Stephen Cohen: Was jetzt zwischen USA und Russland passiert, ist gefährlicher als der Kalte Krieg

stocksorcerer, Montag, 20.04.2015, 11:53 (vor 3922 Tagen)6434 Views
bearbeitet von unbekannt, Montag, 20.04.2015, 12:29

Hallo zusammen,

das ist der erste Teil eines fantastischen Interviews in Salon.com

Überschrift: The New York Times “basically rewrites whatever the Kiev authorities say”: Stephen F. Cohen on the U.S./Russia/Ukraine history the media won’t tell you

http://www.salon.com/2015/04/16/the_new_york_times_basically_rewrites_whatever_the_kiev...

Patrick Smith interviewt den Russland-Experten Stephen Cohen zur neuen Lage in Sachen US-Geopolitik, zu den Medien und zu der Rolle der USA im Ukraine-Konflikt. Das hier ist lediglich der erste Teil; der zweite folgt kommenden Freitag.

Der 78jährige Stephen Cohen nimmt kein Blatt vor den Mund. Wenn man das gelesen hat weiß man, warum die US-Mainstream-Medien ihn gerne als "Putin-Versteher" (Putin apologist) beschimpfen.

Ich kann das Interview kaum verkürzt darstellen, weil es einfach der Wahnsinn ist. Jede Zeile hat Gewicht. Daher nur der Anfang und der erste Abschnitt als Appetithäppchen!

Cohen ist davon überzeugt, dass es seit dem zweiten Weltkrieg noch niemals so gefährlich war wie heute. Der US-Coup in Kiew habe bewirkt, dass ein neuer Kalter Krieg ausgebrochen sei, der deutlich schlimmer werden könnte, als der vorherige. Es gebe hier keine festen Regeln, auf keiner der beiden Seiten. Im Kalten Krieg war das Epi-Zentrum Berlin. Heute liegt es mitten an der russischen Grenze innerhalb der eigenen "Zivilisation".

Im Kalten Krieg wuchsen 40 Jahre lang Verhaltensregeln und das Wahrnehmen und Anerkennen von roten Linien. Das alles fehlt jetzt, weil es eine ganz neue Situation ist.

Damals, so sagt er, konnte man überall: bei Präsidenten-Beratern im State Department, im Weißen Haus, im Kongress diverse Meinungen zur Lage finden. Die Medien machten ihren Job. Die New York Times, die Washington Post; die Presse war nicht gelenkt, es gab Debatten und verschiedene Meinungen. Das alles gibt es nicht mehr! Eine Hand wäscht die andere in den Zeitungen und den Rundfunkanstalten. Da stehen wir heute...

Gruß
stocksorcerer


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