Wie man den Kopf in den Sand steckt ...

politicaleconomy @, Montag, 27.04.2015, 01:03 vor 3915 Tagen 7012 Views

... kann man offensichtlich bei der Eurogruppe lernen:

"Insider berichten aus der Sitzung, dass sich mehrere Minister bei den Ausführungen Varoufakis' die Ohren zuhielten, mit den Augen rollten oder diese lieber gleich ganz schlossen." (Quelle)

Klar - wenn man die Augen schließt, ist die Realität gleich eine ganz andere. Und wenn man die Ohren schließt, auch - vor allem, wenn unter dem eigenen Hintern bereits eine Bombe tickt.

Ist doch mal eine schöne, zukunftsweise Alternative zum altgewohnten Produzieren der immergleichen, brav auswendiggelernten Worthülsen.

Mr. Varoufakis, die VWL und die EU- bzw. EZB-Politik(er) ..

Beo2 @, NRW Witten, Montag, 27.04.2015, 16:12 vor 3915 Tagen @ politicaleconomy 4650 Views

"Insider berichten aus der Sitzung, dass sich mehrere Minister bei den Ausführungen Varoufakis' die Ohren zuhielten, mit den Augen rollten oder diese lieber gleich ganz schlossen."
(Quelle)

Klar - wenn man die Augen schließt, ist die Realität gleich eine ganz andere. Und wenn man die Ohren schließt, auch - vor allem, wenn unter dem eigenen Hintern bereits eine Bombe tickt.

Das Problem ist ein anderes: Es geht nicht ums Wollen, sondern ums Können.

Das Problem der anderen Finanzminister ist, dass sie in der Sache einfach nicht verstehen können, was ihnen der Varoufakis erzählt. Wen wundert's? Mich nicht. Das sind Juristen, keine Volkswirte.
Hinzu kommt, dass der Varoufakis nicht nur ein äußerst versierter Professor der VWL ist, sondern auch ein anstrengender Schnelldenker und Schnellredner. Aus dem Mann sprudeln nur so Lösungsvorschläge, die völlig neu sind.

Eine der Ursachen für das Unverständnis ist also, dass Varoufakis hyperschnell von recht komplizierten Zusammenhängen redet. Da kommt auch kein Simultandolmetscher inhaltlich korrekt und vollständig mit, geschweige denn ein Jurist aus Deutschland!
Ich bin mir sicher: Die Dolmetscher packen das nicht. Mensch kann auch schwerlich etwas korrekt dolmetschen, was man es selbst überhaupt nicht versteht.

Bedenke doch nur, auf welch erbärmlich-primitivem Denkniveau sich die gegenwärtige Finanz- und Wirtschaftspolitik in der EU bewegt. Oder höre nur, wie die EZB (Mr. Draghi) ihre aberwitzige Geldpolitik begründet. Dümmer geht's nimmer.

Hier sollte V. unbedingt mehr Rücksicht auf seine Gesprächspartner nehmen. Sonst findet er keinerlei "Verstehen".

Mit Gruß, Beo2

Der versierte Professor der VWL und seine Lösung

KK, Montag, 27.04.2015, 19:12 vor 3915 Tagen @ Beo2 4406 Views

bearbeitet von KK, Freitag, 31.07.2015, 20:23

Hallo Beo2,

Das Problem ist ein anderes: Es geht nicht ums Wollen, sondern ums
Können.

Das Problem der anderen Finanzminister ist, dass sie in der Sache einfach
nicht verstehen können, was ihnen der Varoufakis erzählt. Wen wundert's?
Mich nicht. Das sind Juristen, keine Volkswirte.

Sie behaupten ernsthaft, daß nur Volkswirte (=Esoteriker) die Sache verstehen können?

Und um welche Sache geht es denn?
- Ökonomie?
- Politik?
- Geopolitik?
- Staatsverständnis?
Sollte es um mehr als Ökonomie gehen, welchen Beruf muß dann der Wissende haben?

Hinzu kommt, dass der Varoufakis nicht nur ein äußerst versierter
Professor der VWL ist, sondern auch ein anstrengender Schnelldenker und
Schnellredner. Aus dem Mann sprudeln nur so Lösungsvorschläge, die
völlig neu sind.

Versiert???
Lösungsvorschläge? Welche und wieviele?
Was ist daran neu?

Eine der Ursachen für das Unverständnis ist also, dass Varoufakis
hyperschnell von recht komplizierten Zusammenhängen redet. Da kommt auch
kein Simultandolmetscher inhaltlich korrekt und vollständig mit,
geschweige denn ein Jurist aus Deutschland!

Warum nur der Jurist aus Deutschland?
Haben die anderen Juristen aus den anderen Ländern ihn doch verstanden?

Ich bin mir sicher: Die Dolmetscher packen das nicht. Mensch kann auch
schwerlich etwas korrekt dolmetschen, was man es selbst überhaupt nicht
versteht.

Bedenke doch nur, auf welch erbärmlich-primitivem Denkniveau sich die
gegenwärtige Finanz- und Wirtschaftspolitik in der EU bewegt. Oder höre
nur, wie die EZB (Mr. Draghi) ihre aberwitzige Geldpolitik begründet.
Dümmer geht's nimmer.

Ja, ja, wieder die saudummen Juristen (bin übrigens keiner).

Hier sollte V. unbedingt mehr Rücksicht auf seine Gesprächspartner
nehmen. Sonst findet er keinerlei "Verstehen".

Sie erwecken in mir die Hoffnung, den versierten Professor der VWL und Spieletheoretiker verstanden zu haben.

Würde mich auf eine Skizzierung einer LÖSUNG dieses Herren Ihrerseits sehr freuen.
Leider habe ich eine solche im Forum bisher nicht gelesen.

Mit Gruß, Beo2

Freundliche Grüße
KK

Zahlreiche Interviews auf YT zu finden .. (edit.)

Beo2 @, NRW Witten, Montag, 27.04.2015, 19:59 vor 3915 Tagen @ KK 4191 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 27.04.2015, 20:14

Das Problem der anderen Finanzminister ist, dass sie in der Sache einfach nicht verstehen können, was ihnen der Varoufakis erzählt. Wen wundert's? Mich nicht. Das sind Juristen, keine Volkswirte.

Sie behaupten ernsthaft, daß nur Volkswirte die Sache verstehen können?

Ja, von wenigen Ausnahmen abgesehen. Juristen gehören insbesondere in die Rechtsabteilung der Ministerien.

Sie erwecken in mir die Hoffnung, den versierten Professor der VWL und Spieletheoretiker verstanden zu haben.

Zugegeben, ich bin mir da nicht sicher. Das kommt noch. Das Englisch ist leider nicht meine Stärke.
Ich werde deshalb von einer Skizzierung seiner Lösungen meinerseits vorläufig die Finger lassen.

Würde mich auf eine Skizzierung einer LÖSUNG dieses Herren Ihrerseits sehr freuen. Leider habe ich eine solche im Forum bisher nicht gelesen.

Sie finden auf YouTube zahlreiche Interviews mit diesem Herrn. Zum Beispiel dieses:
https://www.youtube.com/watch?v=qNItYoJhgmk#t=34m30s

besonders ab der 30. Minute. Sie können dieses gerne mit den Interviews zu Wirtschaftsfragen mit dem Herrn Schäuble vergleichen .. ebenfalls auf YT zu finden.

Mit Gruß, Beo2

Vielen Dank für die versierten Tipps zur Weiterbildung. (oT)

KK, Montag, 27.04.2015, 22:19 vor 3915 Tagen @ Beo2 3911 Views

- kein Text -

Gern geschehen. (oT)

Beo2 @, NRW Witten, Montag, 27.04.2015, 22:24 vor 3915 Tagen @ KK 3908 Views

- kein Text -

Was Varoufakis will....

Liated mi Lefuet @, Montag, 27.04.2015, 20:23 vor 3915 Tagen @ KK 4398 Views

Sali KK

Würde mich auf eine Skizzierung einer LÖSUNG dieses Herren Ihrerseits
sehr freuen.

Leider habe ich eine solche im Forum bisher nicht gelesen.

Siehe hier: Was Varoufakis will…. Weitere Hinweise: z.B. u.a. hier im DGF.

Freundlicher Gruß
Liated

Keine Lösung gefunden

KK, Montag, 27.04.2015, 21:59 vor 3915 Tagen @ Liated mi Lefuet 4026 Views

Hallo Liated,

selbst nach nochmaligem Querlesen konnte ich V-Lösung finden.

Mit gCC, netting etc kann wohl die eine oder andere Null in den Bilanzen gestrichen werden, vielleicht wird auch ein Brutto-Schuldner zum Netto-Gläubiger und vv.
Nur die Einführung eines gCC müßten ALLE mit ALLEM mitmachen, heißt vollkommene Transparenz gegenüber einem Center.
Ist das vorstellbar?
Müßte wähernd der Implementierung nicht die Zeit angehalten werden, damit sich jeder davon überzeugen kann, daß kein Falschspieler dabei ist?

Für die Schuldenproblematik Griechenlands sehe ich da keine Lösung, außer GR könnte sich als NETTO-Gläubiger darstellen.

Varoufakis ist mMn ein Blender, der nichts weiter will als Geld, möglichst viel und schnell, langfristig tilgungsfrei und mit Zinssatz nahe null.
Dazu einen de facto Schuldenschnitt von 100%.

Dann und nur dann könnte er sich/ die Regierung retten und seine Versprechungen mit dem möglicheweise vorhandenen strukturellen Überschuß wenigstens z.T realisieren.
Wenn das in naher Zukunft nicht realisiert wird, wird auf der Straße neu gewählt werden (leider).

Freundliche Grüße
KK


Freundlicher Gruß
Liated

Erlöser und andere arme Teufel

Liated mi Lefuet @, Dienstag, 28.04.2015, 19:37 vor 3914 Tagen @ KK 4025 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 28.04.2015, 20:37

Sali KK

selbst nach nochmaligem Querlesen konnte ich V-Lösung finden.

Das wundert mich nicht;- )

Varfourfakis bringt ja (auch in seinem Buch <<Der globale Minotaurus>>) nicht _d_i_e_ Lösung, sondern „nur“ den 1. unabdingbaren Schritt in diese Richtung: Das gCC = globale Clearing Center.

Nur die Einführung eines gCC müßten ALLE mit ALLEM mitmachen, heißt
vollkommene Transparenz gegenüber einem Center.

Nicht alle mit allen. Sondern präzis „nur“ alle 200 ZBen weltweit (man sollte sie *nationale* Clearing Center (´nCC´) nennen) miteinander, die via gCC vernetzt, zentral verrechnen. Was? Den inter-nationalen Zahlungsverkehr (ZV) (der eigentlich Clearing-Verkehr o.ä. heißen müsste!) wegen des Bezahlens (aka Clearing) der Handels-Fakturen aus dem inter-nationalen Import/Export. Diesen verlassen inländische Nichtbanken¹ via inländische Hausbank², via nationale ZB³, via gCC⁴ zu Gunsten ausländischer ZB⁵, ausländische Hausbank⁶ einer ausländischen Nichtbank⁷. (Recht ähnlich dem paneuropäischen Publikums-ZV via Target2, sozusagen die magere, europäische Krüppel-Version;- ) des gCC)

¹ ² ³ ⁴ ⁵ ⁶ ⁷ Hinweis: auch für stumme Mitleser: Die entsprechende Saldenmechanik (aka Saldenarithmetik) ist nicht so schwierig, aber ziemlich anspruchsvoll. Man muss sich konzentrieren und aufpassen, dass man sich nicht in den hierarchisch verschachtelten „Clearing-Ebenen“ des globalen Finanzsystems verliert. Ob Varoufakis darin 100-prozentig sattelfest ist, weiß ich nicht. Ich vermute, nicht ganz. Aber falls er es wäre, sagte er zur reinen *nationalen* Salden-Mechanik* nichts bzw. hat sich wohl nie dazu geäußert, welche von insgesamt nur 4 (!) saldenmechanischen Arten des Finanzierens von Staats-Defiziten die *nationalen* Finanz-Systeme am ehesten (de)stabilisieren würden.

Ist das vorstellbar?

M.E. im heutigen Umfeld nicht: Die inter-nationalen Eigengeschäfte der Banken würden die Salden des gCC durcheinander bringen und völlig aus dem Ruder laufen lassen. Verböte man diese Eigengeschäfte, wäre das Problem der ständig wachsenden Clearing-Salden immer noch nicht gelöst, aber enorm abgeschwächt. Man gewänne Zeit (Generationen?), über Kurt´s Kühler auf ninter-nationaler_u_n_d_ nationaler Ebene nachzudenken.


Freundlicher Gruß
Liated


Ps:

Varoufakis ist mMn ein Blender, der nichts weiter will als Geld,..

M.E. tust Du diesem armen Teufel;- ) Unrecht. Er möchte die Welt verändern und sagt interessanterweise zu (inter)natioalen Schulden und Guthaben in seinem o.e. Buch im Kern dasselbe wie Helmut Schmidt in diesem (2.Min. 59 Sek) kurzen, brisanten Film: https://www.youtube.com/watch?v=i4L5pNThtQ4

..möglichst viel und schnell, langfristig tilgungsfrei und mit Zinssatz nahe
null. V Dazu einen de facto Schuldenschnitt von 100%.
Dann und nur dann könnte er sich/ die Regierung retten und seine
Versprechungen mit dem möglicheweise vorhandenen strukturellen Überschuß
wenigstens z.T realisieren.

Ein solches Ansinnen widerspräche mMn der Fairness im Sinne der Spieltheorie (sein Fachgebiet) sowie Varoufakis´ Mentalität und Ansichten, die in seinem o.e. Buch deutlich „durchschimmern“. Bei den gegenwärtigen Verhandlungen mit der EU scheitert(e) er an den Betonköpfen seiner Verhandlungs-Partner, die genau das nicht kapieren können, was Helmuth Schmidt in obigem Film erklärt.

Nachfrage

KK, Freitag, 01.05.2015, 14:29 vor 3911 Tagen @ Liated mi Lefuet 3739 Views

Hallo Liated,

Varfourfakis bringt ja (auch in seinem Buch <<Der globale Minotaurus>>)
nicht _d_i_e_ Lösung, sondern „nur“ den 1. unabdingbaren Schritt in
diese Richtung: Das gCC = globale Clearing Center.

Gab es diese Idee nicht schon vor 70 Jahren, kombiniert mit einer Weltwährung?

Nur die Einführung eines gCC müßten ALLE mit ALLEM mitmachen, heißt
vollkommene Transparenz gegenüber einem Center.

Sorry, habe ALLE mit ALLEM geschrieben und auch gemeint.
Mit ALLE meine ich wirklich alle, also nicht nur die Beteiligten am Import/Export, sondern alle sonstigen Spieler in der Finanzwirtschaft.
Mit ALLEM auch alle Verbriefungen, alle Geschäfte der Schattenbanken etc..

Nicht alle mit allen. Sondern präzis „nur“ alle 200 ZBen weltweit
(man sollte sie *nationale* Clearing Center (´nCC´) nennen) miteinander,
die via gCC vernetzt, zentral verrechnen. Was? Den inter-nationalen
Zahlungsverkehr (ZV) (der eigentlich Clearing-Verkehr o.ä. heißen
müsste!) wegen des Bezahlens (aka Clearing) der Handels-Fakturen aus dem
inter-nationalen Import/Export. Diesen verlassen inländische Nichtbanken¹
via inländische Hausbank², via nationale ZB³, via gCC⁴ zu Gunsten
ausländischer ZB⁵, ausländische Hausbank⁶ einer ausländischen
Nichtbank⁷. (Recht ähnlich dem paneuropäischen Publikums-ZV via
Target2, sozusagen die magere, europäische Krüppel-Version;- ) des gCC)

Ist das vorstellbar?


M.E. im heutigen Umfeld nicht: Die inter-nationalen
Eigengeschäfte der
Banken
würden die Salden des gCC durcheinander bringen und völlig
aus dem Ruder laufen lassen. Verböte man diese Eigengeschäfte, wäre das
Problem der ständig wachsenden Clearing-Salden immer noch nicht gelöst,
aber enorm abgeschwächt. Man gewänne Zeit (Generationen?), über
Kurt´s
Kühler
auf ninter-nationaler_u_n_d_ nationaler Ebene nachzudenken.

Genau das ist in meinem ALLE mit ALLEM gemeint: KEINE Ausnahmen.

Ändert sich dadurch Deine Antwort?

Ps:

Varoufakis ist mMn ein Blender, der nichts weiter will als Geld,..


M.E. tust Du diesem armen Teufel;- ) Unrecht. Er möchte die Welt
verändern und sagt interessanterweise zu (inter)natioalen Schulden und
Guthaben in seinem o.e. Buch im Kern dasselbe wie Helmut Schmidt in diesem
(2.Min. 59 Sek) kurzen, brisanten Film:
https://www.youtube.com/watch?v=i4L5pNThtQ4

Den Willen zur Veränderung (zum Guten?)möchte ich ihm nicht absprechen.
Nur, das von HSchmidt angesprochene deutsche Lohndumping hätte GR auch durchführen können (?) und damit die Verschuldungssituation wenigstens mildern können.

..möglichst viel und schnell, langfristig tilgungsfrei und mit Zinssatz

nahe

null. V Dazu einen de facto Schuldenschnitt von 100%.
Dann und nur dann könnte er sich/ die Regierung retten und seine
Versprechungen mit dem möglicheweise vorhandenen strukturellen

Überschuß

wenigstens z.T realisieren.


Ein solches Ansinnen widerspräche mMn der Fairness im Sinne der
Spieltheorie (sein Fachgebiet) sowie Varoufakis´ Mentalität und
Ansichten, die in seinem o.e. Buch deutlich „durchschimmern“. Bei den
gegenwärtigen Verhandlungen mit der EU scheitert(e) er an den Betonköpfen
seiner Verhandlungs-Partner, die genau das nicht kapieren können, was
Helmuth Schmidt in obigem Film erklärt.

Alle "schönen Lösungen" scheitern doch derzeit daran, daß Zeit vergeht und die bestehenden Schulden nicht bedient werden können, die Gläubiger auf Rückzahlung bestehen und für GR kein Hochbuchen möglich ist.
Selbst wenn D dem Altkanzler HSchmidt folgen würde (D muß zahlen, bar oder per Verzicht), ändert das etwas am Bankrott von G und an der schwierigen Lage seiner Menschen?

Sorry, ich bleibe bei meiner Einschätzung, die die aktuelle Situation betrifft, nicht den Menschen V.

Freundliche Grüße
KK

Hoitige Banck-Innowazionen

Liated mi Lefuet @, Sonntag, 03.05.2015, 22:44 vor 3909 Tagen @ KK 3796 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 03.05.2015, 22:52

Sali KK

Varfourfakis bringt ja (auch in seinem Buch <<Der globale Minotaurus>>)
nicht _d_i_e_ Lösung, sondern „nur“ den 1. unabdingbaren Schritt
in diese Richtung: Das gCC = globale Clearing Center.


Gab es diese Idee nicht schon vor 70 Jahren, kombiniert mit einer
Weltwährung?

Ja, die Idee gab es sogar schon vor ca. 84 Jahren. Die BIS (Bank for International Settlement auf Deutsch BIZ = Bank für Internationalen Zahlungsausgleich) hätte schon vor dem 2.W. exakt dazu dienen sollen. Vergleiche <<Clearing: Der Zahlungsverkehr der Schweiz mit den Achsenmächten>>, 2001. Herausgegeben von der Bergier-Kommission.Zitat, Seite 114:...()...die bereits 1931 von der Bank für internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) aufgeworfene Idee einer internationalen Zahlungsbilanz - Steuerung über die multilaterale Verrechnung bilateraler Clearing Salden...

Nota bene: Eine Welt-Einheitswährung (bspw. à la Bancor) um das gCC einzuführen zu können, bräuchte es heute nicht mehr. Es ginge auch ohne: Multilaterales (aka: zentrales) Clearing über unterschiedliche Währungen wären heute jederzeit möglich bzw. wird bereits schon global praktiziert. Aber leider nicht für den globalen Zahlungs-Verkehr des Publikums wg. Handelsfakturen, i.e. Guthaben des Lieferanten im Land A = Schulden des Kunden im Land B. Sondern nur für Schulden und Guthaben aus den m.E. windigen Devisen-Geschäfte der rund fünfzig globalen Großbanken. Sie lassen diese täglich via das Clearing House CLS Bank, New York zentral (aka: mulitateral) verrechnen. (Und senken via CLS ihren Bedarf an ZBGM (´Zentralbank-Geldmenge´) um Faktor 50, wie die SNB neulich schrieb: vgl. http://www.snb.ch/de/mmr/reference/continuous_linked_settlement/source ,siehe dort fast am Ende auf Seite 5, unten).

Ist das vorstellbar?


M.E. im heutigen Umfeld nicht: Die inter-nationalenEigengeschäfte
der Banken
würden die Salden des gCC durcheinander bringen und
wäre das Problem der ständig wachsenden Clearing-Salden immer
noch nicht gelöst, aber enorm abgeschwächt. Man gewänne Zeit
(Generationen?), über> Kurt´s Kühler auf inter-nationaler_u_n_d_
nationaler Ebene nachzudenken.


Genau das ist in meinem ALLE mit ALLEM gemeint: KEINE Ausnahmen.

O.k. , verstanden

Ändert sich dadurch Deine Antwort?

Nicht, dass ich wüsste. Die o.e. weltweiten Eigen-Geschäfte der Banken und das gCC passen „genethisch“(mit „h“ geschrieben;- ) mMn nicht zusammen:- ( : Entweder das Eine oder das Andere.

Es mag sich für Dich drastisch (?) anhören: Für mich persönlich gehören die Eigen-Geschäfte der Banken auf die Liste der Verbrechen gegen die Menschlichkeit, um es einmal unhöflich auszudrücken. Lord Adair Turner (bis 2013 Chef der englischen Finanz-Aufsicht) könnte etwas Ähnliches gemeint haben. Halt im Ton eines britischen Gentleman, als er im 2009 Banking größtenteils höflich-kühl als socially useless be- bzw. verurteilte. Beachte, “useless“ bedeutet auf Englisch auch „unbrauchbar“, siehe leo.org. In´s selbe Horn blies Paul Volcker mit eisiger Ironie, ebenfalls im 2009: Die einzige Finanzinnovation der Banken in den letzten 20 Jahren war der Bargeldautomat. Ich wünschte, jemand könnte mir nur einen kleinen, neutralen Beweis dafür geben, dass Finanzinnovationen zu wirtschaftlichem Wachstum geführt hätten - eine Spur eines Beweises.


Freundlicher Gruß
Liated

Aha-Effekt: Kriege und Clearing als Führungs-Instrument des Führers A.H.

Liated mi Lefuet @, Montag, 04.05.2015, 12:53 vor 3908 Tagen @ KK 3572 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 04.05.2015, 13:13

Sali KK


Ich zitierte aus meinem Vorbeitrag: [color=darkblue]
<<Clearing: Der Zahlungsverkehr der Schweiz mit den Achsenmächten>>, 2001. Herausgegeben von der Bergier-Kommission den Satz, .Zitat, Seite 114:...()...die bereits 1931 von der Bank für internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) aufgeworfene Idee einer internationalen Zahlungsbilanz - Steuerung über die multilaterale Verrechnung bilateraler Clearing Salden...[/color] und zeige nun seinen Zusammenhang, damit zu sehen ist, welche immens wichtige Rolle Clearing im 2. WK spielte. Vollständiges Zitat:

“Nach der Eroberung Frankreichs im Sommer 1940 griffen die deutsche Ministerien im Zuge ihrer Neuordnungspläne für Europa [color=darkblue]die bereits 1931 von der Bank für internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) aufgeworfene Idee einer internationalen Zahlungsbilanz - Steuerung über die multilaterale Verrechnung bilateraler Clearing Salden[/color] auf. Bei diesem <<Europäischen Zentralclearing>> sollten in Berlin die Clearingüberschüsse und –defizite jedes Vertragsstaates miteinander verrechnet werden, so dass auf dem Kontinent eine deutsch kontrollierte Wirtschaftszone mit der Reichsmark als Leitwährung etabliert werden konnte. Im September 1940 schlossen die deutschen Behörden erste entsprechende Abkommen mit Italien, Jugoslawien und der Schweiz, die künftig ihren Zahlungsverkehr mit den besetzten Staaten (Niederlande, Belgien, Norwegen und <<Generalgouvernement>>) über die Deutsche Verrechnungskasse in Berlin zu leiten hatten. Später kamen weitere verbündete und neutrale Staaten hinzu, so dass bereits 1943 ein <<Spinnennetz>> von Clearingverträgen bestand, die von Berlin überwacht wurden. Die NS-Behörden erhielten dadurch nicht nur Einsicht in die Clearingkonten der angeschlossenen Staaten, sondern konnten auch die bilateralen Handelskontingente und Preise kontrollieren. Die Verrechnungskurse zwischen den besetzten und den als wirtschaftlich beherrscht betrachteten Neutralen und Verbündeten waren untereinander über die Reichsmark fixiert. Dadurch wollte die Reichbank ein einheitliches Währungsgebiert (längerfristige eine Währungsunion) schaffen und die Reichsbank zum europäischen Finanzentrum machen. Jeglicher Handel in Europa sollte deshalb ab sofort nur noch in Reichsmark abgerechnet werden dürfen.“ Ende Zitat.

Aus Obigem ergibt sich für mich: Ein gCC (globales Clearing Center) sollte als reines, supranationales Dienstleistungszentrum dienen und zwar unter (direkt) demokratischer Kontrolle seiner Clearing-Members: den Nationalstaaten.

Freundlicher Gruß

Liated


PS:
(Man sieht wieder wie grauenbar und furchthaft:- ) -ja sogar schröcklich- <<wichtig>>- die Jurischbrudentz ;- ) à la @azur ist, auf irrelevanten Details zu Banknoten endlos herum zu reiten bzw. zu behaupten, Banknoten seien laut deutscher Jurischprudentz eine (vertretbare) Sache).

Gern noch eine Frage

KK, Donnerstag, 07.05.2015, 01:30 vor 3905 Tagen @ Liated mi Lefuet 3309 Views

Hallo Liated,

vielen Dank für Deine Antworten und die beinhalteten Informationen und Anregungen.

Die Diskussionen bzgl. clearing/netting haben mich damals schon interessiert, hatte aber wegen fehlendem Basiswissen keine Chance, die Details nachzuvollziehen.

Als Fachfremdem geht es mir auch heute noch nicht wirklich besser.

Das Systemische kann ich nachvollziehen; es ist einleuchtend, vielleicht tatsächlich unverzichtbar. Da es aber nur mit großen Verwerfungen realisierbar ist, wird es vielleicht erst bei einem Neustart aufgegriffen werden.

Meine offenen Fragen behalte ich bei mir, möchte Dich nicht „belämmern“ und deshalb nur eine stellen:

Der Ursprung war die Frage: Was will Varoufakis?
Mein Bezug dazu war die aktuelle Schuldenkrise in GR und die Verelendung erheblicher Teile der Bevölkerung.

Meine Aussage, V bietet keine Lösung an, bestätigst Du, seine Ausführungen zum clearing nennst Du den ersten unabdingbaren Schritt zu einer Lösung.

Meine Frage:
Wenn das V vorschwebende clearing über ein Wochenende eingerichtet werden könnte, würde das an der gegenwärtigen Situation in Politik, Wirtschaft und Finanzwirtschaft irgendetwas ändern (bezogen auf GR!)?

Wenn ja, was?
Wenn nein, würde dies meine Aussagen zu V als Finanzminister rechtfertigen?

Vielen Dank für Deine Geduld.

Freundliche Grüße
KK

Ohne Fleiß kein Preis, ist ein Scheixx ;- )

Liated mi Lefuet @, Samstag, 09.05.2015, 19:23 vor 3903 Tagen @ KK 3312 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 09.05.2015, 19:45

Sali KK

Der Ursprung war die Frage: Was will Varoufakis?
Mein Bezug dazu war die aktuelle Schuldenkrise in GR und die Verelendung
erheblicher Teile der Bevölkerung.

Meine Aussage, V bietet keine Lösung an, bestätigst Du, seine
Ausführungen zum clearing nennst Du den ersten unabdingbaren Schritt zu
einer Lösung.

Meine Frage:
Wenn das V vorschwebende clearing über ein Wochenende eingerichtet werden
könnte, würde das an der gegenwärtigen Situation in Politik, Wirtschaft
und Finanzwirtschaft irgendetwas ändern (bezogen auf GR!)?

Wie schon gesagt: Es würde nichts ändern. Das supranationale, also das globale Clearing Center beträfe nur den internationalen Clearing-Verkehr (C-V) -aka: Zahlungsverkehr- wegen des weltweiten Imports -Exports. Der inländische C-V der griechischen Realwirtschaft liefe (so wie schon) heute separat vom gCC auf einer andern Clearing-Ebene: nämlich der nationalen.

Aber eben, wie bereits erwähnt: Ein gCC, über das auch noch der internationale Handel mit Staatsobli abwickelt würde, das beißt sich, passt nicht zusammen: Die gCC Salden würden durcheinander gebracht, verfälscht. Ob das Yanis Varoufakis(YV) bewusst ist, weiß ich natürlich nicht. Ebenso habe ich nichts gefunden, wie Varoufakis die internen Salden Griechenlands zwischen Banken, Staat und Nichbanken zu handhaben gedenkt. Wenn Du willst, könnte man sagen: Das gCC von YV ist vorläufig nur sein (un)bewusster(?) Vorschlag in Form eines <<trojanisches Pferdes>>, das sich in das gegenwärtige, monetäre Denken einnisten und es zerstören könnte, um „Platz“ für neues Denken zu schaffen. Kurz: Das gCC verbietet mMn implizit den internationalen Handel mit Staats-Oblis und verlangt stattdessen eine andere –nationale- Lösung ohne Staatsoblis, wie hier beschrieben.

Anders gesagt: Varoufakis kann in den heutigen Macht-Konstellationen gar nichts Sinnvolles tun. Er muss notgedrungen wursteln.

Freundlicher Gruß
Liated


PS:

Die Diskussionen bzgl. clearing/netting haben mich damals schon
interessiert, hatte aber wegen fehlendem Basiswissen keine Chance, die
Details nachzuvollziehen.

Als Fachfremdem geht es mir auch heute noch nicht wirklich besser.

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen: Ohne Fleiß kein Preis;- )

Ernsthafter: Schwierig wäre das Basiswissen eigentlich nicht, wenn das Wörtchen wenn nicht wäre. Schwer ist es nur wegen des aufgeschwollenen, verhüllenden Sprach-Geschwurbels im Monetären: aka Fachjargon von Banken, Zentralbanken und Finanz-Ministerien. Hier ein typisches dokumentiertes Bespiel inkl. Screen-Shot wie die EMZ- Website der BuBa die Öffentlichkeit zunehmend (des)informiert und wie die BuBa es besser machen könnte: http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=336538.

Das Systemische kann ich nachvollziehen; es ist einleuchtend, vielleicht
tatsächlich unverzichtbar. Da es aber nur mit großen Verwerfungen
realisierbar ist, wird es vielleicht erst bei einem Neustart aufgegriffen
werden.

Vermutlich ja, falls nicht ein Wunder geschieht.

Varoufakis ist Schnee von gestern, Tsipras hat ihn kalt gestellt

Gaby @, Montag, 27.04.2015, 21:15 vor 3915 Tagen @ politicaleconomy 4671 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 27.04.2015, 21:22

Moin,

Varoufakis ist zwar noch Finanzminister, aber mit sämtlichen Verhandlungen (IWF, EU, EZB) sind nun andere betraut. Tsipras hat ihm heute ausdrücklich noch mal "sein Vetrauen" ausgesprochen, dieser Satz ist offenbar nicht nur bei Merkel eigentlich das politische Todesurteil.

So die Entscheidung von heute. Die Athener Börse legte nach Bekanntwerden der Personalie ein Feuerwerk hin und schloss 4,5 Prozent im Plus.

Viele Grüße

Gaby

--
"Das Dumme an Internetzitaten ist, dass man nie weiß, ob sie auch stimmen." Leonardo da Vinci

YV als Sachverstands-Pionier in der Politik. Mehr sollen folgen.

BillHicks ⌂ @, Wien, Dienstag, 28.04.2015, 01:23 vor 3914 Tagen @ Gaby 4147 Views

Moin,

Moin Gaby,

Varoufakis ist zwar noch Finanzminister, aber mit sämtlichen
Verhandlungen (IWF, EU, EZB) sind nun andere betraut.

aha? Wie geht das denn? Wer ist mit den Verhandlungen betraut? Gibt es dazu englische Quellen (mein Griechisch ist leider nicht vorhanden)?

Tsipras hat ihm heute
ausdrücklich noch mal "sein Vetrauen" ausgesprochen, dieser Satz ist
offenbar nicht nur bei Merkel eigentlich das politische Todesurteil.

Tsipras spricht "sein Vertrauen" aus... das heißt, dass es daran begründete Zweifel geben muss.
Ist in der Politik tatsächlich kein Platz für Menschen mit Sachverstand?
Das wird sich ändern.
Falls Du Recht hast und YVs politische Tage sollten schon gezählt sein, dann gilt für ihn wohl: "Pioneering doesn't pay." Für ihn vllt ernüchternd. Sollte für diejenigen mit Sachverstand und die sich noch außerhalb der Politik befinden allerdings Motivation sein.

So die Entscheidung von heute. Die Athener Börse legte nach Bekanntwerden
der Personalie ein Feuerwerk hin und schloss 4,5 Prozent im Plus.

Siehst Du da einen glasklaren Zusammenhang? Begründung?
Was frag ich so blöd... wenn risk on ist, dann ist risk on.

Viele Grüße

Gaby

Danke für Deine Informationen, mit Bitte um weitere Quellen und den
besten Grüßen nach Ελλάς

--
BillHicks

..realized that all matter is merely energy condensed to a slow vibration – that we are all one consciousness experiencing itself subjectively. There's no such thing as death, life is only a dream, and we're the imagination of ourselves.

Wohl eher: Europa dürfte bald Schnee von gestern sein

politicaleconomy @, Dienstag, 28.04.2015, 01:46 vor 3914 Tagen @ Gaby 4224 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 28.04.2015, 02:17

Varoufakis blickt einige "Zentimeter" weiter als Tsipras. Helmut Schmidt auch.

https://www.youtube.com/watch?v=CuUd5sqWCdw#t=2m6s

Mit dieser inkompetenten Chaostruppe dahergelaufener Politmanager in Euroguppe, Syriza und DGF ("EU-Austritt"), die einen wie Varoufakis in die Wüste schicken, ohne auch nur einen ernsthaften Blick auf seine Analyse der Situation nach 2008 ("Der globale Minotaurus") geworfen zu haben, können wir einpacken.

Die Hirne sind zu vernagelt, heruntergekommen und verblödet. So wird das nix mit der Selbsthauptung Europas - so endet Europa ohne Würde - als törichter Tattergreis, der ausgeraubt und dann achtlos liegengelassen wird.

Helmut Schmidt auf der Sicherheitskonferenz 2014 zum illusionären Selbstbild der heutigen Europäer:

https://www.youtube.com/watch?v=YFB4fzCpGdk#t=5m30s

Komm: Vs hat es doch darauf angelegt, "herausgeworfen" zu werden.

Olivia @, Freitag, 01.05.2015, 12:47 vor 3911 Tagen @ politicaleconomy 3713 Views

Varoufakis blickt einige "Zentimeter" weiter als Tsipras. Helmut Schmidt
auch.

https://www.youtube.com/watch?v=CuUd5sqWCdw#t=2m6s

.............
Schau dir doch nur einmal unvoreingenommen und ohne rosa Brille sein VERHALTEN an!

Du wirst doch Helmut Schmidt nicht mit diesem Vs vergleichen?
Schmidt war jemand, der Verantwortung übernommen hat statt "schlaue" Reden
zu schwingen. Er konnte "überzeugen" und mußte nicht "beleidigen". Außerdem hatte er ein Gespür für geopolitische Möglichkeiten und Zwänge und für VERTRAGSTREUE!

Mir kam immer mehr der Verdacht, dass dieser Mensch zur Destruktion "eingesetzt" wurde, denn das ist das, was er erreicht hat.

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For entertainment purposes only.

Der Bevölkerung hat er damit sicherlich einen Dienst erwiesen.

Olivia @, Freitag, 01.05.2015, 12:27 vor 3911 Tagen @ Gaby 3692 Views

Moin,

Varoufakis ist zwar noch Finanzminister, aber mit sämtlichen
Verhandlungen (IWF, EU, EZB) sind nun andere betraut. Tsipras hat ihm heute
ausdrücklich noch mal "sein Vetrauen" ausgesprochen, dieser Satz ist
offenbar nicht nur bei Merkel eigentlich das politische Todesurteil.

So die Entscheidung von heute. Die Athener Börse legte nach Bekanntwerden
der Personalie ein Feuerwerk hin und schloss 4,5 Prozent im Plus.

...............

Dieser Mann hat es verstanden, in der kurzen Zeit, die er in Amt und Würden war, unglaublich viel Porzellan zu zerschlagen. Man fragte sich immer wieder, ob ihn der Teufel geritten hatte, oder was wohl sonst seine Absicht war.

Hoffentlich kommt mehr Ruhe in die Verhandlungen. Das würde auch den Teilen der Bevölkerung helfen, die wirklich Not leiden. Ts. wird den ganzen satten, vollgefressenen marxistischen Block aus der Regierung rauswerfen müssen. Für Kriegsspiele von Salonrevolutionären ist die Situation wirklich zu brisant.

Mit Chaoten kann man keine Gesellschaft umstrukturieren! Dazu braucht es Gehirn und Zuverlässigkeit!

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For entertainment purposes only.

Wer sich ebenfalls noch die Ohren zuhalten und die Augen schließen will, wie die großen Wirtschaftsexperten der Eurogruppe

politicaleconomy @, Dienstag, 28.04.2015, 02:28 vor 3914 Tagen @ politicaleconomy 4843 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 28.04.2015, 02:33

hier werden sie geholfen:

Gräßliche, grauenvolle und völlig falsche Ideen für Europa von einem "Blender"
.

Frohes Verdrängen - hier noch eine kleine praktische Anregung:

[image]

Im Ernst: wer Varoufakis für einen Blender hält, der nur "mehr Geld für GR rausschlagen" will, hat jegliches menschliche Gespür verloren und ist unfähig, einen ehrlichen und aufrichtigen Charakter von einem Lügner zu unterscheiden.

Letzterem sieht man sein schlechtes Gewissen immer an.

Direkt ist sauberer als über Vorbande

KK, Dienstag, 28.04.2015, 12:13 vor 3914 Tagen @ politicaleconomy 3946 Views

bearbeitet von KK, Dienstag, 28.04.2015, 15:10

Hallo pe,

warum posten Sie indirekt auf den Blender?

Im Ernst: wer Varoufakis für einen Blender hält, der nur "mehr Geld für
GR rausschlagen" will, hat jegliches menschliche Gespür verloren und ist
unfähig, einen ehrlichen und aufrichtigen Charakter von einem Lügner zu
unterscheiden.

Letzterem sieht man sein schlechtes Gewissen immer an.

Ebenfalls im Ernst: Wie kann der Herr Professor das aktuelle monetäre Problem anders lösen als damit, dass er frisches Geld für seine Gläubiger und für die Minderung der bestehenden Leiden der Griechen auftut?
- Er braucht frisches Geld.
Können die Griechen dies aus eigener Kraft stemmen?
- Nein.
Können die Griechen ihre Schulden hochbuchen?
- Nein
Können die Griechen die bestehenden Schulden jemals zurückzahlen?
- Nein

Als Blender bezeichne ich jemanden, der dies dadurch leugnet, dass er Pseudo-Lösungen anpreist, die nichts kosten und allen helfen und nebenbei noch die Welt retten.
Die Beteuerung, dass er auf keinen Fall das Geld der Steuerzahler anderer Länder haben möchte, ist intellektuell unredlich – wo soll es denn sonst herkommen?

Als Blender bezeichne ich jemanden, der seinen Wählern Besserung verspricht, deren Realisierung in keinster Weise in seiner Macht steht (selbst der Gang mit schwarzem Zylinder zum Amtsgericht ist ihm verwehrt) .

Das ist nur der monetäre Teil des Dramas und Bereiche wie Staatsmacht, Geopolitik, etc. sind hinter so manchen Scheuklappen verschwunden.

Ein vielschichtiges Problem lässt sich mit eindimensionaler Denke eines Ökonomen weder klar beschreiben noch kann derjenige eine Lösung aufzeigen, die über seinen Horizont auch nur im Ansatz hinausgeht.

Es ist alles schon gesagt, nur noch nicht von allen.
Varoufakis hat sich eingereiht.


Freundliche Grüße
KK

Mit einem ideologisch vermüllten Kopf läßt sich schlecht denken, die sich ergebenden Gedanken sind unklar und die sie ausdrückende Sprache ebenso.

Direkt

politicaleconomy @, Dienstag, 28.04.2015, 12:56 vor 3914 Tagen @ KK 4004 Views

Gegen Dummheit und Haß helfen Argumente nicht. Es geht nicht um Griechenland-Kredite, es geht um die Weltwirtschaft, den 2008 schwer getroffenen Hegemonen, und ein sich in orientierungsloser Handlungsunfähigkeit selbst zerfleischendes Europa. Ihre Postings demonstrieren nicht nur das, sondern auch, wie Rat- und zunehmende Machtlosigkeit zu blindem Haß und zu Um-sich-Schlagen führen.

Symptomatisch für die Situation.

Sie sind Vasall des Hegemonen, ohne es zu wissen, oder mit voller Absicht.

Schlecht gebrülltes Eigentor

KK, Dienstag, 28.04.2015, 13:57 vor 3914 Tagen @ politicaleconomy 4019 Views

Hallo pe,

mit einem ideologisch vermüllten Kopf läßt sich schlecht denken, die sich ergebenden Gedanken sind unklar und die sie ausdrückende Sprache ebenso.

Gegen Dummheit und Haß helfen Argumente nicht.

Das ist durch Ihre Antwort hiermit treffend bewiesen.

Es geht nicht um
Griechenland-Kredite, es geht um die Weltwirtschaft, den 2008 schwer
getroffenen Hegemonen, und ein sich in orientierungsloser
Handlungsunfähigkeit selbst zerfleischendes Europa.

Leider immer noch ideologisches blabla und keine Antwort auf meine Fragen / Argumente.

Ihre Postings
demonstrieren nicht nur das, sondern auch, wie Rat- und zunehmende
Machtlosigkeit zu blindem Haß und zu Um-sich-Schlagen führen.

Aua, das hat mich jetzt aber schwer getroffen. Hat es Ihnen wenigstens etwas Erleichterung verschafft?

Symptomatisch für die Situation.

Sie sind Vasall des Hegemonen, ohne es zu wissen, oder mit voller Absicht.

Ich habe nur einen Hegemon - meine Frau - und das mit voller Absicht.[[freude]] [[freude]] [[freude]]

Sie scheinen sich über Ihr derzeitiges Vasallentum zu grätzen und suchen geeigneten Ersatz.
Daß der neue ebenso wie der alte ein Hegemon sein wird, ist Ihnen wohl noch nicht in den Sinn gekommen.
Manchmal ist Reparatur besser als Ersatz (sage ich als Techniker).
Manchmal ist kritisches Hinterfragen besser als die Suche nach Bestätigung für die eigene Meinung.

In diesem Sinn und weiterhin mit freundlichen Grüßen
KK

So ist es!

Olivia @, Freitag, 01.05.2015, 12:30 vor 3911 Tagen @ KK 3635 Views

Ein vielschichtiges Problem lässt sich mit eindimensionaler Denke eines
Ökonomen weder klar beschreiben noch kann derjenige eine Lösung
aufzeigen, die über seinen Horizont auch nur im Ansatz hinausgeht.

,,,,,,,,,,,,,,,,,,

Mehr braucht man dazu nicht zu sagen!

--
For entertainment purposes only.

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