Finanz-Geisteskrankheit verschärft sich

sensortimecom ⌂ @, Sonntag, 03.05.2015, 16:39 vor 3908 Tagen 9394 Views

Von Negativzinsen bis zu 5%(!) ist die Rede. Zentralbanken diskutieren Bargeld-Verbot, um eine dann drohende globale Bank-Flucht zu stoppen.

Bereits Ende Mai soll es zu dem Thema eine große Tagung in London geben. Die Neue Zürcher Zeitung berichtet, dass ausgerechnet jene Ökonomen zu Wort kommen werden, die sich in den vergangenen Monaten als Vordenker der Bargeldabschaffung profiliert haben – nämlich Rogoff und Buiter.

siehe:
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/05/02/zentralbanken-diskutieren-bargeld...

Gebühr auf Bargeld-Einzahlung .. (edit.)

Beo2 @, NRW Witten, Sonntag, 03.05.2015, 17:00 vor 3908 Tagen @ sensortimecom 7684 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 03.05.2015, 17:15

Von Negativzinsen bis zu 5%(!) ist die Rede. Zentralbanken diskutieren Bargeld-Verbot, um eine dann drohende globale Bank-Flucht zu stoppen.

Es würde reichen, wenn auf die Einzahlung von Bargeld von Banken, natürlich allen voran von der ZB, eine saftige (variable) Gebühr in % des einzuzahlenden Betrags erhoben würde.
Diese Gebühr würden auch die Händler und Produzenten an ihre mit Bargeld zahlenden Kunden sicher weitergeben, denn sie müssen ihre Einnahmen ja auf ihr Girokonto einzahlen, um Lieferanten bezahlen zu können.

Das fände ich durchaus sinnvoll, um die Bankflucht zu be'steuern. Was auch immer, mit dem positiven Zins auf Geldguthaben ist es definitiv vorbei, ein für allemal. Das konnte auch nicht lange gut gehen.

Ach ja, und auf die Bargeldbestände bei den GBanken kann die ZB regelmäßig einen Negativzins erheben .. damit die Banken nicht auf die Idee kommen, es zu horten und untereinander damit zu zahlen. Fertig ist das "Schwundgeld".

Gruß, Beo2

Damit erreicht man gar nichts

sensortimecom ⌂ @, Sonntag, 03.05.2015, 17:20 vor 3908 Tagen @ Beo2 7036 Views

Derjenige, der Geld abhebt und hortet, wird sogar Verluste in Kauf nehmen. Der sucht Sicherheit um jeden Preis, und wird noch rigoroser sparen, um mit dem Ersparten seinen Verlust wett zu machen.
Wie man damit die Wirtschaft pushen will, oder die Bankflucht verhindern will, ist mir schleierhaft.
Von den psychologischen und ethischen Implikationen gar nicht zu reden.

Aaber aaber ...

Beo2 @, NRW Witten, Sonntag, 03.05.2015, 17:39 vor 3908 Tagen @ sensortimecom 6828 Views

Damit erreicht man gar nichts

Na na, wir wollen doch nicht untertreiben! Es kommt auf die Höhe der Gebühren bzw. der Negativzinsen an .. ob es schmerzt oder nicht.

Derjenige, der Geld abhebt und hortet, wird sogar Verluste in Kauf nehmen. Der sucht Sicherheit um jeden Preis, und wird noch rigoroser sparen, um mit dem Ersparten seinen Verlust wett zu machen.

Das macht überhaupt nichts. Einen solchen "Wettbewerb" gewinnt die ZB immer! Die eingenommenen Gebühren bzw. Zinsen gehen an den Staat, der sie an deiner Statt ausgibt. Du darfst natürlich fleißig weiter horten.

Wie man damit die Wirtschaft pushen will, oder die Bankflucht verhindern will, ist mir schleierhaft.

Der Staat holt sich via die ZB bei Dir die entgangenen Steuereinnahmen und gibt sie der Realwirtschaft als Leistungsnachfrage zurück. Das ergibt doch irgendwie Sinn, volkswirtschaftlich betrachtet, oder?

Gruß, Beo2

Also können zahlreiche Bücher, Filme und Vorträge nun eingestampft werden?

Ankawor, Sonntag, 03.05.2015, 17:57 vor 3908 Tagen @ Beo2 6591 Views

Was
auch immer, mit dem positiven Zins auf Geldguthaben ist es definitiv
vorbei, ein für allemal. Das konnte auch nicht lange gut gehen.

Seit vielen Jahren lese und höre ich, dass Zins und Zinseszins die Ursache aller Probleme seien.

Das hat sich dann vollkommen ohne Absicht erledigt, oder?

Ja ..

Beo2 @, NRW Witten, Sonntag, 03.05.2015, 18:07 vor 3908 Tagen @ Ankawor 6315 Views

denn die Alternative ist: chronische REZESSION bzw. Rezessionsbekämpfung mit falschen Mitteln und krassen Nebenwirkungen .. ohne Aussicht auf langwährenden Erfolg.

Ach ja, und dann wäre hier noch der Krieg als weitere Alternative, wie gehabt ...

Gruß, Beo2

Sinn nur für den Staat

Dieter, Sonntag, 03.05.2015, 19:54 vor 3908 Tagen @ Beo2 5852 Views

Das ergibt doch
irgendwie Sinn, volkswirtschaftlich betrachtet, oder?


Hallo Beo2,
ich denke, daß macht nur für den Staat (als Institution und deren Umverteilungsprofiteuren) Sinn, für die Menschen/Bürger eines Landes nicht. Für die macht am meisten Sinn: Schwarzgeld und Schattenwirtschaft.

Gruß Dieter

Konsequent krank

Rybezahl, Sonntag, 03.05.2015, 20:22 vor 3908 Tagen @ sensortimecom 6140 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 03.05.2015, 20:31

Mit anderen Worten:

Guthaben sollen ausgegeben werden, und statt auf größere Anschaffungen zu sparen, sollen Kredite genommen werden. Um die Hortung von Bargeld zu verhindern, verbietet man das Bargeld.

Das könnte sogar funktionieren, könnte aber auch ein Schuss in den Ofen werden, da die Vernichtung der Sparguthaben zunächst die Kreditausweitung eher hemmt. Ich weiß nicht, ob und wie sich das Gesamtwirtschaftlich auswirkt und ob die privaten Ersparnisse da überhaupt ausschlaggebend sein können.
Entscheidend scheint mir zu sein, dass Privathaushalte künftig gezwungen sind, Kredite zu nehmen, weil man durch das Sparen noch größere Verluste hinnehmen muss.

Abstottern soll also zur Regel werden für ALLE.

PUMP TOTAL!

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

Es macht überhaupt keinen Sinn. Für NIEMANDEN.

sensortimecom ⌂ @, Sonntag, 03.05.2015, 20:23 vor 3908 Tagen @ Beo2 5792 Views


Der Staat holt sich via die ZB bei Dir die entgangenen Steuereinnahmen und
gibt sie der Realwirtschaft als Leistungsnachfrage zurück. Das ergibt doch
irgendwie Sinn, volkswirtschaftlich betrachtet, oder?

Wo denn, wie denn? Das wird eine Spirale nach unten, die am Ende alles im Finanzwesen Bestehende vernichtet. Schliesslich kommt es zu immer grösserer Vernichtung von Vermögen, auf die der Betroffene nur eine Antwort hat: Auflehnung. Zuerst gegen die Banken, die er immer mehr als Feinde betrachtet, dann gegen den Staat, dann gegen das gesamte System. Und wenn das nicht gerade in Deutschland passiert, wo sogar die Pitbulls jetzt anfangen, vegetarisch zu fressen, dann eben woanders.

Diese Vorstellungen von explodierender Nachfrage durch den profitierenden Staat kann man überhaupt vergessen, denn da werden ZEITLICHE ABLÄUFE völlig unbeachtet gelassen, da werden wichtigste Details einfach unter den Teppich gekehrt, Ereignisse die vorher und dazwischen passieren und die den Wunschgedanken ad absurdum führen.

Das ist ja der krude Hintergedanke dieser Finanz-Psychopathen

sensortimecom ⌂ @, Sonntag, 03.05.2015, 20:37 vor 3908 Tagen @ Rybezahl 6114 Views

Entscheidend scheint mir zu sein, dass Privathaushalte künftig gezwungen
sind, Kredite zu nehmen, weil man durch das Sparen noch größere Verluste
hinnehmen muss.

Läuft auf einen katastrophalen Irrtum hinaus.
Der Privathaushalt kämpft umso mehr ums Überleben, je mehr Vermögen durch Minuszins und Bargeldverbot verlustig geht. Die Gefahr des Arbeitsplatzverlustes steigt, je mehr die Spirale nach unten zeigt, und der Privathaushalt wird höchstens versuchen, das was er sich noch erspart, in die Egalisierung der Verluste zu stecken. Von Neuverschuldung kaum noch eine Spur.

Noch einmal: Es geht um die ZEITLICHE FOLGE DER ABLÄUFE. Das begreift offensichtlich die geisteskranke Finanzelite nicht.

Einige dieser Leute denken übrigens auch, dass sie die Rolle der Politik übernehmen könnten um die Welt auf den Kopf zu stellen. Fürchterliche Fehleinschätzung.

Ja, der Staat bist Du und ich.

Beo2 @, NRW Witten, Sonntag, 03.05.2015, 20:44 vor 3908 Tagen @ Dieter 5527 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 03.05.2015, 20:59

Sinn nur für den Staat

Siehe meine Betreffzeile.

... für die Menschen/Bürger eines Landes nicht. Für die macht am meisten Sinn: Schwarzgeld und Schattenwirtschaft.

Ja, dümmer geht's immer. Auch eine "Alternative", nur leider mit ziemlich kurzer Laufzeit. Wir sind gerade am Ende eines solchen Zyklus.
Wir müssen uns nun entscheiden, jeder Einzelne .. für ein Zusammenbruch und Reset des alten Systems oder für etwas ganz Neues.

Gruß, Beo2

Kredite für'n Appel und 'n Ei. Sag ich ja: Sicherheiten nur noch Makulatur in der Spätphase. (oT)

Rybezahl, Sonntag, 03.05.2015, 20:53 vor 3908 Tagen @ sensortimecom 5254 Views

- kein Text -

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

Lebensdauer von Bargeld

Leserzuschrift @, Sonntag, 03.05.2015, 21:03 vor 3908 Tagen @ sensortimecom 6034 Views

Die durchschnittliche Nutzungsdauer von Geldscheinen beträgt 1,5 bis 2 Jahre. Würde man die ausgegebenen Scheine mit einer Laufzeitbegrenzung von zwei Jahren versehen, änderte sich also an der zu druckenden Geldmenge nichts.

1. Es gäbe allgemein eine moderate Einzahlgebühr (ec Umsätze haben für den Händler immer eine umsatzabhängige Gebühr, das geht ja auch..)
2. Die Einzahlautomaten würden die „abgelaufenen“ Scheine und die Dauer ihrer Laufzeitüberschreitung erkennen und einen entsprechend höheren prozentualen Abschlag errechnen und bei der Verbuchung vom Einzahlungsbetrag abziehen. Je nach Höhe des prozentualen Abschlags würde der Schein dann nach vielen Jahren vollständig seines Wertes beraubt, so er nicht eingezahlt wurde. Die EZB kann sich seinen Wert dann gut schreiben. Super einfache und zuverlässige Steuereinnahme!
3. Im Handel würde man alte Scheine aus praktischen Gründen nicht annehmen, und aus dem Geldautomaten kämen immer Scheine mit mindestens einem Jahr Laufzeit. Und mit der Horterei wär's vorbei!

Durchdenkt man das für den Lebensalltag des Normalbürgers, merkt man, dass die normale Bargeldnutzung weiterhin wie heute möglich wäre, nur eben nicht die Hortung! Die Kosten bleiben beim Händler, und dem könnte man steuerlich anderweitig entgegen kommen, z.B. bei der MwSt..

Ich fürchte jedoch, es gibt zu viele kriminelle Elemente in Wirtschaft und Politik, die solche Ideen zu verhindern wissen. Warum z.B. sind die DM „ohne betragliche oder zeitliche Begrenzung“ immer noch umtauschbar in Euro, eine Deadline würde in die Jahre gekommene Bankräuber und Schwarzgeldganoven ordentlich ins Schwitzen bringen und der Bundesbank eine entsprechende Gutschrift ermöglichen. Warum tut man das nicht? Haben unsere Entscheidungsträger vielleicht selbst noch DM gebunkert und deshalb ein Interesse an langfristig gültigem anonymen Bargeld?

Ja, wenigstens den Clue erfasst;-)

sensortimecom ⌂ @, Sonntag, 03.05.2015, 21:07 vor 3908 Tagen @ Beo2 5572 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 03.05.2015, 21:21

Wir müssen uns nun entscheiden, jeder Einzelne .. für ein Zusammenbruch
und Reset des alten Systems oder für etwas ganz Neues.

Es soll aber auch Leute geben, die weder das eine noch das andere möchten, sondern einfach ein normales vernünftiges Leben leben, das den Errungenschaften unseres technischen Standes und unseres Wissens entspricht !!! Die werden sich (zu recht!) wehren, weil sie par du nicht einsehen werden, dass die Welt nun von ein paar Geisteskranken auf den Kopf gestellt wird...

Und falls tatsächlich eine unabdingbare Erfordernis bestünde, werden sie es erst recht nicht einsehen!, denn: NIEMAND hat ihnen über die ganzen Jahrzehnte das Geldwesen erklärt*, und schon gar nicht einen Grund, warum plötzlich anno 2016 die Uhren verkehrt herum gehen sollen, wo sie x-tausende Jahre anders gelaufen sind..!

Fazit: Das Publikum wird sich nicht verarschen lassen, sondern alles kurz und klein hauen, und wenn schon nicht in DE (aus Gründen die ich schon gepostet habe) so eben im betroffenen Ausland. Ein Entkommen gibts aber auch in DE am Ende nicht. Auch nicht in den USA.

* und noch einmal kriegen wir hier das Dilemma mit den zeitlichen Abläufen: Das Chaos wird so gross und perfekt sein, dass absolut keine Zeit mehr da ist, dem staunenden Publikum über die Medien etwa @Dottore's Debitismus zu erklären, oder das kaputte Patentwesen, oder das geplatzte Pyramidenspiel usw. Die sind so lange und so gründlich belogen und verarscht worde, dass sie auf NIEMANDEN MEHR HÖREN werden.

Der Staat bin ich - Staat auch dort nicht die Summe aller Teile bzw. Teile des Ganzen

azur @, Sonntag, 03.05.2015, 21:15 vor 3908 Tagen @ Beo2 5337 Views

Sinn nur für den Staat


Siehe meine Betreffzeile.

Hallo Beo2,

wir sind der Staat und sonst nichts?

Der hat kein Eigenleben, das kälteste aller Monster?

In der Soziologie wird zwischen kollektiven und individuellen Daten. Die letztenren können zu erstgenannten verarbeitet werden, aber andersherum klappt das nicht.

Es ist strittig, ob es ein kollektives Gedächtnis oder Bewusstsein gibt.

Das Staatsvolk einem Staat gleichzusetzen ist aber falsch.

In der DDR wurde immer gepredigt, dass alle der Staat wären, einzeln und gemeinschaftlich. Dabei war der Staat auch dort nicht die Summe aller Teile bzw. Teile des Ganzen (wie Du schriebest: Du oder ich).

Viele freundliche Grüße

azur


PS: "Ludwig XIV. gilt als klassischer Vertreter des höfischen Absolutismus. Der Leitsatz des Absolutismus, L’État, c’est moi! (Der Staat bin ich!) wird ihm jedoch fälschlicherweise zugeschrieben.[1]"
http://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_XIV.

--
ENJOY WEALTH
(Groß-Leucht-Reklame am Gebäude Lehmann-Brothers/NY)

Meide das Destruktive - suche das Konstruktive.

Kriminelle Elemente?

sensortimecom ⌂ @, Sonntag, 03.05.2015, 21:42 vor 3908 Tagen @ Leserzuschrift 5508 Views


Ich fürchte jedoch, es gibt zu viele kriminelle Elemente in Wirtschaft
und Politik, die solche Ideen zu verhindern wissen.

Ja, zu diesen KRIMINELLEN ELEMENTEN zähle ich mich auch. Ich habe vor, weder Negativzinsen noch einen Abschlag auf Bargeld zu zahlen. Ich werde jedem, der mir meine letzten Ersparnissen, die voll versteuert und schwerst erarbeitet wurden, auch noch rauben will, eins auf die Rübe hauen. Sogar wenn ich 90 Jahre alt werde. Und ich bin überzeugt, dass 90% der Bevölkerung genau so denkt.

"Parteienoligarchie" + "innere Kündigung"

Dieter, Sonntag, 03.05.2015, 21:59 vor 3908 Tagen @ Beo2 5479 Views

Hallo Beo2,

Sinn nur für den Staat


Siehe meine Betreffzeile.

... für die Menschen/Bürger eines Landes nicht. Für die macht am

meisten Sinn: Schwarzgeld und Schattenwirtschaft.

Ja, dümmer geht's immer. Auch eine "Alternative", nur leider mit ziemlich
kurzer Laufzeit. Wir sind gerade am Ende eines solchen Zyklus.

Bei der riesigen Anzahl "innerer Kündigungen" gegenüber diesem Staat und der großen Anzahl derer, die nur saugen ohne zu geben und der egozentrischen Machtelite innerhalb unserer Staatsform der Parteienoligarchie bleibt die Vorstellung "wir sind der Staat" eine extreme Illusion.

Wir müssen uns nun entscheiden, jeder Einzelne .. für ein Zusammenbruch
und Reset des alten Systems oder für etwas ganz Neues.

Das "oder" im Vorsatz ist nicht möglich, denn auch etwas Neues beginnt mit dem Zusammenbruch des alten Systems.
Eine gleitende Evolution, die gewaltlos voranschreitet, gibt es nicht.

Gruß Dieter

Sei vorsichtig, als was Du mich bezeichnest!

Geminus @, Hessen, Sonntag, 03.05.2015, 22:15 vor 3908 Tagen @ Leserzuschrift 5457 Views

..
Ich fürchte jedoch, es gibt zu viele kriminelle Elemente in Wirtschaft
und Politik, ...

Ich lese wohl nicht recht. Das, was ich mir in dreißig harten Jahren erarbeitet habe, mit z.T. 70-Stunden-Wochen und jahrelang ohne Urlaub, das bezeichnest Du nun als kriminell, weil ich es weder zur Bank trage (um es mir von der ganz und gar unkriminellen Regierung wegzypern zu lassen) noch für überflüssigen Konsum ausgebe? Das ist ein starkes Stück.

Ich verwahre mich gegen diese Art Unterstellungen, dass jeder, der Bargeld hat, kriminell wäre.

Doitsche Mark

Rybezahl, Sonntag, 03.05.2015, 22:22 vor 3908 Tagen @ Leserzuschrift 5517 Views

Ich fürchte jedoch, es gibt zu viele kriminelle Elemente in Wirtschaft
und Politik, die solche Ideen zu verhindern wissen. Warum z.B. sind die DM
„ohne betragliche oder zeitliche Begrenzung“ immer noch umtauschbar in
Euro, eine Deadline würde in die Jahre gekommene Bankräuber und
Schwarzgeldganoven ordentlich ins Schwitzen bringen und der Bundesbank eine
entsprechende Gutschrift ermöglichen. Warum tut man das nicht? Haben
unsere Entscheidungsträger vielleicht selbst noch DM gebunkert und deshalb
ein Interesse an langfristig gültigem anonymen Bargeld?

Dazu muss man wissen, was Bargeld ist. Nichts anderes nämlich, als Schuldscheine. Die ZB gibt Scheine an die Geschäftsbanken gegen Sicherheiten der Geschäftsbanken.

Das heißt, alte DM ist ein uneingelöster Schuldschein (aus GB-Sicht). Die Zentralbank hat aber ein Interesse daran, auch diese (aus ZB-Sicht) Forderungen einzufordern. Weil sie aber weiß, dass das manche nicht tun, und diese Leute noch nicht dazu zwingen kann, lässt sie den Umtausch einfach offen.
Sie könnte auch einfach sagen, die DM ist ungültig, nur wäre das auch ein freiwilliger Forderungsverzicht von Seiten der ZB!

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Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

Ich bin bereit.

Beo2 @, NRW Witten, Sonntag, 03.05.2015, 22:25 vor 3908 Tagen @ Dieter 5296 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 03.05.2015, 22:38

Hallöchen Dieter

Bei der riesigen Anzahl "innerer Kündigungen" gegenüber diesem Staat und der großen Anzahl derer, die nur saugen ohne zu geben und der egozentrischen Machtelite innerhalb unserer Staatsform der Parteienoligarchie bleibt die Vorstellung "wir sind der Staat" eine extreme Illusion.

Warum muss es so bleiben? Sind wir, die einfachen Bürger, denn dümmer als die Parteienoligarchie und ihre Auftraggeber? Wäre nicht langsam Zeit, die besagte Vorstellung wahr zu machen .. und den Herrn wieder zum Herrn im Hause, und den Knecht wieder zum Knecht zu machen?
Was hälst Du davon, die Macht (Mitbestimmung) auf alle Bürger gleichmäßig zu verteilen, wie es sich für eine echte Demokratie ziemt? In etwa nach Schweizer Vorbild, nur noch etwas besser und konsequenter?

Das können wir aber nur mit- und füreinander, nicht aber gegeneinander tun. Stimmt's?

Wir müssen uns nun entscheiden, jeder Einzelne .. für ein Zusammenbruch und Reset des alten Systems oder für etwas ganz Neues.

Das "oder" im Vorsatz ist nicht möglich, denn auch etwas Neues beginnt mit dem Zusammenbruch des alten Systems.

Okay, wann auch immer.

Eine gleitende Evolution, die gewaltlos voranschreitet, gibt es nicht.

Na ja, ein-zwei kräftige Sprünge und ein wenig Mühsal werden schon not'wendig sein. Die Krankheit unserer Gesellschaft ist schließlich sehr fortgeschritten. Du kennst das sicher auch in deinem persönlichen Leben, oder nicht!?
Wir wissen doch, die älteren unter uns, wie so eine radikale Veränderung funktioniert und wie anstrengend es anfangs ist .. bis es zum Selbstläufer wird.

Was mich angeht, ich bin bereit. Und Du?

Gruß, Beo2

Demokratie fängt ganz unten an

Dieter, Sonntag, 03.05.2015, 22:46 vor 3908 Tagen @ Beo2 5181 Views

bearbeitet von Dieter, Montag, 04.05.2015, 16:18

Hallo Beo2,
mein Verständnis von Demokratie und demokratischen Prozessen hat nun einmal fast gar nichts mit dem jetzigen System der BRD oder irgend eines anderen mir bekannten Staates zu tun. Das würde nur mit der radikalen Zerschlagung (Wirtschaftssystem und Staaten) des vorhandenen zu erreichen sein, von Grund auf.
Es würde ebenfalls eine Wandlung der Wertevorstellung voraussetzen.

- und zu alledem neigt die menschliche Natur auch noch zur Bequemlichkeit, was dazu führt, daß ein großer Teil der Bevölkerung sich gerne führen läßt, sofern "Brot und Spiele" in ausreichender Menge konsumierbar sind, sodaß die Vorstellung von "Gleichberechtigung" bei demokratischer Stimmgewichtung allein aufgrund der menschl. Psyche nicht stimmig ist bzw. ein System erdacht werden muß, welches diese Psyche-Problematik löst.

Es macht auch keinen Sinn, mein Modell einer aus meiner Sicht funktionierenden Gesellschaft hier auszubreiten, da ich keine Chance für deren Realisierung erkennen kann. Es fehlt ganz einfach das Bewußtsein.

Gruß Dieter

Das Bewußtsein über den Verlust eines Grundbedürfnisses wird der Zündfunke sein

Odysseus @, Sonntag, 03.05.2015, 23:04 vor 3908 Tagen @ sensortimecom 5615 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 03.05.2015, 23:12

Das Horten ist ein archaisches Bedürfnis.
Diente es im Ursprung dem Überleben, dient es heute vor allem dem Sicherheitsbedürfnis.
(Allerdings wurde es völlig pervertiert und mißbraucht.)


Hier geht es jetzt erstmalig um den Angriff auf das NOMINAL-Vermögen, also um sofort spürbare Bestrafung. Bürger, die die Enteignung über Kaufkraftverluste nie so wirklich bemerkt haben, werden jetzt aufmerksam werden.
Die Betrafung für das archaische Grundbedürfnis der Bevorratung wird seine Wirkung nicht verfehlen.
Das Versperren der Fluchtmöglichkeit in Bargeld wird den Unmut weiter schüren.

Offensichtlicher ist die Verachtung und Bestrafung individueller Entscheidungen und der Diebstahl von erworbenem Gegenwert für erbrachte Leistung eines jeden Einzelnen kaum jemals gewesen.

Wir sind in der Folge nur noch knapp davon entfernt, daß dem Bürger, insbesondere den Baby-Boomern, bewußt wird, daß seine Altersvorsorge oder zumindest erhebliche Teile davon erledigt ist bzw. zum absoluten Lotteriespiel wird.

Wenn dann noch dämmert, daß das völlige Verzocken jeglichen Bürgervermögens zum Status-Quo-Erhalt von Staat, Hofstaat und sämtlicher Nutznießer systemmmanent und unumkehrbar ist, sollte die Aufmerksamkeit in breiten Bevolkerungskreisen (endlich) sprunghaft zunehmen - und die Angst der politischen Klasse davor für sie Realität werden.

Insofern: weiter machen, es besteht Hoffnung

Baby-Boomer

Rybezahl, Sonntag, 03.05.2015, 23:10 vor 3908 Tagen @ Odysseus 5473 Views

Wir sind in der Folge nur noch knapp davon entfernt, daß dem Bürger,
insbesondere den Baby-Boomern, bewußt wird, daß seine Altersvorsorge oder
zumindest erhebliche Teile davon erledigt ist bzw. zum absoluten
Lotteriespiel wird.

Warum das denn? Kinder sind so ziemlich die beste Altervorsorge, die man haben kann, egal unter welchen Umständen (wenn man es sich mit denen nicht versaut oder sie systemisch bedingt paar hundert Kilometer weit weg arbeiten gehen).

Oder etwa nicht?

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

Irrtum über Baby-Boomer???

Odysseus @, Sonntag, 03.05.2015, 23:25 vor 3908 Tagen @ Rybezahl 5340 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 04.05.2015, 16:24

Mit den Baby-Boomern werden so viele Menschen "alt" sein wie niemals zuvor.

Sie selbst glänzen nicht selten in den westlichen Wohlstandsgesellschaften als DINKies. (Double Income No Kids)

Die Vorsorgeprodukte der End-80er bis Anfang 2000 sollten es fürs Alter richten.
Hier wird sich Etliches in Luft auflösen.

Zu den schon vor der Krise vorhandenen Problemen (z.B. Schrumpfung an Zahl und Qualität der Einzahler, eingeleitet durch "Pillenknick") kommen die aktuellen Probleme.

Sehr verwunderlich finde ich

Isländer @, Sonntag, 03.05.2015, 23:28 vor 3908 Tagen @ Leserzuschrift 5267 Views

die einseitige Betrachtung der Geldproblematik hier im Gelben.

Im Zusammenhang mit Geld und Banken, Abschaffung von Barzahlung usw. wird einer der wesentlichsten Punkte nicht diskutiert.

Es ist ein Punkt, welcher in etwa gleichzusetzen ist mit der Arbeit der Geheimdienste.

Kurz und gut, die Banken verfügen über die wesentlichsten Infos über uns.
Bei Firmen kennt die Bank die Einkaufspreise, Verkaufspreise, Kunden, Lieferanten, Gehälter, Mitarbeiter usw.
Diese Macht ist wertvoller als das Geld alleine.
Wer Zugriff auf diese Daten hat, kann Firmen zerstören, Konkurrenzfirmen aufbauen und beliebig schalten und walten.
Auch bei Verteilung auf mehrere Konten ist der Informationsdurchgriff nicht zu verhindern.

Mal sehen, ob es dazu ein paar Gedanken gibt.

LG
Spek

--
Alle meine Beiträge stelle ich unter Vorbehalt zukünftiger Erkenntnisse.
Die Zeiten des direkten Beweises sind vorbei.
18tm4vxxbKH878xhLWGMhdhtx3rJ16Jc2P

Die Problematik besteht doch schon länger

Odysseus @, Montag, 04.05.2015, 00:12 vor 3908 Tagen @ Isländer 5031 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 04.05.2015, 16:26

Kurz und gut, die Banken verfügen über die wesentlichsten Infos über
uns.
Bei Firmen kennt die Bank die Einkaufspreise, Verkaufspreise, Kunden,
Lieferanten, Gehälter, Mitarbeiter usw.
Diese Macht ist wertvoller als das Geld alleine.
Wer Zugriff auf diese Daten hat, kann Firmen zerstören, Konkurrenzfirmen
aufbauen und beliebig schalten und walten.
Auch bei Verteilung auf mehrere Konten ist der Informationsdurchgriff
nicht zu verhindern.

Das alles gilt für Firmen doch schon lange.
Und die entsprechnde Spionage bzw. widerrechtliche Nutzung der Daten ist doch Tagesgeschäft.

Die jetzt avisierte Bargeld-Kontrolle bzw. -Abschaffung perfektioniert das Ganze, da dann jedem Bürger jede Ausgabe für eine entsprechende Verwendung klar zugeordnet werden kann. Es ist, garniert mit dem betäubenden Deckmäntelchen der "tollen convenience für die Bürger" DER große Schritt zu ganz neuen Spähren der Führung, Erziehung Überwachung und Dominierung des Bürgers.

Je "mütterlicher" ein Staat, umso größer wird seine "Fürsorge" zum Besten des Bürgers sein. [[freude]]

Neues Bewusstsein

Nico @, Montag, 04.05.2015, 00:32 vor 3908 Tagen @ Dieter 5025 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 04.05.2015, 16:28

Hallo Dieter!

Es fehlt ganz einfach das Bewußtsein.

Es bedarf keines neuen Bewusstseins – warum nur immer wieder diese Behauptung?

Was wir brauchen, sind Neuwahlen und zwar ohne Sperrklauseln (5 %-Hürde). Jede Stimme muss zählen! Der deutsche Bundestag beinhaltet 631 Sitze. Die Berechnung der Sitzverteilung ist kompliziert, aber würde mit nur einer Stimme gewählt werden, dann ergäbe sich noch eine faktische Sperrklausel von weniger als 0,2 %, um mit einem Sitz im Parlament vertreten zu sein. Bei den ansonsten (noch) bestehenden Bestimmungen mag die nur noch faktische Sperrklausel noch etwas höher ausfallen, aber die Zahl der im Parlament vertretenen Parteien würde sicher von Beginn an weit in den zweistelligen Bereich schnellen, und damit ein Anfang von Pluralität setzen, welche nämlich ein fundamentales Grundprinzip der Demokratie bedeutet. Dabei könnte die Zahl der Sitze aber auch noch angehoben werden, wenn es wünschenswert erscheint.

Wahrscheinlich würde nun bereits nach der ersten Wahl keine Regierungsbildung mehr möglich sein, weil hierfür nun zu viele Parteien im Parlament vertreten wären. Dass aber wäre gut! Wenn die Parteien es schaffen, eine Regierung zu bilden, dann hat nur die „Politische Klasse“ gewonnen, aber das Volk hat verloren. Wenn keine Regierung gebildet werden kann, dann bleibt den Abgeordneten nur noch übrig, im Parlament über die Gesetze abzustimmen – also so, wie es auch sein soll. Genau das geschieht nicht, wenn sich zuvor im Parlament eine Regierung gebildet hat, weil diese nämlich allein entscheiden kann. Es kommt zwar auch heute regelmäßig zu Abstimmungen im Parlament, aber nur pro forma und diese dienen letztlich nur der Show, weil das Ergebnis der Abstimmung stets schon vorher festgelegt ist. Das bestehende europäische Wahlsystem ist kaum demokratischer als jenes in der Ex-DDR. Auch in der DDR hat man eine Demokratie-Show veranstaltet, mit welcher der Anspruch des Einzelnen auf Mitsprache frech abgespeist wurde – ganz genauso wie in der BRD und dem übrigen Europa.

Zudem sollten Wahlen von nun an jährlich durchgeführt werden, und die Regierungsarbeit würde Schritt für Schritt besser werden, und das Volk würde nach und nach auch klüger wählen.

Ja, die Menschen mögen heute mehrheitlich etwas desorientiert sein, aber das würde sich schon schnell wieder legen. Die Menschen würden nun einfach sehen wie es geht und dass man nicht unbedingt eine der bisher etablierten Parteien wählen muss. Einen neuen Menschen oder ein neues Bewusstsein braucht es dafür aber sicher nicht, bzw. es würde sich von allein bilden, wenn man es auch so ausdrücken will.

Zunächst hätten die Menschen nur gegen die bestehende und absolut gravierende Einschränkung ihrer Wahlfreiheit aufzubegehren. Dass das ein neues Bewusstsein bedeuten würde, könnte man ja vielleicht finden, aber es erscheint nun doch weit weniger utopisch.

Schöne Grüße

--
... in Wirklichkeit ist ... immer alles ganz anders, als es ... in Wirklichkeit ist ...

In einem Punkt hast du wohl recht.

Nico @, Montag, 04.05.2015, 01:18 vor 3908 Tagen @ Geminus 5155 Views

..
Ich fürchte jedoch, es gibt zu viele kriminelle Elemente in Wirtschaft
und Politik, ...


Ich lese wohl nicht recht.

Mit Verlaub, Geminus, du wie auch @sensortimecom scheinen wahrlich nicht recht oder besser, nicht richtig zu lesen.

Das, was ich mir in dreißig harten Jahren
erarbeitet habe, mit z.T. 70-Stunden-Wochen und jahrelang ohne Urlaub, das
bezeichnest Du nun als kriminell, weil ich es weder zur Bank trage (um es
mir von der ganz und gar unkriminellen Regierung wegzypern zu lassen) noch
für überflüssigen Konsum ausgebe? Das ist ein starkes Stück.

Nein, dergleichen wurde in der Leserzuschrift nicht im geringsten behauptet.

Ich verwahre mich gegen diese Art Unterstellungen, dass jeder, der Bargeld
hat, kriminell wäre.

Und deshalb ist diese moralische Entrüstung auch wirklich fehl am Platz.

aber

schöne Grüße

--
... in Wirklichkeit ist ... immer alles ganz anders, als es ... in Wirklichkeit ist ...

Baby-Boomer sind gut gelaunt

Ankawor, Montag, 04.05.2015, 07:41 vor 3908 Tagen @ Odysseus 5198 Views

Guckt euch doch mal um. So schwer sind die doch nicht zu finden. Alles bester Laune und erfreuen sich ihrer "Vorsorgeprodukte" oder der Erwartung derselben.

Wenn ich denen erzähle, was hier geschrieben wird, ernte ich im besten Fall Verachtung, bei Pech eins auf die Ohren oder Platzverweis.

Mit den Baby-Boomern werden so viele Menschen "alt" sein wie niemals
zuvor.

Sie selbst gläntzen nicht selten in den westlichen
Wohlstandsgesellschaften als DINKies. (Double Income No Kids)

Die Vorsorgeprodukte der End 80er bis Anfang 2000 sollten es fürs Alter
richten.
Hier wird sich Etliches in Luft auflösen.

Zu den schon vor der Krise vorhandenen Problemen (z.B. Schrumpfung an Zahl
und Qualität der Einzahler, eingeleitet durch "Pillenknick") kommen die
aktuellen Probleme.

Die Geisteskranken sind wir ..

nereus @, Montag, 04.05.2015, 08:00 vor 3908 Tagen @ sensortimecom 5682 Views

.. weil wir es nicht für möglich hielten, das Unmögliches möglich werden könnte.

Hallo Erich!

Du schreibst: Noch einmal: Es geht um die ZEITLICHE FOLGE DER ABLÄUFE. Das begreift offensichtlich die geisteskranke Finanzelite nicht.

Doch, die haben das sogar sehr genau verstanden.
Sie wollten diese Krise, jetzt bekommen sie diese Krise bzw. wir.

Einige dieser Leute denken übrigens auch, dass sie die Rolle der Politik übernehmen könnten um die Welt auf den Kopf zu stellen.

Das haben sie doch schon längst!
Wer steht denn hinter den Regierungen und gibt den Takt der Entscheidungen vor?
Wer steuert NSA oder Google und bewirkt, daß diese Monster sogar zusammen arbeiten?
Ozeanien ist doch längst Realität, allerdings zur Zeit noch etwas bunter und komfortabler.

Beispiele gefällig?

Die allgegenwärtige „Gedankenpolizei“ überwacht permanent die gesamte Bevölkerung. Mit nicht abschaltbaren Geräten („Teleschirme“), die zugleich alle Wohnungen visuell kontrollieren und abhören ..

Die nicht abschaltbaren Geräte beschafft sich die Bevölkerung inzwischen sogar freiwillig!

Die englische Sprache ist von „schädlichen“ Begriffen – wie etwa Freiheit – gereinigt und wurde durch eine neue Sprache („Neusprech“) ersetzt.

Neger-König, Zigeunerschnitzel oder Eltern. Gendertoiletten, Conchita Wurst oder Sex-Anleitungen für Kleinkinder? Dämmerts langsam?

Zudem beeinflusst die Partei das Denken in ihrem Sinn mit ständig wiederholten Parolen wie „Krieg ist Frieden“ ..

Der Westen bringt die Demokratie und hinterläßt verbrannte Erde - Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien, Kosovo ..

Im Laufe der Handlung wird auch die Frage aufgeworfen, ob die Partei den Krieg mit den anderen Ländern und den Terror der verfemten Untergrundbewegung Goldsteins nicht vielleicht insgeheim selbst inszeniert, um mit dieser „Strategie der Spannung“ einen Vorwand für die massive Überwachung, den permanenten Ausnahmezustand und die umfassende Unterdrückung zu schaffen.

Jeder Aufklärungsversuch eines Terroranschlages endet vor der Tür eines Geheimdienstes. RAF, NSU, IS, Al-Kaida, Amokläufe ..

Die Hauptfigur Winston Smith arbeitet im „Ministerium für Wahrheit“ in London und ist damit beschäftigt, alte Zeitungsberichte und somit das vergangene Geschichtsbild fortlaufend an die gerade herrschende Parteilinie anzupassen.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/1984_(Roman)

Orwell wußte wohl, wie das schon zu seiner Zeit in Angriff genommen wurde.
Wer heute auf die damaligen Anpassungen hinweist, landet im schlimmsten Falle im Knast.

Fürchterliche Fehleinschätzung.

Die entscheidende Frage ist hier, wer da wohl falsch liegt.

@Erich, wenn Du in Deinem Umfeld beginnst Widerstand zu leisten und die nötige Manpower zusammenbringst, um die Kräfte zu aktivieren an die Du glaubst, kommen irgendwann aus dem Nichts ein paar Drohnen und machen Dich und ein paar Deiner Mitstreiter platt.

Ist es denn nicht erstaunlich daß Mega-Überwachung und Finanzkrise gegenläufig zueinander finden?

Die einzige Hoffnung die ich noch hege, das sich dieses Blatt wendet, befindet sich im Osten Blickrichtung Moskau und Peking.
Der Rest ist komplett versifft wird sich aus sich selbst heraus kaum reformieren können.

mfG
nereus

Frage an die Fachleute...

Revoluzzer @, Montag, 04.05.2015, 09:13 vor 3908 Tagen @ sensortimecom 5114 Views

Müsste sich in so einem Szenario (Negativzinsen von z.B. -5%) nicht im privaten Bereich eine Ersatzwährung herausbilden (Tausch), sei es Schnaps, Zigaretten oder Gold oder ein anderes "Wertaufbewahrungsmittel"?

Sicher, man kann damit nicht Zahlungsverpflichtungen beim Staat u.ä. begleichen, aber bei -5% müssten Gold, Silber, sogar Kupfer oder andere Halbedelmetalle doch sehr viel attraktiver werden? Wenn man Silber & Co. als Finanzprodukt kauft, kommt man vielleicht sogar um die MwSt. rum.

Revo.

Systeme & Bewusstsein

Beo2 @, NRW Witten, Montag, 04.05.2015, 10:19 vor 3908 Tagen @ Dieter 4600 Views

- und zu alledem neigt die menschliche Natur auch noch zur Bequemlichkeit, was dazu führt, daß ein großer Teil der Bevölkerung sich gerne führen läßt, sofern "Brot und Spiele" in ausreichender Menge konsumierbar sind, ..

Das stimmt zwar, hat sich aber im Laufe der Jahrtausende gewaltsam praktizierter Entmündigung so "eingebürgert" .. ist sozusagen in Fleisch und Blut übergegangen. Es ist also ein historisches Phänomen, ein Entwicklungsergebnis und kein Naturgesetz. Es ist veränderbar bzw. entwicklungsfähig.

sodaß die Vorstellung von "Gleichberechtigung" bei demokratischer Stimmgewichtung allein aufgrund der menschl. Psyche nicht stimmig ist bzw. ein System erdacht werden muß, welches diese Psyche-Problematik löst.

Das System, welches dahin führt, ist bereits erdacht: Es verursacht regelmäßig Not, Leid und Schmerzen. Das wird der Psyche auf die Sprünge helfen. Der Rest ergibt sich von allein, denn an positivem innerem Wissen (Gewissen) mangelt es nicht wirklich.

Es macht auch keinen Sinn mein Modell einer aus meiner Sicht funktionierenden Gesellschaft hier auszubreiten, da ich keine Chance für deren Realisierung erkennen kann. Es fehlt ganz einfach das Bewußtsein.

Einverstanden. Insofern haben wir genau das System, welches wir verdienen und unserem gegenwärtigen Bewußtsein angemessen ist (von wenigen Ausnahmen abgesehen natürlich).

Gruß, Beo2

Die Frage ist: „Wie reagiert die Welt auf solches Räuspern?“

Leser23 @, Montag, 04.05.2015, 10:36 vor 3908 Tagen @ Leserzuschrift 4792 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 04.05.2015, 16:58

Die Frage ist: „Wie reagiert die Welt?“

Denn was wird nun aus der angeblichen Alternative, als Reservewährung zum Dollar?
Denkt die FED auch an ein Bargeldverbot, also ein Dollarverbot?

Die Welt , also Gegenden wo es den Euro als offizielle Währung nicht gibt, würde sodann das Papier umgehend zurückgeben, der Euro fiele ins Bodenlose...

Auch in einem schleichenden Prozess, wie derzeit, gibt es einen Punkt an welchem es auffliegt.

Warum ist denn der Rubel jüngst so gestiegen?

Gibt es eine Diskussion über Bargeldverbot in Russland, oder China?
Wer weiß, wie Viele bereits INTERNATIONAL aus dem Euro raus in den Rubel oder Yuan gegangen sind?

Das mutet auf mich wie die Diskussion in den 90ern über die PKW Maut.
Deutschland diskutierte, Österreich, Tschechien, Slowenien und andere als Reaktion auf die bloße Diskussion schritten zur Tat.

Andererseits bin ich froh, daß Merkel noch nicht dazu offiziell Stellung genommen hat, sprich, nicht gesagt hat, daß sie in den Euro als Bargeld vollstes Vertrauen hat.

Aufgrund dieser fehlenden Kontraindikation bleibt zumindest mein Umfeld noch entspannt.
Und es gibt darüberhinaus auch keinerlei Anzeichen, daß Merkel oder sonst wer derart in Aktion treten möchte.

--
Mahatma Gandhi:
"Ziviler Ungehorsam wird zu einer heiligen Pflicht, wenn der Staat den Boden des Rechts verlassen hat."

Du solltest sie in ihrem Irrtum belassen, schön stille halten und daran denken

Mephistopheles @, Datschiburg, Montag, 04.05.2015, 10:43 vor 3908 Tagen @ Ankawor 5051 Views

Wenn ich denen erzähle, was hier geschrieben wird, ernte ich im besten
Fall Verachtung, bei Pech eins auf die Ohren oder Platzverweis.

...wer 1941 die bedingungslose Kapitulation prophezeite, ist ausgelacht worden, 1942 angefeindet worden, 1943 verpfiffen worden, 1944 verhaftet und ins KZ eingeliefert worden und 1945 kurz vor dem 8. Mai liquidiert worden.

Wenn es dann richtig losgeht mit dem Crash, dann werden sie nicht über die Verursacher, die Politiker und Banker herfallen, die kommen erst später dran, nein, sie werden sich umdrehen und dich zerreißen!

Also immer schön stille halten, keine Stellung beziehen, dich bei Diskussionen raushalten und bei Nachfrage immer darauf zurückziehen, du habest von der komplizierten Materie keine Ahnung.

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Moskau und Peking

Leser23 @, Montag, 04.05.2015, 10:49 vor 3907 Tagen @ nereus 4918 Views


Die einzige Hoffnung die ich noch hege, das sich dieses Blatt wendet,
befindet sich im Osten Blickrichtung Moskau und Peking.
Der Rest ist komplett versifft wird sich aus sich selbst heraus kaum
reformieren können.

mfG
nereus

Hallo Nereus,
klar, soweit. Nur, wartest Du (oder müssen wir warten), bis Moskau und Peking hier ideologisch die Oberhand gewinnen, oder müssen wir gegebenenfalls entgegenkommen oder gar hingehen?

Stehen die derzeit weitgehend unbewohnten, am Reissbrett (z.T. von deutschen Architekten) neu entworfenen Städte in China womöglich für uns dort zum Bezug bereit?

Gruss

--
Mahatma Gandhi:
"Ziviler Ungehorsam wird zu einer heiligen Pflicht, wenn der Staat den Boden des Rechts verlassen hat."

ins Reich der Mitte kommt man nur über den goldenen Mittelweg ;-)

nereus @, Montag, 04.05.2015, 11:49 vor 3907 Tagen @ Leser23 4855 Views

Hallo Leser23!

Du fragst: Nur, wartest Du (oder müssen wir warten), bis Moskau und Peking hier ideologisch die Oberhand gewinnen, oder müssen wir gegebenenfalls entgegenkommen oder gar hingehen?

Sehr schwere Frage.
Das hängt einerseits von der Koalitionswilligkeit zwischen Moskau und Peking ab, die meiner Ansicht nach nur GEMEINSAM gegen den Moloch überleben können.
Das hängt ebenfalls von deren ökonomischer und militärischer Stärke ab, wobei erstes halbwegs und zweiteres kaum beurteilt werden kann.
Und es hängt von der Verfallskurve der westlichen Wertegemeinschaft ab, die sich bislang ebenfalls jeder Theorie entzog.

Möglicherweisen trifft man sich in der Mitte.
Westeuropa geht wieder auf den Osten zu und die einzige „Alternative“ reagiert im positiven Sinn.

Stehen die derzeit weitgehend unbewohnten, am Reissbrett (z.T. von deutschen Architekten) neu entworfenen Städte in China womöglich für uns dort zum Bezug bereit?

Sicher nicht für uns alle, aber vielleicht für Zehn- bis Hunderttausende, die bereit wären ihre Zukunft woanders neu aufzubauen.
Ansiedelungen fremder Völkchen hat es in den letzten Jahrhunderten x-fach gegeben und die Deutschen waren meist willkommen.
Wir können nur hoffen, daß dies so bleibt.

Schau mal welche phantastischen Landschaften es dort gibt.
Das hat sogar James Cameron für seinen Avatar nicht unbeeindruckt gelassen.

[image]

Nur die Sprache wäre äußerst gewöhnungsbedürftig.
Aber man kann ja nicht alles haben, nicht wahr? [[zwinker]]

mfG
nereus

Nein, es liegt an der mangelnden Lernfähigkeit der Designer

Mephistopheles @, Datschiburg, Montag, 04.05.2015, 12:11 vor 3907 Tagen @ Beo2 4578 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 04.05.2015, 12:29

Es macht auch keinen Sinn mein Modell einer aus meiner Sicht

funktionierenden Gesellschaft hier auszubreiten, da ich keine Chance für
deren Realisierung erkennen kann. Es fehlt ganz einfach das Bewußtsein.

Nein, das liegt an der mangelnden Lernfähigkeit der Designer.
Spätestens seit Thomas Morus` Utopia ist klar, dass sich solche Modelle nicht entwerfen lassen.

Einverstanden. Insofern haben wir genau das System, welches wir verdienen
und unserem gegenwärtigen Bewußtsein angemessen ist (von wenigen
Ausnahmen abgesehen natürlich).

Jaein, spätestens seit Darwins Entstehung der Arten ist klar, dass wir in dem System leben, welches unserem gegenwärtigen evolutionären Entwicklungsstand angemessen ist.

Das bedeutet aber auch - und auch dies haben einige hier nicht begriffen - wir können in gar keinem anderen System leben als dem gegenwärtigen.

Und die ganzen Vorsorgemechaniker haben nicht begriffen, dass die einzige Vorsorge nur darin bestehen kann, dieses System, sollte es kollabieren, so weit es geht, wiederaufzubauen. Und zwar genau so.
So wie es die Deutschen nach 1945 machten.

Eisbären werden durch den Klimawandel nicht zu Vegetariern mutieren.

Gruß, Beo2

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Mehrere Banken - dann weiß nur das FA alles :-)))

Olivia @, Montag, 04.05.2015, 15:17 vor 3907 Tagen @ Isländer 4574 Views

Es ist ein Punkt, welcher in etwa gleichzusetzen ist mit der Arbeit der

Geheimdienste.

Mal sehen, ob es dazu ein paar Gedanken gibt.

................

Da es inzwischen etliche Banken gibt, die die Gebühren abgeschafft haben, ist es ein Leichtes, unterschiedliche Bankkonten zu unterhalten. Das Finanzamt weiß zwar immer noch Bescheid, aber nicht die einzelnen Banken.

Bei Firmen (groß oder klein) ist es eh ratsam, mit mehreren Banken zu arbeiten. Und ich habe das im privaten Bereich nun auch umgestellt. Es hat mich gestört, vollkommen durchsichtig im Bankcomputer zu stehen. Die gewieften Schlitzohren liefern jetzt auch jedem Kunden eine kostenlose Analyse-Software, die Einnahmen und Ausgaben automatisch in Rubriken unterteilt. Der DB habe ich die Erlaubnis nicht gegeben, dieses Tool auf meinem Konto zu verwenden und bei den anderen Banken verblöden die Daten bereits automatisch, wenn man sie nicht pflegt.
Immerhin, die DB ließ durchblicken, dass sie aufgrund der "Daten" dann "Angebote" machen könnne. D.h. Die Computer durchforsten alles und der Bankbeamte drückt nur noch ein Knöpfchen und dann stehst du nackt da. Eine Bank hat nun meine fixen Einnahmen und Ausgaben, eine andere meine variablen Einnahmen und eine dritte verfügt über meine variablen Ausgaben.

Die junge Generation hat damit aber gar nichts am Hut. Die zahlen eh nicht mehr bar und sparen tun sie auch nicht. "Geld" hat für sie nur noch eine virtuelle Bedeutung. Und wenn man ihnen einen geeigneten Chip anbietet, den sie unter der Haut plazieren können, dann stimmen sie mit Sicherheit freudig zu, denn den verlieren sie dann wenigstens nicht (was bei dem Handy doch immer wieder mal passiert).

--
For entertainment purposes only.

USA sind voll im Spiel mit dem Bargeld.

Olivia @, Montag, 04.05.2015, 15:26 vor 3907 Tagen @ Leser23 4733 Views

Die Frage ist: „Wie reagiert die Welt?“

Denn was wird nun aus der angeblichen Alternative, als Reservewährung zum
Dollar?
Denkt die FED auch an ein Bargeldverbot, also ein Dollarverbot?

................

Nein, soweit ich die Blogs verstanden habe, sind die dortigen Bankangestellten angehalten die Polizei zu informieren, wenn "größere" unangemeldete Bargeldbewegungen stattfinden. Das "wofür" interessiert die Damen und Herren dann wohl auch. Von 2.000 bis 5.000 $ habe ich gelesen. Vielleicht weiß jemand Genaueres. Aber auch bei uns müssen die Banken ab 2.000 Euro Bargeld "Meldung" machen. Das jedenfalls erzählte mir eine Bankbeamtin bereits vor mehreren Jahren.

Man wartet eine Generation..... und dann erledigt sich die Sache meist von selber.

--
For entertainment purposes only.

****ggggg***** - genau, - heiße Diskussionen!

Olivia @, Montag, 04.05.2015, 15:34 vor 3907 Tagen @ Ankawor 4480 Views

Seit vielen Jahren lese und höre ich, dass Zins und Zinseszins die
Ursache aller Probleme seien.

Das hat sich dann vollkommen ohne Absicht erledigt, oder?

..............

Da habe ich mich auch immer raus gehalten, denn sonst wären die Diskutanten regelrecht handgreiflich geworden. Heftigste Erregung, weil ich "das" nicht "verstanden" habe. :-)))

Ähnlich erging es mir, als ich in den 90-iger Jahren das Thema Datenschutz etc. ansprach. Heute regen sich alle auf. Mir ist Datenschutz inzwischen so etwas von egal. Nur die Kameras an den Computern, die habe ich alle zugeklebt.

--
For entertainment purposes only.

Neuigkeiten aus dem Osten

Olivia @, Montag, 04.05.2015, 15:40 vor 3907 Tagen @ nereus 5550 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 04.05.2015, 15:49

Die einzige Hoffnung die ich noch hege, das sich dieses Blatt wendet,
befindet sich im Osten Blickrichtung Moskau und Peking.
Der Rest ist komplett versifft wird sich aus sich selbst heraus kaum
reformieren können.

....................

http://www.zerohedge.com/news/2015-03-13/coming-chinese-crackup

http://www.manager-magazin.de/politik/artikel/china-fehlen-kuenftig-billionen-in-der-re...

http://www.focus.de/finanzen/news/machtkampf-oder-staatsstreich-der-drache-wankt-das-en...

"Die" waren 2014 größter Investor im deutschen Mittelstand. Möglicherweise denken sie, dass diese Investitionen "ihr" Problem lösen können. Wobei sich die chinesischen Milliardäre wohl in die USA absetzen und ihr Geld in den dortigen Steueroasen parken.

Es wird wohl am besten sein, sich ne Datscha zu besorgen.

--
For entertainment purposes only.

Bargeldverbot (bzw. starke Einschränkung) spätestens Ende 2016

Phoenix5, Montag, 04.05.2015, 17:20 vor 3907 Tagen @ sensortimecom 5162 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 04.05.2015, 17:30

Keine Überraschung seit den Bestimmungen im Jahre 2013 und ein systemisch notwendiges, logisches und unumgängliches Verbot:

www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=301837

Hinzu kommt auch die Girokonto-Pflicht (aka "Girokonto-Recht") für Jedermann Ende 2016 usw.

Nie mehr Bank-Runs, Guthaben-Besteuerung nach Belieben, Zurückdrängen der Schwarzarbeit und die Kreditvergabe wird über Eigenkapitalvorschriften und Mindestreservesätze reguliert. Was will man aus Sicht des Staates mehr?

Beste Grüße
Phoenix5

So ist es. So war es. Und so wird es immer sein.

Philip Marlowe @, Location: Europe's Paymaster, Montag, 04.05.2015, 17:37 vor 3907 Tagen @ Mephistopheles 4737 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 04.05.2015, 17:41

Wenn die Jagd auf die Schuldigen losgeht, wird man diejenigen als Sündenböcke identifizieren, derer man habhaft werden kann. Das kann der Warner sein, der Prepper, der Goldbug, wer auch immer. Die naive Vorstellung von vielen hier, dass am "Tag der Abrechnung" ausgerechnet die wirklich Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden ist... naiv. Die werden sich mehrheitlich rechtzeitig absetzen oder den großen "Wendehals" machen (Regel: Wenn du eine Entwicklung nicht mehr aufhalten kannst, dann stelle dich an deren Spitze.)

Die Bevölkerung wird sich insbesondere auf alle diejenigen stürzen, die meinen "vorgesorgt" zu haben und das auch noch lautstark verkündet haben. Jeder, der in dieser Situation irgendwie "anders" bzw. "bessergestellt" erscheint, wird ein geeignetes Opferlamm abgeben. Geeignete Gründe, warum ausgerechnet diese Personen die Schuldigen sein sollen, wird man zu gegebener Zeit schon konstruieren. Die "Wahrheit" bleibt in Extremsituationen immer als erstes auf der Strecke.

Gruß,
Phil.M.

Die sind nur Opfer ihrer eigenen Falle geworden

Leserzuschrift @, Montag, 04.05.2015, 17:53 vor 3907 Tagen @ Mephistopheles 4460 Views

Aus einem Buch, welches seit Jahrhunderten Pflichtliteratur in jeder Schule sein sollte:

"Einer der tiefsten Gründe, weshalb so wenige Leute sich selbst erkennen, liegt darin, dass die meisten Schriftsteller die Menschen stets lehren, wie sie sein sollten, und sich kaum jemals die Mühe machen, ihnen zu sagen, wie sie wirklich sind." {...}

"Alle ungezähmten Tiere sind nur darauf bedacht, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen, und folgen ganz natürlicherweise ihren Neigungen, ohne Rücksicht darauf, ob aus ihrem Wohlbefinden ein Nutzen oder Schaden für andere entsteht. Dies ist der Grund dafür, dass im wilden Naturzustand jene Lebewesen am besten gerüstet sind, in großer Anzahl friedlich miteinander zu leben, die den geringsten Verstand und die wenigsten Bedürfnisse haben." {...}

"Ob die Menschheit nun jemals daran geglaubt hat oder nicht, es ist unwahrscheinlich, dass irgend jemand die Leute hätte dazu bringen können, ihre natürlichen Neigungen zu unterdrücken und den Vorteil anderer ihrem eigenen vorzuziehen, wenn er ihnen nicht gleichzeitig einen Gegenwert gezeigt hätte, den sie als Belohnung für den Zwang genießen könnten, den sie mit Notwendigkeit gegen sich selbst ausüben müssten. Die Zivilisatoren der Menschheit wussten dies sehr wohl, aber da sie nicht so viele wirkliche Belohnungen vergeben konnten, um alle Personen für jede einzelne Tat zu entschädigen, waren sie gezwungen, eine bloß gedachte zu erfinden, die als allgemeines Äquivalent für die Mühe der Selbstverleugnung bei allen Gelegenheiten dienen konnte und die weder sie selbst noch andere etwas kostete und doch für die Empfänger einen höchst annehmbaren Ausgleich darstellt.
Sie prüften sorgfältig alle Stärken und Schwächen unserer Natur und stellten fest, dass niemand so tierisch war, um nicht von Lob entzückt zu sein, oder so vollkommen, dass er Verachtung geduldig ertragen hätte. So kamen sie zu dem Schluss, Schmeichelei müsse das stärkste Argument sein, das man bei menschlichen Geschöpfen anwenden könne. Diese Wunderkraft nutzten sie und priesen unsere Überlegenheit über die anderen Lebenwesen. Mit maßlosen Lobreden stellten sie unseren erstaunlichen Scharfsinn und die Unbegrenztheit unseres Verstandes dar und stimmten tausend Lobeshymnen an auf die Vernünftigkeit unserer Seele, mit deren Hilfe wir die erhabensten Leistungen zu vollbringen imstande wären. Nachdem sie sich auf diesem listreichen Wege in die Herzen der Menschen eingeschlichen hatten, fingen sie an, sie mit den Begriffen Ehre und Schande vertraut zu machen. Das eine stellten sie als das schlimmste Übel dar, das andere als das höchste Gut, das Sterbliche erstreb!
en könnten."
{...}

"Da es demnach im Interesse der Allerschlimmsten unter ihnen lag, mehr als alle anderen Gemeinsinn zu predigen, damit sie die Früchte der Arbeit und Selbstverleugnung der anderen ernten und doch gleichzeitig ihre eigenen Gelüste ungestörter befriedigen konnten, kamen sie mit dem Rest überein, es Laster zu nennen, wenn der Mensch ohne Rücksicht auf die Allgemeinheit seinen Trieben folgt und sich auch nur der leiseste Verdacht erhebt, irgend jemand in der Gemeinschaft könnte Schaden dabei erleiden oder anderen weniger nützlich sein".

Bernard Mandeville, "Die Bienenfabel", 1732

Demokratieverfahren & Demokratie lernen (edit.)

Beo2 @, NRW Witten, Montag, 04.05.2015, 19:47 vor 3907 Tagen @ Nico 4109 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 04.05.2015, 20:37

Was wir brauchen, sind Neuwahlen und zwar ohne Sperrklauseln (5 %-Hürde) ...
die Zahl der im Parlament vertretenen Parteien würde sicher von Beginn an weit in den zweistelligen Bereich schnellen, und damit ein Anfang von Pluralität setzen, welche nämlich ein fundamentales Grundprinzip der Demokratie bedeutet. Dabei könnte die Zahl der Sitze aber auch noch angehoben werden, wenn es wünschenswert erscheint.

Ja, die Idee finde ich gut.

Wahrscheinlich würde nun bereits nach der ersten Wahl keine Regierungsbildung mehr möglich sein, weil hierfür nun zu viele Parteien im Parlament vertreten wären. Dass aber wäre gut! Wenn die Parteien es schaffen, eine Regierung zu bilden, dann hat nur die „Politische Klasse“ gewonnen, aber das Volk hat verloren.
Wenn keine Regierung gebildet werden kann, dann bleibt den Abgeordneten nur noch übrig, im Parlament über die Gesetze abzustimmen – also so, wie es auch sein soll.

Ja, das Parlament sollte alle wichtigen Entscheidungen (Gesetze) treffen, wenn schon nicht die Bürger selbst. Aber auch das Letztere wäre durchaus kein logistisches Problem:

Stelle Dir vor, Gesetzentwürfe gehen, egal von wem nach bestimmten Regeln eingebracht, gehen an das Volk zur Abstimmung, z.B. jeweils mit einer Abstimmungsfrist von 4 oder 6 Wochen. Du gehst ja öfters zu einem Geldautomaten, um Bargeld oder Kontoauszüge zu holen, und dort steht direkt daneben ein Wahlomat. Du steckst dein Personal- oder Wählerausweis rein und das Bildschirm bietet Dir u.a. an, über Gesetze abzustimmen. Du drückst Ja und auf dem Bildschirm erscheint eine Liste mit allen momentan zur Abstimmung anstehenden Gesetzen und politischen Entscheidungen. Du gehst sie einzeln durch, wobei Du über die Inhalte bereits aus der Presse informiert bist, und drückst jeweils Ja oder Nein. Fertig ist das Bürgerrefendum! Die Stimmenauszählung geschähe vollautomatisch in Realzeit; am Ende der jeweiligen Abstimmungsfrist stünde das Ergebnis ohne Aufwand bereit.

So einfach könnte Direkte Demokratie sein.

Genau das geschieht nicht, wenn sich zuvor im Parlament eine Regierung gebildet hat, weil diese nämlich allein entscheiden kann ...

Auch bei der Regierungsbildung kann man es besser machen: Das Parlament wählt Regierungsmitglieder einzeln in das Kabinet (= Personen-/Kandidatenwahl) bis die Anzahl voll ist. Wie die Gewählten die Regierungsposten (Kanzler, Minister etc.) unter sich verteilen, könnte denen überlassen werden. Oder, jeder Posten könnte einzeln von den Abgeordneten besetzt werden. So käme durchaus mehr Pluralität und Repräsentanz ins Kabinett. Auch ein Misstrauensvotum gegen einzelne Kabinetsmitglieder müsste jederzeit möglich sein.

Es darf auch nicht sein, dass ein Kanzler ein Kabinettsmitglied einfach so entlassen kann. Das macht die Minister nur erpressbar und zu Duckmäusern. Das sollte nur dem Parlament per Misstrauensvotum vorbehalten sein. Nur das wirklich repräsentative Parlament (ohne die 5% Hürde) sollte die Kabinettsleute einstellen und entlassen dürfen, und zwar einzeln.

Zudem sollten Wahlen von nun an jährlich durchgeführt werden, und die Regierungsarbeit würde Schritt für Schritt besser werden, und das Volk würde nach und nach auch klüger wählen.

Ich denke, Demokratie sollten die Kids bereits in der Schule erlernen, und zwar nicht als staubtrockenes Unterrichtsfach, sondern im Rahmen echter Mitbestimmung über alles mögliche, was den Unterricht und die Schule betrifft .. natürlich zunehmend umfangreicher je nach Altersstufe. Geordnete Diskussion, Demokratie und Mitbestimmung will gelernt sein! Es ist eine soziale Kompetenz, mit der kein Mensch geboren wird.

Ja, die Menschen mögen heute mehrheitlich etwas desorientiert sein, aber das würde sich schon schnell wieder legen. Die Menschen würden nun einfach sehen wie es geht und dass man nicht unbedingt eine der bisher etablierten Parteien wählen muss. Einen neuen Menschen oder ein neues Bewusstsein braucht es dafür aber sicher nicht, bzw. es würde sich von allein bilden, wenn man es auch so ausdrücken will.

Vielleicht nicht ganz "von allein", sondern: "Demokratie lernen" könnte bereits in der Schule und beruflichen Ausbildung als echte Mitbestimmung stattfinden.

Mit Gruß, Beo2

Ersatzwährung

Isländer @, Dienstag, 05.05.2015, 00:42 vor 3907 Tagen @ Revoluzzer 4334 Views

Müsste sich in so einem Szenario (Negativzinsen von z.B. -5%) nicht im
privaten Bereich eine Ersatzwährung herausbilden (Tausch), sei es Schnaps,
Zigaretten oder Gold oder ein anderes "Wertaufbewahrungsmittel"?


Meiner bescheidenen Meinung nach könntest Du mal einen Blick auf die SMH werfen.


Die SMH ist eine der Firmen, welche mit seltenen Erden/Metallen handelt.

Prinzip:
Man kauft Industriemetalle. Nicht über Futures, Bezugsrechte o.Ä.
Und zwar Metalle, welche die Industrie realistisch braucht.
Z.B. in Form von Warenkörben.
Kannst Du zum Tagespreis kaufen und verkaufen.
Die Metalle werden physisch gekauft, kannst also auch hinfahren, und Dein Fass mit Metallen angucken.
Steht Dein Name drauf.
Ist im Bunker, ringsherum Zoll und Polizei. Freihandelslager.
Schräge Summen werden mit Silbergranulat ausgeglichen.
Geht so ab 2000 € los.

Die Firma findest du auch auf der Rohstoffmesse, da kannst Du in der Pause auch gleich mal Dirk Müller zu befragen.

Sicher, man kann damit nicht Zahlungsverpflichtungen beim Staat u.ä.
begleichen, aber bei -5% müssten Gold, Silber, sogar Kupfer oder andere
Halbedelmetalle doch sehr viel attraktiver werden? Wenn man Silber & Co.
als Finanzprodukt kauft, kommt man vielleicht sogar um die MwSt. rum.


Wenn Du Dein Fass aus dem Lager bewegst, fällt MwSt. an, je nachdem, in welche Richtung sich die Ware bewegt.
Innerhalb des Lagers natürlich nicht (Kauf/Verkauf).

Ist der Preis für Mangan kurzfristig für die Industrie mal nach oben geschnellt, weil ein Vulkanausbruch verhindert, dass Flugzeuge aus China die Opel-Werke erreichen, um das Metall zu liefern, welches für die Produktion von Kolben für die Bremsen benötigt wird, machst Du eben mal ein Schnäppchen.

Stell Dir selbst was zusammen.

Silbergranulat ist manchmal besser als Münzen, bei Gold auch mal (bei kleinen Beträgen) mit Kinebarren beschäftigen.

LG
Spek

--
Alle meine Beiträge stelle ich unter Vorbehalt zukünftiger Erkenntnisse.
Die Zeiten des direkten Beweises sind vorbei.
18tm4vxxbKH878xhLWGMhdhtx3rJ16Jc2P

Primäre Erfolgsaussichten

Nico @, Dienstag, 05.05.2015, 03:33 vor 3907 Tagen @ Beo2 4077 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 05.05.2015, 03:44

Was wir brauchen, sind Neuwahlen und zwar ohne Sperrklauseln (5 %-Hürde)

...

die Zahl der im Parlament vertretenen Parteien würde sicher von Beginn

an weit in den zweistelligen Bereich schnellen, und damit ein Anfang von
Pluralität setzen, welche nämlich ein fundamentales Grundprinzip der
Demokratie bedeutet. Dabei könnte die Zahl der Sitze aber auch noch
angehoben werden, wenn es wünschenswert erscheint.

Ja, die Idee finde ich gut.

Hallo Beo2!

Danke für deine Unterstützung und deinen Input!

Wahrscheinlich würde nun bereits nach der ersten Wahl keine

Regierungsbildung mehr möglich sein, weil hierfür nun zu viele Parteien
im Parlament vertreten wären. Dass aber wäre gut! Wenn die Parteien es
schaffen, eine Regierung zu bilden, dann hat nur die „Politische
Klasse“ gewonnen, aber das Volk hat verloren.

Wenn keine Regierung gebildet werden kann, dann bleibt den Abgeordneten

nur noch übrig, im Parlament über die Gesetze abzustimmen – also so,
wie es auch sein soll.

Ja, das Parlament sollte alle wichtigen Entscheidungen (Gesetze) treffen,
wenn schon nicht die Bürger selbst. Aber auch das Letztere wäre durchaus
kein logistisches Problem:

Technisch wohl vorstellbar, aber die Ergebnisse? M.E. sollte der Bürgerentscheid als „Notbremse“ in dem politischen System verankert sein. Die reguläre Politik sollte übrigens auch gem. Karl Albrecht Schachtschneider mit Bezug auf Kant „ausübende Rechtslehre“ bedeuten. Diesem Anspruch würde ich mich anschließen, und dieser Anspruch impliziert bereits eine Expertise. So würde ich mir wünschen, die Gesetzgebung in ausgewiesen sachkundigen Händen zu sehen, während …

Stelle Dir vor, Gesetzentwürfe gehen, egal von wem nach bestimmten Regeln
eingebracht, gehen an das Volk zur Abstimmung, z.B. jeweils mit einer
Abstimmungsfrist von 4 oder 6 Wochen. Du gehst ja öfters zu einem
Geldautomaten, um Bargeld oder Kontoauszüge zu holen, und dort steht
direkt daneben ein Wahlomat. Du steckst dein Personal- oder Wählerausweis
rein und das Bildschirm bietet Dir u.a. an, über Gesetze abzustimmen. Du
drückst Ja und auf dem Bildschirm erscheint eine Liste mit allen momentan
zur Abstimmung anstehenden Gesetzen und politischen Entscheidungen. Du
gehst sie einzeln durch, wobei Du über die Inhalte bereits aus der Presse
informiert bist, und drückst jeweils Ja oder Nein. Fertig ist das
Bürgerrefendum! Die Stimmenauszählung geschähe vollautomatisch in
Realzeit; am Ende der jeweiligen Abstimmungsfrist stünde das Ergebnis ohne
Aufwand bereit.

So einfach könnte Direkte Demokratie sein.

… auf diese weise die politischen Geschicke nun den Händen von Gelegenheits-, Zufalls- und Spontan-Politikern anvertraut wäre. Übrigens könnte ich mir sogar vorstellen, dass sich auf diese weise eine besondere „Sachwarmintelligenz“ entfalten würde, nur würde ich dies vielleicht zuerst im Rahmen einer Computersimulation mit einer überprüft zuverlässigen Methodik getestet sehen wollen.

Was mir aber noch viel wichtiger ist, sind die primären Erfolgsaussichten. Mir erscheint es weit realistischer, eine kritische Masse von Menschen hinter den Anspruch zu versammeln, ein uneingeschränktes Wahlrecht einzufordern. Immerhin formiert sich ja vielleicht schon jetzt ein gewisser Widerstand.

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/bundestags-sperrklausel-soll-fallen-ang...

Ex-Verfassungsrichter Papier sieht die Bundestags-Sperrklausel ja bereits in „Gefahr“.

http://www.focus.de/politik/deutschland/urteile-ex-verfassungsrichter-papier-sieht-bund...

Ein wichtiger Grund für seine „Sorge“ gab ihm ja die spektakuläre Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes bezüglich der 3%-Sperrklausel für die Europawahlen.

http://www.handelsblatt.com/politik/international/europawahl/europawahl-verfassungsrich...

BTW., kannst du mir vielleicht sagen, was das hier eigentlich bedeutet:

https://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/cs20111109_2bvc000410.html

Nun, m.E. gilt es schon von daher weiter in diese Kerbe zu schlagen. Ich wäre dann schon sehr neugierig zu sehen, wie die „Hintertanen“ wohl ohne die Sperrklauseln die Kontrolle behalten wollen.

[[euklid]]

Ansonsten vielen Dank für deine weiteren Vorschläge. Ich finde daran nichts, was ich beanstanden wollte, und lasse sie hier noch mal stehen.

Schöne Grüße

Genau das geschieht nicht, wenn sich zuvor im Parlament eine Regierung

gebildet hat, weil diese nämlich allein entscheiden kann ...

Auch bei der Regierungsbildung kann man es besser machen: Das Parlament
wählt Regierungsmitglieder einzeln in das Kabinet (=
Personen-/Kandidatenwahl) bis die Anzahl voll ist. Wie die Gewählten die
Regierungsposten (Kanzler, Minister etc.) unter sich verteilen, könnte
denen überlassen werden. Oder, jeder Posten könnte einzeln von den
Abgeordneten besetzt werden. So käme durchaus mehr Pluralität und
Repräsentanz ins Kabinett. Auch ein Misstrauensvotum gegen einzelne
Kabinetsmitglieder müsste jederzeit möglich sein.

Es darf auch nicht sein, dass ein Kanzler ein Kabinettsmitglied einfach so
entlassen kann. Das macht die Minister nur erpressbar und zu Duckmäusern.
Das sollte nur dem Parlament per Misstrauensvotum vorbehalten sein. Nur das
wirklich repräsentative Parlament (ohne die 5% Hürde) sollte die
Kabinettsleute einstellen und entlassen dürfen, und zwar einzeln.

Zudem sollten Wahlen von nun an jährlich durchgeführt werden, und die

Regierungsarbeit würde Schritt für Schritt besser werden, und das Volk
würde nach und nach auch klüger wählen.

Ich denke, Demokratie sollten die Kids bereits in der Schule erlernen, und
zwar nicht als staubtrockenes Unterrichtsfach, sondern im Rahmen echter
Mitbestimmung über alles mögliche, was den Unterricht und die Schule
betrifft .. natürlich zunehmend umfangreicher je nach Altersstufe.
Geordnete Diskussion, Demokratie und Mitbestimmung will gelernt sein! Es
ist eine soziale Kompetenz, mit der kein Mensch geboren wird.

Ja, die Menschen mögen heute mehrheitlich etwas desorientiert sein,

aber das würde sich schon schnell wieder legen. Die Menschen würden nun
einfach sehen wie es geht und dass man nicht unbedingt eine der bisher
etablierten Parteien wählen muss. Einen neuen Menschen oder ein neues
Bewusstsein braucht es dafür aber sicher nicht, bzw. es würde sich von
allein bilden, wenn man es auch so ausdrücken will.

Vielleicht nicht ganz "von allein", sondern: "Demokratie lernen"
könnte bereits in der Schule und beruflichen Ausbildung als echte
Mitbestimmung stattfinden
.

Mit Gruß, Beo2

--
... in Wirklichkeit ist ... immer alles ganz anders, als es ... in Wirklichkeit ist ...

Mit "nie wieder" bin ich vorsichtig geworden

Ankawor, Dienstag, 05.05.2015, 08:59 vor 3907 Tagen @ Beo2 3701 Views

Was
auch immer, mit dem positiven Zins auf Geldguthaben ist es definitiv
vorbei, ein für allemal. Das konnte auch nicht lange gut gehen.

Als der Ölpreis vor Jahren Richtung 150 USD ging und jahrelang glaubhaft dargelegt wurde, dass Peakoil zu einer Energiekrise führt, war ich auch der Meinung, der Ölpreis könne nie wieder auf 50 Dollar fallen.

Seitdem bin ich mit solchen endgültigen Aussagen vorsichtig geworden.

Warum soll es mit positivem Zins "ein für allemal" vorbei sein?

Echte Basisdemokratie und Mitbestimmung

trosinette @, Dienstag, 05.05.2015, 09:07 vor 3907 Tagen @ Beo2 3688 Views

Guten Tag,

Geordnete Diskussion, Demokratie und Mitbestimmung will gelernt sein! Es
ist eine soziale Kompetenz, mit der kein Mensch geboren wird.

Wenn dem so ist, könnte man fast auf den Gedanken kommen, dass die Natur davon ausgeht, dass aus geordneten Diskussionen, Demokratie und Mitbestimmung sowieso nichts Vernünftiges hervor geht und deshalb darauf verzichtet hat, uns die entsprechenden sozialen Kompetenzen in die Wiege zu legen.

Mir ist es offen gestanden schleierhaft, wie man an dem Glauben festhalten kann, dass eine basisdemokratische Entscheidungsfindung im Massenkollektiv irgendeine heilsam Wirkung entfalte könnte. Allerding weiß ich, dass der Glaube ein existentielles Wesensmerkmal des Menschen ist. So glauben andere, dass der Mensch nur in der Stammesgesellschaft genesen kann und ich glaube z.B. dass der Mensch, allein Kraft seines Intellektes und seiner Vernunft, gar nicht in der Lage sein kann, sich aus der Affäre zu ziehen.

"Demokratie lernen" könnte bereits in der Schule und beruflichen Ausbildung > als echte Mitbestimmung stattfinden.

Hierbei bin ich bereits in meinem praktischen Vorstellungsvermögen komplett überfordert. Hat der Unternehmer, der den Ausbildungsplatz zu Verfügung stellt und zu einem nicht unerheblichen Anteil vermutlich auch finanziert, dann überhaupt noch was zu melden oder hat er unter seinen Auszubildenden auch nur eine mickrige Stimme.

Mit freundlichen Grüßen
Schneider

> Warum soll es mit positivem Zins "ein für allemal" vorbei sein?

Zarathustra, Dienstag, 05.05.2015, 09:32 vor 3907 Tagen @ Ankawor 3713 Views

bearbeitet von Zarathustra, Dienstag, 05.05.2015, 09:37

Was
auch immer, mit dem positiven Zins auf Geldguthaben ist es definitiv
vorbei, ein für allemal. Das konnte auch nicht lange gut gehen.

Als der Ölpreis vor Jahren Richtung 150 USD ging und jahrelang glaubhaft
dargelegt wurde, dass Peakoil zu einer Energiekrise führt, war ich auch
der Meinung, der Ölpreis könne nie wieder auf 50 Dollar fallen.

Seitdem bin ich mit solchen endgültigen Aussagen vorsichtig geworden.

Warum soll es mit positivem Zins "ein für allemal" vorbei sein?

Damit kann nur gemeint sein, dass nun der Sozialismus wieder eingeführt wird, und zwar ein für allemal!

In liberalerer, kapitalistischer Umgebung schwankt der (Real-) Zins selbstverständlich seit eh und je zwischen positiv und negativ, wobei er die meiste Zeit positiv ist. Alles andere ist haarsträubende, marktferne, etatistisch-sozialistische Phantasterei.

Grüsse, Zara

Unterscheide Nominal- vs. Realzins .. (edit.)

Beo2 @, NRW Witten, Dienstag, 05.05.2015, 12:03 vor 3906 Tagen @ Ankawor 3606 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 05.05.2015, 12:17

Warum soll es mit positivem Zins "ein für allemal" vorbei sein?

Ich habe Dir doch eine sehr klare Antwort auf diese Frage gegeben:
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=353139

Ich rede (wenn nicht extra erwähnt) vom REALZINS bzw. setzte die Infla.rate von 0% voraus.

Also: Sollte es wieder positiven realen Guthabenzins geben (abgesehen von gelegentlichen Schwankungen), wird dieses System sehr zügig auf die eine oder andere Weise zusammenbrechen, wie ich es beschrieben habe .. und zwar wegen zu hoher Sparquote und aus anderen Gründen (Einkommensverteilung u.a.). Und, die übrig gebliebenen Menschen werden es nicht erlauben, dass es wieder in alter Form errichtet wird.

Etwas anderes ist natürlich der reale Kreditzins. Der muss positiv bleiben, sogar "nominal positiv", da gewerbliche Geldverleiher Erträge benötigen, um ihre Kosten und den Unternehmerlohn zu decken.
Der Durchschnitt aus nominalen Guthaben- und Kreditzins'sätzen würde in einer normal funktionierenden, gesunden VoWi die Inflationsrate betragen bzw. um die Infla.rate pendeln. Wenn also die Infla.rate gegen Null geht, muss der Guthabenzins darunter; der Kreditzins bleibt immer oberhalb. Ein solcher Zinsspread kann als "gleichgewichtig" bezeichnet werden (da symmetrisch). Anders kann die VoWi nicht nachhaltig funktionieren.

Nachfrage-induzierte Inflation (sog. Lohn-Preis-Spirale) ist übrigens ein Wachstumsmotor. Es ist das Gaspedal am Motor der VoWi. Und was ist das Bremspedal?

Ergo: Bei hoher Inflarate wird es auch wieder positiven nominalen Guthabenzins geben, der jedoch real negativ sein wird .. u.z. umso negativer, je höher die Infla.rate ist. Beim Guthaben-/Sparerzins gibt es keinen "vollen Inflationsausgleich" .. weil nicht durchsetzbar.

Mit Gruß, Beo2

Die Idee der Demokratie (Mitbestimmung) ..

Beo2 @, NRW Witten, Dienstag, 05.05.2015, 12:37 vor 3906 Tagen @ trosinette 3589 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 05.05.2015, 13:34

Geordnete Diskussion, Demokratie und Mitbestimmung will gelernt sein! Es ist eine soziale Kompetenz, mit der kein Mensch geboren wird.

Wenn dem so ist, könnte man fast auf den Gedanken kommen, dass die Natur davon ausgeht, dass aus geordneten Diskussionen, Demokratie und Mitbestimmung sowieso nichts Vernünftiges hervor geht und deshalb darauf verzichtet hat, uns die entsprechenden sozialen Kompetenzen in die Wiege zu legen.

Die Idee der Demokratie (Mitbestimmung) kommt nicht aus der Natur. Und auch nicht aus dem Affenhirn. Sie ist der Natur fremd. Sie kommt "aus dem Geist". Verstehst Du?

Mir ist es offen gestanden schleierhaft, wie man an dem Glauben festhalten kann, dass eine basisdemokratische Entscheidungsfindung im Massenkollektiv irgendeine heilsam Wirkung entfalte könnte. Allerding weiß ich, dass der Glaube ein existentielles Wesensmerkmal des Menschen ist.

Richtig. Jeder hat eben so seinen Glauben, sinnvollerweise. Ich habe auch nicht gesagt, dass ein Kollektiv nicht irren kann. Ich habe einfach meine Zielvorstellung und arbeite daran. Was sollte ich auch sonst tun?

So glauben andere, dass der Mensch nur in der Stammesgesellschaft genesen kann und ich glaube z.B. dass der Mensch, allein Kraft seines Intellektes und seiner Vernunft, gar nicht in der Lage sein kann, sich aus der Affäre zu ziehen.

Okay, das ist dein Glaube. Siehe also zu, dass Du es auch realisierst. Ich wünsche Dir viel Erfolg dabei!

"Demokratie lernen" könnte bereits in der Schule und beruflichen Ausbildung als echte Mitbestimmung stattfinden.

Hierbei bin ich bereits in meinem praktischen Vorstellungsvermögen komplett überfordert.

Das glaube ich Dir sofort.

Hat der Unternehmer, der den Ausbildungsplatz zu Verfügung stellt und zu einem nicht unerheblichen Anteil vermutlich auch finanziert, dann überhaupt noch was zu melden oder hat er unter seinen Auszubildenden auch nur eine mickrige Stimme.

Du glaubst hoffentlich nicht, das ich auf solche Polemik eingehen werde. Oder?

Gruß, Beo2

Idee und Praxis

trosinette @, Dienstag, 05.05.2015, 13:49 vor 3906 Tagen @ Beo2 3488 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 05.05.2015, 14:19

Guten Tag,

Du glaubst hoffentlich nicht, dass ich auf solche Polemik eingehen werde. Oder?

Um Gottes Willen nein!! Rousseau hat sich auch nicht großartig mit den polemischen Fragen abgegeben, die sich bei der praktischen Umsetzung seiner geistigen Ideen ergeben könnten.

Der Ideengeber begnügt sich üblicherweise mit der Arbeit an seinen Zielvorstellungen und überlässt die Überführung in die Lebenswirklichkeit sicherheitshalber anderen.

Mit freundlichen Grüßen
Schneider

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