Utopische Idee zur Lösung des europäischen Asylantenproblems

helmut-1 @, Siebenbürgen, Montag, 27.04.2015, 16:38 vor 3915 Tagen 4609 Views

Ich weiß, dass man jetzt den Kopf über mich schütteln wird. Ursprünglich war das von mir ja eher sarkastisch gedacht, so als schwarzen Polithumor, - sofern man bei dieser Problematik überhaupt noch von Humor sprechen kann.

Aber in anderen Foren habe ich folgendes geschrieben:

"Wenn nicht in absehbarer Zeit tatsächlich eine Wende eintritt, und zwar in vielem, -- hauptsächlich aber in den Köpfen der Deutschen und Österreicher, dann spucken wir symbolisch auf die Leistung unserer Vorfahren nach den Kriegen. Wir ignorieren sämtliche Anstrengungen und Erfolge, die aber mit Schutt wegräumen begonnen hat. Viele unter uns wissen mit dem Wort “Trümmerfrauen” ja gar nichts mehr anzufangen.
Wenn das so weitergeht, dann riskieren wir, dass alles, was mühsam in Jahrzehnten erarbeitet und aufgebaut wurde, auf dem Altar des Gutmenschentums geopfert wird.
Denn eines ist klar: Deutschland und auch Österreich kann nicht die gesamte Bevölkerung des afrikanischen Kontinents sowie der arabischen Länder aufnehmen.
Aber ich muß es immer wieder sagen, -- soviel wir auch diskutieren und soviel ich auch darüber gelesen habe: Ich habe wirklich keine Patentlösung parat.

Und immer wieder frage ich mich, warum denn keiner die USA in die Pflicht nimmt. Erst nach den Interventionen ihrer Geheimdienste und der Militärs hat doch das Flüchtlingsdesaster angefangen.
Gegen die Russen waren die Talibans gut, -- dann mußten sie zerbombt werden. Bei Hussein wars nicht anders, -- auch der wurde erst hofiert und dann von seinen ehemaligen Gönnern umgebracht."

Weiter:
"Natürlich könnte sich so mancher sagen, -- was kümmert mich das eigentlich, -- mich betrifft das ja nicht in Rumänien.
Falsch.
Jetzt noch nicht, aber es holt uns alle ein.
Klar geht man in erster Linie an die “mea culpa”-Staaten wie Österreich und Deutschland. Mit der Schweiz oder der Tschechei funktioniert sowas nicht. Aber wir werden alle in den europäischen Strudel hineingerissen, -- früher oder später.
Es sei denn, irgendjemanden kommt die glorreiche Idee, Pauschalflüge zu organisieren. In einen Airbus A380-800 kann man mehr als 800 Leute reinstecken. Alles, was an Asylantragstellerr reinkommt, hinein damit, und ab damit in Richtung USA. Da sind 50 Bundesstaaten, -- man beginnt nach dem Alphabet mit Alabama, dann weiter mit Alaska, Arizona, usw. Immer, wenn ein Airbus voll ist, kommt der nächste Bundestaat dran. Wenn man alle 50 durchhat, fängt man wieder von vorne an.
Klingt utopisch, nicht?
Ob das geht, weiß ich nicht, -- aber eines weiß ich. Wenn man das wirklich realisieren könnte, dann würden sich die US-Militäts in Zukunft genau überlegen, welchem Land sie zukünftig noch “Demokratie” bringen wollen…..
Ach Gott, dann würde ja langsam wieder mehr Frieden einkehren…"

Dann mußte ich natürlich den Sarkasmus zu Ende bringen:

"Ach Gott, -- jetzt bin ich doch tatsächlich vorm PC eingenickt. Welche seltsamen Träume man dabei kriegt, -- da muß das Internet dran schuld sein. Aber ich bin wieder aufgewacht und auf dem Boden der Realität.
Schade, war ein interessanter Traum."

Jetzt könnte man sagen, - o.k., ein guter Witz, aber nicht mehr.
Aber, - je mehr ich darüber nachdenke, umso besser gefällt mir die Idee. Auch wenn ich 100 mal weiß, dass das nicht zu realisieren ist. Ich stelle mir die Frage, was passiert, wenn diese Idee von vielen Mitbürgern ausgesprochen wird, wenn diese Meinung um sich greift?
Was passiert, wenn die publicity-geilen Politiker in den Talkshows damit konfrontiert werden?
Kein Mensch kann das glaubhaft widerlegen, dass die Asylantenflut erst nach dem Eingreifen resp.der Einmischung durch die Amis begonnen hat. Das hats nicht unter einem Hussein, nicht unter einem Ghaddafi, nicht unter einem Mubarak gegeben, und hätte man den Assad in Ruhe gelassen, käme von dort auch nichts. Dasselbe könnte man in Afrika fortsetzen.

Ich denke schon, dass die Bürger in der absoluten Minderheit sind, die die wahren US-Ziele hinsichtlich Erschließung von billigen Rohstoffen und Festigung des politischen Einflusses unter dem Vorwand der "Dämokratisierung" nicht erkannt haben.
Warum stellt sich diese Frage bei den politischen Diskussionen nicht, oder nur kaum. Ist man dann wieder böse, wenn man so was anspricht?

Danke für Deine utopischen Gedanken (und wie sie in der aktuellen Berichterstattung durchschimmern)...

Bernadette_Lauert, Montag, 27.04.2015, 17:12 vor 3915 Tagen @ helmut-1 3276 Views

Die Zusammenhänge, die Du aufstellst, sehe ich auch genauso.
Die müssen unbedingt in die breitere öffentliche Diskussion.
Wenn die komplette Flüchtlingsdebatte darauf reduziert wird, dass "die Schlepper" an allem Schuld sind, dann greift das viel zu kurz.

Als Gesellschaft müssen wir solchen Kinderwelten für Dummbürger etwas entgegensetzen.

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Dass diese Zusammenhänge folgerichtig gedacht sind - auch wenn sie vom transatlantisch eingenordeten Mainstream so kaum gebracht werden, zeigt sich immer deutlicher.
Es schimmert durch, wird präsenter. Nicht nur in subversiven Kreisen wie hier oder anderen Foren, in denen wirklich nachgedacht wird.

Beispiel: HEUTE - die aktuellen EU-PK zur Ukraine. Freilich wird die Wahrheit in der PK, wie in der Hauptstromberichterstattung nur gestriffen...

Aber sogar Deutschlandfunk, der sich selbst vor ein paar Monaten "als Gegenpol zu RT Deutsch anbiederte", schreibt heute:

"Ein anderer Punkt, der für die Ukraine wichtig ist: Visa-Freiheit. Aber im Moment scheint sie das nicht erreichen zu können. Der Grund ist der Krieg. Die EU-Politiker fürchten, dass Millionen von Ukrainern, wenn sie kein Visum mehr brauchen, gen Westen fahren, um Arbeit zu suchen oder einfach vor den Kämpfen zu fliehen. Ich halte das für eine übertriebene Furcht." (Quelle) So wird ein ?ukrainischer? Politologe namens Wolodymyr Fesenko zitiert.

Jetzt muss nur noch besser begriffen (und berichtet) werden, dass es CIA/NATO/USA waren, die in dem ganzen Ukraine-Schlamassel die Lunte gelegt und angezündet haben.

Dann können wir über den Rest der Welt sprechen, wo die US-Destabilisierungs- und Machtpolitik ähnliche Konsequenzen nach sich zieht, die Flüchtlingsströme nach Deutschland treiben. Und zwar ohne Scheuklappen.

Auf die Flüchtlinge zu schimpfen, ohne über die CIA/US/NATO-Machenschaften zu sprechen ist schon sehr kurz gedacht, wie ich finde.

Gruß, Bernadette

Realistische Idee zur Lösung des europäischen Asylantenproblems

FOX-NEWS @, fair and balanced, Montag, 27.04.2015, 17:37 vor 3915 Tagen @ Bernadette_Lauert 3270 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 27.04.2015, 17:54

Man gleicht die Lebensumstände so an, daß kein Motiv zur Masseneinwanderung mehr besteht. Europa ist dazu auch auf einem guten Weg. Zumindest in der latein-europäischen Schiene ist die Anpassung, was Arbeitslosenzahlen und Basisversorgung angeht, bereits voll auf Kurs.

Ich bin zutiefst davon überzeugt, daß dieses EU-Elitenprojekt ein voller Erfolg wird. [[top]]

Grüße

--
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** Keiner soll hungern ohne zu frieren! **

Was machen die Amis dann?

Falkenauge @, Montag, 27.04.2015, 18:14 vor 3915 Tagen @ helmut-1 3098 Views

Im Prinzip ist die Idee nach dem Verursacher-Prinzip richtig und konsequent.

Aber die Amis werden die Flugzeuge gar nicht erst landen lassen oder gar als mit gefährlichen Terroristen besetzte "Waffen" gegen die Sicherheit der USA abschießen. Wetten?

Mit allem, was der Baltic Dry Index hergibt:

Jermak @, Montag, 27.04.2015, 19:10 vor 3915 Tagen @ Falkenauge 3217 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 27.04.2015, 19:28

Flüchtlinge auf die Frachter und bis an die Anschlußzone heranschippern; das sind laut Seevölkerrecht max. 24nm und dann in kleine Boote umladen (aufpassen, daß keiner absäuft). Das Ganze unter ohrenbetäubender Medienbegleitung, daß jeder amerikanische Fettwanst begreift, was seine Regierung so treibt.

Klar, derzeit vollkommen utopisch. Allerdings finde ich es enorm wichtig, bei jeder Gelegenheit darauf herumzureiten, daß der Ami der Übeltäter ist, der gefälligst für die Folgen seines Handelns grade zu stehen hat. Je mehr das tun, desto besser. Es muß zu einem Internet-Mem werden.

Grüße
Jermak

You took the Words right out of my Mouth....;-) (oT)

XERXES @, Montag, 27.04.2015, 19:30 vor 3915 Tagen @ Jermak 2335 Views

- kein Text -

--
“And crawling on the planet's face,
some insects called the human race.
Lost in time, and lost in space.
And meaning.”

Quintessenz der Kommentare

helmut-1 @, Siebenbürgen, Montag, 27.04.2015, 23:17 vor 3914 Tagen @ helmut-1 2633 Views

Ich sehe schon, dass ich da nicht so falsch liege.
Nachdem ich mich mit den verschiedenen Aspekten dieses Völkerwanderungsproblems (das ist es ja mittlerweile, nicht nur ein Asylantenproblem) auseinandergesetzt und keine Patentlösung entdeckt habe, wie man der Sache beikommen kann, - ist ja eine Aufsplittung in die verschiedenen Themenbereiche vielleicht von Vorteil.

Klar gehts erst mal um das Verursacherprinzip. Daher kam auch die Idee zu meinem Vorschlag. Um nachhaltig dafür zu sorgen, dass diese Flüchtlingströme nicht noch mehr werden, muß man den Grund dafür an der Wurzel bekämpfen. Das sind nun mal der oder die Staaten, die in andere Staaten einmarschieren oder diese bekriegen, - auf Gehemdienstbasis oder durch das Militär – mit dem Zweck, das Regime zu stürzen.

Ein paar jubeln dadurch vielleicht, - aber der weitaus größeren Mehrheit eines jedes Volkes wird dadurch der Boden unter den Füßen weggezogen. Genau das endet letzten Endes dann in der Massenflucht, oder der Vertreibung, oder der politischen Verfolgung verschiedener Gruppen, oder einfach nur in dem Fakt, dass unter diesen Umständen kein Mensch mehr vernünftig dort leben kann.

Das Grundübel ist zumeist die Sicherung der Rohstoffe für die Industrieländer, die zumeist in Form von Bodenschätzen bestehen. Natürlich werden dabei auch die Hyänen eingesetzt, die sich bei den Regimen, die der entsprechenden Industrienation „genehm“ sind, einnisten. Nigeria ist da ein gutes Beispiel. Dort allerdings, wo das Regime das ablehnt, wird dann die vorgeschobene Demokratie hingebracht, um das Regime gegen ein „höriges“ auszutauschen.

Das funktioniert bei den Arabern, bei den Afrikanern, aber auch in Osteuropa. An der Ukraine kann man das erkennen, - aber auch an den angrenzenden Staaten, wo der Westen bereits zu zündeln beginnt. Z.B. die Moldawische Republik, dabei insbesonders Transnistrien, Georgien, usw. Man könnte noch weiter aufzählen.

Fazit: Kein Staat hat das Recht, mit irgendeinem Vorwand irgendein Land zu destabilisieren, - direkt oder indirekt. So eine Grundregel müßte eigentlich von der UNO ausgehen und von dieser Organisation in die Tat umgesetzt und überwacht werden.

Für mich ist eines klar: Wenn ein Volk mit seiner Führung nicht (oder nicht mehr) einverstanden ist, dann wird genau dieses Volk ohne Einmischung von außen dafür sorgen, dass die Führung durch eine andere ersetzt wird. Wenn es das nicht tut, oder dazu nicht in der Lage ist, bringt es gar nichts, dann von außen nachzuhelfen. Dann ist eben das Volk noch nicht reif für den Wechsel.

Einem Volk, das nicht reif für einen bestimmten politischen Vorgang ist (Wechsel, Demokratisierung, etc.), dazu von außen zu verhelfen, ist das Schlechteste, was man einem Volk antun kann. Denn die Vergangenheit hat gezeigt, dass dann der Schuß immer nach hinten losgeht.

Auch in Rumänien war es nicht anders. Ein Artikel, der über ein Jahr alt ist, beschreibt das treffend:
http://lupocattivoblog.com/2014/02/17/rumanien-vor-dem-abgrund/
Das Einzige, was nicht stimmt, ist die Zahl im letzten Absatz. Mittlerweile sind es über 120 Milliarden € Auslandsschulden.
Der Effekt: Viele weinen heute dem verhaßten Tyrannen Ceaucescu nach, weil es damals doch besser war.

Also, - die Nichteinmischung in die Angelegenheiten anderer Staaten ist eine Grundvoraussetzung dafür, dass sich das Völkerwanderungsproblem nicht mehr ausweitet. Deshalb ist es nur recht und billig, dass sich diese Staaten, die sich in der Vergangenheit in andere Staaten eingemischt haben, nun mit diesen Folgen auseinandersetzen; - allen voran die USA.

Natürlich müssen im Anschluß daran, - oder sogar parallel dazu, die kommerziellen Aktivitäten der Großkonzerne so geändert werden, damit jeder Staat eine wirtschaftliche Grundlage erhält, mit seinen wirtschaftlichen Möglichkeiten leben, - seine Bevölkerung ernähren zu können. Das geht nicht mit Methoden von Chevron oder Monsanto, - da müssen eben andere Spielregeln aufgestellt werden.

Natürlich betrifft das auch die Spielregeln der Geld-, Zins- und Währungspolitik, genauso die Spielregeln von IWF, EZB usw. Wenn ich in dem Buch von Peter König („Implosion“) blättere, wo er als Insider beschrieben hat, wie der IWF mit den Staaten der Dritten Welt, z.B. in Südamerika, umgeht, dann wundert es mich, dass es dort nicht schon längst gerumst hat.
„Leben und leben lassen“, - wer dieses Prinzip verletzt, dem sollte seine Basis entzogen werden. Wichtig aber wäre es, - so wie ich auch aus den Kommentaren ersehe- , dass wir offen und vehement das Ende dieser Hegemonialpolitik fordern, es bei jeder Gelegenheit öffentlich benennen.

Da steht natürlich als der am meisten zu kritisierende Staat die USA auf weiter Flur, - das läßt sich nicht ableugnen. Oder meint jemand, dass der Russe in die Krim einmarschiert wäre,wenn die Amis und (als deren langer Arm) die EU nicht vorher in der Ukraine gezündelt hätten?

Der Russe greift keinen anderen Staat an. Das hat er in der Vergangenheit nur ein Mal gemacht und sich eine blutige Nase geholt (Afghanistan). Aber das sogenannte Verteidigungsbündnis mit Namen NATO hat sich seit geraumer Zeit zu einem Angriffsbündnis zur Wahrung der Interessen der Industrienationen verändert.

Bin mal gespannt, ob sowas in aller Deutlichkeit mal bei einer der vielen Talkshows zur Sprache kommt. Vielleicht bei Günther Jauche, oder bei Meinbrett Illner. Aber da ist die Richtung zu sehr vorgegeben. Denke, dass die mittlerweile mit zeitversetztem „Life“ arbeiten, damit sie ein paar Minuten als Reserve vorher haben, um evtl. ganz böse Ideen vorher noch ausblenden zu können.

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