Danke, das deckt sich weitgehend mit den Schauungen

Mephistopheles, Datschiburg, Sonntag, 26.04.2015, 16:15 (vor 3916 Tagen) @ nemo3956 Views

Eine
grundlegende Analyse von Rostislav Ishchenkow

Eine gute geostrategische Analyse über den Konflikt Russland, USA, Europa
und Ukraine,
die zeigt, dass man alle Seiten beleuchten muss, um ein komplettes Bild
über die Lage
zu bekommen. Auch die Kommentare sind lesenswert.

Einen schönen Sonntag
nemo

Einige Zitate aus der Analyse

Nun sehen wir uns mal die Position der EU an. Von ihr hing viel ab bis zum Sommer des letzten Jahres, als der Krieg verhindert oder gleich zu Beginn unterbunden hätte werden können. Eine entschlossene, klare Anti-Kriegs Haltung der EU war erforderlich. Sie hätte die US Vorstöße, einen Krieg zu beginnen, blockieren können and würde die EU zu einem bedeutenden, unabhängigen geopolitischen Spieler gemacht haben.

Jetzt ist der Krieg wohl unvermeidlich. Das haben wir nun davon.

Das Ergebnis ist, dass Europa am Rande eines furchtbaren internen Aufstandes steht.

In den Schauungen enthalten, Aufstände in Italien, Fraqnkreich und - Deutschland.

Danach konnten die Vereinigten Staaten den Todeskampf des Systems nur noch verlängern durch die Plünderung der Welt.
Für die Vereinigten Staaten würde ein Kompromiss mit Russland einen freiwilligen Verzicht auf seine Herrschaft bedeuten und zu einer schnellen System-Katastrophe führen – nicht nur einer politischen oder wirtschaftlichen Krise, sondern auch einer Lähmung der staatlichen Institutionen und der Unfähigkeit der Regierung zu funktionieren. In anderen Worten, zu einer unvermeidlichen Selbstauflösung.

Auch das des öfteren prophezeit...

Wir haben heute mal wieder die Situation, wie schon 1914 und 1939:
Damals brauchte Deutschland den Krieg nicht (obwohl dieser natürlich unvermeidbar war), sondern hätte zuwarten können. Jedes Jahr Freidenszeit hätte die deutsche Position gestärkt.
Aber Großbritannien benötigte den Krieg.

Heute braucht Russland den Krieg nicht, sondern kann zuwarten (obwohl er natürlich letzten Endes unvermeidbar ist.

Aber auch Russlands Position ist keineswegs stark.
Das liegt daran, dass nicht etwa Putin das russische System ist, also jederzeit austauschbar wäre wie die amerikanischen Präsidenten, sondern dass das System Russland auf die Person Putin angewiesen ist.
Bedauerlicherweise wurde eine volle selbständige Kontrolle, insbesondere die Fähigkeit, ohne die Aufsicht des Präsidenten zu funktionieren, nicht erreicht. Putin bleibt der entscheidende Faktor des Systems,

Das macht natürlich die Entwicklung abhängig von persönlichen Zufälligkeiten.

Der Autor geht davon aus, dass es darauf hinausläuft, dass entweder Washington gewinnen wird oder Russland. Ich sage deswegen Russland und nicht Moskau, um damit anzudeuten, dass Russland mehr ist als nur Moskau.

Ich bin mir da nicht so sicher. Es könnte durchaus sein, und da beziehe ich mich wieder auf die Schauungen, dass nach diesem Konflikt keine der beiden Parteien mehr existiert in der heutigen Form.
Ob China dann die Rolle als führende Weltmacht übernehmen kann oder will, halte ich für fraglich.
Es könnte durchaus sein, dass Europa noch eine wichtige - wenn auch zeitlich befristete - Rolle spielen wird.

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc


gesamter Thread:

RSS-Feed dieser Diskussion

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.