Die Kriegsgeräusche werden lauter

nereus @, Dienstag, 28.04.2015, 11:27 vor 3914 Tagen 11660 Views

Bei Alexandra Bader liest man im aktuellen Beitrag u.a.:

Besorgte BürgerInnen machten Ende März darauf aufmerksam, dass verstärkt Panzer und anderes Kriegsmaterial durch Österreich transportiert werden.
Peter Pilz von den Grünen hat Verteidigungsminister Gerald Klug in der Sitzung des Landesverteidigungsausschusses am 14. April 2015 mehrmals darauf angesprochen.
Klug wollte die Antwort verweigern, um dann lapidar zu sagen, "wir haben im Lauf der Zeit tausende Durchfuhren erlebt".

Aktuelle Transporte stehen aber in Zusammenhang mit Übungen wie "Atlantic Resolve", für die 26 US-Schützenpanzer "Bradley" durch unser Land nach Rumänien gebracht wurden. Die NATO bereitet sich mit Übungen beginnend im Baltikum auf einen möglichen Kriegseinsatz in der Ukraine vor; "man zieht einen Übungsgürtel um Russland", wie Pilz es ausdrückt. Dabei trainieren Rapid Deployment und Rapid Response Forces; das Ziel ist ein NATO-Einsatz in der Ukraine.

Quelle: http://www.ceiberweiber.at/index.php?type=review&area=1&p=articles&id=3410

Während andere Themen, wie ertrunkenen Flüchtlinge und verschüttete Nepalesen durch’s Medien-Bordell getrieben werden, bastelt das SYSTEM still und heimlich an WK III und kaum einer merkt’s.
Dazu ein paar lesenswerte Details, von dem was da im schlimmsten Fall auf uns zukommt.
Der betagte Schriftsteller Rolf Hochhuth sagte zu diesen Vorbereitungen im BE-Theater am Schiffbauerdamm (Berlin) kürzlich folgendes:

Tatsächlich ist den Zusatzprotokollen des Roten Kreuzes zu entnehmen, dass ein uneingeschränkter – auch nuklearer – Krieg, laut Genfer Konventionen, auf unserem Territorium vom so sich nennenden „Völkerrecht“ hingenommen wurde! Doch verlangte man in Genf, dass jenseits der BRD-Westgrenze ein Atomkrieg nicht zulässig sei.

Es wurde vereinbart - in Anhängen des immer wieder gerne zitierten Völkerrechts - daß jenseits der deutschen Grenzen ein Atomkrieg unzulässig sei, doch innerhalb derselben sehr wohl. [[hae]] [[hae]]

Noch halte ich das für ein Gerücht - aber wer sucht, sollte finden.

Dies ist eine, da wird mir jeder Leser deutscher Zeitungen Recht geben, uns Normal-„Verbrauchten“ völlig unbekannte Infamie, die das täglich breitgetretene Gequatsche von einem Vereinten Europa als Zynismus entlarvt, als schwarzen Humor.
..
Staatssekretär Wimmer vertrat 1989 in einem NATO-Manöver, der sogenannten NATO-Wintex-Cimex-Übung, den deutschen Verteidigungsminister.
Da wurden Manöver geübt, von einem kleinen exklusiven Zirkel in der NATO abgestimmt, in deren nuklearem Teil die NATO verlangte,
Nukleareinsätze gegen Dresden und Potsdam zu befehlen.
..
Nur die deutsche und türkische Übungsregierung protestierten, und nur Deutschland selbst stieg dann während der Übung aus. Der „Krieg“ wurde trotzdem zu Ende gespielt.
..
Die zweitrangigen Bündnispartner mussten sich weiter an die US-Regie halten, Atomwaffen auf die Gebiete westlich von Russland abzufeuern!
Das deutsche NATO-Kontingent sollte innerhalb dieses Manövers durch dessen US-Oberbefehlshaber sogar gezwungen werden, die nukleare Vernichtung Deutschlands selbst durchzuführen! [[kotz]]

Wimmer fährt fort: „... habe ich mich außerstande gesehen, auch in einem Übungsgeschehen, dafür die Zustimmung zu geben und den amtierenden Bundeskanzler gebeten, die Übung als Bundesrepublik Deutschland zu verlassen. Dieser Bitte hat Herr Kohl umgehend entsprochen: ,Hört auf mit dem Blödsinn', so dass es zu einem einmaligen Vorgang im Bündnis kam ... Da war Toben im Bündnis angesagt.“

Und ein weiterer „Altgedienter“ warnte ebenfalls von den Plänen des SYSTEMS.

2014 warnte Herr Gorbatschow vor der „Seuche USA“ und einem neuen Kalten Krieg. Anfang 2015 sprach er bereits von einem Dritten Weltkrieg und seinen dann mehr als naheliegenden atomaren Folgen.
Gorbatschow zur Agentur Interfax:
„Einfach gesagt, die USA haben uns bereits in einen neuen Kalten Krieg gezogen und versuchen offen, Ihre Vorstellung von Triumphalismus durchzusetzen. was kommt als nächstes? Leider bin ich mir nicht mehr sicher, dass der Kalte Krieg nicht „heiß“ werden könnte. Ich befürchte, die USA könnten das Risiko eingehen.“

Quelle: https://zeitgeist-online.de/exklusivonline/nachdenkliches-und-schoengeistiges/1026-als-...

mfG
nereus

Warum ein großer Krieg in Europa gegen Russland von einigen transatlantischen Strippenziehern im Hintergrund forciert wird...

Bernadette_Lauert, Dienstag, 28.04.2015, 11:47 vor 3914 Tagen @ nereus 10866 Views

Die Geschichte lehrt uns, dass die Strippenzieher hinter den Kulissen Elend, Tod und Verderben durch Kriegsgräuel ohne mit der Wimper zu zucken in Kauf nehmen, wenn es ihren Partikularinteressen entspricht.

Mehrere Jahrzehnte Frieden in Deutschland haben Krieg im Schlafmichelhirn undenkbar gemacht. Doch wie Du schreibst - Nereus - wenn man inne hält, sind die Vorbereitungen deutlich zu hören.

Diese Mantras wirken wie Morphium auf den Schlafmichel:

1. Das kann keiner wollen.
2. Das kann sich keiner leisten.
3. Das ist schlichtweg unvorstellbar.

Vergesst sie!

Wenn das Finanzsystem kollabiert, braucht es Schuldige.
In Russland wurde so gewirtschaftet, dass das Land 13 Prozent vom BIP verschuldet ist.
Der westliche Hegemon USA ist um 40.000 Prozent stärker verschuldet.

Mit anderen Worten: Die Schuldigen an der Finanzmisere brauchen einen Schuldigen, wenn´s systembedingt kracht. Ein angeblich von Putin forcierter Krieg käme da als Ablenkung gerade recht.
Und wenn Europa dabei knietief im Blut versinkt, ist das nur die konsequente Fortsetzung der empirisch beobachtbaren Destabilisierungspolitik der USA weltweit.

Dieses Filmchen hier verdeutlicht, warum die USA eine vom Krieg profitierende Wirtschaft ist. Und macht klar, warum einige Transatlantiker hier und Strippenzieher aus Übersee auf Teufel komm raus an einer europaweiten Eskalation des Krieges in der Ukraine basteln:

https://www.youtube.com/watch?v=oy2o_OqCJ-4 (3m45s)

Gegenthesen welcome! Ich wäre froh, wenn jemand diese Interpretation des Weltgeschehens entkräften könnte.

[image]

Gruß, Bernadette

Input dazu, der mir zugesandt wurde -> will ich nicht vorenthalten...

Bernadette_Lauert, Dienstag, 28.04.2015, 13:02 vor 3914 Tagen @ Bernadette_Lauert 9557 Views

Gegenthesen welcome! Ich wäre froh, wenn jemand diese
Interpretation des Weltgeschehens entkräften könnte.

...schrieb ich in Hinblick auf die filmerisch aufbereitete Zusammenfassung zur aktuellen Kriegsgefahr.

Per Mail erreichte mich ein Link hierauf:

Der Umbruch der Weltordnung und die Gefahr eines großen Krieges
http://www.kritisches-netzwerk.de/forum/der-umbruch-der-weltordnung-und-die-gefahr-eine...

Das ist eine Einschätzung von Conrad Schuhler / Vorsitzender des isw (Institut für sozial-ökologische Wirtschaftsforschung e.V.)

Ich zitiere mal nur das Fazit: "Insofern droht die Gefahr eines großen Krieges. Diese Gefahr ist nur abzuwenden, wenn eine politische Wende in den großen Ländern des Westens durchgesetzt werden kann – die Zurückdrängung der Macht des Transnationalen Kapitals, die wachsende Ächtung des Einsatzes von Waffen in Konflikten durch die öffentliche Meinung. Das Voranschreiten der Friedenskräfte auf diesem Feld wird eine der Hauptaufgaben der Linken in der nächsten Phase sein müssen. 1964 haben 62 % der Deutschen mit Ja geantwortet auf die Frage: „Sollte Deutschland sich mehr in internationalen Krisen engagieren?“ 2014 waren es noch 37 %, 2015 noch 34 %. Die Ukraine-Krise hat die Menschen in der Frage Krieg/Frieden noch sensibler gemacht. 82 % der befragten Deutschen sind gegen jede Militärmission deutscher Streitkräfte. Diese öffentliche Meinung ist der Hintergrund für die Differenzen zwischen Washington und Berlin zum Einsatz von Waffen und Militär in der Ukraine. Und ist der Hintergrund für die Aufgabe der Friedensbewegung, weiter zu machen mit ihrem Projekt, das von der Bevölkerung zusehends besser verstanden wird."

Ist jetzt auch nicht wirklich aufmunternd.
Den Beitrag finde ich jedenfalls sehr lesenswert.

Gruß, Bernadette

Hilflosigkeit

Falkenauge @, Dienstag, 28.04.2015, 11:48 vor 3914 Tagen @ nereus 9006 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 28.04.2015, 13:31

Die NATO bereitet sich mit Übungen beginnend im
Baltikum auf einen möglichen Kriegseinsatz in der Ukraine vor; "man zieht
einen Übungsgürtel um Russland", wie Pilz es ausdrückt. Dabei trainieren
Rapid Deployment und Rapid Response Forces; das Ziel ist ein NATO-Einsatz
in der Ukraine. [/i]

Während andere Themen, wie ertrunkenen Flüchtlinge und verschüttete
Nepalesen durch’s Medien-Bordell getrieben werden, bastelt das SYSTEM
still und heimlich an WK III und kaum einer merkt’s.

Das Problem ist unsere ohnmächtige Hilflosigkeit gegenüber diesem Treiben der internationalen Machtpsychopathen. Wir müssen, ich sage das immer wieder, unsere ganze Aufmerksamkeit auf die Beseitigung der Machtstrukturen richten, die es diesen Verbrechern möglich machen, für die Interessen einer kleinen Clique mit der Menschheit zu machen, was sie wollen.

In dem Maße aber, in dem wir möglichst viele Menschen eine freiheitliche Gesellschaftsgestalt gedanklich entwickeln, gewinnen wir auch Kraft und Wege, auf eine Durchsetzung zu drängen.

Überlegungen auf:

http://fassadenkratzer.wordpress.com/2013/05/17/fassade-demokratie/

Die Machtlosigkeit besteht in Duckmäusertum + Dummheit

politicaleconomy @, Dienstag, 28.04.2015, 12:42 vor 3914 Tagen @ Falkenauge 8594 Views

Hi,

Das Problem ist unsere ohnmächtige Hilflosigkeit gegenüber diesem
Treiben der internationalen Machtpsychopathen. Wir müssen, ich sage das
immer wieder, unsere ganze Aufmerksamkeit auf die Beseitigung der
Machtstrukturen richten, die es diesen Verbrechern möglich machen, für
die Interessen einer kleinen Clique mit der Menschheit zu machen, was sie
wollen.

Ach mein Gott, ist ja rührend.

1929ff. hatten wir es mit einer Hegemoniekrise zu tun. Damals war das britische Imperium am Ende, und es fand sich nicht direkt ein Nachfolger, bis Deutschland in die Lücke stieß - teilweise getrieben. Dieser Versuch ist bekanntermaßen gescheitert, Nachfolger der Briten wurden die USA. Die zurrten ihre Machtposition schon 1944 in Bretton Woods fest, indem sie den Keynes-Plan vereitelten und den Dollar zum Weltgeld machten. Aber sie agierten im Rahmen des Systems von Bretton Woods noch als globale Ordnungsmacht. 1971ff. mutierten sie zum globalen Minotaurus, einem Untier, das seine Macht auf systematischer Destabilisierung und - zum ersten Mal in der Geschichte - auf systematisch wachsenden Defiziten (Leistungsbilanz- und Staatsdefizit) aufbaute, die man ja bequem über Dollardruckerei gefahr- und gegenleistungslos finanzieren konnte.

2008 wurde dieses Defizitregime tödlich getroffen - vom eigenen Speer, von hinten durch die Brust ins Auge.

Daraus entsteht eine erneute Hegemoniekrise. Hervorragend analysiert nicht nur von Varoufakis in seinem Buch "Der globale Minotaurus: Amerika und die Zukunft der Weltwirtschaft", sondern z.B. auch von Peter Temin und David Vines in "The Leaderless Economy".

Die Aufgabe, die daraus entsteht, ist nicht nicht, irgendwelche wirklichkeitsfremden Machtabschaffungsillusionen und Freiheitsflausen zu entwickeln. Sondern, eine neue globale Hegemonialmacht zu formieren.

Das kann nur diejenige sein, die die USA seit über 100 Jahren fürchtet wie der Teufel das Weihwasser und auf allen Ebenen zu zerstören und zu vereiteln versucht:

Ein vereinter eurasischer Kontinent, eine Achse Paris-Berlin-Moskau-Peking.

Dafür braucht es ein starkes, vereintes Europa, das sich auf seine Stärken und Traditionen besinnt, und das seit den 70er aufgewachsene Politgesindel, das willig die marktfundamentalistische US-Propaganda seit den späten 70ern nachplappert und brav die Vorgaben des wankenden Hegemonen umsetzt, muß vertrieben und ersetzt werden. Das dafür nötige Personal stirbt in Westeuropa gerade aus (Helmut Schmidt, Egon Bahr, Peter Scholl-Latour, etc.) und bildet sich am ehesten in den am meisten vom globalen Minotaurus und seinen Helfern gebeutelten Ländern heran - also in Deutschland gerade nicht.

In Westeuropa findet sich dieses Personal also kaum noch. Man darf sich also, wenn überhaupt, wohl eher auf ein russisch und chinesisch dominiertes, zerfallendes Westeuropa gefaßt machen, das an seiner selbstverschuldeten Vasallenverblödung, mit der man persönliche Karrieren fördern wollte, scheitert.

Dieses Eurasien wird sich vor allem als asiatisch-christliche Wertegemeinschaft nicht nur gegen die Machtansprüche des verfallenden US-Hegemonen, sondern v.a. gegen den im Aufstieg befindlichen Expansionsdrang des Islamgürtels positionieren müssen. Die demographische Schwäche mag sich so noch für eine gewisse Zeit besser durch die intellektuelle und technologische Überlegenheit kompensieren lassen und den Niedergang der europäischen Zivilisation etwas bremsen.

Die Alternative wäre ein verwilderndes, chaotisches Westeuropa, das aus dem Islamgürtel mit Menschenmassen überflutet wird, die sich Westeuropa nehmen wollen, bei einem sich nach Westen und zum Islamgürtel hin abschottenden, nach Osten hin kooperierenden Rußland. In diesem Fall dürften auch Migrationsströme alternder Europäer in die Fluchtburg Russland einsetzen, die dort natürlich nicht willkommen wären und ebenso an verschlossene Türen klopfen würden, wie in der Anglowelt.

Westeuropa wäre dann ein verlassener Tattergreis und würde von Geiern ausgeweidet.

In dem Maße aber, in dem wir möglichst viele Menschen eine freiheitliche
Gesellschaftsgestalt gedanklich entwickeln, gewinnen wir auch Kraft und
Wege, auf eine Durchsetzung zu drängen.

Wat bitte soll eine "freiheitliche Gesellschaftsgestalt" konkret sein, auf welchen Fundamenten soll diese Freiheit ruhen?

Illusionär

Falkenauge @, Dienstag, 28.04.2015, 14:00 vor 3914 Tagen @ politicaleconomy 7844 Views

Die Aufgabe, die daraus entsteht, ist nicht nicht, irgendwelche
wirklichkeitsfremden Machtabschaffungsillusionen und Freiheitsflausen zu
entwickeln. Sondern, eine neue globale Hegemonialmacht zu formieren.

Das kann nur diejenige sein, die die USA seit über 100 Jahren fürchtet
wie der Teufel das Weihwasser und auf allen Ebenen zu zerstören und zu
vereiteln versucht:

Dafür braucht es ein starkes, vereintes Europa, das sich auf seine
Stärken und Traditionen besinnt, und das seit den 70er aufgewachsene
Politgesindel, das willig die marktfundamentalistische US-Propaganda seit
den späten 70ern nachplappert und brav die Vorgaben des wankenden
Hegemonen umsetzt, muß vertrieben und ersetzt werden. Das dafür nötige
Personal stirbt in Westeuropa gerade aus (Helmut Schmidt, Egon Bahr, Peter
Scholl-Latour, etc.) und bildet sich am ehesten in den am meisten vom
globalen Minotaurus und seinen Helfern gebeutelten Ländern heran - also in
Deutschland gerade nicht.

"Machtabschaffungsillusionen", "Freiheitsflausen"? Es ist die Frage, wer sich hier in Illusionen und wirklichkeitsfremden Gedanken bewegt. Du hast dasselbe Machtdenken wie die Machtpsychopathen, die Du kritisiert, dasselbe Denken, das zu den furchtbarsten Weltkriegen geführt hat, die die Welt gesehen hat, und das noch bevor eine solche eurasische Union zustande käme, wieder zum Krieg führen würde.

Wat bitte soll eine "freiheitliche Gesellschaftsgestalt" konkret sein, auf
welchen Fundamenten soll diese Freiheit ruhen?

Bitte meinen Links zum Fassadenkratzer folgen und in Ruhe unvoreingenommen lesen, wenns möglich ist.
https://fassadenkratzer.wordpress.com/inhaltsverzeichnis/

Umgekehrt: die Utopie einer machtfreie Welt ist illusionär

politicaleconomy @, Freitag, 01.05.2015, 20:24 vor 3911 Tagen @ Falkenauge 5626 Views

Du hast
dasselbe Machtdenken wie die Machtpsychopathen, die Du kritisiert, dasselbe
Denken, das zu den furchtbarsten Weltkriegen geführt hat, die die Welt
gesehen hat, und das noch bevor eine solche eurasische Union zustande
käme, wieder zum Krieg führen würde.

Macht ist eine Realität, die man nicht dadurch aus der Welt schafft, daß man illusionäre Utopien entwirft. Das heißt oft nur, sich selbst machtlos zu machen und damit gegenüber der herrschenden Macht klein beizugeben. Das ist nicht solidarisch mit denen, die ebenfalls unter dieser Macht leiden und stärkt die herrschende Macht.

Ich ziehe da vor, wie Helmut Schmidt ("Mächte der Zukunft") realistisch damit umzugehen. Es geht darum, über die Bildung von Allianzen eine Gegenmacht zu schaffen.

Die Achse hinkt.

stocksorcerer @, Dienstag, 28.04.2015, 15:15 vor 3914 Tagen @ politicaleconomy 7756 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 28.04.2015, 15:19

So schön das wäre, wenn man sich auf einem Kontinent super gut verstehen würde. Die Gesellschaft blüht auf, die Wirtschaft floriert, Gleichgesinnte spielen im gleichen Sandkasten, ohne sich gegenseitig Mist in den Sand zu werfen, weil sonst später der ganze Sandkasten vergammelt und stinkt und dort niemand mehr sein will.

Das Problem ist nur, dass die Rechnung so nicht aufgeht. Wäre der Kontinent homogen, dann gäbe es da gute Chancen.

Aber in diesem Sandkasten sitzen auch Kinder, die das neue Spiel mit den neuen Regeln noch nicht begriffen haben und zu oft an den alten Sandkasten denken, in dem verschiedene Kinder den Sand der anderen dreckiger gemacht haben, damit sie am Ende in ihrer Ecke den schönsten Sand hatten. Diejenigen, die sich jetzt besinnen müssten, hatten oft dreckigen und meinen jetzt, dass man sich am besten mit dem Typen aus dem benachbarten Sandkasten gut stellen sollte, der seit Anfang an sauberen Sand für ein paar Förmchen verspricht.

Und so handeln einige Kinder so, dass sie dem Typen mit dem sauberen Sand glauben und einiges dafür tun, dass sie sauberen Sand versprochen kriegen. Aber Obacht: versprochenen Sand, nicht bereits gelieferten! Und so fehlt es den Kindern im Sandkasten an Bereitschaft zur Diskussion der möglichen neuen Regeln, weil der Typ aus dem anderen Sandkasten das zu verhindern weiß.

Und wie man das allen Kindern klarmachen soll, dass sie lieber mit denen im eigenen Sandkasten reden, ist mir noch nicht eingefallen.

Gruß
stocksorcerer

Weder Russland, noch China, noch die USA sind homogen!

Olivia @, Donnerstag, 30.04.2015, 15:29 vor 3912 Tagen @ stocksorcerer 5983 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 30.04.2015, 15:43

So schön das wäre, wenn man sich auf einem Kontinent super gut verstehen
würde. Die Gesellschaft blüht auf, die Wirtschaft floriert,
Gleichgesinnte spielen im gleichen Sandkasten, ohne sich gegenseitig Mist
in den Sand zu werfen, weil sonst später der ganze Sandkasten vergammelt
und stinkt und dort niemand mehr sein will.

Das Problem ist nur, dass die Rechnung so nicht aufgeht. Wäre der
Kontinent homogen, dann gäbe es da gute Chancen.

......................

Europa besitzt nur als Kontinent eine Chance. Das Kernland und die größte wirtschaftliche Kraft in Europa wird beständig durch Schuld, Schuld, Schuld und nochmals Schuld unter Druck gehalten, um die Bevölkerung in einer immerwährenden masochistische Grundstimmung zu halten. Jetzt hat man uns auch noch einen entsprechenden Präsidenten vor die Nase gesetzt. Doch: wenn Deutschland fällt, dann fällt Europa! Mit Hilfe dieser täglichen Diffamierungen, die nicht anerkennen, was Deutschland in den vergangen Jahrzehnten in Bezug auf Aufarbeitung der Vergangenheit geleistet und gezahlt hat, wird ganz Europa geschwächt! Aber das ist ja wohl auch der ganze Sinn!
Das Ausschalten eines Konkurrenten mit allen erdenklichen Mitteln.

Lehmann ist nicht "passiert". Es war bekannt, dass deren Geschäftsfelder zu großen Teilen in Europa lagen! DAS hatte System!

--
For entertainment purposes only.

Alternativlos?

KK, Dienstag, 28.04.2015, 17:34 vor 3914 Tagen @ politicaleconomy 7489 Views

Hallo pe,

vorher blabla, hier geht's los:


2008 wurde dieses Defizitregime tödlich getroffen - vom eigenen Speer,
von hinten durch die Brust ins Auge.

Wer wurde da tödlich getroffen? Hab’ ich was verpasst?
Da haben aber die Forensiker sicher richtig geknobelt, wie das wohl passiert ist.

Daraus entsteht eine erneute Hegemoniekrise. Hervorragend analysiert nicht
nur von Varoufakis in seinem Buch "Der globale Minotaurus: Amerika und die
Zukunft der Weltwirtschaft", sondern z.B. auch von Peter Temin und David
Vines in "The Leaderless Economy".

Viele Ökonomen schreiben seit vielen Jahrzehnten viel Stuß, weil sie in ihren Dogmen gefangen sind und ihnen der eigene Tellerrand zu hoch ist.

Wer hat die Krise, der Hegemon oder die Hegemonie?

Die Aufgabe, die daraus entsteht, ist nicht nicht, irgendwelche
wirklichkeitsfremden Machtabschaffungsillusionen und Freiheitsflausen zu
entwickeln. Sondern, eine neue globale Hegemonialmacht zu formieren.

Logisch.[[top]]

Das kann nur diejenige sein, die die USA seit über 100 Jahren fürchtet
wie der Teufel das Weihwasser und auf allen Ebenen zu zerstören und zu
vereiteln versucht:

Ein vereinter eurasischer Kontinent, eine
Achse
Paris-Berlin-Moskau-Peking
.

Ah, der Hegemon ist also in der Krise. Deshalb braucht die Menschheit, unbedingt aber die Deutschen einen neuen Hegemon.
Kurze Suche und schnell gefunden: Russland und China ( Frankreich fällt wohl als Hegemon für uns aus).
Teilen die sich dann den Job als Hegemon?

Dafür braucht es ein starkes, vereintes Europa, das sich auf seine
Stärken und Traditionen besinnt, und das seit den 70er aufgewachsene
Politgesindel, das willig die marktfundamentalistische US-Propaganda seit
den späten 70ern nachplappert und brav die Vorgaben des wankenden
Hegemonen umsetzt, muß vertrieben und ersetzt werden. Das dafür nötige
Personal stirbt in Westeuropa gerade aus (Helmut Schmidt, Egon Bahr, Peter
Scholl-Latour, etc.) und bildet sich am ehesten in den am meisten vom
globalen Minotaurus und seinen Helfern gebeutelten Ländern heran - also in
Deutschland gerade nicht.

Also vereinigen sich die Länder Europas friedlich und willig und freuen sich zusammen auf den neuen Hegemon.

Also muß das neue Personal aus wo kommen? Nord-, Ost- oder Südeuropa oder aus den Reihen des neuen Hegemons?

In Westeuropa findet sich dieses Personal also kaum noch. Man darf sich
also, wenn überhaupt, wohl eher auf ein russisch und chinesisch
dominiertes, zerfallendes Westeuropa gefaßt machen, das an seiner
selbstverschuldeten Vasallenverblödung, mit der man persönliche Karrieren
fördern wollte, scheitert.

Ah, also aus den reihen des neuen Hegemon-Duos.

Dieses Eurasien wird sich vor allem als asiatisch-christliche
Wertegemeinschaft nicht nur gegen die Machtansprüche des verfallenden
US-Hegemonen, sondern v.a. gegen den im Aufstieg befindlichen
Expansionsdrang des Islamgürtels positionieren müssen. Die demographische
Schwäche mag sich so noch für eine gewisse Zeit besser durch die
intellektuelle und technologische Überlegenheit kompensieren lassen und
den Niedergang der europäischen Zivilisation etwas bremsen.

Asiatisch-christliche Wertegemeinschaft? Wat dat denn?
Gibt’s dazu auch ein Ökonomen-Buch?

Die Alternative wäre ein verwilderndes, chaotisches Westeuropa, das aus
dem Islamgürtel mit Menschenmassen überflutet wird, die sich Westeuropa
nehmen wollen, bei einem sich nach Westen und zum Islamgürtel hin
abschottenden, nach Osten hin kooperierenden Rußland. In diesem Fall
dürften auch Migrationsströme alternder Europäer in die Fluchtburg
Russland einsetzen, die dort natürlich nicht willkommen wären und ebenso
an verschlossene Türen klopfen würden, wie in der Anglowelt.

Also alles alternativlos. Und schon geht’s los.

Westeuropa wäre dann ein verlassener Tattergreis und würde von Geiern
ausgeweidet.

Geier? Wer is dat dann?

In dem Maße aber, in dem wir möglichst viele Menschen eine

freiheitliche

Gesellschaftsgestalt gedanklich entwickeln, gewinnen wir auch Kraft und
Wege, auf eine Durchsetzung zu drängen.


Wat bitte soll eine "freiheitliche Gesellschaftsgestalt" konkret sein, auf
welchen Fundamenten soll diese Freiheit ruhen?

Ja, das sind Fragen, die ein Ökonom nur schwerlich beantworten kann, weil sie ihm wahrscheinlich gar nicht in den Sinn kommen.

Es erstaunt mich schon, dass schon überwunden geglaubtes Blockdenken immer noch so präsent ist.
Na ja, wenn dann ein Block bröckelt, sucht man sich halt einen anderen aus.
Ist alternativlos, gell?

Mann oh Mann.


Freundliche Grüße
KK


PS: Wer soll eigentlich Ihre Vorstellungen wie verwirklichen – so ganz ohne eigenes Personal und ohne eigene MACHT?
Gibt's da 'ne Antwort drauf und welches Buch muß ich bei ungestilltem Interesse dann lesen?


Mit einem ideologisch vermüllten Kopf läßt sich schlecht denken, die sich ergebenden Gedanken sind unklar und die sie ausdrückende Sprache ebenso.

Achse Paris-Berlin-Moskau

Phoenix5, Mittwoch, 29.04.2015, 19:06 vor 3913 Tagen @ politicaleconomy 6817 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 29.04.2015, 19:10

Hi politicaleconomy,

sehe das genauso wie du. Dieses Bündnis wäre die einzige Möglichkeit, den Niedergang signifikant zu bremsen. Da sich aber ein Imperium wie die USA nicht einfach zum Sterben schlafen legen wird, werden die den dritten Weltkrieg vom Zaun brechen, wenn sie riechen, dass es in diese Richtung geht.

Und abgesehen davon bräuchte es wirklich einen grundlegenden Regimewechsel, denn schwache Opportunisten und US-Befehlsempfänger wie Merkel würden, wenn ihnen plötzlich die Erleuchtung zuteil werden würde, allein um den Gesichtsverlust zu vermeiden, keine andere Richtung einschlagen und außerdem von Moskau auch nicht mehr als Partner akzeptiert werden. Dafür haben sie zu viel kaputt gemacht.

Wie kaputt diese Frau und ihr ganzes Regime wirklich sind, hat Varoufakis schön aufgezeigt, als er für mich zum ersten Mal plausibel die Haltung Berlins in der EURO-Krise (und in Folge dessen auch ggü. Griechenland, aber auch gegenüber dem eigenen deutschen Volk, das sie ausbluten!) erklärt hat: Die wollen einfach ein klein wenig politische Macht in Europa, v.a. gegenüber Frankreich. Mit solchen Kindereien ist kein Staat zu machen und schon gar nicht ein selbstbewusstes Europa. Nach oben (US) buckeln, nach unten (EU) treten. Die Frau und ihr ganzer geisteskranker Appendix gehören dringend weg oder nach Washington entsorgt.

Beste Grüße
Phoenix5

Hegemoniewechsel

politicaleconomy @, Mittwoch, 29.04.2015, 22:02 vor 3913 Tagen @ Phoenix5 6675 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 29.04.2015, 22:10

Hi Phoenix,

sehe das genauso wie du. Dieses Bündnis wäre die einzige Möglichkeit,
den Niedergang signifikant zu bremsen. Da sich aber ein Imperium wie die
USA nicht einfach zum Sterben schlafen legen wird, werden die den dritten
Weltkrieg vom Zaun brechen, wenn sie riechen, dass es in diese Richtung
geht.

Nun, die US-Hegemonie wackelt ja schon (siehe z.B. hier).

Aber in Europa sieht man nicht, daß sich daraus die Aufgabe der eigenständigen Strategie und des Schmiedens neuer Allianzen ergibt, sondern folgt offensichtlich weiter wie gewohnt dem Hegemonen und nimmt sein Denken für die Wahrheit. Hinzu kommen noch die spezifischen Probleme, die "vereinigten Staaten von Europa" entgegenstehen. Schon eine gemeinsame Sprache gibt es ja nicht, es mangelt an leadership, etc. Es lohnt sich, Helmut Schmidt zu lesen ("Die Selbstbehauptung Europas", "Mächte der Zukunft") und anzuhören (z.B. hier), meine ich. Er betrachtet all das sehr realistisch, und dennoch hat er klare Ziele und eine feste Strategie (und hat diese verfolgt).

George Friedmans Aussagen zur Strategie der USA bezüglich Eurasien hätten auch für andere ein wake-up-call sein können (für mich waren sie das). Wagenknecht hat sie im Bundestag erwähnt, aber bei Merkel ging das wohl zum linken Ohr rein, zum rechten gleich wieder raus.

Und abgesehen davon bräuchte es wirklich einen grundlegenden
Regimewechsel, denn schwache Opportunisten und US-Befehlsempfänger wie
Merkel würden, wenn ihnen plötzlich die Erleuchtung zuteil werden würde,
allein um den Gesichtsverlust zu vermeiden, keine andere Richtung
einschlagen

Wie man am "Kopf-in-den-Sand" der Eurogruppe sieht. Es geht dabei nicht nur ums "US-Befehlsempfängersein". Die gesamte ökonomische Ideologie in den Köpfen nicht nur der Eliten, sondern auch des "kleinen Mannes" ist ein Produkt "der USA" (bzw. ihrer Think Tanks - beginnend mit der Mt. Pelerin Society und der University of Chicago).

Je deutlicher mir klarwird, wie sehr die Produktion und das Promoten/Durchdrücken auch ökonomischer Theorien (und nicht nur ökonomischer) Machtinteressen folgt und wie sich das, was die Modelle jeweils ausblenden, den Machtinteressen dient, desto klarer wird mir, wie sehr die heutige Welt GLOBAL (v.a. die Situation "Entwicklungsländer") Ergebnis des Handelns der USA ist: diese haben das Währungssystem konstruiert, die dominante Theorie geliefert, den IWF für ihre Interessen funktionalisiert, etc.

Die Köpfe zu beherrschen (Deutungshegemonie) ist viel effektiver als direkte Gewalt, und das ist Teil der US-Strategie der "Full Spectrum Dominance".

Varoufakis' Buch "Der globale Minotaurus: Amerika und die Zukunft der Weltwirtschaft" hat da wieder ein paar wesentliche Einsichten gebracht. Kann ich Dir trotz mancher Verkürzung und mancher Unklarheit deswegen auch empfehlen.

und außerdem von Moskau auch nicht mehr als Partner akzeptiert
werden. Dafür haben sie zu viel kaputt gemacht.

Von einem "neuen, kompetenten Personal" ist leider noch wenig zu sehen bisher. Zwar brodelt es seit 2008 an den ökonomischen Fakultäten der Unis, aber bis daraus ein breiterer Strom des Denkens wird, der eine neue Generation von Ökonomen produziert (wie nach 1929ff. die Generation von Keynesianern) wird das noch dauern.

Wie kaputt diese Frau und ihr ganzes Regime wirklich sind, hat Varoufakis
schön aufgezeigt, als er für mich zum ersten Mal plausibel die Haltung
Berlins in der EURO-Krise (und in Folge dessen auch ggü. Griechenland,
aber auch gegenüber dem eigenen deutschen Volk, das sie ausbluten!)
erklärt hat: Die wollen einfach ein klein wenig politische Macht in
Europa, v.a. gegenüber Frankreich.

Varoufakis äußert ja sogar Verständnis für Merkel und trennt ihre Person von ihrem Amt: er sagt, sie fühle eine Verantwortung, "not to diminish the chancellor's office", in gewissem Sinn also auch eine Verantwortung ihrem Volk gegenüber. Daß das nur kurzfristig Vorteile bringt, langfristig aber nicht gutgehen kann, dafür fehlen ihr und Schäuble die ökonomische Einsicht (sagt z.B. Helmut Schmidt ganz klar).

Mit solchen Kindereien ist kein Staat
zu machen und schon gar nicht ein selbstbewusstes Europa. Nach oben (US)
buckeln, nach unten (EU) treten. Die Frau und ihr ganzer geisteskranker
Appendix gehören dringend weg oder nach Washington entsorgt.

Ich hatte Schäubles Lernfähigkeit wohl auch überschätzt. Aber in so einem streßigen Amt grundlegende Fragen zu stellen, ist vermutlich schon zeitlich unmöglich. Die Grundüberzeugungen werden fix bleiben, wenn sie falsch sind, bleiben sie falsch und können wohl in den meisten Fällen nur durch die Auswechslung der Personals geändert werden. Und das muß erstmal wachsen - Varoufakis ist hier nur der erste Vorreiter (und seiner Zeit in diesem Sinn voraus, weil er sich relativ frühzeitig, schon vor 2008 mit den Grundlagenfragen beschäftigt hat), hinter dem zunächst mal keine weiteren Kompetenzlinge nachzukommen scheinen.

Um den Prozess voranzutreiben, lohnt es sich, sein Buch zu lesen, würde ich sagen.

Gruß
PE

Wechsel des Hegemons

KK, Donnerstag, 30.04.2015, 18:58 vor 3912 Tagen @ politicaleconomy 5952 Views

Hallo pe,

Geht es Ihnen um eine neue Art der Hegemonie (Hegemoniewechsel) oder um den Wechsel zu einen neuen Hegemon?

Nun, die US-Hegemonie wackelt ja schon (siehe z.B.
hier).

Bei den bestehenden Kräfteverhältnissen und dessen bestehende globale Vernetzung scheint mir der Wunsch der Vater des Gedankens zu sein.

Aber in Europa sieht man nicht, daß sich daraus die Aufgabe der
eigenständigen Strategie und des Schmiedens neuer Allianzen ergibt,
sondern folgt offensichtlich weiter wie gewohnt dem Hegemonen und nimmt
sein Denken für die Wahrheit. Hinzu kommen noch die spezifischen Probleme,
die "vereinigten Staaten von Europa" entgegenstehen. Schon eine gemeinsame
Sprache gibt es ja nicht, es mangelt an leadership, etc. Es lohnt sich,
Helmut Schmidt zu lesen ("Die Selbstbehauptung Europas", "Mächte der
Zukunft") und anzuhören (z.B.
hier), meine ich.
Er betrachtet all das sehr realistisch, und dennoch hat er klare Ziele und
eine feste Strategie (und hat diese verfolgt).

Die Zeichen einer guten Strategie sind mMn Konsistenz, Realitätsnähe und Durchsetzbarkeit.
Welche Strategie kann derzeit D entwickeln, die auch nur im Ansatz diesen Kriterien entspricht?
Kann es derzeit überhaupt eine Strategie geben, die gegen VSA gerichtet ist, die diesen Kriterien entspricht?

George
Friedmans Aussagen
zur Strategie der USA bezüglich Eurasien hätten
auch für andere ein wake-up-call sein können (für mich waren sie das).
Wagenknecht hat sie im Bundestag erwähnt, aber bei Merkel ging das wohl
zum linken Ohr rein, zum rechten gleich wieder raus.

Warum sind Sie sich darin so sicher?

Und abgesehen davon bräuchte es wirklich einen grundlegenden
Regimewechsel, denn schwache Opportunisten und US-Befehlsempfänger wie
Merkel würden, wenn ihnen plötzlich die Erleuchtung zuteil werden

würde,

allein um den Gesichtsverlust zu vermeiden, keine andere Richtung
einschlagen


Wie man am
"Kopf-in-den-Sand"
der Eurogruppe sieht. Es geht dabei nicht nur ums
"US-Befehlsempfängersein". Die gesamte ökonomische Ideologie in den
Köpfen nicht nur der Eliten, sondern auch des "kleinen Mannes" ist ein
Produkt "der USA" (bzw. ihrer Think Tanks - beginnend mit der Mt. Pelerin
Society und der University of Chicago).

Je deutlicher mir klarwird, wie sehr die Produktion und das
Promoten/Durchdrücken auch ökonomischer Theorien (und nicht nur
ökonomischer) Machtinteressen folgt und wie sich das, was die Modelle
jeweils ausblenden, den Machtinteressen dient, desto klarer wird mir, wie
sehr die heutige Welt GLOBAL (v.a. die Situation "Entwicklungsländer")
Ergebnis des Handelns der USA ist: diese haben das Währungssystem
konstruiert, die dominante Theorie geliefert, den IWF für ihre Interessen
funktionalisiert, etc.

Richtig! Die Durchdringung ist über die letzten 65 Jahre permanent gewachsen – in ALLEN Bereichen – und fängt heute in den Kitas an.

Die Köpfe zu beherrschen (Deutungshegemonie) ist viel effektiver als
direkte Gewalt, und das ist Teil der US-Strategie der "Full Spectrum
Dominance".

Richtig, ein Teil. Ein weiterer Teil ist aber die militärische Macht, die gewünschte Dominanz fast überall in der Welt durchsetzen zu können.
Die Einschränkung bezieht sich auf die „gallischen Dörfer“ auf der Weltkarte, bei denen die Durchsetzung der Dominanz mit zu viel Risiko verbunden ist oder das Einsetzen von Verwaltern (noch) nicht möglich ist.
Für einen Teil dieser Dörfer wurde eine passende Übergangslösung gefunden und verwirklicht.

Bleiben wir kurz dabei und betrachten die SU während des Kalten Krieges.
Hat die SU gegenüber ihren Satellitenstaaten eine andere Strategie verfolgt?
Ja, eindeutig.
Die Durchdringung ist nur im Bereich der Überwachung erfolgt, die Gefolgschaft durch die permanente militärische Bedrohung und, wenn nötig, deren Anwendung.
Alle anderen Bereiche wurden vernachlässigt, überhaupt nicht bedacht oder waren nicht in den eigenen Möglichkeiten.
Deshalb gibt es heute kein funktionierendes Netzwerk der Dörfer, welches auch nur ansatzweise über so lange Zeit gewachsen ist und einen solchen Durchdringungsgrad erreicht hat (und wegen der Sprach- und Kulturhemmnisse auch in den nächsten Jahrzehnten nicht erreichen kann).

Hätte man nach Putins Rede im Bundestag 2001 den Aufbau eines Netzwerkes begonnen und permanent intensiviert, ... Hätte, hätte, Fahrradkette
(wäre auch nur im Einvernehmen mit unseren Freunden möglich gewesen, den kleinen und dem großen)

Diese meine Einschätzung lässt mich daran Zweifeln, dass in er nächsten Zeit irgendeine fundamentale Änderung der geopolitischen Situation des Westens möglich und gewünscht ist, OHNE die wie auch immer geartete friedliche Einwilligung der VSA.

Von einem "neuen, kompetenten Personal" ist leider noch wenig zu sehen
bisher. Zwar brodelt es seit 2008 an den ökonomischen Fakultäten der
Unis, aber bis daraus ein breiterer Strom des Denkens wird, der eine neue
Generation von Ökonomen produziert (wie nach 1929ff. die Generation von
Keynesianern) wird das noch dauern.

Mann oh Mann, für Strategien baucht man keine Ökonomen, man braucht MACHT.

Versuchen Sie mal, losgelöst von Ideologien und emotionsfrei unsere erste Riege unter den geschilderten Gesichtspunkten zu betrachten und zu beurteilen.
Tauschen Sie gedanklich unseren FM mit irgend einem Nobelpreis-Ökonomen – würde sich was verbessern? Und wenn ja, für wen?

Tauschen Sie unsere K’in mit irgendeinem Politiker/in – und dieselben Fragen.

Hätte einer von ihnen den Handlungsspielraum für die von ihnen eingeforderten Änderungen?

Wenn Sie die Fragen mit nein beantworten, brauchen Sie andere strategische Gedanken.
Bei ja, haben Sie den Heilsbringer gefunden; engagieren Sie ihn und alles wird gut.

Strategie ist nicht alles, ohne Strategie ist alles nichts. Richtig? NEIN
Das Wort Strategie muß durch das Wort MACHT ersetzt werden!


Freundliche Grüße
KK

PS Sollte ich Sie in einer meiner Wortmeldungen unfair angesprochen haben, bitte ich dies zu entschuldigen.
Meinen Hang zu Ironie und Sarkasmus kann ich nicht immer bändigen.
Ist aber nie persönlich gemeint, zumindest fast nie.

NWO

politicaleconomy @, Freitag, 01.05.2015, 18:58 vor 3911 Tagen @ KK 5912 Views

Hallo,

Geht es Ihnen um eine neue Art der Hegemonie (Hegemoniewechsel) oder um
den Wechsel zu einen neuen Hegemon?

Um einen neuen Hegemon, der (u.a.) die Macht hat, das Weltwährungssystem, das seit 1944 (Bretton Woods) den US-Interessen dient, im eigenen Interesse neu zu organisieren. Kandidat: eurasische Union, wenn man sagt, EU+BRICS, sind auch Brasilien und Südafrika noch dabei. Ist sinnvoll.

Hintergrund - wie die USA 1944 in Bretton Woods den Keynes-Plan in einer Nacht- und-Nebel-Aktion kippten und das Dollarsystem installierten - samt Details des von den Chinesen favorisierten Keynes-Plans - bei Massimo Amato und Luca Fantacci:

Back to which Bretton Woods? Liquidity and clearing as alternative principles for reforming international finance.
in: Maria Cristina Marcuzzo (Hrsg.): Speculation and Regulation in Commodity Markets: The Keynesian Approach in Theory and Practice. Rom 2010, S.225-242
http://mpra.ub.uni-muenchen.de/44131/1/MPRA_paper_44131.pdf

Hegemonie heißt Ordnungsmacht. Nach WK II haben die USA für eine gewisse Zeit diese Rolle gespielt und bis zu einem gewissen Punkt mit den Europäern kooperiert, allerdings nur, weil im Osten Kommunismus drohte. Nach 1989 wurden sie zunehmend (wieder) zum imperialistischen machtpolitischen Alleingänger (alles klar beschrieben bei Helmut Schmidt: Die Mächte der Zukunft). Das ruft Feindschaft hervor.

Nun, die US-Hegemonie wackelt ja schon (siehe z.B.

hier).

Bei den bestehenden Kräfteverhältnissen und dessen bestehende globale
Vernetzung scheint mir der Wunsch der Vater des Gedankens zu sein.

Militärisch ja, ökonomisch und ideologisch nicht mehr. Es kommt darauf an, daß die Beherrschten sich nicht mehr durch Teilung beherrschen lassen, sondern Allianzen bilden. Die BRICS zeigen einen Weg. Gerade bei der ideologischen Kriegsführung unterlaufen die Russen mit RT die ideologische Dominanz der US-kontrollierten Medien.

Aber in Europa sieht man nicht, daß sich daraus die Aufgabe der
eigenständigen Strategie und des Schmiedens neuer Allianzen ergibt,
sondern folgt offensichtlich weiter wie gewohnt dem Hegemonen und nimmt
sein Denken für die Wahrheit. Hinzu kommen noch die spezifischen

Probleme,

die "vereinigten Staaten von Europa" entgegenstehen. Schon eine

gemeinsame

Sprache gibt es ja nicht, es mangelt an leadership, etc. Es lohnt sich,
Helmut Schmidt zu lesen ("Die Selbstbehauptung Europas", "Mächte der
Zukunft") und anzuhören (z.B.
hier), meine

ich.

Er betrachtet all das sehr realistisch, und dennoch hat er klare Ziele

und

eine feste Strategie (und hat diese verfolgt).


Die Zeichen einer guten Strategie sind mMn Konsistenz, Realitätsnähe und
Durchsetzbarkeit.
Welche Strategie kann derzeit D entwickeln, die auch nur im Ansatz diesen
Kriterien entspricht?
Kann es derzeit überhaupt eine Strategie geben, die gegen VSA gerichtet
ist, die diesen Kriterien entspricht?

Nur durch Allianzen, und die fangen in den Köpfen an. Da zeigen sich zwar Risse in der Dominanz des vom Hegemonen installierten Weltbilds. Aber leider noch keine kohärenten Alternativen.

George
Friedmans Aussagen
zur Strategie der USA bezüglich Eurasien

hätten

auch für andere ein wake-up-call sein können (für mich waren sie

das).

Wagenknecht hat sie im Bundestag erwähnt, aber bei Merkel ging das

wohl

zum linken Ohr rein, zum rechten gleich wieder raus.


Warum sind Sie sich darin so sicher?

Ich vermute. Wir werden sehen.

Und abgesehen davon bräuchte es wirklich einen grundlegenden
Regimewechsel, denn schwache Opportunisten und US-Befehlsempfänger

wie

Merkel würden, wenn ihnen plötzlich die Erleuchtung zuteil werden

würde,

allein um den Gesichtsverlust zu vermeiden, keine andere Richtung
einschlagen


Wie man am

"Kopf-in-den-Sand"

der Eurogruppe sieht. Es geht dabei nicht nur ums
"US-Befehlsempfängersein". Die gesamte ökonomische Ideologie in den
Köpfen nicht nur der Eliten, sondern auch des "kleinen Mannes" ist ein
Produkt "der USA" (bzw. ihrer Think Tanks - beginnend mit der Mt.

Pelerin

Society und der University of Chicago).

Je deutlicher mir klarwird, wie sehr die Produktion und das
Promoten/Durchdrücken auch ökonomischer Theorien (und nicht nur
ökonomischer) Machtinteressen folgt und wie sich das, was die Modelle
jeweils ausblenden, den Machtinteressen dient, desto klarer wird mir,

wie

sehr die heutige Welt GLOBAL (v.a. die Situation "Entwicklungsländer")
Ergebnis des Handelns der USA ist: diese haben das Währungssystem
konstruiert, die dominante Theorie geliefert, den IWF für ihre

Interessen

funktionalisiert, etc.


Richtig! Die Durchdringung ist über die letzten 65 Jahre permanent
gewachsen – in ALLEN Bereichen – und fängt heute in den Kitas an.

So ist es.

Die Köpfe zu beherrschen (Deutungshegemonie) ist viel effektiver als
direkte Gewalt, und das ist Teil der US-Strategie der "Full Spectrum
Dominance".


Richtig, ein Teil. Ein weiterer Teil ist aber die militärische Macht, die
gewünschte Dominanz fast überall in der Welt durchsetzen zu können.

Ja, natürlich. Hier ist nur Rußland ein ernstzunehmender Gegner, daher ja der US-Rakenabwehrschutzschild.

Die Einschränkung bezieht sich auf die „gallischen Dörfer“ auf der
Weltkarte, bei denen die Durchsetzung der Dominanz mit zu viel Risiko
verbunden ist oder das Einsetzen von Verwaltern (noch) nicht möglich ist.
Für einen Teil dieser Dörfer wurde eine passende Übergangslösung
gefunden und verwirklicht.

Bleiben wir kurz dabei und betrachten die SU während des Kalten Krieges.
Hat die SU gegenüber ihren Satellitenstaaten eine andere Strategie
verfolgt?
Ja, eindeutig.
Die Durchdringung ist nur im Bereich der Überwachung erfolgt, die
Gefolgschaft durch die permanente militärische Bedrohung und, wenn nötig,
deren Anwendung.
Alle anderen Bereiche wurden vernachlässigt, überhaupt nicht bedacht
oder waren nicht in den eigenen Möglichkeiten.

Sehe ich nicht so. Gerade auf dem Gebiet der ideologischen Kriegsführung hatte die SU mit dem - auf dem deutschen Idealismus (Hegel, Kant) und der britischen politischen Ökonomie beruhenden - Marxismus eine potente gefährliche ideologische Waffe, die für viele westliche Intellektuelle interessant war und deshalb von den Anglos massiv bekämpft wurde (z.B. neoklassische Ökonomie, Chicago-School, etc.).

Diese Waffe ist heute wirkungslos, genau deswegen hat die USA heute die uneingeschränkte ideologische Deutungshoheit, die zwar seit 2008ff. etwas bröckelt und Durchschüsse aufweist, aber noch nicht kollabiert ist.

Deshalb gibt es heute kein funktionierendes Netzwerk der Dörfer, welches
auch nur ansatzweise über so lange Zeit gewachsen ist und einen solchen
Durchdringungsgrad erreicht hat (und wegen der Sprach- und Kulturhemmnisse
auch in den nächsten Jahrzehnten nicht erreichen kann).

Das ja, aber aus anderen Gründen.

Hätte man nach Putins Rede im Bundestag 2001 den Aufbau eines Netzwerkes
begonnen und permanent intensiviert, ... Hätte, hätte, Fahrradkette
(wäre auch nur im Einvernehmen mit unseren Freunden möglich gewesen, den
kleinen und dem großen)

Es fehlt bisher die kohärente und machtvollere, weil schlüssigere Gegenideologie und Strategie.

Diese meine Einschätzung lässt mich daran Zweifeln, dass in er nächsten
Zeit irgendeine fundamentale Änderung der geopolitischen Situation des
Westens möglich und gewünscht ist, OHNE die wie auch immer geartete
friedliche Einwilligung der VSA.

Schon möglich. Trotzdem muß man über die Möglichkeiten neuer Allianzen als Alternative zu einer US-dominierten, unipolaren Weltordnung nachdenken, ebenso wie über deren ideologische und strategische Fundierung.

Von einem "neuen, kompetenten Personal" ist leider noch wenig zu sehen
bisher. Zwar brodelt es seit 2008 an den ökonomischen Fakultäten der
Unis, aber bis daraus ein breiterer Strom des Denkens wird, der eine

neue

Generation von Ökonomen produziert (wie nach 1929ff. die Generation

von

Keynesianern) wird das noch dauern.


Mann oh Mann, für Strategien baucht man keine Ökonomen, man braucht
MACHT.

Das bestreitet doch kein Mensch. Macht ist aber nur formierbar über eine gemeinsame, kohärente Deutung der Welt und eine darauf basierende Strategie. Der Marktfundamentalismus (Chicago School) war die dominierende Ideologie seit Ende der 70er bis 2008, und führt jetzt ein untotes Nachleben.

1929ff. folgte darauf ein Hegemoniwechsel (British Empire -> gescheiterter deutscher Versuch -->USA) und ein keynesianisches Zeitalter (1945-1971).

2008ff. sind die Gegenkräfte bzw. die Kräfte der Neuordnung viel schwächer als 1929ff. (damals lag 1917 gerade 12 Jahre zurück).

Versuchen Sie mal, losgelöst von Ideologien und emotionsfrei unsere erste
Riege unter den geschilderten Gesichtspunkten zu betrachten und zu
beurteilen.
Tauschen Sie gedanklich unseren FM mit irgend einem Nobelpreis-Ökonomen
– würde sich was verbessern? Und wenn ja, für wen?

Natürlich. Sie kennen offensichtlich meine Position dazu nicht. Ich werde sie hier nicht wiederholen, falls es Sie interessiert (den Eindruck habe ich nicht), bitte im Forumsarchiv seit 2006 suchen ("moneymind", "politicaleconomy").

Tauschen Sie unsere K’in mit irgendeinem Politiker/in – und dieselben
Fragen.

Hätte einer von ihnen den Handlungsspielraum für die von ihnen
eingeforderten Änderungen?

Vor allem nicht den nötigen Weitblick. Putin dagegen zeigt einen alternativen Weg auf und propagiert diesen nach außen hin effektiv (über russisches Staatsfernsehen - RT - weltweit). Natürlich steht dahinter auch eine ganz andere Militärmacht als bei Deutschland, dem alle Zähne gezogen wurden.

Russland entwickelt eine Strategie mit China, Brasilien, Indien, Südafrika.

LePen in Frankreich z.B. will raus aus der NATO, der EU und mit RU kooperieren. Das sind alles Ansätze.

Wenn Sie die Fragen mit nein beantworten, brauchen Sie andere strategische
Gedanken.

Na, dann klären Sie mich mal auf.

Bei ja, haben Sie den Heilsbringer gefunden; engagieren Sie ihn und alles
wird gut.

Ach, hören sie doch auf mit dem Unsinn. Varoufakis ist kein Heilsbringer, aber erkennt und bennent klar, was läuft (USA für ihn ein "globaler Minotaurus", bitte selber nachlesen). Daß einer wie er Politik macht, ist noch Ausnahme, muß aber Schule machen.

Strategie ist nicht alles, ohne Strategie ist alles nichts. Richtig? NEIN
Das Wort Strategie muß durch das Wort MACHT ersetzt werden!

Richtig. Schlüssel dazu ist Kooperation gegen den Hegemon, statt sich teilen und beherrschen zu lassen.

Freundliche Grüße
KK

PS Sollte ich Sie in einer meiner Wortmeldungen unfair angesprochen haben,
bitte ich dies zu entschuldigen.

Beleidigungen bleiben Beleidigungen.

Meinen Hang zu Ironie und Sarkasmus kann ich nicht immer bändigen.
Ist aber nie persönlich gemeint, zumindest fast nie.

Das nehme ich ihnen nicht ab.

Gegenrede

KK, Samstag, 02.05.2015, 12:57 vor 3910 Tagen @ politicaleconomy 5910 Views

Hallo pe,

Vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort (meine ich Ernst!, ohne Hintergedanken).
(hoffentlich mussten Sie nicht zu viel Kreide fressen, um in die Niederungen eines dummen und mit Haß erfüllten Vasallen des Hegemon Ihre Zeit zu hinabzusteigen)

> Geht es Ihnen um eine neue Art der Hegemonie (Hegemoniewechsel) oder um
[quote]den Wechsel zu einen neuen Hegemon?[/quote]

Um einen neuen Hegemon, der (u.a.) die Macht hat, das Weltwährungssystem, das seit 1944 (Bretton Woods) den US-Interessen dient, im eigenen Interesse neu zu organisieren. Kandidat: eurasische Union, wenn man sagt, EU+BRICS, sind auch Brasilien und Südafrika noch dabei. Ist sinnvoll.

Hintergrund - wie die USA 1944 in Bretton Woods den Keynes-Plan in einer Nacht- und-Nebel-Aktion kippten und das Dollarsystem installierten - samt Details des von den Chinesen favorisierten Keynes-Plans - bei Massimo Amato und Luca Fantacci:

Back to which Bretton Woods? Liquidity and clearing as alternative principles for reforming international finance.
in: Maria Cristina Marcuzzo (Hrsg.): Speculation and Regulation in Commodity Markets: The Keynesian Approach in Theory and Practice. Rom 2010, S.225-242
http://mpra.ub.uni-muenchen.de/44131/1/MPRA_paper_44131.pdf

Hegemonie heißt Ordnungsmacht.

Ja, und der Hegemon hat die MACHT, eine ihm genehme Ordnung zu etablieren und durchzusetzten.

Nach WK II haben die USA für eine gewisse Zeit diese Rolle gespielt und bis zu einem gewissen Punkt mit den Europäern kooperiert, allerdings nur, weil im Osten Kommunismus drohte. Nach 1989 wurden sie zunehmend (wieder) zum imperialistischen machtpolitischen Alleingänger (alles klar beschrieben bei Helmut Schmidt: Die Mächte der Zukunft). Das ruft Feindschaft hervor.

Nein. Sie haben diese Rolle nach WKII übernommen und bis heute behalten.

Sie waren immer imperialistisch orientiert, deshalb heiße Kriege und Kalter Krieg.

Sie haben nie mit den Europäern kooperiert, sie haben die Europäer in die ihnen genehme Ordnung integriert.

Sie haben uns völlig vereinnahmt mit ihrer Macht, aber auch mit Cola und Rock&Roll.

Sie haben uns eingesponnen in ein umfassendes Netzwerk, ohne sichtbare Repression, aber mit umfangreicher Kontrolle (siehe heute NSA). Und nicht nur uns!

Vieles haben wir freudig angenommen, gegen vieles haben wir nicht rechtzeitig opponiert.

Nein. Nach 1989 hatten sie erstmals die Möglichkeit, RU auch in die ihnen genehme Ordnung einzubeziehen; hätte Jelzin eine längere Verweildauer gehabt, wäre das auch gelungen.

Erst der Mann vom KGB hat erkannt, dass sein Land verkauft wird und hat sich dagegen gewehrt.
(musste dafür aber auch Jelzin die Absolution erteilen und ihm Sicherheit garantieren)
(und Putin braucht wohl bei seinem Abgang irgendwann auch einen Garanten – hat er derzeit nicht, deshalb ist er noch da)

In der EU wird so was schon zu Lebzeiten der Protagonisten geregelt durch vollständige Immunisierung und über das Recht stellen derselben (ESM). Ähnlich bei BIZ und IWF. Warum wohl?

Nach 1989 wurde auch der gesamte ehemalige Ostblock (excl. RU) in ihre Ordnung eingesponnen, der es auch freudig begrüßt hat (endlich weg vom alten Unterdrücker, der neue ist ja viel sympatischer).

Und seine Ordnung hat strategisch bedacht ALLE Bereiche abgedeckt:
-Militärbasen global
-Weltleitwährung mit, dann ohne Golddeckung
-Petrodollar
-IWF mit Veto
-BIZ mit Veto
-UNO mit Veto
-Keine Mitgliedschaft bei ihm ungenehmen Organisationen (Haager Gerichtshof)
-Keine Ratifizierung ihm ungenehmer Verträge
-Nato mit alleinigem Führungsanspruch .......

Also: Die Ordnung einer WELTMACHT (viel umfassender, als jemals eine Weltmacht zuvor, dazu viel weitsichtiger und auf lange Zeit ausgerichtet – das Jahrhundert der VSA ).
Nun, die US-Hegemonie wackelt ja schon (siehe z.B. hier).

Bei den bestehenden Kräfteverhältnissen und dessen bestehende globale
Vernetzung scheint mir der Wunsch der Vater des Gedankens zu sein.

Militärisch ja, ökonomisch und ideologisch nicht mehr.
Es kommt darauf an, daß die Beherrschten sich nicht mehr durch Teilung beherrschen lassen, sondern Allianzen bilden. Die BRICS zeigen einen Weg.
Richtig, aber bitte die derzeitige Gewichtung beachten und analysieren, ob da überhaupt neue Pfade getrampelt werden oder nur mehr Mitmachen und Mitspracherecht im bestehenden System eingefordert wird (?).
Gerade bei der ideologischen Kriegsführung unterlaufen die Russen mit RT die ideologische Dominanz der US-kontrollierten Medien.

RT ist doch nur ein Tropfen auf den heißen Stein.
YT- Videos ebenfalls, wenn man sich die Klicks betrachtet.

Aber in Europa sieht man nicht, daß sich daraus die Aufgabe der
eigenständigen Strategie und des Schmiedens neuer Allianzen ergibt,
sondern folgt offensichtlich weiter wie gewohnt dem Hegemonen und nimmt
sein Denken für die Wahrheit. Hinzu kommen noch die spezifischen
Probleme, die "vereinigten Staaten von Europa" entgegenstehen. Schon eine
gemeinsame Sprache gibt es ja nicht, es mangelt an leadership, etc. Es lohnt sich,
Helmut Schmidt zu lesen ("Die Selbstbehauptung Europas", "Mächte der
Zukunft") und anzuhören (z.B. hier), meine ich.
Er betrachtet all das sehr realistisch, und dennoch hat er klare Ziele
und eine feste Strategie (und hat diese verfolgt).

Die Zeichen einer guten Strategie sind mMn Konsistenz, Realitätsnähe und
Durchsetzbarkeit.
Welche Strategie kann derzeit D entwickeln, die auch nur im Ansatz diesen
Kriterien entspricht?
Kann es derzeit überhaupt eine Strategie geben, die gegen VSA gerichtet
ist, die diesen Kriterien entspricht?

Nur durch Allianzen, und die fangen in den Köpfen an. Da zeigen sich zwar Risse in der Dominanz des vom Hegemonen installierten Weltbilds. Aber leider noch keine kohärenten Alternativen.

Richtig, auch noch nicht bei RU und BRICS. Leider.

....

Richtig! Die Durchdringung ist über die letzten 65 Jahre permanent
gewachsen – in ALLEN Bereichen – und fängt heute in den Kitas an.

So ist es.

Die Köpfe zu beherrschen (Deutungshegemonie) ist viel effektiver als
direkte Gewalt, und das ist Teil der US-Strategie der "Full Spectrum
Dominance".

Richtig, ein Teil. Ein weiterer Teil ist aber die militärische Macht, die
gewünschte Dominanz fast überall in der Welt durchsetzen zu können.

Ja, natürlich. Hier ist nur Rußland ein ernstzunehmender Gegner, daher ja der US-Rakenabwehrschutzschild.

RU ist ein ernstzunehmender atomarer Gegenpol, aber kein ernstzunehmender Gegner in Bezug auf globale Präsenz und Aktionsfähigkeit.

Die Einschränkung bezieht sich auf die „gallischen Dörfer“ auf der
Weltkarte, bei denen die Durchsetzung der Dominanz mit zu viel Risiko
verbunden ist oder das Einsetzen von Verwaltern (noch) nicht möglich ist.
Für einen Teil dieser Dörfer wurde eine passende Übergangslösung
gefunden und verwirklicht.

Bleiben wir kurz dabei und betrachten die SU während des Kalten Krieges.
Hat die SU gegenüber ihren Satellitenstaaten eine andere Strategie
verfolgt?
Ja, eindeutig.
Die Durchdringung ist nur im Bereich der Überwachung erfolgt, die
Gefolgschaft durch die permanente militärische Bedrohung und, wenn nötig,
deren Anwendung.
Alle anderen Bereiche wurden vernachlässigt, überhaupt nicht bedacht
oder waren nicht in den eigenen Möglichkeiten.

Sehe ich nicht so. Gerade auf dem Gebiet der ideologischen Kriegsführung hatte die SU mit dem - auf dem deutschen Idealismus (Hegel, Kant) und der britischen politischen Ökonomie beruhenden - Marxismus eine potente gefährliche ideologische Waffe, die für viele westliche Intellektuelle interessant war und deshalb von den Anglos massiv bekämpft wurde (z.B. neoklassische Ökonomie, Chicago-School, etc.).

Bin kein Intellektueller, habe mich mit Feinheiten nie beschäftigt, verabscheue Ideologien und verdummende Kampfbegriffe und suche bei jedem Thema erst mal den roten Faden, möglichst mit Blick von oben.

Bin ein Freund klarer Gedanken und einfacher Sprache.

Mein Weltbild zeigt, dass der Kommunismus im Westen nach WKII keine Chance hatte und von den VSA als Gespenst für den Kalten Krieg und seine gewünschte Ordnung dankbar genutzt wurde. (auch im eigenen Land)

Diese Waffe ist heute wirkungslos, genau deswegen hat die USA heute die uneingeschränkte ideologische Deutungshoheit, die zwar seit 2008ff. etwas bröckelt und Durchschüsse aufweist, aber noch nicht kollabiert ist.

Nein. Es war nie eine Waffe; wäre sie eine gewesen, hätte sie ja wenigstens in den Satellitenstaaten positiv wirken und zufriedene Vasallen produzieren können. Deshalb kein Ost-Netzwerk, keine Durchdringung.

Deshalb gibt es heute kein funktionierendes Netzwerk der Dörfer, welches
auch nur ansatzweise über so lange Zeit gewachsen ist und einen solchen
Durchdringungsgrad erreicht hat (und wegen der Sprach- und Kulturhemmnisse
auch in den nächsten Jahrzehnten nicht erreichen kann).

Das ja, aber aus anderen Gründen.

Welche?

Hätte man nach Putins Rede im Bundestag 2001 den Aufbau eines Netzwerkes
begonnen und permanent intensiviert, ... Hätte, hätte, Fahrradkette
(wäre auch nur im Einvernehmen mit unseren Freunden möglich gewesen, den
kleinen und dem großen)

Es fehlt bisher die kohärente und machtvollere, weil schlüssigere Gegenideologie und Strategie.

Richtig! Es ist auch am weiten Horizont keine in Sicht.

Diese meine Einschätzung lässt mich daran Zweifeln, dass in er nächsten
Zeit irgendeine fundamentale Änderung der geopolitischen Situation des
Westens möglich und gewünscht ist, OHNE die wie auch immer geartete
friedliche Einwilligung der VSA.

Schon möglich. Trotzdem muß man über die Möglichkeiten neuer Allianzen als Alternative zu einer US-dominierten, unipolaren Weltordnung nachdenken, ebenso wie über deren ideologische und strategische Fundierung.
Gut, aber doch nicht nur im Sinne von Hegemonwechsel, von neuem Block, in dem sonst alles gleich bleibt.

Wie wär’s denn mal mit OHNE Ideologie, OHNE ...ismus, MIT Zusammenarbeit, MIT Reparatur anstatt Konfrontation, MIT ...

Von einem "neuen, kompetenten Personal" ist leider noch wenig zu sehen
bisher. Zwar brodelt es seit 2008 an den ökonomischen Fakultäten der
Unis, aber bis daraus ein breiterer Strom des Denkens wird, der eine
neue Generation von Ökonomen produziert (wie nach 1929ff. die Generation
von Keynesianern) wird das noch dauern.

Mann oh Mann, für Strategien baucht man keine Ökonomen, man braucht
MACHT.

Das bestreitet doch kein Mensch. Macht ist aber nur formierbar über eine gemeinsame, kohärente Deutung der Welt und eine darauf basierende Strategie.
Nein. Macht ist aktuell vorhanden, die Welt ist von dieser Macht gedeutet, die Strategie ist vorhanden und wird machtvoll durchgesetzt.
Ein Gegenentwurf ist NIRGENDS zu sehen, weder Macht noch Deutung noch Strategie.

Mein Weltbild zeigt, es drängen mehr aufsteigende Länder darauf, respektiert zu werden und mitmachen zu dürfen, mehr sehe ich leider nicht.

Der Marktfundamentalismus (Chicago School) war die dominierende Ideologie seit Ende der 70er bis 2008, und führt jetzt ein untotes Nachleben.

1929ff. folgte darauf ein Hegemoniwechsel (British Empire -> gescheiterter deutscher Versuch -->USA) und ein keynesianisches Zeitalter (1945-1971).

2008ff. sind die Gegenkräfte bzw. die Kräfte der Neuordnung viel schwächer als 1929ff. (damals lag 1917 gerade 12 Jahre zurück).

Versuchen Sie mal, losgelöst von Ideologien und emotionsfrei unsere erste
Riege unter den geschilderten Gesichtspunkten zu betrachten und zu
beurteilen.
Tauschen Sie gedanklich unseren FM mit irgend einem Nobelpreis-Ökonomen
– würde sich was verbessern? Und wenn ja, für wen?

Natürlich. Sie kennen offensichtlich meine Position dazu nicht. Ich werde sie hier nicht wiederholen, falls es Sie interessiert (den Eindruck habe ich nicht), bitte im Forumsarchiv seit 2006 suchen ("moneymind", "politicaleconomy").

Bitte nur den Namen des Ökonomen und für wen sich was verbessert.

Tauschen Sie unsere K’in mit irgendeinem Politiker/in – und dieselben
Fragen.
Hätte einer von ihnen den Handlungsspielraum für die von ihnen
eingeforderten Änderungen?

Vor allem nicht den nötigen Weitblick. Putin dagegen zeigt einen alternativen Weg auf und propagiert diesen nach außen hin effektiv (über russisches Staatsfernsehen - RT - weltweit). Natürlich steht dahinter auch eine ganz andere Militärmacht als bei Deutschland, dem alle Zähne gezogen wurden.

Russland entwickelt eine Strategie mit China, Brasilien, Indien, Südafrika.

Welche Strategie? S.o.

Ich kann bei BRICS absolut nichts Neues erkennen, vielleicht was Gleiches Eigenes, weil man am Bestehenden nicht ausreichend beteiligt wird.

Doch, es ist in der Gruppierung der Hegemon noch nicht offiziell ernannt; ohne den (wen?) wird es wohl längerfristig nicht gehen.

Könnten sie auf einen verzichten, wäre es ja so was wie die Vereinigung der Vaterländer, respektvoll, souverän und eine gute Adresse für andere. (funktioniert nicht mal in Europa)

LePen in Frankreich z.B. will raus aus der NATO, der EU und mit RU kooperieren. Das sind alles Ansätze.

Es wird nicht passieren, der Hegemon wäre sicher not amused.

Wenn Sie die Fragen mit nein beantworten, brauchen Sie andere strategische
Gedanken.

Na, dann klären Sie mich mal auf.

Geht noch nicht, meine Kristallkugel hat immer noch blinde Flecken.

Bei ja, haben Sie den Heilsbringer gefunden; engagieren Sie ihn und alles
wird gut.

Ach, hören sie doch auf mit dem Unsinn. Varoufakis ist kein Heilsbringer, aber erkennt und bennent klar, was läuft (USA für ihn ein "globaler Minotaurus", bitte selber nachlesen). Daß einer wie er Politik macht, ist noch Ausnahme, muß aber Schule machen.

Ich habe nicht von Varoufakis gesprochen, sondern von irgendeinem Politiker/in.

Daß ich in ihm keinen Heilsbringer sehe, habe ich schon gepostet.

Beim richtigen Erkennen ist er einer unter Vielen, beim darüber Sprechen als aktiver Politiker sicher ein Exot.
Sein Problem ist die Politikunfähigkeit, heißt er scheint nicht in der Lage zu sein, Allianzen zu bilden oder frühzeitig die Realitäten richtig einzuschätzen, heißt, dass die eigene, vielleicht sogar objektiv richtige Meinung nicht mehrheitsfähig, nicht gewünscht ist.
Wir werden seinen Werdegang verfolgen.

Strategie ist nicht alles, ohne Strategie ist alles nichts. Richtig? NEIN
Das Wort Strategie muß durch das Wort MACHT ersetzt werden!

Richtig. Schlüssel dazu ist Kooperation gegen den Hegemon, statt sich teilen und beherrschen zu lassen.

Warum ist das Ihre einzige Option? Speziell wenn sie mit viel Risiko für alle verbunden ist?

Warum nicht Kooperation mit Gleichgesinnten und Rückführung des Hegemons auf den Pfad der Tugend?
(Wird wahrscheinlich schon an der Suche nach Gleichgesinnten scheitern. Gibt halt so viele Bornierte mit Eigeninteressen).

Warum nicht Reparatur der vorhandenen globalen Institutionen in Funktion und Wirksamkeit?


Freundliche Grüße
KK

Zweifel an der eigenen Wahrheit macht demütig.

> PS Sollte ich Sie in einer meiner Wortmeldungen unfair angesprochen haben,
[quote]bitte ich dies zu entschuldigen. [/quote]

Beleidigungen bleiben Beleidigungen.

Zwecks Vermeidung von Wiederholungen meinerseits bitte um ein Beispiel meiner Verfehlungen.
Auf Gegenbeispiele werde ich verzichten. Bin ja keine Lebewurst.

> Meinen Hang zu Ironie und Sarkasmus kann ich nicht immer bändigen.
[quote]Ist aber nie persönlich gemeint, zumindest fast nie.[/quote]

Das nehme ich ihnen nicht ab.

Das Is mich schnurzegal.

Achse EU-BRICS

KK, Mittwoch, 29.04.2015, 23:56 vor 3912 Tagen @ Phoenix5 6413 Views

Hallo Phoenix5,

sehe das genauso wie du.

Na ja, nicht ganz. In Ihrer Achse fehlt Peking.
Warum?

Dieses Bündnis wäre die einzige Möglichkeit, den Niedergang signifikant zu > bremsen.

Die Achse ist demnach nur nötig, um den unvermeindlichen Niedergang zu verzögern.
Gibt es also keine Alternative, die denkbar diesen Niedergang nicht beinhaltet?

Da sich aber ein Imperium wie die USA nicht einfach zum Sterben schlafen
legen wird, werden die den dritten Weltkrieg vom Zaun brechen, wenn sie
riechen, dass es in diese Richtung geht.

Ist das Ihr Eingeständnis, dass die Achse nicht verwirklicht werden kann, ohne in einem WKIII zu enden?
Wenn ja, sind Gedanken in dieser Richtung nur akademische Übung ohne Sinn. Ich nenne das zugemüllter Kopf.

Wenn nein, muß wohl ein gangbarer Weg gefunden werden, der den WKIII sicher verhindert und das gewünschte Ziel erreichen lässt.

Haben Sie dazu eine zündende Idee, eine die die derzeitigen Gegebenheiten berücksichtigt ohne irgendwelche Axiome realisiert werden kann?


Das sehen Sie genauso:

Es ist erforderlich, eine neue globale (???) Hegemonialmacht zu formieren, ein vereinter eurasischer Kontinent, eine Achse Paris-Berlin-Moskau(-Peking).

Geht’s nicht ein bischen größer?
Wie wär es mit Paris-Berlin-BRICS

Dafür braucht es ein starkes, vereintes Europa
Dann sollte die Achse wohl besser EU – BRICS heißen?

Das dafür nötige Personal stirbt in Westeuropa gerade aus, (es muß irgendwo neues Personal rekrutiert werden).
Die neue Achse hat mehr als genug Personal, kein Problem. Vielleicht müssen wir uns sprachlich etwas anpassen.

Die asiatisch-christliche Wertegemeinschaft muß gepflegt werden.
Was das ist, wird uns der neue Chef der neuen Hegemonialmacht schon früh genug erklären (nach der sprachlichen Anpassung natürlich).

Die Achse muß sich gegen den im Aufstieg befindlichen Expansionsdrang des Islamgürtels positionieren.
Unbedingt!
Was machen wir aber mit den paar hundert Millionen Islamis, die in der neuen Hegemonialmacht beinhaltet sind?
Wahrscheinlich kein Problem, sind ja nur der friedliche Teil.

Sinn des Ganzen:
Die demographische Schwäche mag sich so noch für eine gewisse Zeit besser durch die intellektuelle und technologische Überlegenheit kompensieren lassen und den Niedergang der europäischen Zivilisation etwas bremsen.
Daß man den Geburtenrückgang ggf. bremsen/umkehren kann, wenn man für zukunftsfähiges Dasein sorgt, ist nicht so angesagt, oder?
Nee, die neue Hegemonialmacht ist ja doch nur auf Zeit gedacht. Gell? Soll ja nur bremsen.

Und abgesehen davon bräuchte es wirklich einen grundlegenden
Regimewechsel, denn schwache Opportunisten und US-Befehlsempfänger wie
Merkel würden, wenn ihnen plötzlich die Erleuchtung zuteil werden würde,
allein um den Gesichtsverlust zu vermeiden, keine andere Richtung
einschlagen und außerdem von Moskau auch nicht mehr als Partner akzeptiert
werden. Dafür haben sie zu viel kaputt gemacht.

Selbst wenn das alles stimmt, ... s.o.

Wie kaputt diese Frau und ihr ganzes Regime wirklich sind, hat Varoufakis
schön aufgezeigt, als er für mich zum ersten Mal plausibel die Haltung
Berlins in der EURO-Krise (und in Folge dessen auch ggü. Griechenland,
aber auch gegenüber dem eigenen deutschen Volk, das sie ausbluten!)
erklärt hat: Die wollen einfach ein klein wenig politische Macht in
Europa, v.a. gegenüber Frankreich. Mit solchen Kindereien ist kein Staat
zu machen und schon gar nicht ein selbstbewusstes Europa. Nach oben (US)
buckeln, nach unten (EU) treten. Die Frau und ihr ganzer geisteskranker
Appendix gehören dringend weg oder nach Washington entsorgt.

Das von Varoufakis Aufgezeigte ist vielen schon seit Jahren bekannt; neu ist nur, dass ein amtierender Politiker dies offen sagt und dafür von einigen im Netz als Lichtgestalt gefeiert wird.
(der Rest ist ohne Inhalt, deshalb auch nicht kommentierbar)


Meine Mini-Zusammenfassung, da das Thema extrem komplex ist:

Wenn Blockbildung als zwingend vorausgesetzt wird:

Die Achse muß heißen EU-BRICS

Voraussetzung ist demnach eine starke vereinte EU mit neuen Strukturen und passendem Personal.
Die wird es auf demokratischem Weg in absehbarer Zeit nicht geben (Volksentscheide), möglicherweise zerfällt die EURO-Zone und einiges mehr nach den nächsten Wahlen in Frankreich.

Entsteht sie doch, braucht es für alle Teilstaaten eine komplette Neuausrichtung auf die Achse:
Als Stichworte fallen mir ein Friedensverträge, NATO-Mitgliedschaft, ‚störende’ bilaterale Verträge mit VSA, stationierte Truppen, Waffensysteme, Währungen, IMF-Mitgliedschaft, SWIFT etc.

Ist das ohne die Mitwirkung der VSA, GB und anderer möglich?
Will ich das?
Wollen wir das?
Wollen alle anderen Europäer das?

Meine Mini-Alternative (ist derzeit eine Illusion wegen unpassendem Personal):
Der Hegemon muß therapiert und möglichst geheilt werden.
Jegliches politische Denken muß auf multipolar eingeschworen werden, die UNO und der Haager Gerichtshof (Zwangsmitgliedschaft für alle) müssen gestärkt, der Sicherheitsrat muß reformiert werden. Und einiges mehr.
Dann braucht es vielleicht keine Blockbildung mehr, zumindest keine nur militärisch orientierte.

Eine letzte wertfreie Einschätzung:
Seit Ende WKII sind alle wesentlichen Strukturen in D von den VSA gegründet und bestimmt worden. Im Laufe der Jahrzehnte bis heute ist nicht nur D, sondern der gesamte Westen nahezu vollständig von Ami-Geld, Politik, Kultur, und allen sonstigen Trends durchdrungen worden.
Weitgehend alle Spitzenleute, die national besonders jedoch international in der ersten Reihe stehen, sind durch entsprechende Ausbildung in den VSA und den entsprechenden ThinkTanks aus- und weitergebildet. Alle sind in die von den VSA dominierten Netzwerke integriert, aus denen auch der nötige Nachwuchs rekrutiert wird.
Diese Durchdringung aller gesellschaftlichen Bereiche, aller großen Wirtschaftsteilnehmer und der Politik muß bei allen Überlegungen und allem Frust berücksichtigt werden.

Kein anderes Land hat ein solches Netzwerk aufgebaut, kein anderes Land hat so viel von sich an den Rest der Welt gegeben (Coca Cola und Co) über jetzt 65 Jahre.
Und D hat einen großen Schluck aus dieser Pulle genommen, wahrscheinlich den größten!
Und D war nie ein Partner, nie ein Juniorpartner, sondern immer nur ein Interessensgebiet, vielleicht ein privilegiertes wegen der europäischen Wurzeln unserer Freunde von über dem großen Teich.

Bei dem Wunsch einer Umorientierung in großem Stil ist dies alles zu bedenken.
Ebenso bei der Beurteilung der Protagonisten.


Freundliche Grüße
KK

Anfangs ein wenig Wadenbeißerei, aber schließlich ganz großer Abgang

nereus @, Donnerstag, 30.04.2015, 07:53 vor 3912 Tagen @ KK 6301 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 30.04.2015, 12:47

Hallo KK!

Sie schreiben: Ist das Ihr Eingeständnis, dass die Achse nicht verwirklicht werden kann, ohne in einem WKIII zu enden?
Wenn ja, sind Gedanken in dieser Richtung nur akademische Übung ohne Sinn. Ich nenne das zugemüllter Kopf.

Nein, es ist eine theoretische Annahme, daß man mit dieser Möglichkeit rechnen sollte.
Es sollte eher die Anstrengungen verstärken dagegen etwas zu unternehmen.

Das von Varoufakis Aufgezeigte ist vielen schon seit Jahren bekannt; neu ist nur, dass ein amtierender Politiker dies offen sagt und dafür von einigen im Netz als Lichtgestalt gefeiert wird.

Einen Diamanten kann man eben erst bejubeln wenn man ihn gefunden hat. [[zwinker]]

Wenn Blockbildung als zwingend vorausgesetzt wird: Die Achse muß heißen EU-BRICS

Ja, absolute Zustimmung.

Entsteht sie doch, braucht es für alle Teilstaaten eine komplette Neuausrichtung auf die Achse: Als Stichworte fallen mir ein Friedensverträge, NATO-Mitgliedschaft, ‚störende’ bilaterale Verträge mit VSA, stationierte Truppen, Waffensysteme, Währungen, IMF-Mitgliedschaft, SWIFT etc.
Ist das ohne die Mitwirkung der VSA, GB und anderer möglich?
Will ich das? Wollen wir das? Wollen alle anderen Europäer das?

Super Gedanken!
Komme gleich darauf zurück.

Der Hegemon muß therapiert und möglichst geheilt werden.

Wer ist der Hegemon?
Das ist die alles entscheidende Frage!

Jegliches politische Denken muß auf multipolar eingeschworen werden, die UNO und der Haager Gerichtshof (Zwangsmitgliedschaft für alle) müssen gestärkt, der Sicherheitsrat muß reformiert werden. Und einiges mehr.

Riecht stark nach NWO und darauf soll es wohl auch hinauslaufen.
Ist aber letztlich der einzige vernünftige Weg, wenn die Weltbevölkerung in Frieden weiterleben will.
Unter dem Stichwort NWO kann man sich ja durchaus auch differenzierten Gedanken hingeben, nicht wahr?

Seit Ende WKII sind alle wesentlichen Strukturen in D von den VSA gegründet und bestimmt worden. Im Laufe der Jahrzehnte bis heute ist nicht nur D, sondern der gesamte Westen nahezu vollständig von Ami-Geld, Politik, Kultur, und allen sonstigen Trends durchdrungen worden.
Weitgehend alle Spitzenleute, die national besonders jedoch international in der ersten Reihe stehen, sind durch entsprechende Ausbildung in den VSA und den entsprechenden ThinkTanks aus- und weitergebildet. Alle sind in die von den VSA dominierten Netzwerke integriert, aus denen auch der nötige Nachwuchs rekrutiert wird.
Diese Durchdringung aller gesellschaftlichen Bereiche, aller großen Wirtschaftsteilnehmer und der Politik muß bei allen Überlegungen und allem Frust berücksichtigt werden.
Kein anderes Land hat ein solches Netzwerk aufgebaut, kein anderes Land hat so viel von sich an den Rest der Welt gegeben (Coca Cola und Co) über jetzt 65 Jahre. Und D hat einen großen Schluck aus dieser Pulle genommen, wahrscheinlich den größten!
Und D war nie ein Partner, nie ein Juniorpartner, sondern immer nur ein Interessensgebiet, vielleicht ein privilegiertes wegen der europäischen Wurzeln unserer Freunde von über dem großen Teich.
Bei dem Wunsch einer Umorientierung in großem Stil ist dies alles zu bedenken.
Ebenso bei der Beurteilung der Protagonisten.

Das gehört in die Sammlungen und dafür gibt es einen extra großen Applaus! [[applaus]]
Sehr wichtige Argumente, die meiner Ansicht so klar hier noch nie ausgesprochen wurden.
Alles Geschwätz um die Thematik und eventuelle Lösungsvorschläge ergeben nur Sinn wenn genau das in die „Rechnung“ für eine Neuausrichtung einkalkuliert wird.

Und nun komme ich auf die Fragen (sinngemäß) von weiter oben zurück. Ist das ohne VSA, GB möglich, will ich das, wollen wir das?

Darf ich kurz eine Profil-Analyse erstellen. [[zwinker]]

Hier spricht jemand der unter bundesrepublikanischen Bedingungen aufwuchs – kein Ex-Ossi (höchstens Spätaussiedler 50er, 60er) – und der in diesem Land bislang ziemlich gut zurecht kam und ggf. sogar ein wenig oder mehr von diesen Netzwerken profitiert hat.
In den letzten Jahren hat dieser Jemand aber erkannt, daß der gute Onkel aus Amerika, seit dem er immer mehr säuft (siehe Verschuldung), zunehmend aggressiver wird und den Hausfrieden bedroht.
Damit hat jemand ein Problem, weil er das in dieser Form nicht mehr hinnehmen will. Außerdem passen die alten Feindbilder nicht mehr - die Welt ändert sich.
Und daher offenbart sich ein innerer Zwiespalt, der zwischen „schöner alter Zeit“ und bedenklichen Aussichten (wie wird das wohl enden) schwankt.

Wo liege ich falsch in meiner Kurzanalyse?

mfG
nereus

Blumen sind nicht angebracht

KK, Donnerstag, 30.04.2015, 17:07 vor 3912 Tagen @ nereus 5962 Views

Hallo nereus,

Ihr posting startet mit : Die Kriegsgeräusche werden lauter und eine Sammlung von Stimmen, die einen atomaren Krieg in Europa nicht ausschließen.

Danach gibt es Erklärungsversuche, warum das so ist

Dann These @politicaleconomy:
Altersschwacher Hegemon weg, die Rettung heißt Achse Paris-Berlin-Moskau-Peking
Warum: weil sonst WKIII
Voraussetzung: starkes vereintes Europa

Diese These habe ich weiterentwickelt:

Geopolitisch kann es keinen Teil Paris-Berlin geben, wenn es eine starke vereinte EU geben muß.
Den Teil Moskau-Peking wird es so auch nicht geben, da diese beiden Länder die BRICS forcieren.

Daraus meine Folgerung: EU-BRICS
Ist NICHT meine Meinung, sondern nur eine mMn sinnvolle Konkretisierung der These.

(die Wadenbeißerei betrifft nur das schmückende Beiwerk –fehlendes Personal...
verstehe das auch nicht als Wadenbeißerei, sondern als Infragestellung der geäußerten Gedanken)

Sie schreiben: Ist das Ihr Eingeständnis, dass die Achse nicht
verwirklicht werden kann, ohne in einem WKIII zu enden?
Wenn ja, sind Gedanken in dieser Richtung nur akademische Übung ohne
Sinn. Ich nenne das zugemüllter Kopf.

Nein, es ist eine theoretische Annahme, daß man mit dieser Möglichkeit
rechnen sollte.
Es sollte eher die Anstrengungen verstärken dagegen etwas zu
unternehmen.

Nein. Man kann nicht die Notwendigkeit der Veränderung mit den Totschlagargument WKIII verunmöglichen und dann doch über die Leiche fabulieren. Dann sollte zuerst das Totschlagargument aufgelöst werden.
(Ich habe auch geschrieben:
Wenn nein, muß wohl ein gangbarer Weg gefunden werden, der den WKIII sicher verhindert und das gewünschte Ziel erreichen lässt.

Das von Varoufakis Aufgezeigte ist vielen schon seit Jahren bekannt;
neu ist nur, dass ein amtierender Politiker dies offen sagt und dafür von
einigen im Netz als Lichtgestalt gefeiert wird.

Einen Diamanten kann man eben erst bejubeln wenn man ihn gefunden hat.
[[zwinker]]

Na ja, die Diamanten von heute sind vielleicht schon die Glasperlen von morgen.

Wenn Blockbildung als zwingend vorausgesetzt wird: Die Achse muß
heißen EU-BRICS

Ja, absolute Zustimmung.

Warum?

Entsteht sie doch, braucht es für alle Teilstaaten eine komplette
Neuausrichtung auf die Achse: Als Stichworte fallen mir ein
Friedensverträge, NATO-Mitgliedschaft, ‚störende’ bilaterale
Verträge mit VSA, stationierte Truppen, Waffensysteme, Währungen,
IMF-Mitgliedschaft, SWIFT etc.
Ist das ohne die Mitwirkung der VSA, GB und anderer möglich?
Will ich das? Wollen wir das? Wollen alle anderen Europäer das?

Super Gedanken!
Komme gleich darauf zurück.

Wann?

Der Hegemon muß therapiert und möglichst geheilt werden.

Wer ist der Hegemon?
Das ist die alles entscheidende Frage!

Hallo, haben Sie den Faden verloren?

Jegliches politische Denken muß auf multipolar eingeschworen werden,
die UNO und der Haager Gerichtshof (Zwangsmitgliedschaft für alle) müssen
gestärkt, der Sicherheitsrat muß reformiert werden. Und einiges mehr.

Riecht stark nach NWO und darauf soll es wohl auch hinauslaufen.
Ist aber letztlich der einzige vernünftige Weg, wenn die Weltbevölkerung
in Frieden weiterleben will.
Unter dem Stichwort NWO kann man sich ja durchaus auch differenzierten
Gedanken hingeben, nicht wahr?

Bitte nicht NWO, müllt nur den Kopf zu, zu viel VT.
Möchte damit nur ausdrücken, dass Institutionen mit globaler Ausrichtung so gestärkt werden müssen, dass sie auch tatsächlich globale Funktionen ausüben können (und nicht einseitig dominiert werden).

Seit Ende WKII sind alle wesentlichen Strukturen in D von den VSA
gegründet und bestimmt worden. Im Laufe der Jahrzehnte bis heute ist nicht
nur D, sondern der gesamte Westen nahezu vollständig von Ami-Geld,
Politik, Kultur, und allen sonstigen Trends durchdrungen worden.
Weitgehend alle Spitzenleute, die national besonders jedoch international
in der ersten Reihe stehen, sind durch entsprechende Ausbildung in den VSA
und den entsprechenden ThinkTanks aus- und weitergebildet. Alle sind in die
von den VSA dominierten Netzwerke integriert, aus denen auch der nötige
Nachwuchs rekrutiert wird.
Diese Durchdringung aller gesellschaftlichen Bereiche, aller großen
Wirtschaftsteilnehmer und der Politik muß bei allen Überlegungen und
allem Frust berücksichtigt werden.
Kein anderes Land hat ein solches Netzwerk aufgebaut, kein anderes Land
hat so viel von sich an den Rest der Welt gegeben (Coca Cola und Co) über
jetzt 65 Jahre. Und D hat einen großen Schluck aus dieser Pulle genommen,
wahrscheinlich den größten!
Und D war nie ein Partner, nie ein Juniorpartner, sondern immer nur ein
Interessensgebiet, vielleicht ein privilegiertes wegen der europäischen
Wurzeln unserer Freunde von über dem großen Teich.
Bei dem Wunsch einer Umorientierung in großem Stil ist dies alles zu
bedenken.
Ebenso bei der Beurteilung der Protagonisten.

Das gehört in die Sammlungen und dafür gibt es einen extra großen
Applaus! [[applaus]]
Sehr wichtige Argumente, die meiner Ansicht so klar hier noch nie
ausgesprochen wurden.
Alles Geschwätz um die Thematik und eventuelle Lösungsvorschläge
ergeben nur Sinn wenn genau das in die „Rechnung“ für eine
Neuausrichtung einkalkuliert wird.

Und nun komme ich auf die Fragen (sinngemäß) von weiter oben zurück.
Ist das ohne VSA, GB möglich, will ich das, wollen wir das?

Darf ich kurz eine Profil-Analyse erstellen. [[zwinker]]

Hier spricht jemand der unter bundesrepublikanischen Bedingungen aufwuchs
– kein Ex-Ossi (höchstens Spätaussiedler 50er, 60er) – und der in
diesem Land bislang ziemlich gut zurecht kam und ggf. sogar ein wenig oder
mehr von diesen Netzwerken profitiert hat.
In den letzten Jahren hat dieser Jemand aber erkannt, daß der gute Onkel
aus Amerika, seit dem er immer mehr säuft (siehe Verschuldung), zunehmend
aggressiver wird und den Hausfrieden bedroht.
Damit hat jemand ein Problem, weil er das in dieser Form nicht mehr
hinnehmen will. Außerdem passen die alten Feindbilder nicht mehr - die
Welt ändert sich.
Und daher offenbart sich ein innerer Zwiespalt, der zwischen „schöner
alter Zeit“ und bedenklichen Aussichten (wie wird das wohl enden)
schwankt.

Wo liege ich falsch in meiner Kurzanalyse?

Hatte gehofft, Antworten auf die gestellten Fragen lesen zu können.
Stattdessen wechseln Sie auf eine persönliche Ebene.
Warum?
Brauchen Sie Infos für Ihr Foristen-Dossier?

Ok, Versuch einer Antwort:

Das Geschriebene ist ein Teil meines Weltbildes, emotionslose Betrachtung ohne Wertung.
Könnte auch von vielen Westlern außerhalb D stammen, ebenso von Ostlern, wobei bei ihnen die Ausprägung der Gedanken wegen fehlender Teilnahme eine andere sein dürfte (original Jeans waren überall begehrt, Plagiate sind halt nur ein Trostpflaster).

Deshalb kein guter Onkel aus Amerika und kein böser Bube aus Russland.
Betrachte ich die letzten 25 Jahre, kann ich nur bei aufgesetzten Scheuklappen den einen Bösebub sehen, setze ich sie ab, kommen einige mehr ins Blickfeld.
Viele sind zu erkennen, die sich mit mehr oder weniger heftigem Gehabe hinter den Fordersten drängen. Und alle brechen den Frieden weltweit und bedrohen damit auch unseren Hausfrieden.
Feindbilder kann ein Mensch nur haben, wenn er das Bild des vermeintlichen Feindes kennt oder indoktriniert ist. Für mich trifft beides nicht zu. Deshalb auch kein Problem damit.

Es geht nicht um die schöne alte Welt, es geht um den Wandel der Protagonisten.

Es geht um eine Frage, die ich seit langen Jahren unbeantwortet mit mir rumschleppe:
Wissen die da oben es nicht besser, meinen sie nicht anders zu können/dürfen oder ist deren Agenda wegen der beschriebenen Vernetzung weitgehend deckungsgleich mit der der anderen.
Solange diese Frage nicht beantwortet ist, kann ich nur emotionslos analysieren, kann Verbalinjurien als Ersatzantwort nicht verstehen.

Übrigens habe ich in meinem kleinen Weltbild etwas Wichtiges vergessen: Die Sprache

Als die VSA die Briten beerbten, haben die ja sprachlich schon gut vorgearbeitet.
Anglizismen haben sich im Westen Europas wie eine Epidemie ausgebreitet, heute sind wir schon so weit, daß ganze Branchen ohne Englisch nicht mehr überleben könnten, bzw. von Englisch komplett vereinnahmt sind.
Dies kann man unter Internationalisierung verbuchen, ja, aber der Muttersprachler hat doch einen entscheidenden Vorteil und die potentielle Bindung an das Ursprungsland ist groß.

Wo Sie falsch in Ihrer Kurz-Analyse liegen, müssen Sie schon selbst analysieren.

Über eine Antwort auf gestellte Fragen, wie weiter oben angekündigt, würde ich mich freuen.

Freundliche Grüße
KK


Ideologien wandeln den Kopf zum Wirrkopf

etwas spät, aber nicht zu spät

nereus @, Montag, 04.05.2015, 08:11 vor 3908 Tagen @ KK 5566 Views

Hallo KK!

Sie schreiben: Daraus meine Folgerung: EU-BRICS Ist NICHT meine Meinung, sondern nur eine mMn sinnvolle Konkretisierung der These.

Ja, das habe ich auch so gesehen.
So wie eben der Hinweis auf die Tiefenstruktur US-amerikanischer Denkmodelle in der bundesrepublikanischen Wirklichkeit.

..verstehe das auch nicht als Wadenbeißerei, sondern als Infragestellung der geäußerten Gedanken ..

Na gut, lassen wir das mal so stehen. [[zwinker]]

..

Wenn Blockbildung als zwingend vorausgesetzt wird: Die Achse muß heißen EU-BRICS
Ja, absolute Zustimmung. .. Warum?

Weil in dieser immer mehr zusammenwachsenden Welt sich auch die Machtverhältnisse neu ordnen und Koalitionen neu geschmiedet werden.
Zur stärksten Militärmacht der Welt inkl. aller weltweiten Operationsbasen wären mir als ernsthaft agierender Gegenpol Russland alleine oder China alleine einfach zu wenig.
Aber Russland und China sind schon eine andere Nummer!
Da kann gerne noch etwas BIS dazu kommen, um den Terminus BRICS komplett zu machen.

Entsteht sie doch, braucht es für alle Teilstaaten eine komplette
Neuausrichtung auf die Achse: .. Ist das ohne die Mitwirkung der VSA, GB und anderer möglich? Will ich das? Wollen wir das? Wollen alle anderen Europäer das?

Super Gedanken! Komme gleich darauf zurück.
Wann?

Das hatte ich im fettgedruckten Text doch versucht deutlich zu machen.
Sie haben die richtigen Fragen gestellt und die Richtung gewiesen, was es zu beachten gilt, wenn man das System in Frage stellt oder gar eine Neuausrichtung erwägt.

Der Hegemon muß therapiert und möglichst geheilt werden.
Wer ist der Hegemon? Das ist die alles entscheidende Frage!

Hallo, haben Sie den Faden verloren?

Natürlich nicht!
Die Frage ist doch, wer steht hinter der Politik der USA?
Nur zu sagen das Land sei Hegemon und aggressiv ist doch Pille Palle!
Welche Kräfte sorgten z.B. für die Ausbreitung des Bolschewismus oder des Faschismus? Überdauen Ideen Repräsentanten und gar Länder?
Einfach nur Staaten oder Diktatoren zu benennen, wäre zu kurz gesprungen.

Bitte nicht NWO, müllt nur den Kopf zu, zu viel VT.

Nix da.
Die NWO ist der alles entscheidende roter Faden in der Politik der letzten 200 Jahre.
Wer hier den Deckel draufhalten will, versteht entweder die größeren Zusammenhänge nicht oder will die Diskussion auf eingeschränkte Weise führen – warum auch immer?

Möchte damit nur ausdrücken, dass Institutionen mit globaler Ausrichtung so gestärkt werden müssen, dass sie auch tatsächlich globale Funktionen ausüben können (und nicht einseitig dominiert werden).

Davon träumen die Globalisten seit 200 Jahren?
Es verbleibt aber die Frage, wer was damit beabsichtigt?

Hatte gehofft, Antworten auf die gestellten Fragen lesen zu können.
Stattdessen wechseln Sie auf eine persönliche Ebene. Warum?
Brauchen Sie Infos für Ihr Foristen-Dossier?

Keine Sorge, ich führe kein Foristen-Dossier?
Wozu? Das können andere „Dienstleister“, die aus Steuergeldern finanziert werden, viel besser.
Die Argumentation meinte ich aber einordnen zu können, aufgrund vieler Gespräche mit Wessis und Ossis in den letzten 10 bis 15 Jahren, wenn es um Politik ging.
Die Ostler haben andere Basisargumente als die Westler – deswegen habe ich den Wessi vermutet.

Es geht um eine Frage, die ich seit langen Jahren unbeantwortet mit mir rumschleppe:
Wissen die da oben es nicht besser, meinen sie nicht anders zu können/dürfen oder ist deren Agenda wegen der beschriebenen Vernetzung weitgehend deckungsgleich mit der der anderen.
Solange diese Frage nicht beantwortet ist, kann ich nur emotionslos analysieren, kann Verbalinjurien als Ersatzantwort nicht verstehen.

Wie wollen Sie diese Frage sinnvoll klären?
Wenn Sie nicht selbst an den Treffen der Eliten teilnehmen und keine Wanze bei diesen Treffen plazieren können, bleibt Ihnen nur der gesunde Menschenverstand, der Ursachen und Wirkungen versucht zu analysieren, inkl. des cui bono.
Und hier meine ich sehr wohl eine Strategie erkennen zu können?
Sie nicht?

Als die VSA die Briten beerbten, haben die ja sprachlich schon gut vorgearbeitet.
Anglizismen haben sich im Westen Europas wie eine Epidemie ausgebreitet, heute sind wir schon so weit, daß ganze Branchen ohne Englisch nicht mehr überleben könnten, bzw. von Englisch komplett vereinnahmt sind.
Dies kann man unter Internationalisierung verbuchen, ja, aber der Muttersprachler hat doch einen entscheidenden Vorteil und die potentielle Bindung an das Ursprungsland ist groß.

Ja, das kann man so buchen.
Eine internationale Welt benötigt eine internationale Sprache.

Über eine Antwort auf gestellte Fragen, wie weiter oben angekündigt, würde ich mich freuen.

Ich habe mich bemüht.
Ich gehe aber sehr sicher davon aus, daß nicht alles erschöpfend beantwortet wurde.

mfG
nereus

Es ist selten zu spät

KK, Dienstag, 05.05.2015, 18:20 vor 3907 Tagen @ nereus 5167 Views

Hallo nereus,

Ihre Zustimmung zur Achse EU-BRICS begründen Sie damit, dass es einen Gegenpol, ausgestattet mit ausreichender militärischer, wenn möglich auch wirtschaftlicher Macht, zu den VSA geben muß.
Also bipolar anstatt unipolar.
Oder multipolar, weil sich die EU zu einem machtvollen Pol entwickeln muß, um bei der Achse nicht nur einen neuen Chef zu bekommen?

Dieser Gegenpol soll zudem ernsthaft agieren.

Was verstehen Sie darunter?
In welchen Bereichen soll ernsthaft agiert werden?
Was heißt ernsthaft?
Was ist das Ziel?

----

Dann kommen Ihre Überlegungen zum Hegemon:

Die Frage ist doch, wer steht hinter der Politik der USA?

Könne Sie diese Frage beantworten?

Nur zu sagen das Land sei Hegemon und aggressiv ist doch Pille Palle!
Welche Kräfte sorgten z.B. für die Ausbreitung des Bolschewismus oder des Faschismus? Überdauen Ideen Repräsentanten und gar Länder?
Einfach nur Staaten oder Diktatoren zu benennen, wäre zu kurz gesprungen.

Stimme zu.

Die NWO ist der alles entscheidende roter Faden in der Politik der letzten 200 Jahre.
Wer hier den Deckel draufhalten will, versteht entweder die größeren Zusammenhänge nicht oder will die Diskussion auf eingeschränkte Weise führen – warum auch immer?

Wenn Sie die vorherige Frage nicht beantworten können, ist das nur VT.

----
Es geht um eine Frage, die ich seit langen Jahren unbeantwortet mit mir rumschleppe:
Wissen die da oben es nicht besser, meinen sie nicht anders zu können/dürfen oder ist deren Agenda wegen der beschriebenen Vernetzung weitgehend deckungsgleich mit der der anderen.
Solange diese Frage nicht beantwortet ist, kann ich nur emotionslos analysieren, kann Verbalinjurien als Ersatzantwort nicht verstehen.

Wie wollen Sie diese Frage sinnvoll klären?
Wenn Sie nicht selbst an den Treffen der Eliten teilnehmen und keine Wanze bei diesen Treffen plazieren können, bleibt Ihnen nur der gesunde Menschenverstand, der Ursachen und Wirkungen versucht zu analysieren, inkl. des cui bono.

Richtig. Und die Beantwortung der Frage beantwortet viele andere auch, wie auch die Sinnhaftigkeit der Frage nach einer neuen Achse.
(Meine Frage bezieht sich auf die Protagonisten in D und damit auf deren Verhältnis zu den VSA und den Ländern der EU).

Und hier meine ich sehr wohl eine Strategie erkennen zu können?

Welche?

Sie nicht?

Noch nicht. Vielleicht bringen mich Ihre Erkenntnisse weiter.


Freundliche Grüße
KK

Beseitigung der Machtstrukturen

Mephistopheles @, Datschiburg, Dienstag, 28.04.2015, 12:49 vor 3914 Tagen @ Falkenauge 7974 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 28.04.2015, 15:15

ist nichts anderes als Selbstmord aus Angst vor dem Tode.

Ein erheblich größerer Anteil als 99% (kein Schreibfehler) ist nämlich gar nicht in der Lage, ohne Machtstrukturen zu überleben.
Von diesem Prozentsatz ist die Hilflosigkeit vorgegeben.

Das Problem ist unsere ohnmächtige Hilflosigkeit gegenüber diesem
Treiben der internationalen Machtpsychopathen. Wir müssen, ich sage das
immer wieder, unsere ganze Aufmerksamkeit auf die Beseitigung der
Machtstrukturen richten, die es diesen Verbrechern möglich machen, für
die Interessen einer kleinen Clique mit der Menschheit zu machen, was sie
wollen.

Wer ohne Machtstrukturen überleben könnte, kann es bereits heute. Ich sehe niemanden.

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Freiheit

Falkenauge @, Dienstag, 28.04.2015, 14:27 vor 3914 Tagen @ Mephistopheles 7427 Views

ist nichts anderes als Selbstmord aus Angst vor dem Tode.

Ein erheblich größerer Anteil als 99% (kein Schreibfeehler) ist nämlich
gar nicht in der Lage, ohne Machtstrukturen zu überleben.
Von diesem Prozentsatz ist die Hilflosigkeit vorgegeben.

Wer ohne Machtstrukturen überleben könnte, kann es bereits heute. Ich
sehe Niemanden.

Gruß Mephistopheles

Ja, da sind wir am entscheidenden Punkt, den ja auch Goethe in seinem "Faust" thematisiert, der Faust und Mephisto trennt: Gibt es die freie, selbstbestimmte Entwicklung des Menschen, der auch erkennend zu den Urgründen des Daseins dringen kann, oder nur die materielle Kreatur, die ihre Vernunft nur gebraucht, "um tierischer als jedes Tier zu sein" und die mit ihrem Leib zugrunde geht?

Die Geschichte der Menschheit ist eine Entwicklung zur Freiheit (Hegel) und die modernen Freiheitsbewegungen auf allen Gebieten wären ohne diesen Drang nicht möglich. Dass viele mit Freiheit noch nicht viel anfangen können, bestreite ich nicht. Sie sind das Ergebnis einer noch immer obrigkeitsstaatlichen Erziehung und eben der bestehenden Machtverhältnisse.
Vgl.:

http://fassadenkratzer.wordpress.com/2013/07/14/der-verlust-des-menschlichen-oder-die-u...
http://fassadenkratzer.wordpress.com/2014/05/09/das-eigentliche-europa-eine-besinnung-i...

Mit faustischem Gruß

Freiheit und Masse sind konträre Gegensätze

Mephistopheles @, Datschiburg, Dienstag, 28.04.2015, 15:03 vor 3914 Tagen @ Falkenauge 7388 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 28.04.2015, 15:37

Die Geschichte der Menschheit ist eine Entwicklung zu immer allumfassenderer Unfreiheit.

Die Geschichte der Menschheit ist eine Entwicklung zur Freiheit (Hegel)
und die modernen Freiheitsbewegungen auf allen Gebieten wären ohne diesen
Drang nicht möglich.

Nach Nahrung giert nur der Verhungernde.
Nach Wasser japst nur der Verdurstende.
Nach Luft keucht nur der Erstickende.
Die Geschichte moderner Freiheitsbewegungen ist nur die Geschichte von der Unerrreichbarkeit der Freiheit.

Dass viele mit Freiheit noch nicht viel anfangen
können, bestreite ich nicht.

Anfangen könnten sie schon etwas, sie könnten aber nicht überleben.

Sie sind das Ergebnis einer noch immer
obrigkeitsstaatlichen Erziehung und eben der bestehenden
Machtverhältnisse.

Das ist die einzige Erziehung, und ohne Erziehung (Kultur) ist der Mensch zum (Aus-)Sterben verdammt.

PS: Die Geschichte zwischen Mephistopheles und Faust bleibt bis zum Ende unentschieden.
Es ging übrigens nicht um Freiheit, sondern darum, ob Mephistopheles oder Gott die Wette gewinnt.
Der Mensch ist nur Objekt, niemals Subjekt.

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Typisch Mephisto

Falkenauge @, Dienstag, 28.04.2015, 15:53 vor 3914 Tagen @ Mephistopheles 7312 Views

Sie sind das Ergebnis einer noch immer

obrigkeitsstaatlichen Erziehung und eben der bestehenden
Machtverhältnisse.


Das ist die einzige Erziehung, und ohne Erziehung (Kultur) ist der Mensch
zu (Aus-)Sterben verdammt.

Zynisch.

PS: Die Geschichte zwischen Mephistopheles und Faust bleibt bis zum Ende
unentschieden.

Ein typisches mephistophelisches Missverständnis von Goethes "Faust". Faust entgleitet Mephisto und wird von den Engeln aufgenommen.

Es ging übrigens nicht um Freiheit, sondern darum, ob Mephistopheles oder
Gott die Wette gewinnt.

Es kommt darauf an, worum es in der Wette ging. Und die Wette hat Mephisto verloren. Am Ende heißt es: "Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen."

Der Mensch ist nur Objekt, niemals Subjekt.

Wer ist das Subjekt, wenn der Mensch nur das Objekt sein soll? Objekte gibt es nur, wenn es auch Subjekte gibt, die sie steuern.
Mephisto kann nur seine eigenen Naturen begreifen. Er ist auch nur außengesteuert, er kann nicht anders. "Ich bin der Geist, der stets verneint, und das mit Recht, denn alles, was besteht, ist wert, dass es zugrunde geht."

Faustische Grüße


Zum Glück gibts nicht nur Mephistos.

Gruß

Es ist an sich immer wieder dasselbe. Beispiel: Amerikanischer Bürgerkrieg!

stocksorcerer @, Dienstag, 28.04.2015, 16:50 vor 3914 Tagen @ Falkenauge 7605 Views

Markierte Stelle in einem Vortrag bezüglich der amerikanischen selbstgestrickten Kriegseinladungen und -Begründungen. Und spätestens da sollten die Amerikaner mit ihren Präsidentenkulten mal mächtig aufräumen, von wegen Lieblingspräsident und so! Vorgeschobene und tatsächliche Kriegsgründe. Auch ein Beispiel, dass US-Präsidenten SEZESSIONEN nicht mögen.

https://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=YgZynNyDP8A#t=420

Gruß
stocksorcerer


P.S.: Generalmajor a.D. Gerd Schultze-Rhonhof ist Geschichtsrevisionist und Autor von:

- "Wozu noch tapfer sein?" -

(Amazon-Eintrag: Vor dem Hintergrund der deutschen Nachkriegsgeschichte zieht der Autor nicht nur eine kritische Bilanz seiner eigenen militärischen Vergangenheit im demokratisch verfassten Staat; er analysiert darüber hinaus kompromisslos und mit scharfem Sachverstand jene politischen, juristischen und gesellschaftlichen Fehlentwicklungen in unserem Lande, die die Moral und Verteidigungsbereitschaft der Bundeswehr in den letzten Jahren zunehmend untergraben haben.)

- Das tschechisch-deutsche Drama 1918-1939: Errichtung und Zusammenbruch eines Vielvölkerstaates als Vorspiel zum Zweiten Weltkrieg

- "1939 - Der Krieg, der viele Väter hatte - Der lange Anlauf zum Zweiten Weltkrieg"

- Übersetzer ins Deutsche aus dem Amerikanischen: "Sie sagten Frieden und meinten Krieg: Die US-Präsidenten Lincoln, Wilson und Roosevelt" (Original) John Denson: "A Century of War".

Flurfunk

plancom @, Dienstag, 28.04.2015, 12:06 vor 3914 Tagen @ nereus 9196 Views

lautet: bis Ende des Jahres soll u.a. die Ukraine komplett in das Staatsgebiet Russlands integriert werden. Genau diese Formulierung habe ich vernommen.
Ich will das nicht werten, interssiert mich auch nicht. aber ich denke, so wirds geschehen.

Alle spielen falsch, nereus.

Wo befindet sich dieser Flur? (oT)

XERXES @, Dienstag, 28.04.2015, 12:08 vor 3914 Tagen @ plancom 7855 Views

- kein Text -

--
“And crawling on the planet's face,
some insects called the human race.
Lost in time, and lost in space.
And meaning.”

Falschspiel

Fussgänger @, Dienstag, 28.04.2015, 12:48 vor 3914 Tagen @ plancom 8440 Views

lautet: bis Ende des Jahres soll u.a. die Ukraine komplett in das
Staatsgebiet Russlands integriert werden.

Wozu - aus welchem Grund? Die Ukraine ist ja komplett am Ende.

Genau diese Formulierung habe ich
vernommen.

Wohl eher den Inhalt.

Ich will das nicht werten,

Es wird aber langsam Zeit, dass normale Leute nicht nur wie Waschweiber Gerüchte streuen, sondern Stellung beziehen.

interssiert mich auch nicht.

Das halt ich für gelogen.

aber ich denke, so
wirds geschehen.

Das halte ich immer noch für ein Gerücht; auch wenn ich bewusst offen lasse, was ich hier genau meine. ;)

Alle spielen falsch, nereus.

Ehrlich geschrieben: dein Posting beginnt mit einem unbegründeten Gerücht und ist ansonsten in praktisch jeder Teilaussage kritisierbar; siehe oben. Spielst v.a. du selber falsch?

Wenn es Dir möglich ist, präzisiere

Rudi @, Dienstag, 28.04.2015, 13:41 vor 3914 Tagen @ plancom 7877 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 28.04.2015, 15:22

Hallo Flurfunk,

ich habe keine Ahnung, wie unangenehm es für Dich werden könnte,
aber ich möchte Dich trotzdem bitten, präzisiere Angaben zu machen.

Wer hat was gesagt?
Wo und wann wurde das gesagt?

Vermeide einfach für Deine Person kompromittierende Aussagen.

Ich würde mich über mehr Informationen sehr freuen.

Grüße

Rudi

lautet: bis Ende des Jahres soll u.a. die Ukraine komplett in das
Staatsgebiet Russlands integriert werden. Genau diese Formulierung habe ich
vernommen.
Ich will das nicht werten, interssiert mich auch nicht. aber ich denke, so
wirds geschehen.

Alle spielen falsch, nereus.

Das schon, aber Putin hat seit 2008 die Geschichte auf seiner Seite

politicaleconomy @, Dienstag, 28.04.2015, 14:00 vor 3914 Tagen @ plancom 8346 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 28.04.2015, 14:04

lautet: bis Ende des Jahres soll u.a. die Ukraine komplett in das
Staatsgebiet Russlands integriert werden. Genau diese Formulierung habe ich
vernommen.

Das mag zu den Szenarien gehören, die für unterschiedliche Fälle durchdacht werden.

Generell schätze ich die Strategie Putins eher anders ein.

Nemo hat hier kürzlich eine beim Vineyardsaker erschienene Analyse von Rostislav Ishchenko gepostet.

Ishchenko ist "President of the Center for system analysis and forecasting", über das ich auf die Schnelle nichts Näheres ergoogeln konnte. Könnte jemand mal recherchieren, was das für ein Institut ist und wer dahintersteckt? Ist das ein STRATFOR-vergleichbarer ukrainischer Think Tank?

Ishchenko nimmt wie George Friedman oder auch Varoufakis kein Blatt mehr vor den Mund. Seine Einschätzung ist:

"So ist Putins zweite Absicht klar: Den Frieden oder wenigstens den Anschein von Frieden so lange wie möglich zu bewahren. Frieden ist vorteilhaft für Russland, weil es unter Friedensbedingungen ohne enorme Kosten das gleiche politische Ergebnis erreichen kann, aber in einer erheblich besseren geopolitischen Situation. Das ist der Grund dafür, dass Russland immer wieder Friedensangebote macht. Ebenso wie die Junta in Kiev kollabieren wird, wenn im Donbass Frieden herrscht, sind auch der militärisch-industrielle Komplex und das von den Vereinigten Staaten geschaffene globale Finanzsystem zur Selbstzerstörung verurteilt, wenn in der Welt Frieden herrscht. So gesehen lässt sich Russlands Handeln gut beschreiben mit der Sun-Tzu Maxime “Der größte Sieg ist jener, der ohne Schlacht errungen wird”."

Das scheint mir relativ schlüssig, zumal Putin längst mit der russischen Armee in Kiev stehen könnte, wenn er denen wollte, wie kürzlich ein Bundeswehrgeneral bei Jauch klar sagte.

Auch wird natürlich ein zerrüttetes, kollabiertes Westeuropa - und an dieser Selbstzerstörung wird ja seitens der Eliten fleißig gearbeitet - leichter und williger in eine eurasische Union integrierbar sein als ein starkes, einiges und wachsendes. Daher ja z.B. auch die Putin-Unterstützung für die Front National, die explizit NATO und EU verlassen will, um mit RU zu kooperieren.

Einstweilen setzt Putin auf die Gewinnung internationaler Sympathien und ein weiteres Abwirtschaften des US-Empire, dessen Unbeliebtheit weltweit immer mehr zunimmt. Im Prozess der Erholung der vom US-Minotaurus zugefügten Zerstörung und der Rückgewinnung von Eigenständigkeit ist Rußland unter den Opfern des Minotaurus in der Tat führend, und ist sich dieser Vorreiterrolle auch sehr bewußt.

Die hektische, dümmliche und oberflächliche Anti-Putin-Propaganda der atlantischen Westmedien zeigt, welchen Grad von Nervosität er damit auslöst.

Wenn Du also sagst, "alle spielen mit falschen Karten", dann stimmt das natürlich. Putin hat aber schlicht einen größeren und für Massenemotionen relevanteren Teil der historischen "Wahrheit" auf seiner Seite, eine schlüssigere Interpretation der globalen Realität als das bröckelnde US-Narrativ, das in den 50ern entwickelt und seit Ende der 70er Jahre massiv gleichschalterisch propagiert wurde und 2008 kollabiert ist (und nur noch mühsam, mit geschlossenen Ohren und Augen und allen verfügbaren Machtmitteln, aufrechterhalten wird).

Dieser Prozess wird weitergehen.

Ishchenko schließt:

"Ungeachtet also der Wünsche Putins oder der Interessen Russlands wird in Anbetracht der Machtbalance insgesamt sowie der Prioritäten und Fähigkeiten der Protagonisten ein Krieg innerhalb der Ukraine, der bereits letztes jahr hätte enden sollen, nahezu sicher nach Europa hinüberschwappen. Man kann nur vermuten, wer effektiver sein wird – die Amerikaner mit ihrem Benzinkanister oder die Russen mit ihrem Feuerlöscher? Eines aber ist absolut klar: die Friedensinitiativen der russischen Führung werden nicht nur durch ihre Wünsche, sondern auch durch ihre tatsächlichen Fähigkeiten begrenzt sein. Es ist sinnlos, gegen den Willen des Volkes oder den Lauf der Geschichte anzukämpfen; aber wenn sie zusammenfallen, dann ist das Einzige, das ein weiser Politiker tun kann, den Willen des Volkes und die Richtung des geschichtlichen Prozesses zu verstehen und zu versuchen, das um jeden Preis zu unterstützen."

Ich habe aus RU Berichte dahingehend, daß man dort "ready to fight against the west" ist. Insofern sind die Ängste der Balten und Polen nicht unverständlich.

Es sollte auch nicht schwer sein, sich in einen Russen hineinzudenken, der den Kollaps 1989ff. und das anschließende Plattmachen Rußlands durch westliche "Berater", "Investoren" etc. miterlebt hat. Ich habe dazu früher mal geschrieben:

"Man muß kein Hellseher sein, um zu verstehen, wie groß in Russland der Haß auf den Westen sein muß, und wie groß die Genugtuung über seine jetzige große Krise. Denn zwei mal in der Geschichte war Rußland Experimentierfeld westlicher moderner Ideologien, beidesmal waren diese in der Aufklärung begründet. 1917-1989 der staatsfundamentalistische Marxismus, 1989-? der marktfundamentalistische radikale Liberalismus.

Beide Ideologien sind in Rußland gescheitert und haben den Russen mehr Leid gebracht, als daß sie ihre Versprechungen erfüllt hätten.

Man muß sich nicht wundern, wenn die Russen jetzt ihren eigenen Weg gehen wollen - und nach den demütigenden Jahren nach 1989 wieder als machtvoll handelndes Subjekt auf die Weltbühne treten wollen. " (Posting vom 15.04.2014)

Lokus-Online: „Putin bereitet den Krieg vor.“

XERXES @, Dienstag, 28.04.2015, 16:57 vor 3914 Tagen @ nereus 8095 Views

Verdächtiges Objekt im Wasser

Finnische Armee bombardiert U-Boot vor Helsinki

http://www.focus.de/politik/ausland/vor-helsinki-finnland-bombardiert-verdaechtiges-u-b...

"Der ehemalige Kapitän der schwedischen U-Boot-Flotte, Göran Frisk, glaubt zu wissen, wer hinter dem Unterwasser-Manöver in Finnland steckt. „Natürlich sind es die Russen“, sagte er der Zeitung “Aftonbladet“. „Sie haben in der Vergangenheit bereits ihre Aggression in Schweden demonstriert“, so der Ex-Kapitän. Er ist sich sicher: „Putin bereitet den Krieg vor.“

Es wird immer lächerlicher.....

--
“And crawling on the planet's face,
some insects called the human race.
Lost in time, and lost in space.
And meaning.”

KenFM: U-Boote vor Schweden war eine NATO-Operation unter Führung der USA und GB

tradi @, Dienstag, 28.04.2015, 18:05 vor 3914 Tagen @ XERXES 7608 Views

„Sie haben in der Vergangenheit bereits ihre
[quote]Aggression in Schweden demonstriert“
, so der Ex-Kapitän. Er ist sich
sicher: „Putin bereitet den Krieg vor.“[/i]
[/quote]
Im neuesten Interview von KenFM wird zufällig die Causa "U-Boote vor Schweden" besprochen, die damals der UdSSR in die Schuhe geschoben wurde und laut dem Interviewpartner Dirk Pohlmann heute als eine NATO-Operation unter Führung der USA und GB bekannt ist.

Dazu zwei Hörstellen im Interview:
eins
zwei

--
Der Preis der Freiheit ist ewige Wachsamkeit
(Thomas Jefferson)

Was geht das die Qualitätsmedien an? (oT)

XERXES @, Dienstag, 28.04.2015, 18:17 vor 3914 Tagen @ tradi 6847 Views

- kein Text -

--
“And crawling on the planet's face,
some insects called the human race.
Lost in time, and lost in space.
And meaning.”

...oder nur ein eigenes Fischerboot als Russen-U-Boot gemeldet, wie die schwedische Regierung mittlerweile zugegeben hat

CalBaer @, Dienstag, 28.04.2015, 19:09 vor 3914 Tagen @ tradi 7179 Views

Sweden's military said a mysterious object sighted in its waters was not a Russian spy submarine as initially suggested but rather a civilian fishing boat.

http://www.nbcnews.com/news/world/sweden-suspected-foreign-submarine-turned-out-be-fish...

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

"Keine Chance gegen russische Panzer" - man benoetige dringed Uranmunition

CalBaer @, Dienstag, 28.04.2015, 18:23 vor 3914 Tagen @ nereus 8137 Views

Alles andere waere "militärisch sinnlos", so Hans Rühle, ehemaliger Leiter des Planungsstabes im Verteidigungsministerium.

Bundeswehr-Kampfpanzern fehlt wirksame Munition Mit dem Leopard 2 verfügt die Bundeswehr zwar über einen der besten Kampfpanzer weltweit. Doch die Soldaten haben nicht genug schlagkräftige Munition. Heißt: keine Chance gegen russische Panzer.
http://www.welt.de/politik/deutschland/article140083741/Bundeswehr-Kampfpanzern-fehlt-w...

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Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
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Ach auf einmal...

Brauer @, Mittwoch, 29.04.2015, 21:07 vor 3913 Tagen @ CalBaer 6791 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 30.04.2015, 12:14

Alles andere waere "militärisch sinnlos", so Hans Rühle, ehemaliger
Leiter des Planungsstabes im Verteidigungsministerium.

Das hat man den ganzen Kalten Krieg über nicht für nötig gehalten.
Ich vermute, weil das auserkorene Schlachtfeld Deutschland gewesen wäre. Zwar hätte das angesichts der zu erwartenden Nuklearwaffenanwendung keinen großen Unterschied gemacht, aber der Zusammenhang wirft ein eindeutiges Licht auf die hier hinterstehende Absicht.
Es sollte eher lauten: "Kein Chance gegen ukrainische/russische/... KINDER"
Alleine schon der (immerhin grundgesetzlich verankerte!) Verteidigungszweck der BW sollte das verbieten.

Von einem deutschen Vorsprung bei der Panzerentwicklung ggü. Russland kann man eigentlich erst seit den 90ern reden. Abgesehen davon, dass zumindest die NVA teils immer noch mit T55 rumgegurkt ist, war anschließend Russland nicht in der Lage Neuentwicklungen zu finanzieren oder flächendeckend einzuführen.
Erst in den 90ern wurde die Panzerung vom Leo2 A4 auf A5 deutlich verbessert. Außerdem kam mit dem A6 das lange Rohr für mehr Mündungsgeschwindigkeit, das die USA bis heute nicht haben. Denn sie gleichen den Nachteil mit Uranmunition aus...
Und das lange Rohr wurde nötig, weil man mit Erschrecken feststellte, dass T72 mit Kontakt-5 Reaktivpanzerung nicht direkt zu durchschlagen waren.

zu den Kriegsgeraeuschen

aprilzi @, tiefster Balkan, Montag, 04.05.2015, 17:25 vor 3908 Tagen @ nereus 5353 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 04.05.2015, 17:29

Hi,

es ist auffallend, dass Israel sich gegen eine Anerkennung des Armenien-Genozids, verursacht durch die Tuerkei an den Armeniern, ausspricht.

Das bedeutet, dass Israel weitere Massenmorden an den Arabern plant. Das bedeutet, dass auch die Tuerkei die Araber niederhalten will. Und so halten die zwei Gesinnungsbrueder zusammen.

Sogar Erdogan hatte mal sich mit einer Entschuldigung und Bedauern ueber den damaligen Vorkommnissen geaeussert. Aus Israel nichts.

Israel hat ein Patent auf den Holocoast. Und Patente kosten Gebuehr.

Gruss

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