Hallo Liated,
Varfourfakis bringt ja (auch in seinem Buch <<Der globale Minotaurus>>)
nicht _d_i_e_ Lösung, sondern „nur“ den 1. unabdingbaren Schritt in
diese Richtung: Das gCC = globale Clearing Center.
Gab es diese Idee nicht schon vor 70 Jahren, kombiniert mit einer Weltwährung?
Nur die Einführung eines gCC müßten ALLE mit ALLEM mitmachen, heißt
vollkommene Transparenz gegenüber einem Center.
Sorry, habe ALLE mit ALLEM geschrieben und auch gemeint.
Mit ALLE meine ich wirklich alle, also nicht nur die Beteiligten am Import/Export, sondern alle sonstigen Spieler in der Finanzwirtschaft.
Mit ALLEM auch alle Verbriefungen, alle Geschäfte der Schattenbanken etc..
Nicht alle mit allen. Sondern präzis „nur“ alle 200 ZBen weltweit
(man sollte sie *nationale* Clearing Center (´nCC´) nennen) miteinander,
die via gCC vernetzt, zentral verrechnen. Was? Den inter-nationalen
Zahlungsverkehr (ZV) (der eigentlich Clearing-Verkehr o.ä. heißen
müsste!) wegen des Bezahlens (aka Clearing) der Handels-Fakturen aus dem
inter-nationalen Import/Export. Diesen verlassen inländische Nichtbanken¹
via inländische Hausbank², via nationale ZB³, via gCCâ´ zu Gunsten
ausländischer ZBâµ, ausländische Hausbankâ¶ einer ausländischen
Nichtbankâ·. (Recht ähnlich dem paneuropäischen Publikums-ZV via
Target2, sozusagen die magere, europäische Krüppel-Version;- ) des gCC)
Ist das vorstellbar?
M.E. im heutigen Umfeld nicht: Die inter-nationalen
Eigengeschäfte der
Banken würden die Salden des gCC durcheinander bringen und völlig
aus dem Ruder laufen lassen. Verböte man diese Eigengeschäfte, wäre das
Problem der ständig wachsenden Clearing-Salden immer noch nicht gelöst,
aber enorm abgeschwächt. Man gewänne Zeit (Generationen?), über
Kurt´s
Kühler auf ninter-nationaler_u_n_d_ nationaler Ebene nachzudenken.
Genau das ist in meinem ALLE mit ALLEM gemeint: KEINE Ausnahmen.
Ändert sich dadurch Deine Antwort?
Ps:
Varoufakis ist mMn ein Blender, der nichts weiter will als Geld,..
M.E. tust Du diesem armen Teufel;- ) Unrecht. Er möchte die Welt
verändern und sagt interessanterweise zu (inter)natioalen Schulden und
Guthaben in seinem o.e. Buch im Kern dasselbe wie Helmut Schmidt in diesem
(2.Min. 59 Sek) kurzen, brisanten Film:
https://www.youtube.com/watch?v=i4L5pNThtQ4
Den Willen zur Veränderung (zum Guten?)möchte ich ihm nicht absprechen.
Nur, das von HSchmidt angesprochene deutsche Lohndumping hätte GR auch durchführen können (?) und damit die Verschuldungssituation wenigstens mildern können.
..möglichst viel und schnell, langfristig tilgungsfrei und mit Zinssatz
nahe
null. V Dazu einen de facto Schuldenschnitt von 100%.
Dann und nur dann könnte er sich/ die Regierung retten und seine
Versprechungen mit dem möglicheweise vorhandenen strukturellen
Überschuß
wenigstens z.T realisieren.
Ein solches Ansinnen widerspräche mMn der Fairness im Sinne der
Spieltheorie (sein Fachgebiet) sowie Varoufakis´ Mentalität und
Ansichten, die in seinem o.e. Buch deutlich „durchschimmern“. Bei den
gegenwärtigen Verhandlungen mit der EU scheitert(e) er an den Betonköpfen
seiner Verhandlungs-Partner, die genau das nicht kapieren können, was
Helmuth Schmidt in obigem Film erklärt.
Alle "schönen Lösungen" scheitern doch derzeit daran, daß Zeit vergeht und die bestehenden Schulden nicht bedient werden können, die Gläubiger auf Rückzahlung bestehen und für GR kein Hochbuchen möglich ist.
Selbst wenn D dem Altkanzler HSchmidt folgen würde (D muß zahlen, bar oder per Verzicht), ändert das etwas am Bankrott von G und an der schwierigen Lage seiner Menschen?
Sorry, ich bleibe bei meiner Einschätzung, die die aktuelle Situation betrifft, nicht den Menschen V.
Freundliche Grüße
KK