falkenauge 4846 Views

Die hierarchischen Machtstrukturen ermöglichen den Machtpsychopathen ihr
totalitäres Handwerk. Ergo? Wir müssen alles dafür tun, dass diese aus
absolutistischen Zeiten überkommenen Machtstrukturen aufgelöst werden,
die heute nur demokratisch verbrämt werden.

Hallo Falkenauge,

Falkenauge, weil Du ein besonders scharfes Auge hast?

Also dann sag mal: Was heißt denn "wir müssen alles tun, dass diese aus absolutistischen Zeiten überkommenen Machtstrukturen aufgelöst werden"?

Dein Artikel sagt leider nichts, was denn etwa "alles" zu tun sei. Zudem wäre dort noch einzuarbeiten, was der Debitismus zu den gegebenen und von Dir analysierten Machtstrukturen sagt.

Danke und Gruß
Hinterbänkler

--
...und es gibt überhaupt gute Gründe dafür, zu mutmassen, daß in einigen Stücken die Götter insgesamt bei uns Menschen in die Schule gehen könnten. Wir Menschen sind - menschlicher ...

Friedrich Nietzsche 'Jenseits von Gut und Böse'

Macht & Soziopathie ..

Beo2 @, NRW Witten, Freitag, 22.05.2015, 11:57 vor 3890 Tagen @ Phoenix5 4814 Views

In hierarchisch strukturierten, sozialen Systemen konzentrieren sich die Psychopathen an der Spitze der Pyramide

Das ist richtig. Ich finde den Begriff Psychopath allerdings nicht gut gewählt - da hier keine Geisteskrankheit vorliegt - sondern lieber den Begriff Soziopath (Soziopathie).

Soziopathen sind oft oder meistens überdurchschnittlich intelligent und können sehr charmant, besorgt, mitfühlend und vertrauenswürdig "erscheinen" bzw. wirken! Und da liegt genau der Hase im Pfeffer: im fehlenden Mitgefühl (Empathie) und fehlender Skrupel. Die Störung liegt im emotionalen Bereich. Sie sind sehr gute Schauspieler und Lügner!
Sie verstehen es sehr gut, die "emotionalen Knöpfe" ihrer Opfer beliebig zu drücken und darauf "Klavier zu spielen". Das ist das Geheimnis ihres Erfolgs. Die einen gehen zur Mafia; die anderen in die Politik. Die letzteren sind die besseren Redner; die ersteren haben die schnelleren Fäuste und Pistolen. Aber auch die ersteren schicken durchaus gerne Schläger, Kanonen und Killer vorbei (.. Polizei und Armee genannt).

Deshalb ist es so wichtig, dass die Macht von der Spitze der Hierarchie runter an die Basis verlagert und damit dezentralisiert wird .. wie es in der Direkten Demokratie der Fall sein würde. Dann würde kein Soziopath mehr in die Politik drängen.
Im übrigen, ihre kriminellen Seilschaften (Parteien) haben in 65 Jahren die gesamte Gesellschaft unterwandert und unter ihre Kontrolle gebracht .. und sie festigen ihre Macht mit gesetzlichen Hürden für Neuankömmlinge (vgl. die 5%-Hürde) , Parteienfinanzierung aus Steuermitteln (ca. 160 Millionen/Jahr in DE), Instrumentalisierung der Sicherheitsbehörden usw..

Mit Gruß, Beo2

Definition: Psychopathie vs. Soziopathie und ihr Einfluss auf die Gesellschaft

Phoenix5, Freitag, 22.05.2015, 15:07 vor 3890 Tagen @ Beo2 5203 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 22.05.2015, 15:31

In hierarchisch strukturierten, sozialen Systemen konzentrieren sich die

Psychopathen an der Spitze der Pyramide

Das ist richtig. Ich finde den Begriff Psychopath allerdings nicht
gut gewählt - da hier keine Geisteskrankheit vorliegt - sondern lieber den
Begriff Soziopath (Soziopathie).

Soziopathen sind oft oder meistens überdurchschnittlich intelligent und
können sehr charmant, besorgt, mitfühlend und vertrauenswürdig
"erscheinen" bzw. wirken! Und da liegt genau der Hase im Pfeffer: im
fehlenden Mitgefühl (Empathie) und fehlender Skrupel. Die Störung liegt
im emotionalen Bereich. Sie sind sehr gute Schauspieler und Lügner!
Sie verstehen es sehr gut, die "emotionalen Knöpfe" ihrer Opfer beliebig
zu drücken und darauf "Klavier zu spielen". Das ist das Geheimnis ihres
Erfolgs. Die einen gehen zur Mafia; die anderen in die Politik. Die
letzteren sind die besseren Redner; die ersteren haben die schnelleren
Fäuste und Pistolen. Aber auch die ersteren schicken durchaus gerne
Schläger, Kanonen und Killer vorbei (.. Polizei und Armee genannt).

Hallo Beo2,

es ist eher umgekehrt: Der Psychopath ist ein Produkt seiner Gene. Der Soziopath ein Produkt seiner Umwelt. Der Soziopath hat sich aufgrund seiner negativen/traumatischen Erfahrungen im Kindheits- und Jugendalter wesentlich weniger unter Kontrolle, ist aufbrausend, impulsiv und meist unfähig langfristig eiskalt zu kalkulieren.

Der Psychopath dagegen wird - wenn man so will - "böse geboren". Durch seinen genetisch bedingten Mangel an Empathie, Einfühlungsvermögen, Mitleid/Mitgefühl von Kindheit an, merkt er recht bald, dass seine Umwelt anders ist als er selbst, weshalb er notgedrungen Gefühle simulieren und schauspielern muss, um Anschluss zu finden, nicht negativ aufzufallen und seinen Alpha-Trieb realisieren zu können. Erst dadurch wird er überhaupt zum charmanten Allrounder in allen sozialen Belangen, weil das Beobachten und Simulieren von Emotionen (die ihm fehlen) für ihn auf sozialer Ebene überlebensnotwendig war. Während der Psychopath verbissen auf ein Ziel (die Spitze der Pyramide erklimmen) über Jahre hinaus hinarbeiten kann, wird der Soziopath, der dazu nicht fähig ist, von ihm instrumentalisiert, um seine Ziele zu erreichen. Und der Soziopath lässt sich nur zu gern vom Psychopathen instrumentalisieren - will er doch selbst gern "Jemand" sein, ohne dabei beharrlich sein zu müssen.
Ein sehr plakatives Beispiel für ein Soziopathen/Psychopathen-Verhältnis sind die intellektuellen Führer einer Nazi/Kommunisten-Partei (Psychopathen) und ihre Schläger auf der Straße bzw. ausführenden Organe (Soziopathen). In der Mitte der Gesellschaft ist der Psychopath der sich opportunistisch windende Wurm an der Spitze und seine soziopathischen Beamten-Führer (Schreibtischtäter).

Siehe auch hier:

www.neuropool.com/berichte/gesellschaft/was-ist-der-unterschied-zwischen-soziopath-und-psychopath.html

www.welt.de/gesundheit/psychologie/article131221937/So-erkennen-Sie-einen-Psychopathen.html

Deshalb ist es so wichtig, dass die Macht von der Spitze der Hierarchie
runter an die Basis verlagert und damit dezentralisiert wird
.. wie es
in der Direkten Demokratie der Fall sein würde. Dann würde kein
Soziopath mehr in die Politik drängen.

Überall wo sich Psychopathen hineindrängen können, höhlen sie solche Systeme aus. Schau dir nur genau an, was aus der amerikanischen Verfassung im Laufe der Zeit gemacht wurde und die ist meines Erachtens eine der durchdachtesten und genialsten Verfassungen der Menschheitsgeschichte gewesen.

Demokratie (in welcher Spielart auch immer) wurde ohnehin nur implementiert, um die verschiedensten Klassen, die sich aus der kapitalistischen Dynamik ausdifferenzieren, den Schein von Mitsprache und Mitbestimmung zu geben und damit ruhig zu halten. Auch wenn ich glaube, dass massenkollektivistische hierarchische Strukturen grundsätzlich scheitern müssen, glaube ich doch, dass man ihr Leben verlängern kann. Interessanter wäre eine Gesellschaft, die sich moralisch selbst reguliert, beispielsweise, wenn sowohl für die Regierung, als auch für Gerichtsprozesse nicht Politiker/Richter/etc. ernannt/gewählt/eingesetzt werden, sondern periodisch eine repräsentative Menge an Menschen per Los aus der Gesellschaft gezogen werden, die dann regieren/Recht sprechen (diese Form von Recht wäre zwar Willkür, aber meines Erachtens dennoch um Welten gerechter [im Sinne der Moral] als die heutige Rechtssprechung).
Natürlich hätte so ein System auch Nachteile (ein Philosophen-Staat wäre es keiner [[zwinker]] ), aber jede Form systemimmanenter Aushöhlung durch geisteskranke Menschen wäre ausgeschaltet.

Im übrigen, ihre kriminellen Seilschaften (Parteien) haben in 65 Jahren
die gesamte Gesellschaft unterwandert und unter ihre Kontrolle gebracht ..
und sie festigen ihre Macht mit gesetzlichen Hürden für Neuankömmlinge
(vgl. die 5%-Hürde) , Parteienfinanzierung aus Steuermitteln (ca. 160
Millionen/Jahr in DE), Instrumentalisierung der Sicherheitsbehörden usw..

So ist es. Nur geht deren Einfluss weit über 65 Jahre hinaus.


Beste Grüße
Phoenix5

Danke, super Beitrag (oT)

Kurt @, Freitag, 22.05.2015, 15:24 vor 3890 Tagen @ Phoenix5 4456 Views

[[top]]

--
Für das verantwortlich zu sein, was ich sage, ist eine Sache.
Aber dafür verantwortlich zu sein, was jeder, der in meinem Leben vorkommt,
sagt oder tut, ist eine ganz andere Sache.

Psychopathie vs. Soziopathie ..

Beo2 @, NRW Witten, Freitag, 22.05.2015, 15:56 vor 3890 Tagen @ Phoenix5 4943 Views

Hallöchen Phoenix5

Ich finde den Begriff Psychopath allerdings nicht gut gewählt - da hier keine Geisteskrankheit vorliegt - sondern lieber den Begriff Soziopath (Soziopathie).
Soziopathen sind oft oder meistens überdurchschnittlich intelligent und können sehr charmant, besorgt, mitfühlend und vertrauenswürdig "erscheinen" bzw. wirken! Und da liegt genau der Hase im Pfeffer: im fehlenden Mitgefühl (Empathie) und fehlender Skrupel. Die Störung [Defizit!] liegt im emotionalen Bereich. Sie sind sehr gute Schauspieler und Lügner!

es ist eher umgekehrt: Der Psychopath ist ein Produkt seiner Gene. Der Soziopath ein Produkt seiner Umwelt. Der Soziopath hat sich aufgrund seiner negativen/traumatischen Erfahrungen im Kindheits- und Jugendalter wesentlich weniger unter Kontrolle, ist aufbrausend, impulsiv und meist unfähig langfristig eiskalt zu kalkulieren.
Der Psychopath dagegen wird - wenn man so will - "böse geboren". Durch seinen genetisch bedingten Mangel an Empathie, Einfühlungsvermögen, Mitleid/Mitgefühl von Kindheit an, merkt er recht bald, dass seine Umwelt anders ist als er selbst, weshalb er notgedrungen Gefühle simulieren und schauspielern muss, um Anschluss zu finden, nicht negativ aufzufallen und seinen Alpha-Trieb realisieren zu können.

Interessant! .. sehe aber die tiefere Wortbedeutung genau umgekehrt. Ist aber reine Definitionsache. Nach mir:

Psychopath = Geisteskranker ("Wahnsinniger"). Psychopathologie ist die Lehre von den Geisteskrankheiten. Diese entwickeln sich zumeist aus Neurosen (oder Hirnschäden), die zunächst nur emotionale Störungen sind, u.z. durch kognitive Kompensation (z.B. Dissonanzreduktion u.a.). Mit Geisteskrankheit wird bestimmt Keiner geboren. Sie sind Produkte falscher sozialer Konditionierungsvorgänge oder von Hirnschäden.

Soziopath = purer, gnadenloser Egoismus, wie es unter den Tieren Gang und Gäbe ist. Reine Instinkte; fehlgeschlagene Sozial'Isation. Entweder-Ich-Oder-Du-Denken (auch: Monokausalität, Konkurrenzdenken). Keine Spur von Geisteskrankheit. Schwer erziehbar.

Erst dadurch wird er überhaupt zum charmanten Allrounder in allen sozialen Belangen, weil das Beobachten und Simulieren von Emotionen (die ihm fehlen) für ihn auf sozialer Ebene überlebensnotwendig war. Während der Psychopath verbissen auf ein Ziel (die Spitze der Pyramide erklimmen) über Jahre hinaus hinarbeiten kann, wird der Soziopath, der dazu nicht fähig ist, von ihm instrumentalisiert, um seine Ziele zu erreichen. Und der Soziopath lässt sich nur zu gern vom Psychopathen instrumentalisieren - will er doch selbst gern "Jemand" sein, ohne dabei beharrlich sein zu müssen.
Ein sehr plakatives Beispiel für einen Soziopathen/Psychopathen-Verhältnis sind die intellektuellen Führer einer Nazi/Kommunisten-Partei (Psychopathen) und ihre Schläger auf der Straße (Soziopathen). In der Mitte der Gesellschaft ist der Psychopath der sich opportunistisch windende Wurm an der Spitze und seine soziopathischen Beamten-Führer (Schreibtischtäter).

Ich denke, Psychopathen sind die meisten Menschen .. neurotisch, voller Angst und irrational denkend. Soziopathen sind nur wenige. Diese funktionieren wie die Schweizer Uhr .. kühl berechnend und störungsfrei.

Überall wo sich Psychopathen hineindrängen können, höhlen sie solche Systeme aus. Schau dir nur genau an, was aus der amerikanischen Verfassung im Laufe der Zeit gemacht wurde und die ist meines Erachtens eines der durchdachtesten und genialsten Verfassungen der Menschheitsgeschichte gewesen.

Ist klar.

Demokratie (in welcher Spielart auch immer) wurde ohnehin nur implementiert, um die verschiedensten Klassen, die sich aus der kapitalistischen Dynamik ausdifferenzieren, den Schein von Mitsprache und Mitbestimmung zu geben und damit ruhig zu halten. Auch wenn ich glaube, dass massenkollektivistische hierarchische Strukturen grundsätzlich scheitern müssen, glaube ich doch, dass man ihr Leben verlängern kann. Interessanter wäre eine Gesellschaft, die sich moralisch selbst reguliert, beispielsweise, wenn sowohl für die Regierung, als auch für Gerichtsprozesse nicht Politiker/Richter/etc. ernannt/gewählt/eingesetzt werden, sondern periodisch eine repräsentative Menge an Menschen per Los aus der Gesellschaft gezogen werden, die dann regieren/Recht sprechen (diese Form von Recht wäre zwar Willkür, aber meines Erachtens dennoch um Welten gerechter [im Sinne der Moral] als die heutige Rechtssprechung).

Ich plädiere für echte Demokratie .. und das wäre weitgehende Basisdemokratie; dezentrale Machtverteilung.

Natürlich hätte so ein System auch Nachteile (ein Philosophen-Staat wäre es keiner), aber jede Form systemimmanenter Aushöhlung durch geisteskranke Menschen wäre ausgeschaltet.

Ernsthaft geisteskranke Menschen ("Wahnsinnige") sind harmlose und leidvolle Socken .. und landen meistens in der Psychiatrie bzw. unter Psychopharmaka. Sie leiden selbst am meisten.
Die meisten Menschen sind allerdings "ein wenig geisteskrank", weil sozial fehlgebildet, fehlgeleitet und emotional fehlentwickelt. Der Konsum an Psychopharmaka ist steil im Wachstum begriffen.

Mit Gruß, Beo2

Von den Soziopathen befreien

CalBaer @, Freitag, 22.05.2015, 18:46 vor 3890 Tagen @ Beo2 4609 Views

Ich plädiere für echte Demokratie .. und das wäre weitgehende
Basisdemokratie; dezentrale Machtverteilung.

Das waere nur eine Scheinloesung, denn Soziopathen beeinflussen uns damit weiterhin. Selbst in einer Echtzeit-Basisdemokratie wuerde unser Weltbild und unser Handeln durch Soziopathen (frueher maechtige Priester, heute maechtige Medien) beeinflusst.

Es ist notwendig, Soziopathen zu identifizieren und zu isolieren, nur so kaemen wir zu wirklich unbeeinflussten basisdemokratischen Entscheidungen.

Wir erleben gerade eine Revolution in der Persoenlichkeitsanalyse:

Persönlichkeitsanalyse
Deine Sprache verrät dich
Software erkennt Persönlichkeit mit Sprachanalyse

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/software-erkennt-persoenlichkeit-mit-s...

Wenn diese Maschinen in 15 Minuten eine Persoenlichkeitsanalyse erstellen koennen, wozu Psychologen-Teams Tage brauchen, dann muss man damit auch Soziapathen identifizieren koennen. Leider wird die Software bisher unter Verschluss gehalten, aber vielleicht gibt es das bald als Open-Source.

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Schöner Beitrag

Kurz_vor_Schluss @, Freitag, 22.05.2015, 16:45 vor 3890 Tagen @ Phoenix5 4727 Views

Danke Phoenix5 - ein guter Beitrag mit einem schönen Lösungsvorschlag. [[top]]
Die Definition ist mir nicht gar so wichtig - krank sind beide, Sozio- wie Psychopathen. Ein gutes Umfeld, sich auszutoben, finden sie sicherlich in unserer Gesellschaft.
Hier ein guter Film (allerdings auf Englisch) der das Phänomen der beiden Charaktertypen näher untersucht:
https://www.youtube.com/watch?v=TB0k7wBzXPY
Blieben noch die Fragen:
Sind Psychopathen heute stärker/weniger stark an den Schalthebeln der Macht vertreten?
Wenn man das mal (Traum) statistisch für die letzten 2000 Jahre hätte auswerten können - auf die Ergebnisse wäre ich gespannt gewesen.
Und was ist mit dem gesellschaftlichen Umfeld? Hatten manche Fürsten im 15. Jahrhundert mehr Verantwortungsgefühl für ihre Untergebenen als heutige Großkonzernmanager? Waren es diselben Schweine - damals wie heute?
Oder ist unser heutiges Umfeld noch mal besonders gut für ihr Wachstum?
So oder so - wir brauchen weniger Sklaven- oder Gemütlichkeitsdenken, wie Weiner anmerkt, sondern ein anderes Bewusstsein - auch hier. Leider gilt immer noch das, was der englische Gesandte am preussischen Hof im 18. Jhdt. über die Deutschen schrieb:
„Ihre Unwissenheit erstickt in ihnen jeden Begriff von Freiheit und Widerstand und der Mangel an Grundsätzen macht sie zu bereitwilligen Werkzeugen bei der Ausführung aller Befehle, die sie erhalten, ohne zu überlegen, ob sie auf Gerechtigkeit gegründet sind oder nicht“.
Schönen Gruß
K_v_S
P.S.: Solange wir das neue Bewusstsein nicht haben, kann man sich auch immer wieder die Worte dieses Philosophen vor Augen führen: https://www.youtube.com/watch?v=iaysTVcounI

--
Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen.
Karl Valentin

Wer Emotionen zeigt, beweist eigentlich, dass er Empathie besitzt

CalBaer @, Freitag, 22.05.2015, 18:22 vor 3890 Tagen @ Phoenix5 4617 Views

es ist eher umgekehrt: Der Psychopath ist ein Produkt seiner Gene. Der
Soziopath ein Produkt seiner Umwelt. Der Soziopath hat sich aufgrund seiner
negativen/traumatischen Erfahrungen im Kindheits- und Jugendalter
wesentlich weniger unter Kontrolle, ist aufbrausend, impulsiv und meist
unfähig langfristig eiskalt zu kalkulieren.

Wer Emotionen zeigt, beweist eigentlich, dass er kein Soziopath ist (umgekehrt ist allerdings jemand, der wenig oder so gut wie keine Emotionen zeigt, nicht automatisch ein Soziapath).

Das gemeinsame Merkmal von Psychopathen und Soziapathen ist fehlende oder kaum vorhandene Empathie.

Ob dies genetisch veranlagt ist, ist bisher nur eine Vermutung, aber keineswegs erwiesen.

Ein Soziopath ist aber ueberdurchschnittlich intelligent. Gerade deswegen gelangen diese Personen immer leicht an die Spitze der Gesellschaft, weil ihre Entscheidungen nicht durch Gefuehle beeinflusst werden, sie immer zum maximalen Vorteil fuer Macht und materiellen Wohlstand ausfallen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Empathie

--
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Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Psycho- und Sozipathen haben sehr wohl Gefühle und emotionale Ausbrüche

Phoenix5, Freitag, 22.05.2015, 19:42 vor 3890 Tagen @ CalBaer 5060 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 22.05.2015, 19:45

Wer Emotionen zeigt, beweist eigentlich, dass er kein Soziopath ist
(umgekehrt ist allerdings jemand, der wenig oder so gut wie keine Emotionen > zeigt, nicht automatisch ein Soziapath).

Ohne Emotionen und Gefühle wäre ein Mensch in der Gesellschaft kaum überlebensfähig und würde auch den Unterschied zwischen Lust- und Unlust nicht begreifen. Sowohl Psychopathen, wie auch Soziopathen empfinden Emotionen und Gefühle. Der Unterschied zu gesunden Menschen ist, dass ihre Gefühlswelt sehr flach und so gut wie ausschließlich ich-bezogen ist. Sie leben in einer solipsistischen Welt. Gefühle und Emotionen anderer berühren sie nicht und interessieren sie nur insoweit, als dass sie diese für ihre eigenen Zwecke missbrauchen können.
Mitleid empfinden sie gar keines. Das lässt sich auch ganz klar bei der Magnetresonanztomographie nachweisen. Derartige Charakteropathien haben beim Anschauen emotionaler Bilder oder Videos eine nur äußerst geringe Aktivität im Vorderhirn und praktisch keine Aktivität in der Amygdala. Sofern es sie aber selbst betrifft, können sie sehr wohl Lust und Unlust empfinden, Wutausbrüche haben, hassen, etc. Wichtig ist nur, dass die Gefühle immer nur eine vom Ich weggehende Zielrichtung haben. Niemals entstehen Gefühle, weil man die Gefühle anderer reflektiert.

Das gemeinsame Merkmal von Psychopathen und Soziapathen ist fehlende oder
kaum vorhandene Empathie.

Das ist das wichtigste Merkmal, weil Empathie mit dem Verstehen der Gefühle anderer zu tun hat. Eigene Gefühle haben aber beide sehr wohl.

Ob dies genetisch veranlagt ist, ist bisher nur eine Vermutung, aber
keineswegs erwiesen.

Nicht erwiesen, aber im hohen Grade wahrscheinlich. Siehe auch hier:

www.welt.de/gesundheit/psychologie/article118599774/Forscher-entdecken-Erfolgsmodell-von-Psychopathen.html

Daraus:
Doch darüber, dass es eine genetische Veranlagung für Psychopathie gibt, sind sich viele Forscher einig. Ein Indiz dafür sehen sie darin, dass typische Verhaltensweisen bereits bei Kindern vorkommen. Neueren Studien zufolge deutet das Verhalten mancher Schulanfänger darauf hin, dass sie sich später zu Psychopathen entwickeln. Sie sind ihren Mitschülern gegenüber gleichgültig und kaltherzig. Oder sie sind besonders aggressiv und grausam, quälen beispielsweise Tiere.

Beste Grüße Phoenix5

Gespielt vielleicht

CalBaer @, Freitag, 22.05.2015, 21:58 vor 3890 Tagen @ Phoenix5 4703 Views

Wenn ein Soziapath nicht als solcher erscheinen will, spielt er uns Emotionen nur vor. Er besitzt aber keine oder nur sehr schwach ausgepraegte Gefuehle, das ist sogar an den Hirnaktivitaeten wissenschaftlich nachweisbar.

Den Psychopathen/Soziopathen fehlen ja genau diese Empfindungen in sich und ueber andere, die normale Menschen von unmenschlichen Handlungen zurueckschrecken oder zumindest danach Reue empfinden lassen.

Psychopathy Checklist-Revised: Factors, Facets, and Items

Facet 1: Interpersonal

Glibness/superficial charm
Grandiose sense of self-worth
Pathological lying
Cunning/manipulative

Facet 2: Affective

Lack of remorse or guilt
Emotionally shallow
Callous/lack of empathy
Failure to accept responsibility for own actions


https://en.wikipedia.org/wiki/Psychopathy_Checklist

Wenn jemand die Kontrolle ueber sich selbst verliert, hat das wenig mit Emotionalitaet zu tun. Es ist eher ein asoziales Verhalten.

--
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Entstehung von Psychopathen + Überprüfbarkeit durch bildgebende Verfahren

Leser68 @, Freitag, 22.05.2015, 22:49 vor 3890 Tagen @ Phoenix5 4580 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 23.05.2015, 15:40

Ich denke, dass die Kindheitsforscherin Alice Miller, die selber ziemlich mitleidslos mit ihrem Sohn umging, Recht hat mit ihrer These, dass KEIN Kind als Psychopath geboren wird, sondern dass die Erziehung bzw. Gewalt und Lieblosigkeit erst ein Kind zu einem Psychopathen macht.
Vermutlich entstehen dabei irreparable Schäden im Gefühlszentrum und deswegen würde ich CalBear zustimmen, dass man dies mit einem bildgebenden Verfahren bei einer Gehirnuntersuchung wahrscheinlich sehen müsste.

Der Spiegel, genauer gesagt, die Spiegel-Redaktion (es gibt keinen Namen zu dem Artikel), hat folgenden Artikel im Juni 2012 veröffentlicht, wobei sie im 3. Teil ihrer eigenen Überschrift widerspricht:


Psychologie-Mythen: Macht Hirnjogging wirklich schlauer?
...
3. Teil: Psychopathen lassen sich am Gehirn erkennen
Dank moderner bildgebender Verfahren lässt sich das Phänomen nun zudem in umgekehrter Richtung untersuchen: Haben alle Psychopathen ein auffälliges Gehirn? Diese Frage versuchten Sabrina Weber und ihre Kollegen von der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule in Aachen 2008 zu beantworten.

Nach einer Sichtung des Forschungsstands kamen sie zu dem Schluss, dass Psychopathen im Frontalhirn, wo Gages Verletzung lag, weniger Neurone besitzen. Auch in Teilen des Temporallappens, des limbischen Systems und des Balkens fanden sich weniger graue Zellen. Die Befunde galten jedoch jeweils nur für den Durchschnitt der Probanden. Anhand der Bilder eines einzelnen Gehirns kann man nach wie vor nicht die geistige Gesundheit beurteilen.
http://www.spiegel.de/gesundheit/psychologie/mythen-der-hirnforschung-was-stimmt-wirkli...

Und wenn der Spiegel etwas sagt, dann ist das ja praktisch die Wahrheit wie wir alle inzwischen vom ehemaligen Nachrichtenmagazin wissen.

Noch ein Verweis auf eine Webseite (mit einigen eingebauten Videos), die sich mit der Sicht von Alice Miller bezüglich der Folgen von Gewalt gegen Kindern beschäftigt:


Die Wurzeln der Gewalt sind NICHT unbekannt – Alice Miller
On 23. Oktober 2014,
http://www.freiwilligfrei.info/archives/6572

Sehr gute Theorie! Eine Theorie wie geschaffen für Psychopathen!

Mephistopheles @, Datschiburg, Freitag, 22.05.2015, 08:26 vor 3890 Tagen @ Rotweintrinker 5792 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 22.05.2015, 17:22

Rasselte man früher mit dem Säbel, so heute mit der Panzerkette.
Nietzsches Verdikt kommt einem in den Sinn: "Bei allem ist eins
unmöglich:Vernünftigkeit." Und lachen muss man über Hegel, der meinte:
"Alles, was ist, ist vernünftig."

Dann drängt sich auf, was man über Psychopathen gelesen und gehört,
ggf. von ihnen selbst erfahren hat. Der Psychopath ist intelligent, furcht-
und skrupellos, überzeugt, allein zu wissen,wo es langgeht, bzw. wohin es
langzugehen hat.Zudem ist er ständig in Schwung und von nicht enden
wollender Betriebsamkeit und Umtriebigkeit. Er muss die Puppen tanzen
lassen. Kurzum, der Psychopath besitzt all die Eigenschaften, die einen zu
höchsten Machtpositionen aufsteigen lassen.

Prima Theorie! Also alles, was man früher den Juden zugeschrieben hat.
Aber "Die Juden", das ist nicht mehr so en vogue, kommt nicht mehr so gut.
Glücklicherweise hat man jetzt den Psychopathen erfunden, um die Marktlücke zu füllen.

So ist denn meine Befürchtung, dass wir von im Hintergrund agierenden
Psychopathen regiert werden, welche die Puppen --das sind die uns
bekannten Politiker--tanzen lassen.
Fürchten diese Psychopathen denn nicht, in einem von ihnen losgetretenen
Krieg selbst Schaden zu erleiden? Nein! Sie kennen weder Furcht noch Angst.
Das ist der Kern ihres Wesens. Daher weniger intelligente Psychopathen die
Knäste der Welt bevölkern.

Wichtig ist dabei vor allem, dass ein Psychopath, oder das, was einen Psychopathen ausmachen soll nicht klar definiert ist, so dass man letzten Endes jeden Missliebigen als Psychopathen bezeichnen und in den Knast abschieben kann.
Noch besser ist allerdings die Psychiatrie, die hat den enormen Vorteil, dass man dorthin auch jene abschieben kann, die sich nichts zuschulden kommen haben lassen - oder, und das ist am allerverdächtigsten! - denen man nichts nachweisen kann.

Und warum agieren sie im Verborgenen? Weil absolute Macht unsichtbar ist.
Gott, so es ihn denn gibt, sieht alles, ist aber selbst unsichtbar.
Ein schreckliches Szenario? "Ja", würde der Psychopath antworten, "aber
nur für dich, du Spießer. Denn ehe du 'Wurst' auch nur gesagt hast, habe
ich sie schon gegessen!"

Jetzt also wissen wir es!
Der Ursprung aller Psychopathen ist das Spaghettimonster! Aus diese Spaghettionster wird auch ständig für Nachschub an Psychopathen gesorgt.

Was für ein Glück!
Es gibt doch keine Theorie, die zu doof ist, als dass man sie hier einstellen könnte, und wo man nicht irgendwelche Dösbadels finden würde, die das auch nicht ernst nehmen!

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Psychopathen

Rotweintrinker @, Freitag, 22.05.2015, 10:48 vor 3890 Tagen @ Mephistopheles 5314 Views

Kaum spricht einer von Psychopathen, kommt ein anderer daher und muss sogleich die Juden ins Spiel bringen!
Im Übrigen: Ach wie schön wäre es, wäre der Psychopath nur eine Erfindung!

Was Meph dir sagen wollte: dass dein Beitrag Null Substanz hatte und völlig wertlos ist

Morpheus ⌂ @, Freitag, 22.05.2015, 12:02 vor 3890 Tagen @ Rotweintrinker 5100 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 22.05.2015, 17:30

dem,

lieber Rotweintrinker,

kann ich mich nur anschließen.

Selbst wenn man deinen Beitrag wohlwollend liest, steht da inhaltlich nichts Neues.

Es wird nicht mal klar, was deine Botschaft überhaupt aussagen will. Worauf willst du denn hinaus? Oder willst du nur auch mal einen Beitrag veröffentlicht haben?
Was genau soll ich als Leser denn von deiner in sich unlogischen Botschaft mitnehmen?

Fürchten diese Psychopathen denn nicht, in einem von ihnen losgetretenen Krieg selbst Schaden zu erleiden? Nein! Sie kennen weder Furcht noch Angst. Das ist der Kern ihres Wesens. Daher weniger intelligente Psychopathen die Knäste der Welt bevölkern.

"Daher weniger ....".
Daher, impliziert eine Folge und mir erschließt sich nicht, warum Furchtlosigkeit und Angstfreiheit für weniger Knast-Aufenthalte ursächlich sein sollte.

Und warum agieren sie im Verborgenen? Weil absolute Macht unsichtbar ist. Gott, so es ihn denn gibt, sieht alles, ist aber selbst unsichtbar.

Wie jemand an höchsten Machtpositionen unsichtbar sein soll, musst du mir erklären. Bisher dachte ich stets, die Psychopathen sind die Alfa-Tiere in der ersten Reihe und keinesfalls die "stillen Lenker" im Verborgenen. Was Gott da dem Leser helfen soll, bleibt mir auch völlig unklar.

Solche Worte würde ich vielleicht sagen, wenn ich nach viel zu vielen Gläsern Rotwein meinen gefühlten Weltschmerz Ausdruck verleihen wollte.

Aber sie hier als Forumsbeitrag einzustellen, senkt das Beitragsniveau deutlich ab. Auf solche Beiträge sollte meiner Meinung nach wirklich verzichtet werden. Da es nun mal geschrieben war, wäre eine Entschuldigung mit Verweis auf den Rauschzustand vielleicht angemessen gewesen. Dann hätte ich mich auch nicht zu dieser Antwort hinreißen lassen und gehofft, dass der Beitrag möglichst schnell in den Tiefen des Forums verschwindet.

Aber die Tatsache, dass du nur in der Lage bist, einen weiteren niveaulosen Beitrag anzufügen, hinterlässt mich traurig.

Grüße
Morpheus

--
-------------------------------------------
Wir - für die unbeschränkbare Freiheit.

Kurzer Satz scheitert an langer Leitung

Rotweintrinker @, Samstag, 23.05.2015, 09:36 vor 3889 Tagen @ Morpheus 4389 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 23.05.2015, 15:56

und bläht sich aus Bermherzigkeit auf. Sieht dann so aus.

" Daher die weniger intelligenten --- 'dummen' verbietet sich zu schreiben, denn sie sind ja intelligent ---- Psychopathen die Knäste der Welt bevölkern, weil sie auf Grund ihrer geringeren Intelligenz ihre Straftaten nicht so planen können, dass sie nicht erwischt werden."
Das übrige Unverstandene kläre ich nicht auf. Was macht es schon, wenn der eine oder andere dies oder jenes nicht versteht?

Dachte ich auch sofort, als ob es z.B. Milgram nie gegeben hätte.., Dank! (oT)

Centao @, Freitag, 22.05.2015, 13:01 vor 3890 Tagen @ Mephistopheles 4486 Views

- kein Text -

Zitat Mephisto: Ein Staatswesen ist die Abwehr der Psychopathologie :-) Psychopathen sind also überwiegend staatenlose Wesen

Silberengel @, Freitag, 22.05.2015, 13:58 vor 3890 Tagen @ Mephistopheles 4665 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 22.05.2015, 14:11

Hallo
!

Prima Theorie! Also alles, was man früher den Juden zugeschrieben hat.
Aber "Die Juden", das ist nicht mehr so en vogue, kommt nicht mehr so gut.
Glücklicherweise hat man jetzt den Psychopathen erfunden, um die Marktlücke zu füllen.
Gruß Mephistopheles

Es gibt doch keine Theorie, die zu doof ist, als dass man sie hier
einstellen könnte, und wo man nicht irgendwelche Dösbadels finden würde,
die das auch nicht ernst nehmen

Sehr interessant auch DEINE Theorie, welche ich noch in Erinnerung habe:

[..] Ein Staatswesen ist die Abwehr der Psychopathologie.
Einerseits zählen zum Menschen der Gewalttrieb (bei Freud auch der Todestrieb - Thantos), andererseits der Selbsterhaltungstrieb (Eros).
Diese Falle wiederstreitender Triebforderungen würde unweigerlich zur allgemeinen Psychopathologie führen, wenn es nicht gelungen wäre, diese Widersprüche aus dem Individuum zu externalisieren. Diese Externalisierung nennt sich "Staat".
Beim Zusammenbruch des Staates nimmt die allgemeinePsychopathologie überhand, bis zu dem Moment, wo es den Menschen gelingt, auf allgemeinen Wunsch hin, wieder ein staatswesen zu errichten.[..]"

Psychopathen sind also eher bei staatenlosen Wesen anzusiedeln, die mit ihren Trieben nicht klarkommen. Dumm nur, dass das „Staatswesen" kein von Individuen unabhängiges Wesen ist

http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=316826&page=33&category=0&o...

Sonnige Grüße

Soziopathen im Staat ..

Beo2 @, NRW Witten, Freitag, 22.05.2015, 14:55 vor 3890 Tagen @ Silberengel 4633 Views

Soziopathen sind trotz ihres "sozialen Erfolgs" zutiefst asozial und dem Gemeinwesen sowie den Mitmenschen gegenüber eigentlich völlig gleichgültig. Sie benutzen aber den Staat wie Parasiten ihren Wirt, sofern die Macht im Staat zentral konzentriert und damit individuell erreichbar ist. Sie teilen nicht gerne.

Amsonsten wenden sie sich den zahllosen Betrügereien (z.B. in der Finanzwirtschaft) oder dem organisierten Wirtschaftsverbrechen zu.

[..] Ein Staatswesen ist die Abwehr der Psychopathologie.

Nein, nicht grundsätzlich. Sie benutzen den Staat und sonstige hierarchische Machtstrukturen gerne, solange die Macht an der Spitze konzetriert bleibt. Sie kommen mit Sicherheit nach oben .. wie die Motten zum Licht!

Erst in einer dezentralen Machtverteilung, wie es in der Direkten Demokratie verwirklicht werden kann, verlieren sie ihr Interesse am Staat.

Psychopathen sind also eher bei staatenlosen Wesen anzusiedeln, die mit ihren Trieben nicht klarkommen.

Eher "asozial". Sie denken und handeln zutiefst instinktiv: Entweder-Ich-Oder-Du. Das ist die Natur, das Tier (Rudel) und der Egoismus in Reinform.

Mit Gruß, Beo2

Tautologie

Zarathustra, Freitag, 22.05.2015, 15:04 vor 3890 Tagen @ Beo2 4920 Views

Soziopathen sind trotz ihres "sozialen Erfolgs" zutiefst asozial und dem
Gemeinwesen sowie den Mitmenschen gegenüber eigentlich völlig
gleichgültig.

Ja, weil der verstaatlichte Mensch kein Gemeinwesen, sondern dessen Pervertierung, ein Gesellschaftswesen ist. Bürger statt Mensch.

Sie benutzen aber den Staat wie Parasiten ihren Wirt,
sofern die Macht im Staat zentral konzentriert und damit individuell
erreichbar ist. Sie teilen nicht gerne.

Das Staatswesen ist von vorn herein eine parasitäre, soziopathische Veranstaltung, die das Gemeinwesen schon von anfang an zerstört und dessen Basis, die Gmeinschaften, mit Gewalt zerschlagen hat.

Grüsse, Zara

Gebe Zara recht: Psychopathen benutzen den Staat nicht - sie sind das Wesen des Staates (oT)

Phoenix5, Freitag, 22.05.2015, 15:18 vor 3890 Tagen @ Beo2 4598 Views

- kein Text -

Der Staat sind wir alle; wir alle sind also? (oT)

Mephistopheles @, Datschiburg, Freitag, 22.05.2015, 22:22 vor 3890 Tagen @ Phoenix5 4319 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 23.05.2015, 15:36

- kein Text -

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Ich bin nicht der Hirte - nur ein Schaf (oT)

Phoenix5, Freitag, 22.05.2015, 22:38 vor 3890 Tagen @ Mephistopheles 4336 Views

- kein Text -

Das ist durchaus eine sinnvolle Unterscheidung! (oT)

Beo2 @, NRW Witten, Sonntag, 24.05.2015, 18:08 vor 3888 Tagen @ Phoenix5 3752 Views

- kein Text -

Viele Politiker sind schwer geisteskrank...

Elli ⌂ @, Freitag, 22.05.2015, 12:27 vor 3890 Tagen @ Rotweintrinker 5996 Views

... behauptet der italienische Psychoanalytiker Piero Rocchini (der Hinweis kam in dem Interview von Holger Strohm).

"Doch die Mehrheit der Politiker ist nicht nur korrupt und skrupellos, sondern nach Meinung vieler Psychiater auch schwer geisteskrank. Der italienische Psychoanalytiker Piero Rocchini, der über Jahrzehnte Senatoren und Abgeordnete des römischen Parlaments behandelte, behauptet in seinem Buch ‚Neurose der Macht’, dass über die Hälfte der Politiker schwer psychokrank seien, in die Anstalt gehörten und auf keinen Fall über die Geschicke eines Landes bestimmen dürften."

Quelle (Zitat Nummer 66):
http://www.luebeck-kunterbunt.de/Zitate/Zitate29.htm

Und so gerieren sich dann "Alpha-Psychopathen" in ihrem maßlosen Übermut:

Tünnes @, Freitag, 22.05.2015, 17:02 vor 3890 Tagen @ Elli 5113 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 22.05.2015, 17:08

(und zudem mit zugeschnupftem Näschen/hackebreit?[[zwinker]] )

http://www.bild.de/politik/ausland/europaeische-parlament/der-gaga-gipfel-41057300.bild...

"Vorhang auf für die Juncker-Show"
"Schon beim Betreten des Gebäudes hampelte er vor der Sicherheitskontrolle herum, hob die Hände, als hätten die Sicherheitsleute die Waffe gezogen
.
...
Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn (65) verpasste er „aus Spaß“ eine Backpfeife. Sah witzig aus, war aber ziemlich heftig.

Den Vizepräsidenten der Europäischen Investitionsbank, Philippe Le Houérou zog er zu sich heran und dann dessen Krawatte zu.

Dem Vizepräsidenten des EU-Kommittees der Regionen, Karl-Heinz Lambertz (62) klopfte Juncker vor den Kameras auf den Leib und sagte: „Bauch einziehen!“

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán begrüßte er mit den Worten „Hallo, Diktator“
...
EU-Erweiterungskommissar Johannes Hahn (57) zog Juncker den Binder aus der Jacke und zog ihn wie an der Hundeleine zu sich.
...
Zum Entsetzen von Ratspräsident Tusk ergriff er dessen Handglocke und läutete wie wild damit herum. Tusk zuckte sichtlich erschrocken zurück.
...
Der sehr nüchterne Ratspräsident Tusk und die eher schüchterne Ministerpräsidentin Lettlands verfolgten die Juncker-Show sichtlich pikiert
."

Na, wer ist hier der Oberpsych.., äh, Oberindianer?![[freude]]

Schönen Gruß! Und natürlich, "Heil EU!" [[top]]

Soziopathie, gepaart mit Megalomanie (Größenwahn)

Beo2 @, NRW Witten, Freitag, 22.05.2015, 22:47 vor 3890 Tagen @ Tünnes 4713 Views

http://www.bild.de/politik/ausland/europaeische-parlament/der-gaga-gipfel-41057300.bild...
"Vorhang auf für die Juncker-Show" ...
Na, wer ist hier der Oberpsych.., äh, Oberindianer?!

Ein typischer Fall von Distanz- und Respektlosigkeit bei Megalomanie (Größenwahn). Hier kann schon eher zugleich von einer Sozio- UND Psychopathie gesprochen werden. Der Mann dürfte knapp vor einem krassen (moralischen) Absturz/Abgrund und Kontrollverlust stehen.

Vor dem Fall kommt der Übermut und die Selbstüberschätzung.

Gruß, Beo2

Und der Völkermord-Jaz bekommt ein schmatziges Bussibussi aufs Kopfi

Bernadette_Lauert, Samstag, 23.05.2015, 18:18 vor 3889 Tagen @ Broesler 4485 Views

bearbeitet von Bernadette_Lauert, Samstag, 23.05.2015, 18:33

[image]
(Quelle)

Völkermord-Jaz finde ich angemessen, weil er es neulich nicht leugnete:
https://www.youtube.com/watch?v=gdNecwGjFoM (1m22s)

Ich hatte hier darüber berichtet: http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=354670

Das ist doch Diktatoren-Pack unter sich. Was haben die gegen Orban?

Ich kenne mich in Ungarns Innenpolitik nicht aus und will Orban daher nicht nach dem Mund reden. Als "Diktator" gilt er in Washington und der EU jedenfalls wegen eines politischen Streites um die Ablehnung bestimmter demokratischer Elemente. Orban nannte das "illiberale Demokratie". Was Wikipeter dazu sagt, klingt erst einmal nicht besonders positiv: http://de.wikipedia.org/wiki/Illiberale_Demokratie
Aber Wikipeter alleine traue ich schon lange nicht mehr.

Wer weiß mehr?
Warum ist Orban ein Diktator und kassiert [[nono]] eine Watschen[[nono]] , während Völkermord-Jaz ein [[herz]] schmatziges Bussibussi aufs Kopfi[[herz]] bekommt?

In seinem Heimatland bekommt der Völkermord-Jaz immer weniger schmatzige Bussibussis aufs Kopfi...
[image]
(Quelle)

Gruß, Bernadette

Es sind eher Soziopathen

CalBaer @, Freitag, 22.05.2015, 18:32 vor 3890 Tagen @ Rotweintrinker 4831 Views

Soziapath = fehlende Empathie + ueberdurchschnittliche Intelligenz.

Genau deswegen haben sie es an die Spitze der Gesellschaft gebracht. Es ist sicher moeglich, dass es unter den Politikern und Fuehrern viele "Normalos" gibt, aber ganz sicher auch viele Soziopathen (Beispiele gibt es genug). Sicher gibt es auch Soziopathen im Hintergrund, die ihre Macht von Marionetten steuern lassen, aber es ist nicht ausschliesslich so. Die Grenzen sind daher eher fliessend.

--
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Wirkmächtiger als der Mangel an Empathie ist die Furchtlosigkeit,

Rotweintrinker @, Samstag, 23.05.2015, 20:02 vor 3889 Tagen @ CalBaer 4448 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 23.05.2015, 20:13

welche, wie ich schon sagte, der Wesenskern des Psychopathen (oder wegen mir Soziopathen) ist. Furchtlosigkeit können sich die wenigsten (weil Herdentiere) vorstellen. Daher ihnen der Psychopath letztlich unverständlich bleibt.
Zur Psychopathie hat sich treffend geäußert einer, der sein Leben mit Psychopathen verbracht hat, allerdings nur mit gescheiterten. Die waren nämlich alle im Gefängnis gelandet. Nachzulesen in 'Eher Lerchenjubel als Unkenruf'.

Der Autor, Harald Kanthack, schaut dabei sub specie aeternitatis auf die irdischen Händel und Lumpereien herab und entwickelt dabei interessante, vor allem aber tröstliche Gedanken --- unter dem Gesichtspunkt des Unendlichen eben.

Beides tritt häufig gemeinsam auf ..!

Beo2 @, NRW Witten, Sonntag, 24.05.2015, 18:15 vor 3888 Tagen @ Rotweintrinker 3794 Views

... und beides hat etwas mit (unterbelichteten) Emotionen zu tun.

Gruß, Beo2

Anmerkung zur Diskussion

Nico @, Sonntag, 24.05.2015, 00:39 vor 3889 Tagen @ Rotweintrinker 4385 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 24.05.2015, 12:13

Hallo Forum!

Nach Lektüre des bisherigen Diskussionsverlaufes in diesem Thread, möchte ich im Rahmen meines eigenen Kenntnisstandes ein paar Anmerkungen zum Thema Psychopathie machen.

Der Begriff der Psychopathie und der der Soziopathie werden unter üblicher Anwendung äquivalent eingesetzt. Auf Wikipedia ist zu erfahren, dass der Begriff der Soziopathie im klinischen Zusammenhang kaum noch verwendet wird. Aus dem Gedächtnis heraus kann ich sagen, dass in einer früheren Beschreibung auf Wikipedia die Soziopathie als eine weniger schwerwiegende Ausprägung der Psychopathie verstanden wurde. Heute wird auf Wikipedia Soziopathie als am ehesten mit dem moderneren Begriff „dissozialen Persönlichkeitsstörung“ gleichzusetzen beschrieben. Aus dem selben Begriff leitet sich aber auch der Begriff der Psychopathie ab, weshalb also beide Begriffe auch dasselbe bedeuten müssen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Psychopathie

http://de.wikipedia.org/wiki/Soziopathie

http://de.wikipedia.org/wiki/Dissoziale_Pers%C3%B6nlichkeitsst%C3%B6rung

Der auch hier in der Diskussion wesentliche Aspekt von Psychopathie auf makro- sozialer Ebene wurde in der Politischen Ponerologie von Dr. Andrzej Łobaczewski offensichtlich zum ersten Mal beschrieben – wobei Łobaczewski den Begriff der „Soziopathie“ wiederum nicht verwendete. Im Hinblick auf dieses epochale Werk möchte ich noch zwei weitere Aspekte ansprechen:

1)
Entgegen einem scheinbar hartnäckigen Mythos, welcher auch in dem hier vorliegenden Faden mehrfach auftaucht, bescheinigt Łobaczewski dem Psychopathen eine durchschnittlich leicht verringerte Intelligenz. Höchste Intelligenz ist Łobaczewski's Expertise zufolge unter Psychopathen niemals zu finden.

2)
Anarchisten werden bei Łobaczewski wenig Monition vorfinden. Łobaczewski beschreibt die Pathogenese in bestehenden Formen der Zivilisation (Nationen, Staaten), und nicht dass sie (Pathogenese) dem Staat etwa vorauszugehen hätte.

Danke und

schöne Grüße

--
... in Wirklichkeit ist ... immer alles ganz anders, als es ... in Wirklichkeit ist ...

Psychopath oder Soziopath

Rotweintrinker @, Sonntag, 24.05.2015, 10:48 vor 3888 Tagen @ Nico 4056 Views

Hallo Nico!

Dein Hinweis, wie unbedeutend eigentlich die Frage ist, ob wir hier über Psycho- oder Soziopathen sprechen, ist berechtigt. Wenn Definitionen, die oft zu Konfessionen degenerieren, eine Diskussion vom vorgeschlagenen Gleis auf ein Nebengleis verschieben, sollte man darauf verzichten.
Schöne Pfingsttage
Rotweintrinker

"Politisch korrekte" Diskussion der Begriffe ..?

Beo2 @, NRW Witten, Sonntag, 24.05.2015, 20:03 vor 3888 Tagen @ Rotweintrinker 3989 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 24.05.2015, 20:32

Hallo Nico! Dein Hinweis, wie unbedeutend eigentlich die Frage ist, ob wir hier über Psycho- oder Soziopathen sprechen, ist berechtigt.

Nein, diese Frage mag nur für Dich und noch ein paar Andere unbedeutend sein. Warum eigentlich? Was stört Dich an der bisherigen Diskussion (die noch lange nicht zu Ende ist)?

Ob die Gleichsetzung der beiden Begriffe "berechtigt ist", kann nur eine ziemlich lange und sorgfältige Analyse und (interdisziplinäre) Diskussion ergeben. Warum möchtest Du eine solche Diskussion für überflüssig erklären oder gar unterdrücken, bevor sie richtig angefangen hat?

Wenn Definitionen, die oft zu Konfessionen degenerieren, eine Diskussion vom vorgeschlagenen Gleis auf ein Nebengleis verschieben, sollte man darauf verzichten.

Welches "Gleis" schlägst Du den für unser Denken und die korrekt verlaufende Diskussion vor?

Die Gleichsetzung von Psycho- und Soziopathie (mit Geisteskrankheit) halte ich zwar für "politisch korrekt", aber nicht gerade für erkenntnisfördernd. Die beiden Begriffe sind in ihrer rein semantischen Bedeutung und historischen Entstehung fast schon selbsterklärend und weisen sinngemäß in unterschiedliche, wenn sogar nicht in entgegengesetzte Richtungen hin. Ich werde noch darauf zurückkommen.

Die Diskussion dieser Begriffe halte ich übrigens für sehr politisch und gesellschaftlich relevant, wennauch für politisch unerwünscht.

Mit Gruß, Beo2

Korrekt verlaufende Diskussion?

Rotweintrinker @, Montag, 25.05.2015, 10:33 vor 3887 Tagen @ Beo2 3812 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 25.05.2015, 14:21

Was, bitte, soll das sein?

Weder habe ich zum Ausdruck gebracht, dass ich unter Psychopath und Soziopath das Gleiche verstehe, noch, dass die Frage, ob sie gleichzusetzen sind, unbedeutend ist. Was ich meinte, war lediglich, dies ist ein anderes Thema, das, hier erörtert, das eingangs zur Diskussion gestellte Thema ("Werden wir von im Hintergrund agierenden Psychopathen regiert?") in den Hintergrund stellt.

Da dem Begriif der Psychopathie eine scharfe und eindeutige Prägung im Schrifttum fehlt, lässt sich über Psychopathie, über Psychopathen, über Soziopathen usw. natürlich endlos debattieren. Das führt aber weit weg von dem, was ursprünglich intendiert war.
Es bleibt natürlich jedem Foristen unbenommen, vom Thema eines vorgeschlagenes Fadens abzuweichen. Nur: Warum nicht mit dem anderen Thema dann auch gleich einen eigenen, neuen Faden ins Forum einstellen?
Ich möchte also eine "sorgfältige Analyse" und "(interdisziplinäre) Diskussion" nicht für "überflüssig erklären", sondern würde sie sogar begrüßen. Bitte dann aber am richtigen (neu eingerichteten) Ort und nicht nach Art des Kuckucks im falschen Nest ansiedeln.

Mit Pfingstgruß
Rotweintrinker

Notwendigkeit der Begriffsklärung ..

Beo2 @, NRW Witten, Montag, 25.05.2015, 11:54 vor 3887 Tagen @ Rotweintrinker 3747 Views

Korrekt verlaufende Diskussion? Was, bitte, soll das sein?
Weder habe ich zum Ausdruck gebracht, dass ich unter Psychopath und Soziopath das Gleiche verstehe, noch, dass die Frage, ob sie gleichzusetzen sind, unbedeutend ist. Was ich meinte, war lediglich, dies ist ein anderes Thema, das, hier erörtert, das eingangs zur Diskussion gestellte Thema ( "Werden wir von im Hintergrund agierenden Psychopathen regiert?") in den Hintergrund stellt.

Okay, bitte um Verzeihung für meine Retourkutsche. Aber bedenke nochmals, was Du oben geschrieben hast: Können wir die obige Frage beantworten, wenn wir uns über die Bedeutung des Begriffs Psychopathen nicht im Klaren und nicht einig sind? Ich habe da großen Zweifel.

Mein Vorschlag ging und geht also dahingehend, erst einmal die (beiden bisher) vorgeschlagenen Begriffe zu diskutieren, eventuell voneinander abzugrenzen, und diese ständig auf das Erscheinungsbild und das Verhalten der politischen, der wirtschaftlichen und evtl. der kriminellen Elite sowie der Untertanen rückzubeziehen und dabei möglichst zu validieren .. um dem Thema voll gerecht zu werden.
Das Thema ist unvermeidlich, wenn wir das (politische) Sozialverhalten der Menschen heutzutage und hierzulande, derer da unten und da oben, besser verstehen wollen ...

Ist dieses Verhalten völlig natürlich, sozusagen "soziopathisch" (das heißt für mich zutiefst egoistisch), wie es aus dem Tierreich in fast allen "menschlichen Nuancen" (wie Macht-, Besitzanspruch, Imponiergehabe etc.) wohlbekannt ist, allerdings in seiner Grausamkeit (durch den Verstand) stark potenziert, oder ist dieses Verhalten weder als natürlich noch als wünschenswert, und deshalb eher als "pathologisch" (krankhaft) einzustufen?
Gibt es vielleicht gesellschaftliche Interessengruppen, die eher soziopathisch, und andere, die eher psychopathisch agieren?
Und dann: Kann der Mensch (als zugleich geistiges Wesen) seine Natur kontrollieren oder überwinden? Ist Liebe und Solidarität, und eine bessere Gesellschaft, auch unter sich-fremden Menschen möglich?

Diese Fragen würde ich gerne Stück für Stück diskutieren.

Da dem Begriff der Psychopathie eine scharfe und eindeutige Prägung im Schrifttum fehlt, lässt sich über Psychopathie, über Psychopathen, über Soziopathen usw. natürlich endlos debattieren.

Richtig. Aber z.B. auch die neuere GELD-Diskussion musste viele Jahre lang kontrovers geführt werden, bis sie schließlich recht verlässliche Erkenntnisse hervorgebracht hat.

Das führt aber weit weg von dem, was ursprünglich intendiert war.

Nein, es führt zu relevanten Erkenntnissen, zumindest bei dem einen oder anderen. Letztere sind nämlich nicht billig zu haben .. im Gegensatz zu Vorurteilen.

Ich möchte also eine "sorgfältige Analyse" und "(interdisziplinäre) Diskussion" nicht für "überflüssig erklären", sondern würde sie sogar begrüßen. Bitte dann aber am richtigen ( neu eingerichteten) Ort und nicht nach Art des Kuckucks im falschen Nest ansiedeln.

Okay, jetzt machst Du eben den Fehler, den Du mir vorgeworfen hast. Ist Dir aber verziehen.

Mit Gruß, Beo2

Diskussion über Psychopathie

Rotweintrinker @, Montag, 25.05.2015, 13:05 vor 3887 Tagen @ Beo2 3770 Views

Lieber Beo2,
danke für Deine sachliche Replik.
Möchte aber doch vorab mit einem Beispiel das zu erklären versuchen, was mir in dieser Causa Unwohlsein bereitet:

Es wird ein Vortrag mit dem Thema " Die Miedermode im 19.Jahrhundert" angekündigt. Unrat witternde Puritaner eilen hin und übernehmen in der anschließenden Diskussion die Regie, indem sie den vom Redner angesprochenen Umstand, dass damals Mieder aus den Knochen von Walen hergestellt wurden, benutzen, um die Diskussion auf das Thema "Walfang" umzulenken. Alles macht mit, denn das ist ja nun wirklich ein wichtiges Thema. Anschließend gehen alle zufrieden nach Hause, vor allen die Puritaner. Selbst der Redner freut sich, gab es doch an diesem Abend eine muntere Aussprache.
Und hätte der eingewendet, mein Thema, ihr lieben Leute, war doch ein ganz anderes, wäre ihm beschieden worden: "Was haben sie dagegen, ein so interessantes Thema wie "Wahlkampf" erörtern zu wollen?

Spätestens jetzt kommt ihm vielleicht ein bekanntes Goethe-Zitat in den Sinn.
Nein, nicht das, woran Du vielleicht jetzt denkst, sondern:
" Über das Niederträchtige niemand sich beklage,
denn es ist das Mächtige, was man dir auch sage!"

Gruß
Rotweintrinker

"Das Thema war ein ganz anderes"

Mephistopheles @, Datschiburg, Montag, 25.05.2015, 13:26 vor 3887 Tagen @ Rotweintrinker 3622 Views

Lieber Beo2,
danke für Deine sachliche Replik.
Möchte aber doch vorab mit einem Beispiel das zu erklären versuchen, was
mir in dieser Causa Unwohlsein bereitet:

Es wird ein Vortrag mit dem Thema " Die Miedermode im 19.Jahrhundert"
angekündigt. Unrat witternde Puritaner eilen hin und übernehmen in der
anschließenden Diskussion die Regie, indem sie den vom Redner
angesprochenen Umstand, dass damals Mieder aus den Knochen von Walen
hergestellt wurden, benutzen, um die Diskussion auf das Thema "Walfang"
umzulenken. Alles macht mit, denn das ist ja nun wirklich ein wichtiges
Thema. Anschließend gehen alle zufrieden nach Hause, vor allen die
Puritaner. Selbst der Redner freut sich, gab es doch an diesem Abend eine
muntere Aussprache.
Und hätte der eingewendet, mein Thema, ihr lieben Leute, war doch ein
ganz anderes, wäre ihm beschieden worden: "Was haben sie dagegen, ein so
interessantes Thema wie "Wahlkampf" erörtern zu wollen?

Spätestens jetzt kommt ihm vielleicht ein bekanntes Goethe-Zitat in den
Sinn.
Nein, nicht das, woran Du vielleicht jetzt denkst, sondern:
" Über das Niederträchtige niemand sich beklage,
denn es ist das Mächtige, was man dir auch sage!"

Was hat dein Text mit Psychopathie zu tun, wie im Titel angekündigt?

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Ach ja, dein Eingangsposting ..

Beo2 @, NRW Witten, Montag, 25.05.2015, 15:38 vor 3887 Tagen @ Rotweintrinker 3756 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 25.05.2015, 15:47

Hallöchen

Ich habe in der Tat dein Eingangsposting etwas aus dem Blick verloren und bin dem sicher nicht gerecht geworden. Also ein zweiter Versuch:

Psychopathie und Weltpolitik
Rasselte man früher mit dem Säbel, so heute mit der Panzerkette.

... im Inland wie im Ausland. Volle Zustimmung. Wir sind stramm unterwegs in die Diktatur einer kleinen Elite.

Dann drängt sich auf, was man über Psychopathen gelesen und gehört, ggf. von ihnen selbst erfahren hat. Der Psychopath ist intelligent, furcht- und skrupellos, überzeugt, allein zu wissen, wo es langgeht, bzw. wohin es langzugehen hat. Zudem ist er ständig in Schwung und von nicht enden wollender Betriebsamkeit und Umtriebigkeit. Er muss die Puppen tanzen lassen. Kurzum, der Psychopath besitzt all die Eigenschaften, die einen zu höchsten Machtpositionen aufsteigen lassen.

Volle Zustimmung .. bis auf den Begriff Psychopathen (Geisteskranke).

So ist denn meine Befürchtung, dass wir von im Hintergrund agierenden Psychopathen regiert werden, welche die Puppen --das sind die uns bekannten Politiker--tanzen lassen.

Fürchten diese Psychopathen denn nicht, in einem von ihnen losgetretenen Krieg selbst Schaden zu erleiden? Nein! Sie kennen weder Furcht noch Angst. Das ist der Kern ihres Wesens. Daher weniger intelligente Psychopathen die Knäste der Welt bevölkern.

dito

Und warum agieren sie im Verborgenen? Weil absolute Macht unsichtbar ist. Gott, so es ihn denn gibt, sieht alles, ist aber selbst unsichtbar.

Ja, sie spielen Gott .. und agieren im Wesentlichen verdeckt und verschwiegen. Wir erfahren von ihnen nicht rechtzeitig, was sie wirklich denken, besprechen und vorhaben.

Wir müssen sehr aufmerksam ihr Treiben beobachten, wenn wir uns ihre Absichten aus ihrem Sagen und Tun erschließen wollen. Daran hapert es aber leider, bei den meisten. Ganz verbergen können sie es aber nicht, wenn sie es tatsächlich realisieren wollen. Und sie haben viele Helfershelfer auf den unteren Rängen, mitten unter uns.

Daneben sollten wir aber auch nicht das Wichtigste vergessen: einfach gut und zufrieden zu leben .. und andere leben zu lassen.

Mit Gruß, Beo2

"Einfach gut und zufrieden leben!"

Rotweintrinker @, Montag, 25.05.2015, 18:03 vor 3887 Tagen @ Beo2 3624 Views

Aber ja doch, ja und immer wieder : Ja!
Das Leben ist uns doch nicht geschenkt worden, um es schlecht zu verbringen oder anderen streitig zu machen.
Was der elend Dahinsiechende, dem die Umstände keine Chance geben, dazu sagen könnte, ist ein anderes Thema und ändert nichts daran.

Anmerkung

Rybezahl, Sonntag, 24.05.2015, 20:50 vor 3888 Tagen @ Nico 3862 Views

1)
Entgegen einem scheinbar hartnäckigen Mythos, welcher auch in dem hier
vorliegenden Faden mehrfach auftaucht, bescheinigt Łobaczewski dem
Psychopathen eine durchschnittlich leicht verringerte Intelligenz. Höchste
Intelligenz ist Łobaczewski's Expertise zufolge unter Psychopathen
niemals zu finden.

Zitat, Kapitel 4:
"Die durchschnittliche Intelligenz des Psychopathen, besonders wenn sie mittels gemeinhin akzeptierter Tests gemessen wird, ist
etwas niedriger als die normaler Menschen, obgleich sie ähnlich variiert. Trotz der breiten Variationen der Intelligenzen und
Interessen finden sich unter dieser Gruppe keine Beispiele höchster Intelligenz, und auch keine technischen oder handwerklichen
Talente. Die begabtesten Mitglieder dieser Gruppe können aus diesem Grund Fähigkeiten in jenen Wissenschaften erreichen, die
keine korrekte humanistische Weltsicht oder praktisches Können erfordern. (Akademischer Anstand ist wiederum eine andere
Sache.) Wann immer wir spezielle Tests zu konstruieren versuchen, um unsere „Lebensweisheit“ oder „sozio-moralische
Vorstellungskraft“ zu messen, weisen Menschen dieses Typus, auch wenn dabei die Schwierigkeiten psychometrischer
Evaluation beachtet werden, ein Defizit auf, dass ihrem Intelligenzquotienten gegenüber überproportional ausgeprägt ist.
"

Grundsätzlich ist anzumerken, dass der gute Mann oder die Forschungsgruppe wohl kaum diejenigen (persönlich) getestet hat, die sich bereits an der Macht befinden.
Sein Pool an Forschungssubjekten beschränkt sich also auf die "normale" Bevölkerung. Den Forschungen zufolge liegt innerhalb dieses Pools der IQ vermuteter psychopathischer Persönlichkeiten leicht unterhalb des IQ der restlichen Bevölkerung.

Der Rückschluss, psychopathische Persönlichkeiten hätten durchschnittlich einen geringeren IQ, ist also zulässig. Nicht zulässig oder zweifelhaft ist aber der Rückschluss, dass es keine überdurchschnittlich Intelligenten psychopathischen Persönlichkeiten geben würde und diese es auch nicht in Machtpositionen schaffen würden (wo sie dann nicht mehr getestet werden können oder wollen).

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

2. Anmerkung

Rybezahl, Sonntag, 24.05.2015, 22:06 vor 3888 Tagen @ Nico 3902 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 25.05.2015, 13:18

2)
Anarchisten werden bei Łobaczewski wenig Munition vorfinden.
Łobaczewski beschreibt die Pathogenese in bestehenden Formen der
Zivilisation (Nationen, Staaten), und nicht dass sie (Pathogenese) dem
Staat etwa vorauszugehen hätte.

Auch hier ist der Rückschluss, psychopathische Persönlichkeiten seien nicht die Bedingung einer staatlichen Organisationsform, zumindest zweifelhaft.
Zweifellos eignen sich intelligente, psychopathische Persönlichkeiten sehr wohl dafür, Gruppen oder gar ganze Völker zu beherrschen.

Sollten psychopathische Persönlichkeiten aber tatsächlich nicht nur eine Folge staatlicher Organisationsformen, sondern auch eine Bedingung sein, dann ist das für Anarchisten tatsächlich keine besonders schöne Nachricht (zumal sie (psychopathische Pers.) ja so gut Schauspielern können).
Der Anarchist läuft Gefahr, seine eigene Philosophie in das Gegenteil zu kehren, will er der aufstrebenden psychopathischen Persönlichkeit etwas entgegensetzen. An die Spitze der anarchistischen Denker werden psychopathische Persönlichkeiten gespült.

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

Wahrscheinlich würde man es mir als strukturellen Antisemitismus auslegen...

Bernadette_Lauert, Sonntag, 24.05.2015, 22:54 vor 3888 Tagen @ Rybezahl 4435 Views

bearbeitet von Bernadette_Lauert, Sonntag, 24.05.2015, 23:12

2)
Anarchisten werden bei Łobaczewski wenig Munition vorfinden.
Łobaczewski beschreibt die Pathogenese in bestehenden Formen der
Zivilisation (Nationen, Staaten), und nicht dass sie (Pathogenese) dem
Staat etwa vorauszugehen hätte.


Auch hier ist der Rückschluss, psychopathische Persönlichkeiten seien
nicht die Bedingung einer staatlichen Organisationsform zumindest
zweifelhaft.
Zweifellos eignen sich intelligente, psychopathische Persönlichkeiten
sehr wohl dafür, Gruppen oder gar ganze Völker zu beherrschen.

Sollten psychopathische Persönlichkeiten aber tatsächlich nicht nur eine
Folge staatlicher Organisationsformen, sondern auch eine Bedingung sein,
dann ist das für Anarchisten tatsächlich keine besonders schöne
Nachricht (zumal sie ja so gut Schauspielern können).

...wenn ich darauf hinweisen würde, dass ich diese Diskussion an manchen Stellen etwas ideologisch verkürzt wahrnehme und es bestimmte Kreise gibt, die auch noch Aufmerksamkeit verdienen. Zum Glück bin ich immun gegen Balla-Balla-Argumente...daher kommt mein Senf zu dem Thema...trotz Glatteisgefahr...
Wenn es beispielsweise heißt:

Zweifellos eignen sich intelligente, psychopathische Persönlichkeiten
sehr wohl dafür, Gruppen oder gar ganze Völker zu beherrschen.

Dann ist die Betrachtung aus meiner Perspektive dann ideologisch verkürzt, wenn sich die weitere Debatte nur um herrschende Persönlichkeiten des Staates dreht, die womöglich psychopatisch sind.

Ich behaupte jetzt mal was ganz krasses:
"Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt – und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden."
Das hat der bayerische Ministerpräsident Seehofer so gesagt: https://www.youtube.com/watch?v=UBZSHSoTndM

Und dass es so ist offenbart sich für jeden, der nicht der Leviathan-Ideologie unterliegt, nach der alles in der Schublade Staat (auch z.B. staatlicher Wasserversorger) einem Monster gleicht. Während in dieser Denke von privaten Akteuren (beispielsweise Rothschild) also Marktakteuren keine besondere Gefahr droht. Aus ideologischen Gründen.

Leider hat Seehofer recht und die Herren des Geldes sagen wo´s lang geht.
Ihre Namen darf man nicht in Verbindung mit Kritik bringen, sonst ist man struktureller Antisemit.
Mir ist das egal, denn ich nenne nur ein paar Beispiele für jene hinter den Kulissen, die entscheiden wo´s langgeht:

"Ein wichtiger Träger für den Reichtum der globalen Oligarchie, der diese Bankholdings gehören, ist die US Trust Corporation – gegründet im Jahr 1853 und nun im Besitz der Bank of America. Bis vor kurzem gehörte Walter Rothschild als Direktor und Ehrentreuhänder dem Vorstand an. Andere Direktoren waren oder sind Daniel Davison von JP Morgan Chase, Richard Tucker von Exxon Mobile, Daniel Roberts von der Citigroup und Marshall Schwatz von Morgan Stanley. J. W. McCallister, ein Insider der Ölindustrie mit Beziehungen zum Saudischen Haus, schrieb in The Grim Reaper, dass, nach Informationen, die er von saudischen Bankern erlangte, 80% der New Yorker Federal Reserve Bank – die weitaus mächtigste Fed-Niederlassung – im Besitz von acht Familien liegen, von denen vier in den USA leben. Es sind die Goldman Sachs, die Rockefellers, die Lehmans und die Kuhn Loebs von New York; die Rothschilds von Paris und London, die Warburgs von Hamburg; die Lazards von Paris; und die Israel Moses Seifs von Rom."
(Weiterlesen: https://free21.org/de/content/pdf-das-federal-reserve-kartell-die-acht-familien)

Aber steckt da auch politische Macht dahinter?
Naja, sind wir nicht naiv: Das läuft hinter den Kulissen ab. Claus Kleber wird da nichts davon über den dpa-Nachrichtenticker erfahren. Aber mitunter schimmert die Macht für alle sichtbar durch: Der Autor Gary Allen schreibt in seinem Buch The Rockefeller File, 1973 "traf sich David Rockefeller mit 27 Staatschefs, darunter auch den Machthabern Russlands und Rotchinas".

Chabos wissen, wer der Babo ist.

Heute wird viel über besagte Trilaterale Kommission, den CFR (der quasi richtungsgebend für die US-Außenpolitik ist) und die Bilderberger gesteuert.

Ich will damit sagen: Solche Machtstrukturen hinter der Politik sollte man nicht leugnen, daher stellt sich auch die Frage, nach psyhopathisch veranlagten Mitgliedern einflussweicher Familien der Hochfinanz.
Typen, die im Vergleich mit Seehofer eher die Möglichkeiten haben, jemanden schnell wegzuhaidern oder bei anderen weltpolitischen Schweinereien im Sinne ihrer Partikularinteressen [derer der 0,1 Prozent] mitzumachen.

Aus meiner Sicht ist die Kombination Psychopathisch und Macht die gefährliche, darunter fällt auch die Kombo Psychopathisch und Staat. Würde ich nie leugnen...
[image]

Aber wer glaubt, dass der US-Präsident mehr als ein angeheuerter Schauspieler der Hochfinanz ist, muss Kennedy meinen. Ist aber lange her und es bekam ihm nicht gut.

Gruß, Bernadette

Debitismus

Rybezahl, Sonntag, 24.05.2015, 23:28 vor 3888 Tagen @ Bernadette_Lauert 3980 Views

Aus meiner Sicht ist die Kombination Psychopathisch und Macht die
gefährliche, darunter fällt auch die Kombo Psychopathisch und
Staat
. Würde ich nie leugnen...

Ich würde auch eher vermuten, dass Heute die Soziopathen im Staat und die Psychopathen in der Hochfinanz sitzen. (Das ist vereinfachend gesagt. Was ich meine ist, dass sich das Verhältnis geändert hat. Wahrscheinlich gibt es in allen Bereichen beide Typen. Außerdem muss gesagt werden, dass jemand, der ein großes Erbe antritt, nicht automatisch ein Psychopath ist, aber ein Soziopath werden kann. Ich vermute, intelligente Psychopathen treibt es eher in die Finanzwelt, da dort mehr Macht liegt.)

Ursprünglich betrachtet würde ich aber meinen, waren es die Psychopathen, die die Macht über andere zu haben glaubten und es den Soziopathen überliessen, die Finanzen zu besorgen.

Das zeigt sich sehr deutlich auch darin, dass wir nicht mit Waffengewalt in eine für uns schlechtere Situation gebracht werden, sondern subtil durch Manipulation oder Desinformation oder Nichtinformation.

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

Meine Schlussfolgerung lautet...

Bernadette_Lauert, Sonntag, 24.05.2015, 23:41 vor 3888 Tagen @ Rybezahl 3885 Views

...Macht auf viele Schultern verteilen und zwar nicht mit so Schlangenöl-Konstrukten wie unsere "Demokratie", sondern über neue, direktere Wege...

Das senkt die Gefahr ab, einem Soziopathen, Psychopathen oder Mafiapaten ausgeliefert zu sein.

Gruß, Bernadette

Direkte Demokratie

Rybezahl, Sonntag, 24.05.2015, 23:49 vor 3888 Tagen @ Bernadette_Lauert 3983 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 25.05.2015, 00:11

Ja, das ist immer sehr amüsant, wenn man die deutschen Demokraten darüber diskutieren hört, wie sinnvoll eine direkte Demokrtatie sei.

Mir ist ein Beispiel in Erinnerung. Da war ein schweizer Politiker und mehrere deutsche Politiker.

Schweizer:
"Soll das Volk doch entscheiden, und wenn ein Fehler gemacht wird, dann entscheidet es sich eben im nächsten Jahr um!"
Deutscher:
"Aber die Experten wissen doch viel besser, was gut für das Gemeinwohl ist! Das kann man dem (dummen) Volk doch nicht überlassen!"

Und tatsächlich funktioniert diese Masche hier in meiner Umgebung. Sehr viele Leute sagen das, was der deutsche Politiker sagt. Die Menschen sind zu blöde. Das kann man uns doch nicht überlassen! Man muss das den Wissenden übertragen!

Ich selbst bin (unter gegeben Umständen) grundsätzlich für den Volksentscheid und das in allen Dingen, in denen sich eine Mehrheit findet, die darüber entscheiden will.

Exemplarisch dieses Beispiel, hier aber mit österreichischen Politriks und einem schweizer Artgenossen:
https://www.youtube.com/watch?v=CwK9pYeU3Jg

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

Es hängt an uns Deutschen

Bernadette_Lauert, Montag, 25.05.2015, 00:04 vor 3888 Tagen @ Rybezahl 3986 Views

Amüsant?
Dass der Deutsche noch begreifen muss, dass es so nicht funktioniert und die Schweiz in Sachen Demokratie ein besseres Vorbild ist als die USA?

Der Stratfor-Chef hat es doch gesagt: "Die große Frage, auf die wir bisher noch keine Antwort haben, lautet nun: Wie wird Deutschland in dieser Situation reagieren?" und "Wer mir nun also eine Antwort darauf geben kann, was die Deutschen in dieser Situation tun werden, wird mir auch sagen können, was in den nächsten 20 Jahren passieren wird. Unglücklicherweise haben sich die Deutschen aber bisher noch nicht wirklich entschieden." (Quelle)

Von uns Deutschen hängt die Zukunft ab. Amüsiert bin ich erst, wenn sich die Dinge in die richtige Richtung entwickeln. Wenn wir Deutschen schlau genug sind, den richtigen Weg zu gehen.

Dass wir uns die Kriegspropaganda flächendeckend nicht gefallen lassen, spricht schon mal dafür, dass wir als Volk dazu gelernt haben.

Gruß, Bernadette

Strukturelle Leichtgläubigkeit reicht

Orlando ⌂ @, Montag, 25.05.2015, 11:16 vor 3887 Tagen @ Bernadette_Lauert 3834 Views

Und wird dann gleich den Gelben als Tatsache verkauft.

Mir ist das egal, denn ich nenne nur ein paar Beispiele für jene hinter
den Kulissen, die entscheiden wo´s langgeht:

"Ein wichtiger Träger für den Reichtum der globalen Oligarchie, der
diese Bankholdings gehören, ist die US Trust Corporation – gegründet im
Jahr 1853 und nun im Besitz der Bank of America. Bis vor kurzem gehörte
Walter Rothschild als Direktor und Ehrentreuhänder dem Vorstand an. Andere
Direktoren waren oder sind Daniel Davison von JP Morgan Chase, Richard
Tucker von Exxon Mobile, Daniel Roberts von der Citigroup und Marshall
Schwatz von Morgan Stanley. J. W. McCallister, ein Insider der Ölindustrie
mit Beziehungen zum Saudischen Haus, schrieb in The Grim Reaper, dass, nach
Informationen, die er von saudischen Bankern erlangte, 80% der New Yorker
Federal Reserve Bank – die weitaus mächtigste Fed-Niederlassung – im
Besitz von acht Familien liegen, von denen vier in den USA leben. Es sind
die Goldman Sachs, die Rockefellers, die Lehmans und die Kuhn Loebs von New
York; die Rothschilds von Paris und London, die Warburgs von Hamburg; die
Lazards von Paris; und die Israel Moses Seifs von Rom."
(Weiterlesen:
https://free21.org/de/content/pdf-das-federal-reserve-kartell-die-acht-familien)

Dass Leute, die diese Märchen unablässig verbreiten auch eine Agenda verfolgen kommt dabei nicht in den Sinn, gelle?


Für die Skeptiker unter den Lesern:

Die alte, falsche Fed-Story
verfasst von dottore, 07.03.2009, 12:55
(editiert von CHEF, 15.03.2009, 15:45)

Hi Seekumi [korrigiert vom Chef],

[quote]Gründerbanken der FED:

Warburgbanken aus Amsterdam und Hamburg
Rothschildbanken aus London und Berlin
Lazard Freres Bank (Paris)
Israel Moses Seif Bank (Italien)
New Yorker Banken Lehman Brothers , Kuhn-Loeb und Goldman-Sachs
Rockefeller Bank Chase National Bank (New York)

http://www.profi-finanz.net/Die_Geheimnisse_der_FED.pdf[/quote]

Notorisch falsch. Die Fed (1913) ist ein dezentrales ZB-System mit Fed-Banken über die USA verstreut. Member-Bank (Aktionär) kann dort nur werden, wer seinen Sitz in einem der Fed-Bezirke hat, Ausländer niemals (oft genug richtig gestellt).

Weiter ausführlich dargelegt hier, eine Seif Bank gibt es nicht usw.

http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=89077


Aber ist ja alles egal, Hauptsache die Richtung stimmt und der nächste Poster springt auch gleich drauf an: Alles klar, Hochfinanz.

Hängt sie höher!

Rybezahl, Montag, 25.05.2015, 15:25 vor 3887 Tagen @ Orlando 3777 Views

Hallo Orlando!

Da kann ich dir nur zustimmen. Nur damit es von meiner Seite gesagt ist, es geht mir nicht darum, einen "Schuldigen" zu definieren.
Das ist gar nicht nötig, wenn man über ein strukturelles Problem spricht. Man könnte höchstens darüber diskutieren, ob das Phänomen eine Bedingung oder Folge der Struktur ist. Und nimmt man an, dass es eine Bedingung ist, läuft man sogleich Gefahr, in eben jene Muster zu verfallen, die man doch gerne beseitigt hätte.

Was gibt es zu tun?

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

Ach Gottchen - Wenn Ideologen einen Debattenbeitrag simulieren

Bernadette_Lauert, Montag, 25.05.2015, 20:18 vor 3887 Tagen @ Orlando 3828 Views

bearbeitet von Bernadette_Lauert, Montag, 25.05.2015, 20:51

Lies meinen Beitrag, Du Ideologe!

Die Kernthese lautet, dass mit Geld Macht einher geht.
Weiterhin führe ich aus, dass es gewisse Familien gibt, bei denen sich viel Geld ergo viel Macht konzentriert.

Hast Du konkrete Zweifel an diesen Kernthesen?

Du krittelst da irgendwas an meinen Ausführungen zur FED herum. OK - ich steige gerne auch auf dieser Abstraktionsebene ein: So wie ich die Lage beschrieben habe, ist es inzwischen offizielle Darstellung - nicht nur in irgendwelchen Netzkreisen von denen Du verächtlich schreibst - sondern wird so beispielsweise auch in der ARD-Börsennachrichten-Lexikon/Glossar so beschrieben:
http://boerse.ard.de/boersenwissen/boersenwissen-fuer-fortgeschrittene/die-fed-hueterin...
Bei Prof. Senf kannst Du nachhören, dass diese Darstellung vor ein paar Jahren noch undenkbar war, so ein Wissen aber durchsickert.
Was weiß man denn über die FED, so faktisch, dass es die ARD als offizielle Wahrheit darstellt:

"Es stimmt also: Die Fed ist keineswegs eine Behörde, sondern eine Privatveranstaltung. 100 Prozent der Fed-Anteile liegen in den Händen privater Banken. Kein einziger Anteil wird von der Regierung gehalten.
Und doch ist auch nicht alles privat: Das Direktorium wird vom Präsidenten der Vereinigten Staaten ernannt, daher ist das Federal Reserve System eben staatlich strukturiert.
"

Ich bewege mich hier also auf gesichertem Terrain. Oder denkst Du die ARD ist ein typischer Verschwörungstheoretiker in Sachen US-Hochfinanz?

Du führst Dich auf, wie der Filialleiter einer Deutschen Bank, auf dessen Tag-der-offenen-Tür-Veranstalung versehentlich der Killuminati-Song gespielt wird. Nein, ich hab die FED-Sache so dargestellt wie die ARD und noch was geschlussfolgert. Nämlich dass Wirtschaftsmacht auch Macht ist.

Und bitte lass doch den dottore mal in Ruhe. Neulich erst hab ich mich hier positiv über Gold geäußert, irgendjemand hat mich mit dottore "widerlegt", dann aber zwei Posts später erfahre ich davon, dass dottore eigentlich genau meine Standpunkte vertritt.

Ich bitte Dich um sauberes Argumentieren und zwar thesenbezogen und sachlich und nicht ideologiegetrieben was Verneinendes rausgehauen. Ich hab meine Kernthesen extra aufgeschrieben, damit Du bei Deiner Antwort vielleicht berücksichtigen möchtest, um was es geht.

Geld ist gleichgebeutend mit Macht und Einfluss. Gewisse Familien haben Geld und viel Einfluss aus historischer Tradition und guten Kontakten heraus. Vieles deutet darauf hin, dass Macht nicht nur staatlicherseits ausgenutzt wird. Die Frage, wer die Strippen zieht, ist spannend. Es sind wohl gut vernetzte "Privatleute". Aus meiner Sicht brachte es Seehofer auf den Punkt: "Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt – und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden."

Das liegt auf der Hand. Wenn Du das leugnest, zugunsten der ideologischen These, dass Macht und möglicher Machtmissbrauch nicht auch von Privatakteuren wie den Banken der Hochfinanz ausgehen kann, sondern nur vom Staat, weil nur der Staat Macht missbrauchen kann, dann ist zumindest eines klar: Du bist ein Ideologe...
Hier im Gelben bin ich schon auf drei solcher fatalistisch angehauchter Ideologen-Lager gestoßen, bei denen sich irgendwann der Realitätsbezug offenbar grußlos verabschiedet hat:

#Waldmystizismus: Die Frage, ob wir unsere Häuser verlassen sollten um der Zivilisation im Wald den Rücken zu kehren?
#Anarchokalitalismus: Soll das Geld einfach alles für die Gesellschaft entscheiden, wird schon gut gehen...
#Leviathantheoretiker: Vom Glauben dass jeder kleine Bürgermeister machtmissbräuchlicher als Rothschild unterwegs ist...

Bei Dir tippe ich auf Option Leviathantheoretiker oder Anarchokalitalist. Ich halte Ideologien generell für ein Problem. Und ehrlich gesagt, als ich hier auf das Gelbe stieß, haben es mir sofort ein paar Signaturen angetan, die die Ablehnung von Ideologien zum Thema hatten. Leider ist das nur eine Strömung hier.

Glaub mir, Ideologien müssen erkannt und überwunden werden. Die Themen werden dann zwar komplexer, aber die Debatte ist näher an der Wahrheit. Mit Hegels Dialektik über die Welt zu sprechen wird ihr mehr gerecht, als als One-Trick-Pony, dass lediglich über den Staat schimpfen kann.

Denn wenn jemand einwendet, dass Wasserversorgung und andere Grundversorgungsinfrastruktur nicht privatisiert werden sollte... und zwar aus logischen wirtschaftlichen Gründen... dann sollte man da auch mitdiskutieren können. Und nicht nur "böser Staat, Rothschild ist super, Hängt Bernadette noch höher!" einbringen, weil die ideologischen Denkschienen einen differenzierteren Blick auf die Realität nicht hergeben.

Deswegen sind solche Einwürfe wie der Deine ganz amüsant, aber sie bleiben ideologisch geleitet und damit religiös angehaucht. Ich hab nix gegen Religiöse. Ich mag nur die Bekehrer nicht, die ihrem Glauben verbissen folgen, aber nicht einsehen, dass ideologisch geprägte Argumente keine Sachargumente sind. Wenn aber nicht auf Sachargumentebene debattiert wird, sondern stets ganz abstrakt und nur im Sinne ideologischer Leitmotive, dann scheppert nur die Luft.
Gerne debattiere ich mit Dir. Aber dann beschäftige Dich bitte erst einmal wirklich mit meiner Kernthese, aus dem letzten Posting. Hier nochmal ganz kurz zusammengefasst:

Geld ist gleichgebeutend mit Macht und Einfluss. Gewisse Familien haben Geld und viel Einfluss aus historischer Tradition und guten Kontakten heraus. Vieles deutet darauf hin, dass Macht nicht nur staatlicherseits ausgenutzt wird. Die Frage, wer die Strippen zieht, ist spannend. Es sind wohl gut vernetzte "Privatleute". Aus meiner Sicht brachte es Seehofer auf den Punkt: "Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt – und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden."

Gruß, Bernadette

Die Nichtgewählten, aber Entscheidenden

Rotweintrinker @, Dienstag, 26.05.2015, 17:46 vor 3886 Tagen @ Bernadette_Lauert 3600 Views

Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt – und diejenigen, die gewählt
werden, haben nichts zu entscheiden.


Seehofers Klassiker sollte über dem Eingang eines jeden Wahllokals angebracht werden.
Wenn ich Dich recht verstanden habe, stimmst Du mir auch darin zu, dass die Entscheidenden in der Regel Psychopathen sind.
Worin wir jedoch verschiedener Meinung zu sein scheinen:
Diese Entscheidenden sind uns verborgen und werden uns auch dank ihres Geldes und ihrer Macht (oder dank ihrer Macht und ihres Geldes --über die Reihenfolge ließe sich trefflich streiten) verborgen bleiben. Das ist meine Meinung.
Du hingegen glaubst, auf ihrer Fährte zu sein, nennst Namen und Organisationen. Bist Du im Ernst der Ansicht, aus unserer Mauselochperspektive so weit blicken zu können. Die von Dir entdeckte und von vielen anderen schon vorher entdeckte Fährte könnte doch auch eine bewusst falsch gelegte sein. Die Zusammenhänge, die Du den Tatsachen gemäß aufzählst, sind mir viel zu offensichtlich. Sicher, sicher, das kann ja gerade der raffinierte Trick sein, alles auf die Wäscheleine zu hängen, sodass niemand Verdacht schöpft.
Ich halte allerdings für wahrscheinlicher: Psychopathen lenken im absolut Verborgenen die Weltpolitik.Wir kennen sie nicht. Mein "Beweis": Genau danach sieht sie auch aus!
Es grüßt
Rotweintrinker

Forderung anzuerkennen, dass wir einer Meinung sind + praktische Recherche-Übung

Bernadette_Lauert, Dienstag, 26.05.2015, 21:29 vor 3886 Tagen @ Rotweintrinker 3770 Views

bearbeitet von Bernadette_Lauert, Dienstag, 26.05.2015, 21:48

Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt – und diejenigen, die
gewählt
werden, haben nichts zu entscheiden.

Seehofers Klassiker sollte über dem Eingang eines jeden Wahllokals
angebracht werden.

Das wäre das perfekte Demotivational-Poster für ein Wahllokal.

So wie das hier in einer Straßenmeisterei:
[image]

Wenn ich Dich recht verstanden habe, stimmst Du mir auch darin zu, dass
die Entscheidenden in der Regel Psychopathen sind.

Nee, das weiß ich nicht. Hab nur Ideologie detektiert, weil im Faden mögliche psychopathische oder soziopathische Machtmissbraucher nur im Staat verortet wurden. Ich hielt dagegen, dass die wahre Macht doch nicht nur im Staat sitzt, was das Seehofer-Zitat verdeutlicht.

Worin wir jedoch verschiedener Meinung zu sein scheinen:
Diese Entscheidenden sind uns verborgen und werden uns auch dank ihres
Geldes und ihrer Macht (oder dank ihrer Macht und ihres Geldes --über die
Reihenfolge ließe sich trefflich streiten) verborgen bleiben. Das ist
meine Meinung.

Nope, nicht generell. Vieles davon dringt nach außen.

Du hingegen glaubst, auf ihrer Fährte zu sein, nennst Namen und
Organisationen. Bist Du im Ernst der Ansicht, aus unserer
Mauselochperspektive so weit blicken zu können.

Jepp.

Die von Dir entdeckte und
von vielen anderen schon vorher entdeckte Fährte könnte doch auch eine
bewusst falsch gelegte sein.

Kann ich nicht ausschließen. Es kann nur um Plausibilitäten gehen. (siehe P.S.)

Die Zusammenhänge, die Du den Tatsachen
gemäß aufzählst, sind mir viel zu offensichtlich. Sicher, sicher, das
kann ja gerade der raffinierte Trick sein, alles auf die Wäscheleine zu
hängen, sodass niemand Verdacht schöpft.

Naja, ich war doch eigentlich recht vage. Was ich genannt habe waren nur Beispiele für mächtige Privatakteure, um zu verdeutlichen, was ich eigentlich damit meine, wenn ich schreibe, dass Machtmissbrauch auch im Sinne von Partikularinteressen mächtiger Privatakteure ausgelebt werden kann (und wird).

Ich halte allerdings für wahrscheinlicher: Psychopathen lenken im absolut
Verborgenen die Weltpolitik.Wir kennen sie nicht. Mein "Beweis": Genau
danach sieht sie auch aus!

Kann keinen grundsätzlichen Widerspruch zu dem entdecken, was ich schrieb. Daher fordere ich: Lass uns einfach einer Meinung sein.

Es grüßt
Rotweintrinker

Es grüßt zurück,
Bernadette

P.S. Recherchetipp: An der Realität orientieren.
Praktische Übung: Haben die das so gesagt? Wie ist der Kontext? Nachrecherchieren!
I. https://www.youtube.com/watch?v=ScY36L1P2uw (12m04s)
II. https://www.youtube.com/watch?v=HLx9Cmgibe0 (13m36s)
III. https://www.youtube.com/watch?v=3s8BuMKVpSE (5m07s) (-> Nur zur Auflockerung danach...)

Lass uns einfach einer Meinung sein!

Rotweintrinker @, Mittwoch, 27.05.2015, 15:01 vor 3885 Tagen @ Bernadette_Lauert 3449 Views

Sei's drum!

An ihren Früchten …

Nico @, Montag, 25.05.2015, 21:47 vor 3887 Tagen @ Orlando 3685 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 26.05.2015, 13:36

… sollt ihr sie erkennen. So steht es irgendwo unter „Matthäus“ in der Bibel. Scheint mir auch ein guter Typ zu sein, denn: „siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe“, wie es ebenfalls in Matthäus heißt.

Was also die Früchte anbelangt, fallen mir stets die Staatsschulden als erstes ins Auge. Alle Staaten auf diesem Planeten tun so, als könnten sie sich ihr Geld nicht einfach selber drucken. Diesen Job übernehmen bekanntlich die Zentralbanken, ohne aber den Staaten ihre Defizite zu finanzieren. Würden sie es tun, dann gäbe es keine Staatsverschuldung.

Die Frage, weshalb also die Staaten, anstatt Schulden auf dem Privatsektor zu machen, ihr Geld nicht einfach selbst erzeugen, ist so naheliegend, dass sie kaum jemand zu stellen traut.

Man mag mir glauben oder nicht, ich bin weder Wolf, noch bin ich Schaf. Die globale Staatsverschuldung wird inszeniert, und die Zentralbanken spielen in dieser Aufführung eine hier nur kurz skizzierte Hauptrolle. Vor diesem Hintergrund wird es selbstredend, dass die Verwicklungen gezielt intransparent gestaltet werden.

Es ist aber auch nicht weiter wichtig, wer also wann wo was mit wem gemacht hat oder auch nicht, denn wie schon bemerkt: an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen – und die sind nun mal ober-faul.

Was wären die Wölfe wohl ohne die Schafe, und die Schafe sind jene, die sich von den Wölfen einreden lassen, dass sie bei der Bestimmung des Abendessens Mitspracherecht haben. Die Position der Zentralbanken ist aberwitzig; sie schneiden den (vorgeblichen) Souverän von seinem Recht ab Geld (Gesetzliche Zahlungsmittel) zu schöpfen, und nehmen es selbst in Anspruch. Die Verderblichkeit dieser Situation kann keinen deutlicheren Ausdruck finden als die globale Staatsverschuldung und die offensichtliche Verwüstung unseres Planeten bedarf damit auch keiner weiteren Erklärung mehr. Ja, es ist das Werk von Psychopathen und die Frage nach deren Herkunft und Abstammung ist zweitrangig. Die Schafe sind die, welche sich die Staatsverschuldung als Notwendigkeit verkaufen lassen. Keine Verschwörungstheorie ist so absurd, wie die gelegentlichen Versuche, die herrschende Notenbankpolitik zu rechtfertigen. Typisch also, dass im Zuge solcher Rechtfertigungen nun die VT-Vorwürfe selbst gestellt werden:

Aber ist ja alles egal, Hauptsache die Richtung stimmt und der nächste
Poster springt auch gleich drauf an: Alles klar, Hochfinanz.

Nein, wer glaubt denn wohl an die Sabotage der Staatsfinanzen? Staaten müssen sich ihr Taschengeld nun mal bei den Banken leihen, und sie müssen ja auch beim Finanzamt ihre Steuererklärung einreichen, wie alle anderen auch.

Schöne Grüße

--
... in Wirklichkeit ist ... immer alles ganz anders, als es ... in Wirklichkeit ist ...

Das Werk von Psychopathen

Rotweintrinker @, Dienstag, 26.05.2015, 10:52 vor 3886 Tagen @ Nico 3635 Views


Ja, es ist das Werk von Psychopathen und die Frage nach deren
Herkunft und Abstammung ist zweitrangig.

Volle Zustimmung! Zu dem von Dir genannten Indiz (zertrümmerter Finanzmarkt) dafür, dass es sich so verhält, passt das von mir eingangs in den Vordergrund gerückte Indiz: Schon wieder rasseln in Europa die Panzerketten an den Grenzen. Es wird wieder getrommelt! Der oberste Repräsentant unseres Staates, ein im Konkubinat auf Schloss Bellevue residierender Pfarrer, vorneweg. Ist das nicht Wahnsinn? Zwangsläufig landen wir daher in unserem Bemühen, das alles zu verstehen, bei den Psychopathen.

Nein, ist es nicht

Rybezahl, Dienstag, 26.05.2015, 17:40 vor 3886 Tagen @ Rotweintrinker 3641 Views

Du willst wohl behaupten, dass seit den im Ungewissen liegenden Anfängen debitistischer Lebensweise die schlaueren oder gewalttätigeren oder mächtigeren Kräfte die debitistische Lebensweise vollbewusst im Volk "installiert" hätten?

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

Von "debitistischer Lebensweise"

Rotweintrinker @, Mittwoch, 27.05.2015, 15:19 vor 3885 Tagen @ Rybezahl 3381 Views

habe ich überhaupt nicht gesprochen, nur von einem zertrümmerten Finanzmarkt, ohne auf dessen Ursachen einzugehen. Mein Thema war: Wo sind die eigentlichen Machthaber zu verorten, und meine Anwort war ( anfangs ausgedrückt in einer Befürchtung,da ich kein Hellseher bin): Im Verborgenen und in der Psychopathie.

OK, habe ich falsch verstanden. (oT)

Rybezahl, Mittwoch, 27.05.2015, 18:34 vor 3885 Tagen @ Rotweintrinker 3404 Views

- kein Text -

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

Die strukturelle Leichtgläubigkeit bei den Alternativmediengläubigen

Zarathustra, Dienstag, 26.05.2015, 13:27 vor 3886 Tagen @ Orlando 3536 Views

... ist noch erschreckender als bei den MSM-Gläubigen, weil erstere sich aktiv beschäftigen mit dem Thema der Meinungsmache und von daher eher gefeit sein müssten gegen Müll unterschiedlichster Art.

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