Sehr treffend
... finde ich insgesamt, wie Albrecht Müller das beschreibt.
Allerdings würde ich noch was hinzufügen:
- der heutige Westen ist nicht mehr der Westen der 60er und 70er Jahre
- wir sind stattdessen im langen Zyklus wieder in einer den 30er Jahren vergleichbaren Tiefpunkt-Phase: Finanzkapitalismus, Oligarchie der Groß- und Finanzindustrie, Jugendarbeitslosigkeit europaweit astronomisch, Krise der Hegemonialmacht (damals: British Empire, heute: USA), internationales Machtvakuum.
- die Linke versagt - eigentlich wie immer - komplett dabei, zu erkennen, was läuft und zu handeln.
- für die "Jugend" ist damit JEGLICHE westliche Ideologie verlogen, unglaubwürdig und verlogen: TINA-Liberalismus ebenso wie das konfuse Gequassel der Linken (auch die Nachdenkseiten beschränken sich ja auf "Kritik", ohne eine vernünftige, glaubwürdige und pragmatische Alternativstrategie zu präsentieren und zu promoten)
- in dieser Situation bleibt als Ideologie nur TRADITIONALISMUS und "antiwestliche", gegen die praktisch unglaubwürdig gewordene Aufklärung + Humanismus. Manche gehen diesen Weg über eine Rückkehr zu faschistischen Ideen (die sich positiv auf Traditionalismus - gegen die Moderne "Geldherrschaft" - bezogen hatten). Andere eben so, daß sie zum IS gehen.
- Dieser Trend ist auch im Gelben deutlich zu erkennen (Stammesgesellschaftsfreaks).