Mindestens folgende Passage in dem Artikel halte ich für falsch (fett von mir):
Ein Staatsbankrott würde nicht nur bedeuten, dass europäische Banken mehr als eine Viertel-Billion Euro an Krediten abschreiben müssten und die Europäische Zentralbank Staatsanleihen in Höhe eines dreistelligen Milliardenbetrags für wertlos erklären müsste. Er würde auch dazu führen, dass Kreditausfallversicherungen in Billionenhöhe fällig würden.
In dem unten verlinkten FAZ-Artikel ist ein Schaubild, das u.a. zeigt, dass von den 317 Mrd griechischen Schulden nur 57 Mrd bei Privaten (schließt Banken und Hedgefonds ein) liegen. Der Rest liegt bei Wesenheiten, die nicht bilanzieren müssen wie Private und die beliebig aufschulden und sogar ihr Geld selber machen können. Ein Default wäre zwar aufregend, hätte aber wenig Konsequenzen, das Geld ist ohnehin weg und wegger als weg geht nicht. Staatsschulden werden sowieso nicht getilgt. Es würde die EZB in ihrem Weiterbetrieb nicht behindern, wenn ihr Eigenkapital negativ würde, da sie immer liquide ist, sie stellt das Geld ja her.
Weil das so ist, und das war 2010 ganz anders, kann die Troika die griechische Regierung so lässig auflaufen lassen.
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eurokrise/griechenland/schuldenkrise-so-teuer-ist...