Hallo Weiner,
> Sind die [Schiffseigener bzw. Auftraggeber] eigentlich schon identifiziert?
das ist hochinteressante theoretische Frage - ganz herzlichen Dank!
Schlechte Antwort von mir wäre, wenn ich jetzt, wiewohl möglich, eine Aufzählung begänne und ein paar Namen nennte.
Kann ich diese Ihre Aussage früherer Zeit als schlechte Antwort deuten (leicht angepasst):
- Es gibt keinen Eigner, keinen Auftraggeber, sondern das ist eine Gruppe. Genauer gesagt ein Mob, der von Schiff zu Schiff rast und in dem ein psychopathischer Gruppenzwang herrscht, an den sich auch der Kapitän halten muss, wenn er dazugehören will, andernfalls er zu einem unrettbaren Mann-über-Bord wird.
Eine ausweichende Antwort, wenn ich sagte: versuchen wir mal, das Schiff an uns zu bringen, dann werden die Eigentümer sich schon melden. Denn Letzteres ist gar sicher: da gab es etwa - nur ein Beispiel - eine gewisse Königin, die hat in vergleichbaren Fällen erst mal den Oberpiraten geschickt (um nicht sofort erkannt zu werden).
Ja, richtiges Delegieren ist auch heute angesagt. Böse Stimmen nennen es Tiefer Staat.
Nun, in meiner Sichtweise gibt es nur eine korrekte Antwort: das Schiff ist gegenwärtig herrenlos.
Damit führen Sie einen neuen Begriff ein.
Ist herrenlos gleich eigentümerlos, oder Eigentümer ja, nur ohne Herrschaft?
Ich bin verwirrt.
Die eigentlichen (treuhänderischen?) Eigentümer von Deutschland wären zwar die Deutschen, vertreten durch die aktuell hier (aber nicht nur hier ...) lebenden drei, vier Generationen - Vätern und Müttern würde ich Stimmrecht für ihre noch nicht volljährigen Kinder zugestehen.
Eigentlich / treuhänderisch?
Fehlt es also an Souveränität?
Doch die gegenwärtigen Deutschen bekennen sich leider nicht zu ihrem Land und zu seinen einzigartigen Gütern, überlassen es komplett fremden Besitzern - und nehmen es darüberhinaus noch hin, daß man sie zu einer (bald schon austauschbaren?) Schiffsmannschaft degradiert - die meisten von ihnen schuften dabei an Tuch und Seil in der Takelage oder gar im Unterdeck an den Riemen.
Wir Deutschen sind also doch die Eigentümer, haben aber unser Schiff einem Besitzer überlassen, der sich wie ein Mietnomade in einer Mietswohnung verhält.
Schuld daran ist der Kapitän und seine Offiziere, ein Teil des o.g. Mobs.
Damit komme ich zur Praxis.
Gut so.
So wenig wie Falkenauge kann auch ich einen neuen Kapitän vorschlagen.
Vorschlagen kann und darf man immer.
Aber ich darf wenigstens erwähnen, dass das Organisationsverfahren, um zu einem neuen Kapitän zu kommen, bereits vorliegt.
Es ist hervorragend verfasst und bewährt, man braucht es nur anzuwenden und umzusetzen.
Man = Kapitän+Offiziere = Teil des Mobs, eingefangen in psychopathischem Gruppenzwang
Selbst der aktuelle Kapitän und seine Offizierscrew akzeptieren dieses Organisationsstatut.
Ehrlich?
Alle Beamte, Rechtsanwälte und Steuerberater wurden darauf vereidigt, und wenn man es ihnen vereint (!!) vor die Nase hält, dann bleibt ihnen gar nichts anderes übrig, als dass sie es befolgen.
Sie bewegen sich jetzt aber von der Realität auch um Lichtjahre weg, oder?
Treffen sich hier nicht wieder die Paare Theorie-Praxis, Wunsch-Wirklichkeit...
Die wichtigsten Paragraphen habe ich unten einkopiert.
Danke dafür.
Freundliche Grüße
KK