Du magst es für einen Reflex halten,
Hallo Hasso,
ich halte es für maximal geschmacklos. Schließlich steckt eine bewusste Entscheidung dahinter und auch die Absicht der Provokation und vielleicht auch einer Demonstration.
Dennoch ist es nicht mehr als eine infantile Handlung, aber verräterisch auf mehrfache Weise.
Und ja, Du hat Recht, was die MSM angeht. Sie bemühen sich, zumeist erfolgreich, die Aufmerksamkeit der Rezipienten an sich zu binden.
Dazu eine Anekdote, weil ich in gewisser Hinsicht Opfer meiner Art bin:
Die erste Ohrfeige (von zweien) die ich von meiner Mutter erhalten habe, ereignete sich ausgerechnet an meinem fünften Geburtstag. Wir spielten irgendein Spiel, man sollte sagen, was man sich wünschen würde, hätte man einen (und nur einen) Wunsch frei. Die anderen Jungs haben sich Pferde oder ein Fahrrad gewünscht, die Cleveren noch mehr Wünsche.
Ich hingegen habe mir gewünscht, von allem was je war, ist und sein würde, alles zu wissen. Mit den Worten, ich wolle »sein wie Gott«, habe ich dann eine Ohrfeige bekommen. Meine Mutter war schon immer sehr religiös.
Zwar bin ich dem »Gottsein« nicht nahe gekommen, aber die Wissbegierde ist geblieben; wohl wissend, dass es nicht geht und sogar schädlich sein kann - siehe Dieter Beitrag im vorbereitenden Glücksthread.
In diesem Sinne bin ich ein Opfer meiner Art - aber auch sehr oft beglückt über die Dinge, die ich erfahren darf.
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"Journalism is printing what someone else does not want printed. Everything else is public relations." - George Orwell
Arvid