Geheimdokument belegt völkerrechtswidrige Drohnenmorde aus Ramstein. Macht das deutsche Politiker zu Kriegsverbrechern?

Bernadette_Lauert, Montag, 20.04.2015, 11:02 vor 3922 Tagen 6890 Views

bearbeitet von Bernadette_Lauert, Montag, 20.04.2015, 11:45

Der Snowden-Vertraute Glenn Greenwald hat auf seiner Webseite "The Intercept" neue Dokumente zu Ramstein geleakt: Download via Netzpolitik

Das brisante daran: Das Material eines anonymen Whistleblowers (nicht Snowden) zeigt, dass alle amerikanischen Drohnen ihre Signale von deutschen Boden aus (Ramstein) erhalten, von dem "nie wieder ein Krieg ausgehen darf".

Zitat: [...] Ramstein trägt das Signal, das der Drohne sagt, was sie tun soll. Sie erhält auch das Signal dessen, was die Drohne sieht. Ohne Ramstein würden Drohnen in ihrer derzeitigen Form nicht funktionieren. [...]

Gegenüber den DWN legte der Militär-Wissenschaftler Armin Krishnan (Assistant Professor for Security Studies Intelligence and National Security Studies Program an der Universität of Texas in El Paso) nachvollziehbar dar, dass diese Drohnen-Angriffe nicht durch das Völkerrecht gedeckt seien und dass Klagen wegen Kriegsverbrechen drohen. Ist im Grunde eh klar, für Nicht-Hirntote.

Zitat: "Das rechtliche Problem besteht vor allem darin, dass Drohnenangriffe, die zuweilen erhebliche zivile Schäden anrichten und viele Zivilisten töten, in neutralen Staaten wie Pakistan, Jemen oder Somalia stattfinden. In Pakistan könnten bis zu ein Drittel der Todesopfer der Drohnenangriffe unschuldige Zivilisten sein. Manche Völkerrechtlicher, darunter auch von der Stanford University, betrachten diese Drohnenangriffe in neutralen Staaten, bei denen Zivilisten sterben, als mögliche Kriegsverbrechen."

und

[...]
"In diesem Fall könnte Präsident Obama, der die Angriffe formal autorisiert, als Kriegsverbrecher in Den Haag vor Gericht gestellt werden. Das wird natürlich niemals passieren. Es gibt aber eine Reihe von Zivilklagen gegen die CIA und die US-Regierung, auch von den Angehörigen getöteter Zivilisten. Diese Klagen wurden bislang alle abgewiesen, da es sich um Belange nationaler Sicherheit handelt, die einen besonderen Schutz haben."

(Quelle)

Andere Quellen sprechen von "bis zu 90 Prozent" Kollateralschäden (#Hochzeitscrasher).

Wie man es dreht und wendet: Von deutschem Boden aus mordet der Ami ohne rechtliche Grundlage auf der ganzen Welt.

[image]

Worauf ich hinaus will: Die USA haben Den Haag nicht anerkannt. Deutschland aber schon.

Und das könnte ein Nachspiel haben, denn die Frage steht im Raum:
Jetzt, wo wir wissen und belegen können, was Sache ist...
...stellt sich da nicht die Frage:

"Ist die deutsche Bundesregierung am Massenmord der Amerikaner beteiligt?"

Juristisch ließen sich wohl Vorgaben machen, was die Stützpunkte der US-Besatzer angeht (Quelle dafür bleibe ich erst einmal schuldig -> ?Schachtschneider?).

Den Opfern des "King of Drones" mag es im Moment ihres Todes egal sein, aber juristisch ist es ein Unterschied, ob eine Sache belegt werden kann, oder nicht: "Juristisch gibt es das Drohnenprogramm der CIA nicht, und die Regierung muss auch keine Informationen in Bezug auf das Drohnenprogramm oder bestimmte Drohnenangriffe an Gerichte weitergeben. Ohne diese Informationen sind Klagen aussichtslos, da es auf die juristische Analyse der genauen Umstände ankommt, wenn es darum geht zu entscheiden, ob ein bestimmter Angriff völkerrechtlich zulässig war oder ein Kriegsverbrechen.", so Krishnan.

Gesprochen wird ja bereits darüber allerortens und auch von prominenten Juristen wie Bundesrichter Thomas Fischer: "Warum nennen wir diejenigen, die uns angreifen, "feige" und "hinterhältig"? Sie sind es nicht. Sie sind Mörder, aber das steht auf einem anderen Blatt. "Feige" sind sie nicht. "Feige" ist vielleicht jemand, der eine satellitengelenkte Bombe in eine Hochzeit steuert und dabei in Ramstein sitzt und einen Dreifach-Burger mit den Fingern frisst.": http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=338546

Mir stellt sich sofort die Frage: Wenn es nun belegt ist, was da passiert und unsere Politiker nichts dagegen unternehmen, Deutschland aber Den Haag anerkannt hat (im Gegensatz zur USA)...

...laufen "unsere" Politiker dann nicht Gefahr als Kriegsverbrecher angeklagt zu werden? Wenn sie dieses Unrecht zulassen beziehungsweise billigend in Kauf nehmen?

Gruß, Bernadette

Anders gefragt

KK, Montag, 20.04.2015, 11:39 vor 3922 Tagen @ Bernadette_Lauert 5737 Views

Hallo Bernadette,


Mir stellt sich sofort die Frage: Wenn es nun belegt ist, was da passiert
und unsere Politiker nichts dagegen unternehmen, Deutschland aber Den Haag
anerkannt hat (im Gegensatz zur USA)...

...laufen "unsere" Politiker dann nicht Gefahr als Kriegsverbrecher
angeklagt zu werden? Wenn sie dieses Unrecht zulassen beziehungsweise
billigend in Kauf nehmen?

Soweit ich weiß ist der Stützpunkt wie andere auch (und nicht nur in unserem Land) exterritoriales Gebiet, also Teil der VSA.
Demnach geht der Drohnenkrieg (völkerrechtlich) nicht von Deutschland aus.

Wenn diese Prämisse stimmt, gibt es mMn keine deutsche Verantwortung.

ABER:

Muß unsererseits nicht alles getan werden, den Status der Stützpunkte dahingehend zu ändern, daß die Einhaltung unserer Rechtsnormen eingefordert und durchgesetzt werden kann?

Sollte unsere Politikerkaste dies mit ja beantworten, ergäben sich daraus schwerwiegende Konsequenzen; es müßte ein wirklich großes Rad gedreht werden.

Freundliche Grüße
KK

Nein, ist deutsches Gebiet! s. meinen Link zu Spiegel-Artikel mkT

Jermak @, Montag, 20.04.2015, 12:09 vor 3922 Tagen @ KK 5517 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 20.04.2015, 12:32

und ich weiß, was kommen wird: Pofalla erklärt die Diskussion für beendet (s.NSA).

Nachtrag

KK, Montag, 20.04.2015, 18:40 vor 3922 Tagen @ Jermak 5011 Views

bearbeitet von KK, Montag, 20.04.2015, 18:45

Hallo Jermak,

bin kein Rechtskundiger, der den juristischen Status der Stützpunkte definieren kann.

Wenn ich den Begriff exterritorial benutzt habe, bezog sich das sinngemäß auf den Bereich des Zugriffrechts bzw. der Zugriffsmöglichkeiten seitens Deutschlands.

Beides mag formaljuristisch vorhanden sein, da aber seit mindestens 25 Jahren selbst das Völkerrecht und andere internationale Verträge zur Disposition gestellt sind, dürften die Standorte seitens VSA/NATO vertraglich so abgesichert sein, daß sie de facto exterritorialen Status haben.

Also, wer immer daran etwas ändern will, muß ein großes Rad drehen, juristisch, politisch und geopolitisch.

und ich weiß, was kommen wird: Pofalla erklärt die Diskussion für
beendet (s.NSA).

Freundliche Grüße
KK

Politik soll legitimieren

Fidel @, Montag, 20.04.2015, 11:44 vor 3922 Tagen @ Bernadette_Lauert 5700 Views

Hallo

Zitat Niklas Luhmann:
»Politik ist der Komplex sozialer Prozesse, die speziell dazu dienen, das Akzept administrativer (Sach-)Entscheidungen zu gewährleisten. Politik soll verantworten, legitimieren und die erforderliche Machtbasis für die Durchsetzung der sachlichen Verwaltungsentscheidungen liefern«
Zitat Ende

Die Gesetzgebung & Rechtsprechung legalisiert falls notwendig [wie jeder in Sachen Euro(-Rettung), Europäische Union, Souveränität, Friedensvertrag, Einigungsvertrag, Rüstungsexporte, Sanktionen etc..... mitverfolgen kann]
alles notwendige.

Wer glaubt ernsthaft Politik würde sich je strafbar machen?

Was nicht passt, wird passend gemacht.

Grüße an alle, diese Realität legitimierenden, Wähler
fidel

Ich mag Deine subversive Denke, aber... Auch @KK und @Jermak

Bernadette_Lauert, Montag, 20.04.2015, 12:25 vor 3922 Tagen @ Fidel 5451 Views

Hallo
Zitat Niklas
Luhmann
:
»Politik ist der Komplex sozialer Prozesse, die speziell dazu dienen,
das Akzept administrativer (Sach-)Entscheidungen zu gewährleisten. Politik
soll verantworten, legitimieren und die erforderliche Machtbasis für die
Durchsetzung der sachlichen Verwaltungsentscheidungen liefern«
Zitat Ende
Die Gesetzgebung & Rechtsprechung legalisiert falls notwendig [wie jeder
in Sachen Euro(-Rettung), Europäische Union, Souveränität,
Friedensvertrag, Einigungsvertrag, Rüstungsexporte, Sanktionen etc.....
mitverfolgen kann]
alles notwendige.
Wer glaubt ernsthaft Politik würde sich je strafbar machen?
Was nicht passt, wird passend gemacht.
Grüße an alle, diese Realität legitimierenden, Wähler
fidel

Hallo Fidel,
ich mag Deine subversive Denke, aber...
...falls Dein Aufruf in die Richtung geht: Nicht wählen, sich zurückziehen (ggf. Wald), "kannst Du eh nichts ändern", dann macht das aus meiner Sicht immer noch keinen Sinn.
Oder, wie ich jemandem schrieb, der zu der angestoßenen #Waldmystizismus-Debatte nochmal kritisch nachhakte:

"Es wird nichts bringen, wenn 5 Prozent in die Wälder verschwinden und weiterhin dem einen Prozent freie Gestaltungsmöglichkeiten lassen. Das geht zu lasten der restlichen 99 Prozent, inklusive der 5 Prozent Waldmystizistiker. (Jetzt mal saublöd und überspitzt formuliert.)"

Zurücklehnen und zuschauen, weil eh keine Änderung in dem System möglich ist, spielt doch jenen Kräften in die Hände, die das Gesellschaftssystem zur Ausnutzung von Partikularinteressen korrumpiert haben.
Das ist ganz eindeutig nicht nur (aber AUCH) die deutsche Politik, die korrumpiert ist (in diesem Fall: transatlantisch korrumpiert).

Der Feind sitzt in diesem Fall in den USA, deren willfährigen Büttel zu viele Kräfte aus der Deutschen Legislative, Exekutive und Judikative geben, eingelullt und korrumpiert von transatlantischen Kräften.

Was hilft ganz pragmatisch gedacht weiter?

Vielleicht würde es etwas bringen, Politiker anzuschreiben und sie auf ihren etwaigen Kriegsverbrecherstatus aufmerksam zu machen, jetzt wo belegende Dokumente für Drohnenmorde von deutschem Boden aus geleakt wurden.

KK ist der Auffassung, die Militärbasen der Besatzer hätten einen ähnlichen Status wie Botschaftsgebäude. Ich habe das anders in Erinnerung, auch wenn ich gerade keine Quelle liefern kann. Deutschland hat meines Wissens nach durchaus Einfluss auf das, was in US-Militärbasen passiert.
Siehe Jermaks Ausführungen...

Randnotiz: Auf der Suche nach dieser Quelle bin ich auf eine geile Folge Jung&Naiv gestoßen. Wer das nicht kennt:
Der hübsche Tilo Jung von den Krautreportern (*Schnurrrrrh*) setzt sich gerne in die Bundespressekonferenz und stellt scheinbar naive Fragen. Ganz großes Kino, als er nach den Drohnenangriffen in Jemen fragte, die von Ramstein aus durchgeführt werden.
Hier Fan-Content dazu:
https://www.youtube.com/watch?v=pH6RDMOPdtY (Aus der Bundespressekonferenz, 2m32s)

Gruß, Bernadette

Klage wg. Drohnenmorden läuft bereits

Bernadette_Lauert, Montag, 20.04.2015, 13:00 vor 3922 Tagen @ Bernadette_Lauert 5716 Views

bearbeitet von Bernadette_Lauert, Montag, 20.04.2015, 13:12

Habe (Luft-)post erhalten:
http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_13/LP08215_200415.pdf
(vom heutigen 20.04.15)

Dr. Peter Becker und Otto Jäckel, die Anwälte des LUFTPOST-Herausgebers, fordern in einer Revisionsklage, dass diese völkerrechtswidrige Drohnenmordsche*ße entlich aufhört.

Hier die komplette Revisionsbegründung:
http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_13/LP07115_050415.pdf

Tolle Sache.
Muss mich reinlesen!

Gruß, Bernadette

Was soll die hysterische Aufregung?

Hochtaunus @, Montag, 20.04.2015, 15:05 vor 3922 Tagen @ Bernadette_Lauert 5623 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 20.04.2015, 15:53

Und wo ist das Problem? Es ist doch großartig, wenn die Amis irgendwelche gemeingefährlichen religiösen Spinner eliminieren. Dass es beim Einsatz militärischer Gewalt zu unerwünschten Opfern unter der Zivilbevölkerung kommen kann, ist nicht neu und erst recht nicht "drohnenspezifisch".

Eine Verletzung von Völkerrecht kann ich nicht erkennen. Die Drohneneinsätze finden meines Wissens nach mit Billigung oder sogar auf Wunsch der betroffenen Staaten (z.B. Afghanistan, Pakistan) statt.

Und dass es sich bei der Auseinandersetzung mit Al Qaida oder IS um einen bewaffneten Konflikt handelt, ist doch unbestritten. Somit sind die entsprechenden Akteure natürlich legitime Ziele militärischer Gewalt.

Pakistan unterstuetzt das?

CalBaer @, Montag, 20.04.2015, 19:49 vor 3921 Tagen @ Hochtaunus 5009 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 20.04.2015, 19:55

Und wo ist das Problem? Es ist doch großartig, wenn die Amis irgendwelche
gemeingefährlichen religiösen Spinner eliminieren. Dass es beim Einsatz
militärischer Gewalt zu unerwünschten Opfern unter der Zivilbevölkerung
kommen kann, ist nicht neu und erst recht nicht "drohnenspezifisch".

Es ist voelkerrechtswidrig, weil die USA sich mit Afghanistan oder Pakistan nicht im Krieg befinden. Zudem voelkerrechtswidrig, weil nicht regulaere Truppen die Angriffe ausfuehren, sondern CIA-Mitarbeiter.

Georgetown University’s Gary Solis, the author of The Law of Armed Conflict, says people at the CIA who pilot unmanned aerial vehicles are civilians directly engaged in hostilities, an act that makes them “unlawful combatants” and possibly subject to prosecution.
http://www.newsweek.com/inside-killing-machine-68771

Eine Verletzung von Völkerrecht kann ich nicht erkennen. Die
Drohneneinsätze finden meines Wissens nach mit Billigung oder sogar auf
Wunsch der betroffenen Staaten (z.B. Afghanistan, Pakistan) statt.

Die Pakistaner unterstuetzen das?

Pakistani court declares US drone strikes in the country's tribal belt illegal
...Peshawar High Court issued the verdict against the strikes by CIA-operated spy planes in response to four petitions that contended the attacks killed civilians and caused “collateral damage”....

http://www.independent.co.uk/news/world/asia/pakistani-court-declares-us-drone-strikes-...

Pakistan court says former CIA station chief will face charges over drone strike
http://www.theguardian.com/world/2015/apr/07/former-cia-station-chief-pakistan-murder-c...

Pakistan protests fresh drone strike in South Waziristan
PESHAWAR/ISLAMABAD: Pakistan has strongly condemned a US drone strike in South Waziristan that killed at least seven suspected militants, including a key commander of Haqqani network, on Thursday and termed it unnecessary, said a Foreign Office spokesperson.

"These drone strikes are a violation of Pakistan's sovereignty and territorial integrity and should be stopped," FO spokesperson Tasneem Aslam said at a news briefing.
http://www.dawn.com/news/1141332/pakistan-protests-fresh-drone-strike-in-south-waziristan

Und dass es sich bei der Auseinandersetzung mit Al Qaida oder IS um einen
bewaffneten Konflikt handelt, ist doch unbestritten. Somit sind die
entsprechenden Akteure natürlich legitime Ziele militärischer Gewalt.

Selbst wenn es legitim waere, sind die "Kollateralschaeden" immens. Auf einen getoeteten Terroristen kommen 28 zivile Opfer.

Only 4% of drone victims in Pakistan named as al Qaeda members
http://www.thebureauinvestigates.com/namingthedead/only-4-of-drone-victims-in-pakistan-...

Man kann daher von einem unerklaerten, und damit voelkerrechtswidrigen Krieg gegen die Zivilbevoelkerung sprechen:

Waziris told our researchers that the strikes have undermined cultural and religious practices related to burial, and made family members afraid to attend funerals. In addition, families who lost loved ones or their homes in drone strikes now struggle to support themselves.
...
Drones hover twenty-four hours a day over communities in northwest Pakistan, striking homes, vehicles, and public spaces without warning. Their presence terrorizes men, women, and children, giving rise to anxiety and psychological trauma among civilian communities.

Hier geht's weiter:
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=265589

Bitte das naechste mal sich besser ueber die Thematik informieren.

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Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
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Völkerrecht und Kollateralschäden

Hochtaunus @, Dienstag, 21.04.2015, 19:41 vor 3920 Tagen @ CalBaer 4393 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 21.04.2015, 19:46

Ich denke, die USA sind natürlich berechtigt, direkt "Terroristen" in Ländern zu bekämpfen, wenn diese Länder selber dazu nicht in der Lage oder Willens sind. Die albernen juristischen "Maßnahmen" der pakistanischen Justiz werte ich mal als Mittel zur Beruhigung des US-kritischen Anteils der eigenen Bevölkerung. Von einer ernsthaften politischen oder gar militärischen Reaktion der Regierungen Afghanistans, Pakistans oder Yemens auf Drohnenangriffe ist mir nichts bekannt.

Ob die Zielempfehlung und/oder die Steuerung der Drohnen vom CIA geleistet wird, ist völkerrechtlich nach meiner Einschätzung komplett unerheblich. Die Drohnen tragen Hoheitsabzeichen der US-Streitkräfte und die letzte Entscheidung über den Einsatz trifft der US-Präsident als Staats- und Regierungschef sowie als Oberkommandierender der Streitkräfte.

Was die von der Organisation Reprieve erstmals genannten und dann vielfach ungeprüft übernommenen und nachgeplapperten "Kollateralschäden" im Umfang 28 tote Zivilisten je getötetem Terroristen angeht: Selbst auf der Webseite von Reprieve finde ich keinen Hinweis auf irgendeine methodisch saubere Untersuchung. Es findet sich nur eine rührseliger Text mit Spendenaufruf am Ende. Ich halte die Zahl für zumindest fragwürdig.

Aber selbst mal unterstellt, die Zahlen wären zutreffend: Nach welchem Kriterium kommt man zu der Einschätzung, dass 28 zivile Opfer hoch sind gemessen an der getöteten Zielperson?

Nicht gelesen oder absichtlich ignoriert?

CalBaer @, Dienstag, 21.04.2015, 20:19 vor 3920 Tagen @ Hochtaunus 4408 Views

Von einer ernsthaften
politischen oder gar militärischen Reaktion der Regierungen Afghanistans,
Pakistans oder Yemens auf Drohnenangriffe ist mir nichts bekannt.

Das stand aber in meinem Beitrag. Nicht gelesen oder absichtlich ignoriert?

Ob die Zielempfehlung und/oder die Steuerung der Drohnen vom CIA geleistet
wird, ist völkerrechtlich nach meiner Einschätzung komplett unerheblich.

Der Jura-Professor Gary D. Solis (selbst sogar Vietnamkriegs-Veteran) beruft sich auf die Verletzung der Genfer Konventionen, die schon etwas mit dem Voelkerrecht zu tun haben. Ich denke, das hat schon mehr Gewicht als Deine persoenliche Interpretation.

Die Drohnen tragen Hoheitsabzeichen der US-Streitkräfte und die letzte
Entscheidung über den Einsatz trifft der US-Präsident als Staats- und
Regierungschef sowie als Oberkommandierender der Streitkräfte.

Das ist nach Genfer Konvention unerheblich.

Aber selbst mal unterstellt, die Zahlen wären zutreffend: Nach welchem
Kriterium kommt man zu der Einschätzung, dass 28 zivile Opfer hoch sind
gemessen an der getöteten Zielperson?

Das Kriterium ist doch eindeutig: Jeder unschuldige, getoetete Zivilist ist ein Toter zuviel. Die USA bestreiten nicht einmal, dass Zivilisten getoetet werden. Und auch Pakistan bestaetigt offiziell Hunderte von getoeteten Zivilisten. Die genauen Zahlen sind dann voellig unerheblich. Wieviele Tote Zivilisten waeren denn nach Deiner Meinung akzeptabel?

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Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Ich finde nichts zu Drohnen in den Genfer Konventionen...

Hochtaunus @, Mittwoch, 22.04.2015, 00:02 vor 3920 Tagen @ CalBaer 4435 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 22.04.2015, 00:05

Von einer ernsthaften
politischen oder gar militärischen Reaktion der Regierungen

Afghanistans,

Pakistans oder Yemens auf Drohnenangriffe ist mir nichts bekannt.


Das stand aber in meinem Beitrag. Nicht gelesen oder absichtlich
ignoriert?


Leider stand davon nichts in Deinem Beitrag. Irgendwelche Statements eines Gerichts oder Verlautbarungen einzelner Ministerien sind natürlich keine ernsthafte Reaktion. Ernsthafte Reaktionen wären z.B. das Ausweisen des US-Botschafters, der Abbruch oder die deutliche Einschränkung diplomatischer Beziehungen oder gar eine Feststellung des Kriegszustands mit den USA. Nichts davon ist geschehen.

Ob die Zielempfehlung und/oder die Steuerung der Drohnen vom CIA

geleistet

wird, ist völkerrechtlich nach meiner Einschätzung komplett

unerheblich.

Der Jura-Professor Gary D. Solis (selbst sogar Vietnamkriegs-Veteran)
beruft sich auf die Verletzung der Genfer Konventionen, die schon etwas mit
dem Voelkerrecht zu tun haben. Ich denke, das hat schon mehr Gewicht als
Deine persoenliche Interpretation.

Wow - ein Professor. Und sogar ein Vietnamkriegs-Verteran. Das macht ihn natürlich zu einem Experten in Sachen Genfer Konvention. Ich warte immer noch auf eine Begründung, warum gerade Drohnenangriffe völkerrechtswidrig sein sollen aber z.B. die Bombardierung mit bemannten Luftfahrzeugen nicht. Vielleicht kannst Du auch noch so freundlich sein, eine Quelle zu nennen wo und warum Herr Professor Solis sich auf eine Verletzung der Genfer Konvention beruft. In welcher Angelegenheit eigentlich?

Die Drohnen tragen Hoheitsabzeichen der US-Streitkräfte und die letzte
Entscheidung über den Einsatz trifft der US-Präsident als Staats- und
Regierungschef sowie als Oberkommandierender der Streitkräfte.


Das ist nach Genfer Konvention unerheblich.

So? Tatsächlich? Warum kommst Du zu dieser Einschätzung? Dann begründe es bitte und liefere auch gleich die Fakten nach, die Deiner Meinung nach erheblich sein könnten.

Aber selbst mal unterstellt, die Zahlen wären zutreffend: Nach welchem
Kriterium kommt man zu der Einschätzung, dass 28 zivile Opfer hoch

sind

gemessen an der getöteten Zielperson?


Das Kriterium ist doch eindeutig: Jeder unschuldige, getoetete Zivilist
ist ein Toter zuviel. Die USA bestreiten nicht einmal, dass Zivilisten
getoetet werden. Und auch Pakistan bestaetigt offiziell Hunderte von
getoeteten Zivilisten. Die genauen Zahlen sind dann voellig unerheblich.
Wieviele Tote Zivilisten waeren denn nach Deiner Meinung akzeptabel?

Wenn Dein Kriterium, wonach jeder "unschuldige, getötete Zivilist" ein Toter zu viel ist, dann würde sich in der Konsequenz jede Form von Kriegsführung bzw. militärischer Gewalt verbieten. Das wäre sicherlich sehr schön, aber simples Durchblättern einer beliebigen Tageszeitung wird Dir zeigen, dass Dein Kriterium leider nicht mal ansatzweise gilt. In der Realität wohlgemerkt! Nicht in irgendeinem Wolkenkuckucksheim. BTW: Gibt es eigentlich in Deiner Denkwelt auch schuldige Zivilisten und unschuldige Militärs oder Terroristen? Oder warum machst Du diese Differenzierung bei Deinem Kriterium?

Mal selbst richtig nachzulesen

CalBaer @, Mittwoch, 22.04.2015, 02:41 vor 3920 Tagen @ Hochtaunus 4287 Views

, obwohl alles schon dasteht oder gar selbst recherchieren, das geht natuerlich nicht. Man koennte ja zu anderen Erkenntnissen kommen. Da bleibt Dir nichts anderes uebrig, als Dich ueber den Autor lustig zu machen. Mit sachlicher Diskussion hat das nichts mehr zu tun.

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
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www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Von Spock über den Utilitarismus zu Obama und wieder zurück zum wütenden Botschafter des Planetenen Vulkan.

Bernadette_Lauert, Dienstag, 21.04.2015, 20:39 vor 3920 Tagen @ Hochtaunus 4858 Views

bearbeitet von Bernadette_Lauert, Dienstag, 21.04.2015, 20:51

Nach welchem
Kriterium kommt man zu der Einschätzung, dass 28 zivile Opfer hoch sind
gemessen an der getöteten Zielperson?

Ich kenne viele Leute, die würden diese Frage sofort als Provokation auffassen.
"Da regt mich ja schon die Frage auf!" bis Beschimpfung - so würde wahrscheinlich der Großteil der Bevölkerung auf Deine Frage reagieren. Überwiegend ablehnend eben...

ABER: Aus philosophischer Sicht ist die Frage schon spannend.

Mit dem Utilitarismus (lat. utilitas, Nutzen, Vorteil) lässt sich da ein wohlwollender Blick in Deinem Sinne darauf werfen.
Machen wir das mal. Ich will versuchen, Dich zu verstehen...

Utilitarismus ist letzten Endes die Ethik von Botschafter Spock, als er sagte: "Das Wohl der Vielen wiegt mehr als das Wohl der Wenigen; oder des Einzelnen." Das gehörte zu seinen letzten Worten.
Abseits von Star Trek ist diese Denke im echten Leben tief in der Kultur Chinas verwurzelt. Ein paar hundert Jahre vor Christus kam diese Ethik dort auch auf.

Als Utilitarist heißt es dann: Überwiegt der Vorteil, sollte man per Drohne morden.

Das Problem ist: Wer entscheidet ob der Vorteil überwiegt?
An welchen Kriterien willst Du diesen Vorteil festmachen?
Wer hat die Kompetenz darüber zu urteilen?

Ist das US-Militär ein so vertrauenswürdiger Verein, dass er über Leben und Tod entscheiden darf? Ohne Gerichtsverhandlung?
Es ist keine Paranoia darauf hinzuweisen, dass dieser ganze Militärapparat (IMK) zusammen mit Geostrategen (u.a. die Neocons u. amerikanische "Exzeptionalisten") US-amerikanische Partikularinteressen auf eine Art und Weise verfolgen, die absolut unmoralisch und verdorben ist.
...Destabilisierungspolitik, herbeigelogene Angriffskriege, Kriege für Rohstoffe und als Strafe für Länder, die aus dem Dollarsystem aussteigen wollen...

Diese verdorbenen Saubande überzieht die Welt mit Krieg und Leid. Sie haben nicht das Recht und keine moralische Legitimation, die oben genannten Entscheidungen zu treffen.

Ich spreche nicht von sowjetnostalgischen Linken und amerikahassendes Antiimperialisten, die den USA dieses Recht nicht zusprechen würden.

Ich rede davon, dass wenn Du 1000 Leute fragst, sagen wir mal 950 sagen, dass die USA das nicht eigenmächtig zu entscheiden hat.

Wer anders sollte das entscheiden, ob die Kompetenzkompetenz* (Stoibers Lieblingswort) dafür in den Händen der US-Militärs liegen, als eine Mehrheit der Leute.

Alles andere wäre Faustrecht des Stärkeren.
Und genau so ist es. Genau das nehmen die USA in Anspruch.

Wie man dazu klatschen kann, erschließt sich mir nicht.

Selbst der emotionslose vulkanische Botschafter - wenn man ihn denn per Spock-Button herbeirufen würde, wäre wütend:

[image]

So blauäugig-naiv darf man den Utilitarismus nicht anwenden und dem eigennützigen US-Militär solch ethische Abwägungen in aller Welt überlassen. Eine Welt, die sie destabilisieren um Imperium zu bleiben!

"Denke logisch!" würde Dir Spock wütend zurufen. "Ausgerechnet die Amis als Richter und Henker abseits des Völkerrechts - NEIN!!!"

Gruß, Bernadette

Faustrecht und Legitimation

Hochtaunus @, Mittwoch, 22.04.2015, 00:41 vor 3920 Tagen @ Bernadette_Lauert 4243 Views

Ich kenne viele Leute, die würden diese Frage sofort als Provokation
auffassen.
"Da regt mich ja schon die Frage auf!" bis Beschimpfung - so würde
wahrscheinlich der Großteil der Bevölkerung auf Deine Frage reagieren.
Überwiegend ablehnend eben...

Kenn ich! Ist mir gerade erst passiert! [[zwinker]]

Als Utilitarist heißt es dann: Überwiegt der Vorteil, sollte man per
Drohne morden.


"Morden"... Warum entwertest Du Deine regelmäßig gehaltvollen und interesanten Postings mit billiger Polemik?

Das Problem ist: Wer entscheidet ob der Vorteil überwiegt?
An welchen Kriterien willst Du diesen Vorteil festmachen?
Wer hat die Kompetenz darüber zu urteilen?

Ist das US-Militär ein so vertrauenswürdiger Verein, dass er über Leben
und Tod entscheiden darf? Ohne Gerichtsverhandlung?
Es ist keine Paranoia darauf hinzuweisen, dass dieser ganze
Militärapparat (IMK) zusammen mit Geostrategen (u.a. die Neocons u.
amerikanische "Exzeptionalisten") US-amerikanische Partikularinteressen auf
eine Art und Weise verfolgen, die absolut unmoralisch und verdorben ist.
...Destabilisierungspolitik, herbeigelogene Angriffskriege, Kriege für
Rohstoffe und als Strafe für Länder, die aus dem Dollarsystem aussteigen
wollen...

Du hast mich überzeugt. Die Amis sind total böse. Lassen wir das Ganze besser von einem deutschen Gericht entscheiden. Oder besser noch von der UNO. Die sind völlig unverdächtig, vorschnell militärische Gewalt einzusetzen. Die sind sooooo friedfertig, dass sie sogar untätig dem Abschlachten von Menschen z.B. in Srebrnica zugeschaut haben, statt zu handeln. Gemeinsam mit den total netten und friedfertigen holländischen UN-Soldaten, unter deren vermeintlichen Schutz sich die Zivilisten in ihrer Naivität geflüchtet hatten. Aber so schlimm war das Massaker ja nicht. Es waren ja nur ein paar Hundert Bosnier. Und schließlich waren keine Amerikaner beteiligt. [[top]]

Diese verdorbenen Saubande überzieht die Welt mit Krieg und Leid. Sie
haben nicht das Recht und keine moralische Legitimation, die oben genannten
Entscheidungen zu treffen.

Ich spreche nicht von sowjetnostalgischen Linken und amerikahassendes
Antiimperialisten, die den USA dieses Recht nicht zusprechen würden.

Ich rede davon, dass wenn Du 1000 Leute fragst, sagen wir mal 950 sagen,
dass die USA das nicht eigenmächtig zu entscheiden hat.

Wer anders sollte das entscheiden, ob die Kompetenzkompetenz* (Stoibers
Lieblingswort) dafür in den Händen der US-Militärs liegen, als eine
Mehrheit der Leute.

Genau! Das ist sogar noch besser als ein deutsches Gericht oder die UNO. Wir stimmen immer ab. Alle Menschen auf der Welt.

Alles andere wäre Faustrecht des Stärkeren.
Und genau so ist es. Genau das nehmen die USA in Anspruch.

So ist es. Und ich bin durchaus froh darüber, mit meiner Familie unter dem Schutzschirm leben zu dürfen, den die militärische Stärke der USA gewährleistet. Ich kann mir viel Schlimmeres vorstellen.

Gruß zurück!

Erfrischend ehrlich, Deine Sichtweise, aber auch sehr schräg

Bernadette_Lauert, Donnerstag, 23.04.2015, 14:20 vor 3919 Tagen @ Hochtaunus 4483 Views

bearbeitet von Bernadette_Lauert, Donnerstag, 23.04.2015, 14:35

Als Utilitarist heißt es dann: Überwiegt der Vorteil, sollte man

per

Drohne morden.[/b]


"Morden"... Warum entwertest Du Deine regelmäßig gehaltvollen und
interesanten Postings mit billiger Polemik?

Verzeihung, dann halt Zivilisten- und Kindstötung per Drohne.

Du hast mich überzeugt. Die Amis sind total böse. Lassen wir das Ganze
besser von einem deutschen Gericht entscheiden. Oder besser noch von der
UNO. Die sind völlig unverdächtig, vorschnell militärische Gewalt
einzusetzen. Die sind sooooo friedfertig, dass sie sogar untätig dem
Abschlachten von Menschen z.B. in Srebrnica zugeschaut haben, statt zu
handeln. Gemeinsam mit den total netten und friedfertigen holländischen
UN-Soldaten, unter deren vermeintlichen Schutz sich die Zivilisten in ihrer
Naivität geflüchtet hatten. Aber so schlimm war das Massaker ja nicht. Es
waren ja nur ein paar Hundert Bosnier. Und schließlich waren keine
Amerikaner beteiligt. [[top]]

Erfrischend ehrlich, Deine Sichtweise.
Du findest schlichtweg, dass man dem Ami vertrauen kann. Und einer muss es ja schließlich machen. Besser als würdest Du auf irgendwelche Meta-Ebenen ausweichen und versuchen, das Thema mit abstrakten Begrifflichkeiten zu zerreden, beispielsweise:

[image]

Nee, Du stellst Dich hin und sagst: "Der Ami macht das gut, das ist meine Meinung."
Das sei Dir zugestanden. Es muss auch seltsame Meinungen geben.

Genau! Das ist sogar noch besser als ein deutsches Gericht oder die UNO.
Wir stimmen immer ab. Alle Menschen auf der Welt.

Es geht darum, dass keiner auf diese Art und Weise ohne Gerichtsprozess und mit so vielen zivilen Opfern töten darf. Es gibt immer auch eine Alltagswirklichkeit der Menschen dort.

Stichwort: Drohne zerballert Hochzeitsgesellschaft und bringt zwei unschuldige Familien samt anwesender Kinder um.
Wie kann das gerechtfertigt und richtig sein?

Ich denke, Dir fehlt der richtige Blick auf die Gesamtgemengelage.

Bitte setz Dich mit diesem brandneuen Video von KenFm auseinander:


https://www.youtube.com/watch?v=47_Z0QohFWY (18m56s)

FAZIT: Wegsehen, wenn es um Mord geht, schützt vor Strafe nicht.

Alles andere wäre Faustrecht des Stärkeren.
Und genau so ist es. Genau das nehmen die USA in Anspruch.


So ist es. Und ich bin durchaus froh darüber, mit meiner Familie unter
dem Schutzschirm leben zu dürfen, den die militärische Stärke der USA
gewährleistet. Ich kann mir viel Schlimmeres vorstellen.

Der Ami schützt Dich und Deine Familie so wie die Mafia den Restaurantbesitzer schützt.

Gruß, Bernadette

Bin ich hysterisch oder redest Du Dir die Welt schön? (Auf einen gekillten Terroristen kommen 28 Zivilisten-Leichen.)

Bernadette_Lauert, Montag, 20.04.2015, 19:58 vor 3921 Tagen @ Hochtaunus 5011 Views

bearbeitet von Bernadette_Lauert, Montag, 20.04.2015, 20:10

Und wo ist das Problem? Es ist doch großartig, wenn die Amis irgendwelche
gemeingefährlichen religiösen Spinner eliminieren. Dass es beim Einsatz
militärischer Gewalt zu unerwünschten Opfern unter der Zivilbevölkerung
kommen kann, ist nicht neu und erst recht nicht "drohnenspezifisch".

Eine Studie der Universität Stanford schlussfolgert, dass nur zwei Prozent der Drohnenopfer wirkliche militärische Ziele der CIA gewesen seien.

Hier etwas Zahlenmaterial: http://www.livingunderdrones.org/numbers/

Auf einen gekillten Terroristen kommen 28 Zivilisten-Leichen.

Eine Verletzung von Völkerrecht kann ich nicht erkennen. Die
Drohneneinsätze finden meines Wissens nach mit Billigung oder sogar auf
Wunsch der betroffenen Staaten (z.B. Afghanistan, Pakistan) statt.

Das ist nach meinem Kenntnisstand nicht so. Was wäre das auch für eine Regierung, die so etwas billigt.
Uups - Hochzeitsgesellschaften weggesprengt.
Hab da mal ein Gedicht dazu gemacht: "Die gelogene Torte"

Die müsste schon so gefaked sein, so eine Regierung, so wie die handverlesene US-Regierung in der Ukraine beispielsweise...

Nehmen wir Pakistan, weil Du das Beispiel gebracht hast:
Pakistan erhebt Anklage gegen CIA-Mitarbeiter wegen der Drohnenmorde.
http://blog.fefe.de/?ts=abda8be7
http://www.nytimes.com/aponline/2015/04/07/world/asia/ap-pakistan-cia.html?_r=0
http://www.heise.de/tp/news/Pakistan-Drohnenmorde-rechtswidrig-2596789.html

Und dass es sich bei der Auseinandersetzung mit Al Qaida oder IS um einen
bewaffneten Konflikt handelt, ist doch unbestritten. Somit sind die
entsprechenden Akteure natürlich legitime Ziele militärischer Gewalt.

Al Qaida und IS sind auch US-Geschöpfe, wenn gleich unklar ist, inwieweit sie jetzt aus dem Ruder gelaufen sind, oder nicht. Die Stimmen werden immer lauter, dass der IS direkt von den USA unterstützt werden. Wenn Du daran zweifelst, trageich ein paar Quellen zusammen. Eine ist weiter oben bereits verlinkt.

Insgesamt habe ich daher nicht den Eindruck, dass ich hysterisch kreische.

Guck mal, was mir jemand zu Deinem Posting schrieb:

"Hallo Bernadette,
was soll die Aufregung? De hat eh NIX zu melden weil unter US-besatzungsstatut, UN-Feindstaat-Status, etc. Wenn DE aufmuckt, rücken die in DE stationierten 70.000 GIs, Truppen unseres großen transatlantischen Freundes und evtl. auch noch die 30.000 Tommys unseres Freundes jenseits des Kanals, aus. Also, was soll die Aufregung? Die beiden Möglichkeiten die DE hat sind: Maul halten und mitmachen oder Krieg im Inland; Alternativen sehe ich nur im Untergang des usraelischen Imperiums und das wird noch dauern, dabei wird noch einiges an Porzellan zerbrechen.
Gruß"

Ist das hysterisch?
Keine Ahnung, aber ich finde, dass ich die Dinge lediglich Namen nenne. Und die Zahlen geben mir doch irgendwie recht in meiner "Hysterie".

Ich gebe Dir aber dahingehend recht, dass die Situation eine andere wäre, wenn Staaten die US-Drohnenfuzzies um militärische Hilfe bitten würden. Aber das gibt die Realität einfach nicht her...

Gruß, Bernadette

Stanford-Studie

Hochtaunus @, Dienstag, 21.04.2015, 20:08 vor 3920 Tagen @ Bernadette_Lauert 4553 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 21.04.2015, 20:23

Ich zitiere mal aus der von Dir genannten "Stanford-Studie"

http://www.livingunderdrones.org/wp-content/uploads/2013/10/Stanford-NYU-Living-Under-Drones.pdf, Seite vi

"The best currently available public aggregate data on drone strikes are provided by The Bureau of Investigative Journalism (TBIJ), an independent journalist organization. TBIJ reports that from June 2004 through mid-September 2012, available data indicate that drone strikes killed 2,562 - 3,325 people in Pakistan, of whom 474 - 881 were civilians, including 176 children."

Also plötzlich ganz andere Zahlen, die eine geradezu beeindruckende Präzision der Drohnenschläge belegen würden. Was stimmt denn nun?

Zum "hysterisch" in meinem Ursprungspost: Damit warst nicht Du persönlich gemeint, sondern ich meinte damit die lächerliche Pseudoempörung über die tatsächliche oder vermeintliche Steuerung von Drohnen über Relaisstationen auf deutschem Boden und die daraus geschlussfolgerten angeblichen Rechtsbrüche der deutschen Regierung. Und das in einer Zeit, in der Deutschland Tausende Waffen an die Peschmerga liefert und auch gleich noch mit ausrüstet. [[top]]

"beeindruckende Präzision"

CalBaer @, Dienstag, 21.04.2015, 20:29 vor 3920 Tagen @ Hochtaunus 4415 Views

Trotzdem sterben Hunderte Zivilisten.

Deine Menschenverachtung ist kaum zu ueberbieten.

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Menschenverachtung?

Hochtaunus @, Dienstag, 21.04.2015, 23:35 vor 3920 Tagen @ CalBaer 4294 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 22.04.2015, 12:17

Trotzdem sterben Hunderte Zivilisten.

Deine Menschenverachtung ist kaum zu ueberbieten.

Leider leben wir nicht in einer rosaroten Seifenblasenwelt. Und ich versuche auch nicht, es mir und anderen vorzumachen. Obwohl das Suhlen in degenerierter Selbstgerechtigkeit das Leben sicher erträglicher machen kann.

Von daher beleidige mich gerne in Deiner gespielten Empörung, wenn es Dir damit besser geht.

Du stellst Dich doch selbst auf diese Stufe

CalBaer @, Mittwoch, 22.04.2015, 02:25 vor 3920 Tagen @ Hochtaunus 4215 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 22.04.2015, 02:43

Leider leben wir nicht in einer rosaroten Seifenblasenwelt.

Habe ich das behauptet? Nein. Aber niemand darf mit Menschenverachtung vorgehen, wenn er die Menschenverachtung wirklich bekaempfen will. Andernfalls stellt man sich nur auf die selbe niedere Stufe.

Von daher beleidige mich gerne in Deiner gespielten Empörung, wenn es Dir
damit besser geht.

Wieso Beleidigung? Es ist ein Tatbestand.

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
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Ich kann Dir keine bessere Antwort geben, als die hier...

Bernadette_Lauert, Dienstag, 21.04.2015, 20:46 vor 3920 Tagen @ Hochtaunus 4390 Views

...die ich hier zusammengeschrieben habe:
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=351977

Was unterschiedliche Zahlen angeht, bei der Frage: Wie viele Zivilisten mussten sterben, pro Drohneneinsatz?
Es gibt verschiedene Studien und verschiedene Zahlen, weil verschiedene Zeiträume, Quellenqualität, Studiendesigns...
Die Ermittlung eines Kollateralschädenfaktors ist keine exakte Wissenschaft, die unter Laborbedingungen wiederholt werden kann.

Aber ich habe versucht in dem oben verlinkten Beitrag über eine utilitaristische Sichtweise, mit der man Deinen Standpunkt wohlwollend ausleuchten könnte, aufzuzeigen, dass es nicht darum geht, ob pro Terrorist völkerrechtswidrig 28 Zivilisten getötet werden oder doch nur 2 Kinder nebenher.

Da musst Du etwas mehr Hirnschmalz investieren...

Gruß, bernadette

Das ist keine Antwort...

Hochtaunus @, Mittwoch, 22.04.2015, 00:50 vor 3920 Tagen @ Bernadette_Lauert 4262 Views

Aber ich habe versucht in dem oben verlinkten Beitrag über eine
utilitaristische Sichtweise, mit der man Deinen Standpunkt wohlwollend
ausleuchten könnte, aufzuzeigen, dass es nicht darum geht, ob pro
Terrorist völkerrechtswidrig 28 Zivilisten getötet werden oder doch nur 2
Kinder nebenher.

Worum geht es Dir denn? Dass es schlimm ist, weil speziell die Amerikaner die Zivilisten getötet haben und nicht irgendeine Instanz, die Du für würdig befindest, derartige Entscheidungen zu treffen und Handlungen zu vollziehen?

Oder geht es darum, dass wir so viel Hirnschmalz investieren, bis wir uns in die völlige Handlungsunfähigkeit hineinreflektiert haben?

Aber danke, dass Du Dir die Mühe gemacht hast, meinen Standpunkt "wohlwollend auszuleuchten". Was kommt als nächstes? Ein Vorschlag für eine Therapie? [[zwinker]]

Und was wäre, wenn es Deine Angehörigen wären, die so getötet werden? Pech gehabt?

azur @, Mittwoch, 22.04.2015, 01:25 vor 3920 Tagen @ Hochtaunus 4254 Views

Aber ich habe versucht in dem oben verlinkten Beitrag über eine
utilitaristische Sichtweise, mit der man Deinen Standpunkt wohlwollend
ausleuchten könnte, aufzuzeigen, dass es nicht darum geht, ob pro
Terrorist völkerrechtswidrig 28 Zivilisten getötet werden oder doch

nur 2

Kinder nebenher.


Worum geht es Dir denn? Dass es schlimm ist, weil speziell die Amerikaner
die Zivilisten getötet haben und nicht irgendeine Instanz, die Du für
würdig befindest, derartige Entscheidungen zu treffen und Handlungen zu
vollziehen?

Bernadette hat doch nicht gesagt, dass sie es nur einer Seite nicht zustehen will, so zu morden. Sondern eben keiner Seite.

Wenn es Deine Angehörigen wären, die kollateral diesem Töten zum Opfer fielen, wärest Du dann immer noch so lässig?

Es ist übrigens ein alter Trick dem anderen zu unterstellen, dass er ja so argumentiere, weil er ja eigentlich etwas anderes sagen wollen würde.

Wie willst Du denn dieses massenhafte Bedrohen und Töten Unschuldiger rechtfertigen?

Viele freundliche Grüße

azur

--
ENJOY WEALTH
(Groß-Leucht-Reklame am Gebäude Lehmann-Brothers/NY)

Meide das Destruktive - suche das Konstruktive.

Da ist man dann ploetzlich tief bestuerzt - CIA-Drohnenangriff toetet Amerikaner, Italiener

CalBaer @, Donnerstag, 23.04.2015, 17:53 vor 3919 Tagen @ azur 4204 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 23.04.2015, 17:59

Es sei das erste mal, dass Buerger aus dem Westen zu "Kollateralschaeden" von US-Drohnenangriffen werden. Ploetzlich will man den Vorfall genauer untersuchen, um zu verhindern, dass sich es sich in Zukunft wiederholt. Man bedauere den Vorfall sehr und bitte die Familienangehoerigen um Entschuldigung. Allerdings betont man, dass das Vorgehen im Einklang mit den US-Richtlinien zur Terrorbekaempfung passiert sei, auf das Voelkerrecht beruft sich Obama dabei nicht (mehr?).

American, Italian Hostages Killed in CIA Drone Strike in January
http://www.wsj.com/articles/american-italian-hostages-killed-in-cia-drone-strike-in-jan...
[Ueber eine Google-Suche nach der Ueberschrift kommt man durch die Bezahlwand]

Hoffen wir, dass sie zumindest solche Vorfaelle in Zukunft wirklich verhindern. Und hoffen wir, dass dies auch fuer pakistanische Kinder sowie unschuldige Frauen und Maenner gilt.

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Kein Problem

Aktienbaer @, Montag, 20.04.2015, 18:42 vor 3922 Tagen @ Bernadette_Lauert 5228 Views

"Ist die deutsche Bundesregierung am Massenmord der Amerikaner beteiligt?"


Man darf nicht vergessen, dass wir noch unter Besatzungsrecht stehen von England und den USA. Unsere Politiker sollten die Besatzungs-Karte ziehen, nach dem Motto: Sei schlau, stell Dich dumm !

https://www.youtube.com/watch?v=czmKyx7vV4s
Das Merkel sagt ja indirekt das wir noch unter Besatzung stehen !

oder hier:

https://www.youtube.com/watch?v=ZVGfNjhqhKQ

--
Nur zwei Dinge auf Erden sind uns ganz sicher: der Tod und die Steuer.(Benjamin Franklin)
Alternativlos (Merkel)

Naja, die stehen ja nicht mal unter Befehlsgewalt

CalBaer @, Montag, 20.04.2015, 19:31 vor 3921 Tagen @ Aktienbaer 5026 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 20.04.2015, 19:58

Und die zivilen Angestellten und die privaten externen Versorger/Dienstleister in Ramstein gehen ja auch freiwillig dorthin und unterstuetzen somit voelkerrechtswidrige Aktionen, wenn auch nur indirekt.

Wo bezieht z.B. die Airbase Ramstein seinen Strom? Wer ist deren Energieversorger? Dort koennte man zumindest aktiv etwas bewirken.

Sogar in den USA zieht man in Erwaegung, der NSA das Wasser abzustellen:
http://www.washingtonpost.com/blogs/govbeat/wp/2014/11/20/utah-legislature-considers-sh...

--
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www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Wie bestellt: KenFM sprach gestern mit einem Anwalt über Ramstein...

Bernadette_Lauert, Dienstag, 21.04.2015, 09:00 vor 3921 Tagen @ Bernadette_Lauert 5144 Views

Wie bestellt: KenFM sprach gestern mit einem Anwalt über Ramstein
Das 17m33s-Info-Paket kann hier abgeholt werden:
https://www.youtube.com/watch?v=vCD1tEx1bkk

Karim Popal führte mehrere Prozesse vor dem Hintergrund von Menschenrechtsverletzungen durch NATO-Kriege. Er ist der Anwalt der Überlebenden der sogenannten Kunduz-Affäre. In dieser Funktion wurde er über Jahre von der deutschen Justiz daran gehindert, echte Aufklärung in diesem Kriegsverbrechen durchzusetzen.

Im Gespräch mit KenFM fordert Popal die Bundesregierung auf, die Machenschaften in Ramstein entweder offen zu legen oder den Standort ganz zu schließen.

Ramstein ist nach Informationen von Popal nicht nur Dreh- und Angelpunkt der völkerrechtswidrigen Drohnenkriege der USA, sondern auch ein Ort der Ausbildung. Hier werde mit deutschen Steuergeldern militärisch geforscht, um Drohnen noch „effektiver“ zu machen.

Die Bundesregierung ist nicht Zeuge des Dronenkrieges, der von Ramstein ausgeht, sie ist Partner.

Ist diese Einschätzung korrekt, hat sich meine Frage nach dem Kriegsverbrecherstatus der Bundesregierung auch beantwortet.

Was die Bundesregierung über ihre Sprecher in Hinblick auf die Drohnenkriege rausseibert, ist megapeinlich. Ich hatte eine entsprechende Anfrage von Tilo Jung (Krautreporter "Jung & Naiv") hier verlinkt, in diesem Faden:

Randnotiz: Auf der Suche nach dieser Quelle bin ich auf eine geile Folge
Jung&Naiv gestoßen. Wer das nicht kennt:
Der hübsche Tilo Jung von den Krautreportern (*Schnurrrrrh*) setzt sich
gerne in die Bundespressekonferenz und stellt scheinbar naive Fragen. Ganz
großes Kino, als er nach den Drohnenangriffen in Jemen fragte, die von
Ramstein aus durchgeführt werden.
Hier Fan-Content dazu:
https://www.youtube.com/watch?v=pH6RDMOPdtY (Aus der Bundespressekonferenz, 2m32s)

Also da kommt Popal durchaus glaubwürdiger rüber, als diese Regierungssprecherin, die mir doch irgendwie ziemlich "ertappt" vorkommt. So wie sie sich sukzessive in die Sprachlosigkeit haspelt, bei ihrer Antwort.

Gruß, Bernadette

Noch mehr wie bestellt: Tilo Jung am 20. April auf der Bundespressekonferenz mit weiteren "naiven Fragen" zur Causa Ramstein

Bernadette_Lauert, Dienstag, 21.04.2015, 11:28 vor 3921 Tagen @ Bernadette_Lauert 5457 Views

Am Geburtstag vom "Führer" (20. April) ist Ramstein in aller Munde.
Erst verlinke ich nach meinem Ramstein-Beitrag KenFM, die am 20.4. mit dem Kunduz-Anwalt über die Drohnenmorde sprachen...
...und lobe dabei noch ein altes Vid vom Tilo Jung...

Und jetzt sehe ich, dass der smarte Tilo gestern was Brandneues zu Ramstein gemacht hat, was sogar RT Deutsch promoted hat.
Das Thema lässt ihn nicht los:

Seine "naiven" Fragen auf der Bundespressekonferenz (-Fressekonperenz) zu Ramstein:

Ramstein/US-Drohnenangriffe (ab 15:45 min)
- ohne Ramstein können keine Killerdrohnen, die extra legale Tötungen durchführen, von Nevada aus gesteuert werden. erkennt die Bundesregierung diese Tatsache an?
- wie ist es mit dem Truppenstatut und dem deutschen Völkerstrafgesetzbuch vereinbar, dass Unschuldige und vermeintliche Krieger ohne Anklage, Richter, Verteidigung getötet werden (dürfen)?
- setzt sich die BR nicht gegen die Todesstrafe ein?

https://www.youtube.com/watch?v=rwFGPUqCJTs (22m36s)

Tilo sollte ja wegen eines angeblich frauenfeindlichen Bildes nieder gemacht werden, das er am Weltfrauentag veröffentlichte: Siehe Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/medien/krautreporter-tilo-jung-jung-naiv-und-frauenfeindlich...

Also ich fand´s einfach nur witzig.
Folgendes sollte stattdessen geschehen...

[image]

Gruß, Bernadette

Diesem Dr. Schäfer geht gewaltig die Düse.Die Körpersprache verrät ihn. (mT)

DT @, Dienstag, 21.04.2015, 23:15 vor 3920 Tagen @ Bernadette_Lauert 4576 Views

Der weiß genau, wie der Hase läuft und er weiß, daß das alles aufgezeichnet und dokumentiert wird und er sieht sich möglicherweise schon mit seinem inneren Auge vor einem Tribunal sitzen als Mitwisser und Mittäter.

Ist er der Pressesprecher des Innenministeriums?

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