Willy Wimmer: Eine Analyse der Flüchtlingsströme

stocksorcerer @, Mittwoch, 22.04.2015, 15:16 vor 3919 Tagen 5755 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 22.04.2015, 15:23

Viele Flüchtlingskatastrophen im Mittelmeer hätten vermieden werden können, wenn man das gewollt hätte!

Willy Wimmer beschreibt, dass bereits 1990 detailliert das Thema analysiert und diskutiert wurde und Lösungsmöglichkeiten erarbeitet wurden, um Flüchtlingsströme nach Europa zu vermeiden! Leider lief das offenbar amerikanischen Weltordnungsplänen zuwider, daher wurde es auf Eis gelegt. Zu unser aller Schaden. *kopfschüttel

https://de-de.facebook.com/KenFM.de/posts/10152715887696583:0

Gruß
stocksorcerer

P.S.: jetzt weiß ich, warum mir manche Stellen so unglaublich bekannt vorkamen. Bereits von nereus zitiert. ;)

Das sind die 40 Euro/m Jobber (ZDF-Info) + Aktientip!

Leser23 @, Mittwoch, 22.04.2015, 18:04 vor 3919 Tagen @ stocksorcerer 4280 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 22.04.2015, 18:23

Viele Flüchtlingskatastrophen im Mittelmeer hätten vermieden werden
können, wenn man das gewollt hätte!


Eben!

Wenn wir alle "Pelzig hält sich" (Verweis)gesehen hätten, wüssten wir die Erklärung längst! (letzte oder vorletzte Woche)

Darin gibt er den ULTIMATIVEN Aktientip ganz nebenbei noch dazu, namentlich
CCA (Verweis), welcher der (namhaftetste?) private amerikanische Gefängnisbetreiber ist.

Presse-Artikel über CCA

Das Geheimnis dahinter sind die Insassen, welche für ca. 40 Dollar/Monat ARBEITEN! Da können die Bangladeshis einpacken - zu teuer oder zu unflexibel und zu weit weg!

Gefängnisse sind eine, wenn nicht "die" wachsende Säule der kapitalistischen Marktwirtschaft und mit seinen Millionen von Insassen ist uns Amerika voraus.

Wo kriegen wir jetzt in Europa so viele Gefängnisinsassen her?
(...)
Und auf einen Schlag beantworten sich alle offenen Fragen von ganz allein.
Warum Zuwanderung, warum offenkundig Zuwanderung des Klienentels, mit der höchsten kriminellen Energie? Warum die gegenwärtige Gefängnisbelegungsquote (Zugereiste vs. Einheimische...)

Es geht um Billigarbeitskräfte, so einfach!

(Eigentlich baut man sich jetzt viele kleine DDR`s im Kleinen mit anderer Belegung und ohne Gewerkschaft nach.)

Wir leben immernoch im Kapitalismus, Freunde, und jetzt holt dieser den endgültigen Nachbrennerturbo raus!

Firmen nach entfernten Ländern auszulagern, war gestern und ist erkennbar auch nicht so effizient, wie die Produktion in heimische Gefängnisse zu verlagern.

Ein Spass dabei gibt Pelzig gleich zum Besten, daß die Call Center wohl schon zu hohen Grade mit Gefängnisinsassen bestückt sind, tja und ich fragte mich schon, wie 24/7 eigentlich lösbar ist, und auch der oft schon gehörte Hinweis, daß diese nicht anrufen können, also nur angerufen werden, erklärt sich hiermit von selbst.

Also, CCA zeichnen (gemäß Pelzig bzw. seinem zitierten Freund), und Ihr seid auf der Gewinnerseite!

--
Mahatma Gandhi:
"Ziviler Ungehorsam wird zu einer heiligen Pflicht, wenn der Staat den Boden des Rechts verlassen hat."

Gefängnisindustrie - Lagerindustrie

politicaleconomy @, Mittwoch, 22.04.2015, 23:19 vor 3919 Tagen @ Leser23 2935 Views

Hi,

Das Geheimnis dahinter sind die Insassen, welche für ca. 40 Dollar/Monat
ARBEITEN! Da können die Bangladeshis einpacken - zu teuer oder zu
unflexibel und zu weit weg!

Gefängnisse sind eine, wenn nicht "die" wachsende Säule der
kapitalistischen Marktwirtschaft und mit seinen Millionen von Insassen ist
uns Amerika voraus.

http://de.wikipedia.org/wiki/Gef%C3%A4ngnisindustrie

Wer Gefängnisse betreibt, ist daran interessiert, daß Menschen kriminell werden, und wird dazu beitragen, was er kann, daß dafür die nötigen Vorbedingungen geschaffen werden. Daß mit der Arbeitslosigkeitsrate auch die Kriminalitätsrate steigt, ist eine Binsenweisheit. Austerity hat also mit den Gefängnisbetreibern weitere Förderer. Arbeitslager waren nach 1929ff. das Ergebnis.

"The United States is often portrayed as the archetypical liberal model. It is the world’s largest, most prosperous ‘free market’ and the greatest generator of profit on earth. And yet this very liberal haven is also the largest penal system in the world. There are now more than two million inmates in its prisons and jails and another five million on probation and on parole. If you add these two numbers together, you get a ‘correctional population’ of over seven million. This correctional population is the largest in the world – both absolutely and relative to the overall population – and it is also the largest the country has ever seen.

To some, this combination of market prosperity and intense punishment may seem puzzling. Many people intuitively expect crime and punishment to correlate with poverty, backwardness and deprivation; to be a feature of the Third World, not the First.

(...)

The purpose of this presentation is to examine the issue of crime and punishment within the larger context of capitalized power, and specifically in relation to the limits of such power. " (weiter mit Johnathan Nitzan: Video ... Text

Sehr hörens-/lesenswert.

Gefängnisindustrie?

Heinz @, Donnerstag, 23.04.2015, 05:54 vor 3919 Tagen @ Leser23 2682 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 23.04.2015, 12:46

Lt. verschiedenen Quellen betragen die Kosten pro Häftling/Tag in Deutschland etwas 100€. Die mtl. Kosten von 3000,00 muss dieser hochqualifizierte Mitarbeiter erst mal erwirtschaften.[[zwinker]]
Die Gefängnisindustrie funktioniert nur deshalb, weil der Steuerzahler für die Unterbringung und die Bewachung aufkommt. Den Profit aus der Arbeitsleistung der private Betreiber einsteckt.

Wie auch immer; gesamtwirtschaflich gesehen rechnen sich solche Geschäftsmodelle nie. Was schon Marx richtig gesehen hat. Im Kapitalismus muss der Arbeiter frei sein (im doppelten Sinne).

--
Tyger Tyger, burning bright,
In the forests of the night;
What immortal hand or eye,
Dare frame thy fearful symmetry?

Ewige Wiederkehr des Gleichen

Kurz_vor_Schluss @, Donnerstag, 23.04.2015, 08:58 vor 3918 Tagen @ Leser23 2488 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 23.04.2015, 12:50

Moin L23,
bei Deinen Überlegungen musste ich herzlich lachen - nicht, weil sie unsinnig klangen, im Gegenteil: Es passt alles ins große Bild - abschmierende Wirtschaft - zunehmend totalitäre Tendenzen staatlicherseits - immer weiter fassende Kriminalisierung der Gesellschaft - passt schon alles.
Lachen musste ich wegen der Fußstapfen, in die die Herren des modernen Gefängniswesens (unsere Knastis für die Wirtschaft!) da getreten sind - da gab es nämlich schon andere (in der Zeit), die von der Nutzung der Arbeitskraft von Häftlingen ganz begeistert waren.... und die verkauften das Modell intern auch nicht schlecht. [[zwinker]]
Alles wiederholt sich - schon ulkig.

Schönen Tach
K_v_S

--
Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen.
Karl Valentin

IWF

Falkenauge @, Mittwoch, 22.04.2015, 19:44 vor 3919 Tagen @ stocksorcerer 3366 Views

Viele Flüchtlingskatastrophen im Mittelmeer hätten vermieden werden
können, wenn man das gewollt hätte!

Willy Wimmer beschreibt, dass bereits 1990 detailliert das Thema
analysiert und diskutiert wurde und Lösungsmöglichkeiten erarbeitet
wurden, um Flüchtlingsströme nach Europa zu vermeiden! Leider lief das
offenbar amerikanischen Weltordnungsplänen zuwider, daher wurde es auf Eis
gelegt. Zu unser aller Schaden. *kopfschüttel


Zitat von Willy Wimmer: "Großkonzerne aus aller Herren Länder haben sich in ganz Afrika das fruchtbare Land unter die Nägel gerissen und selbst den afrikanischen Bauern fehlt jede Perspektive."

Dazu muss man wissen, dass der IWF in dieser Ausbeutung eine führende Rolle spielt.Er unterwirft die kreditbedürftigen Länder harten "Strukturanpassungsbedingungen", die Profitanpassungsbedingungen sind.

"Allen Einzelbedingungen des IWF sind drei gravierende Folgen gemein: Sie bringen Not und Elend über die Bevölkerung, dagegen hohe Profite den internationalen Investoren, und sie tragen dazu bei, das Land in noch größere Abhängigkeit von den weltweiten Finanzmärkten – und vom IWF zu bringen. Den Ländern bleibt nichts anderes übrig, als sich letztlich doch auch an den IWF zu wenden, da bei kommerziellen Banken in globaler kapitalistischer Eintracht nur solche Länder als kreditwürdig gelten, die sich dessen rigorosen Strukturanpassungsprogrammen unterwerfen.

Wenn afrikanische Länder, die jahrzehntelang durch den europäischen Kolonialismus ausgeplündert wurden, sich so in einem neuen Netz postkolonialer Abhängigkeit und Ausbeutung wiederfinden, durch das immer mehr Menschen entwurzelt werden und verarmen, ist es kein Wunder, dass sie Nährboden für Terrorismus bilden oder in Massen dem Land entfliehen und Zukunft suchend die Länder Europas überfluten. Europa wird durch die Folgen seiner eigenen Taten heimgesucht."

Aus:
https://fassadenkratzer.wordpress.com/2015/02/13/der-internationale-wahrungsfonds-iwf-u...

Europa? Der IWF war noch nie eine europäische Veranstaltung.

Philip Marlowe @, Location: Europe's Paymaster, Mittwoch, 22.04.2015, 21:24 vor 3919 Tagen @ Falkenauge 2868 Views

Europa wird durch die
Folgen seiner eigenen Taten heimgesucht."

Auch wenn wieder mal jemand aus Frankreich an der Spitze ist. Aber in gewissen Kreisen spielt die Nationalität sowieso keine Rolle. Dazu braucht man gar nicht ins Ausland zu blicken.

Und wenn man sich fragt, wer die Umwandlung Libyens in einen "failed state" vorangetrieben und sich dessen Ölquellen unter den Nagel gerissen hat, kommt man der Antwort, wer der eigentliche Verursacher der Flüchtlingsströme nach Europa ist, schon näher.

Erst kommt der Hegemon. Und dann darf erst mal lange Zeit gar nichts kommen. Das ist die Doktrin. Hat man alles schon in den 90ern nachlesen können.

Gruß,
Phil.M.

Alles dient der Destabilisierung von Europa

Olivia @, Freitag, 24.04.2015, 15:16 vor 3917 Tagen @ stocksorcerer 2136 Views

Viele Flüchtlingskatastrophen im Mittelmeer hätten vermieden werden
können, wenn man das gewollt hätte!

....................

Die Flüchtlingsströme dienen selbstverständlich der Destabilisierung von Europa. Die einzige Möglichkeit, die übrig bleiben wird, ist, in Nordafrika entsprechende "Amtsstuben" einzurichten, in denen die Asylanträge geprüft werden.
Die EU soll auch See-Rettungsaktionen machen ABER jedes gerettete Schiff beschlagnahmen, die Insassen umgehend wieder auf den afrikanischen Kontinent bringen und die Kapitäne der Justiz übergeben.

Wird das nicht gemacht, dann droht bald in Europa eine Katastrophe und bürgerkriegsähnliche Zustände.
Ansonsten sollen sich die Leute anschauen, was sie in Nordafrika angerichtet haben. Hilfsaktionen haben in Nordafrika stattzufinden!

--
For entertainment purposes only.

... und das alles dank der US-Geopolitik

stocksorcerer @, Freitag, 24.04.2015, 18:30 vor 3917 Tagen @ Olivia 1996 Views

vermutlich ist aus der Sicht Washingtons auch Putin daran schuld.

Ich lache immer ganz besonders, wenn ich diese Stelle bei RT sehe...

https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=7F-mSaiu858#t=868


"they keep moving their country closer to our bases"... ^^


Das ist hart, oder? Das ist so schräg, dass man kaum weiß, ob man darüber lachen oder weinen soll.

Gruß
stocksorcerer

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