"Amoklauf" von Erfurt - 13 Jahre danach - die Zweifel bleiben

nereus @, Montag, 27.04.2015, 13:26 vor 3915 Tagen 6464 Views

Gestern, also am 26.04., jährte sich zum 13. Mal der sogenannte „Amoklauf“ von Erfurt.

Ich habe genug zu diesem Thema im alten und neuen Forum geschrieben, daher werde ich diesmal keine mehr oder weniger bekannten Indizien und Erkenntnisse neu aufkochen.
Diesmal möchte ich die Sicht und die Zweifel der Betroffenen ins Blickfeld rücken.

Der Freitag im April 2002 ist besonders für viele Jugendliche in Erfurt eine Wunde geblieben. Sie leiden an ihren Erinnerungen, sprechen immerzu von Schicksals-gemeinschaft. Einige der ehemaligen Schüler des Gutenberg-Gymnasiums, erklären sie, seien nie im Berufsleben angekommen, bei denen gehe es heute um Verrentung.

Andere sind seitdem auf therapeutische Hilfe angewiesen. Sie kommen nicht mehr heraus aus dem Geschehen, haben andere Bilder in sich als die, die man zu offiziellen gemacht hat.

„Was wir gebraucht hätten, wären genaue Informationen gewesen“, sagt auch ein Angehöriger. Obduktionsberichte als Massenware, merkwürdige Angaben zu den Todeszeitpunkten, fehlende Ermittlungsakten, rasch vernichtete Asservate, die ausdrückliche Nachrichtensperre gegenüber den Angehörigen. Viel ist geschrieben worden über das Unaufgeklärte, die Schattenzonen, den Zweifel, das Schweigen bei der Aufarbeitung des Geschehens. Wenn es um das Schulmassaker von Erfurt geht, kommt das Gespräch fast immer darauf, dass etwas fehlt. Dann zerfallen die Berichte über den Tag in offizielle und inoffizielle Versionen, als kreiselten sie um eine leere Szene, als sei etwas nicht wirklich in den Blick gekommen und das Ganze ein Mutmaßungsfeld geblieben.

Quelle: http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/amoklauf-in-erfurt-der-dunkle-fleck-in-mir/65556...

Und beim Hausmeister nagen über Jahre die Zweifel – bis heute – auch wenn die untenstehende Aussage schon sehr lange zurückliegt

"Die Schule ist für mich ein Magnet." Das ist eine von den Sachen, die er nicht versteht. Eine andere ist, dass der Hausmeister mit seinen großen Augen und seinen großen Ohren damals nicht die Schüsse aus dem Sekretariat hörte. Obwohl er nur ein paar Meter entfernt in seinem Büro saß. "Ich komme auch nicht mit der Zeit zurecht", sagt er. Wie oft ist er mit der Stoppuhr die Todesstrecke des Robert Steinhäuser abgelaufen - und nie unter eine Viertelstunde gekommen. Der 40-Jährige ist noch in Therapie. Seinen täglichen Rosenweg hat sie nicht beenden können. "Das ist mein Ritual."

Quelle: http://www.welt.de/print-welt/article690919/Die-Leere-von-Erfurt.html

Das Geschehen ist bis heute nicht ernsthaft aufgeklärt worden.

Genauso mysteriös lief es Jahre später in Winnenden/Wendlingen ab.
Das Ermittlungs-, Politiker- und Medienritual wurde sehr ähnlich "gestaltet".
Schnell war der Mörder gefunden, Widersprüche gab es keine und lästige Nachfrager wurden abserviert oder ggf. sogar bedroht.

Wenn es interessiert, der kann hier (aus dem Jahr 2002): http://www.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=134151

oder hier (aus dem Jahr 2004): http://www.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=249189

oder hier (aus dem Jahr 2005): http://www.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=321785

oder hier (aus dem Jahr 2012): http://www.medienanalyse-international.de/Erfurt-und-seine-Legende.pdf

Bei RA Eric Langer kann man seine Strafanzeige hier: http://www.eric-t-langer.de/index.php4?pre_cat_open=2&id=178
und einen aufschlussreichen Fragetext http://www.eric-t-langer.de/index.php4?pre_cat_open=2&id=172 nachlesen.

Dieser teilt sicher nicht meine Theorie, daß der Schüler nicht einen tödlichen Schuß abgab, aber über die massenhaft aufgetretenen Ungereimtheiten kann man hier eine Menge erfahren.

Und hier gibt’s massig Infos zu Amoklauf Nr. 2 (Winnenden). http://www.medienanalyse-international.de/ergaenzendzuwinnenden.html

mfG
nereus

Nicht zu vergessen der Diskussionsabend mit RA Langer im Jahr 2010

Leser68 @, Montag, 27.04.2015, 15:45 vor 3915 Tagen @ nereus 4512 Views

Moderiert wurde das ganze von Andreas Hauß (website: www.medienanalyse-international.de) und Werner Ley. Stattgefunden hatte die Veranstaltung in der Nähe von Winnenden in Sulzbach an der Murr

Winnenden - Erfurt - Parallelen (2h 3min)
https://www.youtube.com/watch?v=x13w-wbGwc4

Es wird glaube ich vor allem das massive Versagen der Polizeikräfte am Tag des Amoklaufs in Erfurt diskutiert (viele Aktionen zu spät, hilfreiche Aktionen wurden verboten etc.).

Was mich dazu noch bewegt: Wenn es denn eine False-Flag gewesen sein sollte - was war das Ziel?

Griba @, Dunkeldeutschland, Montag, 27.04.2015, 15:50 vor 3915 Tagen @ nereus 4540 Views

Es gelingt mir nicht, die Ereignisse politischen Entscheidungen zuzuordnen.

Und wenn es keine FF war, was dann? Einfach nur Dummheit der Agierenden?

--
Beste Grüße

GRIBA

Hexenjagd

WACO @, Montag, 27.04.2015, 16:47 vor 3915 Tagen @ Griba 4796 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 27.04.2015, 17:03

Es gelingt mir nicht, die Ereignisse politischen Entscheidungen
zuzuordnen.

Und wenn es keine FF war, was dann? Einfach nur Dummheit der Agierenden?

Hallo Griba,

es stand eine Liberalisierung des Waffenrechts an. Dafür haben die entsprechenden Verbände jahrelang, unter schärfstem Protest vor allem der Grünen, gekämpft.
Selbst die GDP kam nicht umhin zu betonen, dass von den legalen
Waffenbesitzern keine Gefahr ausgeht. Straftaten, die mit legalen Waffen
begangen wurden, lagen im Promillebereich.

Der Gesetzesentwurf sollte nur noch durchgewunken werden.
Wenn ich mich richtig erinnere an dem Tag, als Steinhäuser durchdrehte (wenns denn so stimmen sollte).
Von da an begann eine noch nie dagewesene Hexenjagd gegen Sportschützen.
Alle vorherigen Fürsprecher drehten sich um 180 Grad.
Die Gesetzesänderung wurde abgelehnt. Verschärfungen beschlossen.

Wenn man sich vor Augen hält, dass der Obrigkeit wehrhafte Bürger missfallen,
wäre hier zu suchen.

Grüße

Gibt es dafür konkrete Belege?

Julius Corrino @, Sur l'escalier des aveugles, Montag, 27.04.2015, 17:27 vor 3915 Tagen @ WACO 4215 Views

es stand eine Liberalisierung des Waffenrechts an. Dafür haben die
entsprechenden Verbände jahrelang, unter schärfstem Protest vor allem der
Grünen, gekämpft.
Selbst die GDP kam nicht umhin zu betonen, dass von den legalen
Waffenbesitzern keine Gefahr ausgeht. Straftaten, die mit legalen Waffen
begangen wurden, lagen im Promillebereich.

Der Gesetzesentwurf sollte nur noch durchgewunken werden.
Wenn ich mich richtig erinnere an dem Tag, als Steinhäuser durchdrehte
(wenns denn so stimmen sollte).

Beispielsweise ein Entwurf des damals zur Debatte stehenden Gesetzes? Oder die Debatten darüber selbst? Würde mich als Betroffenen stark interessieren.

Gott zum Gruße,
Julius

--
Ainsi continue la nuit dans ma tête multiple... elle est complètement dechirée... ma tête.
- Luc Ferrari

Belege

WACO @, Montag, 27.04.2015, 17:35 vor 3915 Tagen @ Julius Corrino 4549 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 27.04.2015, 17:38


Beispielsweise ein Entwurf des damals zur Debatte stehenden Gesetzes? Oder
die Debatten darüber selbst? Würde mich als Betroffenen stark
interessieren.

Gott zum Gruße,
Julius

Hallo Julius,

hatte vor meinem Post eben versucht, im Netz was zu finden. Leider kam nichts
dabei rum.
Ich war als Sportschütze allerdings damals sehr im Thema und habe daher noch
sehr vieles im Gedächtnis.

Grüße

Edit:
Doch noch etwas gefunden:
http://de.wikipedia.org/wiki/Waffengesetz_%28Deutschland%29

Vielen Dank!

Julius Corrino @, Sur l'escalier des aveugles, Montag, 27.04.2015, 18:54 vor 3915 Tagen @ WACO 4107 Views

Ausgehend von Deinem verlinkten Artikel bin ich dann mittels Google ("Entwurf Waffengesetz 2002 April") zum DSB gekommen, der die damaligen Drucksachen archiviert hat:

Entwurf vom 07.12.2001

Beschlußempfehlung vom 24.04.2002

Vieles von dem, was in den Entwürfen steht, ist - soweit ich das vom Überfliegen der Eckpunkte erkennen kann - ja später (2008/2009) doch noch umgesetzt worden. Was nach wie vor unbeackert bleibt, sind die vier großen Skandale des WaffG: 1) Bedürfniszwang 2) Führverbot 3) Verwahrzwang und 4) zentrale Erfassung des Privatbestandes durch den Staat. Mal sehen, ob man in der Richtung langfristig was machen kann (langfristig = Jahrzehnte in der Zukunft).

Weiterhin gut Schuß!
Julius

--
Ainsi continue la nuit dans ma tête multiple... elle est complètement dechirée... ma tête.
- Luc Ferrari

Nichts Genaues weiß man nicht

nereus @, Montag, 27.04.2015, 17:07 vor 3915 Tagen @ Griba 4546 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 27.04.2015, 17:11

Hallo Griba!

Nein, es war keine Dummheit – es war eindeutig Vertuschung auf höhere Ebene.

Von wem die Strafaktion ausging, bleibt Spekulation.
Ich habe eine Vermutung, werde diese aber nur sehr allgemein formulieren, weil sonst wieder die „Akteure“ auf den Plan treten. [[zwinker]]

Die Massenmord geschah 7 Monate nach 9/11.
Dieses Ereignis sollte die Welt verändern in sehr vieler Hinsicht.
Doch die Regierung Schröder setzte z.T. neue außenpolitische Akzente.

Mit dem Machtwechsel vom September 1998 gelangte die Generation der Nachfolge-68er in die Leitungsinstitutionen der Bundesrepublik. Erstmals wurden mit SPD und Grünen zwei Parteien zusammen neu ins Amt gewählt, traten Spitzenpolitiker mit nur geringer internationaler Erfahrung an. "Aufbruch und Erneuerung" markierten die Programmatik, wobei sich rhetorische Kontinuität und praktischer Wandel außenpolitisch neu mischten: Ausbau der transatlantischen Partnerschaft und der Beziehungen nach Mittel- und Osteuropa - insbesondere mit Russland - sowie Vertiefung und Erweiterung der Europäischen Union (EU) verwiesen auf realpolitischen Anpassungsdruck. Andererseits justierte die Regierung unter Gerhard Schröder den außenpolitischen Kompass mit Blick auf die globalen Fragen wie Umweltpolitik und Entwicklungshilfe neu und betonte Multilateralismus, Zivilisierung und Verrechtlichung der internationalen Beziehungen. Vor allem rückte die Nord-Süd-Dimension ins Zentrum, verbunden mit der Akzentuierung von aktiver Menschenrechtspolitik, Rüstungskontrolle und restriktiver Rüstungsexportpolitik.
..
Die Gründe für das Auseinanderdriften zwischen Washington und Berlin liegen nicht nur in der gegensätzlichen Bewertung der Bedrohung durch den Irak. Die Differenzen kündigten sich schon in den neunziger Jahren an, doch erst die weltanschaulich-politische Machtverschiebung in Deutschland nach "links" und in den USA unter Bush nach "rechts" ließen diplomatische Kompromisse, wie sie noch zwischen Bill Clinton und Kohl oder Clinton und Schröder möglich waren, nicht mehr zu.
..
Bedenken gegenüber US-amerikanischen Präventivplänen sind von der Bundesregierung Schröder/Fischer beherzt artikuliert worden.
..
Doch die deutschen Argumente wurden undiplomatisch formuliert. Weil die Regierung Bush als Kriegstreiber hinstellte, war Deutschland am Ende völlig isoliert und geschwächt.

Quelle: http://www.bpb.de/apuz/26588/die-aussenpolitik-der-regierung-schroeder-fischer-zwischen...

Der Dunstkreis aus dem die vermutlichen Auftraggeber kommen, dürfte im obigen Text verborgen sein.
Mit Kriegsunterstützung oder Rüstungsgeschäften verhält es sich nun einmal anders als mit der Beschaffung von Kakao oder Schweinebäuchen. [[sauer]]

Die Kampagne gegen die Waffen-Lobby dürfte lediglich eine falsch gelegte Spur gewesen sein, welche man den "Truthern" zum Fraß vorwarf.
Wenn man das Eine aktiv ins Blickfeld schiebt, gerät das Andere eben außer Sicht.

mfG
nereus

Theorie zu Windenden?

Diego2 @, Dienstag, 28.04.2015, 22:56 vor 3914 Tagen @ nereus 3695 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 30.04.2015, 19:22

Hallo Nereus

hast Du auch eine Vermutung zu den Gründen für eine mögliche false flag in Windenden?

Gruss
diego

Jein

nereus @, Mittwoch, 29.04.2015, 18:30 vor 3913 Tagen @ Diego2 3615 Views

Hallo Diego!

Im Detail natürlich nicht, aber im großen Szenario eigentlich schon.
Es gäbe so viel dazu zu sagen, daß ich mich auf eine sehr geraffte Darstellung beschränken muß, die notwendigerweise Fragen offen läßt.

Wenn wir das politische Umfeld und die Abhängigkeiten Deutschlands zur Kenntnis nehmen, dann dürften Strafaktionen für unbotmäßiges Verhalten ein wichtiges und brisantes Thema sein.
Schon die NSU-Affäre offenbart das Gemengenlage und beweist stringent, daß hier Kräfte am Wirken sind, die sich einer innerstaatlich kontrollierten Bekämpfung entgegen setzen.

Im Buch über „Der Doppelmord an Uwe Barschel“ wurde u.a. darauf eingegangen, daß mindestens zwei Geheimdienste in Deutschland schalten und walten können, wie sie möchten. Deren Mitarbeiter dürfte ganz sicher auch aus einheimischem Personal bestehen, ohne das jetzt weiter zu vertiefen.

Wenn wir nun zur Kenntnis nehmen, daß der BND unter der Führung der Amerikaner aufgebaut wurde, dann ist die Linie dieses Geheimdienstes eindeutig. Er operiert nicht für deutsche, sondern für die Interessen der USA und anderer Gruppen, welche meinen die Welt nach ihrem Gusto „gestalten“ zu können!
Wer das nicht verstanden hat oder verstehen will, hat überhaupt nichts verstanden und jede weitere Diskussion ist überflüssig.

Wenn wir nun darüber hinaus Rückschau halten auf „Top-Ereignisse“, wie die Ermordung führender Persönlichkeiten dieses Landes ..

- Generalbundesanwalt Siegfried Buback
- BDA-Chef Hanns Martin Schleyer
- Ministerpräsident Uwe Barschel
- DeuBa-Chef Alfred Herrhausen
- Treuhand-Chef Detlev Karsten Rohwedder usw.

.. und den Unwillen von Politik, Justiz und Polizei diese Morde aufzuklären, dann muß jedem Normalverbraucher einleuchten, daß WIR hier nicht Herr im Hause sind und daß auch unserer gewählten Vertreter an einer unsichtbaren Leine hängen.

Alle Obengenannten vertraten auf ihre EHRLICHE Art die Interessen dieses Landes und mußten deshalb sterben.
Da nun, aus diversen Gründen, nicht jedesmal ein Führungskopf „kalt“ gestellt werden kann, greift man eben auch zu anderen Mitteln um ggf. unwilligen Entscheidern ihre Grenzen aufzuzeigen.
Die Kalkulation ist eiskalt – denn sie wird unter Kriegsbedingungen errechnet.
Daher ist es unterm Strich egal, ob Zivilisten dabei sterben, denn die sterben im Krieg schließlich auch.

Diese Botschaften – die natürlich dosiert verabreicht werden müssen - überall und auf jede Art und Weise Schrecken zu verbreiten, frißt sich in die Psyche der demokratisch legitimierten Akteure und formt so auf lange Sicht eine Marionetten-Truppe, die beliebig steuerbar ist.

Ich schrieb schon ein paar Wochen oder Monate nach Erfurt, daß es nur einen Weg gibt, diesen Fluch zu beenden.
Die Erfurter hätten sich in 100.000 Mann Stärke vor dem Sitz der Landesregierung aufstellen und lautstark Ermittlungen fordern müssen.
Ein paar Scheiben hätten sehr wohl auch dabei zu Bruch gehen können.

Nur der gewaltige Druck der Straße könnte die Saugnäpfe dieses schrecklichen Kraken gezielt durchtrennen.
Das auch die Justiz etwas bewegen könnte, beweisen die mutigen Staatsanwälte in Italien.
Aber die Führungskräfte dieses Landes sind weitestgehend verkommen und feige und daher wird sich auch nicht viel ändern.

Zum Schluß noch zu den „roten Heringen“.
Junge Männer kann man motivieren, da sie künftig noch was „reißen“ wollen.
Über ihre z.T. unsichere Lebensplanung wird das Netz einer attraktiven Alternative geworfen, die zunächst nichts mit dem späteren Mordkommando zu tun hat, aber schon mal die Richtung vorgibt.
Gleichzeitig werden andere Wege gezielt verbaut, um die neue Richtung festzuzurren.

Ein Schulverweis ist eine Katastrophe, aber eine parallel gezielt laufende und angebotene Alternative (Polizeidienst, Bundeswehr o.ä.) weist einen neuen Weg.
Da die Opfer diese Doppelnatur des Geschehens nicht durchschauen – wie sollten sie das auch – legen sie schließlich selbst die tödlichen Spuren, wie Waffenkauf, Schule schwänzen, Termintreue bezüglich des geplanten Ablaufs.
Was soll ihnen auch passieren, schließlich haben sie mächtige Freunde.
Wenn der Oberschüler den Waffenverkäufer in Erfurt mit einem Anruf beim Ordnungsamt zum Verkauf der Waffe überreden konnte, spricht das doch Bände!

Oder warum sollte sich Robert Steinhäuser für Osama Bin Laden interessieren und den SPIEGEL lesen? Das hat seine Mutter berichtet und das hat kein Schwein interessiert.
Des Rätsel wahrscheinliche Lösung!
Nicht weil er ein Massaker plante, sondern weil er sich mit dem Terror-Problem auseinandersetzen sollte, was klar auf eine berufliche Richtung hindeutet.
Auch die Auslandseinsätze der Bundeswehr müssen in dieser Richtung „garniert“ werden, schließlich muß man ja wissen, mit wem man es zu tun bekommt.
Da liegt auch der Waffengebrauch mehr als nahe.

Auch wenn sich hier einige Leser an den Kopf fassen werden.
Ich bin fest davon überzeugt, daß auch aktuell einige Probanden entsprechend „bearbeitet“ werden, um sie bei Bedarf in Einsatz zu bringen.
Die Doppel-Uwes haben sich über Jahre ein schönes Leben auf Staatskosten gemacht, nur wußten sie nicht, was sie später dafür bezahlen müssen.
Irgendwann haben sie es in Bruchteilen von Sekunden erfahren.

Wie das genau bei Tim Kretschmer verlief, kann ich nicht sagen, da ich da zu wenig im Fall drin stecke. Möglicherweise wurde er auch überhaupt nicht bis sehr wenig extern bearbeitet. Dazu müßte man die letzten Monate seines Lebens recherchieren.
Dennoch hoffe ich, daß ich mich halbwegs verständlich machen konnte.

mfG
nereus

Danke

Diego2 @, Donnerstag, 30.04.2015, 18:56 vor 3912 Tagen @ nereus 3219 Views

für das klare Statement. Das ist in sich schlüssig und war klar genug, allerdings auch bzgl. Windenden nicht konkret. Hatte gedacht, dass Du da evtl. auch an ein konkretes gedacht hattest.

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