TTIP - wider den Informationsoverkill

Orlando ⌂ @, Montag, 27.04.2015, 09:53 vor 3915 Tagen 6776 Views

Die EU-Kommission hat Anfang des Jahres neun englische Verhandlungstexte ins Internet gestellt. Diese Texte sind vom 7.Jan bis zum 8.April durchschnittlich 2.300 Mal angeklickt worden.

1,7 Mio Leute hätten das Bürgerbegehren gegen TTIP im letzten halben Jahr unterzeichnet.

Zuviel Wissen schadet nur dem Enthusiasmus.

Correctiv zu dem von Dir beschriebenen Phänomen...

Bernadette_Lauert, Montag, 27.04.2015, 10:10 vor 3915 Tagen @ Orlando 6311 Views

bearbeitet von Bernadette_Lauert, Montag, 27.04.2015, 10:46

Die EU-Kommission hat Anfang des Jahres neun englische Verhandlungstexte
ins Internet gestellt. Diese Texte sind vom 7.Jan bis zum 8.April
durchschnittlich 2.300 Mal angeklickt worden.

1,7 Mio Leute hätten das Bürgerbegehren gegen TTIP im letzten halben
Jahr unterzeichnet.

Zuviel Wissen schadet nur dem Enthusiasmus.

Correktiv erklärt das von Dir beschriebene Phänomen recht einleuchtend:

"Zwar hat die EU mittlerweile einige Unterlagen veröffentlicht und wundert sich, dass sie kaum gelesen werden. Sie zählte gerade mal 2300 Downloads am Tag [Anmerkung B.La.: von Dir weggelassen] für die englischen Papiere. Aber wenn man genau hinsieht, ist das kaum erstaunlich. Auf der EU-Website sind kaum spannende Dokumente. Hauptsächlich Infozettel, in denen allgemein beschrieben wird, welche Ziele die EU in den einzelnen Bereichen verfolgt. Zwar veröffentlicht die EU ab und an, wenn sie es für richtig hält, mehr Details – aber richtig viel ist das nicht. Die geringen Downloadzahlen sind kein Argument für ein geringes Interesse, sondern nur für die Oberflächlichkeit der Informationen." (Quelle)

Mit den ausgewählten Marketing-Broschüren, die Transparenz simulieren, lässt sich kein Vertrauen herstellen. Eine kritische Auseinandersetzung, Gegenreden, Einwände, Kritikpunkte, Stand der Diskussion etc. finden sich in dem EU-eigenen TTIP-Marketingpool nicht.

Stichworte:
Mit Schlangenöl poliertes Konzernförderungsabkommen namens TTIP

Experten, die sich einen Status als gute (=nicht-gekaufte) Quelle erarbeitet haben und denen ich daher tendenziell eine aufrechte Einschätzung zutraue, schlagen in genau diese Kerbe. Beispielsweise Mr. Dax:
Dirk Müller spricht Tacheles // TTIP = Ende der Demokratie

Correctiv, die oben zitiert sind, versuchen, die Black Box "TTIP-Verhandlung" aufzuarbeiten -> https://correctiv.org/recherchen/ttip/dokumente/
Sollte sich herausstellen, dass TTIP super ist, dann denke ich gerne um.
Aber dafür gab es bisher kein solides Argument und keine solide Studie, die dafür spricht.

Alles deutet darauf hin, dass genau das Gegenteil ist der Fall ist. TTIP ist saugefährlich für den Bürger, denn:

TTIP führt zur Konzernherrschaft. Zuletzt ist durchgesickert:

"Ein Geheimpapier zum Handelsabkommen TTIP sorgt für Ärger: Ein Frühwarnsystem für Gesetze und Standards der Gegenseite soll ermöglichen, Bedenken zu äußern. Die Amerikaner wollten noch mehr." Schreibt sogar die FAZ. (Quelle)

Die DWN bringen es besser auf den Punkt:
TTIP-Geheimplan: Konzerne erhalten Mitwirkung bei nationaler Gesetzgebung
(Quelle)

Auf dem Weg: Eine Princeton-Studie (die Uni kennt man vom Namen her, oder?) hat ergeben, dass die USA keine Demokratie mehr sind:
"Eine aktuelle Studie der Universität Princeton kommt zu einem verblüffenden Ergebnis: Die USA sind keine Demokratie mehr, weil politische Entscheidungen nicht mehr den Wünschen der Bürger, sondern den Interessen einer kleinen Wirtschafts-Elite dienen. Die Erkenntnisse sind auch in außenpolitischer Hinsicht wichtig: Wenn Konflikte – wie jener gegen Russland – eskalieren, geht es der US-Regierung nicht um die Interessen des amerikanischen Volkes, sondern um knallharte kommerzielle Erwägungen." ((Quelle).

Nach allem, was ich von TTIP bisher weiß, gehen wir dadurch auch in diese Richtung. In Richtung Konzernherrschaft.

Wie ist denn Deine Position?
Ist TTIP super und warum?

Ich hatte das schon einmal hier gefragt: http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=352158

Gruß, Bernadette

25 Klicks am Tag

Orlando ⌂ @, Montag, 27.04.2015, 11:59 vor 3915 Tagen @ Bernadette_Lauert 5609 Views

Sie zählte gerade mal 2300
Downloads am Tag [Anmerkung B.La.: von Dir weggelassen] für die
englischen Papiere.

Meine Quelle (FAZ vom 17.4.15 p17) sagt, was ich geschrieben hatte und führte noch aus, dass das 760 Klicks im Monat und 25 Klicks am Tag seien.

Offenbar verfügen die Kritiker über hellseherische Fähigkeiten, sie brauchen die Dokumente garnicht zu lesen, um zu wissen, was nicht drinsteht.

Wie ist denn Deine Position?
Ist TTIP super und warum?

Meine persönliche Position dazu ist völlig irrelevant, ich kann sie aber gerne äussern: Für mich kann eine bilaterale Handelsvereinbarung der EU mit den USA für Deutschland als Exportland nur von Vorteil sein. Wobei ich bei bilateral davon ausgehe, dass die Bedingungen für beide Seiten gleichermaßen gelten.

Was glaubst Du, wieviele Abgeordnete die Gesetze durchlesen, die sie durchwinken?

Martin @, Montag, 27.04.2015, 12:31 vor 3915 Tagen @ Orlando 5611 Views

Genauso wenig muss jeder Kritiker die Texte selbst lesen. Er kann auch eine kompetente Person darum bitten. Der FAZ-Artikel geht voll ins Leere, der Schreiberling hat nichts verstanden. Es dürfte sich auch ziemlich schnell herumgesprochen haben, dass die publizierten Papiere zu Lesen Zeitverschwendung ist.

Diese Abgeordneten sollten bloß wissen, dass sie ein Techtelmechtel mit Laternen riskieren

stocksorcerer @, Montag, 27.04.2015, 12:35 vor 3915 Tagen @ Martin 5453 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 27.04.2015, 15:40

Wenn der Volkszorn überkocht, dann ist es zu spät, sich zu besinnen! Denn merke: in Deutschland passiert traditionell ganz lange gar nichts, aber wehe, wenn!

Dein Standpunkt ist naiv

Fussgänger @, Montag, 27.04.2015, 12:39 vor 3915 Tagen @ Orlando 5420 Views

Offenbar verfügen die Kritiker über hellseherische Fähigkeiten,

Die Kritiker wissen sicherlich nicht alles, aber was man weiss, reicht bereits um massive Opposition zu erzeugen:
- Geheimverhandlungen
- Keine demokratische Volksbefragung (gut, da habe ich als Schweizer wohl einfach zu hohe Ansprüche)
- Private, transatlantische Schiedsgerichte, die in der Lage sein werden, lokale Gesetze auszuhebeln
- Und mehr

Für mich kann eine bilaterale Handelsvereinbarung der EU
mit den USA für Deutschland als Exportland nur von Vorteil sein.

Was fehlt denn heute, wo sind störende Handelshemmnisse? Eigene Antwort auf die rhetorische Frage: es gibt keine mehr; der Freihandel mit den USA und vielen anderen Ländern der Welt ist bereits weit getrieben. Was jetzt kommen soll ist nicht Freihandel, wie geschrieben, den haben wir schon, sondern Entmachtung des Gesetzgebers.

Ob diese nun beidseitig ist oder nicht, interessiert mich nicht. Nur weil die Amis sich ihre Demokratie wegnehmen lassen wollen, heisst das nicht, dass das für mich (resp. uns alle) gut sein muss.

Ich melde hiermit ernsthaftes Interesse an einer sachlichen Diskussion an...

Bernadette_Lauert, Montag, 27.04.2015, 13:23 vor 3915 Tagen @ Orlando 5705 Views

bearbeitet von Bernadette_Lauert, Montag, 27.04.2015, 13:57

Hi Orlando,

eines vorweg: Wenn ich gewohnheitsmäßig bestimmte narrativ-polemische Formulierungen verwende, so möchte ich hiermit doch ernsthaftes Interesse an einer sachlichen Diskussion anmelden.

Ich finde einfach nirgends jemanden, der mit guten Argumenten Pro-TTIP-Positionen vertritt und "echt" ist, sprich kein gekaufter Marketier.

Leider schreibst Du gleich zu Beginn:

Meine persönliche Position dazu ist völlig irrelevant,

Da frage ich mich doch gleich: Wessen Positionen vertrittst Du denn, wenn nicht persönliche? Wie können die überhaupt irrelevant sein, wenn Du in einem Forum etwas postest? Das finde ich etwas befremdlich, aber sei´s drum.

ich kann sie aber > gerne äussern:

Und ich werde sie nicht gleich als irrelevant abtun, wie Du selbst (sic!), sondern versuchen Dich ernst zu nehmen.

Für mich kann eine bilaterale Handelsvereinbarung der EU
mit den USA für Deutschland als Exportland nur von Vorteil sein. Wobei ich
bei bilateral davon ausgehe, dass die Bedingungen für beide Seiten
gleichermaßen gelten.

Also wenn das Deine Position ist, bin ich sehr enttäuscht. Denn Du betest nur die Kernlüge von TTIP nach. Das Schlangenöl, mit dem die öffentliche Darstellung schön rauspoliert wird. Hier NOCHMALS der Kernvorwurf an die TTIP-Macher:

Die Seiten, die dargestellt werden sind: EU auf der einen Seite und USA auf der anderen.

In Wahrheit sind die beiden Seiten: Konzerne hier und unterjochte Bürger dort.

Das ist es, was es zu kapieren gilt. Und was in den Sprechblasenkathar-Broschüren auf dem EU-Server nicht thematisiert wird.

Für eine ordentliche TTIP-Diskussion, für die ich ernsthaftes Interesse anmelde, müsstest Du Dich daher bitte mit dem oben genannten Kernvorwurf beschäftigen, der mit den Quellen, die ich und andere dazu verlinkt haben, konkretisiert und untermauert wird. Ansonsten ist das keine Debatte.

Ich weiß nicht, warum Du Deine Pro-TTIP-Position vertrittst. Falls Du den Kernvorwurf (Konzerne vs. Bürger statt EU vs. USA) nicht siehst, befürchte ich, dass Du auf den Balla-balla-Sprech der Marketiers hereinfallen bist.

Verstehe mich nicht falsch: Du darfst TTIP gerne supergut finden. Aber begründet hast Du das in Hinblick auf die formulierten Bedenken kein bisschen.

Daher hast Du aus meiner Sicht kein einziges, ernst zu nehmendes Argument gebracht. Versuche es doch mal.

Was sagst Du zu den Vorwürfen, dass TTIP im Grunde ein mit Schlangenöl poliertes Konzernförderungsabkommen ist.

Das ist das Thema, wenn es um TTIP-Kritik aus der breiten Masse geht.
Weil wir eben nicht nur auf Werbebroschüren auf EU-Servern angewiesen sind, die uns die Konzernelite als Leckerli für Dumpfbacken hinwirft, muss eine Pro-TTIP-Position besser begründet werden.

Ich nehme mal ein mögliches Pro-TTIP-Argument vorweg, um ggf. eine echte Debatte anzutriggern: Nun könnte man sagen: Auch die deutschen Konzerne profitieren davon, wenn ALLE Konzerne profitieren. Und die Zukunft wird nun mal Konzernwirtschaft sein - entsprechend dem westlichen Werteparadigma (siehe Princeton-Studie, dass USA keine Demokratie mehr sind.)

Aber dann muss ich entgegnen: Das nutzt uns Deutschen wiederum nichts, denn die großen Deutschen Konzerne sind zu rund 90 Prozent in US-Besitz.

Zudem müsste nachvollziehbar sein, dass Konzernoligarchie so etwas wie die Herrschaft der Mafia ist (Finanzmafia, Energiemafia, IMK-Mafia, etc.) Es ist plausibel, dass es sinnvoll und wichtig wäre, GEGEN so eine Entwicklung einzutreten. Und zu erkennen, dass aufrechte Typen wie Dirk Müller keinen Bullshit labern, wenn sie warnen: https://www.youtube.com/watch?v=KMsFKv5YrAw (1m52s)

Du hast das Thema aufgemacht. Und auch wenn Du Deine persönliche Meinung höchstseltsamerweise für irrelevant hältst, so fordere ich Dich hiermit auf, Deine Pro-TTIP-Argumente in Hinblick auf die formulierten Bedenken zu äußern.

Ich würde wirklich gerne wissen, warum TTIP nicht so schlimm ist. Warum die TTIP-Machern und die US-Kanzlerin doch recht haben, wenn sie sagen, dass das ein muss.

Allein schon deswegen, weil ich in den letzten Monaten ausschließlich Argumente für richtig befunden habe, die gegen TTIP sprechen. Ja sogar massiv warnen.
Auch bei diesem Thema will ich aber einen klaren Kopf bewahren und einen Bias aufgrund zu vieler Peers ausschließen. Hilf mir dabei, mit guten Pro-TTIP-Argumenten, bitte...

Danke im Voraus.
Gruß, Bernadette

Irrelevanz

Orlando ⌂ @, Dienstag, 28.04.2015, 10:26 vor 3914 Tagen @ Bernadette_Lauert 5158 Views

Hallo Bernadette,

Leider schreibst Du gleich zu Beginn:

Meine persönliche Position dazu ist völlig irrelevant,

Meine Position dazu ist hinsichtlich eines Zustandekommens oder nicht des Abkommens irrelevant, da ich dazu nichts zu entscheiden habe und vor allem zu wenig darüber wirklich weiß.

Wessen Positionen vertrittst Du denn, wenn
nicht persönliche? Wie können die überhaupt irrelevant sein, wenn Du in
einem Forum etwas postest?

Wenn überhaupt, vertrete ich meine Positionen, ich muss aber nicht zu jeder Frage eine Position vertreten oder gar haben.

In Sachen TTIP habe ich meine Position genannt, Deutschland ist nunmal auf Aussenhandel angewiesen. Der Export in die USA ist noch entwicklungsfähig.

sondern versuchen Dich ernst zu nehmen.

Ich bin gerührt.

In Wahrheit sind die beiden Seiten: Konzerne hier und
unterjochte Bürger dort.

Es sind in erster Linie die Staaten, die ihre Bürger unterjochen.

Aber dann muss ich entgegnen: Das nutzt uns Deutschen wiederum nichts,
denn die großen Deutschen Konzerne sind zu rund 90 Prozent in US-Besitz.

Von deutschen Aktiengesellschaften sind 64% der Marktkapitalisierung in ausländischer Hand, das sind aber nicht nur amerikanische Hände. In der gesamten EU sind es 40%, in den USA 15%.

dass aufrechte Typen wie Dirk
Müller keinen Bullshit labern, wenn sie warnen:

Nichts gegen wackere Unternehmer und Medienvielfalt, die Wahrheitsindustrie gedeiht und braucht natürlich genauso wie die Bildzeitung entsprechende Aufreger. Nebenbei, Müller verkauft seinen Namen jetzt sogar an Fonds, obwohl sein Börsenerfolg eher bescheiden bis nicht vorhanden ist.

Du hast das Thema aufgemacht. Und auch wenn Du Deine persönliche Meinung
höchstseltsamerweise für irrelevant hältst, so fordere ich Dich hiermit
auf, Deine Pro-TTIP-Argumente in Hinblick auf die formulierten Bedenken zu
äußern.

Mein Thema war die Diskrepanz zwischen der breiten öffentlichen Ablehnung und dem Desinteresse an den veröffentlichten Papieren der Verhandlungsdelegation.

Ich würde wirklich gerne wissen, warum TTIP nicht so schlimm ist.

Sorry, da kann ich leider nicht dienen. Ist auch nicht meine Sache, sondern die der Industrie und der Import-/Exportwirtschaft.

Da halte ich es mit Max Stirner.


Grüße

Einmal im Kreis gedreht. Und Tschüss.

Bernadette_Lauert, Dienstag, 28.04.2015, 11:16 vor 3914 Tagen @ Orlando 5071 Views

Hallo Bernadette,

Meine Position dazu ist hinsichtlich eines Zustandekommens oder nicht des
Abkommens irrelevant, da ich dazu nichts zu entscheiden habe und vor allem
zu wenig darüber wirklich weiß.

Das hast Du eindrücklich bewiesen. Ist nicht schlimm, wenn Du dazu lernen willst.

Wenn überhaupt, vertrete ich meine Positionen, ich muss aber nicht zu
jeder Frage eine Position vertreten oder gar haben.

In Sachen TTIP habe ich meine Position genannt, Deutschland ist nunmal auf
Aussenhandel angewiesen. Der Export in die USA ist noch
entwicklungsfähig.

Ich hatte Dir geschrieben, was für eine sachliche Diskussion nötig wäre, nämlich dass Du nicht dieses Konzerneliten-Dummgelaber von wegen "EU vs. USA" nachplapperst, sondern zur Kenntnis nimmst, dass die Bedenken in Richtung "Konzerne vs. unterjochte Bürger gehen". Der Ausdruck "mit Schlangenöl poliertes Konzernförderungsabkommen" trifft TTIP nämlich viel besser als "Freihandelsabkommen". Freihandel hieße Zölle weg und gut.
Das ist Orwell-Sprech. Erneut umschiffst Du diesen Kernpunkt. Und daher...

sondern versuchen Dich ernst zu nehmen.


Ich bin gerührt.

...ist es leider nicht möglich, Dich ernst zu nehmen.

In Wahrheit sind die beiden Seiten: Konzerne hier und
unterjochte Bürger dort.


Es sind in erster Linie die Staaten, die ihre Bürger unterjochen.

All den Links, Erläuterungen und Ausführengen setzt zu eine Zeile Behauptung entgegen. Du schriebst selbst, dass Du keine Ahnung vom Thema hast. Stimmt. Und das Deine Meinung daher irrelevant ist. Stimmt.
Ich verschwende hier meine Zeit. Du plapperst wie ein Papagei die Konzernelitenpositionen nach. Wäre mir zu doof, so meine Zeit zu verbringen.

Aber dann muss ich entgegnen: Das nutzt uns Deutschen wiederum nichts,
denn die großen Deutschen Konzerne sind zu rund 90 Prozent in

US-Besitz.

Von deutschen Aktiengesellschaften sind 64% der Marktkapitalisierung in
ausländischer Hand, das sind aber nicht nur amerikanische Hände. In der
gesamten EU sind es 40%, in den USA 15%.

Die Zahlen würde ich gerne checken. Das könnte ein Lichtblick sein. Etwas mit Substanz. Falls ich falsch gelegen habe, räume ich das gerne ein. Mir geht´s wirklich um Wahrheit. Das nächste mal bitte mit Quelle... Du hast das sicherlich nicht aus dem Kopf zitiert. Quellen anzugeben würde die Qualität Deiner Einlassungen anheben.

dass aufrechte Typen wie Dirk
Müller keinen Bullshit labern, wenn sie warnen:


Nichts gegen wackere Unternehmer und Medienvielfalt, die
Wahrheitsindustrie gedeiht und braucht natürlich genauso wie die
Bildzeitung entsprechende Aufreger. Nebenbei, Müller verkauft seinen Namen
jetzt sogar an Fonds, obwohl sein Börsenerfolg eher bescheiden bis nicht
vorhanden ist.

argumentum ad hominem: Position eines Streitgegners durch einen Angriff auf persönliche Umstände oder Eigenschaften seiner Person vornehmen. Wenn inhaltlich keine Argumente vorliegen. Das zählt nicht.

Mein Thema war die Diskrepanz zwischen der breiten öffentlichen Ablehnung
und dem Desinteresse an den veröffentlichten Papieren der
Verhandlungsdelegation.

Correctiv hat diese behauptete Diskrepanz nachvollziehbar erklärt. Wenn Du das ignorierst und nicht darauf einsteigst, ist das hier keine Debatte, sondern Zeitverschwendung.

Sorry, da kann ich leider nicht dienen. Ist auch nicht meine Sache,
sondern die der Industrie und der Import-/Exportwirtschaft.

Ich habe den Eindruck, Du solltest dieses Themenfeld Leuten überlassen, die sich damit auskennen. Du räumst ja selbst Deine Ahnungslosigkeit ein.

Da halte ich es mit Max Stirner.

Der hat viel gesagt. So kann keiner wissen, was Du meinst.

Grüße

Für mich ist dieser Austausch eine Enttäuschung. So gerne hätte ich gute Pro-TTIP-Argumente gehört. Es gibt wohl keine.

Gruß, Bernadette

Gesprächskultur

Orlando ⌂ @, Dienstag, 28.04.2015, 14:52 vor 3914 Tagen @ Bernadette_Lauert 5104 Views

Ich hatte Dir geschrieben, was für eine sachliche Diskussion nötig
wäre, nämlich dass Du nicht dieses Konzerneliten-Dummgelaber von wegen
"EU vs. USA" nachplapperst, sondern zur Kenntnis nimmst, dass die Bedenken
in Richtung "Konzerne vs. unterjochte Bürger gehen". Der Ausdruck "mit
Schlangenöl poliertes Konzernförderungsabkommen
" trifft TTIP nämlich
viel besser als "Freihandelsabkommen".

Sorry, ich hatte Dich ja schon Mal versucht zu angenehmen Gesprächen zu ermuntern. "Gelabere" und "nachplappern" will ich in einem solchen nicht gesagt bekommen.

...ist es leider nicht möglich, Dich ernst zu nehmen.

Wenn Du mich nicht ernst nehmen willst, dann unterlasse doch einfach eine Antwort. Ich brauche keine.

Du plapperst wie ein Papagei die
Konzernelitenpositionen nach. Wäre mir zu doof, so meine Zeit zu
verbringen.

Dito siehe oben. DU wolltest doch unbedingt meine Position wissen. Bitte verschwende Deine Zeit nicht weiter.

Aber dann muss ich entgegnen: Das nutzt uns Deutschen wiederum

nichts,

denn die großen Deutschen Konzerne sind zu rund 90 Prozent in

US-Besitz.

Von deutschen Aktiengesellschaften sind 64% der Marktkapitalisierung in
ausländischer Hand, das sind aber nicht nur amerikanische Hände. In

der

gesamten EU sind es 40%, in den USA 15%.


Die Zahlen würde ich gerne checken. Das könnte ein Lichtblick sein.
Etwas mit Substanz. Falls ich falsch gelegen habe, räume ich das gerne
ein. Mir geht´s wirklich um Wahrheit. Das nächste mal bitte mit
Quelle... Du hast das sicherlich nicht aus dem Kopf zitiert. Quellen
anzugeben würde die Qualität Deiner Einlassungen anheben.

Du kannst getrost davon ausgehen, dass alle meine Angaben nach Kräften korrekt sind. Quelle hierzu ist ein Artikel in der FAZ vom 15.1.2015 gewesen.


dass aufrechte Typen wie Dirk
Müller keinen Bullshit labern, wenn sie warnen:


Nichts gegen wackere Unternehmer und Medienvielfalt, die
Wahrheitsindustrie gedeiht und braucht natürlich genauso wie die
Bildzeitung entsprechende Aufreger. Nebenbei, Müller verkauft seinen

Namen

jetzt sogar an Fonds, obwohl sein Börsenerfolg eher bescheiden bis

nicht

vorhanden ist.


argumentum ad hominem: Position eines Streitgegners durch einen
Angriff auf persönliche Umstände oder Eigenschaften seiner Person
vornehmen. Wenn inhaltlich keine Argumente vorliegen. Das zählt nicht.

Das ist doch kein Angriff, wenn ich darauf hinweise, dass dieser Mann davon lebt, Einschätzungen zu allem Möglichen abzugeben.

Ich habe den Eindruck, Du solltest dieses Themenfeld Leuten überlassen,
die sich damit auskennen. Du räumst ja selbst Deine Ahnungslosigkeit ein.

Nochmal, ich antwortete auf Deine ausdrückliche Frage. Logik ist wohl nicht Deine starke Seite, muss aber auch nicht.

Da halte ich es mit Max Stirner.


Der hat viel gesagt. So kann keiner wissen, was Du meinst.

Stirner steht für sein Hauptwerk, Der Einzige und sein Eigentum.

Aus der Vorrede:

Ich hab' Mein Sach' auf Nichts geſtellt.
Was ſoll nicht alles Meine Sache ſein! Vor allem die
gute Sache, dann die Sache Gottes, die Sache der Menſchheit,
der Wahrheit, der Freiheit, der Humanität, der Gerechtigkeit;
ferner die Sache Meines Volkes, Meines FürÅ¿ten, Meines
Vaterlandes; endlich gar die Sache des Geiſtes und tauſend
andere Sachen. Nur Meine Sache ſoll niemals Meine Sache
ſein.

http://www.deutschestextarchiv.de/book/view/stirner_einzige_1845?p=13

Für mich ist dieser Austausch eine Enttäuschung. So gerne hätte ich
gute Pro-TTIP-Argumente gehört. Es gibt wohl keine.

Das bedauere ich, aber diese Folgerung ist nicht logisch. Bloß ICH kann Dir die gewünschten weiteren Argumente, außer dem einen, das ich anführte, nicht liefern. Da musst Du Dich an den BDI oder an Minister Gabriel wenden.

Also noch eine Runde... Diesmal mit weitergehenden Erkläuerungen zur Debattenkultur extra für Dich...

Bernadette_Lauert, Dienstag, 28.04.2015, 15:16 vor 3914 Tagen @ Orlando 5044 Views

Sorry, ich hatte Dich ja schon Mal versucht zu angenehmen Gesprächen zu
ermuntern. "Gelabere" und "nachplappern" will ich in einem solchen nicht
gesagt bekommen.

Sorry, Du hast unterstellt, dass sich TTIP-Gegner nicht informieren würden, weil auf EU-Servern kaum rumgeklickt wird. Diese These hat Correctiv nachvollziehbar als Quatschikovski entlarvt. Schreib doch klügere Sachen, die einem Realitätscheck standhalten, vor allem aber gehe auf Gegenargumente ein. Du windest Dich auf peinliche weise heraus, um immer wieder dasselbe Konzernelitenmarketingbroschürenqequatsche nachzuplappern. Ich bleibe bei dem Wort denn erneut bist Du nicht darauf eingegengen. Es gibt Regeln in einer Debatte. These - Antithese - ggf. Synthese.
Du macht immer nur These, gleiche These, gleiche These, egal was kommt. Deswegen sprach ich von Zeitverschwendung.

...ist es leider nicht möglich, Dich ernst zu nehmen.


Wenn Du mich nicht ernst nehmen willst, dann unterlasse doch einfach eine
Antwort. Ich brauche keine.

Nimm doch bitte einfach ernsthaft an dieser Diskussion teil, indem Du auf Gegenargumente eingehst.

Du plapperst wie ein Papagei die
Konzernelitenpositionen nach. Wäre mir zu doof, so meine Zeit zu
verbringen.


Dito siehe oben. DU wolltest doch unbedingt meine Position wissen. Bitte
verschwende Deine Zeit nicht weiter.

Zeitfresser. Naja, dies ist meine letzte Antwort. Noch ne Runde im Papageien-Karussell spare ich mir. Dass Du nichts zur Sache bringst, ist inzwischen klar.
Die Sache - hier nochmal - ist, dass Du nachplapperst, es ginge um EU vs. USA bei dem Abkommen, die Wahrheit ist aber, dass es ein Konzernförderungsabkommen ist, also Konzerne vs. Bürger. Nichts dazu von Dir. Erneut. Das ist doch albern.

Du kannst getrost davon ausgehen, dass alle meine Angaben nach Kräften
korrekt sind. Quelle hierzu ist ein Artikel in der FAZ vom 15.1.2015
gewesen.

Welche Seite? Ein Link wäre besser. Sorry, wenn ich nachhake - aber wie geschrieben - dieser Punkt war das einige von Substanz, was bisher von Dir kam. Daher lass diesen Punkt nicht im unbelegbaren Nichts verschwinden. Ich hab kein FAZ-Print-Archiv.

argumentum ad hominem: Position eines Streitgegners durch einen
Angriff auf persönliche Umstände oder Eigenschaften seiner Person
vornehmen. Wenn inhaltlich keine Argumente vorliegen. Das zählt nicht.


Das ist doch kein Angriff, wenn ich darauf hinweise, dass dieser Mann
davon lebt, Einschätzungen zu allem Möglichen abzugeben.

Ich sprach nicht von einem ANgriff, sondern davon, dass das per Definitionem ein argumentum ad hominem war. Eristrische Dialektik. So kannst Du der Position Müllers inhaltlich nichts entgegensetzen, denn Du lästerst nur über seine Person. Eristrische Dialektik, mehr ist das nicht.

Nochmal, ich antwortete auf Deine ausdrückliche Frage. Logik ist wohl
nicht Deine starke Seite, muss aber auch nicht.

Ich schreibe es nicht nochmal. Doch. Weils so lustig ist, wie Du Dich dumm stellst:
Die Sache - hier nochmal - ist, dass Du nachplapperst, es ginge um EU vs. USA bei dem Abkommen, die Wahrheit ist aber - so die Gegenrede, auf die Du eingehen sollst - lautet, dass es ein Konzernförderungsabkommen ist, also Konzerne vs. Bürger.

Das bedauere ich, aber diese Folgerung ist nicht logisch. Bloß ICH kann
Dir die gewünschten weiteren Argumente, außer dem einen, das ich
anführte, nicht liefern. Da musst Du Dich an den BDI oder an Minister
Gabriel wenden.

Du bist echt ein Knaller.

Gruß, Bernadette

Ich hab mir da mal ein Pro-TTIP-Argument ausgedacht

trosinette @, Dienstag, 28.04.2015, 18:02 vor 3914 Tagen @ Bernadette_Lauert 5277 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 28.04.2015, 18:08

Wenn es den Konzernen gut geht, dann geht es auch seinen Bürgern gut.

Guten Tag,

ca. 3,5 Mio. Bürger, die beispielsweise bei den 30 DAX-Konzernen angestellt sind, plus familiären Anhang, freuen sich vermutlich, wenn alles getan wird, damit sich die Konzerne richtig wohlfühlen. Dazu kommen dann noch die ganzen Angestellten bei den mittelständischen Zulieferern - nicht auszumalen.

Darüber hinaus kaufen X-Millionen Bürger ohne Not das Zeug der Konzerne. Zur Stärkung von politicaleconomy’s zukunftsweisender(?) Achse Paris-Berlin-Moskau-Peking könnte man ja auch mal auf einen LADA umsteigen oder sich die Haare und die Klamotten mit Sand waschen, wie es bis 18-hundert-irgendwas durchaus nicht unüblich war. Ganz basisdemokratisch ist dem Bürger dann aber Mehrheitlich die Nivea-Pflegelinie der Beiersdorf AG und ein 3er aus dem Hause der Quandt-Oligarchie doch irgendwie wesentlich angenehmer.

Man könnte von unseren Oberen natürlich auch erwarten, dass sie uns Bürger aus dem Ausbau des weltumspannenden Hyperkollektivs raushalten und wir unser eigenes Ding drehen. Du müsstest dann aber mit deiner aufklärerischen Debattenkultur beim Bürger möglicherweise gewisse Ernüchterungseffekte abfedern, wie wir sie in ähnlicher Form bereits nach der Euphorie der Widervereinigung kennengelernt haben.

Ich erlaube mir noch eine etwas abschweifende generelle Frage: Meinst du, dass es für die im Gelben-Forum diskutieren politischen Widrigkeiten der modernen Welt befriedigende politische Antworten gibt? Wenn ja, könntest du ja mal einige politische Antworten formulieren, die über eine mystische basisdemokratische Spontanheilung per Web 2.0 Informationskultur hinausgehen.

Mit freundlichen Grüßen
Schneider

Darf ich übernehmen?

KK, Dienstag, 28.04.2015, 18:16 vor 3914 Tagen @ trosinette 4933 Views

Hallo Schneider,

Ihre Formulierung dieser etwas abschweifenden Frage hat es mir angetan.[[top]]

Ich erlaube mir noch eine etwas abschweifende generelle Frage: Meinst du,
dass es für die im Gelben-Forum diskutieren politischen Widrigkeiten der
modernen Welt befriedigende politische Antworten gibt? Wenn ja, könntest
du ja mal einige politische Antworten formulieren, die über eine mystische
basisdemokratische Spontanheilung per Web 2.0 Informationskultur
hinausgehen.

Kann ich Ihr freundliches ok für die Weiterverwendung, ggf. mit leichter Änderung, ohne Link & Co bekommen?

Mit freundlichen Grüßen
Schneider

Freundliche Grüße
KK

Ja bitte

trosinette @, Mittwoch, 29.04.2015, 14:16 vor 3913 Tagen @ KK 4583 Views

Guten Tag,

Kann ich Ihr freundliches ok für die Weiterverwendung, ggf. mit leichter
Änderung, ohne Link & Co bekommen?

Ok

Mit freundlichen Grüßen
Schneider

Danke. So geht Debatte! / 147 Konzerne / USA als Konzernoligarchie keine Demokratie mehr

Bernadette_Lauert, Dienstag, 28.04.2015, 20:54 vor 3914 Tagen @ trosinette 5343 Views

bearbeitet von Bernadette_Lauert, Dienstag, 28.04.2015, 21:12

Hi troisinette, alias Schneider,

Ich hab mir da mal ein Pro-TTIP-Argument ausgedacht -
Wenn es den Konzernen gut geht, dann geht es auch seinen Bürgern gut.

Vielen Dank. Für Deinen Einwurf.
Ob Du Dir das ausgedacht hat, weiß ich nicht so recht, denn ich schrieb weiter oben ja bereits:

[B.La.:]

Ich nehme mal ein mögliches Pro-TTIP-Argument vorweg, um ggf. eine echte
Debatte anzutriggern: Nun könnte man sagen: Auch die deutschen Konzerne
profitieren davon, wenn ALLE Konzerne profitieren. Und die Zukunft wird nun
mal Konzernwirtschaft sein - entsprechend dem westlichen Werteparadigma

Das ist ja im Grunde "Dein" Argument.
Aber darum geht es nicht.
Du bist also der Überzeugung, dass, wenn es den Konzernen gut geht, auch den Bürgern gut geht. Halten wir das als These mal so fest.

Du untermauerst das Argument wiefolgt:

ca. 3,5 Mio. Bürger, die beispielsweise bei den 30 DAX-Konzernen
angestellt sind, plus familiären Anhang, freuen sich vermutlich, wenn
alles getan wird, damit sich die Konzerne richtig wohlfühlen. Dazu kommen
dann noch die ganzen Angestellten bei den mittelständischen Zulieferern -
nicht auszumalen.
Darüber hinaus kaufen X-Millionen Bürger ohne Not das Zeug der Konzerne.

Ich setze hier entgegen, dass 3,5 Mio. Bürger plus weitere in Zulieferbetrieben kein Maßstab sein können für eine ganze Gesellschaft.

Denn wenn die Konzerne immer mehr Macht gewinnen, treibt das einen Monopoli-Kreislauf an. Durch immer weitere Übernahme von Unternehmen konzentriert sich die Macht in immer weniger Händen.
Wir haben schon jetzt die äußerst bedenkliche Situation, dass 147 Konzerne - großteils in Banken- und Family-Office-Hand (kleine, elitäre Machtelite) bestimmen, was auf der Weltwirtschaft passiert. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich :
Mächtige Konzerne: 147 Unternehmen kontrollieren die Welt
http://www.fr-online.de/wirtschaft/maechtige-konzerne-147-unternehmen-kontrollieren-die...

Dieser Machtkonzentrationsprozess ist Gegenstand vieler Debatten. Ich will mal ganz plakativ den Dämon von Illumicorp an die Wand malen - der weltweiten Konzernherrschaft am Ende dieses Prozesses.

Zuende gedacht ist das der Weg zu genau jenen Entwicklungen, denen wir vieles von dem Leid auf dem Planeten zu verdanken haben. Partikularinteressen einer Pyramidenspitze sind eben in der Regel nicht gut für die ganze Gesellschaft.

Wenn das Großkapital und der IMK Hand in Hand Geopolitik machen, ist das
die absolute Herrschaft des einen Prozents. Schon heute gehören "dem einen reichsten Prozent" genausoviel wie den restlichen 99 Prozent. Der Weg hin zu Illumicorp ist also schon sehr weit beschritten.

Wo führt das ganze denn hin - zu welcher Herrschaftsphilosophie?
Welcher Geist wird die, von der Obrigkeit getroffenen Entscheidungen durchdringen?

Es sind die Entscheidungen einer von der Finanzwirtschaft bestimmten Elitenherrschaft, die nicht mal einen Staat zum okupieren braucht, da sie notfalls mit eigenen Söldnern ihre Interessen durchdrückt.
Dieser Punkt wird häufig nicht gesehen. Dass auch in failed und gerade "faillierenden" Staaten eine Privatarmee Machtinteressen durchdrücken kann (Das war ein kleiner Exkurs für die radikalen Staatsabschaffer, die an dieser Stelle einen blinden Fleck in der Wahrnehmung haben.) Die Welt ist leider komplizierter.

Ausgehend von den USA breitet sich dieser Krebs aus. In den USA ist die Entwicklung bereits weit Fortgeschritten: Eine Princeton-Studie ist vor kurzem zum Ergebnis gekommen, dass die USA gar keine Demokratie mehr sind. Vielmehr entscheide das Kapital -> genauer: die Oligarchen dahinter. (Quelle)

Konzernmacht hinterherzuklatschen heißt also folgerichtig zu bejaen, dass Gauner wie Soros, Kolomoisky oder Poroschenko über DEINE Lebenswirklichkeit entscheiden.
Ihnen wirst Du alles, was Du und Deine Kinder im Leben brauchen abkaufen müssen. Wasser, Infrastruktur, Bildung.

Ich könnte hier noch viiiiiel ergänzen, will es aber an dieser Stelle mal dabei belassen. Allein die beiden Studien sprechen Bände.

Zur Stärkung von
politicaleconomy’s
zukunftsweisender(?) Achse Paris-Berlin-Moskau-Peking
könnte man ja
auch mal auf einen LADA umsteigen oder sich die Haare und die Klamotten mit
Sand waschen, wie es bis 18-hundert-irgendwas durchaus nicht unüblich war.

Netter Spruch. [[top]]

Ganz basisdemokratisch ist dem Bürger dann aber Mehrheitlich die
Nivea-Pflegelinie der Beiersdorf AG und ein 3er aus dem Hause der
Quandt-Oligarchie doch irgendwie wesentlich angenehmer.

Menschen kaufen bei Konzernen ein. Dieser These stimme ich zu.
Der Wirtschaft ginge es besser, wenn die Unternehmen kleinteiliger strukturiert wären. Es ist der deutsche Mittelstand in Unternehmerbesitz, aufgrund dem es Deutschland gut geht.
Ach ja, dass wäre auch noch so ein Thema in Hinblick auf die Dichotomie Konzernwirtschaft vs soziale Marktwirtschaft.
Der Aspekt:
Unternehmer versus Manager. Unternehmer denken langfristig, Konzernmanager bis zu den Gewinnausschüttungen für die Aktionäre im kommenden Quartal und die eigenen Boni. usw.usw. Zur Untermauerung dieser These kann ich Dir einiges an Vorlesungen etc verlinken, falls Du mehr wissen möchtest.
Das jetzt mal fernab der Oligarchenherrschaftsgeschichte in der Langfristperspektive. Typen wie Soros und Kolomoyski werden über Krieg und Frieden entscheiden, wenn die Konzernoligarchie kommt.

Man könnte von unseren Oberen natürlich auch erwarten, dass sie uns
Bürger aus dem Ausbau des weltumspannenden Hyperkollektivs raushalten und
wir unser eigenes Ding drehen. Du müsstest dann aber mit deiner
aufklärerischen Debattenkultur beim Bürger möglicherweise gewisse
Ernüchterungseffekte abfedern,
wie wir sie
in ähnlicher Form bereits nach der Euphorie der Widervereinigung
kennengelernt haben.

Wie meinen?

Ich erlaube mir noch eine etwas abschweifende generelle Frage: Meinst du,
dass es für die im Gelben-Forum diskutieren politischen Widrigkeiten der
modernen Welt befriedigende politische Antworten gibt? Wenn ja, könntest
du ja mal einige politische Antworten formulieren, die über eine mystische
basisdemokratische Spontanheilung per Web 2.0 Informationskultur
hinausgehen.

Sehr gerne. Wenn Du so allgemein fragst, kann die Antwort allerdings nur "42" lauten. Viel habe ich hier bereits im Gelben angesprochen. Frag mich was bestimmtes, dann bekommst Du eine konkrete Antwort. Von einer mystischen basisdemokratischen Spontanheilung gehe ich übrigens nicht aus. Im Gegenteil. Ich hatte hier im Gelben bereits mehrere Male begründet, warum es nur der harte, steinige Weg sein kann, bei der der Mensch anders wird.

Es gibt operative, taktische und strategische Dinge zu tun zu klären und zu berücksichigen. Es gibt viele gute Antworten auf den verschiedenen Ebenen. Pauschalantworten gibt es nicht.

Das Dringlichste ist derzeit die Kriegsgefahr.
Es wäre vermessen, zu behauten, Dir hier die perfekte Utopie für eine optimal laufende Wirtschaft und Gesellschaft präsentieren, zu können. In einem Posting hier.

Aber ich bin guten Mutes, dass Antworten auf alles, was ansteht, gefunden werden können. Wenn man nur will. Und sich die Bürger, die einfach nur ein gutes Leben in friedlicher Gemeinschaft leben wollen, sich nicht mehr Divide-et-Impera-technisch teilen lassen. Das alles ist auch ein spirituelles Thema. so angreifbar dieses Adjektiv auch sein mag. Wenn Du es nicht magst, nimm nur die Fakten, die ich genannt habe - allein die beiden Studien sprechen Bände.

[image]

Mit freundlichen Grüßen
Schneider

Gruß, Bernadette

Ergaenzung: Jobmotor sind die klein- bis mittelstaendischen Unternehmen

CalBaer @, Dienstag, 28.04.2015, 21:22 vor 3914 Tagen @ Bernadette_Lauert 4882 Views

Selbst in den USA, wo die Grosskonzerne mehr dominieren als in Deutschland.

The Politicians Were Right! Small Companies, Not Big Companies, Create Jobs
http://www.forbes.com/sites/allbusiness/2014/06/04/the-politicians-were-right-small-com...

Small Businesses Once Again Create More Jobs Than Big Businesses
http://smallbiztrends.com/2014/02/employment-growth-in-small-businesses-january-2014-ad...

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Ergänzung: Machtwirtschaft / Regieren uns die Großkonzerne ?- Prof. Dr. Eberhard Hamer

Bernadette_Lauert, Dienstag, 28.04.2015, 22:29 vor 3914 Tagen @ Bernadette_Lauert 4870 Views

bearbeitet von Bernadette_Lauert, Dienstag, 28.04.2015, 22:35

Ach ja, viel schöner kann das Prof. Dr. Eberhard Hamer erklären:
https://www.youtube.com/watch?v=hLNH4AodKRM&feature=youtu.be (54m41s)
Viele werden ihn aus dem "Eigentümlich frei"-Umfeld her kennen.

Sein ganz frischer Vortrag (Upload 24.4.2015) beschäftigt sich mit genau der von mir in den Mittelpunkt gestellten Frage/Gegenthese:

Regieren uns die Großkonzerne? - TTIP und TISA

Spoiler: Ja. Und es ist nicht gut so.

Bitte anhören. Hamer ist ein ganz klarer Kopf und didaktisch ein Superprof.

Gruß, Bernadette

Ergänzung: Internationale Konzerne finden Möglichkeiten, keine Steuern zu zahlen

Bernadette_Lauert, Mittwoch, 29.04.2015, 09:30 vor 3913 Tagen @ Bernadette_Lauert 4726 Views

Hier ein paar Hinweise, wie das geht:
https://www.youtube.com/watch?v=_Am0OHuVMBM (8m55s)

Das sollen dann Mittelständler und der kleine Bürger tun.
Und die Staatsschulden bei den eigenen Konzernbanken steigen (im Westen).
Irrsinn mit System.
Die Infrastruktur und die ausgebildeten Bürger nutzen sie aber gerne, die Konzerne. Nur gezahlt wird halt nichts dafür. Über die krudesten Rechtskonstrukte, verteilt über den ganzen Globus.
Auch noch ein ganz wichtiger Punkt, wie ich finde...

Gruß, Bernadette

Wir leben doch bereits in der besten aller Wirtschaftswelten?!

trosinette @, Mittwoch, 29.04.2015, 10:00 vor 3913 Tagen @ Bernadette_Lauert 4855 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 29.04.2015, 10:36

Guten Tag,

über Konzentrationsprozesse, Oligarchen und der Schere zwischen Arm und Reich wurde ich bereits vor Jahren durch die Lügenpresse informiert. Dass die Wirtschaftsbosse dem Staat immer zwei Nasenlängen voraus sind, haben bereits die Fugger vorgemacht. Und Partikularinteressen zu verfolgen erscheint mir weniger als ein spezielles Merkmal der Wirtschaftsoligarchen sondern vielmehr als grundlegendes Wesensmerkmal der Demokratie.

Von der modernen Idee, dass wir den Konzentrationsprozess als Ergebnis einer großen Plans verstehen können, der von dunklen Hintermännern in Logen und Geheimbünden geschmiedet wurde und der womöglich seit den Tempelrittern oder gar seit der Erfindung der Götter zielgerichtet verfolgt wird, halte ich nichts. Ich kann aber verstehen, dass die Idee hilfreich ist, wenn man meint, dass wir uns aus der Miesere herauswinden, indem wir uns über den Plan der dunklen Hintermännern möglichst gut informieren und, als zweifelsfrei(?) gute Menschen, dem bösen Plan der bösen Menschen einen guten Plan entgegen stellen.

Aber Schwamm drüber. Klären wir lieber was Konkretes:

Der Wirtschaft ginge es besser, wenn die Unternehmen kleinteiliger
strukturiert wären. Es ist der deutsche Mittelstand in Unternehmerbesitz,
aufgrund dem es Deutschland gut geht.

Du behauptest zwar, dass du hier nicht die perfekte Utopie für eine optimal laufende Wirtschaft und Gesellschaft präsentieren kannst, weißt aber offenbar, wie es der Wirtschaft besser ginge.

Im VW-Stammwerk in Wolfsburg laufen auf 6 Quadratkilometern straff zentralistisch durchorganisierter Produktionsfläche pro Sekunde mindestens 1,5 Autos vom Band, 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, 52 Wochen pro Jahr. Als VW-Vorstandsoligarch würde es mich nun natürlich brennend interessieren, wie es kleinteiliger strukturiert besser ginge und was du unter besser verstehst – mehr Umsatz, mehr Output, mehr Marktanteil, mehr Gewinn?

70% der Wortschöpfung in der Automobilindustrie erfolgt laut VDA übrigens bei Zulieferern und ein großer Teil davon beim sogenannten Mittelstand, den ich damit zu einem nicht unerheblichen Anteil als abhängigen Wurmfortsatz der Konzerne verstehe.

Mit freundlichen Grüßen
Schneider

Verstehe mich nicht falsch... VW ist eine tolle Firma. TTIP ist das Thema und das mit Schlangenöl polierte Problem.

Bernadette_Lauert, Mittwoch, 29.04.2015, 10:55 vor 3913 Tagen @ trosinette 4850 Views

bearbeitet von Bernadette_Lauert, Mittwoch, 29.04.2015, 11:40

...freilich können Autos nicht von Mittelständlern gebaut werden. Eine VW ist nötig. Aber bei einer Deutsche Bank, die nach aktueller Nachrichtenlage künftig nur noch Casino spielen will, sieht die Sache vielleicht schon anders aus. Hier wurde Haftung auf den Bürger abgewälzt. Das ist Konzernbankensozialismus. So etwas darf sich die Gesellschaft nicht gefallen lassen. VW ist eine andere Sache.

Meine Einwände zielen vielmehr in die Richtung, dass man die Macht der Konzerne nicht noch stärken muss, durch TTIP. Und den Rest an Sozialer Marktwirtschaft nicht vollends an die US-amerikanisch geprägte Konzernoligarchie verscherbeln muss.

Das ist "fighting the good fight". Gegen TTIP. Nicht gegen VW.

VW mag als Unternehmen eine ganz tolle Nummer zu sein.
TTIP ist als Abkommen hingegen ein mit Schlangenöl poliertes Konzernförderungsabkommen.

Bitte sauber beim Thema bleiben.

Die Kernprobleme, denen entgegengewirkt werden muss, sind aus meiner Sicht:

Machtwirtschaft statt Marktwirtschaft (Prof. Hamer)
Er nennt hier einige konkrete politische Maßnahmen, die möglich und nötig wären, um Konzentrationsprozesse abzufedern, die Marktmechanismen aushebeln (Machtmissbrauch).

Zudem müssen Konzerne dazu gebracht werden, Steuern zu zahlen.

Betrachtet man die 147 Konzerne, die laut ETH Zürich das Wirtschaftsgeschehen und damit weite Teile der Lebenswirklichkeit auf dem ganzen Globus steuern, sieht man, dass ganz in der Mitte des Spinnennetzes Banken sitzen. Das sind diejenigen, die den Bürger entmachten und selbst über alles, auch Krieg oder Frieden entscheiden. (siehe Princeton-Studie, dass die USA keine Demokratie mehr sind, weil die Oligarchen entscheiden.)

Das Ergebnis sieht jeder, der hinblickt:

[image]

Ich plädiere lediglich für Vernunft und Realitätssinn.

Wenn wir bereits in der besten aller Wirtschaftswelten leben würden, wäre TTIP, das Schiedsgerichtsklagen vor US-Privatgerichten mit rotierenden Konzernanwälten (mal Richter, mal Kläger) vorsieht, doch gar nicht nötig, oder?
Außerdem leben wir nicht in der besten aller Wirtschaftswelten. Siehe Hamer. Bitte anhören. Ich erkenne da erhebliche Defizite beim Einordnen von Sachverhalten.

Außerdem stelle ich fest, dass sich Deine Einlasssungen (sorry, ich sieze nicht in Foren, das ist mir zu albern) auf einmal nur darauf beziehen, ob ich "VW verbieten wolle". Das ist ein Mißverständnis oder Rabulistik.
Das Thema ist TTIP.

Gruß, Bernadette

VW mag eine tolle Nummer sein? Verstehe mich nicht falsch...

trosinette @, Mittwoch, 29.04.2015, 14:10 vor 3913 Tagen @ Bernadette_Lauert 4755 Views

Guten Tag,

Betrachtet man die 147 Konzerne, die laut ETH Zürich das
Wirtschaftsgeschehen und damit weite Teile der Lebenswirklichkeit auf dem
ganzen Globus steuern

Ich durfte vor 2 Jahren die Produktionsverhältnisse bei VW in Wolfsburg live und in farbe ausgiebig betrachten und war damals schon von A bis Z vollkommen entsetzt, wie dort die Lebenswirklichkeit gesteuert wird, bzw. Lebenswirklichkeit eigentlich gar nicht mehr vorhanden ist. Ich habe mir aber nichts anmerken lassen.

Aus diesem Eindruck heraus, der mich als übersensibeles Weichei damals in Wolfsburg übermannte, kann mich die Studie der ETH Zürich nun leider nicht mehr groß erschüttern und beim Thema TTIP sehe ich kein Kernproblem, sondern nur eine weiterführende Marginalie.

...freilich können Autos nicht von Mittelständlern gebaut werden.

Können schon. Das Autochen und die dazugehörigen Produktionsprozesse, die beim einem mittelständischen Autobauer vermutlich mehr auf Leidenschaft und Handarbeit beruhen als auf Prozessoptimierung, kann sich aber leider nur der böse Oligarch leisten. Die popligen Stückzahlen können auch nicht unseren Vorstellungen von Mobilität genügen, die die Illuminatis der Gesellschaft in betrügerischer Absicht(?) eingeimpft haben. Mobilität ist ja quasi ein Menschenrecht.

Bitte sauber beim Thema bleiben.

Nun ja, es hängt halt Alles mit Allem zusammen und du hast mir erlaubt, einfach was Bestimmtes zu fragen und ich bekomme dann eine konkrete Antwort.


Ich frage also, wie es mit der besseren, kleinteilig strukturierten Wirtschaft ganz konkret im Hinblick auf unserer Autoindustrie und VW verhält und bekomme als konkrete Antwort den Hinweis, dass es sich dabei entweder um ein Missverständnis oder Rabulistik meinerseits handelt und ich dir unterstelle, dass du VW abschaffen willst?!

Da mich aber, wie ausgeführt, das Thema TTIP nicht großartig aus dem Häuschen bringt, lasse ich es bei diesem kleinen „Diskussion-Ausflug“ bewenden.

Mit freundlichen Grüßen
Schneider

Ich bin immer noch an einer sachlichen Diskussion über TTIP interessiert. Aber ohne "mutatio controversiae"

Bernadette_Lauert, Mittwoch, 29.04.2015, 14:46 vor 3913 Tagen @ trosinette 4724 Views

bearbeitet von Bernadette_Lauert, Mittwoch, 29.04.2015, 15:35

Ich frage also, wie es mit der besseren, kleinteilig strukturierten
Wirtschaft ganz konkret im Hinblick auf unserer Autoindustrie und VW
verhält und bekomme als konkrete Antwort den Hinweis, dass es sich dabei
entweder um ein Missverständnis oder Rabulistik meinerseits handelt und
ich dir unterstelle, dass du VW abschaffen willst?!

In diesem Thread würde ich gerne über TTIP sprechen, und nicht über andere Themen wie ob es den VW-Konzern geben sollte oder lieber kleinteiligere Autobauer. Von Rabulistik spreche ich, weil ich mich mit Aussagenlogik und Diskursen auskenne und hier ein kleines Lämpchen aufblinkte, mit dem Hinweis: mutatio controversiae (Veränderung der Streitfrage). Ich versuche nur stringent Erkenntnisprozesse durch redlich geführte Debatten voranzutreiben. Wenn es um TTIP geht, ist mir das sehr wichtig. Plauschen können wir gerne in anderen Threads.

Ich durfte vor 2 Jahren die Produktionsverhältnisse bei VW in Wolfsburg
live und in farbe ausgiebig betrachten und war damals schon von A bis Z
vollkommen entsetzt, wie dort die Lebenswirklichkeit gesteuert wird, bzw.
Lebenswirklichkeit eigentlich gar nicht mehr vorhanden ist. Ich habe mir
aber nichts anmerken lassen.

Die sollen ja jetzt bunte Schraubenzieher am Fließband bekommen, hat die Gewerkschaft durchgedrückt. Danke für den Bericht. Um TTIP geht´s da aber nicht.

Aus diesem Eindruck heraus, der mich als übersensibeles Weichei damals in
Wolfsburg übermannte, kann mich die Studie der ETH Zürich nun leider
nicht mehr groß erschüttern und beim Thema TTIP sehe ich kein
Kernproblem, sondern nur eine weiterführende Marginalie.

Das Kernproblem ist, dass TTIP ein weiterer Meilenstein zum Ende der Demokratie und hin zur Konzernoligarchie ist. Siehe Princeton-Studie und den Vortrag auf dem CCC. Ich empfehle wirklich, diese Aspekte zu studieren. Das ist alles andere als eine Marginalie, wenn Konzerne vor Privatgerichten bei angeblichen Handelshemmnissen entgangene Gewinne einklagen können. Vielmehr ist das der vertragsgewordene Wahnsinn, der den Rechtsstaat ad absurdum führt. Mindestlohn erhöhen? Arbeitsverhältnisse bei VW und anderen verbessern? Bienensterbenverhindern durch bestimmte neue Regelungen? All das kann als Handelshemmnis gelten und den Steuerzahler Milliarden kosten. Darum geht es. Bitte auch Dirk Müller anhören. Das sind unbestreitbare FAKTEN!!

...freilich können Autos nicht von Mittelständlern gebaut werden.


Können schon. Das Autochen und die dazugehörigen Produktionsprozesse,
die beim einem mittelständischen Autobauer vermutlich mehr auf
Leidenschaft und Handarbeit beruhen als auf Prozessoptimierung, kann sich
aber leider nur der böse Oligarch leisten. Die popligen Stückzahlen
können auch nicht unseren Vorstellungen von Mobilität genügen, die die
Illuminatis der Gesellschaft in betrügerischer Absicht(?) eingeimpft
haben. Mobilität ist ja quasi ein Menschenrecht.

Wie schon angedeutet. Das ist doch nicht unser Thema TTIP oder? Ich würde ungern dieses wichtige Thema zugunsten einer Debatte verlassen, darüber, ob auch Mittelständler Autos bauen können. Is nicht so mein Thema.

Bitte sauber beim Thema bleiben.


Nun ja, es hängt halt Alles mit Allem zusammen und du hast mir erlaubt,
einfach was Bestimmtes zu fragen und ich bekomme dann eine konkrete
Antwort.

Wenn es darum geht, ob TTIP ein mit Schlangenöl poliertes Konzernförderungsabkommen ist, welches in gewisser Weise das Ende der Demokratie bedeutet, ist die Frage, ob auch mittelständler Autos bauen können nicht sooo wichtig. Denn dass es solche Konzerne geben muss, steht doch nicht zur Debatte.

Da mich aber, wie ausgeführt, das Thema TTIP nicht großartig aus dem
Häuschen bringt, lasse ich es bei diesem kleinen „Diskussion-Ausflug“
bewenden.

Ich denke mit den weiterführenden Informationen hättest Du die Möglichkeit die Gefahr durch TTIP zu erkennen. Sorry, wenn ich so arrogant klinge. Aber mein Argumentarium wäre noch lange nicht ausgereizt und ich bin enttäuscht, dass wir nicht ins Detail gehen, sondern immer wieder über kleinteilige Wirtschaft und VW sprachen.

Ich bin immer noch an einer sachlichen Diskussion an TTIP interessiert. Dann sollten wir aber langsam mal damit anfangen beispielsweise über Zweck, Bedeutung und Gefahren der Schiedsgerichte zu sprechen, bei denen internationale Konzerne (keine Mittelständler) einklagen können, wenn ihnen durch "Handelshemmnisse" Gewinne entgangen sind.

Mit freundlichen Grüßen
Schneider

Gruß, Bernadette

Aber die Konzerne zahlen doch Steuern! Mehr als genug! Sie sind sogar fast die Einzigen, die netto Steuern zahlen

Mephistopheles @, Datschiburg, Mittwoch, 29.04.2015, 14:44 vor 3913 Tagen @ Bernadette_Lauert 4638 Views

Zudem müssen Konzerne dazu gebracht werden, Steuern zu zahlen.

Hi, Bernadette,
jetzt komm mal runter! [[herz]]

Aber die Konzerne zahlen doch Steuern!
Die Konzerne zahlen doch Steuern, und sie sind neben den Unternehmern und Selbständigen fast die Einzigen, die netto Steuern zahlen!

Da wären zunächst einmal die direkten Steuern wie Mehrwertsteuer und Ertragssteuer, und dann die indirekten Steuern, welche die Konzerne über ihre Mitarbeiter bezahlen.
Das Geld wird jedoch direkt vom der Konto Konzern an Konto Staat überwiesen, ohne dass der Mitarbeiter auch nur ein Fingerchen drin hätte.
Nur auf dem Papier erscheint da ein "sogenanntes" Brutto und ein "sogenanntes" Netto.
Das Geld hat der Arbeitnehmer nie in der Hand, er zahlt auch keine Steuer, er bekommt allenfalls mal eine Steuerrückerstattung.
Frag doch mal die Arbeitnehmer, die du kennst, wann sie direkt Steuern an den Staat bezahlt haben.
Allenfalls mal KFZ-Steuer und Grundsteuer, wenn sie ein eignes Häusle besitzen.
Aber ansonsten wird der weit überwiegende Teil aller Steuern von den Konzernen und den Unternhemen direkt an den Staat bezahlt.

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Zweimarkfünfzig zahlen Sie... und dafür willst Du der Konzernoligarchie die Herrschaft in den Anus stecken?

Bernadette_Lauert, Mittwoch, 29.04.2015, 15:21 vor 3913 Tagen @ Mephistopheles 4839 Views

bearbeitet von Bernadette_Lauert, Mittwoch, 29.04.2015, 15:48

Das Problem liegt darin, dass es vielen international tätigen Unternehmen gelingt, Lücken im Steuersystem zu nutzen, um einen Großteil ihrer Gewinne in Ländern auszuweisen, die diese Gewinne niedrig oder gar nicht besteuern.

Es mag Ausnahmen geben, aber gehe einfach mal davon aus, dass die Firmen, die Du als erstes mit dem Begriff "Konzern" assoziierst etwa 2 bis 3 Prozent Steuern zahlen.

Eine Vielzahl wissenschaftlicher Untersuchungen dokumentiert, dass multinationale Unternehmen vergleichsweise kaum Steuern zahlen. Beispielsweise werden Aktivitäten in Hochsteuerländern stärker mit Krediten als mit Eigenkapital finanziert, weil Zinsen meistens abzugsfähig sind, die Entlohnung des Eigenkapitals in Form von Gewinnausschüttungen hingegen nicht.
Lieferungen zwischen Unternehmen, die zu einem Konzern gehören, werden so bewertet, dass Gewinne eher in Ländern mit niedrigeren Steuersätzen verbucht werden.
Unternehmen steigern ihre Investitionen in Ländern, die ihre Steuern senken, und bauen Aktivitäten dort ab, wo Steuern erhöht werden.
Mit einem Heer an Steuerberatern lässt sich das auf die Spitze treiben, so dass kaum noch Steuerlast übrig bleibt.

Was folgt daraus: Die Belastung für Mittelständler ohne internationale Geldverschiebungsmöglichkeiten und für Bürger ist daher umso höher.

Aber selbst wenn Konzerne nicht so agieren würden (Luxleacks ist auch vollkommen an Dir vorbeigegangen, oder?) ist das doch kein Grund für private Schiedsgerichte bei denen internationale Konzerne auf entgangene Gewinne klagen können, wenn ihnen irgendein Gesetz nicht passt!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Fiktives Beispiel: Stell Dir vor, ein Gesetz ist nötig, um das Bienensterben zu verhindern. Monzanto würde dadurch aber Gewinn entgehen. Dieser entgangene Gewinn muss laut Investorenschutzabkommen ersetzt werden. Dieses Recht werden Schiedsgerichte in Washington durchdrücken, bei denen Konzernanwälte rotierend einmal als Kläger und dann wieder als Richter auftreten.

Mach die Augen auf!!! Und schau nach Mexiko. Die bereuen ihr "Freihandelsabkommen" mit den USA zu tiefst.

De facto sollen US-Konzerne Mitspracherecht in der Gesetzgebung bekommen. Diesmal ganz offiziell.

Das legitimiert sich in Deiner Logik dadurch, dass die 2 bis 3 Prozent Steuern zahlen, während die auch von ihnen genutzte Infrastruktur und die Bildung der Mitarbeiter mal schön die Mittelständler und Bürger zahlen sollen.

Häh? Jemand zuhause?

Gruß, Bernadette

P.S. Alle Welt weiß, dass es da ein Steuerproblem mit Konzernen gibt. Frag im Kindergarten nach, die kennen die Thematik. Und Du behauptest einfach mal so locker-flockig: "Sie [die Konzerne] sind sogar fast die Einzigen, die netto Steuern zahlen."
Was ist los mit Dir? Welche Pseudo-VWL von welchem Think-Tank soll das bitte belegen? Da tun sich Abgründe auf, wenn ich so maximalfalsche Behauptungen lesen muss.

Aber Bernadette, warum machst du es denn so kompliziert? Im Prinzip ist es doch ganz einfach

Mephistopheles @, Datschiburg, Mittwoch, 29.04.2015, 17:08 vor 3913 Tagen @ Bernadette_Lauert 4613 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 29.04.2015, 17:32

Das Problem liegt darin, dass es vielen international tätigen Unternehmen
gelingt, Lücken im Steuersystem zu nutzen, um einen Großteil ihrer
Gewinne in Ländern auszuweisen, die diese Gewinne niedrig oder gar nicht
besteuern.

(...)

Eine Vielzahl wissenschaftlicher Untersuchungen dokumentiert, dass
multinationale Unternehmen vergleichsweise kaum Steuern zahlen.

Natürlich lassen sich die Steuern erhöhen oder anders eintreiben.
Du musst den Konzernen nur sagen, wie viel du in Zukunft mehr für deren Produkte bezahlen willst, und schon ist die Sache geritzt.

PE ES:
Oder solltest du zur Abwechslung mal zu denjenigen gehören, die beklagen dass Arbeitsplätze und ganz Industrien abwandern nach Fernost, auch da ist Abhilfe möglich:
Du brauchst nur die einheimischen Industrien freistellen von sätlichen Steuern und Abgaben und Auflagen, und schon bleiben die Arbeitsplätze im Lande.
Mit Fernost zu konkurrieren schaffen nämlich hiesige Unternehmen locker.

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Mäusemelken in der Hölle

Bernadette_Lauert, Mittwoch, 29.04.2015, 19:18 vor 3913 Tagen @ Mephistopheles 4567 Views

Natürlich lassen sich die Steuern erhöhen oder anders eintreiben.
Du musst den Konzernen nur sagen,
wie viel du in
Zukunft mehr für deren Produkte bezahlen willst
, und schon ist die
Sache geritzt.

Du sprichst von Besteuerung.

PE ES:
Oder solltest du zur Abwechslung mal zu denjenigen gehören, die beklagen
dass Arbeitsplätze und ganz Industrien abwandern nach Fernost, auch da ist
Abhilfe möglich:
Du brauchst nur die einheimischen Industrien freistellen von sätlichen
Steuern und Abgaben und Auflagen, und schon bleiben die Arbeitsplätze im
Lande.
Mit Fernost zu konkurrieren schaffen nämlich hiesige Unternehmen locker.
Gruß Mephistopheles

Du sprichst von Steuerbefreiung.

Alles schön und gut.

Wenn Du auch mal über TTIP sprechen willst kannste Dich ja nochmal melden.

Hier wäre ein Anknüpfungspunkt:

Fiktives Beispiel: Stell Dir vor, ein Gesetz ist nötig, um das Bienensterben zu verhindern. Monzanto würde dadurch aber Gewinn entgehen. Dieser entgangene Gewinn muss laut Investorenschutzabkommen ersetzt werden. Kann schnell in die Milliarden gehen. Dieses Recht werden Schiedsgerichte in Washington durchdrücken, bei denen Konzernanwälte rotierend einmal als Kläger und dann wieder als Richter auftreten. Toll, ne?

Greetz, B.

Geballtes Infopaket zu TTIP auf dem letzten CCC: Deine Rechte sind in diesem Freihandelsabkommen nicht verfügbar

Bernadette_Lauert, Mittwoch, 29.04.2015, 13:04 vor 3913 Tagen @ trosinette 4774 Views

bearbeitet von Bernadette_Lauert, Mittwoch, 29.04.2015, 13:08

Diese TTIP-Debatte startete ja, wegen des Vorwurfes, die Gegner würden sich nicht damit beschäftigen, da auf den EU-Servern kaum in den offiziellen EU-Materialien herumgeklickt wird.
Correctiv hat genau dieses Thema aufgegriffen und plausibel begründet: Auf den EU-Servern werden ausgewählte Marketing-Broschüren bereitgestellt.

Informieren kann man sich hingegen hier:
https://www.youtube.com/watch?v=puKZLPd4jjM (1h02m16s)
Das ist ein Vortrag auf dem 31. Chaos Communication Congress [31c3] des Chaos Computer Club [CCC] am 29.12.2014 mit dem Titel:

Deine Rechte sind in diesem Freihandelsabkommen nicht verfügbar.

Zum Inhalt:
"Die Kritik am Freihandelsabkommen TTIP und CETA auf die Chlorhühnchen zu beschränken, greift viel zu kurz. Denn bei den beiden Abkommen zwischen der EU und den USA und der EU und Kanada steht noch viel mehr auf dem Spiel. Egal ob Datenschutz, Demokratie oder Urheberrecht – Abkommen, an denen Konzerne unter Ausschluss der Öffentlichkeit mitschreiben können, sind selten eine gute Idee. Sitzungsdokumente mit “unverbindlichen” Lobby-Vorschlägen und Leaks der Vertragstexte lassen wenig Gutes erwarten. Datenschutzstandards laufen Gefahr zu Handelshemmnissen erklärt zu werden. Konzerne pochen darauf, Staaten vor außerstaatlichen Schiedsgerichten auf Schadensersatz verklagen zu können. Was die Bürger wollen, wurde im ganzen Verhandlungsprozess der beiden Freihandelsabkommen nicht einmal gefragt."

Dirk Müller spricht vom Ende der Demokratie.
https://www.youtube.com/watch?v=KMsFKv5YrAw (1m52s)

Also bitte nicht nur darüber sprechen, dass VW doch nicht abgeschafft werden kann. Das ist ist doch Rabulistik und hat nichts mit dem Thema hier zu tun, welches TTIP lautet.

Übrigens: Ein entsprechendes Freihandelsabkommen mit den USA hat Mexiko bitter bereut. Es braucht schon eine wirklich transatlantisch super eingenordete Lügenpresse, damit das hierzulande nicht wirklich zur Sprache kommt.

Gruß, Bernadette

Auch die allerbesten politischen Ideen lassen sich nur mittels Diktatur realisieren (ausser es lässt sich viel $$$ verdienen)

Nonpopulo @, Dienstag, 28.04.2015, 23:01 vor 3914 Tagen @ trosinette 4795 Views

> Ich erlaube mir noch eine etwas abschweifende generelle Frage: Meinst du,
[quote]dass es für die im Gelben-Forum diskutieren politischen Widrigkeiten der
modernen Welt befriedigende politische Antworten gibt? Wenn ja, könntest
du ja mal einige politische Antworten formulieren, die über eine mystische
basisdemokratische Spontanheilung per Web 2.0 Informationskultur
hinausgehen.
[/quote]

Befriedigende politische Antworten sind deshalb vollkommen unbedeutend und die Suche danach - zumindest mit dem Anspruch nach gesellschaftlicher Umsetzung allfälliger Antworten - generell faschistoid.

Beste Grüsse Nonpopulo

--
Mich widern alle Ideologien an, egal ob sie von links oder rechts kommen, sie ignorieren die Natur des Menschen. (Claude Cueni, Script Avenue)

Blue Moon Baby

Kein Vertragstext, sondern Marketingbroschüren

Martin @, Montag, 27.04.2015, 10:46 vor 3915 Tagen @ Orlando 5664 Views

Ich habe in einem anderen Forum mein Ergebnis meiner partiellen Recherchen geposted, inkl. einiger Übersetzungen: http://83273.homepagemodules.de/t7235f27-TTIP.html

Am Ende blieb mir nur noch das Urteil: Für die Dummen.

Gruß, Martin

Lesen macht nicht satt, bezahltes Verhandeln hingegen schon

Ötzi @, Montag, 27.04.2015, 10:47 vor 3915 Tagen @ Orlando 5573 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 27.04.2015, 15:33

Hallo Orlando,

Die Verhandler werden vom Steuerzahler bezahlt, wenn sie endlose Verhandungstexte produzieren. Als Bürger bekommt man hingegen proportional zu Länge und Anzahl der Texte entsprechend viel Hunger beim Lesen, dem keine entsprechenden kostenfreien Lebensmittellieferungen gegenüberstehen.

Außerdem findet ja bereits legaler Warenhandel zwischen den EU-Ländern und den USA statt, so dass ein zusätzliches Handelsabkommen nicht dringlich erscheint.
Wie sonst kämen die kalifornischen Mandeln und Erdnüsse in unsere Supermärkte?

Gruß,

Ötzi

Die richtigen Pornos liegen naemlich im Giftschrank

CalBaer @, Montag, 27.04.2015, 18:00 vor 3915 Tagen @ Orlando 5752 Views

Nur die jugendfreien Schriften sind frei zugraenglich. Wenn nicht mal EU-Abgeordnete die harten Sachen einsehen duerfen, kann man das ins Web gestellte Material getrost als Ulk verbuchen.

Knapp die Hälfte aller TTIP-Dokumente jedenfalls fallen in eine der beiden Kategorien und sind als Verschlusssache eingestuft. Per Mail werden sie nicht verschickt. Der EU ist kein gangbarer Weg der elektronischen Kommunikation dafür sicher genug. Nur die Mitglieder der sogenannten Monitoring Group, im Wesentlichen die Vorsitzenden der zuständigen Ausschüsse des EU-Parlaments, bekommen Ausdrucke – mit individuellen Wasserzeichen, damit mögliche Leaks zurückverfolgt werden können. Die einfachen Mitglieder der Ausschüsse müssen in einen von zwei speziell gesicherten Leseräumen kommen – einer befindet sich im Gebäude der EU-Kommission, einer im Parlament.
Alle übrigen Abgeordneten dürfen die Dokumente nicht einsehen. Eine Ausnahme bilden die Vorsitzenden der übrigen Ausschüsse – sie dürfen Teile des Vertragsentwurfs dann einsehen, wenn sie ihre unmittelbare Fachzuständigkeit betreffen. Es sei „unmöglich“, klagt die grüne EU-Abgeordnete Helga Trüpel, sich auf diese Weise ein Bild über die Verhandlungen zu verschaffen. Um mehr ginge es ohnehin nicht: Eine Vetomöglichkeit während der laufenden Verhandlungen ist nicht vorgesehen.

https://www.taz.de/!158459/

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Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
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Anfrage: TTIP und HP von Firmen.

Odin @, Donnerstag, 30.04.2015, 14:47 vor 3912 Tagen @ Orlando 4453 Views

Tag

Zur meiner Anfrage, ich hatte diesen Fall. Meine HP wurde gesperrt durch eine US Kosmetikfirma, wegen unerlaubter Benutzung ihres Namens. Ich hatte ein Gästebuch dort wurde im HTML Code etwas eingetragen. Im Gästebuch konnte es nicht gelesen werden, da es nicht auf dem Bildschirm ersichtlich war. Meine Frage könnte nach dem TTIP unterzeichnet wurde die US Firma mich auf Schadensersatz verklagen?

Gruß Odin

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Bring es auf den Punkt! Qui bono?

Wider deine desinformierte liberale Propaganda

politicaleconomy @, Donnerstag, 30.04.2015, 22:31 vor 3912 Tagen @ Orlando 4619 Views

Zuviel Wissen schadet nur dem Enthusiasmus.

So ist es, und deswegen bleiben die entscheidenden TTIP-Dokumente geheim selbst für Abgeordnete. Die britische Abgeordnete Molly Scott Cato wollte Einsicht nehmen.

Hier ihr Bericht:

"I have now been granted privileged access to the European parliament restricted reading room to explore documents relating to the Transatlantic Trade and Investment Partnership (TTIP) deal. But before I had the right to see such top secret” documents, which are restricted from the gaze of most EU citizens, I was required to sign a document of some 14 pages, reminding me that “EU institutions are a valuable target” and of the dangers of espionage. Crucially, I had to agree not to share any of the contents with those I represent."
(zum ihrem Artikel im Guardian)

Deutsche Übersetzung hier.

Deine Sicht ist - wie der von jedem Priester - von Deinen Glaubenssätzen bestimmt - nicht vom Blick darauf, was wirklich passiert. Ich zähle Dich dabei eher zu den naiv Gläubigen, nicht zu den böswillig verzerrenden.

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Wandere aus, solange es noch geht.