braucht ein Update, Komsomolzin BL
" /> In der Moderne haben mitnichten
staatliche Institutionen noch die absolute Planungshoheit. Sag jetzt nicht
die Expertenkommissionen...
Du beklatscht diese Entwicklung, obwohl so gut wie jedes PPP-Projekt für den Bürger letztlich mies ausging:
1999: Berliner Wasserbetriebe (BWB)
2000: Warnow-Tunnel Rostock
2001: Herren-Tunnel Lübeck
2002: World Conference Center Bonn (WCCB)
2003: LKW-Maut (Toll Collect)
2004: Erlebnisbad Atlantis Dorsten
2005: 90 Schulen Landkreis Offenbach
2006 Rathaus Gladbeck
2007 Digitales Bürgerportal Würzburg
2008 Gesundheits- und Bäderpark Leimen
2009: Messehallen Köln
2010 Autobahn A 1 Hamburg – Bremen
2011 Elbphilharmonie Hamburg
Was schief ging, nachzulesen, hier auf den Nachdenkseiten.
Daher stellte ich einfach mal bezogen auf das Brückenprojekt im Initialposting in den Raum:
Ja ahnst Du denn nicht mal, dass so etwas kommunal aufgehängt, wie bei uns beim Landratsamt, saniert vom Bauamt TAUSEND MAL besser organisiert ist?
Nein, es geht allein um die Begrenzung der Verluste durch staatliche
Eingriffe. Dies ist zu dem in der vorliegenden Fassung (noch) ungleich
Gewinn. Daran bastelt Siegmar der Wirtschaftsversteher noch..
Es geht um garantierte Gewinne und damit die Aushebelung des unternehmerischen Risikos für das Großkapital. Finanziert wird das von Banken. Spannend hierzu und passend auch die Debatte weiter unten über das Eigentumsproblem: http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=353228
Das wollte ich eh noch um eine ordentliche Unternehmerdebatte ergänzen: Die haften mit ihrem Eigentum für ihre Unternehmerische Entscheidungen. Die Manager in den Konzernen nicht. Und Investorenschutz soll nun auch noch Profite der Konzerne garantieren.
Ich kann nicht verstehen, wie die Lehren Schumpeters hier völlig ignoriert werden können. Das alles richtet sich gegen klassische Unternehmer und fördert die bankengesteuerte Konzerndiktatur. Das macht mich richtig zornig, vor allem wenn dann wieder so einseitig mit Scheuklappen argumentiert wird: "es geht allein um die Begrenzung der Verluste durch staatliche Eingriffe."
Arme Hochfinanz, die jegliche Haftung abgelegt hat und Profite garantiert haben will. Mir kommen die Tränen.
Regierungen und Systeme wechseln, diese Art von "definiertem" Freihandel
soll bleiben. Wie sich alles entwickelt steht eben (SIC!) auch für die
globalen Player in den Sternen oder lies alternativ im Gelben nach..
Du tust so, als ob die Richtung stimmt, in die sich nach US-Gusto die Wirtschaftswelt entwickelt. Dabei war es doch die soziale Marktwirtscht oder das hanseatische Kaufmannstum oder der rheinländische Kapitalismus, die Deutschland gutgetan haben. Nicht das von der Realwirtschaft abgehobene Geldkasino aus USA. Das kannst Du auch im Gelben nachlesen.
Ja auch, aber ob dies durch TTIP, similar Freihandelszonen passiert, ist
genau die Frage.., der schwedische Mittelstand
ARC argumentiert
jedenfalls pro TTIP. Vom deutschen Mittelstand gibt es widersprüchliche
Signale. Ist auch kein Wunder, denn eine "gutachterliche" und klare
Bewertung dieses Vertragwerkes dürfte nur wenigen Spezialisten gelingen..
Alle Länder, die so ein mit Schlangenöl poliertes Konzernförderungsabkommen unterschrieben haben, bereuen es zu tiefst. Solche Verfahren werden benutzt, um demokratische Entscheidungen hinter verschlossenen Türen wieder auszuhebeln.
Fakt ist aber auch, BL, das
Aussenhandelsdefizit
der Amerikaner steigt!
Und Frau Merkels Regierung begreift immer noch nichts von
Inlandsnachfrage.., die können nur Export und Steuererhöhung für den
Rest..
Der Ami ist ein Raubtier, das mit dem Rücken zur Wand steht und nur noch durch Kriege, Destabilisierungspolitik und Anbindung von Vasallenstatten durch solche Verträge sein Imperium halten kann.
Azur springt im Kreise..
" />, naja ich kenne ein paar Schiedsgerichte bei
der IHK. Das kann gut sein, muss aber nicht. Wenn Du Negativbeispiele
brauchst, Sportgerichte und Finanzierungen ala' Blatter..
Ich spreche nicht von IHK-Schiedsgerichten oder juristischen Mediatoren, die fernab staatlicher Gerichte für Einigung sorgen, sondern ganz konkret von den TTIP-Schiedsgerichten. Und da sieht es nunmal folgendermaßen aus:
Sie bestehen aus jenen Anwaltskanzleien, die Obamas Wahlkampf bezahlt haben und sich goldene Nasen an solchen Klagen verdienen. Ihre Anwälte rotieren und treten bei den Schiedsgerichten, die in Washington D.C. angesiedelt sind, mal als Anwalt, mal als Richter auf. Dieses Spiel ist nur für Konzerne, Banken und Anwaltsfirmen. Letztere verdienen sich goldene Nasen. Erstere knipsen unternehmerisches Risiko aus, verhindern bürgernahe Politik (Investitionshemmnisse) und letzten Endes sogar die Demokratie.
Sorry, ich sehe in diesem Punkt so eine breite Masse von klugen Köpfen hinter mir, während Du nichts als steile Thesen bringst. Versuche doch mal, den Perspektivwechsel. Kann nur helfen:
Dirk Müller: TTIP - Ende der Demokratie & Beginn der Konzernherrschaft
FPÖ-Paper
Chaos Computer Club: Deine Rechte sind in diesen Freihandelsabkommen nicht verfügbar [31c3]
Ich habe schlichtweg den Eindruck, dass TTIP-Fans wie Du schlichtweg nicht begriffen haben, wo die Gefahren liegen. Dabei gibt es so viele Beispiele, so viele Expertenstimmen und so viele empirische Beobachtungen, beispielsweise in Mexiko, wo ein Äquivalent dieses Abkommens immens bereut wurde. Die Empirie musst Du doch wohl gelten lassen! Du kannst doch nicht verlangen, dass sich Leute, die sich damit beschäftigen nur im Bereich ideologischer heißer Luft bleiben dürfen, á la: "Begrenzung der Verluste durch staatliche Eingriffe."
Am 1. Januar 1994 trat das Freihandelsabkommen NAFTA in Kraft, welches den schrittweisen Abbau der Zölle auf Waren und Dienstleistungen zwischen Mexiko, den USA und Kanada garantiert. Für Mexiko sollte so der Weg vom Entwicklungsland zum Industriestaat geebnet, Arbeitsplätze geschaffen und die Armut reduziert werden. Aber zehn Jahre danach sieht die Realität dramatisch anders aus. (Doku zu NEFTA)
Ich verstehe nicht, warum Ihr das nicht seht, beziehungsweise die Augen vor diesen Wahrheiten verschließt. Es ist doch so offensichtlich, welcher Standpunkt belegt und gut begründet ist und wo nur ideologische heiße Luft dahinter steht (sorry dafür, aber das musste raus).
Ja ein gutes Posting, was auch einiges über Deine "Toolbox" offenbart.
Knowledge is free.
Es gibt kaum noch staatlich, neutrale Planungsinstitute
(@transparency.org). Brückenbau-US-Staat vertritt nach Deinem Gusto
US-Brückenbaufirma gegen Mautinhaber.., beides Oligarchen..?
Die findest Du im finanzierenden Bankenumfeld dahinter. Aber "Oligarchen" gibt es ja nur im schlimmen Osten. Bei uns sind das ja immer nur die tollen Investoren auf ihren weißen Pferden.
Schau Dir die Geschichte des deutschen Mautprojektes an..
Siehe Link zu den Nachdenkseiten, oben.
Gruß, Bernadette